Jenni Fletcher

 4,1 Sterne bei 33 Bewertungen

Lebenslauf

Jenni Fletcher, Autorin historischer Liebesromane, ist in Schottland geboren und lebt in Yorkshire. Sie hat Englisch in Cambridge und Hull studiert. Für ihre Romane wurde sie mehrfach für die britischen Romantic Novelistsʼ Association Awards nominiert und hat 2020 den Rose Award für die beste Liebesgeschichte des Jahres gewonnen. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Backen – und natürlich mit Lesen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jenni Fletcher

Neue Rezensionen zu Jenni Fletcher

Cover des Buches Bloß nicht mit einem Duke verlobt (ISBN: 9783570316795)
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Rezension zu "Bloß nicht mit einem Duke verlobt" von Jenni Fletcher

Cupcake_Giirl
Eine tolle Regency-Romcom

„Bloß nicht mit einem Duke verlobt“ war mein erstes Buch der Autorin Jenni Fletcher und gleichzeitig mein Lesehighlight im März. Der lockere Schreibstil konnte mich von Beginn an überzeugen und auch die Handlung hat mich schnell in ihren Bann gezogen. 

Besonders die Protagonistin Caro, die nach einer schlechten Erfahrung ihren ganzen Lebensplan infrage stellt, war mir sehr sympathisch. Sie macht im Roman eine Entwicklung durch und lernt, für sich selbst und andere einzustehen. Mit ihren beiden Freundinnen Lilly und Imogen sowie Caros Verwandten gab es zudem viele interessante Nebencharaktere. Entsprechend freue ich mich schon sehr auf den dritten Band, in dem es um Imogen geht, und hoffe, dass dieser bald ins Deutsche übersetzt wird. 

Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gefallen, da ich die Beziehungsentwicklung als authentisch wahrgenommen habe. Obwohl es zum Ende hin etwas dramatisch wurde, waren die Gründe für den Konflikt für mich nachvollziehbar. 


Alles in allem eine tolle Regency-Romcom mit einer sympathischen Protagonistin und wundervollen Nebencharakteren.

Cover des Buches Bloß nicht mit einem Duke verlobt (ISBN: 9783570316795)
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Rezension zu "Bloß nicht mit einem Duke verlobt" von Jenni Fletcher

Furbaby_Mom
Wundervolle Regency-Romance

Hach, war das schön! So richtig was fürs (Regency-)Herz. … und der erfrischende Beweis, dass ein gelungener Roman dieses Genres nicht vor Spice triefen muss. 


Schreibstil: Top! Authentische, zeitgemäße Wortwahl, ohne antiquiert zu wirken und humorvolle Dialoge treffen auf eine tiefgründige Figurenzeichnung und zauberhaft atmosphärische Beschreibungen. Kurzum: Ich hätte noch ewig weiterlesen können.


Den Auftakt der "Earl-und-Duke"-Reihe, der die Geschichte von Caros Cousine Essie erzählt, hatte ich damals leider verpasst, aber nach diesem rundum wundervollen Read wandert "Wer braucht schon einen Earl zum Glück?" direkt auf meine Wunschliste! Und da der herrliche Schreibstil der Autorin mich derart begeistert hat, merke ich mir auch direkt ihre moderneren Romance-Werke vor: "Lights Out" und "Falling Fast" (die beide das Thema Formel 1 als Background haben).


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Klare Leseempfehlung für alle Janeites, Bridgerton-Fans und Leser:innen von historischen Liebesromanen.

Cover des Buches Wer braucht schon einen Earl zum Glück? (ISBN: 9783570315460)
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Rezension zu "Wer braucht schon einen Earl zum Glück?" von Jenni Fletcher

Darcys_Lesestuebchen
Zu modern

Schon mit ihrer Geburt wurde festgelegt, wen Essie heiraten wird: Aidan, den Earl von Denholm und daran hat sie keinerlei Interesse. Lieber will sie die Welt erkunden und mehr aus ihrem Leben machen, als nur zu heiraten. Und damit steht sie nicht alleine da. Auch Aidan, der nur ihre Mitgift braucht, um sein Zuhause zu retten, möchte nicht heiraten. Also schließen beide einen Pakt und Essie hilft ihm, eine besssere Partie zu finden. Aber bald gibt es ein weiteres Problem, denn je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr findet sie Aidan gar nicht so verkehrt...

Meine Meinung:

Was für ein tolles Cover, ich meine, es war für mich wirklich Liebe auf den ersten Blick und für mich passte es wirklich perfekt zum Klappentext, der mich sehr neugierig auf die Geschichte machte. Ich lese sehr gerne Regancy-Romane und ich habe kein Problem damit, wenn sie dem selben Schema folgen. Solange sie mich in eine andere Zeit entführen können und Spaß machen, dürfen sie auch gerne kitschig sein und es ein wenig übertreiben. Dieser Reihenauftakt allerdings ließ mich recht ratlos zurück und auch, wenn es sich sehr flüssig lesen ließ, fühlte ich mich die meiste Zeit eher in einem modernen YA Roman, als in der Vergangenheit, was ich schade fand. Es las sich oft sehr langweilig und mit den Figuren wurde ich kaum warm.

Die Geschichte wurde aus den beiden Ich-Perspektiven der Hauptfiguren Essie und Aidan erzählt und dennoch fand ich nie einen wirklichen Draht zu ihnen, da sie mir dennoch zu oberflächlich und uninteressant blieben. Viele ihrer Handlungen, Denkweisen und Aussprachen konnte ich mir bereits im Vorfeld denken und ihre Chemie lief die meiste Zeit eher auf Sparflamme. Genau wie die Handlung, die sich recht langweilig las und wenig Spannung, Emotionen oder Überraschungen bereit hielt. Hier passte das Motto: Kennst du einen historischen Liebesromanm kennst du alle; sehr gut. Per se habe ich auch gegen Vorhersehbarkeit nichts, aber dann möchte ich wenigstens gut unterhalten werden und meinen Spaß haben.

Zwar hat das Buch dies  in Teilen geschafft, aber es frustrierte mich eher. Vieles drehte sich im Kreis und generell schaffte die Handlung es nicht, sich zu entwickeln und mich zumindest im weiteren Verlauf neugierig werden zu lassen. Das lag zum Teil an den Figuren, wobei ich eigentlich nur wirklich mit Essie und Aidan Probleme hatte. Die anderen Figuren waren zwar recht nichtssagend, nervten mich aber nicht. Mit dem Paar wurde ich nie warm, was auch an ihrer Widersprüchlichkeit und ihren Entscheidungen lag, die wenig nachvollziehbar wirkten. Die ganzen Missverständnisse wurden zu sehr in die Länge gezogen und obwohl die Lösung klar vor Essie lag, war sie zu starrköpfig und recht einfältig, um sie zu sehen. Mal war ja ok, aber das zog sich ja nun das ganze Buch durch und wirkte irgendwann nicht mehr amüsant. Aidan dagegen hätte man auch getrost austauschen können, weil es sich trotz allem sehr wenig um ihn drehte.

Das lässt sich leider auch über die versprochene Handlung sagen, die so dann leider nicht umgesetzt wurde. Ich freute mich auch Irrungen und Wirrungen, wenn die beiden bei der Brautschau sich immer näher kommen. Leider wurde dann aber eine standadisierte und vor allem unwichtige Szene in der Gesellschaft nach der nächsten gereiht und die Nebenhandlungen harmonierten nicht damit. So geriet diese Brautschau zu sehr in den Hintergrund und auch die Liebesgeschichte zwischen Essie und Aidan fühlte sich trotz durchaus vorhandener Chemie recht lauwarm an. 

Die Bezeichnung Regency-Roman finde ich nicht recht treffend, weil es sich weniger wie ein historischer Liebesroman als eher ein YA/NA Roman aus der jetzigen Zeit anfühlte. Wenn die typischen Begriffe nicht vorgekommen wären, hätte es genauso im hier und jetzt spielen können, da die Figuren sich nicht passend verhielten und es sich mir zu modern anfühlte. Historizität ? Eher Fehlanzeige. 

Der Schreibstil war noch das beste an dem Buch, da er sich wirklich sehr flüssig lesen ließ. Zwar fühlte es sich eben nicht wie ein historischer Roman an, aber es war lesbar und ich kam wirklich sehr schnell damit durch, ohne Seiten zu überfliegen. 

Fazit:

Nicht das, was ich erwartet habe und ehrlich gesagt finde ich es schon schade, dass es sich so modern anfühlte und so wenig aus dem Potenzial machte. Mit den Figuren wurde ich wenig warm und ihre Chemie war sehr ausbaufähig, aber es ließ sich trotzdem recht flüssig lesen und für ein, zwei Lesenachmittage fand ich es in Ordnung. Die Reihe werde ich nicht weiter verfolgen und kann auch den ersten Band nicht sonderlich empfehlen. Dennoch gibt es von mir:

3 von 5 Sterne

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