Jehoschua Kenaz Hinter der Wand

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Inhaltsangabe zu „Hinter der Wand“ von Jehoschua Kenaz

Es kommt der Moment, in dem jemand fragt: Wann treffen wir uns wieder? Und das ist das Zeichen für den Anfang eines Endes. In diesem Grenzgebiet, zwischen der Sehnsucht nach Dauer und dem Wissen, daß es zu Ende ist, spielt dieser Roman aus dem modernen Tel Aviv. Sein Autor, Jehoschua Kenaz, zählt inzwischen mit Abraham Jehoschua und Amos Oz zu den wichtigsten israelischen Gegenwartsautoren. Eine Büroangestellte beginnt ein aussichtsloses Verhältnis mit einem Kollegen. Ein alter, behinderter Mann ist seiner philippinischen Haushaltshilfe ausgeliefert. Ein anderer versucht, mit verzweifelten Briefen an die Verwaltung die Ehre des Hauses zu retten. Ein Makler mißbraucht das Vertrauen eines Klienten und verschafft sich Zugang zu dessen Wohnung. All diese Menschen leben in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander in Tel Aviv. Sie fühlen sich allein gelassen, gehen dennoch einander aus dem Weg, bei unvorhergesehenen Begegnungen flüchten sie sich in Unwahrheiten oder verlieren die Selbstbeherrschung. Dabei haben ihre Lebensläufe mehr miteinander zu tun, als sie glauben wollen. Alle verspüren den Wunsch nach Nähe, danach, die Wand zum Nächsten niederzureißen, folgen aber eher fremden Empfehlungen als den eigenen Gefühlen. Und wer endlich ein Ziel erreicht hat, merkt, daß er eine andere Vorstellung davon besaß. Vielleicht wollte man eine Liebe zurückhaben, die es so nie gab. Jehoschua Kenaz erzählt atmosphärisch dicht, einfühlsam und prägnant diese sich verbindenden Lebensläufe. Was als ein Panoptikum des israelischen Gemeinwesens beginnt, entwickelt er mit der Suggestivkraft des großen Erzählers zum Drama des Menschen unserer Zeit.

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