Jennifer Benkau Marmorkuss

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Inhaltsangabe zu „Marmorkuss“ von Jennifer Benkau

Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach – und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt. Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet – der geheimnisvollen Figur aus weißem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat. Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz – im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ...

http://goldfischmaedchen.blogspot.de/2017/07/review-mamorkuss.html

— Goldfischmaedchen
Goldfischmaedchen

Herzerwärmende Liebesgeschichte mit außergewöhnlicher Idee und dunklen Seiten - gelungene Märchenadaption mit vielschichtigen Charakteren!

— Weltentraeumerin
Weltentraeumerin

modernes Märchen das fast von der Realität entzaubert wird

— Inge78
Inge78

Am Anfang etwas holprig, bis ich in den zwei Zeitebenen drin war, aber dann fesselte es mich bis zum Schluß

— Pinzessin
Pinzessin

Ein modernes Dornröschen Märchen, dass die Magie der Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.

— Belladonna
Belladonna

Märchen trifft Gegenwart :D

— NaddlDaddl
NaddlDaddl

Hochgradig langweilig! Zäh wie ne alte Schuhsohle gewürzt mit Gossensprache und langweiligen Charakteren- ich steige aus!

— Ayanea
Ayanea

Ich habe schon bessere Werke der Autorin gelesen, aber es liest sich leicht und ist eine interessante Märchenadaption

— Nefertari35
Nefertari35

Nich gerade mein lieblingswerk von jennifer benkau, aber dennoch kommt man flott durch und es ist mal was anderes...

— nileya
nileya

Eine schöne und spannende Märchenadaption. Was passiert wenn Dornröschen nach 111 Jahren wachgeküsst wird und das nicht von einem Prinzen?!

— LubaBo
LubaBo

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  • Review "MAMORKUSS"

  • Herzerwärmende Märchenadaption mit dunklen Seiten

    Marmorkuss
    Weltentraeumerin

    Weltentraeumerin

    08. February 2017 um 21:11

    Zwischen den Buchdeckeln verbirgt sich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit einer originellen Idee: Dornröschen, versetzt in die heutige Zeit. Und obwohl die Liebesgeschichte selbst unglaublich süß und herzerwärmend ist, hat sie auch dunkle Seiten, die Spannung aufbauen. Jarno ist kein Prinz. Seitdem er arbeitslos geworden ist, jagt er dem Traum nach, Fotograf zu werden - bisher erfolglos. Also hält er sich mit einem Job als Pizzalieferant über Wasser, raucht zu viel und lebt in einer Wohnung gemeinsam mit Seval, die mir auf Anhieb sympathisch war. Sie studiert Politikwissenschaft mit dem Traum, die Frauenrechte in dem Land ihrer Großeltern, der Türkei, verbessern. Und auch Klara hat einen Traum: Sie will Lehrerin werden. Dafür fleht sie sogar ihren Verlobten an, die Verlobung weiter geheim zu halten. Doch dann taucht auf einmal eine merkwürdige Frau auf, die sie beobachtet ... Was die Charaktere alle gemeinsam haben, ist, dass sie sehr vielschichtig und lebensecht sind. Jarno, der sein Leben nicht wirklich auf die Reihe kriegt, sich mit seiner Mutter zerstritten hat und dem seine Geschwister am Herzen liegen. Dadurch, dass Fotografie sein Lebenszentrum ist, spielt sie auch in der Geschichte eine wesentliche Rolle. Und so kommen trotz seiner leicht rauen Gewohnheiten auch seine weichen Seiten zum Vorschein, die ihn liebenswert machen. Aber das gilt auch für die Nebencharaktere, wie Jarnos besten Freund Ben, der zwar nach außen hin bedrohlich wirken mag, aber im Inneren loyal und irgendwie fast niedlich ist. Und auch Klara war mir sehr sympathisch. Sie ist beeindruckt von den Frauenrechtlerinnen und ahmt ihnen insgeheim nach. Als sie in unserer Zeit landet, gelingt es ihr schnell, sich anzupassen, auch wenn ihr einiges befremdlich erscheint. Sie ist relativ selbstbewusst, weiß sich zu behaupten und handelt entschlossen. Der Erzählstil ist ebenfalls sehr ungewöhnlich. Im ersten Teil erzählen abwechselnd Klara und Jaron, die beiden Stränge aus den unterschiedlichen Zeiten werden dadurch verbunden, dass der letzte Satz des vorherigen Abschnittes erst im nächsten Abschnitt aus der Sicht des anderen beendet wird. Allein dafür, dass es der Autorin gelingt, diese Bruchteile immer in einen passenden Kontext zu bringen und ihnen einen teils auch anderen Sinn zu verleihen, hat sie meinen Respekt. In den anderen drei Teilen verzichtet sie dann auf diese Form, stattdessen kommen nun auch kurze Abschnitte aus der Sicht der Antagonistin hinzu, die die Spannung so nochmal erhöhen. Der Schreibstil lässt sich allgemein flüssig lesen. Fazit: Herzerwärmende Liebesgeschichte mit außergewöhnlicher Idee und dunklen Seiten - gelungene Märchenadaption mit vielschichtigen Charakteren!

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  • ein modernes Märchen

    Marmorkuss
    Inge78

    Inge78

    17. January 2017 um 08:03

    Jarno möchte Fotograf werden. Um einen Ausbildungsplatz zu finden ist er ständig auf der Suche nach guten Motiven. In einer alten Villa entdeckt er eine Marmorfigur die ihn fast magisch anzieht.  Nach einem Kuss verschwindet die Statue und Karla taucht auf. Kann es wirklich sein dass sie vor über 100 Jahren durch eine böse Zauberin in Stein verwandelt wurde? Und nicht nur dieses Geheimnis muss Jarno lüften, denn plötzlich sind mehrere dubiosen Gestalten hinter den Beiden her. "Marmoskuss" ist nicht nur eine märchenhafte erzählte Lovestory, sondern auch ein böser Krimi über Gewalt und Verbrechen. Momente voller Poesie und Magie wechseln sich ab mit schnellen rasanten Szenen voller Action. Jarno ist kein Prinz in schillernder Rüstung der sein Dornröschen rettet sondern tappt selber immer wieder in Situationen in denen er nur versuchen kann das Beste zu tun was ihm möglich ist. Er hat Geldprobleme, findet keinen Ausbildungsplatz und lässt sich dann auch noch mit den falschen Leuten ein. Aber er hat ein gutes Herz und ist mir beim Lesen unglaublich ans Herz gewachsen. Das Buch liest sich sehr "rutschig" und macht glücklich, traurig und nachdenklich. Alles erzählt in einem Schreibstil der das Kopfkino immer wieder anspringen lässt und mich mit fiebern lässt bis zum Ende. Das Ende hat mich ernüchtert, dennoch ist es sehr passend und durchdacht. Der Showdown kommt nur fast zu schnell, man mag sich noch nicht lösen von all den lieb gewonnen Charakteren.  Ein paar Seiten mehr hätte ich mir noch gewünscht und die eine oder andere Nebenfigur hätte gerne noch etwas mehr Charakter haben dürfen aber dies ist bei einem Jugendbuch ziemlich normal. Alles in Allem eine klare Kaufempfehlung für Leser die sich immer noch gerne in Märchen herein träumen , die aber auch der Realität ins Auge sehen können      

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  • Meine Rezension zu Marmorkuss

    Marmorkuss
    Belladonna

    Belladonna

    09. November 2016 um 08:23

    Beschreibung Jarno’s größter Traum ist es eine Ausbildung als Fotograf zu beginnen. Doch die Chancen auf einen solchen Arbeitsplatz sind gering. So schlägt sich Jarno mit verschiedenen Jobs durch’s Leben und hofft, durch den Gewinn eines Fotowettbewerbs, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu ergattern. Auf der Suche nach dem perfekten Motiv, findet Jarno in einer alten, verfallenen und mit Rosen überwucherten Villa, eine wunderschöne Marmorfigur. Beim fotografieren des Marmormädchens verliebt er sich sogar etwas in die geheimnisvolle Schönheit, denn die Figur scheint nicht kalt wie Stein zu sein, sondern sie hat etwas äußerst lebendiges an sich. Als er die Schönheit aus weißem Marmor küsst, geschieht das Unmögliche – die Figur erwacht zum Leben. Meine Meinung In dem Jugendroman „Marmorkuss“ erzählt Jennifer Benkau eine „moderne“ Märchengeschichte à la Dornröschen. Die beiden Hauptprotagonisten Jarno und Klara sind in vollkommen unterschiedlichen Jahrhunderten zu Hause. Während man den beiden Erzählsträngen (Jarnos Sichtweise/Klaras Sichtweise) folgt, erfährt man einiges über ihre unterschiedliche Leben und ihre Probleme. Während Jarno händeringend versucht als Fotograf Fuß zu fassen, und sich mit diversen Jobs über Wasser hält, will Klara ihr Studium zur Lehrerin zu Ende bringen, und trotz des Lehrerinenzölibats ihren geheimen Verlobten zum Mann nehmen. Doch durch einen Zauber erwacht Klara erst über hundert Jahe später in einer einsamen Villa und begegnet Jarno. Wie im Märchen verlieben die Beiden sich ineinander, nur im Gegensatz zu einem klassischen Märchen, geht die Geschichte nun erst richtig los! Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Benkau gelesen, und war immer sehr begeistert von ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil. Leider muss ich sagen, dass mich „Marmorkuss“ etwas enttäuscht hat – der Schreibstil ist zwar auch hier schön flüssig, doch ich wurde mit den Charaktere einfach nicht so recht warm. Außerdem kommt noch hinzu, dass die Spannung während des Handlungsverlaufs immer wieder abflaute. Sehr interessant fand ich die diversen Perspektiven aus Vergangenheit und Gegenwart. Gerne hätte ich darüber noch mehr gelesen und mich von der Magie verzaubern lassen. Leider sprang der Funke, trotz der tollen Grundstory, in dieser Märchenadaption nicht über. Ich vergebe 3,5 von 5 Grinsekatzen. Über den Autor Jennifer Benkau wurde im April 1980 in Solingen geboren. Sie liebt Spatziergänge im Dunkeln, Fahrradtourn im Sommer und natürlich ihre Familie inklusive Katzen. Außerdem könnte sich Jennifer Benkau ein Leben ohne Bücher (das Schreiben) und Musik gar nicht mehr vorstellen. 2010 erschien ihr Debütroman >>Nybbas Träume<< im Sieben Verlag. Fazit Ein modernes Dornröschen Märchen, dass die Magie der Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.----------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.11.2016

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  • Buchverlosung zu "Marmorkuss" von Jennifer Benkau

    Marmorkuss
    merle88

    merle88

    15. June 2016 um 17:39

    Hallo ihr Lieben,

    ich verlose das Buch "Marmorkuss" auf meinem Blog.
    http://hoernchensbuechernest.blogspot.de/2016/06/gewinnspiel-es-ist-mal-wieder-zeit.html

    Schaut doch mal vorbei :-)

    Liebe Grüße
    Sandra von Hörnchens Büchernest

    • 3
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Marmorkuss von Jennifer Benkau

    Marmorkuss
    Nefertari35

    Nefertari35

    27. October 2015 um 20:41

    Kurze Inhaltsangabe: Jarno ein guter, aber leider recht erfolgloser Fotograf, kämpft sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Auf der Suche nach DEM Foto für einen Wettbewerb, der ihm einen Ausbildungsplatz sichern würde, findet er in einer verlassenen Villa, eine zauberhafte Statue, die ihn auf merkwürdige Art und Weise anzieht. Durch einen Kuss erweckt er Klara, die aus dem letzten Jahrhundert stammt und der das Böse auf den Fersen ist. Die beiden so unterschiedlichen Menschen verlieben sich und versuchen dem Bösen zu trotzen. Ob es ihnen gelingen wird? Schreibstil, Protagonisten, Sonstiges: Jennifer Benkau schreibt hier sehr flüssig, die Geschichte läßt sich leicht lesen, auch wenn sie zwischendurch etwas wirr erscheint. Leider zieht sich der Spannungsbogen nicht kontinuierlich durch die Story, sondern bricht immer wieder mal ab, so das das Geschehen nur noch dahinplätschert. Diese Märchenadaption ist auf moderne Art schön erzählt, aber es fehlt das magische, das zauberhafte. Es wird zwar zwischdurch immer wieder mal erwähnt, ist aber eher ein Stiefkind und wirkt nicht im Vordergrund. Das ist sehr schade, da so einfach das Prickeln der Magie nicht aufkommt. Die Protagonisten sind außergewöhnlich erzählt und sehr detailliert beschrieben, was sie sehr authentisch erscheinen läßt. Auch die Dialoge sind gut und voller Tiefe und auch Emotionen. Das Cover ist wirklich sehr schön gestaltet und erinnert an das Märchen "Dornröschen". Eigene Meinung: Ich muß ehrlich sagen, das ich schon bessere Bücher von Jennifer Benkau gelesen habe, da ich aber Märchenadaptionen liebe, mußte ich es lesen. Meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt, aber die Geschichte läßt sich trotz der Wirrungen recht leicht und locker lesen und ist für ein modernes Märchen schön erzählt. Mir persönlich hat einfach die Magie gefehlt. Immer wieder werden magische Gegenstände erwähnt oder das die Magie wieder erwacht wäre, aber präsent ist sie nicht. Das ist sehr schade, da dem Buch so einfach das gewisse Etwas gefehlt hat. Ich gebe drei Sterne.

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  • Eine besondere Geschichte um ein besonderes Märchen

    Marmorkuss
    merle88

    merle88

    31. August 2015 um 17:08

    Inhalt: Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach – und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt. Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet – der geheimnisvollen Figur aus weißem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat. Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz – im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ... Meine Meinung: Jarnos Leidenschaft und sein Hobby ist die Fotografie. Er möchte unbedingt richtiges Geld mit seinen Fotos verdienen und sein Hobby zum Beruf machen, was in seiner Heimatstadt allerdings äußerst schwierig ist. Daher versucht er über einen Fotowettbewerb an eine Ausbildungsstelle als Fotograf zu kommen. Auf der Jagd nach dem perfekten Foto gerät er in eine alte Villa, in der die wunderschöne Statur einer Frau steht. Durch eine Fügung des Schicksals kommt es dazu, dass er sie küsst. Mehr als erstaunt ist Jarno darüber, als plötzlich die Statur nicht mehr da ist und vor ihm eine geheimnisvolle Frau steht. Klara lebt im 19. Jahrhundert und ihr großer Wunsch ist es Lehrerin zu werden. Zu diesem Zeitalter ist dies durchaus möglich, allerdings darf sie dann nicht ihren Verlobten Johan heiraten. Klara fühlt sich zwischen zwei Wünschen hin und hergerissen. Eines Tages jedoch taucht eine Unbekannte auf, die mit aller Macht versucht Klaras Leben und ihre Liebe zu Johan zu zerstören. Ich hatte ein wenig Angst vor dem Buch, da ich eine total dominante Liebesgeschichte erwartet habe. Von daher war ich überrascht und richtig erfreut darüber, dass die Autorin sich viel Zeit bei der Erzählung von sowohl Jarnos wie auch Klaras Geschichte nimmt. Die beiden stoßen erst gut bei der Hälfte des Buches aufeinander. Von daher hat man als Leser viel Zeit jeden für sich kennenzulernen. Man wird gefühlvoll und langsam in die jeweiligen Leben hineinversetzt. Auch nach dem ersten Aufeinandertreffen von Jarno und Klara geht die Geschichte ruhig weiter. Bei der Entstehung der Beziehung der beiden nimmt sich die Autorin ebenfalls viel Zeit und es wird nichts überhastet. Ich mochte diese langsamen Annäherungsversuche sehr. Die Perspektivwechsel zwischen Jarno und Klara erlauben es dem Leser in die Gedankenwelt der beiden einzutauchen. Ab und an erleben wir die Geschichte auch aus der Sicht der Hexe Elise. Die Klaras altes Leben so gehörig auf den Kopf gestellt hat. Ich für meinen Teil bin sehr viel lieber in Klaras als in Jarnos Geschichte eingetaucht. Jarnos Jagd nach dem perfekten Foto war für mich teilweise eher langweilig, auch wenn versucht wird die Geschichte dadurch aufzupeppen, dass Jarno in kriminelle Machenschaften hineingezogen wird. Klaras Geschichte hingegen war schon alleine aufgrund der Zeit zu der sie gelebt hat furchtbar spannend. Nachdem Klara nach ihrem 111-jährigen Schlaf erwacht steht ihre Welt Kopf. Es ist interessant mitzuverfolgen wie die Eindrücke der neuen Welt auf sie wirken. Vieles ist total unwirklich für Klara. Förmlich erschlagen von all diesen Eindrücken kommt es dann natürlich zu ein paar witzigen Situationen oder Dialogen. Was mich bei diesem Buch überzeugen konnte ist, dass beide Handlungsstränge am Ende nahtlos ineinander überlaufen und in einem packenden Finale enden. Das Ende an sich passt wunderbar zum Rest der Geschichte und hat mich zufrieden zurückgelassen. Fazit: Jennifer Benkau hat hier eine außergewöhnliche und besondere Märchenadaption geschaffen, der man auf den ersten Blick nicht unbedingt ansieht, dass es sich um eine handelt. Der Leser wird langsam und mit einem genialen Schreibstil in die Welt von Jarno und Klara eingeführt. Einzig die etwas fehlende Spannung und Jarnos Geschichte (die mich nicht ganz überzeugen konnte) haben meinen Lesespaß ein wenig getrübt. Von mir bekommt „Marmorkuss“ gute 4 von 5 Hörnchen.

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  • Tolle Erzählung des "after the Happy End"

    Marmorkuss
    thousandlifes

    thousandlifes

    20. April 2015 um 20:07

    Nach Dark Canopy habe ich mal ein neues und auch ein etwas anderes Buch von Jennifer Benkau gelesen und ich muss schon sagen: Auch hier konnte sie mich überzeugen. Mamorkuss entscheidet sich ganz klar von Dark Canopy allein schon vom Genre. Hierbei handelt es sich um einen Roman der mal eine etwas andere Art von Märchen erzählt. Der Schreibstil ist unglaublich leicht und flüssig und gespickt mit Humor. Man kann das Buch wirklich sehr schnell lesen dadurch und es ist sehr angenehm. Es passt einfach. Manche Sätze waren wirklich "Perfekte Sätze". Das fand ich sehr toll, wenn man diese liest und denkt" Dieser Satz ist perfekt". Die Handlung ist wirklich interessant und es gab wirklich einige Wendungen, besonders am Schluss, die mich total überrascht haben. Der erste Teil war wirklich individuell gehalten. Es wird abwechselnd aus Jarno´s und Klara´s Sicht erzählt. Das Besondere war, dass am Ende eines Abschnittes der letzte Satz mit "..." endete und dann im neuem Abschnitt, sprich beim Sichtwechsel, beendet wurde. Das habe ich zuvor noch nie in einem Buch gehabt und es hat dem Lesen ein ganz eigenes Gefühl gegeben. Ich fand das super toll und habe mich immer gefreut die Sätze zu lesen. Im zweiten Teil hört das auf, aber das passt auch super. Beide Charaktere haben mir sehr gefallen. Jarno ist ein ganz lieber, aber wirklich vom Pech verfolgt und Klara ist so süß und wie sie mit allem umgeht und lernt ist so toll beschrieben! Das Einzige was mir nicht aanz so gefallen hat war das Ende. Es war irgendwie viel zu schnell abgehandelt. Zwar spannend und alles, aber man hätte ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können. Alles in allem war es ein schön zu lesender, interessanter und wirklich märchenhafter Roman.

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  • Was wäre, wenn…

    Marmorkuss
    LucyAnn

    LucyAnn

    20. April 2015 um 19:57

    … man plötzlich 111 Jahre verschläft und in einer völlig fremden Zeit aufwacht? Darum geht es in diesem Buch, einem modernen Dornröschenmärchen unserer Zeit. Ich muss allerdings zugeben, dass ich anfangs lange nicht Fuß fassen konnte in diesem Buch. Anfangs ist die beschriebene Stimmung dunkel, düster, hoffnungslos – und das meiner Meinung nach viel zu lange. Ich hätte wirklich beinahe das Buch aus der Hand gelegt, und das wäre dann doch schade gewesen. Denn nach und nach kommt eine Geschichte zum Vorschein, die doch amüsant ist, denn wenn jemand vor über 100 Jahren gelebt hat und nicht weiß, wo der Eingang zu diesem „Internet“ ist oder was ein Handy ist, dann entstehen lustige Situationen. Grundsätzlich sagte mir der Schreibstil nicht sehr zu (manche nennen ihn künstlerisch – das war wohl nicht so mein Ding), und auch die Charaktere fand ich unausgereift. Zwar war der Versuch, die Entwicklung von Jarno zu zeigen, sichtbar, aber er wurde mir anfangs doch als zu dumm dargestellt. Ich möchte nichts verraten, aber in einigen Situationen dachte ich wirklich nur: „So doof kann keiner sein“; oder „Halt einfach die Klappe, Kerl!“ Klara war ganz nett gezeichnet, aber ich kam nicht wirklich an sie heran. Sie wird streckenweise nur definiert durch ihre Angst vor der „Hexe“, der Antagonistin des Buches. Allerdings gefielen mir am Ende die beiden Protagonisten wesentlich besser als anfangs. Jarno ist kein leuchtender Prinz, sondern ein ganz normaler junger Mann mit Problemen und Zukunftsängsten, und doch hat er (zumindest am Ende) Charakterstärke und Persönlichkeit. Und Klara ist eine mutige junge Frau, wie sie es auch schon 100 Jahre zuvor war, und strebt mit aller Kraft danach, ihre beruflichen Wünsche umzusetzen. Ach ja, was mich stilistisch einfach nur GENERVT hat, waren am Anfang die Verbindungen zwischen den beiden Erzählperspektiven (Jarno und Klara) – ein halber Satz beendet die eine Perspektive und geht beim anderen Protagonisten weiter. Eigentlich eine ganz nette Idee, aber die halben Sätze ergeben kaum Sinn und stören einfach nur!!! Dieses Buch ist, auch wenn es vielleicht nicht jedermanns (-fraus) Geschmack trifft, dennoch mal was ganz Anderes, und am Ende war ich froh, es gelesen zu haben.

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  • Ein modernes, realistisches "Dornröschen" - anders, aber genial!

    Marmorkuss
    leselurch

    leselurch

    06. April 2015 um 10:19

    *Worum geht's?* Jarnos größter Traum ist es, Fotograf zu werden. Bisher sind seine Fotos allerdings nichts als eine brotlose Kunst. Um das zu ändern und aus seiner Leidenschaft endlich einen Beruf zu machen, möchte er an einem Wettbewerb teilnehmen, bei dem Jarno einen Ausbildungsplatz als Fotograf gewinnen kann. Das Thema: Sehnsucht nach Wärme. In einer alten, verkommenen Villa findet Jarno das perfekte Motiv: ein wunderschönes Marmormädchen, in das er sich beinahe ein bisschen verliebt. Als es durch einen kleinen Unfall zu einem Kuss zwischen den beiden kommt, geschieht jedoch das Unfassbare. Das Marmormädchen ist verschwunden. Stattdessen taucht eine junge Frau auf, lebendig und aus Fleisch und Blut, die der Statue zum Verwechseln ähnlich sieht. Ihr Name ist Klara. Wie Jarno hat sie einen großen Traum. Und sie hat 111 Jahre geschlafen. *Meine Meinung:* Mit Märchenadaptionen kriegt man mich immer – und wenn sie dann sogar noch von einer so talentierten Autorin wie Jennifer Benkau geschrieben wurde, dann muss die Geschichte einfach großartig sein! In „Marmorkuss“ nimmt sich die deutsche Autorin dem Märchen von „Dornröschen“ an und versetzt es in die heutige Zeit. Im Jahre 2014 findet das Geschehen statt, in welchem der rastlose Jarno auf der Suche nach dem perfekten Foto ein wunderschönes Marmormädchen findet, hinter dem natürlich viel mehr als eine kalte Statue steckt. Jennifer Benkau hat sich aus dem klassischen „Dornröschen“ nur wenige, wenn auch prägnante Elemente für ihre Geschichte übernommen und eine Adaption geschrieben, die mit einer Prise Magie und viel Authentizität begeistert. Jennifer Benkau spielt in „Marmorkuss“ mit ganz unterschiedlichen Perspektiven. Sie switcht nicht einfach bloß zwischen ihren Protagonisten Jarno und Klara hin und her, sondern tut dies auf eine ganz besondere Art und Weise, die mir so tatsächlich noch nie begegnet ist: Im ersten Teil der Geschichte, in dem Jarno im Jetzt und Klara in der Vergangenheit vorgestellt werden, beendet die Autorin Szenen des einen Charakters mit offenen Satzanfängen, die der jeweils andere zu Beginn seines Auftritts daraufhin zu Ende führt. Auf diese Weise werden Jarnos und Klaras Geschichten miteinander verknüpft, obwohl sie beide noch in ganz unterschiedlichen Zeiten stecken. Eine geniale Idee, die von Anfang an eine fesselnde Atmosphäre erzeugt! Mit dem zweiten Abschnitt des Romans fällt dieser geschickte Satz- und Szenenwechsel zwar leider aus der Geschichte, aber Jennifer Benkau wäre nicht die geniale Autorin, die sie ist, wenn dies ein erhebliches Loch in die Atmosphäre der Geschichte reißen würde. Mit ihrem großartigen und einzigartigen Schreibstil schafft es die Autorin immer wieder, mich voll und ganz in ihre Geschichten abtauchen und von den verstrickten Handlungssträngen mitreißen zu lassen. „Marmorkuss“ bildet da keine Ausnahme. Auch diesmal habe ich mit wachsender Begeisterung an den Seiten geklebt und mich von der romantisch-realistischen Geschichte verzaubern lassen. Dabei ist „Marmorkuss“ doch irgendwie anders als Benkaus andere Romane. Hier geht es wesentlich ruhiger zu. Trotz der prekären und kriminellen Themen ist die Geschichte von Jarno und Klara sehr zaghaft, beinahe still. Ein etwas anderer Stil, als man ihn von der Autorin gewöhnt ist, für mich aber ein weiterer Beweis für Jennifer Benkaus Talent! Jarno, der erfolglose, wenn auch begabte Fotograf, ist der männliche Hauptcharakter des Romans. Er hat das Herz am rechten Fleck, aber leider kein Geld, was ihn so manches Mal in schwierige Situationen bringt – und ihn später sogar in gefährliche Machenschaften verwickelt. Er steht im ständigen Konflikt, das Richtige tun zu wollen, aber auch das nötige Kleingeld zu verdienen, um am Monatsende seine Miete zahlen zu können. Seine Leidenschaft, das Fotografieren, ist für Jarno leider eine brotlose Kunst, macht ihn dafür aber zu einem wirklich interessanten Charakter. Mit seinen Ecken und Kanten und seiner Rolle als „etwas anderer Märchenprinz“ hat sich Jarno schnell den Platz als mein persönliches Highlight an „Marmorkuss“ geschnappt. Klara dagegen, das Dornröschen aus der Vergangenheit, weiß ganz genau, was sie will. Schon für das 19. Jahrhundert, aus dem sie stammt, war sie eine sehr toughe und mutige junge Frau, die sich für ihre Träume einsetzte. Der große Zeitsprung in das Jahr 2014 hat Klara verständlicherweise wieder etwas unsicherer und zurückhaltender werden lassen, aber auch hier ist sie im Großen und Ganzen eine starke und interessante Persönlichkeit. Sie auf ihren Entdeckungstouren durch die neue Zeit zu begleiten ist äußerst amüsant und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht! Ihr Verhalten, ihre Art zu sprechen, ihre Fragen – Klara ist einfach herrlich! So stark die beiden Protagonisten von „Marmorkuss“ sind, so schwach sind allerdings die Nebencharaktere. Bis auf Jarnos Mitbewohnerin Seval gibt es eigentlich kaum eine Figur, die man näher kennenlernen darf. Sei es Jarnos Familie, die mit einigen Problemen zu kämpfen hat, sein bester Freund Ben oder auch die böse Hexe Elise. Vor allem von letzterer habe ich mir doch viel mehr erwartet. Als Antagonistin der Geschichte, als magische Gegenspielerin, hätte ich sie gerne häufiger in Erscheinung treten sehen. Sie ist als Charakter zwar nicht blass – man erfährt sehr wohl, welche Absichten sie verfolgt, welcher Typ Mensch sie ist -, aber recht eintönig und zu „typisch Hexe“. Hier hätte Jennifer Benkau sicherlich noch ein wenig mehr herausholen können. *Fazit:* Großartig und genial, wie man es von einem Benkau-Roman erwartet, und doch ganz anders: Mit ihrem neuen Einzelband „Marmorkuss“ hat Jennifer Benkau eine zauberhafte Geschichte geschrieben, in dem sie das klassische „Dornröschen“-Märchen auf moderne und realistische Weise in die heutige Zeit versetzt. Zusammen mit dem erfolglosen Jarno, der so gar nicht dem typischen Prinzen-Klischee entspricht, und dem starken „Dornröschen“ Klara erlebt man ein eigenwilliges Abenteuer voller ruhiger und romantischer Momente in einer gefährlichen Welt. Denn während Jarno tiefer in kriminelle Machenschaften verwickelt ist, als es ihm lieb ist, muss sich auch Klara Gefahren aus ihrer Vergangenheit stellen. „Marmorkuss“ ist stiller als Jennifer Benkaus andere Romane, aber für Fans von Benkaus einzigartigem Stil dennoch ein Muss! Für „Marmorkuss“ von Jennifer Benkau vergebe ich 4 Lurche.

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  • eine moderne Dornröschen-Adaption, einer Zeitreisegeschichte und vor allem hohe Schreibunst

    Marmorkuss
    -Favola-

    -Favola-

    02. April 2015 um 13:29

    Märchenadaptionen sind ja schwer in Mode, doch Jennifer Benkaus modernes Dornröschen hebt sich definitiv von der breiten Masse ab. Ich muss jedoch zugeben, dass sie es mir nicht ganz einfach gemacht hat, in "Marmorkuss" Tritt zu fassen, denn es ist eine recht komplexe Märchenadaption. Die Geschichte enthält zwei Handlungsstränge. Im Jetzt begleiten wir Jarno (Präteritum & personaler Erzählstil), der mit seiner Canon auf der Jagd nach dem perfekten Foto ist, damit er eine Ausbildung zum Fotografen machen kann. In der Vergangenheit erleben wir Klaras Geschichte (Präsens und ich-Perspektive), die sich für Frauenrechte einsetzt, die Ausbildung zur Lehrerin absolviert und gerne Hosen tragen würde. Die einzelnen Abschnitte in den verschiedenen Zeiten sind meistens sehr kurz, was es mir anfangs erschwerte, richtig reinzukommen. Die Übergänge zwischen den Handlungssträngen sind jedoch richtig gut gemacht. Ein Satz, der zu beiden passt, wird wie als Brücke genutzt. Da merkt man wieder, dass die Autorin einfach ihr Handwerk versteht, tolle Ideen und einen brillanten Schreibstil auszuweisen hat. Doch "Marmorkuss" ist weit mehr als 'nur' eine Märchenadaption. Jennifer Benkau arbeitet hier nicht nur die Grundidee der Gebrüder Grimm auf, nein, sie bietet dem Leser zudem auch noch eine Art von Zeitreisegeschichte. Wenn man Klaras Passagen liest, wird einem schnell klar, dass sie in einer früheren Zeit lebt, denn die Regeln der Gesellschaft und auch ihr Erzählstil sind sehr 'altmodisch' und zeigen einen tollen Gegensatz zu Jarnos Sequenzen auf. Durch Klara lernen wir einiges aus der Zeit vor 111 Jahren und vor allem muss die Protagonistin erleben, wie viel sich in dieser Zeit alles verändert hat, was ab und zu sehr amüsant ist. Jarno hat sich selber so im Sumpf der bösen Machenschaften verstrickt, dass er unmöglich der Märchenprinz sein kann. Oder brauchen Prinzen heute keine schimmernde Rüstung und keinen Schimmel mehr? "Marmorkuss" ist definitiv eine sehr realistische Märchenadaption, das uns aber nicht dieses typische schwarz-weiss aufzeigt, sondern sehr viele Graunuancen. Und trotzdem bringt die Autorin gekonnt einig klassische Märchenelemente unter, die Farbe und Magie ins Spiel bringen. Im zweiten Teil werden die Fäden langsam zusammengezogen und wir durchleben mit Klara und Jarno einen eher ruhigen Abschnitt, bevor die Autorin nochmals aufs Gas tritt und einen astreinen Zielspurt hinlegt. Ob uns Jennifer Benkau bei einem 'Märchen' ein Happy End gönnt? Das wird hier nicht verraten. Fazit: Wer einen Ritter in schimmernder Rüstung und auf einem Schimmel sucht ist bei Jennifer Benkau an der falschen Adresse. Doch wenn man erst einige Dornenranken durchbrochen hat, gibt "Marmorkuss" einem vieles: eine moderne Dornröschen-Adaption mit klassischen Märchenelementen, einer Zeitreisegeschichte mit viel Atmosphäre und einem Schuss Romantik und vor allem hohe Schreibkunst.

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  • Sehnsucht nach Wärme

    Marmorkuss
    myAvalon

    myAvalon

    13. February 2015 um 17:21

    Inhalt Jarno, ein Träumer und Fotograf ohne Kamera, hat sich verliebt. Doch nicht in ein Mädchen, oder zumindest kein echtes, sondern in eine Statue einer jungen Frau. Tag für Tag zieht es ihn in die verlassene Villa, nur um die stumme Schönheit stundenlang zu betrachten. Und eines Nachts geschieht es: Nach einem verwirrenden Unfall, einem keuschen Kuss, viel Blut und einer bewusstlosen Nacht in dem verwitterten Haus ist die Figur aus Marmor weg! Doch plötzlich steht Klara vor ihm, Klara, die wie die Statue aussieht. Jarno wird in eine neue Welt der Zauberei und Liebe gerissen und ist bald zwischen den Zeiten verloren. Meine Meinung Schau dir das Cover an und lies dir den Klappentext durch. Was ist dein erster Eindruck? Klischee! Romanze! Kitsch! All diese Gedanken schrien mich geradezu an, als mir das Buch in die Hand gedrückt wurde. Aber ich wollte nicht kleinlich sein und fing an zu lesen. Die erste vier Wort sagen schon alles: "Pisseflecken an der Betongwand" ... Vielleicht nicht ganz so romantisch und märchenhaft wie ich gedacht hatte? "Marmorkuss" ist eigentlich ein Fantasyroman, immerhin wird eine Statue wach geküsst. Jedoch sind die Herausforderungen alles andere als magisch. Jarno ist nicht der typische Märchenprinz, sondern ein Underdog, der auf der schwarzen Liste des organisiertem Verbrechen steht und Geldprobleme hat. Die frisch erwachte Klara wird in seine Welt hinein gezogen und erst ganz am Schluss kommt die Magie wieder ins Spiel. Das Besondere an dem Buch ist die unverblümte Sichtweise auf unseren Alltag und unterscheidet sich so deutlich von seinen Genre-Kollegen. Der Held sprintet nicht von Abenteuer zu Abenteuer und ist trotz der großen Ungerechtigkeit in seinem Leben noch so übermenschlich selbstlos (...für den Leser. Er selbst sieht sich immer im schlechteren Licht...) Nein! Hier darf die Hauptperson auch mal müde sein, sich nach einem Essen sehen oder ein Handy vermissen. Banalitäten, ja! Aber doch sehr aktuell und ansprechend. Fazit Die Geschichte ist super für zwischendurch und hat einiges zu bieten. Humor, Romanze und ein Hauch von Spannung führen zu einem gelungenen Werk, welches daran erinnert, dass auch die deutsche Jugendbuchliteratur was zu bieten hat.

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  • Dornröschen mal anders!

    Marmorkuss
    Caro_Re

    Caro_Re

    10. February 2015 um 17:42

    Erster Satz: "Pisseflecken an grauer Betonwand." Meine Rezension: Märchenadaptionen klingen für mich immer sehr vielversprechend. Und dieses Buch hält eine neue Idee rund um das Märchen Dornröschen bereit. Jarno hat eine schwierige Kindheit hinter sich, aufgewachsen ist er mit seinen vier Geschwistern bei seinen Eltern, die aber mit der Erziehung das ein oder andere Mal überfordert waren. Nach seinem Schulabschluss ist er ausgezogen und lebt jetzt mit seiner besten Freundin in einer WG. Da er noch keinen Ausbildungsplatz für seinen Traumberuf  - Fotograph - bekommen hat, hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, doch jeden Monat ist er knapp bei Kasse. Als er auf einem seiner Streifzüge durch die Stadt für ein neues Fotoportrait in einem leerstehenden Haus eine Statue aus Marmor entdeckt, fühlt er sich wie magisch von ihr angezogen. Jeden Tag geht er zu ihr, bis auf einmal die Statue verschwindet und eine junge Frau vor ihm steht, die überhaupt keinen blassen Schimmer von der heutigen Welt hat. Klara lebte im frühen 19. Jahrhundert, ihr Traum war es, Lehrerin zu werden. Sie war für ihre Zeit eine sehr aufgeweckte und starke junge Frau, die alles daran setzte, um das zu erreichen, was sie wollte. Bis sie in Schwierigkeiten geraten ist und in die Fänge von der Zauberin Elise geraten ist. Und dann wacht sie wieder auf und alles ist ihr fremd. Ganz langsam fasst sie Vertrauen in Jarno und lässt sich von ihr die für sie neue Welt erklären. Die Idee hinter der Geschichte, ein Märchen so umzuschreiben, hat etwas Interessantes an sich. Zunächst bekommt man Einblicke in die Welten der Protagonisten. Jarno lebt in einer heruntergekommen Kleinstadt in Deutschland. Klara lebt in derselben Stadt, nur 111 Jahre früher, wo die Stadt noch blendend aussah. Protagonist Jarno und Protagonistin Klara werden gut beschrieben und viel Charaker eingehaucht, sodass man sie bildlich vor sich hat. Dafür werden die Nebencharaktere wie die Zauberin Elise und Jarnos Freunde und Familie nur ziemlich oberflächlich beschrieben, was dem Buch zwar keinen Abriss tut, aber dennoch Fragen offen lassen. So wie das Buch im ersten Teil geschrieben ist, ist es etwas Besonderes, denn jeder Perspektivwechsel endet mit einem offenen Halbsatz und beginnt bei dem jeweiligen Protagonisten ebenfalls mit einem Halbsatz. Diese Art zu schreiben habe ich zuvor noch nie gesehen und es hat mir sehr gut gefallen! Sobald Jarno und Klara aufeinander treffen, wird es "normal" weitergeschrieben. Durchgehend ist das Buch aus der Er-/Sie-Perspektive von Jarno und Klara geschrieben, so wird die Geschichte gut aus beiden Perspektiven beleuchtet. Fazit: Wer eine etwas andere Geschichte lesen möchte, die im entfernesten an ein Märchen angelehnt ist, kann gerne zu "Marmorkuss" greifen. Jennifer Benkau schreibt die Geschichte um Dornröschen völlig neu.

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  • Märchenhaft realistisch.

    Marmorkuss
    Liss

    Liss

    08. February 2015 um 19:15

    Viele zeigen vielleicht mit dem Finger auf mich, weil Marmorkuss mein erster Roman von Jennifer Benkau ist ... und ich kann nicht rechtfertigen, warum das so ist. Frau Benkau hat eine ganz eigene, schöne Art zu schreiben und Dinge auszudrücken. Es ist aber schwer diesen Schreibstil zu beschreiben. Ich finde ihn klar und sehr künstlerisch. Es hat einfach Spaß gemacht jede Zeile einzeln zu lesen, weshalb ich am Anfang seeehr langsam gelesen habe. Nach einigen 100 Seiten hatte ich es dann verinnerlicht und rutschte von Zeile zu Zeile. Zum Inhalt kann man sagen, dass der Anfang etwas schleppend ist. Es folgt eine laaange ausführliche Einleitung und Darstellung der beiden Protagonisten. Jarno ist ein frecher, vielleicht etwas heruntergekommener, aber im Herzen sehr lieber Junge, der versucht sich in der Welt irgendwo zu platzieren. Ich glaube er hat sich noch nicht wirklich gefunden und weiß noch nicht viel mit seinem Leben anzufangen. Das machte ihn aber nicht weniger sympathisch, wenn man bedenkt, dass die heutige Jugend mit 25 noch nicht auf eigenen Händen stehen kann. Klara hingegen hat eine ganz genaue Vorstellung von ihrer Zukunft. Sie ist klug und ein unheimlich sanftes Mädchen. Allerdings vom letzten Jahrhundert! Als Jarno sie dann ENDLICH wachküsst, ist auch schon die Hälfte des Buches rum. Mano. Aber ab da geht es wirklich spannend und gefühlvoll bis zum Ende weiter. Ich hatte mich, seit ich die erste Seite aufgeschlagen hatte, darauf gefreut zu sehen, wie Klara mit dem neuen Jahrhundert klar kommt bzw. nicht klar kommt. Das war manchmal wirklich lustig. ;) Etwas ungünstig für den Leser fand ich die Zwischensequenz nach dem Wachküssen, ohne die man als Leser viel mehr hätte mitfiebern und überlegen können ob besagte Person noch lebt oder nicht. Ansonsten war das Ende vielleicht ein gaaaanz kleines bisschen vorhersehbar, aber irgendwie auch nicht. Man denkt es sich, kriegt es aber nie wirklich in seinem Kopf bestätigt. Deswegen: schönes Ende! Fazit Marmorkuss ist ein Roman, der zwar etwas schleppend beginnt, dann aber richtig an Fahrt aufnimmt und Märchenherzen höher schlagen lässt. Jarno ist (k)ein Prinz, der die kleine Klara an die Hand nimmt und ihr die große Welt zeigt. Ein schönes Buch! 4/5 Punkte.

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