Jennifer Ackerman

 4.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Die Genies der Lüfte, 24 Stunden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jennifer Ackerman

Jennifer Ackerman ist preisgekrönte Autorin und schreibt seit über 25 Jahren über Wissenschafts- und Naturthemen, u.a. für The New York Times Magazine, Scientific American und National Geographic.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jennifer Ackerman

Cover des Buches Die Genies der Lüfte9783499632617

Die Genies der Lüfte

 (6)
Erschienen am 16.04.2019
Cover des Buches 24 Stunden9783498000783

24 Stunden

 (2)
Erschienen am 16.01.2009
Cover des Buches Chance in the House of Fate9780747558200

Chance in the House of Fate

 (0)
Erschienen am 17.06.2002
Cover des Buches Ah-choo!9781400148738

Ah-choo!

 (0)
Erschienen am 07.09.2010

Neue Rezensionen zu Jennifer Ackerman

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Rezension zu "Die Genies der Lüfte" von Jennifer Ackerman

‚Die Behauptung, Menschen seien erfolgreicher oder höher entwickelt [...].'
sabatayn76vor 2 Jahren

‚Die Behauptung, Menschen seien erfolgreicher oder höher entwickelt, hängt entschieden davon ab, wie man diese Begriffe definiert.‘ (Seite 19)

‚[...] die angeblich zentralen Unterscheidungsmerkmale zwischen Vögeln und unseren nächsten Primatenverwandten - Werkzeugbau, Kultur, die Fähigkeit, zu schlussfolgern, sich an die Vergangenheit zu erinnern und an die Zukunft zu denken, die Fähigkeit, den Blickwinkel eines anderen einzunehmen sowie voneinander zu lernen - scheinen sich, eines nach dem anderen, in Luft aufzulösen. Viele unserer hochgeschätzten Formen von Intelligenz scheinen sich - entweder teilweise oder im Ganzen - bei den Vögeln ziemlich unabhängig und sehr raffiniert direkt neben den unsrigen entwickelt zu haben.‘ (Seite 22)

Jennifer Ackerman geht in ‚Die Genies der Lüfte‘ näher auf diese Fähigkeiten ein und erzählt von Geradschnabelkrähen und Metawerkzeuggebrauch, Schwarzkopfmeisen und Gehirngröße, Inseln und Evolution, Keas und Spielen, Kohlmeisen und Sozialleben, Krähen und Geschenken, Spottdrosseln und Imitation, Laubenvögeln und Ästhetik, Weißscheitelammern und Orientierung, Spatzen und Anpassungsvermögen.

Ackerman ist fasziniert von Vögeln, und das spürt man ab der allerersten Seite ihres wunderbaren Sachbuchs. Sie kann den Leser mit dieser Faszination und Begeisterung ohne Weiteres anstecken und erzählt in ihrem Buch so viele kleine Anekdoten, geht auf wissenschaftliche Befunde ein und bietet so viele Einblicke in unterschiedliche Spezies und verschiedene Fähigkeiten, dass man beim Lesen nur staunen kann.

Dabei schreibt Ackerman stets sehr verständlich, und obwohl ‚Die Genies der Lüfte‘ ein anspruchsvolles Sachbuch ist, wird man hier zudem hervorragend unterhalten.

Obwohl ich mich schon sehr viel mit Tieren und ihren (oft unterschätzten) Fähigkeiten beschäftigt habe, habe ich durch die Lektüre viel dazugelernt und habe neue bzw. tiefere Einblicke ins Thema erhalten.

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Rezension zu "Die Genies der Lüfte" von Jennifer Ackerman

Faszination, die sich überträgt
leucoryxvor 3 Jahren

Jeder weiß, dass es sprechende Papageien gibt und Tauben sind dafür bekannt den Weg wieder nach Hause zu finden. Aber wie viel verlangt es dem Gehirn tatsächlich ab solch eine Leistung zu vollbringen? Können wir aufgrund einzelner Fähigkeiten bereits von Intelligenz sprechen? Vögel können sich in vielleicht Hinsicht mit den kognitiven Fähigkeiten von Primaten messen und in mancherlei Hinsicht übertreffen sie sogar den Menschen. Bei einem Streifzug quer durch die Kontigente lernt man die verschiendensten Vogelarten und deren Talente näher kennen.

Ich hatte das Buch mit Spannung erwartet, da der Klappentext allzu gut klang. Eigentlich ist mein Freund der größere Vogelfreund, aber dennoch wollte ich wissen, was diese gefiederten Wesen so alles draufhaben. Ich muss zugeben, dass ich dann doch sehr lange braucht habe, um mich durch die Einleitung zu kämpfen. Allzu sehr ging die Autorin davon aus, dass der Leser den Großteil der Vögel für dumm halten würde. Als es dann jeodch wirklich losging, war ich schnell fasziniert. Viele Beispiele kannte ich bereits wie Werkzeuggebrauch, um sich Futter zu verschaffen, Sprachbegabung oder ihre navigatorisches Geschick bei den Reisen in ihr Winterquatier. Aber die Autorin konnte mir völlig unbekannte Vogelarten näherbringen und aufzeigen wie sich sich an die Umweltbedingungen angepasst haben. Von Intelligenz kann nämlich gesprochen werden, wenn eina Art in der Lage ist sich anzupassen. Die Autorin hat mit den verschiedensten Vogelexperten gesprochen und schildert deren Experimente. Man kann sich bildich vorstellen, wie Krähen Rätsel lösen, um an Futter zu kommen oder sich ein Goffinkakadu Werkzeug bastelt, um an Nüsse zu kommen. Auch viele Beoabchtungen von wildlebenden Vögeln fließen in die Beschreibungen ein. Die Kapitel sind thematisch sortiert, so dass mit der Größe des Gerhins begonnen wird, dann offensichliche Gerhirnleistungen wird Werkzeuggebrauch, Sozialverhalten  und Virtuosität behandelt werden. Zunächst denkt man gar nicht an geniale Leistungen wie Ästhetik, räumliche und zeitliche Vorstellungskraft und Anpassungen an das städtische Leben, die zum Schluss behandelt werden. Dank der Lektüre höre ich den Gesang von Vögeln anders als vorher, bin beeindruckt von deren mathematischen, sozialen und künstlicheren Fähigkeiten, und ich werde wohl nicht umhinkommen mich im Spätsommer nach den Zugvögeln umzusehen, deren Navigationsfähigkeiten bis heute nciht ganz geklärt sind.

Ich empfehle dieses Buch jedem Vogelfreund und jedem, de sich von der Faszination anstecken lassen möchte. Leicht verständlich geschrieben kommt man aus dem Stauenen nicht mehr heraus.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Die Genies der Lüfte" von Jennifer Ackerman

Lesen und Staunen!
Igelmanu66vor 3 Jahren

Genies? Vögel? Wie hat der Mensch diese Spezies doch lange Zeit unterschätzt! Man schaue sich alleine die Vielzahl menschlicher Ausdrücke für Dummheit an, da trifft man auf „der hat eine Meise“, sie ist „eine dumme Pute“, man spricht von „Spatzenhirnen“ und von „bei dem piept’s wohl“. Intelligenz ist doch außer beim Homo Sapiens nur etwas für Primaten und Delfine. Oder?

 

Dieses Buch beweist das Gegenteil. Jennifer Ackerman hat sich – wenn man die Danksagungen und Quellen betrachtet – mit gefühlt jedem Vogelexperten auf der Welt beraten, ihre Forschungen zu Hilfe genommen und ausgewertet. Herausgekommen ist ein Buch, das sich wunderbar leicht liest und dazu den Leser in einen Zustand permanenten Staunens versetzt.

 

Der Leser darf sich auf eine Reise rund um den Globus freuen, zu den unterschiedlichsten Vogelarten in den unterschiedlichsten Lebensräumen. Und dabei gibt es immer wieder beeindruckende Fähigkeiten zu bewundern. Das können überraschende mathematische Leistungen sein, enorme (und für unseren Verstand unerreichbare) Gedächtnisleistungen oder phantastische Möglichkeiten im Bereich der Orientierung. Aber auch die Nutzung und Herstellung von teils aufwändigen Werkzeugen, Problemlösungsstrategien, Anpassungsleistungen und sprachlichen (Gesang) Kunstfertigkeiten, sowie soziales Verhalten, Einfühlungsvermögen und künstlerisches Verständnis. Die Liste ist lang und beim Lesen der einzelnen Kapitel beschleicht einen der Eindruck, dass es kaum etwas gibt, was nicht irgendeinem Vogel auf der Welt möglich sein soll. Ich bin auf so viele faszinierende Dinge gestoßen, dass ich ständig meinen Mitmenschen Abschnitte vorlesen musste ;-)

 

Die Autorin hat wirklich viel zu erzählen und das tut sie in einer sehr angenehmen Art. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit speziellen Fähigkeiten, da geht es beispielsweise um „technische Hexereien“, „soziales Talent“, „vokale Virtuosität“, „ästhetische Artistik“ oder „räumliche und zeitliche Findigkeit“. Ganz bezaubernde schwarzweiße Zeichnungen von Vögeln leiten jedes neue Kapitel ein. Die hochwertige Aufmachung des Buchs mit schönem Cover und Lesebändchen machen es auch zu einem tollen Geschenk für jeden Vogel- /Naturfreund.

 

Am Ende klappt man das Buch zu und staunt immer noch. Die letzten Jahre haben im Bereich der Vogelforschung wirklich Erstaunliches zutage gebracht! Trotzdem verbleiben viele Rätsel, vielen Entdeckungen kann man bislang lediglich mit Mutmaßungen begegnen, ist noch weit davon entfernt, sie erklären zu können. Vielleicht gibt es in einigen Jahren ein „Update“ zu diesem Buch? Ich bin gespannt!

 

Fazit: Lesen und Staunen! Ein wirklich großartiges Buch für jeden Vogel- und Naturfreund.

 

»Ich gehe näher heran, und da ist der Vogel, sitzt auf einer Kiefer und verkündet seine Diie-Diie-Litanei; vielleicht mustert er mich, schätzt mich ein. Ich muss nur an die außerordentliche Menge an Talent denken, die sich in diesem winzigen Federflausch versteckt, um vorbehaltlos über das rätselhafte Wissen der Vögel zu staunen – sein Was und sein Warum. Welch wunderbare Mysterien warten da auf unser geistiges Bücherregal und erinnern uns daran, wie wenig wir immer noch wissen.«

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