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katja_li

vor 4 Jahren

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Neél wurde von ihrem ehemals besten Freund umgebracht und Joy weiß seitdem nichts mehr mit sich anzufangen, denn ohne ihn scheint ihr Leben keinen Sinn mehr zu machen.  Deshalb beschließt sie von ihrem Clan wegzugehen und vielleicht ein neues Leben anzufangen, doch ihr altes scheint sie wieder einzuholen.
Den Anfang fand ich einfach nur grausam, denn man wird eine ganze Weile lang im Schatten gelassen was Neéls Zustand betrifft. Man weiß nicht ob oder wie oder weshalb er gestorben ist, doch ich hatte immer schon Zweifel gehabt an seinem Tod, doch was genau passiert ist erfährt man so ab Seite 100.
Joy hat sich auf jeden Fall sehr viel weiterentwickelt in diesem Band. Durch den Verlust von Neél sieht sie ein wie viel er ihr bedeutet hat und wird dadurch stärker, denn sie möchte ja nicht nochmal jemanden verlieren. Nun packt sie alles selber an und trifft ihre eigenen Entscheidungen, auch wenn es heißt, dass sie jemanden verletzen muss.
Neél ist auch ein anderer geworden, nicht nur durch die Folter, sondern vor allem dadurch, dass er wieder unter seiner Art ist, die mit gemischten Gefühlen auf ihn reagieren. Auch er kann Joy nicht vergessen, weiß aber, dass er nicht zurück kann.
Die Story fing etwas schleppend an, da die beiden Protagonisten ja eine etwas längere Zeit getrennt waren, doch spätestens auf Seite 200 wurde ich richtig in die Geschichte hineingezogen.
Der Schreibstil der Autorin war wie im ersten Teil sehr bildlich geschrieben und so hatte ich einen Film im Kopf laufen, während ich las. An einigen Stellen war es meiner Meinung nach etwas gewalttätig und blutig, doch zum Glück waren diese Art von Szenen immer sehr kurz gehalten. Doch diese brutalen Szenen gaben dem Buch mehr Authenzität, da das wahre Leben auch sehr hart sein kann.
Viele haben ja vom Enge gesagt, dass es kein Happy End war und deshalb war ich sehr gespannt, denn ich finde ein gut gelungenes Sad End ist besser als ein gelungenes Happy End, denn das lässt den Leser in eine melancholischen Stimmung zurück. Ich muss sagen, dass mit das Ende gefallen hat, jedoch war ich vermutlich auf etwas sehr großes und phänomenales gefasst, dass es ein wenig platt bei mir rüberkam, doch dies ist wahrscheinlich nur, weil ich zu hohe Erwartungen an das Ende gesetzt habe.

Autor: Jennifer Benkau
Buch: Dark Destiny
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