Jenna Stean

 4,7 Sterne bei 187 Bewertungen

Neue Bücher

Cover des Buches YOU & ME: forever and ever (ISBN: B0918T8MXV)

YOU & ME: forever and ever

 (1)
Neu erschienen am 10.04.2021 als E-Book bei .

Alle Bücher von Jenna Stean

Cover des Buches TOUCHDOWN – Wenn Liebe trifft (ISBN: B07RBRYKTL)

TOUCHDOWN – Wenn Liebe trifft

 (30)
Erschienen am 14.07.2019
Cover des Buches TOUCHDOWN - Wer Liebe wagt, gewinnt (ISBN: B081TD794Z)

TOUCHDOWN - Wer Liebe wagt, gewinnt

 (17)
Erschienen am 20.11.2019
Cover des Buches Love To The Moon (ISBN: B086HT2X47)

Love To The Moon

 (13)
Erschienen am 01.07.2020
Cover des Buches Emilia und Noah: Wie hält man einen Bad Boy? (ISBN: B07NLCPM36)

Emilia und Noah: Wie hält man einen Bad Boy?

 (11)
Erschienen am 31.03.2019
Cover des Buches Ich. Du. Oder wir für immer. (1) (ISBN: B0887T1HP3)

Ich. Du. Oder wir für immer. (1)

 (10)
Erschienen am 01.10.2020

Neue Rezensionen zu Jenna Stean

Cover des Buches The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden) (ISBN: B08PL6GZN3)NBAuroras avatar

Rezension zu "The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden)" von Jenna Stean

Ein Traumpaar auf Kufen
NBAuroravor 2 Monaten

Einfach nur wow.

Ich habe Hayden von Beginn an gemocht, wie sie für ihren Bruder ihre Träume zurück steckt. Sie ist eine knallharte Frau und das spürt man auch auf dem Eis. Sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen und kann sich als Carter gegen die Jungs behaupten.

Nur mit der Liebe ist es nicht ganz so einfach. Aber das müsst ihr schon selber lesen.

Witzige Kommentare, ein Haufen Hockeyspieler und eine Eisprinzessin mitten drin.

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Cover des Buches The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden) (ISBN: B08PL6GZN3)B

Rezension zu "The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden)" von Jenna Stean

Kumpel oder Freundin ?
Bärbel_Wormvor 3 Monaten

Als sich Haydens Bruder Carter kurz bevor er an der Uni in Boston, an dem er als Eishockey Spieler ein Stipendium hat, sich am Knie verletzt und operiert werden muss, springt Hayden für ihn ein. Hayden ist Eiskunstläuferin, aber ihr Partner beim Eiskunstlauf hat durch seine frühere Partnerin ersetzt. Hayden kann dem Eis aber nicht fern bleiben und stimmt dem Plan von Carter zu, sich für ihn auszugeben. Allem Anschein gelingt Hayden das auch. Wäre da nicht Dean, der heiße Kapitän der Eishockey Mannschaft. Aber auch dieser hat ein Geheimnis, das ihn belastet. 

Da ich gerne Sport Romance lese und das Cover, sowie Klappentext mich angesprochen habe, wollte ich unbedingt das Buch lesen. Ich fand die Story sehr unterhaltsam, witzig und sexy. In einigen Situationen musste ich echt schmunzeln. 

Die Erzählweise aus der Sicht von beiden Protagonisten finde ich auch immer sehr schön, da ich dann beim Lesen in die Gedanken und Gefühle von ihnen eintauchen kann. 

Eine kleine Anmerkung zum Schluss: Ich konnte mir Hayden nie als * Carter * vorstellen. Für mich war Hayden immer sie selbst. Fünf Sterne gebe ich trotzdem, weil ich mich sehr gut unterhalten habe.

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Cover des Buches The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden) (ISBN: B08PL6GZN3)Minni28s avatar

Rezension zu "The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden)" von Jenna Stean

Hot Love on Ice
Minni28vor 3 Monaten

Die Karriere von Hayden ist beendet - aus der Traum vom Eiskunstlauf und College. Doch was nun? Wie soll es weitergehen?  Als ihr Bruder einen Unfall hat und sein Stipendium in Gefahr gerät, schmieden beide einen Plan. Hayden soll als ihr Bruder beim Boston College aufschlagen und seine Rolle im hiesigen Eishockeyteam übernehmen. Doch so einfach ist dies nicht. Gibt es doch Dean Manzano, Captain des Teams und ihr Zimmergenosse. Er ist  frech, selbstbewusst und die heißeste Versuchung welche die Frauenwelt je gesehen hat. Haydens Gefühle für ihn und ihre Rolle als ihr Bruder geraten auf Kollisionskurs. Doch wie wird er reagieren wenn die Wahrheit heraus kommt und ist sie wirklich die Einzige mit Geheimnissen?

WOW - was für ein wunderbares und wunderschönes Buch! Ich bin restlos begeistert. Der Schreibstil ist top und die Geschichte einfach mega. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte es da natürlich ratzfatz gelesen und das sogar dreimal!!!! Die beiden Protagonisten sind klasse. Sehr sympathisch und wirklich witzig. Überhaupt hat das Buch einen tollen Humor und ich habe oft vor mich hin gekichert bzw. auch laut gelacht. Irgendwie war ein Dauerschmunzeln in meinem Gesicht festgetackert. Die Liebesszenen sind  toll und richtig schön. Dazu gibt es noch etwas Spannung und schwupps ist es für mich ein richtiges Superbuch! Ich liebe die Bücher von Jenna Stean. Es ist jedes mal eine wahre Freude und ein Genuss neue Werke von ihr zu lesen. Es wird immer sehr gute Unterhaltung geboten und ich wurde bisher auch noch nie enttäuscht. Ich werde auf alle Fälle auch die nächsten Romane von ihr verschlingen.

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Gespräche aus der Community

Er ist die heißeste Versuchung am Eishockeyhimmel, doch sie darf keinesfalls schwach werden.
Das Eishockeyteam hat mich aufgenommen. Check.
Ein Wohnheimzimmer habe ich ergattert. Check.
Von sexy Eishockeyspielern halte ich mich fern. Che– Äh, Moment … Wäre eine Ausnahme möglich?
Bewirb dich für den Roman mit Happy End.
Es werden hierfür drei Printexemplare vergeben. Ich freue mich auf deine Bewerbung!

Liebe Leserin & lieber Leser,
Ende Januar erscheint mein neuer Sportliebesroman »The Pregame – Love meets Ice (Dean & Hayden« auf Amazon. Ich möchte dich schon jetzt herzlich zur Buchverlosung einladen. Wenn du Liebesromane mit Sport, Spannung und ein bisschen Erotik magst, bist du hier richtig.

Du kannst dich bis einschließlich 14. Februarr für eines von den 3 Printexemplaren bewerben. 

Worum geht es?

Hayden hat ihren Traum von einer Eiskunstlaufkarriere begraben. Leider fehlt ihr ein Plan B. Doch dann hat ihr Bruder einen Unfall und das Sportstipendium, das ihm das Boston College angeboten hat, ist in Gefahr. Die Geschwister fassen einen Plan: Hayden übernimmt undercover die Position ihres Bruders im Eishockeyteam, bis er wieder einsatzfähig ist. Schnell bereut sie ihre Entscheidung, als ihr Dean Manzano als Mitbewohner zugeteilt wird. Obwohl der attraktive Captain des Eishockeyteams ziemlich frech und selbstgefällig ist, geht er ihr unter die Haut. Und je näher sie sich kommen, desto schwieriger wird es für Hayden, ihre Rolle zu spielen.
Aber was hat Dean zu verbergen? Offenbar ist Hayden nicht die Einzige mit Geheimnissen. Auch er spielt mit verdeckten Karten und verfolgt eigene, dunkle Ziele …

Leseprobe:

Mein Unterbewusstsein hatte ein Rascheln vernommen und ich war aufgewacht. Schwaches Mondlicht schien in mein Zimmer und ich erkannte den Schatten eines männlichen Körpers an der Wand. Kurz stockte mein Herz. Jemand stand vor meinem Bett und … zog sich aus. Ein Einbrecher konnte das nicht sein, der durchstöberte Schränke, aber machte sich nicht nackig.
Bitte, bitte, bitte, behalte wenigstens die Unterhose an!
Ich blinzelte, kämpfte gegen den Drang an, mich zu regen, als sich die Matratze bewegte, der Unbekannte in mein Bett stieg und sich an mich presste. In einem Punkt konnte ich wenigstens aufatmen. Der Typ musste mein stummes Flehen erhört haben.
Da streifte etwas von beachtlicher Größe meinen Hintern, das glücklicherweise verhüllt war. Wen wundert’s? In seinem Zustand bekam er sein bestes Stück sowieso nicht mehr zum Stehen.
Boah, aber der Gestank war echt grausam! Angewidert kräuselte ich die Nase.
Doch egal, wie schräg die Situation war, eine Gewissheit hatte ich mittlerweile erlangen können – immerhin konnte ich eins und eins zusammenzählen. In meinem Zimmer war auf gar keinen Fall ein Einbrecher, der sich von seiner Diebestour ausruhen wollte und anstatt sich vom Acker zu machen, sich lieber eine Mütze voll Schlaf in meinem Bett holte. Der wie ein Schnapsfass stinkende Typ war unser dritter Mitbewohner, der offensichtlich zu stoned war, um sein eigenes Bett zu finden. Und das wiederum brachte mir die zweite Erkenntnis, dass ich wadentief im Schlamassel steckte. Der Typ verwechselte mich mit jemandem.
Wie gelähmt lag ich im Bett und traute mich kaum zu atmen, weil der Kerl sich an mich kuschelte und an mir herumschnüffelte, als wären wir ein Liebespaar.
Ehrlich, Leute, wenn es etwas gab, was ich hasste, dann war es die Löffelchenstellung, bei der man fast erdrückt wurde.
Ich hatte das Gefühl, der Typ wollte mich mit seinem breiten Brustkorb an die kalte Zimmerwand pinnen, so dicht klebte er an meinem Rücken.
Mann, ich weiß, dass das Bett für zwei Personen zu schmal ist, aber so kann ich nicht schlafen!
Das war ein wirklich verzweifelter Gedanke.
Allerdings merkte ich schnell, dass schlaflos im Bett liegen eins meiner kleinsten Probleme war, die von der großen Sorte kamen … jetzt.

Das war ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch. Wenn sich mehr Leserinnen und Leser bewerben, als Prints zur Verfügung stehen, entscheidet das Losverfahren.

119 BeiträgeVerlosung beendet

Recht oder Ehre?
Freundschaft oder Verrat?
Gewissen oder Verpflichtung?
Quinn oder die Gang?
Ein Liebesroman – spannend, gefährlich, heiß. Bewirb dich jetzt für den neuen zweiteiligen Roman »Ich. Du. Oder wir für immer.«. Den zweiten Teil "Ich. Du. Oder wird gegen die Zeit." erhalten ebenfalls die Gewinner!

Es werden hierfür jeweils 5 Exemplare in Print vergeben. Ich freue mich auf deine Bewerbung! 

Liebe Leserin & lieber Leser,
es dauert nicht mehr lange und der neue zweiteiliger Roman »Ich. Du. oder wir für immer.« und »Ich. Du. Oder wir gegen die Zeit.« erscheint auf Amazon. Ich möchte dich schon jetzt herzlich zur Buchverlosung einladen. Wenn du heiße Liebesromane mit Romantik und Spannung magst, bist du hier richtig.

Du kannst dich bis einschließlich 31. August für eines von den 5 Printexemplaren bewerben. Du erhältst auch den zweiten Teil. 
Auf dem Newsletter www.by-stean.de und auf der Fanpage https://www.facebook.com/JennaSteanAutorin/ wird es zu den beiden Veröffentlichungen ein besonderes Gewinnspiel geben.

Worum geht es?

Als Leon Zampori kurz vor seinem Abschluss der Highschool Stress mit dem Direktor bekommt, ist das Letzte, was er will, Hilfe von Quinn Cartmell. Die blonde Schnecke soll sich gefälligst um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Hartnäckige Frauen passen nicht in Leons Leben, weil sie haufenweise Ärger einbringen. Und wenn Leon etwas ausreichend besitzt, dann sind es eigene Probleme.
Auch Quinn ist klar, dass es gefährlich ist, sich auf einen heißen Italian-Bad Boy einzulassen.
Obwohl es ein Spiel mit dem Feuer ist, können Quinn und Leon ihre Gefühle füreinander nicht ignorieren. Doch Leon gehört zu den Blooddogs und er weiß, dass ein Ausstieg aus der Gang nicht ungestraft bleibt.


Leseprobe:

Quinn und ich warteten vor der Tür, währenddessen unser Biologielehrer dem Direktor Bericht über den Vorfall auf dem Schulhof erstattete. Wenn ich mich nicht verhörte, war Monti schon in Tyus’ Büro. Stöhnend rollte ich mit den Augen. Es pisste mich an, dass meine Zeit hier verschwendet wurde. Immerhin hatte ich nachher wichtige Jobs zu erledigen. Wenn ich zu spät in die Werkstatt kam, würde Damian mir die Hölle heiß machen. Er plante Deals und Geldübergaben minutiös. Geschrei und eine Ohrfeige wären das kleinste Übel, das ich von ihm zu erwarten hätte. Viel problematischer wäre es, wenn er mir wegen meines Zuspätkommens die Aufträge streichen würde.
Hätte meine Provokation geklappt und ich hätte von Cutler einen Strafzettel kassiert, wäre mir schon was eingefallen, um ungestraft abzuhauen. Zahnschmerzen vortäuschen oder so.
Verdammter Mist, warum waren Monti und ich überhaupt hier? Verschwendete Zeit.
Dachte Tyus, er besäße so viel Autorität, dass der Möchtegerngangster ein Geständnis ablegen würde? Das zu glauben, wäre mehr als dämlich.
Aus mir bekäme Tyus ebenfalls kein Wort heraus. Cutler sollte dem Direktor sagen, dass er diese Erfahrung bereits im Biologiekurs gemacht hatte.
Also, Tyus, träum mal schön weiter, meinen Scheiß kläre ich allein.
Während ich über den Sinn des Ganzen sinnierte, schweifte mein Blick zur blonden Braut neben mir. Quinn Cartmell hatte anscheinend noch nicht begriffen, dass sie vor Cutler die Klappe hätte halten müssen. Und wenn ich sie jetzt nicht ordentlich einnorden würde, würde wieder alles ungebremst aus ihrem Mund heraussprudeln. Die naive Nuss hatte echt den Müll durchwühlt und meine zerrissenen Hausaufgaben zusammengesammelt. Wie krank war das denn bitte? Hatte das Mädel keinen Respekt vor mir?
Normalerweise reichte mein strenger Blick, um Leute zum Schweigen zu bringen. Bei der Tussi war offensichtlich eine klare Ansage nötig, damit sie begriff, wer der Kuchen war und wer der Krümel. Wenn Tyus uns in sein Büro rief, um uns wegen der Hausaufgaben zur befragen, sollte sie gefälligst den Mund halten, anstatt noch mehr Ärger zu verzapfen. Das musste ich aber vorher mit ihr abklären, bevor man uns hinein zitierte.
Ich leckte mir über die Oberlippe, rückte zu Quinn auf und beugte mich zu ihrem Ohr. »Hey Sweetie«, flüsterte ich ihr zu und registrierte überrascht, dass ihre Haut angenehm duftete. Ein teures, dezentes Parfüm, würde ich wetten, wenn ich in einer Quizshow säße. Ich kannte mich mit so ’nem Frauenkram nicht besonders gut aus, aber ich war mir sicher, dass ich Orange und Jasmin erschnupperte. Aber das nur nebenbei gedacht. Hier ging es um wichtigere Dinge als Parfüm.
Ich räusperte mich. »Hör gut zu, Schneckchen, wenn wir bei Tyus sind, überlässt du mir das Reden, verstanden?« Ich nahm eine weitere Portion ihres Duftes auf, und dann, wie unter Zwang, strich ich mit der Nasenspitze über ihre zarte Haut unterhalb des Ohrs. Als ich merkte, dass sich ihre Nackenhärchen nach der sanften Berührung aufstellten, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich strich ein zweites Mal mit der Nase über ihre Haut und zupfte mit den Lippen an ihrem Ohrläppchen. »Mach ich dich etwa nervös?«
Schnaubend wich Quinn zurück und ihre braunen Augen funkelten aufgebracht. »Nein, du machst mich nicht nervös, ganz und gar nicht«, behauptete sie ruppig. Anscheinend hatte ich ins Schwarze getroffen.
»Deine Gänsehaut beweist aber das Gegenteil«, konterte ich und verringerte wieder den Abstand. »Es erregt dich, wenn ich dir zu nahe komme. Gib es ruhig zu.«
»Du laberst Blödsinn«, blaffte Quinn. Geräuschvoll stieß sie die Luft aus und knurrte: »Mir ist nur kalt.«
»Dir ist kalt?« Ich nickte grinsend. »Bestimmt.«
»Ja, bilde dir bloß nichts ein.« Quinn sah mich dermaßen böse an, dass sich zwischen ihren Brauen eine Falte grub.
Sie stolperte einen Schritt zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Um ihre Behauptung überzeugender wirken zu lassen und um zu beweisen, dass ich sie keinesfalls erregte, hob sie ihr Kinn und fuhr mich an: »Vielleicht wär’s besser für dich, du trägst dich noch nachträglich in Mrs. Lewis’ Soziologiekurs ein, um an deinen geistigen Defiziten zu arbeiten. Der Begriff Distanzzone scheint dir ja offensichtlich fremd zu sein.«
Ich verzog vermeintlich unwissend den Mund. Achselzuckend stellte ich mich dumm und bemühte mich, ein Grinsen zu verkneifen. Klar wusste ich, wovon sie sprach.
Quinn machte ein Gesicht wie eine Oberklugscheißerin. Sie streckte den Arm aus und drückte ihre flache Hand gegen meine Brust, um mich einerseits wegzuschieben und um mir außerdem ihre Antwort zu demonstrieren. Sie tat ja fast so, als würde ich die englische Sprache nicht verstehen. »Hör zu, du Neandertaler, ich werd’s dir idiotensicher erklären: Man hält eine Armlänge Abstand von Fremden.«
»Aha, und?«
»Mann, Leon, das heißt, du sollst mir nicht auf die Pelle rücken.«
»Wow, ich rücke dir auf die Pelle, hm?« Ich lachte kopfschüttelnd über so viel blödes Gequatsche. »Okay, Sweetie, dann zeig ich dir mal, was ich unter Distanzzone verstehe, wenn es um dich geht.«
»Leon, lass das!«, quiekte Quinn schockiert. Sie lief rot an und riss die Augen auf, als ich ihr Handgelenk packte, es von meiner Brust riss und herunterdrückte.
»Du hast ein Problem, wenn dir ein Mann zu nahe kommt, hab ich recht?«, fragte ich leise und schaute aus dem Augenwinkel über den Flur, ob jemand uns beobachtete. Große Sorgen brauchte ich mir nicht machen, weil der Unterricht für die meisten Klassen längst beendet war. Zufrieden stellte ich fest, dass Quinn und ich ungestört waren. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass wir in den nächsten Sekunden in Tyus Büro müssten. Ich hörte die tiefe Stimme unseres Direktors, wie er Monti einen gepfefferten Vortrag hielt.
Fantastisch, ich hatte Zeit, Quinn weiterhin zu verunsichern.
Dämonisch grinste ich die kleine Besserwisserin an. Meine Miene schien die gewollte Wirkung zu entfalten. Quinns Unterlippe zitterte, sie starrte mich an, als würde Satan persönlich vor ihr stehen: »Leon, untersteh dich«, fauchte sie und ihr Gesicht wurde vor Anspannung noch eine Spur roter. »Ver-versuchst du, mir Angst einzujagen?«, stieß sie abgehackt hervor.
»Vielleicht … ein bisschen?« Ich lächelte selbstsicher und schnappte mir Quinns anderes Handgelenk. Ohne meinen Blick von ihr abzuwenden, baute ich mich vor ihr auf, schloss die Lücke zwischen uns und drängte meinen Körper gegen ihren. Unnachgiebig schob ich sie mit meinem Gewicht Richtung Wand. Jedwede Chance, mir zu entkommen, hatte ich ihr in diesem Moment genommen.
In Zeitlupentempo kam ich ihr mit meinem Mund näher. Quinn sah sich hektisch um und wandte ihr Gesicht ab. Sie presste die Lippen zusammen, zeigte mir unmissverständlich, dass sie auf gar keinen Fall von mir geküsst werden wollte.
Als ob ich das vorhätte …
Aber reizen würde ich sie jetzt schon gern. Ich war mir sicher, dass sie sich so sehr sträubte, weil sie noch nie von einem Mann in solch eine Situation gebracht wurde.
Quinns Herz, das ich an meinem Brustkorb hektisch schlagen spürte und ihr flacher Atem bestätigten mir, dass ich mich nicht irrte: Quinn Cartmell hatte noch nie gevögelt. Sie war eine kleine, verklemmte Jungfrau. Fast bekam ich Lust, mich an sie ranzumachen, um als Erster ihre unschuldige Pforte zu öffnen. Aber nur fast. Ich verfolgte eine andere Mission.
Ich lächelte und näherte mich quälend langsam ihrem Mund. Man konnte das Knistern, die Elektrizität in der Luft spüren. Meine Haut fing an zu prickeln und ich merkte, dass auch meine Erregung zunahm.
Mein Schwanz schwoll an. Verdammt, ich wollte Quinn plötzlich küssen, sie stöhnen hören, meine Zunge um ihre schlängeln und an ihr saugen.
Fuck, warum eigentlich? Keine Ahnung. Und obwohl es mich verwirrte, hörte ich mit dem Spiel nicht auf.
»Sieh mich an«, hauchte ich an Quinns Ohr.
Sie stand mit dem Rücken gegen die Wand gedrückt. Langsam drehte sie mir ihr Gesicht zu. Unbehagen, aber auch eine Mischung aus Sehnsucht und Neugierde, lag in ihrem Blick.
»Dass du mich vor Cutler verteidigt hast, hat mich beeindruckt«, flüsterte ich an ihren Lippen.
Quinn schluckte. »Wirklich?«
Ich nickte. »Ja.«
Langsam senkte ich mein Gesicht zu ihrem Kiefer und strich mit den Lippen sanft zu ihrem Ohr. »Aber bei Tyus schweigst du, okay?« Mir entging nicht, dass mein Mund und mein warmer Atem wieder Gänsehaut auf Quinns Haut zauberten. Ich war mir sicher, dass ich sie dazu bringen würde, das zu tun, was ich von ihr erwartete. Wenn sie brav bei Tyus ihre Rolle als Krümel einnahm und mich reden ließ, würde ich sie hinterher mit einem Kuss belohnen, wie sie ihn noch nie vorher bekommen hatte. Einen von der Sorte, der ihr Höschen nass werden ließ.
»Aber mehr Hilfe ist nicht nötig, ich kümmere mich um Monti.« Meine Lippen wanderten zart über ihre Wange. Behutsam löste ich ihre Handgelenke, streichelte ihre Hände, die sie zu Fäusten geballt hielt. Ich grinste zufrieden, denn ihr Widerstand schmolz dahin. Sehr gut, Sweetie, gleich hab ich dich soweit.
»Ich halte meinen Mund, wenn du die Wahrheit sagst«, wisperte Quinn. »Sonst erzähl ich alles.«
Hä? Ich stutzte. Sie sagt, sie erzählt alles?
Verärgert kniff ich die Augen zusammen.
Was zur Hölle kapierte die blonde Schnecke nicht?
Von wegen, sie würde machen, was ich von ihr verlangte.
Die Erkenntnis schmeckte wie Essig auf der Zunge. Einen wütenden Seufzer ausstoßend, ließ ich von Quinn ab, trat einen Schritt zurück und stützte die Hände in die Hüften. Den Kuss konnte die Tussi vergessen.
Was lief hier für ein verfickter Film ab?
War die Braut schon immer so tough?
Einige Sekunden sah ich sie schweigend an. »Die Wahrheit hat viele Gesichter, also halt dich aus meinen Angelegenheiten raus«, brummte ich.
Quinns Atem flatterte, als sie geräuschvoll die Luft ausstieß. »Du hast gedacht, mich mit deinem bescheuerten Gequatsche gefügig zu machen. Aber das zieht nicht, nicht bei mir, du, du …« Quinn winkte genervt ab. »Ach, ist doch egal, was du für mich bist.« Kühl funkelte sie mich an, ihr Tonfall nahm an Schärfe zu. »Ich soll den Mund halten? Vergiss es«, zischte sie und schüttelte zur Bestätigung ihrer Aussage den Kopf. »No way, Leon. Es gibt nur eine Wahrheit und wenn du sie nicht vor Tyus aussprichst, dann tu ich das.«
Kopfschüttelnd strich ich mir durchs Haar. Quinn Cartmell wollte einfach nicht begreifen, dass es hier um mehr ging, als um alberne Hausaufgaben.
Ich verzog genervt den Mund. Die Elektrizität in der Luft, das Knistern und meine Beule unter dem Jeansstoff waren schlagartig verschwunden, als mir klar wurde, dass ich Quinn nicht auf meine Seite ziehen konnte.
Mit erhobenen Daumen nickte ich. »Klar, Sweetie, mach mal ruhig, was du für richtig hältst und handle dir eine Menge Stress mit Monti ein. Du kannst einen drauf lassen, dass der Hurensohn dich fertigmacht.«
Aus Quinns Mund entwich ein hartes Lachen. »Natürlich, Leon.« Sie schüttelte ihre Schultern, als würde sie Schüttelfrost haben. »Hu, schau mal, wie ich vor Schiss bibbere«, zog sie mich auf.
»Du bist so blöd«, entgegnete ich augenrollend. Mehr gab es zu diesem Affentanz nicht zu sagen.
»Selber blöd«, konterte Quinn und bückte sich nach ihren Biologieunterlagen, die auf dem Boden lagen. Da wir gleich nach dem Kurs zu Tyus mussten, konnten wir sie nicht in unsere Spinde schließen.
Schnaubend kehrte Quinn mir den Rücken zu, drückte ihre Bücher und den Block gegen die Brust und spielte die Eingeschnappte. Wenn sie dachte, ich hätte nicht gehört, dass sie beim Bücken »Arschloch« gemurmelt hatte, irrte sie sich, aber es war mir sowieso egal, wie sie mich nannte. Ich hatte schon schlimmere Bezeichnungen zu meiner Person gehört. Miss Obercool hatte nicht den blassesten Schimmer, was es bedeutete, sich mit Monti anzulegen. Er würde keine Skrupel haben, ihr eine harte Lektion zu erteilen, und die wiederum würde sie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen. Aber wie sagte meine Mutter immer so schön: Wer nicht hören will, muss fühlen.
Ich bückte mich nun selbst nach meinen Büchern und just in diesem Moment wurde die Tür von Tyus’ Büro schwungvoll geöffnet. Cutler stand vor uns, seine Miene war undurchdringlich. »Dr. Tyus erwartet euch«, sagte er und bedeutete uns mit einer Kopfbewegung Richtung Raum, dass wir ihm folgen sollten.

Das war ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch. Wenn sich mehr Leserinnen und Leser bewerben, als Prints zur Verfügung stehen, entscheidet das Losverfahren.

208 BeiträgeVerlosung beendet

»Wir dachten, wir würden uns nie wiedersehen. Und jetzt trennen uns gerade mal drei Meter.«

Ein Liebesroman – romantisch und humorvoll. Bewirb dich jetzt für meinen neuen Roman »Love To The Moon« und lerne Payton, Logan und den Rest der WG kennen.

Ich vergebe hierfür insgesamt 5 Exemplare in Print. Ich freue mich auf deine Bewerbung! 


Wir dachten, wir würden uns nie wiedersehen. Und jetzt trennen uns gerade mal drei Meter.


Liebe Leserin & lieber Leser,

es dauert nicht mehr lange und mein neuer Roman »Love To The Moon« erscheint auf Amazon. Ich möchte dich schon jetzt herzlich zur Leserunde einladen. Wenn du Liebesromane mit Herz, Spannung und Humor magst, bist du hier richtig.

Du kannst dich bis einschließlich 01. Juli für eines von insgesamt 5 Printexemplaren bewerben. Du hast genug Zeit und Lust, das Buch direkt nach Erhalt zu lesen? Dann nur zu! Über einen regen Austausch würde ich mich freuen.

Bewirb dich: Lies zum Einstieg die kleine Leseprobe:

Payton und Logan waren auf der Highschool ein Paar. Und die erste Liebe wird immer etwas Besonderes bleiben. Jahre später treffen sie sich wieder. Beide studieren am Queens College und benötigen dringend eine Wohnung. Nicht einfach in New York. Jetzt ziehen sie gemeinsam in eine WG und beide müssen erkennen, dass sie sich noch immer stark zueinander hingezogen fühlen. Payton will sich von Logan fernhalten. Und auch Logan lässt Payton nicht mehr an sich heran. Werden sie sich weiterhin aus dem Weg gehen? Oder gibt es für die erste Liebe eine zweite Chance?

Payton

»Isa, hast du meinen Lippenstift gesehen?«, rief Gwen quer durchs Zimmer.
Ich stöhnte in mein Kissen und vergrub meinen Kopf unter der Decke. Wenn man sich mit zwei Achtzehnjährigen das Wohnheimzimmer teilen musste, die gerade der Highschool entschlüpft waren, konnte man das mit einem grässlichen Albtraum vergleichen. Das Schlimmste daran war, dass er gerade erst anfing und mich mindestens die nächsten zwei Semester begleiten würde. Ich krieg die Krise! Heute war Samstag, ich wollte meine Ruhe haben.
Eine Woche hatte ich Privatsphäre gehabt. Eine einzige läppische Woche. Davor hatte ich mir das Zimmer mit zwei Nerds geteilt. Die Mädels hatten ständig vor ihren Computern herumgehangen und irgendwelches Zeugs programmiert … Oder gehackt? Was auch immer. Egal, wann ich im Zimmer war, hatte ich ihre Finger über die Tastaturen tanzen gehört. Wenn die beiden nicht ausgezogen wären, hätte ich ihnen irgendwann ihre Tastaturen über den Schädel gezogen.
»Payton, hast du meinen Lippenstift gesehen?«
»Nein, hab ich nicht«, murmelte ich ins Kissen.
»Was?« Gwen riss mir die Decke vom Kopf. »Ich habe dich nicht verstanden.«
»Ich habe ihn nicht gesehen«, reagierte ich angepisst. »Mann, wie spät ist es überhaupt?«
»Gleich neun, wir wollen frühstücken gehen.«
»Ich habe ihn gefunden!« Isa kam lachend angehüpft.
Boah, kann mir jemand sagen, wie alt die Mädels wirklich sind? Niemals achtzehn, so wie sie sich benahmen.
»Payton, schau, er ist da.« Gwen fuchtelte mit ihrem Lippenstift vor meiner Nase herum.
»Super, das feiern wir mit einer riesigen Party«, knurrte ich sarkastisch und zog mir wieder die Decke über den Kopf.
Ein Jahr, Payton. Nur noch ein Jahr, wenn du alle Prüfungen schaffst, versuchte ich, mich zu motivieren, um nicht loszuschreien. Ich war müde und hatte eigentlich vorgehabt, bis mittags im Bett zu bleiben und auszuschlafen.
Aber an Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken. Wenn ich einmal wach war, blieb ich wach.
»Wie gefällt dir meine Bluse, Isa?«, hörte ich Gwen voller Stolz fragen. »Die habe ich mir gestern gekauft.«
»Krasses Teil, sieht echt cool aus!«
Es reicht! Ich sah rot. Mein letzter Nervenfaden war zerrissen.
Mein Oberkörper schoss hoch. Ich krallte meine Finger in das Kissen und warf es zu Isa und Gwen, die gegenseitig ihre Outfits betrachteten. »Raus jetzt! Begafft euch vor der Tür.«
»Payton!«, kreischte Gwen wütend. Ihre Augen funkelten, und nun sah ich erst, was ich mit dem Wurf angerichtet hatte. Versehentlich war Gwen Opfer meines Kissens geworden. Ich hatte nicht bemerkt, dass sie beim Bemalen ihrer Lippen war. Jesus, Gwens untere Gesichtshälfte war mit pinkfarbenem Lippenstift beschmiert, ein fetter Fleck klebte an ihrem rechten Mundwinkel. Aber nicht nur das. Der Stift war im Arsch, die obere Hälfte abgebrochen.
Mist, den muss ich Gwen ersetzen. Und so ein Teil war bestimmt nicht billig. Die Mädels kamen aus gut situierten Familien und besaßen nur teure Markenklamotten. Zum Glück hatte ich den Job gewechselt. Nächste Woche begann ich in einem Café zu arbeiten. Dort verdiente ich mehr als im SkyFoods, wo ich Lebensmittel in die Regale einsortiert hatte.
»Sorry, Gwen, ich wollte dich nicht im Gesicht treffen«, entschuldigte ich mich zerknirscht.
»Der Lippenstift ist von Gucci«, erklärte Gwen vorwurfsvoll. »Vierzig Dollar habe ich bezahlt.«
»Echt, so teuer?« Ich hatte es geahnt. Aber mal ehrlich … Vierzig Dollar für einen Lippenstift? Wie dekadent war das denn bitte? Aber dass sie die Wahrheit sagte, bezweifelte ich nicht.
Mir wurde schlecht. Vierzig Dollar waren für mich keine Peanuts. Mit zusammengepressten Lippen angelte ich nach meinem Rucksack und kramte das Portemonnaie hervor. »Hier, sorry noch mal.« Ich reichte Gwen zwei Zwanziger. Ihr das Geld zu geben, tat richtig weh, aber ich hatte meine Beherrschung verloren und sofort die Quittung kassiert. Selbst schuld, denn als die Älteste in diesem Zimmer sollte ich mich von den beiden Erstsemestern nicht auf die Palme bringen lassen. Mir wurde wieder mal schmerzhaft bewusst, wie sehr ich mich nach einer eigenen Wohnung sehnte. Doch allein konnte ich mir keine leisten.
Ich steckte das Portemonnaie in den Rucksack zurück. Plötzlich herrschte eine unangenehme Stille im Zimmer. Fast wünschte ich mir den Krach von vorhin zurück.
Nachdem Gwen ihr Gesicht mit einem Abschminkpad gereinigt hatte, schlüpften sie und Isa in ihre High Heels.
»Bis nachher«, sagte Gwen und warf mir einen letzten Blick über die Schulter zu. Dann verließen sie und Isa das Zimmer.
Ich seufzte, ließ mich auf das Bett zurückfallen und schloss die Augen.

»Hi Payton!« Lindsays Stimme drang von draußen zu mir. Eilig kam sie ins Zimmer und drückte mit dem Hintern die Tür zu.
Sie hielt eine Papiertüte und zwei Coffee-to-go-Becher in den Händen, eine Zeitung klemmte unter ihrer Achsel. Ich angelte mein Handy vom Schreibtisch. Zehn Uhr.
»Was hast du mitgebracht?« Neugierig zog ich die Augenbrauen hoch und legte das Handy zurück.
»Frische Muffins, Kaffee und eine Überraschung.«
»Mit zwei Tütchen Zucker im Kaffee?«
Lindsay knurrte. »Ja, du Zuckerjunkie.«
Ich krabbelte aus dem Bett und setzte mich in meinem Pyjama an den Schreibtisch. Lindsay stellte die Becher ab, legte die Papiertüte und die Zeitung dazu, dann holte sie sich Gwens Stuhl, um sich zu mir zu setzen.
Ich nahm mir einen Muffin und biss hinein. »Hmmm, mit Schokoladenstückchen.« Ich lugte in die Tüte. »Wieso hast du mir nur einen mitgebracht?«
»Zwei verkraften deine Hüften nicht mehr«, kam es ironisch aus ihrem Mund, schnell schnappte sie sich den anderen Muffin. Sie hatte wohl Angst, ich würde ihn ihr klauen.
Seufzend rollte ich mit den Augen. Typisch Lindsay. Nicht nur, dass sie mich damit nervte, ich sollte endlich mal wieder einen Fitnessclub von innen sehen, nein, sie spielte sich auch als mein Ernährungscoach auf.
Wobei ich froh sein konnte, dass sie mir heute einen Muffin spendiert hatte. Sonst tauchte sie mit irgendwelchen widerlich riechenden und hässlich grünen Spinatsmoothies oder anderen Gesundheitssäften auf, obwohl sie wusste, dass ich so einen Scheiß nicht trinken wollte. Und man konnte mir glauben, das dickflüssige Zeug schmeckte ekelhaft. Anscheinend gab es was zu feiern, wenn ich heute ein bisschen sündigen durfte.
»Hier, schau mal!« Lindsay trank einen Schluck, schlug die Zeitung auf und legte sie ausgebreitet auf den Tisch. Sie tippte auf eine Anzeige.
Ich neigte mich nach vorn und las: Renovierte Altbauwohnung mit Keller in Queens. Vier Zimmer, Küche, Bad. 135 qm, hohe, helle Räume. Für vier Studenten, zwei Frauen und zwei Männer. Besichtigungstermin … Ich las fassungslos weiter, was dort noch alles stand.
Überrascht starrte ich Lindsay an. Hastig schluckte ich den zerkauten Bissen hinunter. »Heute haben die Frauen Besichtigungstermin? Die Vermieterin will eine gemischte WG? Ist ja irre.«
»Voll krass, unser Traum kann wahr werden und wir ziehen zusammen.« Lindsay quiekte glücklich und klatschte in die Hände. Wir hatten uns vor drei Jahren während der Einführungswochen am Queens College kennengelernt und waren seitdem beste Freundinnen. Nur leider war es uns bis jetzt nicht vergönnt, gemeinsam ein Zimmer zu beziehen. Lindsay wohnte in einem anderen Wohnheim, zehn Minuten von mir entfernt.
Ich nippte am Kaffee, las ein zweites Mal die Anzeige. »Da wird es eine Völkerwanderung zu der Besichtigung geben.«
Lindsay hob die Schultern. »Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Warum sollte es nicht klappen? Wenn die Vermieterin erfährt, dass wir Englisch und Geschichte auf Lehramt studieren, haben wir vielleicht eine Chance, in die engere Auswahl zu kommen.«
Ich nickte zustimmend. »Wir wirken seriös, das wäre eventuell ein Pluspunkt.«
Ich betrachtete Lindsay von der Seite. Sie und ich trugen bevorzugt Jeans, T-Shirt und Sneakers. Da wir auf den natürlichen Look standen, kam kaum Make-up in unser Gesicht. Äußerlich waren wir trotzdem verschieden. Lindsay hatte wunderschöne blaue Augen. Blau wie die Blütenblätter von Veilchen. Wir waren beide einundzwanzig. Wo Lindsay groß und schlank war, war ich mit meinen eins vierundsechzig eher klein und hatte ein Bäuchlein. Lindsays Haare waren kastanienrot und fielen lockig über ihre Schultern. Ich fasste meine meist zu einem unordentlichen Pferdeschwanz zusammen – war bequemer und sah ganz cool aus.
»Los, Payton, wir müssen dorthin«, riss mich Lindsay aus meinen Betrachtungen. »Trink deinen Kaffee aus und geh schnell duschen.«
»Wann ist der Besichtigungstermin? Das steht hier nicht.«
»Ich habe heute früh angerufen und Glück gehabt, dass ich gleich durchgekommen bin. Um zwölf Uhr müssen wir dort sein.«
Ich schaute auf die Uhr. Es war halb elf. »Die Adresse hast du?«
»Klar. Mit dem Auto dreißig Minuten von hier.« Lindsay lachte. »Wäre ja blöd, anzurufen und mich nicht nach der Adresse zu erkundigen. Ich habe fast den Eindruck, dass Schicksal hat seine Hände im Spiel, weil man anrufen muss und ich durchgekommen bin.«
»Okay, dann habe ich genügend Zeit, um mich fertigzumachen.«
Ich sprang vom Stuhl auf, schnappte mir ein Handtuch, frische Unterwäsche und meinen Waschbeutel. Man musste über den Flur gehen, um zu den Duschräumen zu gelangen.
Als ich zurückkam, hatte Lindsay bereits die Becher und die Papiertüte entsorgt und Gwens Stuhl auf seinen Platz gestellt. Sie saß auf meinem Bett, hatte die Beine übereinandergeschlagen und wippte mit dem Fuß.
Ich hatte das Handtuch um meinen Körper gewickelt und holte mir ein schwarzes T-Shirt aus dem Schrank, den ich mir mit meinen Mitbewohnerinnen teilte.
»Willst du nicht lieber ein weißes Shirt anziehen?«, rief Lindsay zu mir herüber.
»Warum?«
»Sieht unschuldiger aus.«
»Okay.« Ich nahm eine blaue Hose aus dem Fach.
»Nimm lieber die schwarze Jeans.«
»Wieso das denn?«
»Kaschiert gut.«
»Boah, Lindsay. Vielleicht sehe ich mit ein paar Pfunden mehr auf den Hüften besonders seriös aus.«
»Hm …« Lindsay grinste. »Ja, zieh mal die blaue Jeans an.«
»Wenn du nicht meine Freundin wärst, würde ich dich rauswerfen.« Lindsay wusste, dass sie mich nur lange genug aufziehen musste und ich würde einen Fitnessclub besuchen.
Schon lachte sie. »Na, nächste Woche beginnst du bestimmt mit dem Training. Ich hab dich bald soweit.«
»Kannst du Gedanken lesen?« Ich grinste.
Nachdem ich mich angezogen, die Haare geföhnt und zum obligatorischen Zopf zusammengefasst hatte, legte ich die Decke auf meinem Bett zusammen und strich über das Kissen. Ordnung musste sein.
Pünktlich verließen wir das Wohnheim und gingen zu meinem Jeep. Dann gab ich die Adresse ins Navi ein und wir fuhren los.


»Ich bin total aufgeregt«, wisperte Lindsay, als wir uns der Menschentraube näherten. Dort standen mindestens zwei Dutzend Frauen. Groß, klein, blondgefärbt oder dunkelhaarig. Flippig gekleidet, im Businesslook oder wie wir unauffällig. Egal, welche Preisklasse sie selbst waren, alle hatten den gleichen Wunsch und standen voller Hoffnung vor dem Hauseingang.
Wir blieben etwas abseits stehen und warteten mit den anderen Frauen auf die Vermieterin.
Eine ältere Frau kam angehetzt. Sie trug eine braune Ledertasche unter dem Arm geklemmt. Als sie sich uns näherte, nahm sie die Tasche nach vorn und holte einen Schlüsselbund heraus. Plumps. Sie hatte nicht aufgepasst, ihr Portemonnaie war herausgefallen. Schnell bückte ich mich, hob es auf und lief ihr hinterher. »Entschuldigung, das gehört Ihnen.«
Vor dem Haus, wo die Besichtigung stattfinden sollte, blieb sie stehen und sah mich verwundert an. »Oh!«
Ich zeigte hinter mir auf den Weg. »Sie haben es verloren.«
»Danke.« Die Frau lächelte mich an, nahm das Portemonnaie entgegen und steckte es in die Tasche zurück. »Sie sind zur Besichtigung hier?«
»Ja.« Ich zeigte auf Lindsay. »Meine Freundin und ich wollen uns auf die Wohnung bewerben.«
»Verstehe. Viel Erfolg!« Sie drängte sich zwischen den vielen Frauen hindurch, die wie wir auf ein bisschen Glück hofften. Es gab eine Menge Leute, die eine bezahlbare Wohnung suchten.
Die Frau stieg die fünf Stufen zum Eingang hinauf, steckte den Schlüssel ins Schloss und öffnete die Haustür. Sicherheit schien den Mietern wichtig zu sein, wenn sie die Hauseingangstür zuschlossen.
»Folgen Sie mir bitte in den dritten Stock!«, hörte ich die Frau rufen. Schlagartig war mir klar, dass ich ein paar Worte mit der Vermieterin gewechselt hatte.
»Mann, Payton, ich sag’s doch, wenn heute nicht ein schicksalhafter Tag ist«, raunte mir Lindsay zu.
Ich sah sie an und lächelte. »Ich hoffe, dass meine Ehrlichkeit eine kleine Hilfe ist, die Vermieterin für uns zu gewinnen.«
Die Wohnung war … toll, ein absoluter Traum. Wie es in der Anzeige stand komplett renoviert, neuer Dielenfußboden, weißgestrichene Wände.
»Die Küche ist mit neuen Möbeln und Elektrogeräten ausgestattet, im Flur finden sie einen Einbauschrank«, erklärte die Vermieterin. Ich war überrascht, dass sie keinen Immobilienmakler geschickt hatte. Vermutlich wollte sie selbst sehen, wem sie ihre Wohnung anvertraute.
Einen Makel gab es, wie sich schnell herausstellte. Drei Zimmer waren groß, eins relativ klein. Bei der Zimmerverteilung könnte es Schwierigkeiten geben.
Nachdem wir in die ausgeteilten Formulare unsere Namen und Adressen eingetragen hatten, verließen fast alle Bewerberinnen nacheinander die Wohnung. Eine unterhielt sich noch kurz mit der Vermieterin, bevor sie ging. Ich bekam nur mit, dass ihr Freund ein Zimmer ergattert hatte. Ob das unsere Chancen schmälerte? Das würden wir sehen. Ich wünschte Lindsay und mir Glück.
Als wir schließlich loswollten, hielt mich die Vermieterin am Arm fest und zog mich in den Flur zurück.
»Ihr beiden, bleibt kurz hier und erzählt mir etwas über euch«, forderte sie uns auf.
Ich biss mir auf die Innenseite der Wange, um nicht frohlockend zu grinsen.
Nachdem Lindsay und ich uns vorgestellt und ein wenig von uns erzählt hatten, gratulierte uns die Frau und sagte, dass sie uns zwei Zimmer vermieten würde. Nächsten Freitag könnten wir in ihrem Büro den Mietvertrag unterschreiben und die Kaution hinterlegen, dann würden wir die Schlüssel erhalten.
Vor dem Haus verabschiedeten wir uns von der Vermieterin. Als sie sich entfernte, sahen wir ihr überwältigt hinterher.
»Wir haben die Wohnung«, stieß Lindsay hervor.
»Ich kann es nicht fassen, dass das echt geklappt hat.«
»Heute Abend gehen wir aus, Payton. Keine Widerrede!«
»Nein, keine Widerrede«, wiederholte ich Lindsays Worte. Ich konnte unser Glück selbst kaum begreifen und war innerlich wie erstarrt.
O Mann, das war verrückt, wir hatten endlich eine Wohnung!

Das war ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch. Ich freue mich auf deine Bewerbung und anschließendem Feedback. Leserinnen & Leser sind mit eigenem Buch herzlich willkommen! Wenn sich mehr Leserinnen und Leser bewerben, als Prints zur Verfügung stehen, entscheidet das Losverfahren.

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