Jennifer Donnelly Das Blut der Lilie

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Inhaltsangabe zu „Das Blut der Lilie“ von Jennifer Donnelly

Seit ihr kleiner Bruder auf tragische Weise ums Leben kam, ist Andis Herz fest verschlossen. Bis sie das faszinierende Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst ebenfalls einen geliebten kleinen Jungen verlor – vor mehr als zweihundert Jahren, in der Französischen Revolution. Andi folgt ihrer Spur bis in die Tiefen der Pariser Katakomben und findet dort schließlich den Schlüssel zu Liebe und Vergebung.

Eine traurige und dramatische Geschichte. Ich fühlte mich mittendrin: die französiche Revolution war zum Greifen nah. Unglaublich toll!

— MCM
MCM

Als Musikfan, insbesondere der 70er, eine besondere Freude

— Svea_J_Held
Svea_J_Held

Atemberaubendes Buch, mit teilweise sehr traurigen Passagen.

— Shimi
Shimi

Nicht so gut wie die Rosen- Trilogie, dennoch ein wirklich gutes Buch- sehr düstere Stimmung.

— Antonia_1
Antonia_1

Nicht vergleichbar mit der Rosen- Trilogie von der Autorin (meine Lieblingsbücher) und stelldenweise etwas langatmig, dennoch sehr gut.

— Antonia_Wuppinger
Antonia_Wuppinger

Definitiv ein tolles Buch . Man kann sich echt gut in die Rolle des Hauptcharakters hineinversetzen :)

— mynea
mynea

Mit Startschwierigkeiten, aber das Dranbleiben hat sich sowas von gelohnt !

— SaSu13
SaSu13

Ein frühes Werk der Autorin, das zäh beginnt, aber dran bleiben lohnt sich.

— Tammy1982
Tammy1982

Absolut unglaubliches Buch über die franz. Revolution. Tolle, schicksalhafte Geschichte, tolle Charaktere, viele Emotionen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Das Blut der Lilie
    Buecherheike

    Buecherheike

    21. January 2017 um 02:11

    Dieses Buch ist wie eine Matroschka. Immer wenn man es öffnet, kommt eine neue Geschichte zutage. Die von Andi, die gar nicht so heißt und sich die Schuld am Tod ihres Bruders gibt. Die ihrer Mutter, die am Tod des einen Kindes fast zerbricht und dabei das andere noch lebende Kind vergisst. Die des Vaters, der sich seinen Anteil am Drama nur schwer eingestehen und es mit einer neuen Familie im zweiten Anlauf besser machen will. Die von Alex, die hunderte von Jahren früher lebte und trotzdem Teil von Andis Geschichte wird. Die Geschichte eines Musikers, der eine große Rolle in diesem Buch spielt, obwohl er schon seit über hundert Jahren tot ist. Und nicht zuletzt die Geschichte eines kleinen Jungen, der für die Fehler und die Machtgier von Erwachsenen leiden musste. All diese Geschichten fließen zusammen und ergeben ein wundervoll erzähltes Erlebnis, dass mich nicht losgelassen hat. Bis zum letzten Wort war ich gefesselt und fasziniert von den Ereignissen. Ab heute werde ich ein Feuerwerk mit ganz anderen Augen sehen.

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  • Schwieriger Start, aber dann entwickelt sich ein Lesesog

    Das Blut der Lilie
    Tammy1982

    Tammy1982

    14. September 2015 um 20:00

    Andi hat ihren Bruder auf tragische Art und Weise verloren und findet sich seitdem in ihrem Leben nicht mehr zurecht. Gemeinsam mit ihrer Mutter haben sie sich in ihrem Leid eingeschlossen und lassen niemanden mehr an sich heran. Andi's Vater zwingt sie schließlich ihn nach Paris zu begleiten. Dort angekommen, entdeckt Andi durch Zufall die Briefe einer jungen Frau Alexandrine, die zu Zeiten der französischen Revolution gelebt hat und auch verzweifelt versucht hat einen kleinen Jungen zu retten... Der Beginn des Buches war für mich sehr zäh. Ich liebe die "*-Rosen"-Bücher von Jennifer Donnelly und ihren Schreibstil und war erstmal enttäuscht, diesen Schreibstil hier nicht vorzufinden. Nachdem ich aber erfahren habe, dass dies ein sehr frühes Buch von der Autorin ist, kann ich über gewisse Dinge hinweg sehen. Abgesehen vom Schreibstil, war auch die Geschichte zu Beginn erstmal etwas anstrengend. Andi ist kein leichter Charakter und auch wenn ich ihre Trauer nachvollziehen konnte, fand ich ihre Art und Weise, wie sie mit anderen Menschen umgeht, ganz schrecklich. Dies ändert sich im Laufe des Buches und von dem Zeitpunkt wo Andi die Briefe von Alexandrine findet, war ich von der Handlung komplett gefangen. Dabei haben mir gerade die Szenen in der Vergangenheit sehr gut gefallen. In der Vergangenheit entführt die Autorin den Leser nach Frankreich zu Zeiten der französischen Revolution und hier blitzt dann wieder die Kunst von Jennifer Donnelly auf, Geschichte lebendig werden zu lassen und ein Paris im Jahre 1779 vor meinem geistigen Auge auferstehen zu lassen. Gekonnt werden in dem Buch historische Begebenheiten und Fiktion miteinander verwebt und ich hatte das Gefühl, ich wäre direkt vor Ort und würde dieses Blutbad genau vor mir sehen. Andi wurde im Verlauf des Buches auch immer sympathischer und gut gefallen hat mir, dass die Autorin das Mädchen mit einer unglaublichen Liebe und Talent zur Musik ausgestattet hat. Als i-Tüpfelchen gibt es auch noch selbstgeschriebene Lieder von Andi, die mit kompletten Text am Ende des Buches abgedruckt sind. Eine ganz tolle Idee. Alles in allem ein Buch, dass schwierig startet, aber schließlich einen unglaublichen Sog entwickelt und die französische Revolution sehr plastisch und eindringlich vorführt. Sprachlich noch nicht ganz so ausgereift, wie die "*-Rosen"-Bücher der Autorin, aber definitiv lesenwert.

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  • Tauche ein in das 18. Jahrhundert - in die französische Revolution ...

    Das Blut der Lilie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2015 um 21:20

    Andi leidet unter Depressionen seit ihr kleiner Bruder gestorben ist. Ihr Vater hat sie verlassen, ihre Mutter ist ein psychisches Wrack und Andi steht kurz davor, ihren Abschluss nicht zu bestehen. Ihr Vater nimmt sie mit nach Paris, damit sie mal einen Tapetenwechsel bekommt. Dort findet sie ein Tagebuch eines Mädchens, dass ebenso wie Andi selbst einen geliebten Jungen verloren hat - zweihundert Jahre zuvor! Während Andi das junge Mädchen durch ihr Leben begleitet, durchlebt sie selbst Höhen und Tiefen.  Gemeinsam versuchen die beiden Mädchen, den Sinn ihres Lebens zu finden ... Ich bin absolut begeistert von diesem Buch - 441 Seiten und ich habe nicht einen Makel gefunden. Von der Geschichte über die Recherchearbeit bis zu den Charakteren war für mich einfach alles perfekt.  Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen - Gegenwart und Ende des 18. Jahrhunderts zur Zeit der französischen Revolution. Wer sich für Geschichte und Frankreich interessiert, sollte unbedingt mal reinschauen. Das Buch ist tatsächlich auch sehr gut für Jugendliche geeignet - es geht um den Sinn des Lebens, Selbstfindung, Schicksalsschläge, Kampf, Drogen und Depressionen. Auch die Protagonistin ist selbst noch im Jugendalter. Der Schreibstil ist unbeschreiblich gut - wie kann man nur so viel Emotion in so wenig Worte legen? Nachdem ich auch schon die Rosentrilogie von Jennifer Donnelly sehr mocht, werde ich sie von nun an wahrscheinlich zu einer meiner liebsten Autorinnen zählen.  Du hast Interesse an der franz- Revolution? Oder an den Höhen und Tiefen des Lebens? DANN LIES DIESES BUCH!

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  • Das Blut der Lilie

    Das Blut der Lilie
    wusl

    wusl

    10. March 2015 um 11:09

    Die zwei Hauptdarstellerinnen haben so einiges gemeinsam auch wenn sie Jahrhunderte trennen. Andi ist ein 17-jähriges Mädchen, welches nicht über den traumatisch verlaufenden Unfalltod ihres Bruders hinwegkommt. Neben ihrem übermächtigen Verlustschmerz hat sie auch noch mit einer gebrochenen Mutter und einem abwesenden Vater zu kämpfen. Sie rebelliert durch ihr gepierctes Äußeres, durch Verweigerung in der Schule und wilde Auflehnung gegen die Vater. Nebenbei ernährt sie sich hauptsächlich von Psycho-Parmaka und nur die Musik hilft ihr zu Überleben. Alex (auch eine Namensähnlichkeit ist vorhanden) ist ebenfalls jung und hängt ihr Herz an einen kleinen Jungen, dem Sohn des Französischen Königs, Lous Charles, der die letzten Jahre seines kurzen Lebens als Opfer der französischen Revolution in einem Turm verbrachte, von der Welt abgeschnitten, hungernd und geistig verkümmert durch Einsamkeit und Grausamkeit. Andi lernt Alex durch das Auffinden eines Tagebuches kennen und lässt den Leser miteintauchen in diese aufgewühlte Zeit des 18. Jahrhunderts. Ich hatte von dem kleinen Jungen bereits gehört und seine tragische Geschichte wird hier eindringlich und zutiefst traurig erzählt. Andis Leben dagegen beginnt sich nach und nach zu verändern. Auch wenn sie fürchterlich viele Tabletten schluckt, scheint doch langsam die Welt wieder zu ihr durchzudringen. Daran ist natürlich nicht unmaßgeblich ein junger Mann schuld - und das Tagebuch von Alexandrine. Das Buch hat seine Stärke vor allem in den anschaulichen Beschreibung der Gefühle und Verzweiflungen der zwei Mädchen. Vor allem Andis zwischenmenschliche Probleme werden sehr gut herausgearbeitet. Die Dialoge sind menschennah und eindringlich. Für meinen Geschmack kam die Geschichte von Alex etwas zu kurz - auch wenn deren Ende vorhersehbar war, hatte ich mir etwas mehr erhofft. Bin eben ein Fan von Connellys historischen Schmökern. Die Geschichte wird auch ständig gespiegelt durch Liedtexte, Hinweise auf Sänger, Lieder, Musikstücke. Die Aussagen darin, die Gefühle, die diese Musikstücke auslösen u.ä. Da ich kein besonders großer Musikszene-Kenner bin, war mir das etwas zu viel für meinen Geschmack. Da ich das Buch vor allem abends im Bett gelesen habe, hatte ich auch keine Zeit im Internet die Songs ständig zu recherchieren. Den Epilog hätte ich nicht gebraucht, mir wäre es lieber gewesen, meine eigene Fortsetzung von Andis Geschichte im Kopf zu produzieren. Ich wurde gut unterhalten, bevorzuge aber die richtig historischen Romane der Autorin.

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  • Zu hohe Erwartungen

    Das Blut der Lilie
    scarlett_ohara

    scarlett_ohara

    11. December 2014 um 19:41

    Selten habe ich mich auf ein Buch so sehr gefreut wie auf das neue Werk von Jennifer Donnelly.. Die Vorgänger "Die Teerose" und "Die Winterrose" gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Die Erwartungshaltung war natürlich entsprechend hoch. Zum Inhalt Die Story spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen: einmal in der Gegenwart und einmal zu Zeiten der französischen Revolution. Die Hauptperson ist Diandra Xenia (genannt Andi), eine amerikanische, siebzehnjährige Schülerin aus reichem Hause. Sie verliert ihren kleinen Bruder Truman auf tragische Weise, woran sie sich selbst die Schuld gibt. Ihre Mutter verkraftet das nicht und wird psychisch sehr krank, ihr Vater verlässt die Familie. Trost findet Alex nur in der Musik. Als ihre Mutter komplett zusammenbricht und in eine geschlossene Anstalt gebracht wird, nimmt ihr Vater Andi gegen ihren Willen mit nach Paris. Dort findet sie in einem Gitarrenkoffer das Tagebuch der jungen Alexandrine, die zur Zeit der französischen Revolution gelebt hat, und mit Louis Charles, dem Sohn von Louis XVI und Marie Antoinette, eng befreundet war. Nachdem dessen Eltern auf dem Schafott enden und er selbst in einen Turm eingesperrt wird, zündet sie heimlich in der Nähe seines Gefängnisses Feuerwerke, um ihm zu zeigen, dass sie an ihn denkt. Meine Meinung "Das Blut der Lilie"war für mich die reinste Enttäuschung. Ich habe mich quasi durch das Buch gequält. Zwischendurch habe ich es sogar ein paar Tage beiseite gelegt, in der Hoffnung, etwas später vielleicht besser hineinzufinden. Leider war das nicht der Fall, und nach ca. der Hälfte des Buches habe ich endgültig kapituliert und das Lesen abgebrochen. Die Gründe dafür waren mannigfaltig. Zum einen fand ich bereits die "Jugendsprache" zu Beginn des Buches sehr gewöhnungsbedürftig. Hinzu kam dann die äußerst detaillierte Beschreibung von Andis Musikkompositionen, die mit derartig vielen Fachbegriffen gespickt war, dass das nur noch einem Profimusiker verständlich war. Mich hat das komplett überfordert. Eigentlich hätte ich hier schon abbrechen wollen, wenn mich nicht die Frage vorangetrieben hätte, was denn genau Andis Bruder zugestossen ist. Die Antwort auf diese Frage lässt aber sehr lange auf sich warten.Und dann kamen die Passagen im Buch, wo das Geschehen in der zweiten Zeitebene total abstrus und undurchsichtig wurde. Verdeutlichen will ich das einmal am Beispiel der Person des Herzogs von Orléans. In dem einen Moment ist er lebendig, dann stirbt er, taucht aber ein paar Seiten später wieder auf. Da war für mich die Chronologie total verlustig gegangen, und ich habe irgendwie den Überblick verloren. Und durch diese konfusen Zeitsprünge ist mir der Spaß an diesem Buch dann endgültig verloren gegangen. Auch das Schicksal von Truman war mir dann letztlich egal. Ich weiss bis jetzt nicht, was ihm zugestossen ist; es interessiert mich aber auch nicht mehr im Geringsten. Fazit Das war eines der schrecklichsten Bücher, das ich je gelesen habe. Umso bedauerlicher, da ich die Autorin bisher ganz anders kennengelernt und sehr geschätzt habe. Aber das Lesen dieses Buch kann man sich getrost schenken.

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  • Buchverlosung zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    silkedb

    silkedb

    19. June 2014 um 22:06

    In meinem Blog gibt es jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch. Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/ Diese Woche gibt es "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly als Taschenbuch aus dem Piper Verlag zu gewinnen (es handelt sich um ein als Mängelexemplar gekennzeichnetes Buch!). Hier eine kurze Inhaltsangabe: "Seit ihr kleiner Bruder auf tragische Weise ums Leben kam, ist Andis Herz fest verschlossen. Bis sie das faszinierende Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst ebenfalls einen geliebten kleinen Jungen verlor – vor mehr als zweihundert Jahren, in der Französischen Revolution. Andi folgt ihrer Spur bis in die Tiefen der Pariser Katakomben und findet dort schließlich den Schlüssel zu Liebe und Vergebung." Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben. Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost. Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    Phini

    Phini

    09. February 2013 um 18:11

    Inhalt Seit ihr kleiner Bruder auf tragische Weise ums Leben kam, ist Andis Herz fest verschlossen. Bis sie das faszinierende Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst ebenfalls einen geliebten kleinen Jungen verlor vor mehr als zweihundert Jahren, in der Französischen Revolution. Andi folgt ihrer Spur bis in die Tiefen der Pariser Katakomben und findet dort schließlich den Schlüssel zu Liebe und Vergebung. Autorin Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in Brooklyn. Meine Meinung Faszinierend. Der Schreibstil, die Story und die Charaktere haben dieses Buch zu etwas Großem gemacht. Unglaublich mitreißend. Ich habe nachts davon geträumt und bin sogar an der UBahn-Endstation sitzen geblieben bis mich jemand darauf aufmerksam machte, dass ich aussteigen muss. Wie nebenbei habe ich einiges über die Französische Revolution kenengelernt und über die französische Königsfamilie. Ich lese gerne Bücher in denen sich die tatsächliche Geschichte mit der Fiktion so sehr vermischt. Ich konnte mich so sehr in Andi reinversetzen. Sie wollte das Tagebuch immer weiterlesen und ich ihre Geschichte. Ich fühlte mich als Teil der Geschichte. Dass das Buch in der "Ich-Form" geschrieben wurde trägt zu seinem Erfolg bei. Fazit Absolute Empfehlung aufgrund der tiefgehenden und nachvollziehbaren Gefühlwelt der Hauptperson. Großes Lob an Frau Donelli. Auch ihre anderen Bücher werde ich lesen. Toll.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    walli007

    walli007

    14. July 2012 um 14:03

    Der traurige König Nur noch schwer eigentlich überhaupt nicht mehr kommt Andi in der Schule zurecht. Vor zwei Jahren ist ihr kleiner Bruder gestorben, die Ehe der Eltern zerbrach und ihre Mutter ist noch schlechter drauf als Andi. Dennoch muss Andi ihre Abschlussarbeit schreiben, damit sie sich an der Uni bewerben kann und damit sie nicht von der Schule fliegt. Doch Andi hat nunmal kein Interesse an der Schule, ihr Bruder ist tot, wozu da lernen. Aber wie es so ist im Leben, ihr Vater, der sonst nie da ist, nimmt zum ersten Mal die Dinge in die Hand. Er sorgt dafür, dass die Mutter ins Krankenhaus kommt und er zwingt Andi mit ihm über die Ferien nach Paris zu kommen. Andi, eine zerbrochene Seele, rührt an, wenn man von ihr liest. Sie gibt sich die Schuld am Tode des kleinen Bruders und alle Therapien helfen nicht, das Leben scheint das morgendliche aufstehen nicht wert zu sein. Eine Situation, die man sich nicht vorstellen möchte, den kleinen Bruder zu verlieren, das muss einem einfach das Herz zerreißen. Mehrfach scheint es nur noch ein kleiner Schritt zu sein bis zum Ende. So scheint der Ortswechsel etwas positiven Schwung zu bringen. Doch Andi kann sich selbst nicht entfliehen. Sie wird sich ihrem selbst stellen müssen. Hoffentlich gelingt es ihr. Vielleicht hilft da das geheimnisvolle Tagebuch mit dem der Bogen zur Vergangenheit geschlagen wird. Hier bekommt der Leser mal einen sehr persönlichen Einblick in die Ereignisse der französischen Revolution. Die trockenen Fakten kennt man meist, doch das Leid, dass während dieser Zeit über die Menschen gekommen ist, wird dem Leser mit diesem Buch sehr nahe gebracht. Man fragt sich, ob die Revolution es das Wert war oder ob der Preis nicht doch zu hoch war. Neid und Gier einiger weniger haben zu extremen Umwälzungen geführt. Und letztlich steht hinterher kaum einer besser da und dafür viele schlechter. Was das ganze mit Andis Erleben zu tun hat und ob Andi zu einem ausgeglicheneren Leben findet, dass muss jeder selbst nachlesen. Ich fand das Buch überraschend, gelungen in seiner Verknüpfung der Gegenwart mit der Vergangenheit, emotional anrührend das Schicksal Andis und ihrer Familie. Mein erstes Buch von Jennifer Donnelly doch sicher nicht mein letztes.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    11. May 2012 um 11:45

    Die siebzehnjährige Andie hat keine Freude mehr am Leben.Sie gibt sich die Schuld am Tod ihres Bruders. Ihr Vater lebt inzwischen nicht mehr bei ihr und ihrer Mutter. Die Mutter ist wie Andi depressiv. Während Andie sich nur noch Musik widmet, macht ihre dasselbe mit Malen. Als ihre Mutter in eine Psychiatrie eingewiesen wird, nimmt ihr Vater sie mit auf eine Reise nach Paris. Ihr Gastgeber ist ein fanatischer Sammler von Gegenständen aus der Zeit der Französischen Revolution. Unter diesen Gegenständen ist eine Gitarre aus dieser Zeit. Im Kofferfutter findet sie ein Tagebuch von Alexandrine. Sie kann sich der Geschichte von Alex nicht entziehen. Sie ist berührt und gebannt von diesem aussergewöhnlichen Mädchen. Bald merkt sie, dass die Beiden etwas verbindet. Ich habe das Buch als Überbrückung bis zum Erscheinen des letzten Bandes der Rosentriologie gekauft. Ich mag den Schreibstil von Jennifer Donnelly. Sie versteht es, so zu schreiben, dass der Leser die Geschichte erlebt. Dieser Roman ist allerdings ganz anders als die Rosentriologie. Schon aus dem Grund, dass der Leser zwischen zwei Zeitepochen hin und her pendelt. „Das Blut der Lilie“ hat mich wie schon ihre anderen Bücher in eine andere Welt eintauchen lassen und mich berührt.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    08. March 2012 um 21:36

    "Jetzt sehe ich auf den Temple hinüber und weiß, dass Louis Charles dort im Sterben liegt. Allein. Im Dunkeln. Voller Angst. Und gleichzeitig dreht die Welt sich weiter. Leute schlafen. Träumen. Streiten sich. Sie bleibt nicht stehen, diese Welt. Nicht jetzt in Paris. Nicht Jahre später in Brooklyn." Seit dem tragischen Tod ihres kleinen Bruders ist für Andy nichts mehr, wie es war. Ihr Vater lässt sich kaum mehr blicken, ihre Mutter hat sich vollkommen in sich selbst zurückgezogen und Andy bewältigt ihren Alltag nur noch mit starken Tabletten. Mehr als nur einmal stand sie kurz davor, Selbstmord zu begehen – weil sie sich selbst die Schuld am Tod ihres Bruders gibt. Doch auf einer Reise nach Paris findet sie ein 200 Jahre altes Tagebuch, welches die Geschichte von Alexandrine erzählt, einem Mädchen, welches 1789 zur Spielgefährtin des Königssohnes Louis Charles ernannt wird. Alex liebt den Jungen abgöttisch, kann aber nicht verhindern, dass die Französische Revolution die Königsfamilie vernichtet. In Alexandrine findet sich Andy selbst wieder – und lernt langsam, ihr Leben weiterzuleben… ------- Historische Romane gehören eigentlich nicht ganz in mein Beuteschema und hätte eine Bekannte das Buch nicht wärmstens empfohlen, hätte es meine Aufmerksamkeit wohl nicht unbedingt auf sich gezogen. Glück gehabt, denn so hätte ich fast ein echt schönes Buch verpasst. „Das Blut der Lilie“ erzählt eine berührende Geschichte über Schmerz und Verlust, Trauer und Wiedergutmachung und vermischt dabei Heute und Damals, Fiktion und historische Tatsachen. Angesiedelt ist die Geschichte irgendwo zwischen Jugend- und Erwachsenenbuch, zwischen Gegenwart und der Zeit der Französischen Revolution. Der Zeit von Marie Antoinette, dem Sturm auf die Bastille und dem Untergang der Monarchie in Frankreich; einem der spannendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, in Brooklyn. Seit dem Tod ihres kleinen Bruders kommt Andy immer weniger mit ihrem Leben klar, ihren Alltag und die Schule bewältigt sie nur noch unter starkem Medikamenteneinfluss. Auch ihre Eltern können ihr nicht helfen, denn der Vater ist nie da und die Mutter in ihrer eigenen Traumwelt gefangen. Trost findet Andys einzig in ihrer Musik. Sie spielt leidenschaftlich gern Gitarre und drückt so ihre Trauer um ihren Bruder aus. Doch als Andy droht, wegen schlechter Leistungen von der Schule zu fliegen, nimmt ihr Vater sie mit nach Paris, wo sie in drei Wochen ihre Abschlussarbeit schreiben soll, während er selbst mit der genetischen Analyse eines uralten, konservierten Herzens beschäftigt ist – das vermutete Herz des Königssohnes Louis Charles, der Sohn von Ludwig XVI und Marie Antoinette. Andy will eigentlich einfach nur ihre Ruhe. Doch dann findet sie das lange verschollene Tagebuch von Alexandrine, die vor 200 Jahren die Spielgefährtin eben jenes Königssohnes war.... Im Jahr 1795 erfahren wir durch Alexandrines Tagebuch, dass die Forderung des Volkes nach "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" nicht für alle galt. Der Adel wurde, nachdem der König gewaltsam entmachtet wurde, grausam verfolgt und Tausende fanden dank Robespierre durch die Guillotine den Tod. Wer sich der Revolution nicht anschloss, musste um sein Leben fürchten. In dieser gefährlichen Zeit versucht Alexandrine, ein armes Schaustellermädchen, immer nur, den kleinen Königssohn vor der grausamen Welt zu beschützen. Sie soll den Königssohn unterhalten. Anfangs tut sie das, ohne etwas für das Kind zu empfinden. Sie rechnet sich einfach nur steile Aufstiegschancen aus, wenn die Königin mit ihr zufrieden ist. Doch mit der Zeit wächst ihr der Junge ans Herz, bis sie schließlich ihr eigenes Leben für ihn riskiert. "Das Blut der Lilie" ist ein sehr trauriger, herrlich gefühlvoll erzählter Roman, der sich gar nicht so einfach einordnen lässt. Die Schilderungen der Lebensumstände im 18. Jahrhundert sind sehr detailliert, aber trotzdem leicht verständlich. Ein reiner historischer Roman ist es jedoch nicht, da die Erzählerin immerhin aus der heutige Zeit stammt und am liebsten Musik auf ihrem iPod hört. Gleichzeitig ist es ein Roman, der durch Andys großes Interesse für vergangene und heutige Musikkünstler einen Einblick in die Musikgeschichte gibt, aber auch eine zarte Liebesgeschichte erzählt. Die Mischung hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, aber Jennifer Donnelly hat alles wunderbar unter einen Hut gebracht. Und sie versteht es wirklich gut, Gefühle zu vermitteln. Auch auf mich selbst hat Andys Trauer beim Lesen oftmals abgefärbt, ich habe nachvollziehen können, wie sie sich fühlt, wenn sie am Rande eines Daches steht und überlegt, zu springen, oder sich verzweifelt wünscht, in der Zeit zurückgehen zu können und die Ereignisse zu ändern. Das Erzähltalent der Autorin zeigt sich nicht nur in ihrer Fähigkeit, glaubhafte Charaktere und mitreißende Gefühle zu beschreiben, sondern auch darin, wie einfach und verständlich sie die historischen Fakten um die Französische Revolution vermitteln kann. Sowohl Liebhaber historischer Romane als auch Neulinge in diesem Genre dürften so an diesem Buch ihren Gefallen finden. Das Buch ist gleichermaßen für jugendliche wie ältere Leser geeignet, und die Vermischung verschiedener Genrearten ist echt toll gelungen. Wer nach einem Roman voller tiefgehender Gefühle und einer faszinierenden Geschichte sucht, wird mit "Das Blut der Lilie" einige schöne Lesestunden erleben.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    JuliaO

    JuliaO

    07. February 2012 um 23:30

    Warum 2 Sterne? Ich habe eine Weile gegrübelt, obn es nun einer oder eben zwei werden. Nachdem die Geschichte an sich aber lesbar ist, und ich auch bis zum Ende durchgehalten habe, fiel dann die Entscheidung auf 2. Ich hab mir SO viel erwartet! Die Teerose gehört zu meinen Lieblingsbüchern - da hat man dann freilich schon eine gewisse Erwartung an eine Autorin. Nur leider hat sie diese mit diesem Buch nun ganz und gar nicht erfüllt... Keiner der beiden Handlungsstränge hat mich wirklich überzeugt und als dann noch Dinge passierten, die in dem "Schicksalsroman" gemischt mit historischem Hintergund auch noch Fantasy Aspekte einfliesen lassen (oder auch nicht?) - da wars dann ganz aus mit mir... Leider.

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  • Frage zu "Blutrote Lilien" von Kathleen Weise

    Blutrote Lilien
    Anne24

    Anne24

    Kann mir jemand gute historische Bücher für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen? So etwas in der Art wie "Blutrote Lilien" zum Beispiel... Danke euch schonmal!

    • 7
    Cadiz

    Cadiz

    09. November 2011 um 16:32
  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    saia

    saia

    17. September 2011 um 23:52

    Zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des damals zehnjährigen Trumans ist seine Familie am Ende. Seine Mutter hat sich von der Außenwelt abgeschottet und findet Trost nur in der Malerei – ihr einziges Motiv ist Truman. Sein Vater, ein berühmter Wissenschaftler, der für seine Arbeiten im Bereich der Genforschung den Nobelpreis erhielt, und auch vorher seiner Familie nie sonderlich nahe stand, baut sich eine neue Familie auf. Die inzwischen siebzehnjährige Schwester Andi leidet unter Depressionen, die sie nur mit starken Antidepressiva kontrollieren kann. Sie, die einst hoffnungsvollste Schülerin einer privaten Eliteschule, gibt sich die Schuld am Tod des kleinen Bruders, dem sie sehr nahestand, sieht keinen Sinn mehr im Leben und spielt sogar mit dem Gedanken an Selbstmord. Lediglich ihre geliebte Musik gibt ihr zeitweise Trost und Halt. Kurz vor den Winterferien droht die Schule, sie rauszuwerfen. Ihre letzte Chance auf einen Abschluss ist die Anfertigung einer fundierten Repräsentation zu einem selbstgewählten Thema: über den Komponisten Malherbeau – einen Zeitgenossen der französischen Revolution. Der Vater, durch einen Brief der Schule auf den Plan gerufen, ist entsetzt über den Zustand, in dem er seine Familie vorfindet, lässt seine Frau in eine psychiatrische Klinik einliefern und nimmt Andi gegen deren Willen mit nach Paris, wo sie vor Ort ihre Nachforschungen betreiben soll. In Paris wohnen sie bei einem ehemaligen Studienkollegen des Vaters. Dieser hat sich ganz der Erforschung der französischen Revolution verschrieben und sammelt alles, jeden Gegenstand, jedes Dokument aus dieser Zeit, um damit später ein Museum zu gründen. Als Andy sich bemüht das Schloss eines alten Gitarrenkoffers, der eines der Besitztümer ihres Gastgebers ist, zu betätigen, kann sie unerwartet mit Hilfe eines Schlüssels, der einst ihrem Bruder gehörte, ein Geheimfach in diesem Koffer öffnen und findet das Tagebuch des Mädchens Alexandrine, einer jungen Schauspielerin, die zur Zeit der Ereignisse, die sie in ihrem Tagebuch festhielt, in Andis Alter war. Noch mehr Parallelen finden sich zwischen den beiden Mädchen: auch Alexandrine liebte aus ganzem Herzen einen kleinen Jungen: den Sohn Ludwig XVI, dem sie sehr nahe steht, dessen Leiden sie jedoch nicht verhindern kann. Andi taucht – zunächst gedanklich – immer tiefer in die Welt von Alexandrine und Malherbeau ein. Auf ihrer Suche nach Musik und letztendlich Verständnis trifft sie neue Menschen, die ihr zu Freunden werden, und die Geister der Vergangenheit. Dieses an sich so traurige Thema – der Verlust eines geliebten Menschen – wurde von der Autorin warmherzig und verständnisvoll aufgegriffen und mit Musik aus allen Bereichen (von Klassik über Rock bis zum Rap) und der Geschichte der ersten großen Revolution mit ihren Folgen auf faszinierende Art verwoben. Das Lesen des Buches ist der reine Genuss, man fühlt mit Andi, ihrer Familie, Freunden und auch Alexandrine, Malherbeau und den anderen Gestalten aus dem revolutionären Paris mit. Alle handelnden Personen sind für den Leser lebendig und mit Achtung vor jedem einzelnen geschildert. Die Handlung ist sehr spannend, obwohl nie reißerisch, dargestellt. Selbst als Andi sich im 18. Jahrhundert wiederfindet, ist dies glaubhaft und logisch. Sehr imponiert hat mir das umfangreiche Wissen der Autorin um die Musik. Es war für mich fast eine Offenbarung, wie sie den Einfluss Malherbeus auf berühmte (noch) nicht klassische Musik unserer Zeit darlegt. Ich habe Lust bekommen, mir selbst die Musik dieses bis dato mir unbekannten Komponisten anzuhören. Auch die Geschichte der Revolution ist sehr gründlich recherchiert. Die Informationen über diese Zeit fügen sich nahtlos in die Handlung ein, welche dadurch noch interessanter wird. Ebenso wird die Gestaltung des Buches dem Inhalt gerecht: ansprechend, jedoch nicht aufdringlich, dabei aber von hoher technischer Qualität (Festeinband, schönes Papier und sogar Kapitelbändchen – ein Dank dem Verlag, der hier nicht allzu sehr auf die Kostenbremse gedrückt hat. Mein Fazit: Dies ist eines der schönsten, spannendsten und gleichzeitig warmherzigsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Ein Nachtrag: Inzwischen habe ich noch zwei andere, ältere Bücher von J. Donelly gelesen und bin sehr froh, dass ich "Das Blut der Lilie" vorher lesen konnte. Es unterscheidet sich sehr positiv von den früheren Romanen der Autorin. Vor allem ist es tiefgründiger.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    Themistokeles

    Themistokeles

    07. August 2011 um 19:46

    Inhalt: Andi hat ihren Bruder auf tragische Weise verloren und gibt sich die Schuld daran. Ihre Gefühlswelt und ihr seelischer Zustand sind dadurch stark angeschlagen und sie nimmt Psychopharmaka ein. Auch Andis Mutter hat der Tod ihres Sohnes sehr stark getroffen und sie ist in einem lethargischen Zustand, in dem sie nur noch ihn Porträtiert, denn sie ist Malerin. Der Vater von Andi und ihrem Bruder hat sie und ihre Mutter nach dessen Tod verlassen. Andi selbst ist hochbegabt und nutz diese Begabung mit großem Einsatz für die Musik, da das ihr einziger Zufluchtsort ist. Da Andi ihre Schule schleifen lässt, nimmt ihr Vater sie mit nach Paris, wo sie an ihrer Abschlussarbeit schreiben soll und weißt Andis Mutter in eine Klinik ein. In Paris fällt Andi ein 200 Jahre altes Tagebuch in die Hände, welches schnell ihr ganzes Leben verändert. Meinung: Die Geschichte hat eine ganz eigene Atmosphäre, die im Lauf der Geschichte immer besser wird. Zu Beginn jedoch ist das Buch sehr eigenartig und ich muss sagen, dass es nach meinem Empfinden erst als gut gelten kann, als Andi das Tagebuch findet. Gegen Ende fand ich wurden die Geschehnisse ein wenig abgehoben, aber insgesamt ging es noch. Auffällig ist bei dem Buch, dass es im Original in der Jugendbuchabteilung erschienen ist, denn das es stark in diese Richtung geht, wird einem schnell klar. Was natürlich einen Großteil der Struktur beeinflusst und dadurch die ganze Geschichte einen anderen Anklang hat. Die meiste Zeit des Lesens war ich mir nicht wirklich sicher ob ich das Buch mag oder nicht, jedoch muss ich jetzt sagen, dass ich es im Nachhinein, wenn ich darauf zurück blicke, doch irgendwie mochte. Auch wenn ich nicht wirklich sagen kann warum. Jedoch fand ich die Geschichte um Louis und Alex in einigen Passagen deutlich besser als die von Andi. Denn in dem Teil war oft zu viel Musik. Alles in allem ein irgendwie interessantes Buch, dass so anders ist, dass ich nicht wirklich weiß, wie ich es beschreiben soll.

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  • Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. April 2011 um 14:40

    Ich habe lange darüber nachgedacht, wie man das Buch am Besten beschreiben könnte. Schließlich habe ich mich dann für „einzigartig“ entschieden. Das Buch fesselt, zieht dich in seinen Bann und lässt dich nicht eher los, bis du es zu Ende gelesen hast. Andi ist verlassen, einsam, hoffnungslos. Ihr Charakter wirkt dennoch immer stark, auch wenn dem manchmal nicht so scheint. Sie gibt nicht auf, auch wenn es so einfach wäre. Sich fallen zu lassen. Einfach zu gehen. So taucht man in ihr Leben ein und erfährt immer mehr über ihre Vergangenheit und all die Ereignisse, die sie so gemacht haben, wie sie ist. Traurigkeit, Aussichtslosigkeit und Verzweiflung – das sind Elemente, die Andis Leben ausmachen... bis sie plötzlich ein geheimnisvolles Tagebuch findet. Und da plötzlich weiß sie, das sie nicht die Einzige ist, die jemanden verloren hat. Alex, die Schauspielerin, zeigt ihre neue Wege auf und versetzt Andi in eine andere, brutalere und grausamere Zeit zurück. Andi versucht die Hintergründe von Alex Geschichte zu verstehen, doch dann plötzlich ist Alex Tagebucheintrag zu Ende. Ich... Wie geht es weiter? Was ist passiert? Andi schließt das Tagebuch und weiß, dass sie das Ende niemals erfahren wird. Denn zwischen ihr und Alex liegen Jahrzehnte. Jahrhunderte. Doch das Schicksal will es anders. Geheimnisse werden entlüftet. Tote Geister zum Leben erweckt und der Sinn des Lebens wiedergefunden. Alex verändert sich während des ganzen Buches und diese Veränderungen sind es, die mich immer weiter lesen ließen. Außerdem macht die vollkommene und unverwechselbare Schreibweise von Jennifer Donnelly das Buch zu etwas ganz Unvergesslichem. Der Bezug zur Musik und die Historischen Hintergründe sind zudem so voller Leidenschaft und Details, das es richtig Spaß macht. Man erfährt so vieles über die Französische Revolution und dennoch wirkt es nicht wie langweiliger Geschichtsunterricht. Es ist interessant und macht wirklich neugierig. Besonders gefallen hat mir aber der Bezug zur Musik. Für mich – eine wirkliche Musikliebhaberin – ein weiterer Pluspunkt. Auch die Songtexte, die in dem Buch immer wieder vorkommen, waren einfach wunderschön. Und als ich „Iron Band“ gelesen habe, hat es mich so ergriffen, das mir sogar die Tränen in den Augen standen. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben, aber das Buch heilt. Es gibt Lebensmut. Hoffnung. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen!

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