Das Blut der Lilie

von Jennifer Donnelly 
3,9 Sterne bei112 Bewertungen
Das Blut der Lilie
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Marzipanmaedchens avatar

Das Ende passte leider gar nicht

Samantha_Jane_Winchesters avatar

Etwas düster geschrieben aber genau deshalb mag ich es!

Alle 112 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Blut der Lilie"

Seit ihr kleiner Bruder auf tragische Weise ums Leben kam, ist Andis Herz fest verschlossen. Bis sie das faszinierende Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst ebenfalls einen geliebten kleinen Jungen verlor – vor mehr als zweihundert Jahren, in der Französischen Revolution. Andi folgt ihrer Spur bis in die Tiefen der Pariser Katakomben und findet dort schließlich den Schlüssel zu Liebe und Vergebung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492274494
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:12.11.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Buecherheikes avatar
    Buecherheikevor 2 Jahren
    Geschichten in der Geschichte...

    Dieses Buch ist wie eine Matroschka. Immer wenn man es öffnet, kommt eine neue Geschichte zutage.

    Die von Andi, die gar nicht so heißt und sich die Schuld am Tod ihres Bruders gibt.

    Die ihrer Mutter, die am Tod des einen Kindes fast zerbricht und dabei das andere noch lebende Kind vergisst.

    Die des Vaters, der sich seinen Anteil am Drama nur schwer eingestehen und es mit einer neuen Familie im zweiten Anlauf besser machen will.

    Die von Alex, die hunderte von Jahren früher lebte und trotzdem Teil von Andis Geschichte wird.

    Die Geschichte eines Musikers, der eine große Rolle in diesem Buch spielt, obwohl er schon seit über hundert Jahren tot ist.

    Und nicht zuletzt die Geschichte eines kleinen Jungen, der für die Fehler und die Machtgier von Erwachsenen leiden musste.

    All diese Geschichten fließen zusammen und ergeben ein wundervoll erzähltes Erlebnis, dass mich nicht losgelassen hat.

    Bis zum letzten Wort war ich gefesselt und fasziniert von den Ereignissen.

    Ab heute werde ich ein Feuerwerk mit ganz anderen Augen sehen.

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    T
    Tammy1982vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein frühes Werk der Autorin, das zäh beginnt, aber dran bleiben lohnt sich.
    Schwieriger Start, aber dann entwickelt sich ein Lesesog

    Andi hat ihren Bruder auf tragische Art und Weise verloren und findet sich seitdem in ihrem Leben nicht mehr zurecht. Gemeinsam mit ihrer Mutter haben sie sich in ihrem Leid eingeschlossen und lassen niemanden mehr an sich heran. Andi's Vater zwingt sie schließlich ihn nach Paris zu begleiten. Dort angekommen, entdeckt Andi durch Zufall die Briefe einer jungen Frau Alexandrine, die zu Zeiten der französischen Revolution gelebt hat und auch verzweifelt versucht hat einen kleinen Jungen zu retten...

    Der Beginn des Buches war für mich sehr zäh. Ich liebe die "*-Rosen"-Bücher von Jennifer Donnelly und ihren Schreibstil und war erstmal enttäuscht, diesen Schreibstil hier nicht vorzufinden. Nachdem ich aber erfahren habe, dass dies ein sehr frühes Buch von der Autorin ist, kann ich über gewisse Dinge hinweg sehen.

    Abgesehen vom Schreibstil, war auch die Geschichte zu Beginn erstmal etwas anstrengend. Andi ist kein leichter Charakter und auch wenn ich ihre Trauer nachvollziehen konnte, fand ich ihre Art und Weise, wie sie mit anderen Menschen umgeht, ganz schrecklich. Dies ändert sich im Laufe des Buches und von dem Zeitpunkt wo Andi die Briefe von Alexandrine findet, war ich von der Handlung komplett gefangen. Dabei haben mir gerade die Szenen in der Vergangenheit sehr gut gefallen.

    In der Vergangenheit entführt die Autorin den Leser nach Frankreich zu Zeiten der französischen Revolution und hier blitzt dann wieder die Kunst von Jennifer Donnelly auf, Geschichte lebendig werden zu lassen und ein Paris im Jahre 1779 vor meinem geistigen Auge auferstehen zu lassen. Gekonnt werden in dem Buch historische Begebenheiten und Fiktion miteinander verwebt und ich hatte das Gefühl, ich wäre direkt vor Ort und würde dieses Blutbad genau vor mir sehen.

    Andi wurde im Verlauf des Buches auch immer sympathischer und gut gefallen hat mir, dass die Autorin das Mädchen mit einer unglaublichen Liebe und Talent zur Musik ausgestattet hat. Als i-Tüpfelchen gibt es auch noch selbstgeschriebene Lieder von Andi, die mit kompletten Text am Ende des Buches abgedruckt sind. Eine ganz tolle Idee.

    Alles in allem ein Buch, dass schwierig startet, aber schließlich einen unglaublichen Sog entwickelt und die französische Revolution sehr plastisch und eindringlich vorführt. Sprachlich noch nicht ganz so ausgereift, wie die "*-Rosen"-Bücher der Autorin, aber definitiv lesenwert.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut unglaubliches Buch über die franz. Revolution. Tolle, schicksalhafte Geschichte, tolle Charaktere, viele Emotionen!
    Tauche ein in das 18. Jahrhundert - in die französische Revolution ...

    Andi leidet unter Depressionen seit ihr kleiner Bruder gestorben ist. Ihr Vater hat sie verlassen, ihre Mutter ist ein psychisches Wrack und Andi steht kurz davor, ihren Abschluss nicht zu bestehen.
    Ihr Vater nimmt sie mit nach Paris, damit sie mal einen Tapetenwechsel bekommt. Dort findet sie ein Tagebuch eines Mädchens, dass ebenso wie Andi selbst einen geliebten Jungen verloren hat - zweihundert Jahre zuvor! Während Andi das junge Mädchen durch ihr Leben begleitet, durchlebt sie selbst Höhen und Tiefen. 
    Gemeinsam versuchen die beiden Mädchen, den Sinn ihres Lebens zu finden ...

    Ich bin absolut begeistert von diesem Buch - 441 Seiten und ich habe nicht einen Makel gefunden.
    Von der Geschichte über die Recherchearbeit bis zu den Charakteren war für mich einfach alles perfekt. 
    Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen - Gegenwart und Ende des 18. Jahrhunderts zur Zeit der französischen Revolution. Wer sich für Geschichte und Frankreich interessiert, sollte unbedingt mal reinschauen.
    Das Buch ist tatsächlich auch sehr gut für Jugendliche geeignet - es geht um den Sinn des Lebens, Selbstfindung, Schicksalsschläge, Kampf, Drogen und Depressionen. Auch die Protagonistin ist selbst noch im Jugendalter.
    Der Schreibstil ist unbeschreiblich gut - wie kann man nur so viel Emotion in so wenig Worte legen?
    Nachdem ich auch schon die Rosentrilogie von Jennifer Donnelly sehr mocht, werde ich sie von nun an wahrscheinlich zu einer meiner liebsten Autorinnen zählen. 

    Du hast Interesse an der franz- Revolution? Oder an den Höhen und Tiefen des Lebens? DANN LIES DIESES BUCH!

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    wusls avatar
    wuslvor 4 Jahren
    Das Blut der Lilie

    Die zwei Hauptdarstellerinnen haben so einiges gemeinsam auch wenn sie Jahrhunderte trennen.

    Andi ist ein 17-jähriges Mädchen, welches nicht über den traumatisch verlaufenden Unfalltod ihres Bruders hinwegkommt. Neben ihrem übermächtigen Verlustschmerz hat sie auch noch mit einer gebrochenen Mutter und einem abwesenden Vater zu kämpfen. Sie rebelliert durch ihr gepierctes Äußeres, durch Verweigerung in der Schule und wilde Auflehnung gegen die Vater. Nebenbei ernährt sie sich hauptsächlich von Psycho-Parmaka und nur die Musik hilft ihr zu Überleben.

    Alex (auch eine Namensähnlichkeit ist vorhanden) ist ebenfalls jung und hängt ihr Herz an einen kleinen Jungen, dem Sohn des Französischen Königs, Lous Charles, der die letzten Jahre seines kurzen Lebens als Opfer der französischen Revolution in einem Turm verbrachte, von der Welt abgeschnitten, hungernd und geistig verkümmert durch Einsamkeit und Grausamkeit.

    Andi lernt Alex durch das Auffinden eines Tagebuches kennen und lässt den Leser miteintauchen in diese aufgewühlte Zeit des 18. Jahrhunderts. Ich hatte von dem kleinen Jungen bereits gehört und seine tragische Geschichte wird hier eindringlich und zutiefst traurig erzählt. Andis Leben dagegen beginnt sich nach und nach zu verändern. Auch wenn sie fürchterlich viele Tabletten schluckt, scheint doch langsam die Welt wieder zu ihr durchzudringen. Daran ist natürlich nicht unmaßgeblich ein junger Mann schuld - und das Tagebuch von Alexandrine.

    Das Buch hat seine Stärke vor allem in den anschaulichen Beschreibung der Gefühle und Verzweiflungen der zwei Mädchen. Vor allem Andis zwischenmenschliche Probleme werden sehr gut herausgearbeitet. Die Dialoge sind menschennah und eindringlich. Für meinen Geschmack kam die Geschichte von Alex etwas zu kurz - auch wenn deren Ende vorhersehbar war, hatte ich mir etwas mehr erhofft. Bin eben ein Fan von Connellys historischen Schmökern. Die Geschichte wird auch ständig gespiegelt durch Liedtexte, Hinweise auf Sänger, Lieder, Musikstücke. Die Aussagen darin, die Gefühle, die diese Musikstücke auslösen u.ä. Da ich kein besonders großer Musikszene-Kenner bin, war mir das etwas zu viel für meinen Geschmack. Da ich das Buch vor allem abends im Bett gelesen habe, hatte ich auch keine Zeit im Internet die Songs ständig zu recherchieren. Den Epilog hätte ich nicht gebraucht, mir wäre es lieber gewesen, meine eigene Fortsetzung von Andis Geschichte im Kopf zu produzieren.

    Ich wurde gut unterhalten, bevorzuge aber die richtig historischen Romane der Autorin.

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    scarlett_oharas avatar
    scarlett_oharavor 4 Jahren
    Zu hohe Erwartungen

    Selten habe ich mich auf ein Buch so sehr gefreut wie auf das neue Werk von Jennifer Donnelly.. Die Vorgänger "Die Teerose" und "Die Winterrose" gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Die Erwartungshaltung war natürlich entsprechend hoch.

    Zum Inhalt

    Die Story spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen: einmal in der Gegenwart und einmal zu Zeiten der französischen Revolution. Die Hauptperson ist Diandra Xenia (genannt Andi), eine amerikanische, siebzehnjährige Schülerin aus reichem Hause. Sie verliert ihren kleinen Bruder Truman auf tragische Weise, woran sie sich selbst die Schuld gibt. Ihre Mutter verkraftet das nicht und wird psychisch sehr krank, ihr Vater verlässt die Familie. Trost findet Alex nur in der Musik. Als ihre Mutter komplett zusammenbricht und in eine geschlossene Anstalt gebracht wird, nimmt ihr Vater Andi gegen ihren Willen mit nach Paris. Dort findet sie in einem Gitarrenkoffer das Tagebuch der jungen Alexandrine, die zur Zeit der französischen Revolution gelebt hat, und mit Louis Charles, dem Sohn von Louis XVI und Marie Antoinette, eng befreundet war. Nachdem dessen Eltern auf dem Schafott enden und er selbst in einen Turm eingesperrt wird, zündet sie heimlich in der Nähe seines Gefängnisses Feuerwerke, um ihm zu zeigen, dass sie an ihn denkt.

    Meine Meinung

    "Das Blut der Lilie"war für mich die reinste Enttäuschung. Ich habe mich quasi durch das Buch gequält. Zwischendurch habe ich es sogar ein paar Tage beiseite gelegt, in der Hoffnung, etwas später vielleicht besser hineinzufinden. Leider war das nicht der Fall, und nach ca. der Hälfte des Buches habe ich endgültig kapituliert und das Lesen abgebrochen. Die Gründe dafür waren mannigfaltig. Zum einen fand ich bereits die "Jugendsprache" zu Beginn des Buches sehr gewöhnungsbedürftig. Hinzu kam dann die äußerst detaillierte Beschreibung von Andis Musikkompositionen, die mit derartig vielen Fachbegriffen gespickt war, dass das nur noch einem Profimusiker verständlich war. Mich hat das komplett überfordert. Eigentlich hätte ich hier schon abbrechen wollen, wenn mich nicht die Frage vorangetrieben hätte, was denn genau Andis Bruder zugestossen ist. Die Antwort auf diese Frage lässt aber sehr lange auf sich warten.Und dann kamen die Passagen im Buch, wo das Geschehen in der zweiten Zeitebene total abstrus und undurchsichtig wurde. Verdeutlichen will ich das einmal am Beispiel der Person des Herzogs von Orléans. In dem einen Moment ist er lebendig, dann stirbt er, taucht aber ein paar Seiten später wieder auf. Da war für mich die Chronologie total verlustig gegangen, und ich habe irgendwie den Überblick verloren. Und durch diese konfusen Zeitsprünge ist mir der Spaß an diesem Buch dann endgültig verloren gegangen. Auch das Schicksal von Truman war mir dann letztlich egal. Ich weiss bis jetzt nicht, was ihm zugestossen ist; es interessiert mich aber auch nicht mehr im Geringsten.

    Fazit

    Das war eines der schrecklichsten Bücher, das ich je gelesen habe. Umso bedauerlicher, da ich die Autorin bisher ganz anders kennengelernt und sehr geschätzt habe. Aber das Lesen dieses Buch kann man sich getrost schenken.

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    Phinis avatar
    Phinivor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Inhalt
    Seit ihr kleiner Bruder auf tragische Weise ums Leben kam, ist Andis Herz fest verschlossen. Bis sie das faszinierende Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst ebenfalls einen geliebten kleinen Jungen verlor vor mehr als zweihundert Jahren, in der Französischen Revolution. Andi folgt ihrer Spur bis in die Tiefen der Pariser Katakomben und findet dort schließlich den Schlüssel zu Liebe und Vergebung.

    Autorin
    Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in Brooklyn.

    Meine Meinung
    Faszinierend. Der Schreibstil, die Story und die Charaktere haben dieses Buch zu etwas Großem gemacht. Unglaublich mitreißend. Ich habe nachts davon geträumt und bin sogar an der UBahn-Endstation sitzen geblieben bis mich jemand darauf aufmerksam machte, dass ich aussteigen muss. Wie nebenbei habe ich einiges über die Französische Revolution kenengelernt und über die französische Königsfamilie. Ich lese gerne Bücher in denen sich die tatsächliche Geschichte mit der Fiktion so sehr vermischt. Ich konnte mich so sehr in Andi reinversetzen. Sie wollte das Tagebuch immer weiterlesen und ich ihre Geschichte. Ich fühlte mich als Teil der Geschichte. Dass das Buch in der "Ich-Form" geschrieben wurde trägt zu seinem Erfolg bei.

    Fazit
    Absolute Empfehlung aufgrund der tiefgehenden und nachvollziehbaren Gefühlwelt der Hauptperson. Großes Lob an Frau Donelli. Auch ihre anderen Bücher werde ich lesen. Toll.

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    walli007s avatar
    walli007vor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Der traurige König
    Nur noch schwer eigentlich überhaupt nicht mehr kommt Andi in der Schule zurecht. Vor zwei Jahren ist ihr kleiner Bruder gestorben, die Ehe der Eltern zerbrach und ihre Mutter ist noch schlechter drauf als Andi. Dennoch muss Andi ihre Abschlussarbeit schreiben, damit sie sich an der Uni bewerben kann und damit sie nicht von der Schule fliegt. Doch Andi hat nunmal kein Interesse an der Schule, ihr Bruder ist tot, wozu da lernen. Aber wie es so ist im Leben, ihr Vater, der sonst nie da ist, nimmt zum ersten Mal die Dinge in die Hand. Er sorgt dafür, dass die Mutter ins Krankenhaus kommt und er zwingt Andi mit ihm über die Ferien nach Paris zu kommen.

    Andi, eine zerbrochene Seele, rührt an, wenn man von ihr liest. Sie gibt sich die Schuld am Tode des kleinen Bruders und alle Therapien helfen nicht, das Leben scheint das morgendliche aufstehen nicht wert zu sein. Eine Situation, die man sich nicht vorstellen möchte, den kleinen Bruder zu verlieren, das muss einem einfach das Herz zerreißen. Mehrfach scheint es nur noch ein kleiner Schritt zu sein bis zum Ende. So scheint der Ortswechsel etwas positiven Schwung zu bringen. Doch Andi kann sich selbst nicht entfliehen. Sie wird sich ihrem selbst stellen müssen. Hoffentlich gelingt es ihr. Vielleicht hilft da das geheimnisvolle Tagebuch mit dem der Bogen zur Vergangenheit geschlagen wird. Hier bekommt der Leser mal einen sehr persönlichen Einblick in die Ereignisse der französischen Revolution. Die trockenen Fakten kennt man meist, doch das Leid, dass während dieser Zeit über die Menschen gekommen ist, wird dem Leser mit diesem Buch sehr nahe gebracht. Man fragt sich, ob die Revolution es das Wert war oder ob der Preis nicht doch zu hoch war. Neid und Gier einiger weniger haben zu extremen Umwälzungen geführt. Und letztlich steht hinterher kaum einer besser da und dafür viele schlechter.
    Was das ganze mit Andis Erleben zu tun hat und ob Andi zu einem ausgeglicheneren Leben findet, dass muss jeder selbst nachlesen. Ich fand das Buch überraschend, gelungen in seiner Verknüpfung der Gegenwart mit der Vergangenheit, emotional anrührend das Schicksal Andis und ihrer Familie. Mein erstes Buch von Jennifer Donnelly doch sicher nicht mein letztes.

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    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Die siebzehnjährige Andie hat keine Freude mehr am Leben.Sie gibt sich die Schuld am Tod ihres Bruders. Ihr Vater lebt inzwischen nicht mehr bei ihr und ihrer Mutter. Die Mutter ist wie Andi depressiv. Während Andie sich nur noch Musik widmet, macht ihre dasselbe mit Malen. Als ihre Mutter in eine Psychiatrie eingewiesen wird, nimmt ihr Vater sie mit auf eine Reise nach Paris. Ihr Gastgeber ist ein fanatischer Sammler von Gegenständen aus der Zeit der Französischen Revolution. Unter diesen Gegenständen ist eine Gitarre aus dieser Zeit. Im Kofferfutter findet sie ein Tagebuch von Alexandrine. Sie kann sich der Geschichte von Alex nicht entziehen. Sie ist berührt und gebannt von diesem aussergewöhnlichen Mädchen. Bald merkt sie, dass die Beiden etwas verbindet.

    Ich habe das Buch als Überbrückung bis zum Erscheinen des letzten Bandes der Rosentriologie gekauft. Ich mag den Schreibstil von Jennifer Donnelly. Sie versteht es, so zu schreiben, dass der Leser die Geschichte erlebt. Dieser Roman ist allerdings ganz anders als die Rosentriologie. Schon aus dem Grund, dass der Leser zwischen zwei Zeitepochen hin und her pendelt.

    „Das Blut der Lilie“ hat mich wie schon ihre anderen Bücher in eine andere Welt eintauchen lassen und mich berührt.

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    kleinfriedelchens avatar
    kleinfriedelchenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    "Jetzt sehe ich auf den Temple hinüber und weiß, dass Louis Charles dort im Sterben liegt. Allein. Im Dunkeln. Voller Angst. Und gleichzeitig dreht die Welt sich weiter. Leute schlafen. Träumen. Streiten sich. Sie bleibt nicht stehen, diese Welt. Nicht jetzt in Paris. Nicht Jahre später in Brooklyn."

    Seit dem tragischen Tod ihres kleinen Bruders ist für Andy nichts mehr, wie es war. Ihr Vater lässt sich kaum mehr blicken, ihre Mutter hat sich vollkommen in sich selbst zurückgezogen und Andy bewältigt ihren Alltag nur noch mit starken Tabletten. Mehr als nur einmal stand sie kurz davor, Selbstmord zu begehen – weil sie sich selbst die Schuld am Tod ihres Bruders gibt.

    Doch auf einer Reise nach Paris findet sie ein 200 Jahre altes Tagebuch, welches die Geschichte von Alexandrine erzählt, einem Mädchen, welches 1789 zur Spielgefährtin des Königssohnes Louis Charles ernannt wird. Alex liebt den Jungen abgöttisch, kann aber nicht verhindern, dass die Französische Revolution die Königsfamilie vernichtet. In Alexandrine findet sich Andy selbst wieder – und lernt langsam, ihr Leben weiterzuleben…

    -------

    Historische Romane gehören eigentlich nicht ganz in mein Beuteschema und hätte eine Bekannte das Buch nicht wärmstens empfohlen, hätte es meine Aufmerksamkeit wohl nicht unbedingt auf sich gezogen. Glück gehabt, denn so hätte ich fast ein echt schönes Buch verpasst. „Das Blut der Lilie“ erzählt eine berührende Geschichte über Schmerz und Verlust, Trauer und Wiedergutmachung und vermischt dabei Heute und Damals, Fiktion und historische Tatsachen. Angesiedelt ist die Geschichte irgendwo zwischen Jugend- und Erwachsenenbuch, zwischen Gegenwart und der Zeit der Französischen Revolution. Der Zeit von Marie Antoinette, dem Sturm auf die Bastille und dem Untergang der Monarchie in Frankreich; einem der spannendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte.

    Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, in Brooklyn. Seit dem Tod ihres kleinen Bruders kommt Andy immer weniger mit ihrem Leben klar, ihren Alltag und die Schule bewältigt sie nur noch unter starkem Medikamenteneinfluss. Auch ihre Eltern können ihr nicht helfen, denn der Vater ist nie da und die Mutter in ihrer eigenen Traumwelt gefangen. Trost findet Andys einzig in ihrer Musik. Sie spielt leidenschaftlich gern Gitarre und drückt so ihre Trauer um ihren Bruder aus. Doch als Andy droht, wegen schlechter Leistungen von der Schule zu fliegen, nimmt ihr Vater sie mit nach Paris, wo sie in drei Wochen ihre Abschlussarbeit schreiben soll, während er selbst mit der genetischen Analyse eines uralten, konservierten Herzens beschäftigt ist – das vermutete Herz des Königssohnes Louis Charles, der Sohn von Ludwig XVI und Marie Antoinette.
    Andy will eigentlich einfach nur ihre Ruhe. Doch dann findet sie das lange verschollene Tagebuch von Alexandrine, die vor 200 Jahren die Spielgefährtin eben jenes Königssohnes war....

    Im Jahr 1795 erfahren wir durch Alexandrines Tagebuch, dass die Forderung des Volkes nach "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" nicht für alle galt. Der Adel wurde, nachdem der König gewaltsam entmachtet wurde, grausam verfolgt und Tausende fanden dank Robespierre durch die Guillotine den Tod. Wer sich der Revolution nicht anschloss, musste um sein Leben fürchten. In dieser gefährlichen Zeit versucht Alexandrine, ein armes Schaustellermädchen, immer nur, den kleinen Königssohn vor der grausamen Welt zu beschützen. Sie soll den Königssohn unterhalten. Anfangs tut sie das, ohne etwas für das Kind zu empfinden. Sie rechnet sich einfach nur steile Aufstiegschancen aus, wenn die Königin mit ihr zufrieden ist. Doch mit der Zeit wächst ihr der Junge ans Herz, bis sie schließlich ihr eigenes Leben für ihn riskiert.

    "Das Blut der Lilie" ist ein sehr trauriger, herrlich gefühlvoll erzählter Roman, der sich gar nicht so einfach einordnen lässt. Die Schilderungen der Lebensumstände im 18. Jahrhundert sind sehr detailliert, aber trotzdem leicht verständlich. Ein reiner historischer Roman ist es jedoch nicht, da die Erzählerin immerhin aus der heutige Zeit stammt und am liebsten Musik auf ihrem iPod hört. Gleichzeitig ist es ein Roman, der durch Andys großes Interesse für vergangene und heutige Musikkünstler einen Einblick in die Musikgeschichte gibt, aber auch eine zarte Liebesgeschichte erzählt. Die Mischung hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, aber Jennifer Donnelly hat alles wunderbar unter einen Hut gebracht.

    Und sie versteht es wirklich gut, Gefühle zu vermitteln. Auch auf mich selbst hat Andys Trauer beim Lesen oftmals abgefärbt, ich habe nachvollziehen können, wie sie sich fühlt, wenn sie am Rande eines Daches steht und überlegt, zu springen, oder sich verzweifelt wünscht, in der Zeit zurückgehen zu können und die Ereignisse zu ändern. Das Erzähltalent der Autorin zeigt sich nicht nur in ihrer Fähigkeit, glaubhafte Charaktere und mitreißende Gefühle zu beschreiben, sondern auch darin, wie einfach und verständlich sie die historischen Fakten um die Französische Revolution vermitteln kann. Sowohl Liebhaber historischer Romane als auch Neulinge in diesem Genre dürften so an diesem Buch ihren Gefallen finden.
    Das Buch ist gleichermaßen für jugendliche wie ältere Leser geeignet, und die Vermischung verschiedener Genrearten ist echt toll gelungen. Wer nach einem Roman voller tiefgehender Gefühle und einer faszinierenden Geschichte sucht, wird mit "Das Blut der Lilie" einige schöne Lesestunden erleben.

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly

    Warum 2 Sterne? Ich habe eine Weile gegrübelt, obn es nun einer oder eben zwei werden. Nachdem die Geschichte an sich aber lesbar ist, und ich auch bis zum Ende durchgehalten habe, fiel dann die Entscheidung auf 2.

    Ich hab mir SO viel erwartet! Die Teerose gehört zu meinen Lieblingsbüchern - da hat man dann freilich schon eine gewisse Erwartung an eine Autorin. Nur leider hat sie diese mit diesem Buch nun ganz und gar nicht erfüllt...
    Keiner der beiden Handlungsstränge hat mich wirklich überzeugt und als dann noch Dinge passierten, die in dem "Schicksalsroman" gemischt mit historischem Hintergund auch noch Fantasy Aspekte einfliesen lassen (oder auch nicht?) - da wars dann ganz aus mit mir... Leider.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    silkedbs avatar

    In meinem Blog gibt es jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch.

    Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/

    Diese Woche gibt es "Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly als Taschenbuch aus dem Piper Verlag zu gewinnen (es handelt sich um ein als Mängelexemplar gekennzeichnetes Buch!).

    Hier eine kurze Inhaltsangabe:
    "Seit ihr kleiner Bruder auf tragische Weise ums Leben kam, ist Andis Herz fest verschlossen. Bis sie das faszinierende Tagebuch einer jungen Frau findet, die einst ebenfalls einen geliebten kleinen Jungen verlor – vor mehr als zweihundert Jahren, in der Französischen Revolution. Andi folgt ihrer Spur bis in die Tiefen der Pariser Katakomben und findet dort schließlich den Schlüssel zu Liebe und Vergebung."


    Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben.
    Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
    Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.

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