Jennette McCurdy

 4,6 Sterne bei 264 Bewertungen

Lebenslauf

Jennette McCurdy war eine der Hauptdarstellerinnen in Nickelodeons Hit-Serie iCarly, deren Spin-off Sam & Cat sowie in der Netflix-Serie Between. Im Jahr 2017 beendete sie ihre Karriere als Schauspielerin und begann als Regisseurin und Drehbuchautorin zu arbeiten. Ihre Filme wurden im Rahmen vieler Festivals gezeigt, darunter das Florida Film Festival, Salute Your Shorts Film Festival, Short of the Week und einige andere. Ihre Essays erschienen in der Huffington Post und im Wall Street Journal. Ihre One-Woman-Show I’m Glad My Mom Died hatte zwei ausverkaufte Aufführungen im Lyric Hyperion und im Hudson Theatre in Los Angeles. Sie moderiert den Podcast Empty Inside, der Top-Platzierungen in den Apple-Charts erreichte und in dem sie mit Gästen über unangenehme Themen spricht. Sie lebt in Los Angeles. 

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Half His Age (ISBN: 9783351051464)

Half His Age

Erscheint am 13.01.2026 als Gebundenes Buch bei Blumenbar.

Alle Bücher von Jennette McCurdy

Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (ISBN: 9783596708888)

I'm Glad My Mom Died

(147)
Erschienen am 23.05.2023
Cover des Buches Half His Age (ISBN: 9783351051464)

Half His Age

(0)
Erscheint am 13.01.2026
Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (ISBN: B0BW12RSX2)

I'm Glad My Mom Died

(35)
Erschienen am 24.05.2023
Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (English Edition) (ISBN: 9781982185824)

I'm Glad My Mom Died (English Edition)

(51)
Erschienen am 09.08.2022
Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (English Edition) (ISBN: B09VJ3H89J)

I'm Glad My Mom Died (English Edition)

(31)
Erschienen am 09.08.2022

Neue Rezensionen zu Jennette McCurdy

Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (ISBN: B0BW12RSX2)
Mica90s avatar

Rezension zu "I'm Glad My Mom Died" von Jennette McCurdy

Mica90
Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

Ich musste das Hörbuch mehrfach unterbrechen, da es mich emotional sehr berührt hat. 

Jennette McCurdy ist keineswegs eine Person, die man beneiden sollte. Es ist bedauerlich, was sie in ihrem bisherigen Leben durchleiden musste und vermutlich auch künftig erleiden wird.

Sie ist zwar auf dem Weg der Heilung, aber was heißt das eigentlich?

Mir kam die Frage in den Sinn, ob man sich davon wirklich erholen kann... Vor allem in diesen Kreisen!

Hier wird deutlich gezeigt, was mit der Seele eines Kindes geschieht, wenn es ins Rampenlicht gezerrt wird und keinen Schutz erhält. 

Sie hatte viele Menschen um sich, und viele profitierten von ihrem Ruhm. Dennoch gab es niemanden, der sich wirklich für sie als Person interessierte.

Wie furchtbar muss es sein, wenn alle Augen auf einen gerichtet sind, man sich aber trotzdem einsam fühlt! Allein der Profit ist von Bedeutung, nicht jedoch das Leben eines Menschen. Leider scheint das der normale Alltag in Hollywood zu sein... 

Dieses Buch verdient eigentlich noch deutlich mehr Aufmerksamkeit!

Es sollten deutlich strengere Regelungen festgelegt werden, ab welchem Alter ein Kind vor die Kamera treten darf, sei es für Film, Gesang oder Plattformen wie YouTube und TikTok.

Fünf Sterne von mir für den Mut, diese wahnsinnig echte und schockierende Geschichte ans Licht zu bringen!


Ambivalente Beziehung

Ich gehöre zu den Leuten, die sich normalerweise nicht für das Leben von Schauspieler:innen interessieren und vermutlich auch als Letzte zu einer Memoir von einer solchen Person greifen würden. Obwohl ich mit iCarly aufgewachsen bin, war meine Motivation, dieses Buch zu lesen, eher begrenzt stark, bis mir eine Freundin das Buch mit ernster Miene in die Hand drückte und nur sagte: "Lies einfach." (Kurze Anmerkung: Wer Probleme mit Emetophobie oder Essstörungen hat, sollte dieses Buch mit Vorsicht genießen, da es explizite und sehr detaillierte Beschreibungen dieser Themen enthält. Ich musste das Buch mehrere Male weglegen.)

Der Titel ist natürlich direkt provokant und wirkte auf mich anfangs eher wie ein Marketing-Gag mit "Shock Value", etwas, dem ich sehr kritisch und skeptisch gegenüberstehe. Froh sein über No Contact - sicherlich. Aber froh, dass die eigene Mutter stirbt? Klingt doch etwas extrem, oder? 

"I'm Glad My Mom Died" von Jennette McCurdy ist eine autobiografische Erzählung, die ihre Erfahrungen als ehemalige Schauspielerin im Rahmen ihrer schwierigen Beziehung mit ihrer Mutter dokumentiert. Ich schreibe „ehemalig“, weil sich Jennette inzwischen als Autorin etabliert und dem Schauspiel den Rücken gekehrt hat. Wer also hofft, einfach einen positiven Einblick hinter die Kulissen von iCarly zu bekommen, sollte besser drei Schritte zurückgehen. 

Jennette beginnt ihre Erzählung von ganz vorne: ihrer Kindheit. Sie gewährt Einblicke in die Familiendynamik, die finanziellen Sorgen und die Wahrnehmung ihrer eigenen kindlichen Naivität sowie die Abhängigkeit von ihrer Mutter.

In Jennettes Darstellung setzte ihre Mutter sie bereits als Kind unter enormen Druck, ein erfolgreicher Star zu werden, um ihre eigenen, unerfüllten Ambitionen zu verwirklichen. Es geht von Casting zu Casting und von Rolle zu Rolle. Die Manipulation ihrer Mutter funktionierte laut Jennette besonders deshalb so gut, weil diese häufig ihre Krebserkrankung als Werkzeug einsetzte, um Jennette emotional zu vereinnahmen. Dieser Druck und präsente Willen ihrer Mutter Debra macht Jennette schon im jungen Alter zur Schauspielerin.

Auch die Verletzung der Privatsphäre während ihrer Kindheit und auch Teenagerzeit, spielt eine entscheidende Rolle in der Beziehung von Mutter und Tochter. Die wiederholte Missachtung von Jennettes Bedürfnissen spitzt sich in ein derart übergriffiges Verhalten der Mutter zu, dass ich beim Lesen richtig wütend geworden bin. Jennette widerum berichtet recht schambefreit, und mit einer Transparenz, dass es mir regelrecht die Fußnägel gekräuselt hat. Sicherlich kommen einige Leser gerade in diesen Szenen an einen Punkt, wo sie sich fragen "Ist ihr nicht klar, dass das Verhalten der Mutter nicht okay ist?" 

Aber die Ambivalenz dieser gestörten Beziehung entsteht unter anderem durch die Tatsache, dass ihre Mutter nicht einfach nur „die Böse“ ist. Sie ist auch Jennettes Freundin, ihre Vertraute, ihre größte Cheerleaderin und Beschützerin. Diese Mischung aus emotionaler Misshandlung und entweder aufrichtiger oder interpretierter Fürsorge macht es Jennette besonders schwer, sich von ihrer Mutter zu lösen. Unter dem Druck, den ihre Mutter ausübt, entwickelt Jennette schließlich eine lang anhaltende Essstörung sowie andere psychische Probleme.

Das Buch teilt sich (wahrscheinlich auch sinnbildlich emotional) in ein "Davor" und ein "Danach". Das "Danach", beginnt mit dem Tod ihrer Mutter, der ein Katalysator für komplizierte Gefühle wird. Erleichterung, weil sie endlich von der toxischen Beziehung befreit ist, und Trauer, weil die Verletzungen tief sitzen und ihr ganzes Leben von der Anerkennung ihrer Mutter abhing. 

Das Buch behandelt nicht nur Missbrauch, Essstörungen und psychische Gesundheit, sondern auch die Auswirkungen von Ruhm und die Schutzlosigkeit, den Kinder in der Unterhaltungsbranche ausgeliefert sind, sofern die Eltern dieser Verantwortung nicht nachkommen. Jennette reflektiert zudem ihre eigenen Bemühungen, sich von Hollywood zu distanzieren und ihre wahre Identität zu finden. Diese Reise führt sie letztlich zur Schriftstellerei und zum Autorentum.

Jennette schreibt mit einer Mischung aus humorvollen, oft bissigen Anekdoten und schmerzhaften, ehrlichen Reflexionen. So schamfrei und uneitel, wie sie ihre Geschichte erzählt, konnte ich mich wirklich gut in das Buch einfühlen und ihre Wahrnehmung nachvollziehen.

"I'm Glad My Mom Died" habe ich als ein ehrliches und oft verstörendes Memoir über eine ambivalente und missbräuchliche Mutter-Kind-Beziehung wahrgenommen, das den steinigen Weg zur Selbstheilung und Unabhängigkeit von Jennette McCurdy beschreibt. Es ist ein Buch, das nicht nur das persönliche Leid der Autorin, sondern auch die Auswirkungen eines toxischen Umfelds und den Weg zu persönlicher Freiheit thematisiert. Ich persönlich, fand es sehr authentisch geschrieben und konnte Jennettes "Stimme" gut heraushören (und lesen). 

Em Ende klappe ich also dieses Buch zu, schau auf den Titel und kann den Schmerz und die Bitterkeit wirklich fühlen. Der Titel passt meiner Ansicht nach in die trotzige und schmerzliche Aufarbeitung von Jennette McCurdy und markiert die bittere Erkenntnis über die Freiheit, die ihr der Tod ihrer Mutter sowohl psychisch als auch physisch gebracht hat. 

Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (ISBN: B0BW12RSX2)
Pantoffeltiers avatar

Rezension zu "I'm Glad My Mom Died" von Jennette McCurdy

Pantoffeltier
Die dunkle Seite des Lebens eines Kinderstars

Jennette McCurdy wurde als Kinderstar berühmt. In diesem Buch erzählt sie die Hintergründe ihrer Karriere. Ihre schwer kranke Mutter, die selbst von einer Schauspielkarriere geträumt hatte, schleppte sie zu Castings. Schon als 8-jährige war Jennette dafür verantwortlich, die verschuldete Familie zu ernähren. Während sie sich in der Öffentlichkeit undbeschwert und fröhlich geben muss, stürzt sie privat immer tiefer ab.


Ich habe iCarly nie gesehen und kann mit Sitcoms, bei denen das Lachen aus der Dose kommt, wenig anfangen. Trotzdem fand ich es interessant, etwas über das Leben eines Kinderstars und auch darüber, wie schwer es ist, aus einer Missbrauchsbeziehung mit der eigenen Mutter auszubrechen, zu erfahren.
Sie beschreibt, wie sehr die Mutter sie bedrängt, kontrolliert und keinen Widerspruch zulässt. Die Mutter ermutigt ihre Tochter, zu hungern, um das Wachstum zu hemmen und ihr mehr Kinderrollen zu verschaffen. Jennette erkrankt an Anorexie und schließlich an Bulimie und betäubt ihre Ängste mit Alkohol. Erst nach dem Tod ihrer Mutter kann Jennette in einer Therapie lernen, wie sie ihr Leben in den Griff bekommt.
Das ist bedrückend und sehr detailreich geschildert. Besonders, wie ihre Bulimie abläuft, beschreibt Jennette schmerzhaft ehrlich und sie spart auch Momente nicht aus, in denen sie selbst nicht gut wegkommt. Ich hätte mir manchmal eine Einordnung der nur aus Jennettes Sicht beschriebenen Ereignisse gewünscht. Man merkt, dass sie noch mit sich und den Geschehnissen hadert.
Die Hörbuchsprecherin macht das leider nicht besser. Sie liest sehr emotional und teilweise mit einer unangenehm weinerlichen und genervten Stimme. Dadurch wurde mir Jennette unwillkürlich unsympathisch. Im Hörbuch gibt es leider kein Nachwort, was ich besonders deshalb schade finde, weil mehrere Kinderstars Vorwürfe gegen Nickelodeon und den Umgang mit Kindern am Set erheben.
Auf jeden Fall eine hörenswerte Geschichte über die dunklen Seiten des Ruhms.

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