Jenna Miscavige Hill

 4.2 Sterne bei 27 Bewertungen

Alle Bücher von Jenna Miscavige Hill

Jenna Miscavige HillMein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
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Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
Jenna Miscavige HillBeyond Belief
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Beyond Belief
Beyond Belief
 (1)
Erschienen am 01.02.2013
Jenna Miscavige HillUnti Hill Memoir
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Unti Hill Memoir
Unti Hill Memoir
 (0)
Erschienen am 29.01.2013

Neue Rezensionen zu Jenna Miscavige Hill

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palegreeneyess avatar

...man hat ja irgendwie eine Meinung von Scientology...aber nach Lektüre dieses Buches weiß man auch, warum. Und ändert seine Meinung darüber hinaus ins Bodenlose.

Literarisch nicht überragend, aber das erwartet man auch nicht.

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Wassollichlesens avatar

Rezension zu "Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht" von Jenna Miscavige Hill

Das Leben bei Scientology
Wassollichlesenvor 4 Jahren

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende erschüttert. Es ist unfassbar. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so unglaublich ist das, was Jenna Miscavige Hill erlebt hat.Jenna wächst von Ihrer Kindheit an bei Scientology und somit unter dem Einfluss von Scientology auf.  ihre Eltern sieht sie selten bzw. im Laufe ihrer Kindheit immer weniger. Aber das entspräche ja auch nicht dem "Glauben" von Scientology. Schließlich ist jeder ein wiedergeborenes Individuum. Hierzu werdet ihr beim Lesen einige fragwürdige Informationen erhalten..Die Verhältnisse, in denen Jenna aufwächst, erinnern mich eher an eine Besserungsanstalt bzw. ein Militärcamp - es gibt täglich strikte Pläne und so gut wie keine Freizeit. Dafür eigentümliche Lektionen wie in der Stasi. Und es gibt eine gehörige Portion Gehorsam, Schikane, Kinderarbeit, Widersprüche, Willkür und Manipulation. Und das Beste ist: das gibt es alles prinzipiell ein Leben lang. Jenna und die anderen Kinder auf der "Ranch", werden zur Scientology-Elite hingezüchtet.Ich kann gar kein passendes Wort dazu finden, was die Eltern ihrer Tochter damit angetan haben, dass sie sich Scientology angeschlossen haben und somit die Kindheit ihrer Tochter und der Geschwister ruiniert haben.Die Kindheit ist also schon mal abgehakt und ein totaler Reinfall.Im Laufe ihrer Jugend wird die Situation aber nicht besser. Die Schilderungen zu den Unterkünften und den Lern- und Arbeitsbedingungen bleiben menschenunwürdig. Ich muss mich redlich zusammenreißen nicht zu spoilern..Ich stelle mir das geschilderte Leben ein bisschen so vor wie ein etwas privilegierteres Leben in Nordkorea. Es gibt Straflager, Entführungen und Trennung von Familienmitgliedern und Freunden. Dazu gibt es immer mehr Gehirnwäsche und Lügen und Manipulation. Die ständig wechselnden Machtverhältnisse unter den Scientologen erinnern mich an das Stanford-Prison-Experiment. Wer etwas Macht erhält, wird auf Befehl oder auch ohne Befehl grausam handeln. Egal, ob es sich dabei vor einem Tag noch um die beste Freundin gehandelt hat. Ich habe mich unzählbar oft gefragt, warum Jenna Scientology nicht einfach früher verlassen hat. Hierbei muss man allerdings sagen, dass es extrem schwer sein muss, solch einen Schritt zu wagen. Sie kennt von Kindheit an ja nur dieses Leben. Ein Leben unter den "minderbemittelten Nicht-Scientologen" kann nicht besser sein. Zumal sie ja denkt, dass sie einem höheren Wohl dient und die Welt rettet.Abgesehen davon ist es gar nicht so einfach Scientology zu verlassen, was das Ende des Buchs eindrucksvoll wiederspiegelt.So kommt es im Leben von Jenna immer wieder dazu, dass sich alles wiederholt. Das ist grundsätzlich nervig, in diesem Fall aber nicht. Als Leser sieht man, dass alles in einer begrenzten Dauerschleife geschieht und es kein Entkommen aus diesem Hamsterrad zu geben scheint.Zwei interessante Aspekte gibt es neben den menschenverachtenden Lebensbedinungen noch.In alternativen Glaubensgemeinschaften oder Sekten spielt Geld ein zentrales Thema. In dem Buch ist davon abgesehen von der Kinderarbeit und den ausbeuterischen Löhnen der "Angestellten" lange Zeit nicht viel zu lesen. Aber nach und nach erhält Jenna mehr Einblick in das Konstrukt Scientology. Entsprechend bildet sich auch Stück für Stück eine eigene Meinung. Wir als Leser erfahren entsprechend mehr über innere Zusammenhänge, so auch zum Thema "Finanzen". Öffentliche Scientologen mit eigenem Einkommen zahlen erhebliche Summen für Ihre Kurse. Spenden sind gerne gesehen und beschleunigen den Weg auf der spirituellen "Brücke". Komisch. Mein Lieblings-Beispiel für die Ausbeutung der Angestellten ist, dass sie die Bücher und Neuauflagen von L. Ron Hubbard kaufen mussten. Soweit so schlimm. Aber ein Exemplar kostete so viel, wie zwei Monatslöhne.. Immerhin wurden so die Verkaufszahlen etwas gepusht.Ein anderes zentrales und interessantes Thema ist die Außendarstellung. Scientology macht scheinbar alles für gute PR. Dass bekannte Persönlichkeiten wie Hollywoodstars keine schlechten Werbefiguren sind, sollte klar sein. Was Scientology sich alles einfallen lässt um solche Personen zu ködern und was Scientology alles tut um negative Werbung und Proteste abzuwehren wird ebenfalls geschildert. Und es ist sehr fragwürdig.
Fazit:Ohne Worte.Das Buch zeigt, welche Gefahren von Sekten bzw. dubiosen Glaubensgemeinschaften ausgehen. Wenn das Buch nicht so dick wäre, müsste es eigentlich in Schulen gelesen werden. 

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Lysanders avatar

5 Sterne für ein Buch, das weder sprachlich noch literarisch "große Kunst" ist? Ja, 5 Sterne für den Mut der Autorin, ihre bedrückenden Erfahrungen zu veröffentlichen und damit das menschenverachtende System Scientology einem breiten Publikum näher zu bringen.
Jennas Geschichte schreit geradezu danach, verfilmt zu werden. Die Kindheitstraumata (Zwangsarbeit, Trennung von den Eltern u. a.), vor allem aber die Jahre als Jugendliche und die aufkommenden Zweifel, die letztendlich zum Bruch mit der Sekte führen, sind sehr bewegend geschildert. Scientology setzt alles daran, den Willen der jungen Frau zu brechen, mischt sich in ihre Beziehung ein und verfolgt Jenna und ihren Ehemann Dallas Hill selbst noch, als beide längst bei Dallas' Familie in San Diego leben - auch die Hills sind Scientologen und hin und her gerissen zwischen der Solidarität zu ihren Kindern und den Ansprüchen der "Kirche". Geldgier, Lüge, Einschüchterung, Zwang, Liebesentzug, Gehirnwäsche ... dies sind nur einige Attribute, die diese Sekte ausmachen und die hier aus nächster Nähe von der Nichte des obersten Sektenführers plausibel geschildert werden. Die emotionale Betroffenheit der Autorin hilft mindestens genauso gut, das System Scientology zu verstehen, wie jedes Sachbuch zum Thema.

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