Cover des Buches Everything We Had (ISBN: 9783864931611)AveryMorganstens avatar
Rezension zu Everything We Had von Jennifer Bright

Trotz fantastischem Einstiegs ein ausgelutschter Plottwist

von AveryMorgansten vor 5 Monaten

Review

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AveryMorganstenvor 5 Monaten

„Everything We Had“

„Ich hasse diese Unsicherheit, das beklemmende Gefühl in meiner Brust, das mir vermittelt, ich sei in Gefahr. Noch vor einem Jahr gab es kaum etwas, wovor ich Angst hatte. Doch da war ich auch noch die furchtlose Kate, die naiv mit offenen Armen durchs Leben gelaufen ist.“


Klappentext

Offen, optimistisch, lebensfroh – das ist Kate. Bis ein zutiefst traumatisches Erlebnis sie aus der Bahn wirft. Sie bricht das College in London ab und zieht sich zurück. Nur eines hält sie aufrecht: ihr Traum vom eigenen Café. Als sie die Chance bekommt, einen kleinen Laden in London zu mieten, setzt sie alles auf eine Karte. Doch sie hat die Rechnung ohne Aidan gemacht. Der Neffe der Inhaberin möchte das Geschäft in einen Buchladen verwandeln. Um ihren Traum zu verwirklichen, muss Kate mit Aidan zusammenarbeiten. Dabei kommen sie einander gefährlich nahe. Doch Kate kann es sich nicht leisten, dass jemand einen Blick hinter ihre Fassade wirft und entdeckt, dass ihre Seele in Scherben liegt …


Meine Meinung

„Everything We Had“ ist der erste Roman, den ich von der deutschen Autorin Jennifer Bright gelesen habe. Auf Instagram ist sie als die beliebte Buchbloggerin wort_getreu bekannt, wo sie vor allem über New und Young Adults postet. Ihr Debüt als Schriftstellerin feierte sie 2020 mit „The right kind of wrong“, einer Geschichte, in der es um Kates beste Freundin Zoe geht.

Der Folgeband von „Everything We Had“ erscheint am 03.01.2022 unter dem Titel „Everything We Lost“ und handelt von Hope, die ich bereits als Kates Angestellte kennenlernen durfte.


Cover

Ich habe mich in das Cover von „Everything We Had“ verliebt. Ernsthaft, ich habe noch nie ein Cover gesehen, das SO wunder-, wunderschön ist! Das zarte Design mit den Wiesenblumen, die harmonischen, warmen Farben, die Schriftplatzierung – es war Liebe auf den ersten Blick!


Erzählstil

Ebenso gefiel mir Jennifer Brights Art zu schreiben. Sie hat diesen perfekten New-Adult-Erzälstil drauf, in den ich mich schon vor langer Zeit verguckt habe. Ihre Worte haben mich emotional berührt und mir seitenweise den Atem geraubt.

Handlung

Nachdem ich wenige Wochen zuvor den Prolog gelesen habe wusste ich: Ich muss dieses Buch haben! Die Themen, die in „Everything We Had“ behandelt werden sind sehr wichtig, es sind Themen, vor welchen man nicht die Augen verschließen darf. Deshalb finde ich es gut, dass auf den letzten Seiten des Romans auch Hilfestellen angeboten werden.

Nichtsdestotrotz ist die Handlung das, woran ich am meisten auszusetzen habe. Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber es gibt zwei Ideen in dem Roman, die schon so oft verwendet worden sind, dass sie einfach nur noch ausgelutscht sind. Vor allem von einer Buchbloggerin, die sich mit genau diesem Genre beschäftigt, hätte ich mir einen originelleren Plottwist gewünscht. So kam es, dass meine Begeisterung für die Geschichte ziemlich abgeflaut ist. Dass ist wirklich schade, da ich nach dem fabelhaften Einstieg große Erwartungen an „Everything We Had“ hatte.

Charaktere

Die Protagonistin Kate habe ich von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen. Obwohl sie viele Ängste hat, hat sie sich von ihnen nicht ihren größten Traum nehmen lassen – Ein Caffee zu eröffnen. Das und wie sie Aidan immer Konter geboten hat, bewundere ich sehr!

Aidan, der zu Beginn der Story spaßhaft von Zoe als Mr Grumpy betitelt wird, ist im Verlauf der Handlung um einiges weicher geworden. Das hat mir auf der einen Seite sehr gefallen. Auf der anderen jedoch habe ich mich gefragt, ob er noch andere Sätze als „Geht es dir gut?“, „Ist alles in Ordnung?“ oder „Bist du okay?“ in seinem Separat vorrätig hatte. Das hört sich wahrscheinlich etwas fies an, aber manchmal ist mir das dann doch etwas zu viel geworden.

Von den Nebencharakteren hat mir ja Archer, Aidans Bruder, am besten gefallen. Ich liebe seinen Humor ebenso wie seine bunten Haare!

Oh, und nicht zu vergessen: Cookie und Brownie! Aidans Katzen haben meiner Meinung nach allen die Show gestohlen. ;-)

Fazit

Schlussendlich kann ich sagen, dass „Everything We Had“ zwar ein sehr schöner Roman ist, der allerdings so seine Schwächen hat. Mir persönlich war die Handlung einfach zu ausgelutscht – jedoch liegt dies bestimmt auch daran, dass ich bereits wahnsinnig viele New und Young Adults gelesen habe, und die Plottwists da ja oft ähnlich sind.

http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/476449/Product

https://wasliestdu.de/rezension/trotz-fantastischem-einstiegs-ein-ausgelutschter-plottwist

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