Das Mädchen mit dem Haifischherz

von Jenni Fagan 
3,5 Sterne bei108 Bewertungen
Das Mädchen mit dem Haifischherz
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (58):
Sarah_Lins avatar

Sehr gutes Buch. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen! Spannend, mireissend und aufwühlend. Einfach klasse!

Kritisch (25):
leseratte69s avatar

Leider ein Buch, was nicht so gut bei mir angekommen ist. Schrecklicher, vulgärer Schreibstil

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen mit dem Haifischherz"

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783888979255
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:320 Seiten
Verlag:Kunstmann, A
Erscheinungsdatum:12.03.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    abuelitas avatar
    abuelitavor einem Jahr
    ich weiss nicht so recht...

    Mit diesem Buch konnte ich nicht viel anfangen und ich bezweifle auch, dass es für Jugendliche geeignet ist. 

    Die Protagonistin Anais Hendricks ist fünfzehn und ständig auf Drogen. Es ist ein schweres Thema, sicher, und sie hat bzw. hatte ein furchtbares Leben, die junge Frau. Kein Wunder, dass sie meint, das Leben nur noch mit Drogen ertragen zu können.

    Die vulgäre Ausdrucksweise der Autorin – nun, ich bin nicht sicher, ob es nicht doch nur Effekthascherei ist. Sicher reden junge Leute so, aber nicht durchgehend und bei einem solchen Thema ist es auch nicht angebracht, fast keine „normalen“ Zeilen lesen zu können.

    Ausserdem finde ich den Schluss nicht sonderlich gut und es bleiben mir zu viele Fragen offen.


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    lyydjas avatar
    lyydjavor einem Jahr
    eine ganz besondere geschichte

    Das Mädchen mit dem Haifischherz hat eine Geschichte, die ich so bisher noch nicht gelesen habe. Sie hat etwas ganz besonderes an sich und ist meiner Meinung nach sehr facettenreich. Die Handlung besteht aus den Gedanken der 15 Jährigen Anais, die es eigentlich immer sehr schwer hatte und diese Gedanken sind sehr interessant. Überhaupt ist sie ein Charakter, dem ich so noch nicht begegnet bin. Für ihr Alter ist sie sehr reif, aber war auch schon sehr oft straffällig. Von Drogen über Schlägereien, dabei aber immer nachvollziehbar und an sich hat sie einen sehr intelligenten Eindruck gemacht. Auch wenn die Handlung nicht sehr spannungsgeladen war, war es sehr interessant einen Einblick in Anais Leben und ihre Gefühlswelt zu bekommen. Anais Charakter war sehr vielfältig, gut beschrieben und ihre Gedanken manchmal verwirrend. Die restlichen Charaktere sind nicht so sehr ausgeleuchtet und eher flach. Der Schreibstil passt perfekt zu Geschichte und wirkt sehr authentisch. Genauso stelle ich mir vor, dass eine 15 Jährige in ihrer Situation redet. Insgesamt war dies hier ein ganz besonderer Roman, welcher sich zwar ab und an etwas streckt und bei dem die anderen Charaktere etwas ausgleuchteter hätten sein können, ich aber trotzdem verschlungen habe.

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 3 Jahren
    Das Mädchen mit dem Haifischherz / Jenni Fagan

    Vielleicht stimmt irgendwas grundsätzlich nicht mit mir. Aber Gedanken sind ja keine Taten, Gedanken bedeuten nichts – solange sie es nicht doch tun. Dann bist du geliefert.

    Inhalt

    Anais Hendricks ist 15 Jahre alt und sitzt blutverschmiert auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Angeklagt eine Polizistin ins Koma geprügelt zu haben, doch kann sie sich einfach nicht mehr an diese Tat erinnern.
    Nun ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwererziehbare Jugendliche, für die meisten Waisenkinder, das Ende einer langen Anreihung von Heimen und Pflegefamilien.
    Das einzige, was Anais am Leben hält, ist ihre Fantasie, und damit steht sie nicht allein. Denn in den anderen Jugendlichen des Panoptikums sieht sie so etwas wie eine Familie, und gemeinsam schaffen sie sich eigene Mythen und Legenden um eine Bande zu schaffen, die stärker ist als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.
    Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen…

    Meinung

    Vorweg, was hier wie ein normaler Jugendroman erscheint, ist es NICHT! Es ist mit Abstand (entschuldigt die Ausdrucksweise) das abgefuckteste Buch, das ich je gelesen habe.
    Die ersten Seiten haben mich zuerst total abgeschreckt, ist dieses Buch doch von einer absolut herben Wortwahl und die Gedankenläufe von Anais mehr als abgefahren…
    Doch genau das macht es so authentisch, denn:
    „Das Mädchen mit dem Haifischherz ist ein Aufschrei für die Verlassenen, Misshandelten und Betrogenen. Ein wilder und herzzerreißender Roman, eine leidenschaftliche Herausforderung der Zustände“
    Anais ist wie die meisten anderen Jugendlichen in ihrer Umgebung stark drogenabhängig, durchlebt eine Psychose nach der anderen, kann jedoch ihr erlebtes Elend nur so ertragen.
    Auch wenn sie sich ein anderes Leben wünscht, scheint es für Menschen wie sie einfach nicht vorhergesehen zu sein.
    Bei jedem, der anfangs bei diesem Buch ins Straucheln kommt und überlegt es abzurechen, kann ich nur empfehlen, lest es weiter. Diese Geschichte ist einfach unbarmherzig, doch ist sie nichts im Vergleich zu dem Leben der Menschen, die solche Sachen erleiden müssen.


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    Melie99s avatar
    Melie99vor 3 Jahren
    Eine einzigartige Geschichte!

    "Das Mädchen mit dem Haifischherz" ist ein Einzelband. Auf dem Cover sieht man ein Mädchen, das höchstwahrscheinlich Anais darstellen soll. Außerdem ist das ganze Cover schwarz und hat viele Verzierungen. Mir persönlich gefällt es wirklich gut - besonders, da es die Gedanken von Anais widerspiegelt. Man sieht lauter Dinge, die Anais wichtig sind, ohne die sie nicht leben kann.

    Erzählt wird aus der Perspektive von Anais. Diese legt öfters vulgäre und unpassende Bemerkungen an den Tag. Allerdings erwarte ich von einer kriminellen Jugendlichen auch nichts anderes. In dem Heim, in dem Anais am Anfang des Buches landet, gibt es sowohl Mädchen als auch Jungs. Sie alle haben diese vulgäre Ausdrucksweise. Die Autorin bemühte sich aber, zumindest den Heimleitern und Betreuern eine anständige Ausdrucksweise zu geben.

    Die Hauptprotagonistin Anais habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sie ist ein sehr rebellisches Mädchen, das nie lange an einem Ort bleibt und immer wieder Probleme macht. Doch für mich ist sie immer noch ein kleines Kind, das nicht weiß, wer sie ist. Sie versucht sich selbst zu finden, was ihr aufgrund ihrer schweren Vergangenheit leider nicht gelingt. Das tolle an ihr ist, das sie wirklich einzigartig ist und nicht wie all die anderen. Die restlichen Charaktere finde ich sehr interessant, in sie kann ich mich sehr gut hineinfühlen. Besonders Shortie war mir von Anfang an sympathisch, Isla aber auch.

    Jeder der Charaktere hatte eine schwere Vergangenheit, die für einen normalen Menschen unvorstellbar wäre. Dies machte mich sehr neugierig, ich wollte unbedingt erfahren, was hinter jedem von ihnen steckt. Einige erscheinen einem nach der Zeit wirklich verrückt und unfähig.

    Zum Schluss würde ich sagen, dass es zwar eine verrückte Geschichte ist, die man nur schwer verstehen kann, sie aber unbedingt lesen muss. Ich vergebe 4 Sterne für diese einzigartige Geschichte.

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    Wurm200s avatar
    Wurm200vor 3 Jahren
    Das Mädchen mit dem Haifischherz

    Jenni Fagan
    Das Mädchen mit dem Haifischherz
    Kunstmann

    Autor: Jenni Fagan wurde in Livingston, Schottland, geboren und studierte Creative Writing an der Greenwich University. Sie veröffentlichte bisher Gedichte und Kurzgeschichten, für die sie zahlreiche Preise und Stipendien bekam. "Das Mädchen mit dem Haifischherz" ist ihr erster Roman, der für verschiedene Preise, darunter den renommierten James Tait Black Memorial Prize, nominiert wurde und ihr einen Platz auf der legendären Granta Liste »20 under 40«, der zwanzig besten englischsprachigen Schriftsteller unter 40, einbrachte.
    Seit Herbst 2013 ist Jenni Fagan Writer in Residence an der Edinburgh University (Quelle: Kunstmann)

    Anais sitzt blut beschmiert in einem Polizeiauto, welches sie zum Panoptikum fährt. Eine Polizistin liegt gleichzeitig im Koma und Anais hat keinerlei Erinnerung an das, was geschehen ist. Sie wird direkt zur Leitung des Panoptikums gebracht, wo sie Ihre neuen Betreuer (Pfleger) kennenlernt. Außerdem muss sie sich entkleiden, denn die Polizei benötigt Anais Kleidung zur Untersuchung der Vorfälle.

    Hier beginnt das Buch auch schon sein ganzes Potenzial zu entfalten und das ist nicht gerade wenig. Wir bekommen Einblick in einen Menschen, der in seinem Leben viel durchmachen musste und voller Sehnsüchten steckt. Ein Junges Mädchen, das voller Trauer aufwächst und mit dem ständigen Wunsch nach Liebe und Anerkennung. Auch wenn es sich hierbei um eine erfundene Story handelt, schafft es die Autorin, dass die Story sofort unter die Haut geht.
    Auch der Detailgrad und die benutzten Wörter der Autorin (Heuchlerarsch, Arschfresse, Bullenschwein,...) tragen dazu bei, sich sofort in die Protagonistin hineinzuversetzen. Die Story baut sich dabei sehr langsam auf und man kommt oft an den Punkt am dem man der Story nicht ganz folgen kann aber dies trägt zur Stimmung bei, schließlich weiß Anais selber nicht immer alles ganz genau und vieles ist völlig wirr in ihrem Leben. Oft habe ich mich mit einem offenen Mund erwischt und hier und da musste ich das Buch kurzzeitig zur Seite legen. Das Buch verfehlt seine Wirkung also nicht. Erschreckend, Traurig, unglaublich, ich glaube das sind die Worte, die dieses Buch gut beschreiben.

    Cover: Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas verstörend und wirr (das sicherlich an den ganzen unterschiedlichen Dingen auf dem Cover liegt, die scheinbar wahrlos ausgewählt wurden). Hier greift das Cover den Titel des Buches auch schon auf, wir sehen nämlich ein, mit Blut verschmiertes Mädchen in einem Haifischmaul. Umrandet ist das alles mit jeglichen Dingen, die das Leben des Mädchen prägten. Außerdem sehen wir am Titel des Buches ein Herz, welches zerbrochen ist. Schaut man unter den Schutzumschlag, so sehen wir “nur” ein schwarzes Cover.

    Fazit: Ich konnte dieses Buch nur schwer aus der Hand legen, weshalb für mich nur eine eindeutige Kaufempfehlung nicht schwerfällt. Wer ein Buch sucht, welches unter die Haut geht, ist mit “Das Mädchen mit dem Haifischherz” gut bedient. Für Leute die dazu neigen sich hinunterziehen zu lassen sei gesagt, dass sie bei diesem Buch etwas aufpassen sollten, denn das Geschieht bei diesem Werk sehr leicht.

    Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz
    Autor: Jenni Fagan
    Seiten: 332
    Verlag: Kunstmann
    Preis: 24,95
    ISBN: 978-3-88897-925-5

    http://wurm200.blogspot.de/

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    buechermaus25s avatar
    buechermaus25vor 3 Jahren
    Gutes Buch, nur die Ausprache nicht so meins

    Das sind die Charaktere von der Geschichte „Das Mädchen mit dem Haifischherz":

    Anais ist die Hauptperson in der Geschichte. Sie ist ein Mädchen, dass sehr viel Phantasie hat. Außerdem fühlt sich nirgendwo Zuhause. Angus ist ihre Heimbetreuer, er
    denkt sie kann sich noch ändern. Ob sie sich wirklich ändern kann? Joan ist auch eine Heimbetreuerin. Shortie ist eine Freundin von Anais, in dem Buch wird sie als prüde
    bezeichnet. Isala hat Zwillinge, sie ist mit Trash zusammen. John ist ein guter Freund von Anais. Jay reißt Anais immer mit runter. Durch ihn wird sie immer mehr leiden.

    In diesem Buch geht es um ein Mädchen, sie heißt Anais. Seit dem Tod von ihrer ersten Pflegemutter, wandert sie von einem Heim zum anderen. Dadurch wird sich ihr Leben total verändert, sie nimmt Drogen, trinkt sehr viel Alkohol und rutscht einfach ab. Anias denkt, sie sei ein Experiment und dieses will sie unbedingt wieder holen. In dem letzten Kinderheim, wo sie war, lernte sie verschiedene Leute kennen. Wie zum Beispiel Trash, Isala und Shortie. Die halten wie Pech und Schwefel zusammen.
    Die Geschichte spielt in der Gegenwart und ich muss gestehen, dass es auch in der Realität passieren kann. Der Titel "Das Mädchen mit dem Haifischherz", finde ich
    irgendwie nicht passend. Da ich mir unter der Geschichte etwas anderes vorstelle, wie zum Beispiel ein Mädchen die mit Haie groß geworden ist oder aber auch Pflegerin für Haie ist.
    Die Schreibweise ist recht flüssig. Wobei mir die Aussprache sehr gestört hat. Hätte man nicht anders schreiben können? Mit weniger Ausdrücke, wobei
    wiederum denke ich, würde das Buch seinen Charme verlieren. Ansonsten sind die Charaktere und Orte sehr detailliert beschrieben. Das Geschehen wurde sehr gut
    dargestellt.
    Die Erzählerin gibt ein schnelles Lesetempo vor. Die Atmosphäre ist eigentlich betrübt. Da Anais sehr viel durch gemacht hat und sich selbst aufgibt. Die Originalität ist
    sehr gut, denn wer kommt auf diese Geschichte mit dieser Aussprache. Dass es kein liebes braves Mädchen, sondern ein böses, gewalttätiges Mädchen ist.

    Mein Fazit ist: wenn du wirklich ein anderes Buch lesen willst. Wo auch Ausdrücke vorkommen und ein Mädchen, wo sich durchs Leben kämpfen muss, dann ist das Buch genau das richtige für dich. Und du solltest es unbedingt lesen.

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    Kendalls avatar
    Kendallvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Knallhart und erbarmungslos. Ich weiß nicht ob ich begeistert oder paralysiert bin...muss man auf jeden Fall gelesen haben!
    Ein Leben zwischen Drogen, Gewalt und "Dem Experiment"

    Die 15-jährige Anais hat in ihrem Leben schon viel erlebt: geboren in einer Nervenheilanstalt findet sie in späteren Jahren ihre Adoptivmutter, die als Prostituierte arbeitet, erstochen in der Badewanne. Jahr um Jahr landet sie in immer neuen Kindeheimen, rebelliert immer mehr und wird schließlich in das "Panoptikum" gebracht - einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche, nachdem ihr vorgeworfen wird eine Polizistin ins Koma geprügelt zu haben.
    Dort findet sie überrasschend schnell Anschluss, lässt es sich aber dennoch nicht nehmen nach wie vor ihr Leben nach ihren Regeln zu leben. Als sich schließlich die Ereignisse überschlagen und die Kontrolle ihr zu entgleiten droht, fasst sie einen Entschluss, der ihr Leben für immer verändert.

    Das Cover finde ich überragend. Diese Zeichnung eines Blutverschmierten Mädchens im Maul eines Hais, gerahmt von Dingen, die ihr Leben prägen ist genauso abstrakt wie persönlich; und sie treffen den Nagel auf den Kopf, besser hätte man Anais Hendricks nicht mit Bildern beschreiben können.
    Auf den ersten Blick scheint es etwas wirr, doch liest man das Buch, versteht man die Bedeutung jedes einzelnen Elements.

    Der erste Gedanke, der mir zu Beginn dieses Buches gekommen ist, war: Moment mal, der Klappentext hat etwas anderes versprochen.
    Ich hatte die Geschichte eines Mädchens erwartet, das geprägt von den Rückschlägen in ihrem Leben endlich ankommt - im Panoptikum, wo sie eine Familie findet. Im weitesten Sinne ist dies auch geschehen, dass der Weg dorthin so ernüchternd und lähmend ist, konnte ich nicht ahnen.
    Der Überraschungseffekt hat bei mir wirklich eingeschlagen. Alles was ich wollte war, wissen, wie es mit Anais weitergeht. Verliebt sie sich in John oder in Shortie? Oder geht sie doch zu Jay zurück?
    Dieses durch und durch verstörte und kaputte Mädchen hat schlicht und einfach mein Herz berührt, indem sie mich mit in ihre Welt genommen hat.
    Jenni Fagan hat einen unverwechselbaren Schreibstil mit vielen Ecken und Kanten, die das Buch aber gerade so lesenswert machen. Zugegeben, die ganzen Kraftausdrücke waren am Anfang schon etwas komisch, alle zwei Seiten "Fotze" und "Wichsfleck" zu lesen; nach kurzer Zeit aber hat mich das gar nicht mehr gestört und das Buch wäre auch ehrlich gesagt nicht das Selbe gewesen, ohne diesen harten Umgangston.
    Alles was Anais erlebt ist schockierend und doch auf eine fremde Weise wunderschön.
    Sie auf ihrem Weg zur Frau zu begleiten, zu sehen was in ihr vorgeht, als sie Freunde findet und wie sie auf einem Trip abstürzt hat mich alles gleichermaßen gefesselt.
    Trotz teilweise vulgärer Stellen und manchmal auch komplizierten Passagen ein Buch, das ich nicht bereue gelesen zu haben und das ich sofort jedem empfehlen würde, der gelangweilt ist von monotonen Liebesgeschichten und trockener Fantasy.
    Lediglich der Schluss ist für mich nicht ganz so gelungen, deshalb auch nur 4 von 5 Sternen. Ich hätte gerne gewusst wie die Geschichte mit der Polizistin ausgeht, denn schließlich baut auf ihr das ganze Buch auf. Ich habe viele offene Fragen, die mir mit diesem Buch alle nicht beantwortet werden; Schade!

    Fazit:
    Abschließend kann ich sagen, dass das mit Sicherheit kein Buch für jedermann ist. Es ist gewöhnungsbedürftig und teilweise wirklich hart. Wer damit aber kein Problem hat, wird es lieben, genauso wie ich!
    Und wer Anais mit Christiane F. vergleicht hat das Buch einfach nicht verstanden und sollte es am besten gleich nochmal lesen.
    Ich bin jedenfalls begeistert, BRAVO!

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    eightletterss avatar
    eightlettersvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, das mit jedem Satz eine Spur mächtiger wird. Und ein Ende, das viele Fragen offen lässt.
    Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.

    Klappentext
    Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, einer Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Während Anais sich mit Mut und Fantasie durch ein Leben boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ...

    Rezension

    Jugendbuch ist nicht gleich Jugendbuch - spätestens nach der Lektüre dieses Buches ist das vollkommen klar. Der Klappentext verrät nicht einmal im Ansatz, wie hart es in diesem Roman wirklich vor sich geht - definitiv nichts für jüngere Jugendliche oder Personen mit schwachen Nerven! Auch Personen, die ein Problem mit vulgären Ausdrücken haben, sollten um dieses Buch lieber einen großen Bogen machen. Die Thematik ist weitaus tiefer als es sich erahnen lässt: Drogen, Vergewaltigung, Psychosen, Prostitution, gescheiterte Existenzen. Und das alles im Umfeld einer fünfzehnjährigen. Themen, die totgeschwiegen werden - besonders, wenn es dabei um Jugendliche, eigentlich noch um Kinder, geht.

    Anfänglich ist es sehr schwer, einen Zugang zu der Geschichte zu finden - alles wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Anais erzählt, die, bedingt durch ihre negativen Erlebnisse, ein eher schwieriger Charakter ist. Niemand, mit dem man sich als Leser besonders gut identifizieren kann. Sie polarisiert in jeder erdenklichen Weise. Ihre Ausdrucksart ist sehr rau, ihre Ehrlichkeit erschreckend. Mit Anais hat die Autorin einen ganz besonderen Charakter geschaffen - und sie schreckt nicht davor zurück, der Fünfzehnjährigen ihre eigene Persönlichkeit zuzuschreiben, die sich auch in ihrer Art, sich auszudrücken und zu denken, widerspiegelt. In jedem Satz dieser Geschichte steckt dieses junge Mädchen - das macht sie so besonders überzeugend.

    Die Zusammenhänge sind sehr kompliziert, den Gedanken von Anais lässt sich nicht besonders leicht folgen - der Grund? Kein Geheimnis. Anais nimmt Drogen, zu fast jeder Zeit der Handlung befindet sie sich auf einem "Trip", ist "high", hat sich mit den verschiedensten Dingen zugepumpt. Es ist unglaublich, wie authentisch Fagan diesen Sachverhalt wiedergibt. Schon bald verliert der Leser aus den Augen, was wirklich geschieht - könnte sich Anais vieles nicht einfach nur einbilden? Eindeutig ist: das Mädchen zweifelt berechtigterweise am Leben. Fragt sich, wer hinter ihrem Schicksal steckt, ob es jemandem Spaß macht, sie leiden zu sehen. So tough Anais auch wirkt, ist sie zwischen den Zeilen ein zerbrechlicher Charakter. Hat man sie erst einmal näher kennengelernt, empfindet man für das augenscheinlich so abgebrühte Mädchen so unendlich viel Mitleid.

    Kaum möchte man sich vorstellen, dass es tatsächlich Jugendliche gibt, die unter diesen Umständen leben. Dass es junge Menschen auf dieser Welt gibt, die sich prostituieren - die Drogen konsumieren. Dieser Roman ist mehr als nur eine einfach dahin erzählte Geschichte, er ist fast schon ein Appell, der dem Leser über einen längeren Zeitraum hinweg im Kopf bleiben wird. Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Wie lange dauert es, bis die beliebte Redensart Was dich nicht umbringt, macht dich stärker nicht mehr greift?

    Das Ende dieses Buchs lässt sehr, sehr viele Fragen offen - fast scheint es, als wäre ein sehr großer Teil der Handlung einfach verschluckt worden. Die Sachverhalte werden nicht wirklich klar. Auch im Verlauf der Handlung hakt dieser Roman einige Male, man fühlt sich hin und wieder festgefahren und glaubt, dass seitenlang eigentlich nichts passieren würde - kurze Zeit darauf wird man jedoch überrollt von mächtiger Handlung. Dieses Buch ist wirklich ein Wechselspiel der Gefühle. Es strotzt in jeder Hinsicht von Einzigartigkeit.

    Fazit
    Auf der einen Seite liebe ich dieses Buch - weil es anders ist. Es ist diese Art von Buch, die ich bisher noch niemals in den Händen halten durfte. Es fühlt sich besonders an, diese Geschichte zu kennen. Anais ist ein so einzigartiger Charakter, dass einem an manchen Stellen der Schauer über den Rücken läuft. Dies gilt für fast alle Charaktere dieses Romans - auf der anderen Seite war ich nach dieser Lektüre fast ein wenig frustriert. Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet, einige der Handlungen scheinen sich in Nichts aufgelöst zu haben. Das Ende ging zu schnell von Statten. Plötzlich hatte ich die letzte Seite erreicht, ohne groß Antworten gefunden zu haben - natürlich mache ich mir nun Gedanken um dieses Buch. Einige meiner Ideen bestätigen sich mit jeder Sekunde, die ich über sie nachdenke, ein Stückchen mehr. Dennoch fehlt mir am Ende irgendwie etwas. Ein Licht vielleicht, die Spur von einer Andeutung. 

    http://buchmeer.blogspot.de/2014/11/jenni-fagan-das-madchen-mit-dem.html

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    leseratte69s avatar
    leseratte69vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider ein Buch, was nicht so gut bei mir angekommen ist. Schrecklicher, vulgärer Schreibstil
    Schrecklicher, vulgärer Schreibstil

    Klappentext
    Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ...

    Meine Meinung
     

    Die Story
    Ich hatte von dem Buch schon viel gehört und muss sagen ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Leider konnte es mich dann doch nicht so vom Hocker hauen. Die Geschichte von Anais ist schockierend und teilweise sehr ordinär geschrieben. Der Sprachgebrauch der Autorin hat mir nicht wirklich gefallen. Zudem kommt der alltägliche und in meinen Augen verherrlichte Drogengebrauch von Anais und den anderen Insassen des Panoptikums hinzu. Anais hat sicherlich in ihren 15 Lebensjahren schon viel Leid ertragen müssen und man findet als Leser schnell heraus, dass viele ihrer Straftaten an Menschen begangen wurde, die es eigentlich nicht besser verdient haben,aber rechtfertigt das alles ???

    Der Schreibstil
    Den vulgären, geradezu aggressiven Schreibstil fand ich von Anfang an störend. Er hat es mir schwer gemacht ins Buch hinein zu finden. ich musste mich immer wieder aufraffen, dass Buch erneut in die Hand zu nehmen um es weiter zu lesen.

    Die Charaktere
    Ich konnte von Anfang an nichts mit den Protagonisten des Buches anfangen. Sie blieben mir fremd und ich habe keinerlei Beziehungen zu ihnen aufbauen könne.Was sicherlich an dem, für mich erschreckenden( abschreckenden) Schreibstil lag.

    Mein Fazit

    Leider ein Buch, was bei mir nicht so gut angekommen ist und was mir nicht wirklich gefallen hat. Deswegen gibts von mir nur gerade mal zwei von fünf Sternen.

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    Violet Baudelairevor 4 Jahren
    Pflegekind auf Drogen

    Die fünfzehnjährige Anais Hendricks ist seit ihrer Geburt ein Pflegekind. Doch für jeden ist sie ein Fall für die geschlossene Anstalt. Sie nimmt Drogen, schlägt sich, klaut und schwänz die Schule. Als die dann verdächtigt wird eine Polizistin ins Koma geprügelt zu haben, wird sie in die Besserungsanstalt Panoptikum gebracht. Dort findet sie so etwas wie eine Familie und doch bricht durch sie wieder alles zusammen.

    Also mir hat das Buch irgendwie überhaupt nicht gefallen. Die Hauptperson ist ständig auf irgendwelchem Zeug wie Speed etc pp und man kommt sich als Leser danach selber auf Drogen vor. Leider sehr enttäuschend.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Du stehst auf außergewöhnliche Jugendbücher? Du möchtest neue Geschichten und tolle Figuren entdecken? Dann mach dich bereit für "Das Mädchen mit dem Haifischherz" von der in Schottland geborenen Autorin Jenni Fagan! Klapp einfach das geniale Cover auf und tauche ein in Anais Hendicks' Welt...

    Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ... (gleich mehr lesen!)

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    Welche ist deine wohl schlechteste Eigenschaft? Und ist sie so schlimm, dass man dich als Jugendliche(n) lieber auch in eine Besserungsanstalt wie das Panoptikum hätte schicken sollen?

    Wir sind schon gespannt auf eure größten Macken :-)!


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    Fannies avatar
    Hallo zusammen! Noch bis Mitternacht habt Ihr die Chance auf ein Exemplar des Buchs "Das Mädchen mit dem Haifischherz". Einfach ein kleines Rätsel lösen und das Gewinnspielformular ausfüllen - kostet nix und tut garantiert nicht weh! ;-) Ausgelost wird morgen. Hier kommt Ihr zum Gewinnspiel: http://buchstabenfaengerin.wordpress.com/2014/04/18/ostergewinnspiel/ Fröhliche Rest-Ostern wünscht Fannie
    DeansImpalas avatar
    Letzter Beitrag von  DeansImpalavor 4 Jahren
    Wurde denn schon ausgelost?
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    christine94s avatar
    Ich habe mich zur Leserunde/ Buchverlosung für dieses Buch beworben.


    Es ist aber leider überhaupt nicht mein Geschmack & die Sprache lässt meiner Meinung nach wirklich zu wünschen übrig.

    Wer hätte gerne mein Exemplar ??
    Bin mir sicher da lässt sich schnell jemand finden, 
    da es sehr speziell geschrieben ist.

    Bei Interesse einfach melden.
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