Jennifer Brown Perfect Escape

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Inhaltsangabe zu „Perfect Escape“ von Jennifer Brown

Roadtrip à la ›Rain Man‹Kendra liebt ihren Bruder Grayson, doch unter seinen Panikattacken und Zwangsneurosen leidet sie seit Jahren. Um Ausgleich bemüht, versucht sie besonders perfekt zu sein. Auf ihr, der Musterschülerin, ruhen alle Hoffnungen der Eltern. Bis bei Kendra eines Tages die Sicherungen durchbrennen: Sie packt Grayson in ihr altes Auto und haut ab. Nach Kalifornien zu Zoe, ihrer ehemals besten Freundin und Graysons erster Liebe. (Quelle:'Flexibler Einband/01.08.2014')

Mich ärgerte die Selbstsüchtigkeit der Protagonistin und die Blindheit für das Offensichtliche.

— Zyprim

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— Jemasija

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  • Wundersamer Roadtrip

    Perfect Escape

    Anneblogt

    04. January 2015 um 16:32

    Inhalt: Seit bei Kendras Bruder Grayson die Zwangsneurosen und Panikattacken überhandgenommen haben, hat sich einiges verändert: Statt auf Grayson, dem Genie der Familie, ruhen nun alle Hoffnungen der Eltern auf Kendra. Diese bemüht sich verzweifelt, den Ansprüchen zu genügen und perfekt zu sein, bis eines Tages eine Sache ihre gesamte, vorgeplante Zukunft zu ruinieren droht. Bevor dies jedoch passiert, beschließt Kendra vor ihrem Leben davonzulaufen: Gemeinsam mit ihrem Bruder fährt sie mit ihrem Auto quer durch die USA, zu Zoe, ihrer besten Freundin und Graysons erster Liebe, fest davon überzeugt, dass sie zusammen alle Probleme lösen können… Meine Meinung: Seit einiger Zeit lese ich mit Vergnügen Bücher über Roadtrips und hier verbreitet schon das Cover eine wunderbare Aufbruchsstimmung. Diese passt für mich perfekt zum Buch, zu einem ungeplanten, plötzlichem Trip durch Nordamerikas Staaten. Die Atmosphäre, die das Cover, aber auch der Inhalt vermittelt, hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, wirkt authentisch und hat mir das Buch sehr nahe gehen lassen. Kendra wirkt anfangs verantwortungsvoll, vernünftig und ausgesprochen reif für ihr Alter, bald bemerkt man jedoch, dass das meiste davon nur Fassade ist und lernt ihre wirklichen Gefühle kennen. Besonders der Aspekt, was genau ihre Zukunft zu bedrohen scheint, bringt auch Spannung in das Buch und durch Andeutungen zu Beginn wird man neugierig, was genau Kendra angestellt hat. Als man dies erfährt, scheint einem das eigentlich nicht soo schlimm, aber gleichzeitig merkt man Kendras Angst und Verzweiflung, sodass ich gar nicht anders konnte, als Kendra sympathisch zu finden, da man ihr Verhalten dadurch noch besser verstehen kann. Im Laufe des Buches macht sie auch einiges an Entwicklung durch und vor allem die Beziehung zu ihrem Bruder, die zwar trotzdem einige Höhen und Tiefen hat, scheint enger zu werden. Grayson hingegen lernt man etwa ab der Mitte des Buches zu verstehen und trotz all seiner Neurosen wirkt er stellenweise fast „normaler“ als Kendra. Zwar liest man das Buch nur aus Kendras Perspektive, jedoch werden auch dabei sehr gut Graysons Gefühle und Beweggründe dargestellt. Obwohl der Roadtrip mit Ortsbeschreibungen, Abenteuern und interessanten, oft verrückten neuen Bekannten eine große Rolle spielt, wird im Buch auch intensiv auf die Beziehung zwischen Geschwistern eingegangen. Ich bin Einzelkind, kann zu dieser Beziehung also nicht viel sagen, aber für mich wurde die wechselhafte, aber zugleich auch unheimlich vertrauensvolle Beziehung zwischen Geschwistern sehr gut dargestellt. Man merkt deutlich, dass sich Kendra und Grayson trotz allem nahestehen und aufeinander bauen können. Diese Message hat mir sehr gefallen und verleiht dem Buch eine wunderschöne Note. Denn nicht immer läuft alles super und vor allem gegen Ende wird es sehr turbulent, aber Grayson und Kendra meistern es gemeinsam. Allerdings hätte ich mir zum Schluss ein ausführlicheres Ende gewünscht, beispielsweise mehr über Zoes Beweggründe oder wie die Eltern auf den Roadtrip ihrer Kinder reagieren. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt und die Hauptbotschaft dieses Buches stört es auch in keinster Weise;) Fazit: „Perfect Escape“ erzählt die ungewöhnliche Reise zweier Geschwister zu einem Ziel, an dem alles besser werden soll. Die Geschichte hat mich unheimlich mitgerissen, das Buch wirkt insgesamt absolut authentisch und besonders die zahlreichen Erlebnisse, die Grayson und Kendra ohne diesen Roadtrip wohl nie gemacht hätten, haben mich bestens unterhalten. Ich kann das Buch jedenfalls nur weiterempfehlen und vergebe volle 5 von 5 Herzen.

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  • Lena 13 J. rezensiert "Perfect Escape"

    Perfect Escape

    lenasbuecherwelt

    14. October 2014 um 20:03

    Kendra ist 17 Jahre alt und eine Musterschülerin. Auf ihr ruhen alle Hoffnungen der Eltern, sie soll das perfekte Kind sein, nachdem ihr älterer Bruder diesen Job nicht mehr erfüllen kann... Denn er leidet an Panikattacken und Zwangsneurose und auch wenn Kendra ihren Bruder liebt, leidet sie unter seinen psychischen Krankheiten und unter dem hohen Druck der Eltern. Und so kommt es, dass bei Kendra eines Tages alle Sicherungen durchbrennen, sie ihren Bruder packt und sich mit ihm auf eine lange Reise nach Kalifornien macht, denn dort wohnt Zoe, Kendras ehemalige beste Freundin und Graysons Liebe... Mit einem psychisch kranken Geschwisterkind lebt es sich nicht leicht. Das muss auch Kendra, das Hoffnungskind der Eltern, feststellen. Sie lebt nicht nur mit einem hohen Druck, sondern muss auch mit ihrem Bruder zurechtkommen. "Perfect Escape" behandelt Zwangsstörungen und Panikattacken und überzeugt mit viel Hintergrundwissen. So erfährt der Leser beim Lesen des Buches wichtige Fakten über die Krankenheiten und bekommt einen Einblick in das Leben einer Familie, bei der es einen solchen Krankheitsfall gibt. Und die Krankheit ist erschreckend! Zwangsneurose(d.h. die betreffende Person " muss" unsinnvolle Handlungen immer wieder machen, Bsp: Ständiges Händewaschen vor Angst von Bakterien) beeinflusst nicht nur den betreffenden Menschen unglaublich, sondern auch dessen Familie. Das merkt auch Kendra, die die Zeit genießt, in der ihr Bruder in der Psychatrie ist. In diesen Zeiten fühlt sie sich fast normal und ihr Leben wird nicht mehr von ihrem Bruder beeinflusst... Kendra ist 17 Jahre und bemüht sich unheimlich, das perfekte Kind für die Eltern zu sein. Da diese schon mit Graysons Sorgen alle Hände voll zu tun haben, will sie ihre Eltern nicht mit ihren eigenen Sorgen belasten und so muss Kendra alles selber regeln. Kendra ist sehr sympathisch, obwohl sie so viel wegen ihres Bruders einstecken muss, ist sie trotzdem für ihn da und bemüht sich, ihm zu helfen. Wenn man Grayson zu einer guten Stunde erwischt, ist er ein sympathischer, intelligenter Junge. Wenn seine Ängste ihn beeinflussen, hat er mich manchmal zur Weißglut getrieben und ich hätte ihn am liebsten einmal kräftig geschüttelt. Doch genau dadurch wirkte die Geschichte so echt! "Perfect Escape" ließ sich schnell lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Die Geschichte hat mich wirklich beeindruckt und mit diesem Thema sollte man sich einmal auseinandersetzen!

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  • [Rezension] Perfect Escape

    Perfect Escape

    Rosa_Mariposa

    14. September 2014 um 16:19

    Meine Meinung Geschichte Schon nach den ersten paar Seiten war ich hin und weg. Der Einstieg war toll gewählt und auch der Schreibstil gefiel mit auf Anhieb. Im allgemeinen geht es um die Themen Zwangsstörungen, Angstzustände und Panikattacken, welches toll umgesetzt worden ist. An den Beschreibungen und den Hintergrundinformationen die gut recherchiert worden sind bekommt man einen guten Einblick von Graysons Krankheit. Ich denke, dass Jugendliche einen guten Zugang zum Buch bekommen, da das Thema Angst immer aktuell ist und auch jeder etwas damit in Zusammenhang bringen kann.  Vorurteile stehen hier auch im Vordergrund. Sie sind schlimm dargestellt, aber dadurch auch leider sehr realistisch.  Die Kulissen der Reise, die vielen Stops, Personen und Momente die dazu gehören, waren einfach toll mitzuerleben und gingen ans Herz. Des öfteren musste ich doch schmunzeln, trotz des ernsten Themas. Protagonisten Kendra ist 17 und will in der Familie das "perfekte Kind"sein. Leider hat auch sie einige Probleme mit denen sie sich alleine durchschlägt, weil Grayson schon genug Sorgen macht. Ich mochte sie sehr gerne und habe die beiden Geschwister auch gleich ins Herz geschlossen. Sie ist sehr mutig und mitfühlend. Grayson ist durch seine Krankheit was ganz besonderes. Man versucht in zu verstehen und schließt ihn einfach ins Herz. Man hat Mitleid - und im nächsten Moment könnte man ihm die Steine, die er immer wieder zählen muss an den Kopf werfen. Diese geben ihm aber Kraft und das Ritual beruhigt ihn irgendwie.  Die Beziehung zwischen den beiden Geschwistern wird durch die "perfekte Flucht" auf die Probe gestellt. Man merkt wie beide Charaktere sich auf eine gewisse Art weiter entwickeln und das ist einfach mehr als toll mitzuerleben.  Schreibstil Schon nach den ersten paar Seiten war ich im Bann der Geschichte. Der Schreibstil ist toll. Voller Lesegenuss, durch gute Beschreibungen von Orten, Menschen, und Gefühlen.  Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln, die angenehm zu lesen sind, aus Kendras Sicht erzählt. Gedanken von Grayson vermisst man nicht, weil es auch so ganz gut rüberkommt.  Man merkt das die Autorin sehr gut für das Buch recherchiert hat. Nicht nur über die Krankheiten, auch über die gefahrene Route. Dadurch konnte sie mich voll und ganz überzeugen und auch auf ihre anderen Bücher aufmerksam machen.  Gestaltung Das Cover ist ein wenig unscheinbar und in der Buchhandlung würde es meine Aufmerksamkeit nicht bekommen. Deshalb bin ich froh, dass ich anders zu dem Buch gekommen bin. Den Titel finde ich total genial.  Bewertung Geschichte: 5/5 Protagonisten: 5/5 Schreibstil: 5/5 Gestaltung: 4/5 Fazit Ein Buch über eine besondere Krankheit, die eigentlich keine sein müsste. In jeder Hinsicht überzeugend und einfach nur empfehlenswert. Charaktere schließt man ins Herz. Der Schreibstil lässt einen versinken. Einfach "perfect". Diese Rezension findet man auch auf meinem Blog: http://maike-liest.blogspot.de/2014/09/rezension-perfect-escape.html

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  • Authentisch und berührend

    Perfect Escape

    ForeverAngel

    04. September 2014 um 16:40

    Kendra fühlt sich zerrissen zwischen der Liebe zu ihrem Bruder Grayson und der Abneigung, die sie ihm gegenüber empfindet. Sie würde alles für ihn tun, aber sie leidet schon eine Ewigkeit unter seiner Krankheit: Panikattacken und Zwangsneurosen. Lange mit ihm zusammen zu sein, macht sie wahnsinnig und ebenso die Erwartungen ihrer Eltern, die auf ihr lasten. Ihr, der scheinbar perfekten Tochter. Als ihr alles zu viel wird, fasst sie einen wahnwitzigen Entschluss: sie will mit Grayson abhauen. Raus aus dem Haus und ihrem alten Leben hin zur Sonne und zu Zoe, Graysons erster Liebe. Somit begeben die beiden sich auf den Roadtrip ihres Lebens.  Ich muss gestehen, dass mich das erste Buch, das ich von Jennifer Brown gelesen habe - "Bitter Love" - damals so gar nicht überzeugt hat. Dieses hier gefällt mir viel besser. Diese unterschwellige Melancholie, die bedrückende und doch hoffnungsvolle Stimme, die tiefe Liebe zwischen den beiden Geschwistern. Diese Geschichte berührt. Faszinierend ist, wie echt die Figuren wirken, wie lebhaft und ungekünstelt. Nicht nur Grayson mit all seinen Ticks (Fäuste ballen, Finger aneinanderschlagen, Steine zählen, Risse zählen, etc) sondern auch Kendra. Sie ist nicht so perfekt, wie sie vor ihren Eltern sein möchte. Mit all ihren Ecken und Kanten, ihren Fehlern und Problemen, ihren Sorgen wirkt sie menschlich und echt. Es sind vor allem die Figuren, die diese Geschichte so authentisch machen.  Durch einen spannenden Plot kann Perfect Escape leider nicht punkten und es gibt das eine oder andere zähe Kapitel. Doch dieser Makel wird durch die Stimmung und die authentischen Figuren wieder wett gemacht. 

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  • Geschwisterbande

    Perfect Escape

    Livi

    20. August 2014 um 19:15

    ">>Glimmer hat glatte Bruchkanten. Wenn man so einen Stein zerbricht und die beiden Teile aneinanderhält, dann passen sie perfekt zusammen.<<>>So ähnlich wie wir<<, flüsterte ich, ohne richtig zu merken, dass ich den Gedanken laut aussprach. Meine Schulter berührte die von meinem Bruder.>>Zerbrochen und ziemlich kaputt, aber nicht zerstört.<<" ["Perfect Escape" | Jennifer Brown | S. 359]*************** Spätestens als ich damals die letzte Seite von "Bitter Love"  zuschlug und sowohl atem- als auch fassungslos und mit einem Gefühlswirrwarr im Herzen da saß, war klar: Auch der nächste Jennifer Brown würde wieder in meinem Buchregal landen müssen! Denn was Jennifer Brown mit Sprache, Bildern und Charakteren anstellte, wühlt auf, beeindruckt zutiefst und bleibt lange Zeit im Gedächtnis hängen, so viel stand damals bereits fest. Insofern war es nicht weiter verwunderlich und lediglich eine Frage der Zeit, bis ich mich mit der wohl schönsten Freude überhaupt - der Vorfreude - an ihr neustes Werk "Perfect Escape" wagen würde. Das Erste, was auffällt: Jennifer Browns Schreibstil ist so geblieben, wie er mir von "Bitter Love" in Erinnerung gewesen ist. Schlicht, ungekünstelt, natürlich. Einfache Sätze, die zur jugendlichen Protagonistin und Ich-Erzählerin Kendra passen und dennoch ab und zu den Vorschlaghammer herausholen und einmal kräftig und mitten auf das Leserherz schlagen. Ohnehin durfte ich wieder einmal feststellen, dass in Jennifer Browns Werken stets eine Brise Melancholie in der Luft liegt - eine, die zwar nicht auf die Tränendrüse drückt, mich jedoch schwer aufseufzen lässt. Diese beschwerliche Grundstimmung, zu der sicherlich auch die Zwangsneurose von Kendras Bruder Grayson seinen Teil beiträgt, ist gespickt von unheimlich vielen aufbrausenden, hellen Momenten der Freude, die Kendra und Grayson auf ihrem Roadtrip erleben und die Gefühlswelt des Lesers in eine chaosgleiche Achterbahnfahrt versetzen.  Es scheint ganz so, als würde sich Jennifer Browns Stimme über die Seiten hinweg an ihre Leser richten und sagen: "Das ist ein kleiner Splitter und Bruchteil dessen, wie sich die Probleme auf unserer Welt auf jeden Einzelnen von uns auswirken können. Das ist das Leben - voller Ungerechtigkeit, Sorgen und Ängste, vor denen zu fliehen kein Roadtrip der Welt - und wenn er noch so lange sein mag - möglich machen kann. Flucht ist kein Ventil für Angst und das Leben wird ungerecht und schwierig bleiben, auch wenn du es durch die Frontscheibe deines Autos erlebst und in den entferntesten Bundeststaat reist. Aber, hey - es ist okay! Auch in schwierigen Situationen, unter schwierigen Umständen und Verhältnissen finden sich kostbare Lichtmomente." Was ich an der Art und Weise, wie Jennifer Brown eben genannte Botschaft transportiert, in besonderem Maße interessant fand, war, dass über die Seiten von "Perfect Escape" hinweg klar wird, dass nicht nur Kendras Bruder Grayson derjenige mit den Problemen ist. Auch Kendras Charakter birgt seine Schattenseiten, auch sie hat Makel, die sich zwar nicht physisch dank einer Zwangsneurose wie bei ihrem Bruder äußern, sondern anderweitig zu Tage treten. Zwar verspürt sie nicht bei dem leisesten Anflug von Angstzuständen oder unangenehmen Situationen das Bedürfnis, bis in die Unendlichkeit vor sich hin zu zählen, loszuschreien oder Steine in Steinbrüchen zu studieren (wie das bei Grayson der Fall ist), jedoch muss auch sie mit ihren ganz eigenen, persönlichen Ängsten und Schwächen kämpfen. Und wahrscheinlich war und ist es ganu das, was Kendra zu dem machte, was ihr Bruder Grayson von Anfang an in meinen Augen war: Authentisch, menschlich und - ja! - manches Mal armselig, beschämend und vielleicht mitleiderregend, aber dadurch umso glaubhafter und ebenso fehlerhaft wie auch wir es sind.  Dabei rückt die gesamte Zeit über entgegen meiner Erwartung - und trotz der Tatsache, dass dies im Klappentext angedeutet wird - weder das Thema Liebe noch Freundschaft in den Vordergrund. Im Gegenteil, Kendras ehemals beste Freundin, die vor Jahren in den entfernten Bundesstaat Kalifornien wegzog, spielt eine sehr geringfügige Rolle. Im Nachhinein erscheint es mir fast so, als wäre es Jennifer Brown gekonnt gelungen, mich bis zum letzten Drittel des Buches gekonnt an der Nase herumzuführen, denn ich hatte eine völlig andere Richtung erwartet, als diejenige, die das Buch letztendlich einschlägt. Zugegeben, mit spannungsgeladenen Ereignissen, die sich geradezu überschlagen und einem den Atem rauben, kann "Perfect Escape" nicht punkten. Vielmehr schlägt es ruhige, zarte Töne an, beherbergt einige Längen und hat nichts Spektakuläres zu bieten - aber erwärmt ab und an das Herz, bedrückt, lässt auflächeln und schenkt den Glauben daran, dass jene Bande zwischen Geschwistern zu den wertvollsten und stärksten überhaupt zählen können. ****************"Manchmal muss man gar nicht laut aussprechen, dass man jemanden lieb hat.Manchmal genügt es, im Schatten dieses Menschen zu stehen und nichts dabei zu finden." ["Perfect Escape | Jennifer Brown | S. 360] FAZIT: Eine ruhige Geschichte, die in leisen Tönen von einer Reise erzählt, bei der nicht das Ziel entscheidend ist, sondern der Weg selbst sich als wertvoll und lehrreich erweist. Wer sich die Schilderung eines spektakulären und spannenden Roadtrips erhofft, ist hier wohl an der falschen Adresse. Alle anderen können sich auf eine zarte Geschichte mit einigen wenigen Längen freuen, die von Identität, Ängsten und Zweifeln erzählt, vor allem aber eine Hommage an die kostbaren Banden zwischen Geschwistern zu sein scheint. 

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  • Roadtrip à la ›Rain Man‹

    Perfect Escape

    Jemasija

    18. August 2014 um 14:39

    Kendras Leben war nicht immer einfach, schon als Kind musste sie unter dem Verhalten von ihrem älteren Bruder leiden. Grayson leidet nämlich an Panikattacken und Zwangsneurosen. Er wurde in eine Klinik eingewiesen und nach langer Zeit steht er dann plötzlich vor Kendra, sie hat nicht den Eindruck das es ihm besser geht. Als ihr Bruder weg war hat sich ihr Alltag wieder etwas normalisiert. Jetzt ist er wieder zurück und Kendra möchte ihm helfen. Die beiden begeben sich auf eine Lange Reise Richtung Kalifornien. Das Buch hat eine sehr emotionale Handlung und beinhaltet eine Geschichte von der ich zuvor mit dieser Idee noch nie etwas gelesen habe. Gut durchdacht! Doch man merkt schnell die Autorin hat einen sehr facettenreichen Schreibstil, oft musste ich laut lachen oder einfach nur grinsen, manchmal stand ich aber auch kurz vor den Tränen. Leider keine vollen 4 Herzen da manche Stellen sehr langatmig waren und sich wie Kaugummi gezogen haben..   Fazit Eine ergreifende Geschichte mit vielen Facetten!

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