Jenna Miscavige Hill , Lisa Pulitzer Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht

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Inhaltsangabe zu „Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht“ von Jenna Miscavige Hill

Jenna Miscavige Hill, die Nichte des Nachfolgers von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard, David Miscavige, wuchs als Scientologin auf, verließ die kontrovers diskutierte Organisation aber im Jahr 2005. In ihrer Biographie enthüllt sie die befremdlichen und verstörenden Details ihrer Kindheit. Sie gibt einen erschütternden Einblick in ihre Erfahrungen als Mitglied der Sea Organization, das Machtzentrum von Scientology, und legt die Überzeugungen, Rituale und Geheimnisse einer Organisation offen, die bereits Hollywood-Stars wie Tom Cruise und John Travolta in ihren Bann gezogen hat. Sie erzählt, wie sie von ihrer Familie abgeschirmt wurde, und berichtet schließlich auch von ihrer mutigen Entscheidung, mit Scientology endgültig zu brechen.

Führt einem die dramatischen Zustände in dieser Sekte vor Augen. Definitiv lesenswert.

— BellaLusia
BellaLusia

Etwas Langatmig

— Liz847
Liz847

Ein hochinteressantes Buch, das einen sehr detaillierten Einblick gibt und einen so schnell nicht los lässt!

— Gute_Miene
Gute_Miene

Dieses Buch gibt einen guten Einblick in das Leben bei Scientology. Es wird richtig deutlich, wie manipulativ Menschen sein können.

— divergent
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    Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
    palegreeneyes

    palegreeneyes

    09. November 2015 um 10:50

    ...man hat ja irgendwie eine Meinung von Scientology...aber nach Lektüre dieses Buches weiß man auch, warum. Und ändert seine Meinung darüber hinaus ins Bodenlose.

    Literarisch nicht überragend, aber das erwartet man auch nicht.

  • Das Leben bei Scientology

    Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    21. October 2014 um 19:38

    Das Buch hat mich von Anfang bis Ende erschüttert. Es ist unfassbar. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so unglaublich ist das, was Jenna Miscavige Hill erlebt hat.Jenna wächst von Ihrer Kindheit an bei Scientology und somit unter dem Einfluss von Scientology auf.  ihre Eltern sieht sie selten bzw. im Laufe ihrer Kindheit immer weniger. Aber das entspräche ja auch nicht dem "Glauben" von Scientology. Schließlich ist jeder ein wiedergeborenes Individuum. Hierzu werdet ihr beim Lesen einige fragwürdige Informationen erhalten..Die Verhältnisse, in denen Jenna aufwächst, erinnern mich eher an eine Besserungsanstalt bzw. ein Militärcamp - es gibt täglich strikte Pläne und so gut wie keine Freizeit. Dafür eigentümliche Lektionen wie in der Stasi. Und es gibt eine gehörige Portion Gehorsam, Schikane, Kinderarbeit, Widersprüche, Willkür und Manipulation. Und das Beste ist: das gibt es alles prinzipiell ein Leben lang. Jenna und die anderen Kinder auf der "Ranch", werden zur Scientology-Elite hingezüchtet.Ich kann gar kein passendes Wort dazu finden, was die Eltern ihrer Tochter damit angetan haben, dass sie sich Scientology angeschlossen haben und somit die Kindheit ihrer Tochter und der Geschwister ruiniert haben.Die Kindheit ist also schon mal abgehakt und ein totaler Reinfall.Im Laufe ihrer Jugend wird die Situation aber nicht besser. Die Schilderungen zu den Unterkünften und den Lern- und Arbeitsbedingungen bleiben menschenunwürdig. Ich muss mich redlich zusammenreißen nicht zu spoilern..Ich stelle mir das geschilderte Leben ein bisschen so vor wie ein etwas privilegierteres Leben in Nordkorea. Es gibt Straflager, Entführungen und Trennung von Familienmitgliedern und Freunden. Dazu gibt es immer mehr Gehirnwäsche und Lügen und Manipulation. Die ständig wechselnden Machtverhältnisse unter den Scientologen erinnern mich an das Stanford-Prison-Experiment. Wer etwas Macht erhält, wird auf Befehl oder auch ohne Befehl grausam handeln. Egal, ob es sich dabei vor einem Tag noch um die beste Freundin gehandelt hat. Ich habe mich unzählbar oft gefragt, warum Jenna Scientology nicht einfach früher verlassen hat. Hierbei muss man allerdings sagen, dass es extrem schwer sein muss, solch einen Schritt zu wagen. Sie kennt von Kindheit an ja nur dieses Leben. Ein Leben unter den "minderbemittelten Nicht-Scientologen" kann nicht besser sein. Zumal sie ja denkt, dass sie einem höheren Wohl dient und die Welt rettet.Abgesehen davon ist es gar nicht so einfach Scientology zu verlassen, was das Ende des Buchs eindrucksvoll wiederspiegelt.So kommt es im Leben von Jenna immer wieder dazu, dass sich alles wiederholt. Das ist grundsätzlich nervig, in diesem Fall aber nicht. Als Leser sieht man, dass alles in einer begrenzten Dauerschleife geschieht und es kein Entkommen aus diesem Hamsterrad zu geben scheint.Zwei interessante Aspekte gibt es neben den menschenverachtenden Lebensbedinungen noch.In alternativen Glaubensgemeinschaften oder Sekten spielt Geld ein zentrales Thema. In dem Buch ist davon abgesehen von der Kinderarbeit und den ausbeuterischen Löhnen der "Angestellten" lange Zeit nicht viel zu lesen. Aber nach und nach erhält Jenna mehr Einblick in das Konstrukt Scientology. Entsprechend bildet sich auch Stück für Stück eine eigene Meinung. Wir als Leser erfahren entsprechend mehr über innere Zusammenhänge, so auch zum Thema "Finanzen". Öffentliche Scientologen mit eigenem Einkommen zahlen erhebliche Summen für Ihre Kurse. Spenden sind gerne gesehen und beschleunigen den Weg auf der spirituellen "Brücke". Komisch. Mein Lieblings-Beispiel für die Ausbeutung der Angestellten ist, dass sie die Bücher und Neuauflagen von L. Ron Hubbard kaufen mussten. Soweit so schlimm. Aber ein Exemplar kostete so viel, wie zwei Monatslöhne.. Immerhin wurden so die Verkaufszahlen etwas gepusht.Ein anderes zentrales und interessantes Thema ist die Außendarstellung. Scientology macht scheinbar alles für gute PR. Dass bekannte Persönlichkeiten wie Hollywoodstars keine schlechten Werbefiguren sind, sollte klar sein. Was Scientology sich alles einfallen lässt um solche Personen zu ködern und was Scientology alles tut um negative Werbung und Proteste abzuwehren wird ebenfalls geschildert. Und es ist sehr fragwürdig. Fazit:Ohne Worte.Das Buch zeigt, welche Gefahren von Sekten bzw. dubiosen Glaubensgemeinschaften ausgehen. Wenn das Buch nicht so dick wäre, müsste es eigentlich in Schulen gelesen werden. 

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  • Gehirnwäsche

    Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
    Lysander

    Lysander

    17. August 2014 um 20:28

    5 Sterne für ein Buch, das weder sprachlich noch literarisch "große Kunst" ist? Ja, 5 Sterne für den Mut der Autorin, ihre bedrückenden Erfahrungen zu veröffentlichen und damit das menschenverachtende System Scientology einem breiten Publikum näher zu bringen. Jennas Geschichte schreit geradezu danach, verfilmt zu werden. Die Kindheitstraumata (Zwangsarbeit, Trennung von den Eltern u. a.), vor allem aber die Jahre als Jugendliche und die aufkommenden Zweifel, die letztendlich zum Bruch mit der Sekte führen, sind sehr bewegend geschildert. Scientology setzt alles daran, den Willen der jungen Frau zu brechen, mischt sich in ihre Beziehung ein und verfolgt Jenna und ihren Ehemann Dallas Hill selbst noch, als beide längst bei Dallas' Familie in San Diego leben - auch die Hills sind Scientologen und hin und her gerissen zwischen der Solidarität zu ihren Kindern und den Ansprüchen der "Kirche". Geldgier, Lüge, Einschüchterung, Zwang, Liebesentzug, Gehirnwäsche ... dies sind nur einige Attribute, die diese Sekte ausmachen und die hier aus nächster Nähe von der Nichte des obersten Sektenführers plausibel geschildert werden. Die emotionale Betroffenheit der Autorin hilft mindestens genauso gut, das System Scientology zu verstehen, wie jedes Sachbuch zum Thema.

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  • Tolles Buch

    Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. August 2013 um 13:33

    Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht von Jenna Miscavige Hill mit Lisa Pulitzer Verlag: btb Seiten: 475 Hardcover-Preis: 19,99 € Erscheinungsjahr: 2013 ISBN: 978-3-442-75410-6 Inhalt: Die Nichte des Scientology-Führers packt aus! "Scientologys schlimmster Feind." NEW YORK POST "Noch nie zuvor hat ein Insiderbericht Scientology so erschüttert wie dieses Buch." L'EXPRESS Jenna Miscavige Hill, die Nichte des Nachfolgers von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard, David Miscavige, wuchs als Scientologin auf, verließ die kontrovers diskutierte Organisation aber im Jahr 2005. In ihrer Biographie enthüllt sie die befremdlichen und verstörenden Details ihrer Kindheit. Sie gibt einen erschütternden Einblick in ihre Erfahrungen als Mitglied der Sea Organization, dem Machtzentrum von Scientology, und legt die Überzeugungen, Rituale und Geheimnisse einer Organisation offen, die bereits Hollywood-Stars wie Tom Cruise und John Travolta in ihren Bann gezogen hat. Sie erzählt, wie sie von ihrer Familie abgeschirmt wurde, und berichtet schließlich auch von ihrer mutigen Entscheidung, mit Scientology endgültig zu brechen. Über die Autorin: Jenna Miscavige Hill, geboren 1984, ist die Nichte von David Miscavige, dem Nachfolger des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard, und wuchs in den höchsten Kreisen von Scientology auf. Seit sie die Organisation 2005 verließ, ist sie eine ihrer prominentesten Kritikerinnen. Sie ist Mitbegründerin einer Website, die derzeitigen und ehemaligen Scientologen die Möglichkeit bietet, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, und unterstützt diejenigen, die sich entschlossen haben, die Organisation zu verlassen. Sie lebt mit ihrer Familie in Kalifornien. Lisa Pulitzer war Korrespondentin für die New York Times und verfasste als Co-Autorin mehrere sehr erfolgreiche Sachbücher. Meine Zusammenfassung: Das Buch fängt ganz am Anfang an und erzählt, wie Jennas Familie zu Scientology gekommen ist. Jenna lebte nur einige Jahre außerhalb von Scientology, da ihre Eltern beschlossen haben zurück zu gehen. Sie wuchs auf einer Ranch mit vielen anderen Kindern auf. Hört sich ganz gut an, mag man jetzt denken, aber nicht wenn diese von Scientology geführt wird. Denn dort gibt es kein Kind-Sein. Schon in jungen Jahren musste sie schwer und viel Arbeiten. Zum einen körperlich zum anderen geistig. Das lernen beschäftigte sich natürlich mit den Lehren von L. Ron Hubbard und die Erreichung von gewissen Zielen der Scientologen. Die Regeln von Scientology, ob auf der Ranch oder später in den verschiedenen Stützpunkten unterliegt strengen Regeln. So werden sehr viele Stunden am Tag mit Arbeiten oder Studieren (Kurse besuchen) verbracht. Es gibt nur kurz bemessenen Essenszeiten und so gut wie keine Freizeit, im vergleich zu dem was wir kennen. Da Familie bei Scientology nicht wichtig zu sein scheint, ist der Kontakt zu den Eltern oder anderen Angehörigen sehr, sehr selten. Nach der Ranch ist Jenna auf verschiedenen Stützpunkten untergebracht und besucht viele Kurse, um ein besserer Scientologe zu werden, und arbeitet. Sie beschreibt auch, wie sie in dieser Zeit viele Probleme hat, weil sie auf Grund ihres Fehlverhaltens, das von anderen oder ohne ersichtlichen Grund immer wieder Security Checks absolvieren muss. Diese Befragungen gibt es in verschiedenen Abstufungen und die Dauer kann sich über mehrere Wochen, sogar Monate ziehen. Die höher gestellten Scientologen versuchen immer wieder sie in die "richtige" Bahn zu lenken und aus ihr ein folgsames Mädchen / junge Frau zu machen. Eines Tages lernt Jenna ihren jetzigen Mann David kennen. Damit werden die Probleme noch schlimmer. Scientologen ist es untersagt, über das Küssen hinaus in sexuellen Kontakt mit dem Partner zu treten. Sollte dies doch geschehen ist mit der schlimmsten Strafe zu rechnen. Einen "Resozialisierung-Programm" das sich über Jahre ziehen kann. Dem ganzen kann man allerdings mit einer Heirat aus dem Weg gehen. Leider wird es den beiden nicht so einfach gemacht und die Lage spitzt sich extrem zu. Nachdem die Lage sich nicht mehr zu entspannen scheint und nur noch schlimmer zu werden scheint, denken die beiden über einen Ausstieg nach. Natürlich ist dies nicht im geringsten einfach, wenn man bei so einer Organisation wie Scientology ist. Letzten Endes schaffen es beide doch gemeinsam, außerhalb von Scientology sich ein Leben aufzubauen. Zum Buch: Das Buch ist aus Jennas Sicht geschrieben. Es ist chronologisch geschrieben und es lässt sich meiner Meinung nach, für so eine schwere Kost, sehr gut lesen. Das Buch lässt meiner Meinung nach nichts aus. Er erzählt von den Lehren, dem Aufbau der Church, den verschiedenen Kursen - die man absolvieren muss, den Regeln, den Tagesabläufen, den Strafen und Vergehen. Es zeigt, wie alles kontrolliert, aufs äußerste ausgeschöpft und manipuliert wird. Durch die chronologische Erzählung wird man nach und nach in den Alltag, das Verhalten und den Glauben von Scientology eingeführt. Wobei ich sagen muss, dass es am Anfang doch etwas viel war, da ich ja vorher noch nie etwas darüber gelesen hatte und alles total neu für mich war. Ich fand das Buch sehr erschütternd und unbegreiflich wie so etwas sein kann. Auch ist es schwer nachzuvollziehen, dass sich Menschen so etwas gefallen lassen. Durch das Buch wird aber auch ersichtlich, wie sich die Schlinge langsam zuzieht und man wohl erst viel zu spät merkt, was wirklich passiert ist. Pro und Contra: Diese zwei Punkte lasse ich hier mal weg, weil ich das Buch durchweg gut fand und es mich einfach berührt hat. Also nur PRO! Fazit: Ich kann das Buch nur empfehlen. Ich bin sehr froh, dass es mir über den Weg gelaufen ist und ich es mitgenommen habe. Wenn man noch nichts oder wenig über Scientology weiß (so wie es bei mir war), kann ich das Buch auch gut empfehlen. Ich glaube das ich einen ganz guten Eindruck von "der Church" gewonnen habe. Die Seite wo Jenna Miscavige Hill mit betreibt ist (natürlich) in Englisch und heißt: Ex Scientology Kids. Bei solchen Büchern fällt es mir immer etwas schwer eine Rezension zu schreiben, weil ich nicht weiß, ob ich es gut rüber bringen kann, ob ich das wichtigste erzähle und natürlich auch, ob ich auch wirklich alles richtig verstanden hab. Ich hoffe die Rezi gefällt euch trotzdem. Kennt jemand von Euch das Buch und hat es selber schon gelesen? Mich würde Eure Meinung dazu interessieren.  Liebe Grüße und einen schönen Samstag Franzi

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  • In den Zwängen einer Gemeinschaft

    Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht
    Eisnelke

    Eisnelke

    22. July 2013 um 15:41

    Ich bin eine kleine Ewigkeit um dieses Buch geschlichen und habe es mir schlussendlich gekauft. Dieser Tatsachenbericht umfasst 479 Seiten und ist vollgepackt mit Informationen rund um die Sekte Scientology. Die Ereignisse und Geschehnisse welche Jenna Hill in ihrem Buch beschreibt, beziehen sich auf die Scientology Kirche in Amerika und nicht auf Scientology in Deutschland.Jenna wird in eine Familie hineingeboren, die voll und ganz hinter Scientology steht. Ihre Eltern sind hochrangige Persönlichkeiten in der Kirche und ihr Onkel David Miscavige wird schließlich der Nachfolger des Scientology Gründers L. Ron Hubbard. Die Protagonistin schildert ihre Kindheit und Jugend, welche sie meist getrennt von ihren Eltern an unterschiedlichen Orten erlebte. Körperlich schwere Arbeit, unendlich viele scientologische Sitzungen, Kurse, Anhörungen und Putzdienste prägten das Leben von Jenna. Ich war Teil etwas Größerem, das sich in die Vergangenheit und in die Zukunft erstreckte; etwas, dass unmöglich schien und doch irgendwie glaubhaft.Scientology ist so komplex, dass ich es nicht in wenige Worte fassen kann und möchte. Das Buch lässt mich fassungslos zurück. Ich bin erschrocken über die Zustände in dieser “Religion” (so wird Scientology von deren Anhängern angesehen) und über die Machenschaften der hochrangigen Mitlieder. Gehirnwäsche, Geldgier & Kontrolle sind meiner Meinung nach die drei Wörter, die Scientology am Besten beschreiben. “Vor dem Anfang war die Ursache, und das einzige Ziel der Ursache war die Erschaffung der Wirkung” Mit so einer gewundenen Sprache war ich mittlerweile nur allzu vertraut.Die Anhänger der Lehren von L. R. Hubbard stellen ihr Leben in den Dienst der Kirche. Dabei wird ihnen unter gewissen Umständen untersagt Kinder zu bekommen und Liebschaften sind auch nur unter gleichrangigen Personen gestattet. Familien werden auseinander gerissen und an unterschiedlichen Orten stationiert.Scientology-Anhänger versuchen die Welt zu ändern, zu verbessern und ihren Glauben zu verbreiten – mit allen erdenklichen Mitteln. Die Kirche in Amerika hat eine extrem große Macht. Ich ziehe meinen Hut vor Jenna! Sie hat mit ihrem Mann einen extrem mutigen Schritt gewagt und sich aus den Zwängen der Sekte befreit. Die junge Frau engagiert sich weiterhin und bietet Beratung sowie Hilfe für Aussteiger an. Das Ehepaar wagte den Schritt in die “wirkliche Welt” und lebt nun mit zwei Kindern ohne die Ketten von Scientology.

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