Jemma Wayne

 3,8 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor*in von Der silberne Elefant, Der silberne Elefant und weiteren Büchern.

Lebenslauf

JEMMA WAYNE wuchs in der Nähe von London auf und studierte in Cambridge Sozial- und Politikwissenschaften sowie Journalismus an der University of Westminster. Zunächst für The Jewish Chronicle tätig, arbeitet sie heute als freie Journalistin, Theater- und Romanautorin. Ihr Debütroman Der silberne Elefant war auf der Shortlist für den Waverton Good Read Award und auf der Longlist für den Bailey’s Women's Prize for Fiction sowie den Guardian's Not the Booker Prize. Die Idee zum Roman kam Jemma Wayne bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung für Überlebende des Völkermords in Ruanda, bei der sie zum ersten Mal mit Zeitzeugen über die verheerenden Gewalttaten des Krieges sprach. Jemma Wayne lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Norden Londons.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jemma Wayne

Cover des Buches Der silberne Elefant (ISBN: 9783961611058)

Der silberne Elefant

(66)
Erschienen am 15.03.2021
Cover des Buches Der silberne Elefant: Roman (ISBN: B08NW959XQ)

Der silberne Elefant: Roman

(1)
Erschienen am 15.03.2021
Cover des Buches Der silberne Elefant (ISBN: 9783961611348)

Der silberne Elefant

(0)
Erschienen am 10.03.2022
Cover des Buches Der silberne Elefant (ISBN: B08Y5RH9MZ)

Der silberne Elefant

(1)
Erschienen am 15.03.2021
Cover des Buches After Before (ISBN: 9781909878853)

After Before

(1)
Erschienen am 01.06.2014

Neue Rezensionen zu Jemma Wayne

Cover des Buches Der silberne Elefant (ISBN: 9783961611058)
CocuriRubys avatar

Rezension zu "Der silberne Elefant" von Jemma Wayne

CocuriRuby
Gibt mir nichts

In diesem Buch geht es um das Thema Frau-sein, um Schuld, um Druck, Erwartungen, die an Frauen gestellt werden (sich aufzuopfern in erster Linie).


Wir haben drei Handlungsfäden, die zunächst nur lose verbunden sind und sich dann nach und nach miteinander verflechten.

Jede Frau hat ihr Päckchen zu tragen – ihr Schicksal oder Trauma – eine Vergangenheit, die jede einholt oder die bereut werden.


Was man dort zu lesen bekommt, ist durchaus harter Tobak.

Und trotzdem berührt es mich nicht. Vera fand ich sogar oftmals nur schwer zu ertragen.


Was mich tatsächlich regelrecht wütend gemacht hat, ist das propagieren des toxischen Musters von: Du musst über das Trauma reden, nur dann kann es überwunden werden. Schwachsinn.

Oder auch: Du musst den Tätern verzeihen, damit du es loslassen kannst. Auch das ist psychologischer Blödsinn. Aber eben genau das, was man gerade Frauen erzählt – das das hier auch so aufgegriffen und dargestellt wird, macht mich wütend.


Ich fand aber gut, wie Zerrissenheit dargestellt wurde. Hier die einer Mutter, die ihren Mann und Kinder liebt und Stolz auf sie ist. Gleichzeitig bereut sie es, nie etwas anderes gemacht zu haben, als Mutter und Hausfrau sein, obwohl sie sich damals bewusst dafür entschieden hat und nun einer Frau neidet, die es anders gemacht hat, die Karriere machen kann.

Oder wie es dargestellt wurde, dass man einen Menschen lieben kann und dennoch schwerwiegende Geheimnisse vor ihm zu haben oder diesen gar zu betrügen.

Es wird gezeigt, wie man allen Anforderungen und Erwartungen gerecht werden will und daran eigentlich nur zerbrechen kann.

Das sind keine revolutionär neuen Erkenntnisse, aber sie sind gut erzählt worden.


Das Gottesthema war mir aber wieder zu viel. Es bleibt auch sehr viel offen und wird bewusst nicht zu Ende erzählt, sondern bleibt bei Andeutungen – kann man machen, muss man nicht.


Es fand die End-Message gut, mit: Es ist okay, mehr haben zu wollen – begnüge dich nicht mit entweder oder.

Trotzdem gibt mir dieses Buch leider nichts.


Cover des Buches Der silberne Elefant (ISBN: 9783961611058)
Nika488s avatar

Rezension zu "Der silberne Elefant" von Jemma Wayne

Nika488
der silberne Elefant

Berührend, intensiv und voller Hoffnung

„Der silberne Elefant“ ist ein eindringlicher Roman über Schmerz, Schuld und die Kraft menschlicher Verbundenheit. Jemma Wayne erzählt die Geschichten von Emilienne, Vera und Lynn auf eine feinfühlige und doch kraftvolle Weise, die unter die Haut geht. Jede der drei Frauen trägt schwer an ihrer Vergangenheit, und der Weg zu Heilung und Hoffnung ist steinig und voller Rückschläge.

Besonders beeindruckend ist, wie authentisch die Autorin die inneren Kämpfe ihrer Figuren schildert, ohne in Kitsch oder Übertreibung zu verfallen. Die Erzählweise ist ruhig und dennoch intensiv, manchmal beinahe melancholisch, aber immer hoffnungsvoll. Der Roman braucht Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten, aber wer sich darauf einlässt, wird mit einer tief bewegenden Geschichte belohnt.

Fazit: Ein kraftvolles, emotionales Buch über Schuld, Vergebung und die heilende Kraft von Gemeinschaft – nur kleine Längen verhindern die volle Punktzahl.

Cover des Buches Der silberne Elefant (ISBN: 9783961611058)
Jacky2708s avatar

Rezension zu "Der silberne Elefant" von Jemma Wayne

Jacky2708
Guter Roman

Inhalt:

Drei Frauen, drei Schicksale, und nur ein Leben, damit umzugehen.

Die junge Emilienne ist dem Bürgerkrieg in Ruanda entkommen und hat in London ein neues Leben begonnen. Die grausamen Erinnerungen an ihre Heimat versucht sie zu verdrängen. Vera hat in jungen Jahren einen Fehltritt begangen und möchte ein guter und moralischer Mensch sein – wenn nur ihre quälenden Schuldgefühle nicht wären und die Unmöglichkeit, ihrem Verlobten davon zu erzählen. Und die 56-jährige Lynn ist schwer erkrankt und rechnet schonungslos mit den verpassten Chancen ihres Lebens ab. Alle drei Frauen werden von dunklen Geheimnissen und seelischen Verletzungen geplagt, doch auf sich allein gestellt, gelingt es ihnen nicht, die Dämonen ihrer Vergangenheit zu verscheuchen. Erst als sich ihre Wege eines kalten Winters kreuzen, bewegt sich etwas in ihnen – und langsam, ganz langsam, beginnen sie, einander zu stützen und für die Zukunft zu stärken.

Fazit:

Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Die Protagonisten sind drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Vera ist eine junge Frau, die durch ihren Freund Luke zur Religion kommt. Sie war davor Partygirl und Sex und Drogen spielten eine große Rolle darin. Nun wird sie zur Frommen, die sich ihrer Sünde stellt. Vera blieb für mich am blassesten. Ihre Schwiegermutter in spe, ist die zweite Frau um die es geht. Mit Lynn konnte ich nicht viel anfangen. Sie ist verbittert, weil ihr Leben so verlaufen ist und sie ihre Karriere aufgegeben hat bevor sie begonnen hat. Diesen Frust lässt sie an ihren Mitmenschen aus, vor allem an Vera. Dadurch können die beiden keine Beziehung zueinander aufbauen. Dabei ist Lynn nur neidisch, dass Vera all das haben kann, was sie aufgegeben hat. Die dritte Frau ist Emilienne, die sich Emily nennt. Sie hat den Völkermord in Ruanda überlebt und versucht, mehr schlecht als recht, in London ein neues Leben aufzubauen. Ihre Geschichte hat mich wirklich berührt und mir hätte es besser gefallen, wenn der Fokus auf ihr gelegen hätte. Die Probleme der anderen beiden Frauen rückt dadurch ins belanglose. Das offene Ende hat mir auch nicht wirklich gefallen in diesem Fall. Es gibt am Ende einfach noch zuviele offene Fragen und nichts ist wirklich befriedigend abgeschlossen.

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