Jennifer Donnelly Die Winterrose

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Inhaltsangabe zu „Die Winterrose“ von Jennifer Donnelly

London, 1900: Die junge India Selwyn-Jones bewegt sich in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigten Viertel Whitechapel zu arbeiten beginnt – und dort in leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten Gangsterboß Sid Malone entbrennt … Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt Jennifer Donnelly, die Autorin der international erfolgreichen »Teerose«, von ihrer unbeugsamen Heldin India.

Genauso fantastisch wie Band 1! <3 Konnte es kaum aus der Hand legen. Ich wünschte, das Buch hätte nochmal 700 Seiten oder würde nie Enden!

— TraumTante
TraumTante

Besser als der erste Teil!

— BluevanMeer
BluevanMeer

Ein Meisterwerk. An Spannung kaum zu übertreffen. Eine Liebe, der Steine in den Weg gelegt wird. Top!!!

— MCM
MCM

Achtung Suchtgefahr! Sehr spannend und mit außergewöhnlichen Charakteren.

— BoboJu
BoboJu

spannend bis zum Schluss. Ich konnte es am Ende gar nicht mehr weglegen.

— Lujoma
Lujoma

Sehr sympathisches, authentisches Buch, welches die Schwierigkeiten, Hoffnungen und Träume der Menschen um die Jahrhundertwende darstellt.

— janinchens.buecherwelt
janinchens.buecherwelt

Band 2 überholt Band 1 mit noch interessanteren Charakteren und einer noch spannenderen Geschichte <333

— LeseBlick
LeseBlick

Toller zweiter Teil

— Pat82
Pat82

Ein toller Fortsetzungsroman (2. Teil) der Rosen-Trilogie von Jennifer Donnelly.

— Perle
Perle

Wenn es mehr Sterne geben würde, würde ich das Buch noch höher bewerten - Einfach nur perfekt, eine der besten Geschichten überhaupt!

— libreevet
libreevet

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  • Punktelandung einfach Perfekt

    Die Winterrose
    fin_fish

    fin_fish

    25. January 2017 um 10:09

    Bedingungslose Liebe undtödliche Rache London, 1900 : Die junge India Selywyn-Jones bewegt sich in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigtenViertel Whitechapel zu arbeiten beginnt - und dort in leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten GangsterboßSid Malone entbrennt ... Von der gefährlichen Unterwelt Londons bis nach Afrika  und in die Neue Welt führt ihrWeg. Voller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt JenniferDonnenlly, die Autorin der international erfolgreichen>>Teerose<< , von ihrer unbeugsamen Heldin India.Hier hätte man direkt aufhören können.Diese wenigen Sätze fassen so ziemlich alles zusammen,und doch am Ende nichts. Diese Geschichte ist mehr, so viel mehr.Als kleiner Jäger und Sammler war ich sofort unterwegs und suchte nach weiternBüchern der Autorin  und wurde mit "Die Winterrose" fündig.Es ist einer der wenigen zweiten Teile die keinen Durchhänger haben. Überhauptfühlt es sich nicht wie eine Reihe an. Auch wen es eine ist und die Geschichte soangelegt ist. Was nicht die Spur Negativ ist.Nach etlichen Jahren habe ich eben Band 2 gelesen und regelrecht in ein paar Tagendurch gesuchtet. Anders kann man es nicht nennen. Ich wollte nur noch lesen undwissen wie geht es weiter ..,Es sind doch beachtliche knapp 760 Seiten, die dann auch gelesen werden wollen :)doch jede einzelne ist ein Genuss. es war eine Umstellung von Fiona auf India,wobei sich die beiden durchaus ähneln und doch wieder völlig unterschiedlich sind.India ist viel naiver am Anfang als Fiona je gewesen wäre. Doch sie macht eine be-achtliche Verwandlung im Buch durch.Das was das Buch zu so einem Besonderen schätz macht, ist wie unnachahmlichJennifer Donnelly die Figuren miteinander verbunden hat. Wie sie miteinanderagieren und leben. Auf welch raffinierte weise sie teilweise miteinander verbundensind und wie Ereignisse aus der Vergangenheit, dass Jetzt der Figuren tatsächlichverändern. Ich hatte nur kurz am Anfang kleine Schwierigkeiten mich zurechtzu finden doch dann war es als hätte ich Band 1 erst Gestern gelesen und nicht schonvor Jahren. Überhaupt hatte der erste Band einen gigantischen Eindruck bei mirhinterlassen. Band zwei konnte das halten und teilweise toppen, da die verschiedenenHandlungsstränge so geschickt verwoben sind das die Überleitung zur drei da istund ich am liebsten sofort damit weiter machen würde.Generell ist das London 1900 eine Geschichtlich äußerst interessante Zeit, ich konntewieder einiges für mich mit nehmen.Historische Bücher sind ja eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre, doch diese Reiheüberzeugt auf ganzer Linie und ist ein idealer Einstig.Für mich persönlich kann ich nur sagen, eine glatte Punktlandung, an einigen Stellenein bisschen langatmig aber das ist Jammern auf hohen Niveau für solch abenteuerlicheLesestunden die einen in einer wahren Gefühlsachterbahn fahren lassen.

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  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin
    leucoryx

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 13.09.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  11                          22                      72,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     181                         181                    53,00€ annlu                                       62                         100                   223,00€Nelebooks                            769                        703                   79,80€ulrikeu                                      81                          50                    19,00€Oanniki                                    27                          38                      23,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     88,00€ Kurousagi                             346                        251                     0,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1092
  • Die Winterrose

    Die Winterrose
    janinchens.buecherwelt

    janinchens.buecherwelt

    07. November 2016 um 17:51

    "Die Winterrose" ist der zweite Teil von Jennifer Donnellys "Rosen-Trilogie" und schließt an den Vorgängerband "Die Teerose" an. Für die Fortsetzung ist es nicht zwingend notwendig, das erste Buch zu kennen, da wir zwar einigen bekannten Charakteren begegnen, Indias Geschichte jedoch eine eigenständige ist.Um die Jahrhunderwende ist auch in London einiges im Umbruch. Und so kommt es, dass nun auch Frauen die Möglichkeit haben, als Ärztin zu arbeiten. Zwar werden sie hier und da noch belächelt, doch India Selwyn-Jones gibt darauf nichts. Sie möchte Menschen helfen, vor allem denjenigen, die sich eine gute und vor allem notwendige Behandlung nicht leisten können. Sie träumt von einer eigenen Klinik für Kinder und Frauen. Da sowohl ihre wohlhabende Familie als auch ihr Verlobter nicht hinter ihrem Berufswunsch stehen, muss sie auf ein Startkapital verzichten und sich das Geld für ihren Traum alleine zusammensparen. Jennifer Donnelly erweckt abermals eine starke, junge Frau zum Leben, die sich ihre Träume nicht von anderen Menschen kaputt machen lässt und unweigerlich für ihr Ziel kämpft. Am eigenen Leib muss sie erfahren, dass dies kein leichtes Unterfangen ist und sie einige Rückschläge einstecken muss. Als sie Sid Malone kennenlernt, scheint es, als ob dieser ihr Rettungsanker wäre, der ihrem Vorhaben den letzten Schubs geben könnte. Doch Intrigen, Machtgehabe und Geldgier platzen dazwischen und plötzlich findet sich India in einem Leben wieder, welches sie eigentlich längst hinter sich gelassen hat.Neben vielen neuen Charakteren gibt es auch ein Wiedersehen mit Fiona, Joe und Sid Malone aus "Die Teerose". Die Fortsetzung der uns schon bekannten Geschichte fädelt die Autorin geschickt in die neue mit hinein. An manchen Stellen war es mir jedoch etwas zu viel des Guten, als das Hauptaugenmerk zu intensiv auf die "alte" Geschichte gelegt wurde.Die Autorin schafft auf den 784 Seiten eine komplexe, aber schlüssige Handlung, die viele Jahre überdauert, aber trotzdem ihren roten Faden beibehält. Die schon gewohnten Perspektivwechsel hauchen dem Buch Leben ein und man hat als Leser immer alle wichtigen Charaktere im Blick. Unvorhergesehene Wendungen lassen die Gefühle immer wieder zwischen Verzweiflung, Hoffnung, Angst und Erleichterung schwanken. Man kann sich nie sicher sein, was im nächsten Kapitel auf uns wartet und trotz einiger Längen, fliegt man die meiste Zeit nur so durch die Seiten.Ich bin wirklich sehr angetan von Indias Geschichte und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wie es eine Autorin immer wieder schafft, mich an ein Buch zu fesseln, ist mir ein Rätsel. Jennifer Donnelly hat einfach einen wunderbar zauberhaften Schreibstil, bei dem wirklich nie Langeweile aufkommt. Der durchweg gehaltene Spannungsbogen ist eine Meisterleistung und verdient ein großes Lob.Fazit"Die Winterrose" ist ein sehr sympathisches, authentisches Buch, welches die Schwierigkeiten, Hoffnungen und Träume der Menschen um die Jahrhundertwende vom neunzehnten ins zwanzigste Jahrhundert darstellt und uns teilhaben lässt an den Entwicklungen der damaligen Zeit. Auch hier spielt die Liebe ein ganz große Rolle. Jedoch bekommen auch Themen wie Armut, Klassenunterschiede, medizinische Fortschritte, Rassismus und Frauenrechte einen beträchtlichen Anteil an der Geschichte. Wer "Die Teerose" mochte, der wird "Die Winterrose" lieben. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir an euch.

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  • Tolle Fortsetzung

    Die Winterrose
    Pat82

    Pat82

    03. August 2016 um 03:26

    Es geht weiter mit dem zweiten Teil der Rosentrilogie. Eine riesen Empfehlung, wer den ersten teil gemocht hat, wird teil zwei lieben. Dieser Roman bietet nicht nur Spannung und Romance sondern auch noch einen intressanten Einblick in die Medizin um 1900 und wie schwer es war, sich als Ärztin durchzusetzen.  Ich habe es geliebt :)

  • Jennifer Donnelly - Die Winterrose (Roman)

    Die Winterrose
    Perle

    Perle

    22. July 2016 um 23:55

    Klappentext: London, 1900: Die junge India Selwyn-Jones bewegt sich in den feinsten Kreisen. Bis sie als Ärztin im berüchtigten Viertel Whitechapel zu arbeiten beginnt - und dort in leidenschaftlicher Liebe zu dem gefürchteten Gangsterboß Sid Lalone entbrennt ...Leidenschaft und Haß, bedingungslose Liebe undtödliche RacheVoller Dramatik und Sinnlichkeit erzählt Jennifer Donnely, die Autorin der international erfolgreichen "Teerose", von ihrer unbeugsamen Heldin India.Eigene Meinung:Dieses Buch nahm ich vor zwei Wochen aus der Stadtbücherei der Nachbarstadt mit. Vor einigen Wochen las ich den 1. Teil "Die Teerose" von der Autorin und war total begeistert. Hatte mir dann vorgenommen den 2. Tel "Die Winterrose" in meinem Juli-Urlaub zu lesen und den 3. Teil "Die Wildrose" im August-Urlaub. Am 9. Juli begann ich die 784 Seiten und erst heute beendete ich sie nach 14 Tagen. Ich las pro Tag 30-100 Seiten, je nach Verfassung und Zeit. Die ersten 100 Seiten waren noch sehr verwirrend und ich wusste manchmal  nicht genau, um was es ging. Es kamen einige bekannte Leute drin vor, doch auch wieder einige unbekannte Neue. Erst ab der 200. Seite war ich so langsam in der Geschichte drin. Dann konnte ich sie mit Ruhe und Verstand lesen. Ich fand einige Schreibfehler, die hätten nicht sein müssen, aber mir gefiel es trotzdem und nahm das Buch jeden Morgen immer wieder gerne zur Hand. Der Schluss gefiel mir dann außerordentlich gut und kann es jedem empfehlen, der gerne Historische Romane liest. Da es der 2. Tel der Rosen-Trilogie der Autorin ist, sollte man eigentlich den 1. Teil "DieTeerose" auch gelesen haben. Muss man zwar nicht unbedingt, aber schöner wäre es, denn einen Film im TV oder Kino schaut man ja auch nicht erst ab der Mitte und der letzten halben Stunde.  Der Schreibstil von Jennifer Donnely war ausgezeichnet.Sie versteht ihr Handwerk gut.Den 3. Teil der Rosen-Trilogie "Die Wildrose" werde ich dann ab Mitte August lesen. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf. Dieser Roman zählt auch seine 750 Seiten und werde mit Sicherheit auch knapp zwei Wochen dafür brauchen. Es war ein toller Fortsetzungsroman - Note 3 +Vergebe hierfür gut und gerne - 3,5 liebgemente Sterne.

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  • Historienroman mit winzigen Mängeln

    Die Winterrose
    BarbaraDrucker

    BarbaraDrucker

    07. July 2016 um 19:32

    Obwohl es sich bei "Die Winterrose" um die Fortsetzung von "Die Teerose" handelt, lässt sich dieses Buch auch problemlos als Einstieg lesen. Im Mittelpunkt steht die Liebesbeziehung des ungleichen Paares Sid Malone (Gangsterboss) und India Selwyn-Jones (idealistische, adelige Armenärztin), wobei es Donnelly gelingt, diese Beziehung nicht nur zu romantisieren. Ausgezeichnet dargestellt ist das Milieu in Whitechapel, dem Londoner Elendsviertel und der korrupten Politik, die mit Phrasendrescherei und Scheinlösungen unter den Arbeitern auf Stimmenfang geht. Überhaupt sehe ich in der Darstellung des Elendsviertels (realistisch aber nicht eklig) und in den politischen Anspielungen die Stärken des Buches. Die üblichen Topoi (starke Frauen, Liebeshandlung, Happy End nach zig Verwicklungen und Hindernissen) entsprechen dem Genre.Erfreulich ist der Versuch, die Figuren einigermaßen differenziert zu gestalten, die Guten haben ihre Probleme mit der persönlichen Schuld und die Bösen sind durch ihre schreckliche Kindheit zumindest ansatzweise ambivalent dargestellt. Leider bleibt Donnelly dabei in den Ansätzen stecken, die Aufteilung gut-böse wird sehr schnell klar und auch nicht mehr in Frage gestellt. Wenn auch sympathisch aber nicht sehr überzeugend ist die Figur der kleinen Charlotte, die als Sechsjährige eine Einsicht und Abgeklärtheit beweist, die nicht einmal Erwachsene besitzen. Die gekonnte Erzähltechnik mit ihren geschickten Rückblenden und oftmaligen Perspektivwechseln geht dafür eindeutig über den Durchschnittshistorienroman hinaus.Überflüssig ist die Afrika-Episode, die sich auch nicht so recht in den Gesamtzusammenhang fügen will. Sie bläst das Buch nicht nur unnötig auf, sondern stellt einen regelrechten Bruch dar. Auch den im zweiten Teil eingeführten Handlungsstrang mit Seamie und Willa finde ich äußerst entbehrlich.Unnötig sind kleine Anachronismen, die bei einem Historienroman nicht vorkommen sollten. So wurde etwa der Pagenkopf von Coco Chanel erst 1916/17 kreiert und die Damen schnitten bekanntlich ihr Haar erst in den 20er-Jahren ab. Ebenso scheint die Autorin auch beim Alter des Bergsteigers George Mallory zumindest implizit etwas geschummelt zu haben.Solche Mängel sind zwar ärgerlich, tun jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

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  • Etwas zu viel Dramatik

    Die Winterrose
    winter-chill

    winter-chill

    02. July 2016 um 11:21

    Nach „Die Teerose“ ist „Die Winterrose“ der zweite Teil von Jennifer Donnellys Rosentrilogie. Eigentlich ist der Roman keine direkte Fortsetzung, weil die Geschichten in sich abgeschlossen sind. Trotzdem rate ich, zuerst den ersten Teil zu lesen – denn es wird doch recht viel Bezug zu Figuren aus „Die Teerose“ genommen und auch die Hintergründe der männlichen Hauptfigur kann man so wohl besser verstehen. „Die Teerose“ habe ich vor circa drei Jahren gelesen und war damals sehr begeistert von dem Buch. Meine Erwartungen an „Die Winterrose“ waren also sehr hoch. Ich kann schon mal sagen: die Geschichte war in der Summe ganz unterhaltsam und spannend, an seinen Vorgänger kommt der Roman aber bei weitem nicht heran. Da gab es dann doch einfach zu viele Schwächen. Wieder einmal entführt Donnelly ihre Leser nach London um 1900 und wieder einmal steht eine starke Frau im Mittelpunkt der Handlung: India Selwyn-Jones, eine junge Adelige, hat seit ihrer Kindheit einen Traum: Sie möchte als Ärztin arbeiten und somit vor allem den Leuten in den Londoner Arbeitervierteln helfen. Obwohl von ihr vielmehr erwartet wird, dass sie heiratet und ihrem Mann Erben schenkt, setzt sie sich durch und beginnt gleich nach ihrem Studium bei einem Arzt in Whitechapel zu arbeiten, einem der ärmsten Viertel in London. Dort erkennt sie bald, dass Wunsch und Realität oft sehr weit auseinanderliegen. Und sie lernt dort auch den gefürchteten Gangsterboss Sid Malone kennen – und natürlich lieben. So nimmt das Drama seinen Lauf, denn India ist eigentlich mit Freddie Lytton, einem aufstrebenden Abgeordneten, verlobt, der seit langem Sid Malone das Handwerk legen will und generell recht verschlagen ist. Donnelly schreibt sehr fesselnd und bildlich. Vor allem das Leben und die Probleme der Menschen in den Londoner Armenviertelen beschreibt sie sehr plastisch und lebendig. Auch über die medizinische Versorgung zu jener Zeit erfährt man zu Beginn des Romans einiges. Mit India und Sid hat die Autorin auch zwei sehr tolle und liebenswürdige Protagonisten geschaffen, mit denen man einfach gerne mit bangt. Ab der zweiten Hälfte entwickelt sich die Geschichte aber dann in eine Richtung, die mir nicht mehr so gefallen hat. Ja natürlich, die Geschichte lebt von Dramatik, Intrigen und Spannung, aber ab der zweiten Romanhälfte übertreibt es Donnelly damit einfach. Indias Leben scheint einfach nur noch eine Dauertragödie zu sein, dazu kommt noch eine Reihe von unglaubwürdigen Zufällen. Das war mir alles einfach zu konstruiert und etwas zu over the top. Etwas unnötig fand ich dann noch den Handlungsstrang um Seamus und Willa. Den hat Donnelly wohl eingebaut, weil es im dritten Teil „Die Wildrose“ um die beiden geht. Dieser Handlungsstrang hat den Roman aber nur künstlich in die Länge gezogen. Das Ende hingegen ist zwar leicht kitschig, hat mich dann aber doch wieder sehr berührt. Fazit: „Die Winterrose“ ist ein unterhaltsamer, spannender Roman mit viel Dramatik und Kitsch. An seinen Vorgänger kommt er leider nicht heran. Während „Die Teerose“ noch mehr historischer Roman war, bewegt sich „Die Winterrose“ schon sehr stark in Richtung Soap Opera. Den dritten Teil der Trilogie werde ich wohl nicht mehr lesen.

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  • 2. Teil der Rosentriologie - ist wie Band 1, nur mit anderen Namen

    Die Winterrose
    Pachi10

    Pachi10

    25. February 2016 um 09:10

    Wieder ist der Londener Bezirk Whitechapel Mittelpunkt der Geschichte. Es tauchen bekannte Personen aus dem Band "Die Teerose" auf und schon bald hat man das Gefühl nochmal die selbe Geschichte zu lesen, nur mit anderen Namen. Was ich persönlich sehr schade finde. In Band 2 sind die Hauptperson nun India, eine junge engagierte Ärztin und Sid Malone, ein berüchtigter Gangsterboss aus Whitechapel. Sie kommt mit ihren Idealen frisch von der Uni und muss feststellen, dass Theorie und Praxis oft weit von einander entfernt liegen. Es ist leicht über Armut und Ihre Bekämpfung Vorträge zu halten, wenn man selber nie arm war. Er belehrt sie eines Besseren, zeigt ihr die Armut wie sie wirklich ist und vor allem zeigt er ihr die Liebe. Und alles wäre gut, wenn nicht der böse Freddie Lytton wäre. Sid Malone kennt man aus dem 1. Band, genauso Fiona und Jo Bristow und Fionas kleiner Bruder Seamie. Die Geschichten ähneln sich leider sehr. Für meinen Geschmack zu sehr. Als hätte man einfach die Namen und ein paar Orte aus der Handlung ausgetauscht. Die Geschichte ist nett, aber es hätte nicht geschadet, vom Ablauf einen anderen Handlungsbogen einzubauen.

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  • Verbrechen, Rache, Intriegen und eine unsterbliche Liebe!

    Die Winterrose
    love_books92

    love_books92

    10. February 2016 um 11:27

    1900 London: India Selwyn-Jones hat gerade ihr Studium als Ärztin abgeschlossen und tritt eine Stelle bei einem bekannten Arzt in Whitechapel an. Doch sie hat einen großen Traum sie will eine „freie Klinik für Frauen und Kinder“ eröffnen. Während sie versucht mit dem Politiker Freddie Lytton (der zugleich Indias Verlobter ist) eine Opium-Höhle zu schließen trifft sie auf den größten Verbrecherboss Londons Sid Malone. Nach anfänglicher Antipathie und Furcht entsteht eine leidenschaftliche und unsterbliche Liebe.  Doch leider steht ihre Liebe unter keinem guten Stern und die beiden werden getrennt und verlieren sich aus den Augen. India die keine andere Wahl hat heiratet Freddie Lytton und beginnt mit ihm eine lieblose Ehe – da Freddie nur auf Indias Mitgift scharf is. Nach Jahren treffen sich Sid und India in Afrika wieder und die Geschehnisse nehmen ihren Lauf.   Die Autorin hat die Stimmung die damals herrschte richtig gut eingefangen – man bekommt eine sehr gute Vorstellung davon wie es den Menschen in den Armenvierteln von London ergangen ist und auch die Politischenumbrüche die zu dieser Zeit begonnen hatten wurden interessant geschildert. Die Geschichte ließt sich sehr flüssig was auch damit zu tun hat das die einzelnen Kapitel immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben wurde. Man erfährt nicht  nur etwas aus dem Leben von India, Sid und Freddie der Leser erfährt auch was aus Fiona, Joe und Seamie geworden ist und wie ihr Leben verläuft. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen da man immer einen anderen sichtpunkt auf die Geschichte bekam. Manchmal hat mich dies aber auch etwas aufgeregt wenn es gerade besonders Spannend war und dann auf einmal zu einem anderen Schauplatz gewechselt wird -  aber die Geschehnisse die während dieser Kapitel passieren sind auch wichtig für die nachfolgende Story.   Die Figuren waren gut ausgearbeitet und sehr real gezeichnet. So ist z.B. Sid wie es sich für einen Gangsterboss des 19. Jahrhunderts gehört des Öfteren sehr aggressiv und brutal sowie sehr angsteinflößend. Gleichzeitig hat er aber einen gwissen Charme dem man sich einfach nicht entziehen kann – ich fand ihn von Anfang an interessant und sein Leben sehr spannend. India war zu Beginn des Buches sehr naiv und auch sehr rechthaberisch – nachdem sie jedoch von Sid den Kopf zu Recht gerückt bekommen hat verändert sie sich und ihre Einstellung. Im Laufe der Geschichte wandelt sie sich zu einer sehr starken und ausdrucksvollen Frau – das hat sie für mich noch Sympathischer gemacht.   Die Winterrose ist eine tolle Fortsetzung der“ Teerose“- wer dieses Buch mochte sollte den 2. Band auch lesen. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

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  • Das Buch mit dem bbeeeessstteeeennnn Verbrecherboss der Welt !!!!!!!!

    Die Winterrose
    edward_fairfax_rochester

    edward_fairfax_rochester

    23. October 2015 um 18:32

    London, 1900: Es sind die ersten Tage des 20. Jahrhunderts – die Tage des Umbruchs, des Fortschritts und der gnadenlosen Unterdrückung der armen Bevölkerung. Die Tage, in denen die Welt noch nicht von den Morden vergangener Zeiten geheilt ist, in denen der Alltag für viele aus Prostitution, Drogen, Raub und anderen Verbrechen besteht. Es sind die Tage in denen die junge Ärztin India Selwyn-Jones, Verlobte des Parlamentsabgeordneten Freddy Lytton, den sie doch nie wirklich lieben konnte, gegen den Willen ihrer Eltern ihr Medizin Studium abschließt und im berüchtigten Stadtteil Whitechapel zu arbeiten beginnt – und sich unsterblich in den gefürchteten und verhassten Verbrecherboss Sid Malone verliebt. Es sind die Tage, über die eine grandiose Autorin ein grandioses Buch geschrieben hat. Bei seinen fast 800 Seiten war ich eigentlich Anfangs in Sorge, das Buch würde sich etwas in die Länge ziehen, wäre vielleicht in der Mitte oder gegen Ende hin etwas schwach. Ich hatte mich grenzenlos verschätzt. Es gab keine einzige Seite, von der ich mir im Nachhinein denke, ich hätte sie überspringen sollen. Es gab keinen Part, kein Kapitel, das mich nicht begeistert hatte. Natürlich – aber ich glaube, das ist bei jedem Buch so – gab es Teile, deren Inhalt mich fast zur Weißglut gebracht hatte, gab es Momente in denen ich das Buch am liebsten an die Decke geschleudert hätte, aber in die Länge gezogen hat es sich nie. Die Charaktere sind alle sehr nachsichtig und glaubwürdig beschrieben. Fast alle waren mir sehr sympathisch, ihre Handlungen waren (meistens) nachvollziehbar, ihre Gedanken und Gefühle ausdrücklichst geschildert – man entwickelt eine gewisse Sympathie zu ihnen, fühlt und leidet mit ihnen, wie es nicht in jedem Buch der Fall ist. In Sid zum Beispiel habe ich mich buchstäblich verliebt. Er ist gar nicht so, wie man es sich vielleicht anfangs vorstellt – gemein, grausam, besitzergreifend. Zweifellos besitzt er unter anderem auch die Eigenschaften, die ein Gangster- und Drogenboss dieser Zeit haben muss, um überhaupt überleben zu können: Er ist verbittert, manchmal aggressiv und reagiert auch des Öfteren brutal oder zumindest angsteinflößend, wenn gereizt und aufgebracht ist. Gleichzeitig verkörpert er aber auch meinen absoluten Lieblings-Hauptpersonen-Typ. Er ist so gefühlsvoll, so sensibel, verletzlich und sooooo… Ich weiß nicht, wie ich  mich ausdrücken soll. Es ist da ein gewisses Etwas zwischen den Zeilen, das ich nicht beschreiben kann. India wirkt anfangs noch etwas naiv, was sich aber mit ihrer zumindest größtenteils unbeschwerten Kindheit leicht erklären lässt. Im Laufe des Buches wächst sie dann zu einer starken, mutigen Persönlichkeit heran, die auch nicht davor zurückscheut, ihr eigenes Wohl aufs Spiel zu setzen, um denen zu helfen, die sie liebt. Das Buch ist sehr schön und ausdrucksvoll geschrieben. Für mich als ziemliche Sprach- oder zumindest Schreib-Fanatikerin einfach herrlich !!!!!!!!!!!!!!!!! Und auch die Handlung war einwandfrei. Eine Zeit lang ging zwar quasi alles schief, was nur schief gehen konnte (manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass es sogar dann schiefging, wenn das nicht einmal mehr möglich war), allerdings wandte sich dann am Ende doch noch alles zum Guten, was im Gegenteil zu dem, was manche jetzt vielleicht glauben, auch keinesfalls unrealistisch erschien. Kurz um: Wenn man wie ich eine Schwäche für historische Liebesromane hat und sich auch nichts daraus macht, zwischendurch einmal wegen einem Buch einen Nervenzusammenbruch zu erleiden, ein absolutes Muss !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • Sid Malone

    Die Winterrose
    Engelchen07

    Engelchen07

    01. April 2015 um 19:27

    India Selwyn-Jones lebt in London. Sie ist jung und ist gerade mit ihrem Studium als Ärtzin fertig. Sie hat eine Arbeitsstelle in dem Armenviertel Whitechapel gefunden. Eines Tages lernt sie den gefürchteten Gangsterboß Sid Malone kennen. Die anfängliche Antipathie wandelt sich im Laufe der Zeit in leidenschaftliche Liebe um. Leider ist India schon mit dem Abgeordneten Anwärter Freddie verlobt. Dieser ist jedoch nur auf Indias Mitgift aus und liebt sie nicht. Eine dramatische und leidenschaftlich geschriebene Geschichte, die einen wieder absolut fesselt und gespannt auf das Ende hoffen läßt.

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  • Herrliche Fortsetzung der Teerose

    Die Winterrose
    Pokerface

    Pokerface

    17. March 2015 um 11:48

    Es sind die ersten Tage des neuen Jahrhunderts, Mai 1900. Und die finsteren Straßen des Londoner Armenviertels Whitechapel sind kein Ort für eine anständige junge Frau. Gegen alle Widerstände nimmt India, die sich sonst nur in den feinsten Kreisen bewegt, eine Anstellung als Ärztin in Whitechapel an. Als sie dem berüchtigten Gangsterboss Sid Malone begegnet, entbrennt sie überdies in leidenschaftlicher Liebe und setzt sogar die Verlobung mit dem ehrgeizigen Parlamentsabgeordneten Freddie Lytton aufs Spiel. Sie ist fasziniert von Sid, seinem Charme und seiner geheimnisvollen, dunklen Vergangenheit. Doch sie kann nicht ahnen, dass Sid Malone nicht sein wahrer Name ist... Am Anfang habe ich mich ein bisschen mit der neuen Geschichte schwer getan. Ich war noch zu sehr vom ersten Teil gefangen. Doch nach und nach hat sich eine ganz wundervolle Fortsetzung herauskristallisiert, die wirklich alles hat, was man sich nur wünschen kann: Es gibt Betrug und Intrigen, Rache, Liebe, Abenteuer und viel Spannung. Ist India am Anfang der Story noch unbedingt von ihren Werten überzeugt und kennt nichts anderes außer Schwarz und Weiß, so muss sie im Laufe ihres Lebens erfahren, dass da noch viel mehr ist. Viel mehr, was nicht in den Lehrbüchern steht und was man nur durch das Leben lernen kann. Je menschlicher India geworden ist, desto sympathischer ist mir ihr Charakter auch im Laufe des Buchs erschienen. Ich will einfach nicht zu viel vom Buch verraten. Wer "Die Teerose" gelesen hat und wem das Buch gefallen hat, der sollte unbedingt auch "Die Winterrose" lesen. Volle Punktzahl.

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  • Mitreißende story

    Die Winterrose
    MonaFee

    MonaFee

    25. December 2014 um 21:57

    Eine abwechslungsreiche Story die einen wirklich guten 2. Teil darstellt. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

  • Time for tea?

    Die Teerose
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    04. November 2014 um 19:03

    London 1888: Während Jack the Ripper in den dunklen Gassen von Whitechapel eine blutige Spur des Grauens hinterlässt, träumt die junge Teepackerin Fiona Finnegan von einem eigenen Geschäft, das sie mit ihrer großen Liebe Joe eines Tages zu eröffnen wünscht, um endlich dem Armen- und Arbeiterviertel entfliehen zu können. Doch dann überschlagen sich die tragische Ereignisse, die Fionas Leben drastisch verändern und ihren lang ersehnten Traum in ein Leichentuch der Unmöglichkeit hüllen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Da ich für manche Argumente spoilern muss, werde ich sie erst am Ende der Rezension (natürlich mit einer Warnung!) erwähnen, keine Bange. Der Erzählstil der Autorin ist recht flüssig gehalten, sodass man manchmal gar nicht bemerkt, wie fix die Seiten dahinfliegen. Eine gewisse Raffinesse, die mich als Leserin zum Verweilen einzuladen weiß, konnte ich jedoch nicht finden, weshalb ich das Buch recht schnell unter die Kategorie „Schmöker“ bzw. „reine Unterhaltungsliteratur“ verbuchte und es selbst nach Beendigung in keiner anderen Sparte sehe, was grundsätzlich keine Kritik, sondern lediglich eine Feststellung darstellen soll, damit potentielle Leser ihre eventuellen Ansprüche etwas herunterschrauben können. Womöglich waren meine anfangs etwas zu hoch angesetzt, aber dazu später mehr. Die überwiegend bildhafte Sprache – überwiegend, da ich bei Sätze wie beispielsweise „Sie war wütend.“ kurz den Kopf schütteln musste, da solche nicht gerade zur Lebendigkeit einer Szene beitragen, was aber (zum Glück) eher selten vorkam – erschafft eine stellenweise authentische Atmosphäre jener Zeit, was ebenfalls an den vielen detailreichen Beschreibungen der Schauplätze lag. Hingegen dazu fand ich die Charaktere nicht ausreichend vielschichtig angelegt, um mit ihnen bedingungslos mitfiebern zu können. Die Protagonistin beispielsweise war mir eine Spur zu perfekt und demnach zu eindimensional, obgleich sie großes Leid zu erdulden hatte. Ich persönlich fand sie nicht allzu authentisch, auch wenn die Personen insgesamt recht glaubhaft agieren. Die Liebesgeschichte war mir stellenweise zu konstruiert, vieles diente wohl dem Zweck, um sie noch dramatischer zu gestalten – die unglücklichen Zufälle waren mir etwas zu viel, um lebensnah zu erscheinen. Manche Passagen waren mir zu vorhersehbar, andere wiederum zu gewollt auf die Tränendrüse drückend, ja, zu kitschig, wobei letzteres natürlich reine Geschmackssache ist. Klaro. Mein größter Kritikpunkt jedoch richtet sich an die historische Ungenauigkeit, da manche Fakten so entfremdet dargestellt wurden. Gut, vielleicht verlange ich zu viel, ich weiß es nicht. Wenn ich einen historischen Roman lese, erwarte ich Historie und keine Verdrehungen, um eine Geschichte erzählen zu können. Hat man als Autor nicht auch eine gewisse Verantwortung? Was ich lese, behalte ich (mehr oder weniger) im Kopf. Peinlich, wenn ich irgendwann feststellen muss, dass meine Geschichtskenntnisse reiner Humbug sind. Nein, ich habe nichts gegen fiktive Personen innerhalb historischer Romane oder reine 'so-könnte-es-gewesen-sein'-Gedankengänge. Wichtige Erfindungen beispielsweise, die die Weltgeschichte prägten, sollten aber bitte bei ihren Erbauern bleiben, finde ich. Da werde ich ärgerlich. Nur weil die Kulisse meinetwegen historisch ist, darf man doch nicht beliebig die Historie verändern und den Roman dann historisch nennen, oder? Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Schade fand ich außerdem, dass ich die versprochene Sinnlichkeit für Tee vergeblich suchte. Zwar wird Fionas Gespür für exzellente Mischungen erwähnt, aber - wie das Wort bereits verrät - nur am Rande. Als alte Teeliebhaberin, die aufgrund dieser Thematik „Die Teerose“ schließlich erwarb, war das eine Enttäuschung. Nun ja, vielleicht hat Süßkinds „Parfum“ meine Messlatte auch zu hoch angesetzt... Puh, nun habe ich einiges kritisiert und manch einer wird sich fragen, weshalb ich diesem Roman dennoch 1 Sterne vergab. Dies möchte ich im Folgenden kurz erklären. Der Beginn des Buches war sehr vielversprechend. Die Autorin schafft es, die harten Lebensbedingungen und die bittere Armut eindringlich, düster und lebensnah zu beschreiben. Die Anfänge der Arbeiterbewegung verfolgte ich mit großer Neugier und Spannung. Die Ausflüchte in den Kampf der sich bildenden Gewerkschaften um gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gefielen mir sehr gut, ebenso der Beginn der Industrialisierung, da diese geschickt, wenn auch eher nebensächlich in die Handlung integriert wurde. Viele Szenen innerhalb des Buches fand ich recht lebhaft und die Kulissen sehr plastisch, was mir zu gefallen wusste. Die Charaktere sind überwiegend liebevoll und detailliert gezeichnet, ihre Handlungen nachvollziehbar. Der Kontrast von Arm und Reich war anschaulich dargestellt mit all ihren Vor-und Nachteilen, was dem Ganzen eine kleine Prise Gesellschaftskritik verlieh. Das Buch lässt sich echt gut lesen und ist für zwischendurch bestimmt sehr gut geeignet, wenn man etwas Sehnsucht nach Träumereien und Aschenputtel-Romantik hegt. Wie bereits erwähnt, begegnete mir der Roman als Schmöker ohne großartigen Tiefgang, was an und für sich okay ist, wenn man nichts größeres erwartet. Mein Fehler, zwinker. Ach ja: Das Buch ist übrigens der Auftakt einer Triologie („Die Winterrose“ und „Die Wildrose“ - bereits erschienen). +++++++++++SPOILER!!!++++++++++ Ich erwähnte, dass mir Fiona, die Selfmade-Frau, die sich ihrer atemberaubenden Schönheit und Anziehungskraft natürlich nicht bewusst ist, zu perfekt war. Ja, sie trotzt ihrer Zeit und schert sich nicht um unausgesprochenen Anstandsregeln, gleichzeitig ist sie aber noch arbeitsam, äußerst kreativ, erkennt einen Homosexuellen lediglich aufgrund eines Portraits (?), moralisch unantastbar, wunderschön und so weiter und so fort. Das finde ich eindimensional. Sie träumt nicht nur den American Dream, sie lebt ihn auch - was in Ordnung ist, auch wenn es mir hierfür zu viele glückliche Zufälle gab, die mir ihr Aufstieg aus dem Slum eher unrealistisch erschien, aber darum geht es mir gerade nicht. Wirklich unglaubwürdig fand ich, dass ebenfalls ihre große Liebe auf sämtliche bis dato nicht nie dagewesen Marktstrategien kam. Das war mir ein Zufall zu viel des Guten, als hätte ihr Teeimperium nicht bereits für ein Roman gereicht. Zu dem historischen Faktenmurks möchte ich noch kurz erwähnen, dass tatsächlich Belmont den Vertrag bzw. den Zuschlag für den Spatenstich der New Yorker U-Bahn erhielt – nicht Fionas Verehrer McClane! Nein, so etwas verstehe ich nicht. Die Themse wird als sauberer, plätschender Fluss beschrieben – inmitten der Docks nahe Whitechapel mit jede Menge Betrieb von Schiffen und Kränen. Das ist doch Unfug, oder? Im ersten Drittel des Buches war wiederholt die Rede von „Bussen“, was mich kurz aufhorchen ließ. Irgendwann wurden Pferde erwähnt – Pferdeomnibusse also, wobei ich mich frage, weshalb die Autorin jene Linienfahrzeuge nicht als solche beim Namen nannte, aber sei's drum. Soviel ich weiß (und vielleicht täusche ich mich!), gab es zu jener Zeit in Großbritannien bereits Dampfomnibusse. Wozu die Pferde? Vielleicht kann mich ja jemand aufklären. Dass Fionas Eltern von Jack the Ripper ermordet wurden...puh, was soll ich dazu noch sagen? Burton soll Jack the Ripper gewesen sein? Ist das der Autorin Ernst? Ja, seine Identität ist und bleibt uns ein Rätsel, aber hierfür zusätzlich eine fiktive Person zu erfinden, als gäbe es nicht bereits genug Verdächtigte zu Zeiten Abberlines, müsste meiner Meinung nach nicht sein, finde ich. Zumal mir Burton keinesfalls ins Täterprofil passt. Woher sollte er die anatomischen Kenntnisse haben? Aus der Teefabrik? Ich weiß nicht...

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