Die Winterrose

von Jennifer Donnelly 
4,4 Sterne bei457 Bewertungen
Die Winterrose
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Neue Kurzmeinungen

I

Wunderschöner, spannender, dramatischer und trauriger zweiter Teik

Marzipanmaedchens avatar

der erste Teil war dann doch besser. Das Ende war mir dann doch zu unrealistisch. Sie treffen sich zufällig alle in Afrika???

Alle 457 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Winterrose"

London, 1900: Die junge India Selwyn-Jones bewegt sich in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigten Viertel Whitechapel zu arbeiten beginnt – und dort in leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten Gangsterboß Sid Malone entbrennt … Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt Jennifer Donnelly, die Autorin der international erfolgreichen »Teerose«, von ihrer unbeugsamen Heldin India.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492252812
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:784 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.11.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.01.2013 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    monerls avatar
    monerlvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle Fortsetzung, deren Fokus aber mehr auf Liebesroman als auf historischem Roman liegt. Dennoch sehr lesenswert.
    Ein bisschen zu dramatisch und leidenschaftlich

    Fast nahtlos schließt dieser zweite Teil an Band 1 "Die Teerose" an. Doch dieses Mal ist nicht Fiona die Protagonistin. Sie spielt eine Nebenrolle, in der sie hin und wieder auftaucht und die Geschichte abrundet. Ihr Bruder Chalie spielt hier die erste Geige.

    India ist eine unbequeme Person mit einem störrischen Charakter. Herzensgut will sie die Welt verändern, will durch ihr medizinisches Wissen eine Klinik für Arme, insbesondere Frauen, eröffnen, um ihnen beispielsweise die Möglichkeit einer angemessenen und anständigen Geburt anzubieten. Auch wenn wir uns nun in den Anfängen des 20. Jahrhunderts befinden, ist die konservative Einstellung, Frauen müssten für ihre Erbsünde leiden, damit sie himmlische Erlösung finden können, noch weit verbreitet. India muss zusehen, wie ihr Chef, als sie ihre erste Stelle als Hilfsärztin in einer Klinik in Whitechapel annimmt, Frauen schmerzstillende Mittel während der Geburt verweigert, da Frauen, aus christlicher Sicht, Geburtsschmerzen ertragen müssen.

    Arbeitsbedingt begegnen sich India und der in London weit bekannte Gangster Sid Malone. Sie rettet sein Leben und beide erkennen irgendwann, dass sie sich lieben. Eigentlich schön, wäre es nicht so, dass India bereits verlobt ist...

    Bis die Geschichte ihr verdientes Ende erreicht, passieren einige Intriegen, Morde, Missverständnisse und sogar ein Ortswechsel von England nach Afrika. Dort gibt es auch den spannenden Showdown, in dem die Natur das Böse vertilgt, damit die Guten ihr Glück finden können.

    Flüssig und spannend ist auch dieser zweite Teil der Rosentrilogie von Jennifer Donnely, doch leider noch weniger historisch als der erste Teil, dafür erhöht sich die Dramatik und es gibt um einiges mehr an Gefühl und Leidenschaft! Viele Hürden müssen aus dem Weg geräumt werden, bis die große Liebe gewinnt. Das alles möchte ich jedoch nicht als zu negativ darstellen, doch hätte es für meinen Geschmack gerne etwas weniger sein dürfen. Die eine oder andere Liebesszene hätte ebenso nicht ganz so ausführlich beschrieben werden müssen. 

    Dennoch gefallen mir Donnellys Figuren und wie sie handeln. Man kann sich in sie einfühlen und begleitet sie gerne auf ihrer Reise. Der Roman lässt sich leicht und schnell lesen. Der Plot ist geradlinig und es gibt kaum Überraschungen und unvorhergesehene Wendungen. Das ist ein bisschen schade. 

    Obwohl "Die Winterrose" der Mittelband einer Trilogie ist, kann er auch selbständig gelesen werden. Wichtige Aspekte aus Band 1 werden schön eingeflochten, damit der Leser den Überblick hat. Für alle, die den letzten Teil vor sehr langer Zeit gelesen haben, ebenso eine gute Erinnerung ohne dass es sich überladen anfühlt.  


    Fazit:
    Ein unterhaltsamer Liebesroman, der zufällig zu Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. Eine schöne Fortsetzung von Teil 1, sehr gut, um sich abzulenken und zu wissen, dass am Ende das Gute über das Böse siegen wird. Für alle, die gerne eine leichte Lektüre suchen,  den Alltag ausschließen möchten und sich ganz weit weglesen wollen.

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    annlus avatar
    annluvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: ein beeindruckender historischer Roman rund um die unterschiedlichsten Personen - Einblicke in die Gesellschaft Londons um 1900 inklusive
    Der Weg einer Ärztin

    „Merken Sie sich: Ganz egal, was dort draußen passiert, vergessen Sie nie, dass Sie Ärztin sind. Eine sehr gute. Das kann ihnen niemand nehmen.“


    London, 1900: India Selwyn-Jones hat es geschafft. Sie hat ihr Medizindiplom in der Tasche und will sich nun dem Dienst an den Armen verschreiben. Ihr ganz großes Ziel ist eine kostenlose Klinik für Frauen und Kinder. Für ihren Traum musste sie sich vom Geld ihrer Familie lossagen. Bei ihrer Arbeit in Whitechapel trifft sie auf den Gangsterboß Sid Malone und kann sich seiner Anziehungskraft nicht entziehen. Dabei will sie in Kürze ihren Verlobten Freddie heiraten. Immer schwerer fällt es ihr, ihren Weg als Ärztin zu gehen.



    Die Geschichte wird in unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt. Sowohl India, als auch Sid bekommen darin ihren Auftritt, sodass der Leser ihre Hintergründe bald schon kennt. Sie sind aber nicht die einzigen Charaktere, die die Erzählung bestimmen. So weiß man als Leser auch bald schon, dass Freddie nicht der gute Mensch ist, den India in ihm sieht und ganz eigene Pläne verflogt. Neben ihn sind es Sids Schwester Fiona und ihr Ehemann, die in die Ereignisse gezogen werden, ebenso wie Sids Gangster.


    Durch die unterschiedlichen Charaktere werden verschiedene Themen angesprochen. Durch India, aber auch Fiona ist dies die Rolle der Frauen und der Umbruch, der in Bezug auf diese in dieser Zeit stattfindet. Dadurch, dass India ihre Berufung als Ärztin gefunden hat, sind ihre Abschnitte von den Fortschritten aber auch den Rückständen der Medizin geprägt. Sid hingegen bringt ein Gangsterflair mit in die Geschichte. Freddie, der sich ganz der Macht verschrieben hat, beschäftigt sich mit der Politik, ebenso, wie Fionas Mann. Immer wieder werden dabei Missstände aufgezeigt. Ein weiteres großes Thema ist die Armut der einfachen Arbeiter und Menschen in Whitechapel.


    Die Geschichte beginnt in London um 1900 und bestreitet einen Großteil der Ereignisse dort. Aber India verschlägt es auch in andere Gegenden der Welt. Das Schicksal meint es nicht immer nur gut mit ihr.


    Fazit: Eine Geschichte, die durch das Schicksal der unterschiedlichsten Charaktere besticht, dabei einen interessanten Einblick in die Gesellschaft Londons im frühen 20. Jahrhundert gibt. Das Buch hat mich beeindruckt.

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    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Der Plot dieses Mal etwas interessanter, aber zu viel Kitsch am Schluss! (****)
    Der Plot dieses Mal etwas interessanter, aber zu viel Kitsch am Schluss!

    Der Plot dieses Mal etwas interessanter, aber zu viel Kitsch am Schluss!

    Die 1963 in New York geborene Autorin studierte Englische Literatur und Geschichte, bevor der vorliegende Roman, ihr Debüt und Auftakt einer Trilogie entstand. Seitdem erhielt die Autorin renommierte Auszeichnungen, darunter den Los Angeles Times Book Prize, in ­Großbritannien die Carnegie-Medaille für Literatur sowie in den ­Vereinigten Staaten den Ehrenpreis des Michael L. Printz Award. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Hudson Valley in New York. Der vorliegende Roman ist nach „Die Teerose“ der zweite Band der Rosen-Trilogie.

    Zum Inhalt (Klappentext): London, 1900: Die junge India Selwyn-Jones bewegt sich in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigten Viertel Whitechapel zu arbeiten beginnt – und dort in leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten Gangsterboss Sid Malone entbrennt …

    Meine Meinung: Zuerst war ich etwas besorgt, weil der erste Teil bei mir schon eine Weile her ist und ich mich nur noch vage daran erinnern konnte, aber schnell stellt sich heraus, dass man diesen Band auch ohne Kenntnis des ersten lesen kann: alle wichtigen Background-Infos werden hier nachgeliefert!

    Einige Schwächen aus dem Vorgänger-Band bleiben natürlich bestehen (etwas klischeehafte Figuren und tw. konstruierter Plot), was wieder zur Folge hat, dass die Handlung etwas vorhersehbar ist. Dennoch fand ich den Plot in diesem Band etwas besser als in Teil 1 – hier geht es nicht mehr hpts. um Fiona, sondern um ihren Bruder Charlie –, jedoch gehen am Ende die Pferde mit der Autorin durch: zu melodramatisch, zu kitschig! Hier ein Beispiel:

    „Du hast mich gelehrt, was Liebe ist, India. Was Glauben ist. Du hast mich an diese Dinge glauben lassen. Ich tue es immer noch.

    Glaub jetzt an mich. Glaub an uns. An uns drei. Triff mich, wo der Himmel das Meer berührt. Warte auf mich am Anfang der Welt.“

    „Wo der Himmel das Meer berührt?“ Das ist so ziemlich überall, wo es Wasser gibt. (grins) „Warte auf mich am Anfang der Welt.“ OMG Hoffentlich rutscht da keiner auf der Schleimspur aus! LOL

    Sprachlich ist der Roman auf leichtem, eher anspruchslosem Niveau (wobei ich anspruchslos nicht als schlecht ansehe!), aber immer dann, wenn die Szenen intimer und auch emotionaler wurden, war es mir eindeutig zu pathetisch und tw. auch zu kitschig. Die Sexszenen hätte man durchaus subtiler ausdrücken können, aber im Vergleich zum gerade abgeschlossenen Abschlussband der Jahrhundertsaga von Follett wahrlich ein Hochgenuss! (grins)

    Fazit: Ein unterhaltsamer, historischer Roman, dessen Plot ich insgesamt etwas besser fand als beim Vorgänger. Dennoch an manchen Stellen immer noch etwas unglaubwürdig (da konstruiert!) und vorhersehbar (Überraschungen und Wendepunkte fehlen!). Der Schluss dann sogar spannend, aber kaputt gemacht durch Melodramatik und Kitsch. Die 3,5 Sterne des Vorgängers verbessern sich hier zu 4 Sternen. Und den Abschlussband werde ich auch lesen, hpts. auch in der Hoffnung er möge in San Francisco spielen (zur Zeit des Goldrausches).


    Hier geht es zu Band 3: "Die Wildrose"

    Kommentare: 1
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    Yolandes avatar
    Yolandevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr gut zu lesen, für meinen Geschmack teilweise etwas zu dramatisch
    Die Winterrose

    Inhalt (Klappentext):
    Es sind die ersten Tage des neuen Jahrhunderts, Mai 1900. Und die finsteren Straßen des Londoner Armenviertels Whitechapel sind kein Ort für eine anständige junge Frau. Gegen alle Widerstände nimmt India, die sich sonst nur in feinsten Kreisen bewegt, eine Anstellung als Ärztin in Whitechapel an. Als sie dem berüchtigten Gangsterboss Sid Malone begegnet, entbrennt sie überdies in leidenschaftlicher Liebe und setzt sogar die Verlobung mit dem ehrgeizigen Parlamentsabgeordneten Freddie Lynton aufs Spiel. Sie ist fasziniert von Sid, seinem Charme und seiner geheimnisvollen, dunklen Vergangenheit. Doch sie kann nicht ahnen, dass Sid Malone nicht sein wahrer Name ist...


    Nachdem ich vor kurzem den ersten Teil dieser Reihe "Die Teerose" gelesen hatte, war ich natürlich sehr auf die Fortsetzung gespannt. Die Geschichte schließt zeitlich ein paar Jahre nach Beendigung des ersten Bands an. Auch wenn ein paar der Charaktere in beiden Büchern auftauchen, kann man die Bände auch unabhängig voneinander lesen. Die Informationen, die man benötigt, sollte man den ersten Teil nicht kennen, werden schon in den Anfangskapiteln kurz zusammengefasst. 
    Auch diesem Buch besticht die Autorin mit ihrem sehr guten Schreibstil. Die Geschichte liest sich trotz der fast 800 Seiten leicht und schnell und man kann sehr gut in die Atmosphäre Londons zu Beginn des 20. Jahrhunderts eintauchen. Leider sind einige der Charaktere doch sehr klischeehaft dargestellt und die Handlung kippt, für meinen Geschmack, je weiter das Buch voranschreitet, öfter ins Melodramatische. Es ist allerdings auch ein schmaler Grat auf dem Donnelly mit ihren Geschichten wandelt. Im ersten Buch hat sie es noch ziemlich gut hinbekommen, hier war es mir teilweise etwas zuviel. 
    Trotzdem ist das Buch sehr unterhaltsam und ich werde mit Sicherheit auch noch den dritten Teil lesen. 

    Kommentare: 1
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    fin_fishs avatar
    fin_fishvor 2 Jahren
    Punktelandung einfach Perfekt

    Bedingungslose Liebe und
    tödliche Rache 


    London, 1900 : Die junge India Selywyn-Jones bewegt sich 
    in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigten
    Viertel Whitechapel zu arbeiten beginnt - und dort in 
    leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten Gangsterboß
    Sid Malone entbrennt ... Von der gefährlichen Unterwelt 
    Londons bis nach Afrika  und in die Neue Welt führt ihr
    Weg. 
    Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt Jennifer
    Donnenlly, die Autorin der international erfolgreichen
    >>Teerose<< , von ihrer unbeugsamen Heldin India.




    Hier hätte man direkt aufhören können.
    Diese wenigen Sätze fassen so ziemlich alles zusammen,
    und doch am Ende nichts. Diese Geschichte ist mehr, so viel mehr.
    Als kleiner Jäger und Sammler war ich sofort unterwegs und suchte nach weitern
    Büchern der Autorin  und wurde mit "Die Winterrose" fündig.
    Es ist einer der wenigen zweiten Teile die keinen Durchhänger haben. Überhaupt
    fühlt es sich nicht wie eine Reihe an. Auch wen es eine ist und die Geschichte so
    angelegt ist. Was nicht die Spur Negativ ist.

    Nach etlichen Jahren habe ich eben Band 2 gelesen und regelrecht in ein paar Tagen
    durch gesuchtet. Anders kann man es nicht nennen. Ich wollte nur noch lesen und
    wissen wie geht es weiter ..,
    Es sind doch beachtliche knapp 760 Seiten, die dann auch gelesen werden wollen :)
    doch jede einzelne ist ein Genuss. es war eine Umstellung von Fiona auf India,
    wobei sich die beiden durchaus ähneln und doch wieder völlig unterschiedlich sind.
    India ist viel naiver am Anfang als Fiona je gewesen wäre. Doch sie macht eine be-
    achtliche Verwandlung im Buch durch.

    Das was das Buch zu so einem Besonderen schätz macht, ist wie unnachahmlich
    Jennifer Donnelly die Figuren miteinander verbunden hat. Wie sie miteinander
    agieren und leben. Auf welch raffinierte weise sie teilweise miteinander verbunden
    sind und wie Ereignisse aus der Vergangenheit, dass Jetzt der Figuren tatsächlich
    verändern. Ich hatte nur kurz am Anfang kleine Schwierigkeiten mich zurecht
    zu finden doch dann war es als hätte ich Band 1 erst Gestern gelesen und nicht schon
    vor Jahren. Überhaupt hatte der erste Band einen gigantischen Eindruck bei mir
    hinterlassen. Band zwei konnte das halten und teilweise toppen, da die verschiedenen
    Handlungsstränge so geschickt verwoben sind das die Überleitung zur drei da ist
    und ich am liebsten sofort damit weiter machen würde.

    Generell ist das London 1900 eine Geschichtlich äußerst interessante Zeit, ich konnte
    wieder einiges für mich mit nehmen.
    Historische Bücher sind ja eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre, doch diese Reihe
    überzeugt auf ganzer Linie und ist ein idealer Einstig.

    Für mich persönlich kann ich nur sagen, eine glatte Punktlandung, an einigen Stellen
    ein bisschen langatmig aber das ist Jammern auf hohen Niveau für solch abenteuerliche
    Lesestunden die einen in einer wahren Gefühlsachterbahn fahren lassen.

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    janinchens.buecherwelts avatar
    janinchens.buecherweltvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr sympathisches, authentisches Buch, welches die Schwierigkeiten, Hoffnungen und Träume der Menschen um die Jahrhundertwende darstellt.
    Die Winterrose

    "Die Winterrose" ist der zweite Teil von Jennifer Donnellys "Rosen-Trilogie" und schließt an den Vorgängerband "Die Teerose" an. Für die Fortsetzung ist es nicht zwingend notwendig, das erste Buch zu kennen, da wir zwar einigen bekannten Charakteren begegnen, Indias Geschichte jedoch eine eigenständige ist.

    Um die Jahrhunderwende ist auch in London einiges im Umbruch. Und so kommt es, dass nun auch Frauen die Möglichkeit haben, als Ärztin zu arbeiten. Zwar werden sie hier und da noch belächelt, doch India Selwyn-Jones gibt darauf nichts. Sie möchte Menschen helfen, vor allem denjenigen, die sich eine gute und vor allem notwendige Behandlung nicht leisten können. Sie träumt von einer eigenen Klinik für Kinder und Frauen. Da sowohl ihre wohlhabende Familie als auch ihr Verlobter nicht hinter ihrem Berufswunsch stehen, muss sie auf ein Startkapital verzichten und sich das Geld für ihren Traum alleine zusammensparen. Jennifer Donnelly erweckt abermals eine starke, junge Frau zum Leben, die sich ihre Träume nicht von anderen Menschen kaputt machen lässt und unweigerlich für ihr Ziel kämpft. Am eigenen Leib muss sie erfahren, dass dies kein leichtes Unterfangen ist und sie einige Rückschläge einstecken muss. Als sie Sid Malone kennenlernt, scheint es, als ob dieser ihr Rettungsanker wäre, der ihrem Vorhaben den letzten Schubs geben könnte. Doch Intrigen, Machtgehabe und Geldgier platzen dazwischen und plötzlich findet sich India in einem Leben wieder, welches sie eigentlich längst hinter sich gelassen hat.

    Neben vielen neuen Charakteren gibt es auch ein Wiedersehen mit Fiona, Joe und Sid Malone aus "Die Teerose". Die Fortsetzung der uns schon bekannten Geschichte fädelt die Autorin geschickt in die neue mit hinein. An manchen Stellen war es mir jedoch etwas zu viel des Guten, als das Hauptaugenmerk zu intensiv auf die "alte" Geschichte gelegt wurde.

    Die Autorin schafft auf den 784 Seiten eine komplexe, aber schlüssige Handlung, die viele Jahre überdauert, aber trotzdem ihren roten Faden beibehält. Die schon gewohnten Perspektivwechsel hauchen dem Buch Leben ein und man hat als Leser immer alle wichtigen Charaktere im Blick. Unvorhergesehene Wendungen lassen die Gefühle immer wieder zwischen Verzweiflung, Hoffnung, Angst und Erleichterung schwanken. Man kann sich nie sicher sein, was im nächsten Kapitel auf uns wartet und trotz einiger Längen, fliegt man die meiste Zeit nur so durch die Seiten.

    Ich bin wirklich sehr angetan von Indias Geschichte und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wie es eine Autorin immer wieder schafft, mich an ein Buch zu fesseln, ist mir ein Rätsel. Jennifer Donnelly hat einfach einen wunderbar zauberhaften Schreibstil, bei dem wirklich nie Langeweile aufkommt. Der durchweg gehaltene Spannungsbogen ist eine Meisterleistung und verdient ein großes Lob.


    Fazit

    "Die Winterrose" ist ein sehr sympathisches, authentisches Buch, welches die Schwierigkeiten, Hoffnungen und Träume der Menschen um die Jahrhundertwende vom neunzehnten ins zwanzigste Jahrhundert darstellt und uns teilhaben lässt an den Entwicklungen der damaligen Zeit. Auch hier spielt die Liebe ein ganz große Rolle. Jedoch bekommen auch Themen wie Armut, Klassenunterschiede, medizinische Fortschritte, Rassismus und Frauenrechte einen beträchtlichen Anteil an der Geschichte. Wer "Die Teerose" mochte, der wird "Die Winterrose" lieben. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir an euch.

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    Pat82s avatar
    Pat82vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Toller zweiter Teil
    Tolle Fortsetzung

    Es geht weiter mit dem zweiten Teil der Rosentrilogie. Eine riesen Empfehlung, wer den ersten teil gemocht hat, wird teil zwei lieben. Dieser Roman bietet nicht nur Spannung und Romance sondern auch noch einen intressanten Einblick in die Medizin um 1900 und wie schwer es war, sich als Ärztin durchzusetzen.  Ich habe es geliebt :)

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    Perles avatar
    Perlevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller Fortsetzungsroman (2. Teil) der Rosen-Trilogie von Jennifer Donnelly.
    Jennifer Donnelly - Die Winterrose (Roman)

    Klappentext:
    London, 1900: Die junge India Selwyn-Jones bewegt sich in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigten Viertel Whitechapel zu arbeiten beginnt - und dort in leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten Gangsterboß Sid Lalone entbrennt ...

    Leidenschaft und Haß,
    bedingungslose Liebe und
    tödliche Rache

    Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt Jennifer Donnely, die Autorin der international erfolgreichen "Teerose", von ihrer unbeugsamen Heldin India.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch nahm ich vor zwei Wochen aus der Stadtbücherei der Nachbarstadt mit. Vor einigen Wochen las ich den 1. Teil "Die Teerose" von der Autorin und war total begeistert. Hatte mir dann vorgenommen den 2. Tel "Die Winterrose" in meinem Juli-Urlaub zu lesen und den 3. Teil "Die Wildrose" im August-Urlaub.

    Am 9. Juli begann ich die 784 Seiten und erst heute beendete ich sie nach 14 Tagen. Ich las pro Tag 30-100 Seiten, je nach Verfassung und Zeit. Die ersten 100 Seiten waren noch sehr verwirrend und ich wusste manchmal  nicht genau, um was es ging. Es kamen einige bekannte Leute drin vor, doch auch wieder einige unbekannte Neue. Erst ab der 200. Seite war ich so langsam in der Geschichte drin. Dann konnte ich sie mit Ruhe und Verstand lesen. Ich fand einige Schreibfehler, die hätten nicht sein müssen, aber mir gefiel es trotzdem und nahm das Buch jeden Morgen immer wieder gerne zur Hand.

    Der Schluss gefiel mir dann außerordentlich gut und kann es jedem empfehlen, der gerne Historische Romane liest. Da es der 2. Tel der Rosen-Trilogie der Autorin ist, sollte man eigentlich den 1. Teil "DieTeerose" auch gelesen haben. Muss man zwar nicht unbedingt, aber schöner wäre es, denn einen Film im TV oder Kino schaut man ja auch nicht erst ab der Mitte und der letzten halben Stunde. 

    Der Schreibstil von Jennifer Donnely war ausgezeichnet.
    Sie versteht ihr Handwerk gut.

    Den 3. Teil der Rosen-Trilogie "Die Wildrose" werde ich dann ab Mitte August lesen. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf. Dieser Roman zählt auch seine 750 Seiten und werde mit Sicherheit auch knapp zwei Wochen dafür brauchen.

    Es war ein toller Fortsetzungsroman - Note 3 +
    Vergebe hierfür gut und gerne - 3,5 liebgemente Sterne.

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    BarbaraDruckers avatar
    BarbaraDruckervor 2 Jahren
    Historienroman mit winzigen Mängeln

    Obwohl es sich bei "Die Winterrose" um die Fortsetzung von "Die Teerose" handelt, lässt sich dieses Buch auch problemlos als Einstieg lesen. Im Mittelpunkt steht die Liebesbeziehung des ungleichen Paares Sid Malone (Gangsterboss) und India Selwyn-Jones (idealistische, adelige Armenärztin), wobei es Donnelly gelingt, diese Beziehung nicht nur zu romantisieren. Ausgezeichnet dargestellt ist das Milieu in Whitechapel, dem Londoner Elendsviertel und der korrupten Politik, die mit Phrasendrescherei und Scheinlösungen unter den Arbeitern auf Stimmenfang geht. Überhaupt sehe ich in der Darstellung des Elendsviertels (realistisch aber nicht eklig) und in den politischen Anspielungen die Stärken des Buches. Die üblichen Topoi (starke Frauen, Liebeshandlung, Happy End nach zig Verwicklungen und Hindernissen) entsprechen dem Genre.

    Erfreulich ist der Versuch, die Figuren einigermaßen differenziert zu gestalten, die Guten haben ihre Probleme mit der persönlichen Schuld und die Bösen sind durch ihre schreckliche Kindheit zumindest ansatzweise ambivalent dargestellt. Leider bleibt Donnelly dabei in den Ansätzen stecken, die Aufteilung gut-böse wird sehr schnell klar und auch nicht mehr in Frage gestellt. Wenn auch sympathisch aber nicht sehr überzeugend ist die Figur der kleinen Charlotte, die als Sechsjährige eine Einsicht und Abgeklärtheit beweist, die nicht einmal Erwachsene besitzen. Die gekonnte Erzähltechnik mit ihren geschickten Rückblenden und oftmaligen Perspektivwechseln geht dafür eindeutig über den Durchschnittshistorienroman hinaus.

    Überflüssig ist die Afrika-Episode, die sich auch nicht so recht in den Gesamtzusammenhang fügen will. Sie bläst das Buch nicht nur unnötig auf, sondern stellt einen regelrechten Bruch dar. Auch den im zweiten Teil eingeführten Handlungsstrang mit Seamie und Willa finde ich äußerst entbehrlich.

    Unnötig sind kleine Anachronismen, die bei einem Historienroman nicht vorkommen sollten. So wurde etwa der Pagenkopf von Coco Chanel erst 1916/17 kreiert und die Damen schnitten bekanntlich ihr Haar erst in den 20er-Jahren ab. Ebenso scheint die Autorin auch beim Alter des Bergsteigers George Mallory zumindest implizit etwas geschummelt zu haben.
    Solche Mängel sind zwar ärgerlich, tun jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 2 Jahren
    Etwas zu viel Dramatik

    Nach „Die Teerose“ ist „Die Winterrose“ der zweite Teil von Jennifer Donnellys Rosentrilogie. Eigentlich ist der Roman keine direkte Fortsetzung, weil die Geschichten in sich abgeschlossen sind. Trotzdem rate ich, zuerst den ersten Teil zu lesen – denn es wird doch recht viel Bezug zu Figuren aus „Die Teerose“ genommen und auch die Hintergründe der männlichen Hauptfigur kann man so wohl besser verstehen. „Die Teerose“ habe ich vor circa drei Jahren gelesen und war damals sehr begeistert von dem Buch. Meine Erwartungen an „Die Winterrose“ waren also sehr hoch. Ich kann schon mal sagen: die Geschichte war in der Summe ganz unterhaltsam und spannend, an seinen Vorgänger kommt der Roman aber bei weitem nicht heran. Da gab es dann doch einfach zu viele Schwächen.

    Wieder einmal entführt Donnelly ihre Leser nach London um 1900 und wieder einmal steht eine starke Frau im Mittelpunkt der Handlung: India Selwyn-Jones, eine junge Adelige, hat seit ihrer Kindheit einen Traum: Sie möchte als Ärztin arbeiten und somit vor allem den Leuten in den Londoner Arbeitervierteln helfen. Obwohl von ihr vielmehr erwartet wird, dass sie heiratet und ihrem Mann Erben schenkt, setzt sie sich durch und beginnt gleich nach ihrem Studium bei einem Arzt in Whitechapel zu arbeiten, einem der ärmsten Viertel in London. Dort erkennt sie bald, dass Wunsch und Realität oft sehr weit auseinanderliegen. Und sie lernt dort auch den gefürchteten Gangsterboss Sid Malone kennen – und natürlich lieben. So nimmt das Drama seinen Lauf, denn India ist eigentlich mit Freddie Lytton, einem aufstrebenden Abgeordneten, verlobt, der seit langem Sid Malone das Handwerk legen will und generell recht verschlagen ist.

    Donnelly schreibt sehr fesselnd und bildlich. Vor allem das Leben und die Probleme der Menschen in den Londoner Armenviertelen beschreibt sie sehr plastisch und lebendig. Auch über die medizinische Versorgung zu jener Zeit erfährt man zu Beginn des Romans einiges. Mit India und Sid hat die Autorin auch zwei sehr tolle und liebenswürdige Protagonisten geschaffen, mit denen man einfach gerne mit bangt. Ab der zweiten Hälfte entwickelt sich die Geschichte aber dann in eine Richtung, die mir nicht mehr so gefallen hat. Ja natürlich, die Geschichte lebt von Dramatik, Intrigen und Spannung, aber ab der zweiten Romanhälfte übertreibt es Donnelly damit einfach. Indias Leben scheint einfach nur noch eine Dauertragödie zu sein, dazu kommt noch eine Reihe von unglaubwürdigen Zufällen. Das war mir alles einfach zu konstruiert und etwas zu over the top. Etwas unnötig fand ich dann noch den Handlungsstrang um Seamus und Willa. Den hat Donnelly wohl eingebaut, weil es im dritten Teil „Die Wildrose“ um die beiden geht. Dieser Handlungsstrang hat den Roman aber nur künstlich in die Länge gezogen. Das Ende hingegen ist zwar leicht kitschig, hat mich dann aber doch wieder sehr berührt.

    Fazit: „Die Winterrose“ ist ein unterhaltsamer, spannender Roman mit viel Dramatik und Kitsch. An seinen Vorgänger kommt er leider nicht heran. Während „Die Teerose“ noch mehr historischer Roman war, bewegt sich „Die Winterrose“ schon sehr stark in Richtung Soap Opera. Den dritten Teil der Trilogie werde ich wohl nicht mehr lesen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Die Winterrose" von Jennifer Donnelly zu lesen. 

    Wir beginnen am  01.12.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man 2 Lose dafür. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

    Viel Spaß uns allen :)
    Insider2199s avatar
    Letzter Beitrag von  Insider2199vor 10 Monaten
    Zur Leserunde
    Dragonflys avatar

    Buchverlosung von 12 verschiedenen (gebrauchten) Büchern.


    Auf meinem Blog gibt es eine Buchverlosung, wo ich meine (gebrauchten) Bücher verlose, welche ich gerne an gute Hände abgeben möchte. 
    Insgesamt sind es 12 Bücher verschiedener Genre und auch "Die Winterrose" von Jennifer Donnelly ist dabei. :)
    Unter anderem sind auch "Ugly" von Scott Westerfeld, "Stumme Schreie" von Karin Fossum und "Vampir die Jägerin" von Brigitte Melzer dabei. 

    Der erste Gewinner darf sich 3 Bücher aus meinen vorgelegten Buchstapel aussuchen. :)

    Wer mehr erfahren möchte oder aber Teilnehmen möchte, schaut am besten auf meinen Blog vorbei. :) 
    http://theshadowofdragonfly.blogspot.de/2014/06/gewinnspiel.html
    Zur Buchverlosung

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