Jennifer Armintrout

 4 Sterne bei 301 Bewertungen
Autor von Die Verwandlung, Besessen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jennifer Armintrout

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Jennifer ArmintroutDie Verwandlung
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Die Verwandlung
Die Verwandlung
 (104)
Erschienen am 01.10.2007
Jennifer ArmintroutBesessen
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Besessen
Besessen
 (71)
Erschienen am 17.09.2009
Jennifer ArmintroutAsche zu Asche
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Asche zu Asche
Asche zu Asche
 (48)
Erschienen am 01.11.2009
Jennifer ArmintroutNacht der Seelen
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Nacht der Seelen
Nacht der Seelen
 (34)
Erschienen am 21.05.2010
Jennifer ArmintroutHerrscherin des Lichts
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Herrscherin des Lichts
Herrscherin des Lichts
 (22)
Erschienen am 01.10.2011
Jennifer ArmintroutDie Verwandlung: Blutsbande 1
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Die Verwandlung: Blutsbande 1
Die Verwandlung: Blutsbande 1
 (6)
Erschienen am 15.12.2010
Jennifer ArmintroutNacht der Seelen: Blutsbande Buch 4
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Nacht der Seelen: Blutsbande Buch 4
Nacht der Seelen: Blutsbande Buch 4
 (2)
Erschienen am 01.06.2010
Jennifer ArmintroutBesessen: Blutsbande Buch 2
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Besessen: Blutsbande Buch 2
Besessen: Blutsbande Buch 2
 (2)
Erschienen am 01.11.2008

Neue Rezensionen zu Jennifer Armintrout

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emilayanas avatar

Rezension zu "Herrscherin des Lichts" von Jennifer Armintrout

Einen so schlechten Schreibstil gabe es schon lange nicht mehr!
emilayanavor 7 Monaten

Herrscherin des Lichts – Jennifer Armintrout

 

1.     Handlung: Elfen, Drachen, Dämonen und Vampire sind in die Welt der Menschen gekommen, da der Wall durchbrochen wurde. Doch sie leben in der Unterwelt verbannt unter den Städten der Menschen. Aber auch dort herrschen zwei verschiedene Königreiche. Die Lightworld und die Darkworld. In der Lightworld sind die Elfen zu Hause und dort regiert die Elfenkönigin Mabb, während in der Darkworld das Choas regiert. Als die Assassinen Ayla während ihres Auftrags in der Darkworld auf den Todesengel Malachi trefft, verändert sich ihr Leben. Doch er hält die Halbelfe Ayla nur für eine Elfe und berührt sie, aber durch ihre Menschlichkeit wird Malachi seine Unsterblichkeit genommen. Der Engel ist gefallen. Er möchte Rache, aber als Ayla ihm sein Leben rettet, liegen Hass und Liebe plötzlich ganz nah zusammen.

2.     Schreibstil: Erst einmal muss man dieses Konzept der mehreren Welten verstehen und das alleine war schon schwer genug. Die ersten 200 Seiten (über die Hälfte des Buches) konnte man das überhaupt nicht nachvollziehen und ich weiß nicht einmal, ob ich es jetzt kapiert habe. Und daran ist vor allem auch der Schreibstil schuld. Ich habe von diesem Buch gar keine Sprache wie die von Albert Camus oder auch Patrick Rothfuss. Allerdings möchte ich keine Sätze lesen, die sich gegenseitig ausschließen oder gar das Gegenteil bedeuten. Zudem mag ich es nicht Sätze doppelt lesen zu müssen, um diese zu verstehen. Und zwar nicht, weil sprachlich wertvolle Metaphern untergebracht waren, sondern weil die Wörter komisch arrangiert waren.

3.     Charaktere: Ich finde, dass unsterbliche Charaktere und Kreaturen immer einen besonderen Reiz haben. Allerdings ist es sehr schwierig diese darzustellen, da sie so viel weiser sein müssen und auch irgendwie anders als Menschen. Das schafft die Autorin leider überhaupt nicht. Klar befindet sich Malachi in einer ganz anderen Situation, allerdings ist er noch immer einige hundert, wenn nicht tausend, Jahre alt. Er benimmt sich wie ein kleines Kind und auch das Verhalten der Elfenkönigin war meiner Meinung nach einfach daneben. Schlussendlich kann man wohl nur sagen: Charaktere ohne Entwicklung und mit unlogischen Handlungen.

4.     Umsetzung: Der Spannungsaufbau war eigentlich ganz gut während des Buches. Allerdings war einfach die Handlung ziemlich schwachsinnig. Die Liebe zwischen den beiden Hauptcharakteren ist einfach unsinnig. Liebe auf den ersten Blick finde ich nicht besonders gut in Büchern, aber okay. Allerdings nicht auf diese Weise. Aus Hass wird Liebe in Null komme Nichts. Auch das Genre war meiner Meinung nach ein wenig verfehlt. Urban Fantasy, aber wenn man die Welt nicht versteht funktioniert auch das Genre nicht.

5.     Cover: Das Cover ist ja ganz hübsch, aber jetzt auch nichts Besonderes und irgendwie finde ich auch den Titel nicht sonderlich passend.

6.     Ende: Das Ende war vorhersehbar, aber im Grunde okay für die Handlung, die ziemlich schwach war. Auch dieses war wieder von diesem unglaublich schlechten Schreibstil durchzogen. Man musste bei den „spannenden“ Szenen jeden Satz doppelt lesen und selbst dann hat man nichts verstanden. Am Ende wusste ich noch immer nicht wo und wie der Kampf ablief. Alles in allem muss ich sagen, dass das Buch eine vollkommene Enttäuschung für mich war, aber das merkt man wohl schon an der Klinik.

7.     Bewertung:

 

1.     Handlung:              8 / 40

2.     Schreibstil:            2 / 15

3.     Charaktere:           4 / 20

4.     Umsetzung:          3 / 10

5.     Cover:                    3 / 5

6.     Ende                       3 / 10

 

                                                        23 / 100

 

Gesamtwertung:    2.3 P

Genrewertung:      3 P

 

 

 

Bildquelle: Verlag, JPG

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wordworlds avatar

Rezension zu "Herrscherin des Lichts" von Jennifer Armintrout

Dystopischer Lichtblick
wordworldvor 2 Jahren

Allgemeines:

Titel: Herrscherin des Lichts
Autor: Jennifer L. Armentrout
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3899419450
Preis: 4,99€ (Kindle-Edition)
7,99€ (Taschenbuch)
Weitere Bände: Child of Darkness ;
Veil of Shadows
(Veröffentlichungsdatum der deutschen Ausgaben: nicht bekannt)

 
Inhalt:


 Elfen, Dämonen, Drachen und Vampire sind durch die Zerstörung des Walls in die Welt der Menschen gekommen, doch sie wurde zurück gedrängt. Nun leben sie seit langer Zeit tief unter die Städte verbannt. Hier herrschen nun die Elfen in der Lightworld, alle anderen Kreaturen leben in der Darkworld. Die beiden Welten leben in beständigem Kampf gegeneinander. Licht oder Dunkelheit? Die Entscheidung wird kommen...


 Als die Halbelfe Ayla in der Darkworld einen Auftrag erfüllen soll, trifft sich auf den Todesengel Malachi, der die Unterwelt auf Seelenjagd durchstreift. Eine Elfe? Leichte Beute, denkt er, doch sein Angriff geht anders aus, als erwartet. Die bloße Berührung Aylas wird dem mächtigen Geschöpf zum Verhängnis, das Menschenblut, welches in ihr fliest, verwandelt ihn in einen Sterblichen, der Macht und Unsterblichkeit beraubt. Der nun zum menschlichen Ausgestoßenen verdammte, früher gottgleiche, muss sich nun mit menschlichen Gebräuchen und Gefühlen herumschlagen und sinnt nach Rache. Er schwört, sie mit ihrem Leben bezahlen zu lassen. Doch bei ihrer nächsten Begegnung ist es Ayla, die ihm das Leben rettet und er ist sich des Hasses nicht mehr ganz sicher.


Ein Pakt zwischen Hass und Liebe wird geschlossen - und auf den dunklen Schwingen ihres Verlangens, scheint sich eine alte Prophezeiung zu erfüllen...


Bewertung:


"Es ist eine Prophezeiung und erzählt von einer Zeit, in der wir zusammengepfercht unter den Städten der Menschen hausen und unser Dasein als Diebe und Plünderer bestreiten müssen, um nicht zu verhungern. Abgeschnitten von der Natur und Sonnenlicht, begraben, als wären wir schon tot. (...) Doch die Prophezeiung spricht auch von einem Befreier, jemandem, der unsere Rasse aus diesem Elend retten wird. Eine mächtige Kriegerin, eine Königin, die Anführerin eines gewaltigen Feldzuges, der die Erdoberfläche reinwaschen und endlich unser Leid beenden wird."


Dieses Buch gammelte schon eine ganze Weile auf meinem SuB vor sich hin und als ich es zu Ende gelesen hatte, habe ich mich wirklich geärgert, es nicht schon früher gelesen zu haben.
Aufgrund vieler durchwachsener Kritiken bin ich mit nicht allzu großen Erwartungen an das Buch herangegangen, obwohl Jennifer L. Armentrout definitiv zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört. Dank dieser Zurückhaltung, war ich sehr positiv überrascht und bin nun fest entschlossen, das Buch entgegen der schlechten Bewertungen zu verteidigen! ;)


 Das Cover wirkt schon gleich leuchtend und irgendwie magisch. Zu sehen sind zwei orangene Flügel, die zugleich durch die kräftigen Knochen robust und stark, dank der dünnen und schillernden Haut aber zart und hübsch wirken. Sie scheinen zu leuchten und man blickt automatisch zuerst auf sie, wenn man das Buch in der Hand hält. Der Hintergrund ist dunkel gehalten, nur um die strahlenden Flügel kann man rote Schlieren erkennen. Über den Schwingen schwebt der Titel in weiß, wobei kunstvolle Rauchschwaden die Buchstaben verzieren, was man aber nur auf den zweiten Blick sehen kann. Verwirrend ist der Name der Autorin. Auf allen anderen Büchern heißt die gute Frau "Jennifer L. Armentrout" und hier also "Jennifer Armintrout" - mit einem "i" und ohne einen abgekürzten Zweitname. Der Klapptext klingt zwar interessant und vielversprechend, ist aber meiner Meinung nach etwas zu kryptisch und sagt wenig über die eigentliche Handlung aus. Das muss man aber mehr dem Mira-Verlag ankreiden und weniger der Autorin.


 Das Buch beginnt aus der Sicht von Ayla geschrieben, direkt bei der Erfüllung ihres Auftrags, bei dem sie auf Malachi trifft. Das Buch hat mich sofort gefesselt, die dunkle, düsteren Tunnel, die geheimnisvollen Wesen, die Charakter und die neue Welt, all diese Komponente haben ihr Übriges getan und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Auch dass man zu Beginn noch sehr im Dunkeln gelassen wird, was die Geschichte der Welt anbelangt, in der unsere Protagonisten leben, haben mich trotz einiger Verwirrung angespornt weiterzulesen.


"Leb wohl, Darkworlder."
Sie ließ hinter sich die Tür ins Schloss fallen und folget dem Echo, das wie dumpfes Totengeläut durch die Tunnel hallte und sie zurück in ihre Welt bringen würde."


Als die Menschen den Wall zerstörten, der alles, was sie für Fantasie oder Träume gehalten hatten, von ihrer Realität trennte, kamen all diese Geschöpfe auf die Erde. Doch das Verhältnis zwischen den beiden komplett fremden Realitäten war zu sehr von Fremdheit, Machtgier und Argwohn geprägt um freundschaftlich zu werden. In ihrer Überlegenheit vertrieben, als es zum Krieg kam, zuerst die magischen Gestalten die Menschen in den Untergrund, wo sie die Kanalisation zu einem gigantischen Tunnelsystem ausbauten, ganze Städte und Paläste errichteten, schlugen dann aber in einem zweiten Kampf die magischen Geschöpfe, sodass sie seitdem ein trostloses Dasein unter der Erde fristen müssen. Diese Unterwelt ist noch einmal unterteilt in das gut organisierte Reich der Elfen, die Lightworld, und die chaotischen Tunnelsysteme, in denen alle anderen wohnen, die es dorthin verschlagen hat, die Darkworld. In der Darkworld leben auch Menschen, die aufgrund der Ausübung von Magie verbannt worden sind, während die Lightworld alle Menschen verabscheut. Diese beiden Welten halten also nicht viel voneinander und bekämpfen sich andauernd.


Wie es so kommt, kommen unsere beiden Hauptpersonen einer aus der Lightworld und der andere aus der Darkworld. Keine guten Voraussetzungen also, für ein gutes Verhältnis, schon gar nicht wenn die eine für den Verlust der Unsterblichkeit des anderen verantwortlich ist, eigentlich gezwungen wäre, ihn zu töten und der andere deshalb Blutrache schwört. In dieser Situation befinden wir und nach einigen Kapiteln. Abwechselnd durch einen personalen Er-Erzähler, wird man in die gegensätzlichen Welten von Ayla und Malachi eingeführt und natürlich bemerkt man erst gegen Ende, dass die beiden Welten gar nicht so verschieden sind, wie sie denken...
Diese Idee mit den beiden verschiedenen Welten fand ich sehr geistreich, vor allem da ich zuerst dachte, dass die Lightworld automatisch die Guten und die Darkworld die Bösen sein müssen, denn dem ist keineswegs so. Die Elfen sind nicht so geordnet, gerecht und ihr Leben so schön, wie es scheint und auch in der Darkworld leben eigentlich vorzugsweise arme Geschöpfe, die nirgends sonst geduldet werden. Was mir wieder sehr zugesagt hat, was auch die Beschreibung der Engel. Sie sind herzlos, führen Befehle aus und warten ... naja, bis ihr Schöpfer zurück kommt oder das Ende der Zeit naht.


"Zeit. Dazu hatte er bisher keinerlei Bezug gehabt. Mit nichts als der Ewigkeit als Maßstab war so etwas wie Zeit vollkommen bedeutungslos gewesen. Sie kamen. Irgendwo im Labyrinth der Tunnel waren sie und bewegten sich auf ihn zu. Er erwartete sie.(...)
Malachi glaubte zu wissen, was sie empfanden, und er erkannte, dass sie nichts empfanden."


Ayla ist eine zierliche Halbelfe mit flammend roten Haaren. Sie wurde auf dem Streifen geboren, der schmalen und neutralen wie gesetzlosen Grenze zwischen der Dark- und der Lightworld, hatte also eine schwierige Kindheit. Als sie alt genug war um sich unabhängig versorgen zu können, hat sie in der Lightworld als Assassine der königlichen Gilde eine Ausbildung begonnen und in kämpferischen Aufträgen die Drecksarbeit des Königreiches erfüllt. Sie ist also ein sehr selbstständiger und kampfbereiter Charakter, der vielen durchstehen musste, was sie stark gemacht hat. Auch in diesem Buch wird sie immer wieder geprüft, von einer Extremsituation zur nächsten befördert, und doch hält sie immer durch, tut was sie für richtig hält und lässt sich nicht entmutigen. Sie leidet jedoch sehr unter ihrem Makel, nur eine halbe Elfe zu sein und verabscheut die menschliche Hälfte in ihr. Sie hält sich für hässlich und weniger wert, was ihr Selbstvertrauen nicht sonderlich steigen lässt. In dieser Angelegenheit entwickelt sie sich und lernt zu sich zu stehen. Ihr Charakter hat mir sehr gut gefallen, da sie von Anfang an eine starke Seite in sich getragen hat und immer wieder durch Mut und Moral überzeugte. Viele kritisieren, in den knapp 350 Seiten sei nicht genug Zeit für die ausreichende Charakterisierung der Protagonisten gewesen, doch ich hatte schon nach etwa 50 Seiten das Gefühl, eine unglaubliche Persönlichkeit kennengelernt zu haben.


 Ihr Leben verläuft zuerst noch in recht geordneten Bahnen, eine sichere Anstellung, Zukunftsaussichten, doch bald manövriert sie sich in immer tiefere Schwierigkeiten. Ihr Mentor Garret steht auf sie und will, dass sie seine Gefährtin wird (etwa ein elfisches Pendant zur Heirat), doch natürlich ist dem Leser von Anfang an klar, dass das für ihren selbstständigen und freiheitsliebenden Charakter nicht das Richtige ist. Auch fühlt sie sich immer mehr von dem geheimnisvollen Darkworlder angezogen, den sie -eine wichtige elfische Regel brechend- verschont hatte und als sie ihn wieder trifft, kann sie ihm nicht widerstehen...


"Das Wort jagte ihr einen Schauer der Abscheu über den Rücken.
Mitleid.
Es gab nicht den geringsten Grund, dieses Wesen zu bemitleiden, diese bösartigen, verdorbenen Bestien, deren jämmerliches Dasein sich kaum von dem der Insekten in ihren dreckigen Löchern unterschied. Wenn dieser Darkworlder starb, gäbe es einen weniger von ihnen. Das war alles.
Warum aber, wenn es so leicht war, bereitete ihr der bloße Gedanke solchen Schmerz?"

 


Denn mit ihm ist es ähnlich, wie mit Ayla. Auch er hat mir sehr behagt, auch wenn er manchmal etwas befremdlich wirkte. Zuerst als gefühlloser Todesengel, der Seelen der sterblichen Toten einsammelt und zum Äther bringt, dann als plötzlich von Gefühlen überwältigter, ahnungsloser Mensch, tappt er in viele Fallen dieser ungewohnten Welt, nimmt fast jedes Fettnäpfchen mit und verliebt sich schließlich unsterblich... in Ayla. Durch seine fast kindliche Unwissenheit und der dunklen Vergangenheit ohne Zeit und Limit, wirkt er einerseits geheimnisvoll und andererseits irgendwie süß. Natürlich ist sein Charakter noch etwas unklar, da auch er selbst noch zu sich finden muss, doch das kann noch in den weiteren Teilen ausgebaut werden.


Auch Garett, der Mentor Aylas und gleichzeitig Bruder der Königin Mabb, war faszinierend. Ich konnte ihn von Anfang an nicht leiden, da er falsch wirkte, was sich auch später bestätigt hatte. Eiskalte Gerissenheit, gutes Schauspieltalent und viele Verbindungen machen ihn erst zu einem gefühlslosen Gefährten und dann zu einem ernstzunehmenden Gegner.


 Die Liebesgeschichte entwickelt sich zwar etwas extrem schnell, doch das hat mich nicht sonderlich gestört. Die Autorin beschreibt die überwältigende Gefühle Malachis, die dieser noch niemals gespürt hatte einfach herzzerreißend und auch Ayla, hat bisher eher ihrer berechnenden elfischen Seite nachgegeben und versucht die gefühlvolle menschliche zu vergessen. Auch wenn also alles etwas überhastet wirkt, nimmt die Lovestory niemals zu viel Platz ein und lässt Raum für andere Charaktere, Freundschaft, Schmerz, Action, Intrigen und die vielen Ungerechtigkeiten einer typischen Dystopie.


"Wie es wohl sein musste, von einer Welt in eine andere hinüberzugehen? Aus dieser Welt zu scheiden, in die sie niemals wirklich gehört hatte, in der sie sterblich war, um an einen anderen Ort zu gehen, der nicht existierte? Gewaltsam aus der einen Ebene gerissen zu werden, ohne in einer neuen Zuflucht zu finden. Eine Reise anzutreten, ohne jemals ans Ziel zu kommen? Weil das Ziel nicht real war... "


Denn dieses Buch ist ganz klar eine solche. Die Fantasie bleibt mehr im Hintergrund und macht die Bühne frei für eine anbahnende Unrechtsherrschaft im Königtum der Elfen. Es geht viel um politische Macht, Regierungssitzungen, Ungerechtigkeit, Verbindungen, Kontrollspielchen, Mord, Verrat und natürlich Verantwortung. Im Ablauf der Handlung kann man auch ganz klar eine Dystopie erkennen, Rebellion, Kampf, ein neuer König, alle Geschütze werden aufgefahren und trotzdem leiden unter dem fast zusammen gequetschten Plot weder die Charaktere, die Gefühle noch die Glaubwürdigkeit. Selbstverständlich ist dieser Teil ganz klar als Einführungsband in eine neue Trilogie konzipiert und deshalb eher erklärend. Man kann ihn aber durchaus auch alleinstehend lesen, was ihr wahrscheinlich tun müsst, denn die weiteren zwei englische Bücher werden nicht ins Deutsche übersetzt werden! An dieser Stelle: Schande über den Mira - Verlag! ;)


"Sie schloss die Augen und benutzte den inneren Blick, um die Wunde genauer zu untersuchen. In ihrer Brust sah sie den Baum ihrer Lebenskraft in schimmerndem Grün leuchten, doch die Äste, die in der Nähe ihres aufgerissenen Fleisches wuchsen, hatten ein herbstliches Orange angenommen, das in knalliges Rot überging, wo die Funken ihrer Lebenskraft die Ränder der Wunde berührten und wie kleine Bläschen zerplatzten."


Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist gewohnt fesselnd, flüssig und bildhaft beschrieben. Sehr mystisch und geheimnisvoll umfasst sie das beschwerliche, unstrukturierte Leben unter der Erde, auch wenn ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, mir das vorzustellen. Die Diskrepanz zwischen dem gefahrvollen, Leben in der Darkworld und dem königlich protzenden Lebensstil in der Lightworld ist verstörend. So hat sie mich erwartet in die Welt eingesaugt und trotz der Kritik überzeugen können.


Fazit:

Ein weiteres Klasse-Buch von Jennifer L. Armentrout, voller Liebe, dystopischer Ungerechtigkeit, Chaos und viel Magie.
Absolut lesenswert!


Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

www.w0rdw0rld.blogspot.com

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Rezension zu "the Turning" von Jennifer Armintrout

Hochgradig banal und lieblos
Wortmagievor 3 Jahren

Mir ist ein peinlicher Fauxpas passiert. Wie ihr sicher alle wisst, ist Jennifer L. Armentrout eine äußerst erfolgreiche, populäre Autorin. Sie wird von vielen Blogger_innen glühend verehrt. Ich hingegen habe bisher noch nie etwas von ihr gelesen, wollte das aber mit „The Turning“ nachholen. Dumm nur, dass dieser Reihenauftakt gar nicht von Jennifer L. Armentrout ist, sondern von Jennifer Armintrout. Noch dümmer, dass mir das erst nach der Lektüre aufgefallen ist. Warum müssen die beiden Damen auch so ähnliche Namen haben? Mein erstes Date mit Jennifer L. Armentrout steht also noch immer aus, dafür habe ich aber nun ihre Namensvetterin kennengelernt.

Dr. Carrie Ames hat hart dafür gearbeitet, Ärztin zu werden. Doch all ihre Träume platzen in dem einzigen, schrecklichen Moment, in dem sie von einem totgeglaubten Patienten angegriffen und lebensgefährlich verletzt wird. Bereits während der langen Monate ihrer Rekonvaleszenz spürt sie, dass der Angriff sie verändert hat. Wer war dieser Patient, der tödliche Wunden wie durch ein Wunder überleben konnte? Was hat er mit ihr gemacht? Als sie das Krankenhaus verlassen darf, beginnt sie, über ihren mysteriösen Zustand zu recherchieren. Sie findet eine Antwort, die, wenn auch absurd und schier unmöglich, die einzig logische ist: sie ist ein Vampir. Der Fremde hat sie verwandelt und ist somit ihr Erzeuger, an den sie durch ihr gemeinsames Blut für immer gebunden ist. Hals über Kopf stürzt Carrie in einen brutalen Kampf der Vampirfraktionen und muss sich entscheiden: gibt sie dem Sog der Blutsbande nach und schließt sich ihrem sadistischen Erzeuger Cyrus an oder wählt sie seinen Todfeind Nathan, der ihr zwar hilft, sie aber auch ohne zu zögern töten würde?

Bin ich zu kritisch geworden für Urban Fantasy Vampirromane? Ich merke mehr und mehr, dass diese Spielart des Genres mich kaum noch anspricht, weil die Umsetzung guter Ideen häufig so billig gerät. „The Turning“ war nicht komplett furchtbar, aber einfach hochgradig banal und lieblos, sodass ich mich teilweise sogar gelangweilt habe. Ich hätte nicht bereut, es nicht gelesen zu haben. Es sticht aus der Masse der Vampirromane überhaupt nicht heraus und wirkt, als wäre die Autorin nur auf den Zug aufgesprungen. Da ist keinerlei Brillanz; der Schreibstil von Jennifer Armintrout ist nicht der Rede wert und auf billigste Unterhaltung ausgelegt, ohne wahres Talent. Kein einziges Element ist überzeugend oder glaubhaft ausgearbeitet, obwohl der Ansatz der Vampirfraktionen durchaus interessant und spannend hätte sein können. Nathan ist nämlich nicht nur Cyrus‘ Erzfeind, er ist auch ein Teil der Bewegung – Vampire, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihre eigene Art auszurotten. Unglücklicherweise setzte Jennifer Armintrout diese Idee viel zu oberflächlich um. Sie hätte einleuchtend erläutern müssen, warum eine den Menschen überlegene Rasse gegen ihren Selbsterhaltungstrieb arbeitet. Sie bietet zwar eine Erklärung an, diese wirkte auf mich allerdings hingeklatscht. Schlechterdings trifft das ebenfalls auf sämtliche Informationen über ihre Vampirwelt zu. Meiner Empfindung nach streute sie Hintergrundwissen nur dann ein, wenn es unbedingt nötig war, um eine bestimmte Szene so durchzuziehen, wie sie sie sich vorstellte. Das ist zu wenig und gab mir das Gefühl, dass ihr Universum nicht gut durchdacht ist.
Manchmal rettet sich ein Buch, das in Konstruktion und Handlungsaufbau schwächelt, über die Charaktere. „The Turning“ nicht. Ich konnte mich null mit den Figuren identifizieren. Sie verhalten sich alle so inkonsequent und inkohärent, dass ihr Handeln und Fühlen für mich meist keinen Sinn ergaben. Die größte Schwachstelle diesbezüglich sehe ich darin, dass ausnahmslos alle auf Cyrus hereinfallen. Scheinbar ist er so charmant, dass man auch mal vergessen kann, was für ein widerlicher Sadist er ist. Sie bringen sogar Verständnis für ihn auf, weil seine Beziehung zu seinem Daddy ja dermaßen schwierig war. Nicht einmal die Protagonistin Carrie mochte ich, weil sie gekünstelt ist und sich ständig mit völlig unwichtigen Details beschäftigt. Was spielt es für eine Rolle, ob sie sich nun durch die Blutsbande oder durch ihre eigenen Gefühle von Cyrus angezogen fühlt? Dass sie permanent darauf herumreitet, macht es nicht besser oder leichter zu verstehen. Cyrus ist abstoßend, Punkt. Meiner Meinung nach müsste Carrie so oder so vor Selbstekel vergehen. Doch dann wäre die ordentliche Prise Erotik, die offenbar in keinem Vampirroman fehlen darf, natürlich nicht mehr möglich gewesen. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, nach welchem Schema Jennifer Armintrout Prioritäten für ihre Geschichte setzte. Die Handvoll plumpe Sexszenen sind also wichtiger als eine realistische, zugängliche Protagonistin? Entschuldigt bitte, aber das ist doch Bullshit. Ich muss allerdings zugeben, dass es zum Grundtenor des Buches passt, denn Carries Gefühlschaos überstrahlt die Geschichte.

Es mag sein, dass die Reihe „Blood Ties“ ein internationaler Erfolg ist. Für mich war das Leseerlebnis mit „The Turning“ definitiv kein Erfolg, sondern eher eine Enttäuschung. Ich bin froh, dass mir noch rechtzeitig klar wurde, dass Jennifer Armintrout und Jennifer L. Armentrout nicht ein und dieselbe Person sind. Letzterer hätte ich andernfalls vermutlich Unrecht getan. Meine Beziehung mit Jennifer Armintrout ist an dieser Stelle jedenfalls beendet. Meine Lesezeit ist viel zu kostbar für die stereotype, langweilige Geschichte um ihre Protagonistin Carrie Ames um sie weiter zu verfolgen und ich habe auch keinerlei Interesse daran, mich mit ihren anderen Werken auseinander zu setzen.
Ich kann euch „The Turning“ nur empfehlen, wenn ihr eine ausgeprägte Schwäche für diese Art von Büchern habt. Ich für meinen Teil werde mir in Zukunft sehr genau überlegen, ob und wann ich wieder zu einem Vampirroman greife.

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