Jennifer Brown Bitter Love

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Inhaltsangabe zu „Bitter Love“ von Jennifer Brown

Nie hat Alex so stark für jemanden empfunden wie für Cole. Er ist geheimnisvoll, romantisch und spielt für sie Lieder auf der Gitarre. Alex verbringt jede freie Minute mit ihm – trotzdem scheint Cole sich zurückgesetzt zu fühlen, wenn sie sich ab und zu mit ihren besten Freunden trifft. Und irgendwann lernt Alex den zärtlichen Cole plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen: Er wird ausfallend, verletzend und scheint von unbändigem Zorn getrieben. Allen Warnungen zum Trotz steht Alex zu ihm, doch ihre bedingungslose Liebe führt sie in einen Teufelskreis, den sie allein nicht mehr durchbrechen kann.

Bittere Liebe. Ein Jugendroman, der sich mit einer Misshandlungsbeziehung beschäftigt. Was geht im Kopf, in der Seele vor? Gelungen!

— MissSnorkfraeulein

Ein sehr berührender Roman über die hellen und dunklen Seiten einer jungen Liebe.

— daydreamin

Ein ergreifendes Buch, das ich nur empfehlen kann.

— Dini98

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  • Bittere Wahrheit

    Bitter Love

    daydreamin

    09. May 2016 um 19:35

    Alexandra wohnt mit ihrer kleinen Schwester und ihrem Vater zusammen, während ihre große Schwester schon ausgezogen ist. Ihre Mutter hat sie als Kind bei einem Autounfall verloren, was sie niemals überwunden hat. Noch immer fragt sie sich, warum ihre Mutter damals überhaupt nach Colorado aufgebrochen war und ob sie ihre Familie nicht genug liebte, um zu bleiben. Auch ihr Vater hat diesen Verlust nie überwunden und zu ihren Schwestern hat sie keinen guten Draht. Umso mehr Wert legt sie auf ihre Freundschaft zu Bethany und Zack, die sie seit Kindertagen kennt. Sie haben ihren Verlust mit erlebt, haben ihr geholfen zu trauern und wieder ins Leben zu finden. Gemeinsam planen sie einen Trip nach Colorado sobald sie die Schule beendet haben. Doch dann lernt Alex Cole kennen. Er ist neu an ihrer Schule und sie soll ihm in Literatur Nachhilfe geben. Schnell kommen sich die beiden näher und Cole ist romantisch, liebevoll und zärtlich. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto besitzergreifender wird er. Alex darf kaum noch Zeit mit ihren Freunden verbringen, Cole ist eifersüchtig und wird ausfallend. Nicht nur seine Worte verletzten Alex, sondern bald auch seine Fäuste. Jennifer Browns Jugendromane sind anders, schwierig. Auch Bitter Love ist keine leichtfüßige Liebesgeschichte, sondern spricht ein ganz wichtiges Thema an: Was passiert, wenn der Partner gewalttätig wird? Wenn er sich immer wieder entschuldigt und sich das nächste Mal dann doch nicht unter Kontrolle hat? Was passiert, wenn man ihn dennoch liebt und keine andere Bezugsperson hat? Die Charakter waren wirklich absolut greifbar. Ich habe sowohl mit Alex, als auch mit ihren Freunden gelitten und mich über kurze Momente des Lächelns gefreut. Ich habe ihre Chefin Georgia ins Herz geschlossen, die nicht nur Alex Kollegin, sondern auch Freundin ist. Ich habe selbst ihre etwas abweisende Schwester ins Herz geschlossen. Cole hingegen habe ich richtig gehasst, so wie es von Jennifer Brown wohl beabsichtigt war. Schon bei seinem ersten Erscheinen kam er zwar charismatisch aber nicht wirklich warm rüber. Man merkt sofort, dass eine mysteriöse und weniger schöne Seite an ihm existiert und das nicht nur, weil man den Klappentext gelesen hat. Die Autorin hat es wirklich geschafft lebendige und authentische Charaktere zu erschaffen. Zur Story möchte ich nicht mehr viele Worte verlieren. Es gibt sowohl schöne Momente, als auch absolut schockierende. Besonders gegen Ende hat mich das Buch sehr berührt und mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig und authentisch, aber nicht übertrieben jugendlich. Was für mich sehr wichtig war, war die Tatsache, dass Alex schon relativ früh bemerkt, dass ihr Freund sich nicht normal verhält. Trotzdem hält sie lange dicht und das primär weil sie sich selbst die Schuld gibt. Sie findet sie "habe es verdient" und er hat es ja auch nicht leicht im Leben. Sie hat Angst davor, dass andere Leute sie für dumm und naiv halten, sollten sie die Wahrheit erfahren. Dieses Verhalten hat mich sehr betrübt und Jennifer Brown sendet mit diesem Buch die richtige Message: Niemand, der unter Gewalt leiden muss, hat es verdient oder ist Schuld daran und es ist wirklich wichtig, dass man darüber redet und sich jemandem anvertraut. Das macht das Buch für mich zu einem wahren Juwel unter den Jugendbüchern. Fazit Insgesamt vergebe ich 5 Sterne und empfehle wirklich jedem dieses Buch zu lesen. Die Geschichte fühlt sich erschreckend real an und bietet einen grausigen Alltag in das Leben eines Mädchens, welches ihre erste große Liebe erlebt und dann nach und nach erkennen muss, dass ihr Freund psychologische Hilfe braucht. Ich gebe zu, dass es keine leichte Kost ist und kein Buch, dass man entspannt im Freibad lesen sollte. Doch das Thema ist wichtig und sensibel umgesetzt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Betroffenen und auch Freunden/Verwandten/Bekannten von Betroffenen weiterhelfen kann.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Unbedingt lesen!

    Bitter Love

    Dini98

    04. February 2015 um 14:36

    Inhalt: Alex kann es kaum glauben, als sich ausgerechnet der neue Mitschüler Cole in sie verliebt. Cole, der als Einziger ihre Gedichte versteht, der ihr Lieder auf der Gitarre vorspielt und vor allem der, der sie über alles liebt. Doch lange schwebt Alex nicht auf Wolke 7, denn schon bald lernt sie Coles andere Seite kennen. Den extrem eifersüchtigen, rechthaberischen und gewalttätigen Cole, der ihr Angst macht. Plötzlich findet Alex sich in einer Beziehung wieder, die sie so nie gewollt hat und aus der es auch keinen Ausweg mehr gibt.   Figuren: Alex ist eine Figur, in die ich mich von Anfang an gut hineinversetzen konnte. Wie die Autorin am Ende des Buches auch anmerkt, fällt es meist sehr schwer, Mädchen und Frauen zu verstehen, die sich von ihrem Freund schlagen oder gar verprügeln lassen, aber in diesem Roman, in dem man als Leser alles von Anfang bis zum Ende miterlebt, ist es nachvollziehbar. Wie genau Jennifer Brown das schafft, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, aber ich versuche es mal auf den Punkt zu bringen: Man fühlt mit Alex, man versteht sie und vermutlich würden die meisten in ihrer Situation genauso handeln. Ich habe auch immer wieder versucht, Cole zu verstehen. Habe mir immer wieder seine Familienverhältnisse vor Augen gehalten und nach mehr Gründen gesucht, die sein Verhalten auch nur ansatzweise erklären könnten, aber es war sehr, sehr schwer. Coles Figur ist zwar überzeugend, aber kaum zu durchschauen. Stil und Sprache: Das Buch ist aus Alex‘ Sicht geschrieben und liest sich schön flüssig. Der Schreibstil ist sehr angenehm und so kann man das Buch auch locker innerhalb von 2-3 Tagen lesen. Aber es gibt noch eine Sache, die ich etwas zwiespältig finde: Denn einerseits finde ich es gut, dass die Autorin so schonungslos ehrlich und realitätsnah schreibt, aber andererseits waren einige Szenen (für ein Jugendbuch) schon sehr und etwas zu brutal – zumindest meiner Meinung nach. Handlung: Zugegen, am Anfang habe ich eine Weile gebraucht, um in das Buch richtig reinzukommen. Die ersten paar Seiten und Kapitel ziehen sich etwas, aber sobald Cole und Alex sich erst einmal kennenlernen, wird das Buch so fesselnd, dass man es kaum mehr aus der Hand legen kann. Die Handlung ist auf jeden Fall gut durchdacht und es sind immer wieder diese deutlichen Hochs und Tiefs von Alex und Coles Beziehung zu spüren. Das Ende fand ich sehr gelungen, wenn auch etwas bedrückend. Fazit: Ein Jugendbuch, in dem ein extrem schwieriges Thema behandelt und auf eine einfühlsame Weise umgesetzt wird. Es hat mich erschreckt, aber auch Vieles gelehrt. Nicht nur Jugendlichen zu empfehlen!   Mehr Rezis findet ihr auf meinem Blog: http://NadineMoench.com

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  • Rezension zu "Bitter Love" von Jennifer Brown

    Bitter Love

    safido

    21. December 2012 um 19:32

    Zum Inhalt: Damit hätte Alex nun wirklich nicht gerechnet: Cole, der neue Schüler an ihrer Highschool, erwidert ihr Interesse. Und so werden die beiden schließlich ein Paar – für Alex ist es die erste richtige Beziehung. Doch Cole ist nicht nur gutaussehend, sportlich und spielt Gitarre – er hat noch einiges mehr auf dem Kasten. Aber leider nicht bloß Gutes, wie Alex schon sehr bald feststellen muss. Meine Meinung: Dieses Buch war eine wahre Achterbahn der Gefühle – für Alex und für mich als Leserin. Mit dem einen oder anderen Zwischenstopp ging es erst steil bergauf und dann rasant nach unten. Und das nicht nur in Bezug auf Alex und Cole – ihrem ersten festen Freund, mit dem sie all das erlebt, was sie vorher noch nie mit einem Jungen erlebt hat – im positiven und negativen Sinne. Auch die Beziehung zwischen Alex und ihren besten Freunden Bethany und Zack, die sie schon seit dem Kindesalter kennt, erlebt, je weiter die Beziehung von Alex und Cole fortschreitet, nach und nach mehr Tiefen als Höhen. Alex verzweifelt schier daran, dass sie nicht weiß, was sie tun soll, um es allen recht zu machen. Sie liebt Cole, aber ihre besten Freunde kann und will sie nun mal auch nicht aufgeben. Und als sie dann Coles andere Seite kennenlernt, wird sowieso alles noch viel schwieriger, als es ohnehin schon war. Alex hat mich auf eine Reise quer durch ihr Leben mitgenommen. Dabei drehte sich zwar vieles, aber nicht alles nur um Cole, sondern auch um ihre Familie, ihre besten Freunde und allem, was sie sonst noch zu dem Mädchen werden ließ, dass sie nun mit 17 Jahren ist. Ich habe Alex während des Lesens ins Herz geschlossen und mich mit ihr gefreut, mit ihr geweint und ihren Schmerz gefühlt – körperlich und seelisch. „Er schlüpfte durch die Tür uns schloss sie leise hinter sich – und plötzlich war ich allein. Und da spürte ich den Schmerz mit voller Wucht. Mein Handgelenk. Mein Hüfte. Mein Kopf. Mein Nacken. Doch nichts von alledem schmerzte so sehr wie mein Herz.“ (S. 221) Alle Gefühle, Handlungen und Gedanken sind so authentisch beschrieben, dass ich manchmal das Gefühl hatte, ich würde gerade nicht das Buch einer erwachsenen Autorin lesen, sondern das Tagebuch einer Teenagerin. Für mich ein absoluter Pluspunkt. Die erste richtige Beziehung ist, gerade für Mädchen, meist etwas sehr besonderes. Entweder man hat Glück oder man hat Pech. Oder man hat irgendwie beides, so wie Alex. Auf der einen Seite scheint Cole der perfekt Freund zu sein: liebevoll und romantisch. Auf der anderen Seite ist da aber halt seine andere Seite, hervorgerufen durch seine Eifersucht: der wütende und verletzende Cole. Zugegebenermaßen habe ich mich während des Lesens öfters gefragt, warum Alex all die Dinge mit sich machen lässt, die Cole ihr antut. Doch dann habe ich am Ende des Buches diesen Satz der Autorin gelesen: „Alex hat mir geholfen zu verstehen, dass man, wenn man nicht selbst in einer solchen Situation steckt, überhaupt keine Ahnung hat, wie man damit umgehen würde.“ (Anmerkung der Autorin, S. 402) Nach vielen Gedanken, die mir zu diesem Buch und diesem Thema durch den Kopf gegangen sind und dort auch immer noch umherschwirren, kann ich diese Aussage für mich nur bestätigen. Jennifer Brown hat mich mit diesem Buch vollkommen überzeugt. Es wird mir sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben. bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Bitter Love" von Jennifer Brown

    Bitter Love

    AusZeit-Mag

    17. September 2012 um 14:47

    Inhalt: - Es dauert nicht lange, bis Alex sich in den neuen Jungen an ihrer Schule verliebt. Cole, ein charmanter Typ mit Ausstrahlung und nettem Wesen. Alex ist überglücklich, als die beiden ein Paar werden. Aber warum sind ihre besten Freunde Zack und Bethany so gegen Cole? Alex ist verunsichert. - Doch dann kommt es plötzlich zu einer Veränderung zwischen Cole und ihr. In bestimmten Situationen rastet er völlig aus und tut ihr weh. Und im nächsten Moment ist er wieder ruhig und liebevoll und schwört ihr seine tiefste Liebe. Alex weiß nicht, wie sie sich verhalten soll – sie liebt Cole doch so sehr! Wie kann es sein, dass er so eifersüchtig ist und ihr nicht vertraut? Sie tut doch alles für ihn! Als sie an dieser Beziehung zu zerbrechen droht, ahnt sie, dass es nicht ewig so weitergehen kann und fasst einen verhängnisvollen Entschluss … - Einschätzung: - „Ich muss es wissen“, sagte er. „Findest du ihn gut?“ Ich lachte. „Zack? Nein.“ Er ließ meinen Finger frei und rieb seinen dagegen. „Ich bin nur… Ich mag dich wirklich gern, Alex. Aber ich kann dich mit niemandem teilen.“ Seine Stimme klang rau. […] „Weißt du, der ist hinter dir her.“ […] „Nein, ist der nicht“, widersprach ich. „Du verstehst einfach nicht, was für ein Verhältnis das ist.“ „Nein“, sagte er. „Wahrscheinlich nicht. Aber da gibt’´s auch was, das du nicht verstehst: Ich könnte jedes Mal ausrasten, wenn ich ihn sehe, weil er immer an dir rumfummelt.“ (Seite 103) - Nach dem Bestseller „Die Hassliste“ legt die Autorin Jennifer Brown ihren zweiten Jugendroman vor: „Bitter Love“, eine Geschichte, die von einer, wie der Titel schon erahnen lässt, bitteren Liebe handelt, die von Schmerz und Wut gezeichnet wird und den Leser zum Nachdenken und Mitfühlen bewegt. - Alex ist ein ganz normales Mädchen: mit ein paar Träumen im Kopf und lebenslustig durchs Leben gehend. Sie träumt seit langem davon, mit ihrer besten Freundin Bethany und ihrem besten Freund Zack, die sie beide schon seit Kindertagen kennt, nach Colorado zu reisen, um dort eine tolle Zeit zu verbringen und vor allem den Ort zu besuchen, den ihre Mutter aufgesucht hat – damals, als sie Alex, ihre Schwestern und ihren Mann verlassen hat. Damals, bevor sie starb. Alex glaubt, durch die Reise nach Colorado ihre Mutter „wiederzufinden“, die sie so lange vermisst hat. Also treffen sich die drei Freunde an jedem Wochenende, um die Reise zu planen und einfach Spaß zusammen zu haben. - Doch dann lernt Alex Cole kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Die beiden werden ein Paar und alles scheint wunderbar. Ab diesem Zeitpunkt aber läuft einiges gründlich schief. Ihre besten Freunde mögen ihren Freund nicht und entfernen sich immer mehr von Alex. Oder liegt das daran, weil Cole nicht will, dass Alex mit Bethany und Zack zusammen ist, weil er grundlos eifersüchtig ist? Alex befindet sich schon bald in einer Zwickmühle, aber sie will keinen von ihnen verlieren, weder Bethany und Zack noch Cole. - Vor lauter Verliebtheit bemerkt Alex nicht, wie sich ihre besten Freunde immer weiter von ihr zurückziehen. Sie sieht nur noch Cole vor sich, den wunderbaren Jungen, der sie respektiert und liebt. Aber wie kann es sein, dass er sie plötzlich hart anfasst, sie beleidigt und sie sogar verletzt? Alex glaubt, sie kann sich niemals von Cole trennen, denn sie liebt ihn doch. Dennoch … will sie wirklich mit jemandem zusammen sein, der ihr Schmerzen zufügt? - Die Geschichte fängt sehr eindrucksvoll die bittersüße Liebesgeschichte zwischen Alex und Cole ein. Das Thema Gewalt in der Beziehung zieht sich fortwährend durch die Geschichte und wird glücklicherweise weitestgehend ohne Klischees angegangen, sondern realistisch beschrieben. Insgesamt hätte die Story aber noch ein bisschen spannender sein können. - Alle Figuren erhielten eine gute Charaktertiefe. Alex war das nette, sympathische, ruhige und besonnene Mädchen. Ihre beste Freundin Bethany erhielt sanfte und ehrliche Züge, Zack dagegen war der temperamentvolle und humorvolle Kumpeltyp, den man als Leser einfach ins Herz schließen muss! Cole bekam zwei verschiedene Gesichter, da Alex ihn erst als charmanten jungen Mann kennenlernt, aber sich nach und nach herausstellt, dass er ein herrischer, aufbrausender und sehr eifersüchtiger Typ ist, der völlig grundlos Dinge tut, mit denen Alex nicht rechnet. Insgesamt eine glückliche Mischung aus guten Charakteren, die zum Inhalt des Buches passen. - Jennifer Browns Schreibstil zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr gekonnt Gefühle beschreibt, die der Leser nachvollziehen kann und die die Figuren sehr lebendig machen. Außerdem lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen, bleibt stets eindringlich und bildreich. - Fazit: - Eine starke Geschichte, die das Thema Gewalt in einer Beziehung sensibel einfängt und auf den Punkt bringt, ohne klischeebehaftet zu sein oder unglaubwürdig zu werden. „Bitter Love“ regt zum Nachdenken an und liest sich durchweg interessant. Deshalb gibt es von mir lobende 4 von 5 Punkten. (DL)

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  • Rezension zu "Bitter Love" von Jennifer Brown

    Bitter Love

    michael_lehmann-pape

    15. September 2012 um 12:23

    Das Thema von Gewalt im Gewand eines College Romans In Stil und Form bietet Jennifer Brown in durchaus munterer Sprache zunächst einen Roman, der wie eine klassische amerikanische Popcorn-College-Erzählung daherkommt. Einen Roman eher für heranwachsende Mädchen vor allem, vorweg gesagt, die ihre ersten Verliebtheiten erleben. Denn schon bald tritt das hintergründig wichtige Thema der psychologisch interessierten und durchaus auch versierten Autorin stärker in den Raum. Alex, die Hauptperson, ist nicht unbedingt der Mittelpunkt des geselligen Lebens am College. Alex schreibt lieber Gedichte und hat durchaus auch schon einen Preis gewonnen. Zusammen mit ihrem besten Freund Zack und ihrer besten Freundin Bethany schmiedet sie zudem Pläne für eine Reise nach Colorado. Ihre Mutter hatte einen tödlichen Unfall und ihre letzten Worte, waren, dass sie dringend auf einem Berg in Colorado zu sich selber finden müsse. Das lässt Alex nicht mehr los, hier ist ihre Seele wie aufgeraut und lässt keine Ruhe. Doch mitten in die Pläne der Reise hinein wird sie einem neuen Schüler als Tutorin zugeteilt. Cole ist anders. Feinfühlig wirkt er, interessiert an ihren Gedichten. Charisma besitzt er und eine weitere Verbindung gibt es. Auch seine häuslichen Verhältnisse sind alles andere als erbaulich, auch er flieht oft und oft die bedrängende Situation in seiner Familie. Es kommt, wie es kommt in diesem (und vielleicht jedem) Alter. Cole und Alex kommen zusammen und Alex schwebt auf Wolken. Ihre besten Freunde treten in den Hintergrund, mit Haut und Haaren lässt sie sich auf Cole ein. Was ein Fehler sein dürfte. Denn Cole hat noch ganz andere Seiten in sich. Rasende Eifersucht. Ein Verlust an Kontrolle, der unter der Oberfläche schwelt. Und plötzlich auch ausbricht. Zunächst ist es nur ein verletztes Handgelenk, als er Alex hart anfasst. Sie ist sein, kein anderer darf echte Bedeutung für Alex haben. Das ist das eine. Und eine schwelende Wut auf sich und die Welt das andere. Unter Tränen wird sich versöhnt, doch der nächste Ausbruch wird kommen und härter werden. Mit spürbarer Feinfühligkeit wendet sich Jennifer dem inneren Erleben ihrer Protagonistin Alex zu. Der Liebe, die da ist, der Irritation, die entsteht, der Angst, die aufkommt und doch eben auch des immer wieder in den Raum tretenden Gefühls des Verliebtseins und des wieder Nachgebens. Unverständlich für den Außenstehenden und doch von Jennifer Brown nachvollziehbar im inneren Erleben des Mädchens geschildert. Was passiert mit und in einer Frau, wenn sie in ihrer Beziehung misshandelt wird? Welche Warnzeichen sollten gerade junge Frauen unbedingt kennen? Wie kann das sein, das trotz erlebter Gewalt kein Strich gezogen wird, gezogen werden kann? „Wir lieben, und weil wir das tun, werden alle Satzanfänge mit „ich würde niemals....“ zu einer unzuverlässigen Vorhersage“. In dieser Hinsicht bietet Jennifer Brown ein wichtiges Thema gerade für Mädchen junge Frauen im Sinne eines „wehret den Anfängen“ und zeigt im Anhang einige Möglichkeiten auch auf, sich selber deutlicher und besser zu schützen. Auch vor den eigenen Gefühlen. Ein nicht literarisch, aber vom Thema her wichtiges und gelungenes Buch.

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  • Rezension zu "Bitter Love" von Jennifer Brown

    Bitter Love

    Livi

    26. August 2012 um 17:34

    "Und da spürte ich den Schmerz mit voller Wucht. Mein Handgelenk. Meine Hüfte. Mein Kopf. Mein Nacken. Doch nichts von alledem schmerzte so sehr wie mein Herz. Wie konnte das der Junge sein, dessen Hand beim Gitarrespielen so sanft auf meiner gelegen hatte? Der Junge, der aus meinem Gedicht einen Song gemacht hatte?" ("Bitter Love", Jennifer Brown, Seite 221) *** Die Kurzbeschreibung von "Bitter Love" klang alles andere als nach einer leichten Kost. Im Gegenteil, "Bitter Love" schien ein Buch zu sein, das Themen oder vielmehr an ganz bestimmtes Thema anspricht, das den meisten völlig fremd sein mag, fern genug ist, dass man sich noch nie wirklich gedanklich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat und ein Thema, über das nur im seltensten Falle gesprochen wird. Kurzum: Es schien sich um eine durch und durch schwierige Lektüre zu handeln, die sich nicht einfach mal eben weglesen lässt und nicht schlicht und einfach als ein harmloses Mittel dient, in eine andere Welt abzutauchen und sich für kurze Zeit aus dem Alltag und Leben auszuklinken. Das dachte ich mir bereits, als ich neugierig anfing zu lesen und in eine Geschichte abtauchte, die vielmehr mitten im unbeschönigtem, harten Leben zu spielen schien. * Obwohl ich Jennifer Browns bereits erschienenes Debüt "Die Hassliste" nicht gelesen und somit auch noch nicht mit ihrem Schreibstil vertraut war, fühlte ich mich von der ersten Seite an wohl und empfand ihren Erzählstil als sehr angenehm. Alex, die Protagonistin und Ich-Erzählerin in "Bitter Love", schildert ihre Empfindungen, Gedanken und Erfahrungen in einem überaus natürlichem, simplen und schlichtem Erzählton, der zu ihrem Alter und ihrem Wesen passt und ihr somit zunehmend noch eine gehörige Portion Authentizität verleiht. Schnell wird dabei klar, dass sie anders ist als andere typische Protagonistinnen in üblichen Jugendbüchern. Obwohl die Tatsache, dass sie bereits als Kind einen schweren Schicksalsschlag - das geheimnisvolle Verschwinden und der Tod ihrer Mutter - erleiden musste, nichts Neues in diesem Genre darstellt, scheint Alex anders zu sein und ihre unausgesprochenen Gefühle in Gedichten niederzuschreiben. * Immer wieder erwähnt sie daher, welche Worte sie nun in einem Gedicht zur Beschreibung eines bestimmten Menschen oder einer Situation benutzen würde und wurde dadurch für mich noch greifbarer, als sie mir ohnehin schon erschien. Tatsächlich hatte ich von der ersten Seite an den Eindruck, als leise Zuhörerin der Geschichte eines Mädchens zu lauschen, das aus ihrem tiefsten, zerschundensten und zerrissenen Innersten ihre Geschichte erzählt. Alex wirkte dabei das gesamte Buch hinweg so unglaublich authentisch und erschreckend real. Auch ihre beiden besten Freunde, Beth und Zack, erschienen mir von Beginn an wie aus dem Leben gegriffen. Jeder von ihnen besitzt seine ganz eigenen Macken, sein persönliches Markenzeichen und erscheint einfach von der ersten bis zur letzten Faser individuell und ungeheuer realistisch und sympathisch. ** "Aber es war, als würde ich mich selbst vom Ende eines langen, dunklen Tunnels aus sehen. Dieses bedauernswerte Mädchen am anderen Ende war geschlagen worden, sie war verwirrt, verwundet und tat mir furchtbar leid. Wer auch immer sie sein mochte." ("Bitter Love", Jennifer Brown, Seite 273) *** Sogar - und ganz besonders - Cole wird von Jennifer Brown von der ersten bis zur letzten Seite unheimlich lebensecht dargestellt. An Alex Seite lernte ich als stiller Zuschauer seine unglaublich charmanten, zärtlichen und liebevollen Seiten kennen, verlor zusammen mit Alex mein Herz Stück für Stück mehr an ihn und fragte mich bereits, ob das auf dem Klappentext vorausgesagte überhaupt noch eintreten konnte. Nach und nach entdeckt man an Alex Seite seine Coles Geschichte, Vergangenheit und die Abgründe hinter seiner scheinbar so perfekten, unbekümmerten Fassade, die irgendwann auf erschreckende Art und Weise zu bröckeln beginnt und seine andere, tosende und ungestüme Seite ans Tageslicht bringt. * Zutiefst ergriffen und mit einer beunruhigenden Hilflosigkeit in der Brust muss der Leser zusehen, wie die Liebe zu Cole nicht nur Alex' Freundschaft zu Zack und Beth gefährdet, sondern auch Alex innerlich nach und nach zerstört. Dabei tat jedoch Eines, was ich und höchstwahrscheinlich jeder andere auch erwartet hätte, nicht ein: Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, Alex wachschütteln zu müssen, ihr ins Gesicht schreien zu müssen, sie solle endlich diese Bindung beenden, bevor sie an ihr zugrunde ging. Jennifer Brown hat tatsächlich etwas geschafft, was ich anfangs beim Beginnen dieses Buches nicht für möglich gehalten hätte: Ich verstand Alex. Ich verstand ihr Handeln bis aufs Tiefste, verstand ihre Liebe zu Cole, verstand, dass sie an dieser Liebe festhielt, auch wenn es ganz danach aussah, als würde sie nie zu einem guten Ende führen. Aller Vernunft zu trotz fühlte ich mit Alex mit und konnte ihre durch und durch unvernünftigen, lediglich emotionsgelenkten Handlungen nachvollziehen. In einem Moment war ich mir sicher, an Alex' Stelle Cole definitv abgeschreiben zu würden, auf der anderen Buchseite war ich mir da schonwieder nicht mehr so sicher. * Als Leser von "Bitter Love" erlebt man von der ersten bis zur letzten Seite einen Sturm an Emotionen, der nur schwer zu bewältigen ist und bei mir dazu führte, dass ich das Buch immer wieder beiseite legen und das gerade eben Gelesene verarbeiten musste. Als Leser dieses erschreckend realistischen Buches erkennt man nach wunderschönem und traurigem Ende zugleich, dass niemand, der nicht selbst in einer annährend ähnlichen Situation wie Alex und viele andere Frauen und Mädchen heute auch gesteckt hat, über diese Menschen zu urteilen vermag und niemals sagen kann, er hätte an der Stelle dieser Menschen anders gehandelt und es im Gegensatz zu ihnen nie so weit kommen lassen. Mein anfangs aufgestellter Verdacht bestätigte sich demnach in vielerlei Hinsicht: Dieses Buch ist keine leichte Kost und zwingt regelrecht zum Nachdenken. Noch jetzt, nach Beenden dieses Buches, muss ich immer wieder erstaunt den Kopf schütteln und mich fragen: Wie konnte Jennifer Brown nur eine solch zutiefst erschütternde und dennoch wundervolle Geschichte zugleich zu Papier bringen? ** "Ansonsten ging das Leben einfach weiter. Jedenfalls für alle, die nicht vollgepumpt mit Schmerzmitteln im Bett lagen und bei jedem Versuch, sich umzudrehen, zusammenzuckten. Und die nicht verzweifelt zu vergessen suchten, was sie gemocht hatten an dem Jungen, der ihnen gerade noch die Hand gehalten hatte. Für sie ging das Leben einfach weiter." ("Bitter Love", Jennifer Brown, Seite 390) ************************ FAZIT: Ein zutiefst ehrliches und aufrichtiges Buch, das seinen Lesern auf erschreckende und erschütternde Art und Weise dazu bringt, über ein Thema nachzudenken, das nicht nur aufwühlt, sondern auch bewegt. Ein Leseerlebnis, das sich nur schwer in Worte fassen lässt und daher am besten selbst gelesen werden muss. Eine wichtige und bitterschöne Geschichte, die im Innersten des Lesers einen Sturm an Emotionen auslöst, direkt ins Herz greift und bis unter die Haut geht.

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