Jehuda Bacon , Manfred Lütz "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

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Inhaltsangabe zu „"Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."“ von Jehuda Bacon

Sinn erfahren im Leid: Das bewegende Vermächtnis eines Auschwitz-Überlebenden
»Bei meiner Befreiung war ich fünfzehn Jahre alt, aber hatte die Erfahrungen eines Achtzigjährigen.« Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz und was er zu sagen hat, ist unglaublich. Der bekannte Künstler, dessen Zeichnungen im Frankfurter Auschwitz-Prozess Beweismittel waren, sieht sein Erleben von Auschwitz als Ausgangspunkt für eine Botschaft der Humanität: Sogar im größten Leid kann Sinn erfahrbar werden. Denn in jedem Menschen, auch im schlimmsten, ist ein Funke Gottes.
Im Gespräch mit Manfred Lütz erzählt Jehuda Bacon auf berührende Weise erstmals ausführlich über seine Erlebnisse im KZ und lässt uns teilhaben an den eindrucksvollen Konsequenzen, die er daraus gezogen hat. Erleben Sie einen existentiellen Dialog zwischen einem deutschen Theologen und einem jüdischen Künstler, der aus tiefer Erschütterung heraus zum Humanisten wurde.

Bestseller-Autor Manfred Lütz im Gespräch mit dem jüdischen KZ-Überlebenden und Künstler Jehuda Bacon – ein existentieller DialogJehuda Bacon über seine Erlebnisse in Auschwitz und seine zutiefst menschliche Sicht auf das Leben und die MenschenEin bewegendes und eindringliches Buch, das aufrüttelt!

Unglaublich fesselndes Interview, welches ich definitv weiter empfehlen kann, wenn man an solche Art von Büchern interessiert ist.

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  • Bewegende Dialoge eines jüdischen Künstlers mach Auschwitz

    "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

    UteSeiberth

    06. May 2017 um 15:01

    Jehuda Bacon ist 15 Jahre alt,als er aus dem KZ Auschwitz befreit wird.Diese Dialoge mit dem Psychiater und Theologen Manfred Lütz bringen die Weisheit eines Menschen zutage,der Entsetzliches erlebt hat und daran nicht zerbrochen ist. Das finde ich sehr bewunderswert  und das Buch lässt den Leser sehr nachdenklich zurück und mit dem Wissen,dass in jedem Menschen ein göttlicher Funke wohne,auch wenn der Mensch böse sei. Das fand ich sehr beeindruckend.

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  • Es kommt auf die Herzensbildung an!

    "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

    Hopeandlive

    20. April 2017 um 14:33

    Dieses Buch ist kein Buch über Auschwitz. Da gibt es schon viele eindrucksvolle Berichte. Dieses Buch bringt die Weisheit eines Menschen zur Sprache, der Entsetzliches erlebt hat, aber darunter nicht zerbrochen ist. Bevor einer seiner Lehrer nach Auschwitz deportiert wurde, erzählte er seinen Schülern davon, dass es in jedem Menschen einen unauslöschlichen Funken gebe. An diesen Funken erinnerte sich Jehuda Bacon, als er selbst nach Auschwitz kam. Und diesen Funken hat er in seinem Leben durch seine ganze Existenz zum Leuchten gebracht.Das Buch beinhalten ein Gespräch zwischen Jehuda Bacon (israelischer Künstler, geboren 1929 in Mährisch-Ostrau, der mit seiner Familie in die Hölle von Theresienstadt und Auschwitz deportiert wurde. Er überlebte zwei Todesmärsche und lebt seit 1946 in Israel und lehrte als Professor Grafik an der Bezalel-Akademie in Jerusalem)und Dr. Manfred Lütz (Psychiater, Psychotherapeut und Theologe),in dem Jehuda Bacon auf sehr berührende Weise erstmals ausführlich über seine Erlebnisse im KZ erzählt und uns teilhaben lässt an den eindrucksvollen Konsequenzen, die er daraus gezogen hat.Ich habe das Buch gekauft und gelesen, nachdem ich Dr. Manfred Lütz in einer Talkshow davon erzählen hörte und er meinte, das wäre sein bestes und wichtigstes Buch, dass er je schrieb und das kann ich nur bestätigen.Es gibt viele Bücher über Auschwitz und ich habe auch sehr viele gelesen, doch diese Herzensbildung von Jehuda Bacon, die wirklich in jedem Satz spürbar ist, hat mich mehr als beeindruckt und ist mir zum Vorbild geworden. Ein Zitat (von vielen, die ich mir angestrichen und rausgeschrieben habe):"In Auschwitz ist mir klar geworden, dass Bildung häufig nur eine dünne Schicht auf der Seele ist. In Grenzsituationen bleibt nur die Herzensbildung übrig!"Wie gesagt, eines von vielen....doch lest selbst!Eines der beeindruckensten Bücher, die ich je gelesen habe und so aktuell wie noch nie!

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  • äußerst beeindruckend

    "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

    katze102

    01. December 2016 um 07:48

    Jehudaa Bacon, Maler, Überlebender von Auschwitz, Zeuge bei Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961) und beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt ( 1964) wurde von Dr. Manfred Lütz in einem langen Gespräch über sein Leben in und nach Auschwitz befragt. Bacon berichtet über seinen starken Glauben an Gott und den unauslöschlichen göttlichen Funken in jedem, erzählt von dem Aufenthalt seiner Familie, als er 13 Jahre alt war, im Musterghetto Theresienstadt, dem Vorzeigemodell für das internationale Rote Kreuz und dem in Auschwitz. Immer wieder erzählt er die Erlebnisse im Präsens, so sehr hat er noch alles vor Augen. Immer wieder fällt auf, das aus der Perspektive von Kinderaugen erzählt wird, die Schlimmes sehen, was allmählich zum Alltag wird – und auch dort gibt es immer wieder Momente, in denen Aufseher und Leute der SS gerade diesen göttlichen Funken in sich haben und helfen. Ferner erzählt Bacon von zwei Todesmärschen und wichtigen Begegnungen in seinem Leben, z. B. dem Heimleiter Pitter, der ihn im Waisenhaus aufnahm und ihm den Glauben an das Gute im Menschen wiedergab. Er erzählt von seinem weiteren Lebensweg, von Menschen, die ihm auf seinem Weg weitergeholfen haben... Tief beeindruckend fand ich seine Schilderungen des Alltags in Auschwitz, diese Form von „Alltag“ und genau diesen zu überleben, z.B. die Beschreibungen von Solidarität oder, wie sich alte Bekannte veränderten, nachdem sie eine „Position“ innehatten; oder die Beschreibungen, mit sich selber zu ringen und nicht von seinem Weg abzukommen, Wissen, was genau dort passierte und sich irgendwie damit zu arrangieren. Gerade solche „Nebensächlichkeiten“, über die man sich sonst noch gar keine Gedanken gemacht hat, wie z.B. das Streuen der Wege mit Asche aus dem Krematorium oder die Abschiedsszene mit seinem Vater, fand ich sehr bewegend. Abschließend stellt er fest, dass er keinen Groll auf Hitler hat, dass selbst dieser den göttlichen Funken in sich trug, z.B. als er einem Freund die Ausreise ermöglichte und, das Hitler seinen Hass nicht bekommt – eine Feststellung, die auch in der heutigen Zeit wieder ganz aktuell ist... Das im Buch niedergeschriebene Interview finde ich faszinierend; es wurde in äußerst interessante Kapitel gegliedert, in denen neben den authentischen Beschreibungen und Aussagen erörtert wird, wie man dem Bösen begegnet und sich zeitlebens mit Glauben und göttlicher Hilfe dagegen entscheiden kann.

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  • Ein Leben nach Auschwitz

    "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."

    KristinSchoellkopf

    15. November 2016 um 21:45

    Ich habe mein Exemplar des Romans direkt vom Bloggerportal (Randomhouse/Gütersloher Verlagshaus) zugeschickt bekommen, vielen Dank an dieser Stelle!Ich bin, wie viele von Euch sicherlich schon wissen, ein großer Geschichts-Fan und kann von keinem historischen Werk die Finger lassen. Bei "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden" allerdings, hatte ich auch ein wenig Angst, es zu lesen.Besonders Geschichten aus dem Nationalsozialismus gehen mir sehr nahe und schon als ich die Einleitung las, wusste ich, dies wird keine Feierabendlektüre, dieses Buch wird auch nicht unbedingt Spaß machen: Es wird besonders werden.Auf dem Cover sind die beiden Interviewpartner zu sehen; Links, Herr Bacon, welcher über seine Zeit in Auschwitz und sein Leben spricht, und rechts Herr Lütz, welcher das Interview führt und nachher auch dieses Buch verfasst.Den Inhalt dieses Interviews kann ich Euch nicht beschreiben, er ist zu einzigartig, denn wer von uns kann sich noch vorstellen in einer solchen Welt zu leben? Wie war es, in Auschwitz inhaftiert zu sein? Seinen Vater zu sehen, wie er zur Gaskammer gebracht wurde? Unvorstellbar. Doch genau dieses Gefühl und die daraus resultierenden Einstellungen und Konsequenzen für sein restliches Leben schildert uns Herr Bacon - und dies weder mit Verbitterung, noch mit überspitzter Dramatik.Der Leser sieht die damalige Zeit und die daran anschließende, meiner Meinung nach, mit ganz neuen Augen, da Herr Bacon sowohl die schreckliche Zeit im Camp, als auch seine Flucht in die Kunst, als auch das "Gute" im Menschen thematisiert.Dies ist auch der Grund, warum mich dieses Buch fasziniert. Herr Bacon sieht, trotz allen Grauens, das Gute im Menschen und versucht uns Mut zu machen, genau dasselbe zu tun. Ob man den Mut und die Kraft nun in der Religion, Malerei oder in anderen Menschen findet, ist dabei zweitrangig.Ich möchte an dieser Stelle auch ein ganz großes Lob an Herrn Lütz richten, da ich finde, dass dieses Interview, wie es geschrieben vor mir liegt, wunderbar aufgebaut ist. Die Aussagen sind authentisch und wurden, soweit ich es beurteilen kann, auch nicht verändert. Sie sind real - und dies macht auch die enorme Kraft der Worte aus.Ein Tipp noch für jeden Leser: Schaut Euch das Bild auf dem Buchrücken an und googled Herr Bacons Kunstwerke, Ihr werdet staunen und womöglich, so wie ich es tat, sehr betroffen sein.

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