Jenna Kosig

 3.8 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Totenfreund.

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Totenfreund

Totenfreund

 (12)
Erschienen am 13.12.2015

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Deltajanis avatar

Rezension zu "Totenfreund" von Jenna Kosig

Gutes Debüt - aber irgendwas fehlt
Deltajanivor 2 Jahren


Zugegeben, der Klappentext verrät viel und nach Lesen des Buches hätte ich mir gewünscht, dass dieser ein wenig kürzer wäre. 

Denn so weiß man als Leser vorab, dass es mindestens drei Opfer geben wird und so lange es die gibt hat die ermittelnde Polizei meist auch nicht viel Ahnung wer der Täter ist. So ist es auch hier. Wir lernen den Polizisten David kennen, samt seinem Seelenleben, welches absolut am Boden ist. Von Albträumen geplagt ist seine Tochter Mia das einzige was ihn seit dem gewaltvollen Tod seiner Frau jeden Tag aufs neue Kraft gibt. Die Beziehung der beiden wird toll beschrieben und man muss den Hut vor der kleinen Mia ziehen. Auch die ersten Schritte zurück in ein normales Leben in dem auch Frauen vorkommen erlebt man zusammen mit David. 

Die Albträume die er immer wieder durchlebt lesen sich brutal und beängstigend, aber spätestens nach dem zweiten Mal weiß man eben auch, dass es nur Träume sind und mit dem Buch und der eigentlichen Story so viel nicht zu tun haben. Und auch die Nebensächlichkeiten werden ein wenig zu sehr in den Mittelpunkt gestellt, so dass die gefunden Leichen und die Jagd nach dem Mörder schon fast zur Nebensache wird. 

Am meisten enttäuschte mich aber das große "Finale" wie es mehr oder weniger sogar beschrieben wird. Es hätte so gut sein können, doch es wirkte irgendwie einfallslos und auch unlogisch. Auch wenn man natürlich bei einem Mörder niemals nach Logik und Gedanken fragen sollte, so habe ich das hier leider überhaupt nicht verstanden und fand es ein wenig arg an den Haaren herbei gezogen. 

Der Schreibstil von Jenna Kosig gefällt mir aber sehr gut und es lag nicht nur an den für meine Verhältnisse wenigen Leseseiten 215, dass innerhalb von 2 Tagen das Buch beendet war. Ich wünsche mir für weitere Bücher etwas weniger private Nebenschauplätze und mehr spannende Tätersuche und -jagd. Für einen Debütthriller ist dieses Buch auf jeden Fall in Ordnung. 

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Janinasminds avatar

Rezension zu "Totenfreund" von Jenna Kosig

Been there, done that
Janinasmindvor 2 Jahren

ZUM BUCH:
David ist Polizist. Seit er seine Frau Lara vor vier Jahren an einen Serienmörder verloren hat, leidet er an Albträumen. Als sein neuester Fall - eine weibliche Leiche mit etlichen Schnittwunden, die auf einem verlassenen Bauernhof gefunden wurde - anfängt immer mehr Ähnlichkeit mit dem Mord an seiner Frau aufzuweisen, wird David unruhig - zu Recht. 

Tragische Vorgeschichte des Hauptcharakters? Check!
Nahestehender betrügt den Hauptcharakter? Check!
Geliebter Mensch gerät in Gefahr? Check!


Das Buch ist einfach geschrieben. Ihr Schreibstil hat mich zwischenzeitlich an Janne Tellers Bücher 'Nichts' und 'Alles' erinnert. Wenn ich das Buch in eine Schublade stecken müsste, würde ich es wahrscheinlich ins Thriller-Starterpaket schieben (Fachwörter werden übersetzt, die Ermittlungen sind vereinfacht dargestellt).

Um in meine 'Guter Thriller'-Kategorie zu fallen, muss das Buch eigentlich nur zwei Kriterien erfüllen: 1) ich darf den Täter/Mörder nicht erraten und 2) Spannung und Nervenkitzel dürfen kein Fremdwort sein - beides wurde mir bei 'Totenfreund' nicht geboten. 

Ich wusste seit dem zweiten Kapitel, also sobald David anfängt über die Geschehnisse von damals zu sprechen, wer hinter allem steckt. Das hat es nicht nur vorhersehbar und langweilig gemacht, sondern auch besonders enttäuschend.  'Totenfreund' hat sich für mich wie eine schlechte Folge  'Tatort' gelesen. 



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anra1993s avatar

Rezension zu "Totenfreund" von Jenna Kosig

Ein etwas anderer Thriller
anra1993vor 2 Jahren


Das Cover und der Klappentext
Das Cover ist sehr schlicht und der Namensträger, der Totenfreund, ist auf dem Cover klar zu erkennen. Trotz seiner Schlichtheit finde ich es in Ordnung. Der Klappentext ist mir persönlich zu lange. Der erste Teil ist der Anfang des Buches. Ich persönlich würde ihn ein wenig kürzen, um nicht alles vorweg zu nehmen.

Der Schreibstil
Die Autorin schreibt sehr bildlich und ausführlich, sodass ich mich in jede Situation gut hineinversetzen konnte. Gestört hat mich allerdings der hier gewählte Aufbau des Buches. Sie hat sich dazu entschieden, immer wieder Albtraumsequenzen einzubauen. Die waren für mich teilweise etwas unpassend und haben mich aus dem Geschehen herausgerissen. Kurz gesagt: Das war mir einfach zu viel. Noch eine kleine Anmerkung habe ich leider noch. Im Buch befinden sich immer wieder Bindestriche, mitten im Wort, die dort nichts zu suchen haben.

Die Charaktere
David lebt nach dem Tod seiner Frau, die durch einen Serienmörder ermordet worden ist, mit seiner Tochter alleine. Nachts wird er von starken Albträumen geplagt. Seinen Charakteremochte ich gerne, weil er eine nette und liebevolle Person ist. Allerdings fand ich es Schade, dass um seine Person so eine starke Dramatik herrscht. Auch seine Tochter war sehr liebevoll gestaltet. Leider hatte sie nicht so viele Auftritte, da der Protagonist aus beruflichen Gründen nicht so viel Zeit für sie hat.

Der Einstieg in das Buch
Das Buch beginnt mit einer Traumsequenz, die sehr blutig und spannend war. Den Einstieg finde ich daher gut gewählt, da ich erst einmal gar nicht wusste, was mich jetzt erwartet.  

Die Handlung, Idee und Spannung
Generell gleicht das Buch den typischen Thrillern. Ein Mord, ein Polizist und der Fall der gelöst werden muss. Trotzdem war es für mich anders, denn die Autorin hat das Buch irgendwie anders verpackt. Die Traumsequenzen sind nichts Typisches, was ich bisher gelesen habe. Sie sind spannend, blutig, aber oftmals, wie bereits oben erwähnt, too much. Durch sie gab es leider immer einen kleinen Break. Ebenfalls Schade fand ich die Dramatik um den Protagonisten. Ich finde es nicht schlimm, dass der Protagonist ein schweres Schicksal hinter sich hat. Aber im Verlauf kommt einfach noch mehr hinzu und das war mir dann doch etwas viel, da so die Spannung und die eigentliche Handlung etwas in den Hintergrund getreten ist und seine privaten Probleme mehr und mehr Einfluss auf sein Handeln hatten. Ansonsten war die Spannung konsequent vorhanden und ich habe es gerne gelesen. 

Das Ende
Von dem Ende bin ich begeistert. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und erst als es so weit war, habe ich mich gefragt, warum ich nicht vorher schon damit gerechnet habe. Das Ende ist der Autorin gut gelungen und es schließt das Buch zu einem runden Ganzen ab, ohne, dass noch Fragen offenbleiben.

Mein Fazit
Das Buch konnte mich hinsichtlich der Spannung überzeugen, allerdings hätte ich mir ein paar weniger Traumsequenzen gewünscht, die immer wieder einen Break darstellten. Das Buch ist auf jeden Fall für alle, die gerne mit an einem Mord rätseln und denen es wichtig ist, dass emotionale Belangen mit einfließen.

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