Jennifer Donnelly Straße der Schatten

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Inhaltsangabe zu „Straße der Schatten“ von Jennifer Donnelly

1890, New York. Für Josephine Montfort scheint das Leben vorgezeichnet: eine arrangierte Ehe und ein häusliches Leben. Dabei möchte sie viel lieber Journalistin werden. Doch eine Tragödie reißt sie aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall, und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die gefährlichsten Viertel der Stadt führt ...

Erst zum Ende hin spannend. Leider nicht so gut wie die Rosen Triologie - trotzdem lesenswert

— Na_Nox

Tolles Kopfkino!

— Svea_J_Held

Kommt nicht ganz an die Rosen-Saga an, daher ein Stern weniger. Aber trotzdem sehr empfehlenswert.

— redlips93

Ein unterhaltsamer historischer Roman, mit kriminalistischen Zügen. Lesenswert!

— Losnl

Sehr spannend, gut durchdacht, flüssig zu lesen.

— CosimaThomas

Am Anfang zäh und gegen Schluss dann doch noch richtig gut

— Pat82

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  • Gefühlvoll und spannend

    Straße der Schatten

    Roma84

    27. June 2017 um 11:15

    Ich habe schon die "Rosentrilogie" von Jennifer Donnelly geliebt und mich daher unsagbar über ein neues Buch von Ihr gefreut. Der Leser lernt in diesem Buch die junge Josephine Montfort kennen, welche im 19. Jahrhundert in New York lebt. Josephine hatte das Privileg in die obere Gesellschaftsschicht geboren zu werden, als Tochter eines erfolgreichen Unternehmers. Josephine ist im heiratsfähigen Alter und soll "gewinnbringend" eine gute Partie machen. Allerdings kann und will sich Josephine mit dem ihr vorbestimmten Leben nicht anfreunden. Sie ist sehr wissensdurstig und fasziniert vom Journalismus. Sie möchte gern schreiben und die Welt auf die leider herrschenden sozialen Missstände aufmerksam machen. Doch eines Tages ereilt die Familie ein großer Schicksalsschlag. Josephines Vater wird eines Abends tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Sein Tod wird als Selbstmord deklariert, doch Josephine kann das nicht glauben. Während sich ihre Mutter in ihrer Trauer vergräbt, beginnt Josephine den Todesumständen ihres Vaters auf den Grund zu gehen. Dabei lernt sie den jungen Reporter Eddie Gallagher kennen, der ihr bei der Recherche und Suche nach der Wahrheit hilft. Die Spurensuche führt Eddie und Josephine in die dunkelsten und gefährlichsten Ecken und Milieus von New York. Nach und nach stoßen Josephine und Eddie auf immer mehr Informationen sowie Ungereimtheiten und geraten dabei immer mehr selbst in große Gefahr. Auch wenn Josephine bereits ihrem guten Freund Bram versprochen ist, kann sie gegen die Gefühle, die sich mit der Zeit für Eddie entwickelt haben, nicht ankämpfen und Josephine ist lange hin und her gerissen, zwischen ihrem gesellschaftlichen Pflichtgefühl und dem Drang nach Freiheit und wahrer Liebe. Dieses Buch ist wieder ein wahres Kunstwerk der Autorin. Leicht und verständlich lässt Sie den Leser in das New York des 19. Jahrhunderts eintauchen und schildert anschaulich welchen Überlebenskampf der kleine Mann tagtäglich zu führen hatte und in welches gesellschaftliche Korsett die Menschen der Oberschicht gezwängt waren. Alle handelnden Personen waren sehr gut ausgearbeitet und die Hauptpersonen waren überaus sympathisch dargestellt, sodass es wirklich Freude bereitete, Josephine und Eddie auf der Suche nach der ganzen Wahrheit durch New York zu begleiten. Auch die Personen, die die Beiden auf ihren Wegen durch New York kennen lernen sind gut und bildhaft beschrieben. Das Buch war auf keiner einzigen Seite langweilig zu lesen, sondern die Spannung blieb kontinuierlich erhalten und nahm zu Ende zu sogar noch mehr Fahrt auf. Ein wirklich grandioses Buch, dass ich allen Fans von historischen Romanen nur wärmstens ans Herz legen kann und welches von mir selbstverständlich 5 völlig verdiente Punkte bekommt.

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  • Straße der Schatten

    Straße der Schatten

    Kitsune87

    12. March 2017 um 11:59

    Rezension zu Straße der Schatten von Jennifer Donnelly Titel: Straße der Schatten Autor: Jennifer Donnelly Übersetzer: Ulrike Budde Verlag: Piper Genre:Historischer Roman/Historischer Kriminalroman Preis: 9,99 € TB sowie ebook Erscheinungsdatum:01.12.2017 Isbn: 978-3492309974 Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. Klappentext: 1890, New York. Für Josephine Montfort scheint das Leben vorgezeichnet: eine arrangierte Ehe und ein häusliches Leben. Dabei möchte sie viel lieber Journalistin werden. Doch eine Tragödie reißt sie aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall, und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die gefährlichsten Viertel der Stadt führt. Meinung: Der Roman sowie die Autorin wurden mir von einigen lieben Bloggerkolleginnen empfohlen. Der Klappentext hat hohe Erwartungen in mir ausgelöst - die auch erfüllt worden sind. In einer Zeit, in der junge Frauen, die dem Geldadel entspringen, keine andere Aufgabe zuteil bekommen, als verheiratet zu werden, fällt ein Mädchen wie Josephine Montfort (Jo genannt) auf, wie ein bunter Hund.  Doch Jos Traum ist ein anderer. Wie ihr großes Vorbild Nelly Bly möchte sie eine journalistische Karriere anstreben. Über die Ausbeutung von jungen Textilarbeiterinnen möchte sie schreiben. Doch in der Redaktion der Zeitschrift ihres Pensionats für Wohlhabende Töchter, dem „Jonquil“, stehen eher Gedichte über Kätzchen an der Tagesordnung.  „Eine Frau, liebe Josephine, sollte nur dreimal in ihrem Leben in einer Zeitung erwähnt werden, sagte Jos Mutter oft, bei ihrer Geburt, wenn sie heiratet und wenn sie gestorben ist.“ - Seite 30 Als ihr Vater dann an einem Schuss aus seinem eigenen Revolver stirbt, begibt sie sich mit dem Reporter Eddie Gallagher auf eine gefährliche und düstere Recherchejagd.  Auch wenn meine Kenntnis über die Art und Weise, wie man sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts gibt und spricht, nicht all zu hoch ist, erscheint mir die Ausarbeitung im Roman doch sehr detailgetreu und authentisch. Donnellys Schreibstil ist sehr angenehm und fließend, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Der kurze Prolog, der zwei Monate nach der eigentlichen Handlung spielt, sorgt direkt zu anfangs für Spannung und wirft einige Fragen auf.  Josephine ist eine sehr liebenswerte Protagonistin und die Ungerechtigkeit, die ihr aufgrund ihres Geschlechts zu Teil wird,  lies mich noch mehr mit ihr sympathisieren.  „Das war die übliche Methode, wenn man ein Mädchen davon abbringen wollte, etwas zu tun - man brachte es dazu, sich zu schäme.“ - Seite 54 Ihr Art wirkt oft kindlich und naiv, was für ein Mädchen ihres Standes jedoch nichts Ungewöhnliches darstellt. Jos Gefühle, Wünsche und Ängste verleihen ihr Tiefe und lassen sie realer erscheinen. Die Ermittlungen wurden mitreissend gestaltet, allerdings waren es mir teilweise dann doch zu viele Zufälle. Zwischendurch sind Längen vorhanden, die aber im Gesamtbild nicht all zu störend waren. Auch die eingeflochtene Liebesgeschichte war nicht mein Fall. Insgesamt hat mir der Roman jedoch einige schöne Lesestunden bereiten können. Fazit: New Yorker Upper Class trifft auf düstere Unterwelt. „Straße der Schatten“ ist ein spannender historischer Roman mit einer starken Heldin, der sich auch gut als Kriminalroman lesen lässt. Es wird mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin bleiben. 

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  • Spurensuche durch das New York der 1890er Jahre

    Straße der Schatten

    love_books92

    17. February 2017 um 10:38

    Die Story rund um Jo und die Aufklärung vom Tod ihres Vaters hat mich mitgerissen in ein New York der 1890er Jahre und seine dunklen Straßen.   Das Leben von Josephine Montfort ist schon seit ihrer Kindheit durchgeplant, mit dem Ziel sie an den beliebtesten Junggesellen der Stadt zu verheiraten. Aber Jo würde viel lieber eine berühmte Journalistin werden und die Geschichten erzählen die in ihrer Welt stillgeschwiegen werden. Doch eine Tragödie reißt Jo aus ihren Träumen – ihr geliebter Vater stirbt durch seine eigene Waffe. Die Polizei stempelt dies als einen Unfall ab, jedoch kann Jo das nicht glauben und wird vom Journalisten Eddie Gallagher in ihrem Verdacht bestärkt. Mit Eddie´s Hilfe beginnt Jo zu recherchieren und versucht den Tod ihres Vaters aufzuklären und gerät dabei in die gefährlichsten Viertel der Stadt.   Die Strasse der Schatten ist mein viertes Buch von Jennifer Donnelly – ihr Schreibstiel ist wie schon bei den vorherigen Büchern super und lässt sich gut lesen. Ich fand es wirklich toll wie die „Upper Class“ sowie die Armenviertel beschrieben wurde man konnte sich ein richtig gutes Bild von alldem malen. Der Weg von Jo ist nicht immer mit Erfolg gekrönt, sie muss hart kämpfen um an ihr Ziel zukommen.   Fazit: Ein spannender Roman den ich nur weiterempfehlen kann und für Jennifer Fans ein muss. ;)

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  • Spannende Spurensuche im New York der 1890er

    Straße der Schatten

    Caillean79

    15. January 2017 um 17:57

    Die Geschichte von Jo (Josephine Montfort), die den mysteriösen Todesfall ihres Vaters aufklären will, hat mich fasziniert und mitgerissen. Der Schreibstil ist flüssig und respektiert trotzdem die Eigenwilligkeiten der damaligen Zeit. Nur selten passiert es der Autorin (vielleicht ist es auch der Übersetzung geschuldet), dass Redewendungen ins Buch rutschen, die der damaligen Zeit nicht angemessen (sondern zu modern) sind. Aber darüber konnte man gut weglesen.Besonders interessant fand ich, dass sowohl die „Upper class“ als auch die Welt der Armen im damaligen New York plastisch und glaubwürdig dargestellt wird. Jo selbst und ihre Familie stammen aus gutsituiertem Hause – ihr Vater war Miteigner einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Welt, die sich ihr allerdings bei der Recherche zum Todesfall ihres Vaters erschließt, ist eine komplett andere. Dort geht es ruppig zu und ein zu gutes Herz kann einem leicht zum Verhängnis werden. Und doch ist sie fasziniert von der Welt des Reporters Eddie, den sie für ihre Recherchen als Helfer gewinnen kann. Man merkt ihr an, dass sie eine moderne junge Frau ist, die für die Konventionen ihrer Zeit wenig übrig hat. Nur Gesellschaften geben und eine Zierde am Arm ihres Ehemannes sein – das ist ihr zu wenig.Umso packender ist es, ihren Weg mitzuverfolgen, der nicht nur von Erfolgen, sondern vor allem auch von Niederlagen geprägt ist. Jo ist eine sympathische Heldin, der man gern durch die Geschichte folgt und mit der man mitfiebert.Allein die Tatsache, dass ich schon nach der Hälfte des Buches den wirklichen Bösewicht der Geschichte erraten hatte, lässt mich einen Stern Abzug geben. Davon abgesehen hat mich der Roman aber bestens unterhalten.

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  • Auf der Suche nach der Wahrheit

    Straße der Schatten

    Losnl

    07. January 2017 um 19:58

    Das Buch hat meine Aufmerksamkeit allein durch seinen Titel auf sich gezogen. „Strasse der Schatten“ klingt sehr geheimnisvoll, dessen musste ich auf den Grund gehen und wurde sehr positiv überrascht. Ein rätselhafter Tod und eine Suche in den dunkelsten Strassen von New YorkInhalt:In New York lebt die junge Josephine Montfort. Ihr Leben scheint vorhergeplant: Eine arrangierte Ehe und ein häusliches Leben. Dabei möchte Jo viel lieber Journalistin werden. Doch eine unerwartete Tragödie reißt sie aus ihren Träumen – ihr Vater erschießt sich mit seiner eigenen Waffe. Gemeinsam mit dem Reporter Eddie Gallagher, begibt sich Jo auf Spurensuche, die sie in die gefährlichsten Straßen von New York führt...Die siebzehnjährige Jo möchte einmal eine anerkannte, zielstrebige Journalistin werden, die Dinge veröffentlicht, über zu jener Zeit Stillschweigen bewahrt wird. Auch die arrangierte Hochzeit, mit dem beliebtesten Junggesellen von New York, soll ihrem Leben einen Hauch von Sicherheit bringen. Doch leider werden diese Pläne durch den tragischen Tot ihres Vaters, durchkreuzt. Jo beginnt nachzuforschen, was ihren Vater zum Ableben durch eigene Hand getrieben haben könnte. Dabei trifft sie auf den jungen Reporter Eddie. >>“Wie können Sie es wagen! Diese schreckliche Behauptung gerade eben über Charles Montfort – das ist eine Lüge.“<< ( S. 32/33 )Beide tippen auf Selbstmord, bis sich die Hinweise verdichten und Rätsel entstehen, die es zu lösen gilt.Josephine ist mir von Anbeginn sehr sympathisch. Ihre freches, keckes und selbstbewusstes Wesen, welches nicht unmittelbar ins 19. Jahrhundert gehört, überzeugte mich. Sie spricht aus was sie denkt und hinterfragt Situationen, die manch anderer als unwiderruflich rechtfertigt. Sie macht eine tolle Entwicklung durch, indem sie ihr behütetes Heim verlässt, um die Hintergründe zum Ableben ihres Vaters in Erfahrung zu bringen. Dabei gelangt sie in die dunkelsten Strassen von New York und muss mit dem Leben der ärmeren Gesellschaft auseinandersetzen.Eddie unterstützt Jo wo er nur kann. Er schwört Jo Unterstützung, bis zur Auflösung der Umstände des Todes von Jo´s Vater. Da Jo oftmals auf Eddie´s Hilfe angewiesen ist, entwickeln beide Gefühle füreinander. Gekonnt verflochten sind die entstandenen Gefühle der Protagonisten , mit den kriminalistischen Zügen, was immer wieder die Spannung neu entfacht.Jennifer Donnely ist es gelungen, mich mit diesem Roman sofort in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, kurz und knackig und oftmals gleich auf den Punkt gebracht. Das lässt die Seiten des Buches nur so dahin flattern. Sehr spannend empfand ich die detaillierte Beschreibung der damaligen Zeit. Ich konnte mich sehr gut in die Epoche hineinversetzen. Ängste, Befürchtungen, Lügen, aber auch die Liebe ließen mich komplett in diesem Roman versinken. Sehr gut gefiel mir auch der Einfluss der damaligen Etikette, wie um Beispiel die Einhaltung der Trauerzeit. Ich habe bis heut nicht gewusst, das selbst die Kinder sich daran zu halten hatten und auch nicht das Haus verlassen durften.Aber auch die Unterschiede der Gesellschaftsschichten wurden sehr gut und nachvollziehbar herausgearbeitet. Die unerwarteten Wendungen gaben dem Roman noch das I - Tüpfelchen.Dieser historische Roman ist gespickt mit kriminalistischen Zügen, Spannung, aber auch ein Hauch von Liebe ist spürbar.Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung. Es wird für mich auch nicht der letzte Roman dieser Autorin sein.

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  • Strassen der Schatten

    Straße der Schatten

    Pat82

    05. September 2016 um 09:08

    Das ist nun mein viertes Buch von Jennifer und ihr Schreibstil ist einfach toll, er lässt sich wie immer, quasi im Stück weglesen. Jedoch gefiel mit in dieser Story die Hauptprotagonistin nicht so sehr. Joe entwickelt sich zwar zum Guten, wie die Story itself, aber am Anfang hat sie mich nur genervt mit ihrer Naivität gegenüber Bordellen, Prostituierten.. Ich habe oft gedacht => so blöd kann man ja nicht sein, das man nicht mal weiss was diese Frauen auf der Strasse machen ... Aber zum Glück entwickelt sich Joe zu einer reifen taffen jungen Frau :) Und ich konnte wieder entspannenDie Story itself kann man nicht vergleichen mit der Teerose dazu fehlten die Dramen und die damit verbunden Emotionen, dennoch zeigt auch diese Geschichte wieder eine starke Frau die für ihren Weg und ihre Liebe kämpft .. ich denke als Jennifer Fan muss man das Buch einfach lesen.

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  • Straße der Schatten

    Straße der Schatten

    Klusi

    30. August 2016 um 22:29

    New York 1890: Josephine Montfort wächst in wohlhabenden und sehr behüteten Verhältnissen auf. Aber statt dem Wunsch ihrer Familie nachzukommen und ihren Jugendfreund Bram zu heiraten, wie es für eine junge Frau in ihrer Gesellschaftsschicht üblich ist, träumt Jo davon, Journalistin zu werden. Ihre heile Welt bricht zusammen, als sie vom Tod ihres Vaters erfährt. Ein Unfall war es, durch seine eigene Waffe ist er ums Leben gekommen, so wird es zumindest der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Aber Josephine glaubt an einen Unglücksfall genauso wenig wie an Selbstmord, was es eigentlich gewesen sein soll, wie sie aus internen Berichten erfährt. Eine zufällige Begegnung mit dem attraktiven Reporter Eddie Gallagher zeigt ihr, dass sie mit ihren Zweifeln nicht alleine ist.Gemeinsam mit Eddie möchte sie herausfinden, was wirklich geschah, wieso ihr Vater tot ist und wie er ums Leben kam. Bei ihren Nachforschungen begibt sich die junge Frau auf gefährliches Terrain, denn sie besucht Gegenden der Stadt, wo eine junge Dame ihres Stands normalerweise keinen Fuß hinsetzen sollte. Mit ihrer Rosen-Trilogie hat Jennifer Donnelly ihre eigene Messlatte sehr hoch gesteckt, und ich war gespannt, ob die Autorin die herausragende Qualität, die man von ihr kennt und erwartet, auch bei diesem neuen Roman halten konnte. Zwar spielt diese Geschichte in New York, aber es ist ungefähr die gleiche Zeit, und die Verhältnisse und Gesellschaftsschichten sind ähnlich wie in London, wo ja „Die Teerose“ spielt.Jennifer Donnelly zeigt auch diesmal wieder die gesellschaftlichen Unterschiede. Einerseits kann man den Prunk und das feine Leben der begüterten Familien erleben, aber man sieht auch die Kehrseite, erhält Einblick in die Situation in den Elendsvierteln der Stadt, wo Kriminalität an der Tagesordnung ist. Der Roman spielt in einer Zeit, wo es noch nicht alltäglich war, dass Frauen aus gutem Haus einen Beruf ausgeübt haben. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird hier sehr deutlich aufgezeigt. Reiche Mädchen machten eine gute Partie, gründeten eine Familie und waren zum Repräsentieren und zum Kinder kriegen da, während die Ärmsten der Armen bis zur völligen Erschöpfung schuften mussten, um am Leben zu bleiben. Jo lernt beide Seiten kennen, wenn sie auch ihre Ausflüge in die New Yorker Unterwelt geheim halten muss, um ihre Familie nicht völlig vor den Kopf zu stoßen. Trotz ihrer anfänglichen Naivität, die ihrem bisher so behüteten Leben geschuldet ist, lässt sich Jo nicht unterkriegen und beißt sich auch bei heiklen Situationen durch, denn sie ist ein starker Charakter. Sie verfolgt hartnäckig ihr Ziel und schließt außergewöhnliche Freundschaften. Im Charakterisieren und Beschreiben ist Jennifer Donnelly eine Meisterin. Es ist ihr auch diesmal gelungen, mich zu fesseln und mit dieser Geschichte zu faszinieren. Der Roman hat eine tolle, vielschichtige Atmosphäre und wirkt sehr authentisch. Der lockere Schreibstil, der größtenteils ernst ist, aber dazwischen auch immer mit einem Quäntchen Humor an den richtigen Stellen aufwarten kann, lädt dazu ein, immer weiter zu lesen. Man möchte sich gar nicht mehr von Jo und ihrer Geschichte lösen. Neben der jungen Heldin hat der Roman viele weitere, sehr interessante Personen zu bieten, die alle plastisch und detailreich beschrieben sind. Bis zuletzt hält sich die Spannung und baut sich ständig weiter auf, um in einem Finale zu enden, wie ich es nicht erwartet hätte. Mich konnte auch dieser „Donnelly“ wieder restlos begeistern.

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  • Die düsteren Seiten New Yorks Ende des 19. Jahrhunderts

    Straße der Schatten

    tinstamp

    27. August 2016 um 11:24

    Jennifer Donnelly gehört seitdem ich die "Rosen-Trilogie" gelesen habe, zu meinen Lieblingsautorinnen. Auch ihr neuerster historischer Krimi "Straße der Schatten", den ich gemeinsam mit der lieben Hibi und der lieben Klusi gelesen habe, hat mich wieder überzeugt. "Straße der Schatten" ist ein historischer Roman mit Krimieinfluss. Die Protagonistin Josephine Montfort ist eine junge und sehr mutige Frau, die aus einer angesehen New Yorker Handelsfamilie stammt. Es ist die Zeit kurz vor der Jahrhundertwende und Frauen aus den höheren Schichten werden dazu erzogen eine gute Partie zu machen. Josephine allerdings ist wissensdurstig und hat sich in den Kopf gesetzt Journalistin zu werden. Sie schreibt für die Schülerzeitung und versucht dabei über den Rand der Gesellschaftsschichten zu blicken und auf die weniger Privilegierten aufmerksam zu machen. Doch der Tod des Vaters zerstört ihre Träume. Josephine kann nicht glauben, dass sich ihr Vater umgebracht hat und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Eine große Hilfe ist ihr dabei der Zeitungsreporter Eddie Gallagher, der beim Standard arbeitet. Dieses Unternehmen gehört ebenfalls den Montforts und Eddie hat ganz ähnliche Gedanken wie Jo.  Jennifer Donnelly versteht es, die damalige Zeit und die Zwänge der Frauen, wunderbar darzustellen. Josephine ist eine beherzte junge Frau, die gut behütet in ihren Kreisen aufwächst und oft ziemlich naiv an ihre Nachforschungen herangeht. Sie möchte frei sein, was man auch aus diesem Satz herauslesen kann: "Wir sind dumme Fräuleins. Bedauernswerte Niemande. Allein dürfen wir nirgendwo hingehen..." - Seite 11 Aber ohne der Hilfe von Eddie und ein paar Zufällen, wäre so manche Situation für Jo böse ausgegangen, denn die Beiden sind vorallem in den dunklen Ecken von New York unterwegs. So lernt Josephine auch Eddie etwas besser kennen und verliebt sich in den Reporter, dabei ist sie doch mit Bram Aldrich so gut wie verlobt. Aber nicht nur Eddie, sondern auch die Taschendiebin Fay, sowie Oscar Rubin, der im Leichenschauhaus arbeitet, werden gute Freunde und helfen ihr bei der Suche nach der Wahrheit rund um den Tod des Vaters. Doch es scheint, als hätten die Beiden mit ihren Nachforschungen zu viel Staub aufgewirbelt, denn bald stehen sowohl Eddie, als auch Jo im Fokus des Täters, der alles daran setzt sie aufzuhalten...... Der Autorin gelingt es die Spannung immer weiter aufzubauen und lässt dabei viel über die verschiedenen Gesellschaftsschichten in die Krimihandlung einfließen. Dabei sind alle Charaktere bis zur kleinsten "Nebenrolle" ganz wunderbar und bildhaft ausgearbeitet und beschrieben - sie leben einfach! Sie sind weder nur schwarz oder nur weiß, sondern haben sowohl gute, als auch schlechte Seiten. Oftmals ist das äußere Erscheingungsbild ein ganz anderes, als tatsächlich dahinter steckt.... Auch Jo entwickelt sich weiter und lernt, wie das Leben abseits ihres gut behüteten Familienlebens aussieht. Tempo und Spannung bauen sich im Laufe der Handlung immer mehr auf. Im letzten Abschnitt beginnt man bereits zu ahnen wer der Bösewicht sein könnte, doch die Autorin überrascht die Leser mit einer ungeahnten Wendung und toppt die Spannung noch einnmal. Dass es zu keinen fünf Sternen reicht, liegt daran, dass mir doch einige Passagen zu konstruiert erschienen sind und ein paar Klischees bedient werden....trotzdem ein wunderbares Lesevergnügen! Schreibstil: Das Jennifer Donnelly schreiben kann, weiß ich schon lange. Auch in ihrem Roman "Straße der Schatten"  versteht sie es großartig, den Figuren Leben einzuhauchen und die düstere Stimmung der dunken Ecken New Yorks einzufangen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, dabei aber auch detailreich und emotional. Fazit : Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Abenteuer, historischem Roman mit einem kleinen Schuss Romantik. Ein tolles Lesevergnügen, welches jedoch nicht ganz an die Rosentrilogie heranreicht. 4 1/2 Sterne gebe ich aber gerne!

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    • 3
  • Eine gefährliche Spurensuche und überzeugende Charaktere sorgen für eine spannende Geschichte

    Straße der Schatten

    HibiscusFlower

    12. August 2016 um 14:53

    Klappentext des Verlages: 1890, New York City. Für Josephine Montfort, die aus einer wohlhabenden New Yorker Handelsfamilie stammt, scheint das Leben vorgezeichnet: Nach der Schule eine arrangierte Ehe, Kinder und ein ruhiges, häusliches Leben. Aber Josephine hat andere Pläne: Sie möchte als Journalistin auf das Leben der weniger Privilegierten aufmerksam machen. Doch eine Familientragödie reißt sie jäh aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt zu Hause durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die zwielichtigsten und gefährlichsten New Yorker Viertel führt – und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel … "..., wieso bin ich Redakteurin ... geworden ? Ich habe das gemacht, weil ich meine Leserinnen informieren will. Weil ich diesen Schleier zerreißen möchte, der die Ungerechtigkeit um uns herum verbirgt...." (S. 11) Dinge zu erfahren, darüber zu schreiben und dies zu veröffentlichen dafür schlägt das Herz der siebzehnjährigen Josephine Montfort. Dabei könnte sie ein erfülltes, entspanntes Leben haben, wenn sie nur den richtigen Mann heiraten und keine eigene Meinung haben würde. Doch weder dem Schreiben noch der Aussicht auf eine Heirat kann Jo nachgehen, als sie die Nachricht über das Ableben ihres Vates ereilt. Versehentlich selbst erschossen soll er sich haben, doch daran glauben kann Jo nicht. "Nur ein Idiot reinigt eine geladene Waffe, und Charles Montfort war kein Idiot." (S. 32) Diese Ansicht vertritt Eddie Gallagher und teilt diese Josephine bei der ersten Begegnung mit. Er tippt auf Selbstmord bis er gemeinsam mit Jo Hinweise entdeckt, die Rätsel aufgeben und das Geschehen in eine andere Richtung lenken. Eine von der Vergangenheit eingeholte Gegenwart, Lügen, düstere Gestalten, noch dunklere Straßen und eine stets spürbare Gefahr - Josephine Montfort muss ihre sichere Welt gegen all das eintauschen, wenn sie herausfinden will, was mir ihrem Vater passiert. Dafür bewegt sie sich außerhalb jeglicher Schicklichkeit für junge Damen ihres Standes, entdeckt New York von seiner anderen Seite und entfernt sich immer mehr von dem was sie ist und sein könnte. Dadurch erfährt sie eine starke Entwicklung, die mit Ängsten, Gefühlen und Mut einhergeht. Aber auch andere Figuren, wie zum Beispiel die Taschendiebin Fay oder der im Leichenschauhaus arbeitende Oscar Rubin und natürlich der Journalist Eddie Gallagher sind sehr gut ausgearbeitet und konnten mich im Zusammenspiel mit dem Geschehen überzeugen. Zwischen den kurzen Kapiteln und einem flüssigen Schreibstil hat die Autorin einen leichten Spannungsbogen eingewebt, der in einer dichten Auflösung, die ich als fesselnd und gut gelungen empfunden habe, gipfelt. Eine gefährliche Spurensuche, überzeugende Charaktere, eine spannende Geschichte in historischer Kulisse, die nicht nur das Geschehen ausleuchtet, sondern auch die Gestaltung des Lebens in dieser Zeit....vor allem für die Frauen.

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    • 3
  • Fac quod faciendum est oder tu, was getan werden muss

    Straße der Schatten

    Pagina86

    18. May 2016 um 13:49

    Der erste Satz Josephine Monfort starrte auf den frischen Grabhügel, auf das Holzkreuz und auf den Namen. Meine Meinung Josephine, genannt Jo kommt aus gutem Haus, wissbegierig, ein bisschen rebellisch möchte Journalistin werden. Nach einem vermeintlichen Unfall ihres Vater ändert sich ihr Schicksal. Jo glaubt nicht, dass ihr geliebter Vater einen Unfall hatte und geht mit dem Journalisten Eddie auf abenteuerliche Spurensuche in New York City. Ich kannte bisher die Rosentrilogie von Jennifer Donnelly, die Bücher waren schon so toll. Aber "Straße der Schatten" ist um einiges besser. Die Mischung aus historischen Krimi und Liebesgeschichte war klasse. In diesem spannenden Roman geht es um starke Frauen, Freundschaften zwischen arm und reich, Verrat, Mord, Lügen,  Verwirrungen, Korruption und Freiheit. Mir war es ein großes Vergnügen mit Jo und Eddie durchs gefährliche New York im Jahr 1890 auf Spurensuche zu gehen. Bei einem nächsten Abenteuer der beiden, wäre ich auf jeden Fall wieder dabei. super spannend, rasant, unvorhersehbar, sympathisch    

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  • gegen alle Konventionen

    Straße der Schatten

    Keksisbaby

    Anders als ihre Klassenkammeradinnen begeistert Josephine sich schon früh für Journalismus. Gern wäre sie so wie ihre großen Vorbilder, die ersten Frauen die investigativ die Missstände der armen Bevölkerung aufdecken und damit den Herren ihrer Zunft den Schneid abkaufen. Doch für ein Mädchen aus der hohen Gesellschaftsschicht, geht es nun mal im New York des 19 Jahrhunderts darum einen standesgemäßen Gatten zu finden und der Familie keine Schande zu bereiten. Als ihr Vater bei einem Unfall stirbt, bricht zunächst für Jo eine Welt zusammen. Dennoch leidet sie unter dem Ausgehverbot, dass ihr die Trauerzeit aufdiktiert. Daher nimmt sie jede Gelegenheit wahr, dem stickigen Haus zu entfliehen. Eher zufällig schließt sie da die Freundschaft mit dem jungen aufstrebenden Journalisten Eddie Gallagher. Zusammen folgen sie Spuren, die besagen, dass ihr Vater keinen Unfall hatte, sondern ermordet wurde. Dabei begibt sie sich mehr als einmal in Gefahr ihre Reputation und ihr Leben zu verlieren und zum Schluss vielleicht sogar ihr Herz.   Ein wirklich gelungenes Buch der Autorin Jennifer Donnelly. Eine Mischung aus Krimi, historischem Roman und Liebesgeschichte. Ebenso wie bei der „Teerosen“-Serie haben mich die Charaktere sofort gefangen genommen. Josephine ist sehr wissbegierig und draufgängerisch. So manches Mal bringt sie sich mit ihrem Überschwang an den Rand, des gesellschaftlichen Absturzes, aber wo andere junge Damen ihrer Gesellschaft entrüstet zu Boden sinken, schaut sie noch mal genauer hin und genau das ist es, was diese Figur so anziehend macht. Eddie dagegen ist der aufstrebende Journalist, der von einer Karriere außerhalb der Klatschspalten und Gesellschaftsnachrichten träumt. Ein bisschen Babysitter für Josephine, ein bisschen Charmeur, ein bisschen waagemutig aber immer authentisch. Die Beschreibungen der Autorin sind so bildlich, dass ich mich mehr als nur einmal wirklich zurückversetzt gefühlt habe, in das New York des 19. Jahrhunderts. Die krassen Gegensätze zwischen Upper Class und der hart arbeitenden Unterschicht. Besonders ins Szene gesetzt durch Josephines Freundschaft zu einer kleinen Straßendiebin. Für meinen Geschmack ein bisschen zu modern angehaucht, war die Figur des Assistenten des Gerichtsmediziners. Mit seinen Beobachtungen ist er seiner Zeit weit voraus und erntet manches Mal das Unverständnis seines Vorgesetzten. Aber gerade diese Figur war es, die die Handlung durch seine Ausführungen immer wieder vorantreibt. Von daher war es wohl unabdingbar so jemanden einzubauen.   Wer die anderen Bücher der Autorin mochte wird auch dieses lieben. Vor allem der Fakt, dass der Kriminalfall im Vordergrund steht, hat der ganzen Sache einen besonderen Reiz verliehen und ich hatte nicht das Gefühl nur einen beliebigen historischen Roman zu lesen, über eine emanzipierte junge Frau, die gegen die gesellschaftlichen Zwänge ihrer Zeit aufbegehrt.

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    • 3

    pallas

    11. May 2016 um 13:58
  • historischer Krimi

    Straße der Schatten

    Aleena

    30. April 2016 um 12:24

    überaus spannend geschrieben.Es geht um eine reiche junge Frau der oberen Schicht,die mit einem Reporter in einem Fall ermittelt.Ihr Vater soll Selbstmord begangen haben,doch daran zweifelt die Tochter Jo. Desto tiefer sie graben umso tiefer rutschen sie in Abgründe hinein,die die ganze Familie in den Abgrund ziehen wird.
    Etwas vorhersehbar aber trotzdem sehr spannend geschrieben.Empfehlenswert.

  • Nicht das stärkste Werk der Autorin ...

    Straße der Schatten

    engineerwife

    13. April 2016 um 22:33

    Dem Klappentext bleibt wenig hinzuzufügen, will man den anderen Lesern nicht die Spannung an der Geschichte nehmen. Der Kriminalfall ist gut ausgeklügelt und lässt immer wieder Raum für Überraschungen. Die Protagonistin als auch diverse Nebendarsteller sind facettenreich und lebhaft beschrieben, man kann sich gut in die Atmosphäre in New York kurz vor Eintritt ins zwanzigste Jahrhundert reinversetzen. Insbesondere die Großmutter mit ihrem Verkupplungswahn lies mich des Öfteren schmunzeln. Die junge Josephine kam mir am Anfang des Buches etwas sehr blauäugig und sehr blind vor Verliebtheit vor. Wahrscheinlich liegt die Autorin aber gar nicht so falsch. Jo wuchs als behütetes Mädchen der sogenannten Upper Class auf und war dem eigentlichen Alltag, den Nöten der unteren Schichten, der Armut und der Gewalt wahrscheinlich bis zu dem plötzlichen Tod ihres Vaters nie ausgesetzt. Den Traum, Reporterin zu werden, hegte sie zwar schon seit geraumer Zeit, durfte jedoch stets nur harmlose Themen wie das Ausrichten einer Teegesellschaft oder das richtige Arrangieren von Blumen berichten. Eine Einschränkung, die ihr so gar nicht gefiel. Gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass Frau Donnelly eine recht bekannte Person aus dem wahren Leben am Rande mit eingebaut hat. Diesmal hat sie mich neugierig gemacht, das Leben der Nellie Bly ein bisschen näher unter die Lupe zu nehmen. Nellie Bly, war eine US-amerikanische Journalistin und Weltreisende. Sie war eine Pionierin des investigativen Journalismus und verkörperte mit ihren Reportagen und Erlebnisberichten den neuen Ton der damaligen Zeit. Im Jahr 1888 entschied die New York World, dass Nellie Bly die Reise aus Jules Vernes Roman In 80 Tagen um die Welt nachahmen solle. Sie begann die über 32.800 Kilometer lange Reise am 14. November 1889 in New York und reiste über England, Jules Vernes Wohnort Amiens, Brindisi in Italien, Colombo auf Ceylon, Hongkong, China, Japan und San Francisco. Nach 72 Tagen, sechs Stunden, elf Minuten und 14 Sekunden beendete sie die Reise in damaliger Rekordzeit am 25. Januar 1890. Sie war die erste Frau, die unbegleitet von einem Mann eine derartige Reise unternommen hatte, was sie zum Vorbild für viele Frauen machte. Eine wahrliche beeindruckende Persönlichkeit für die damalige Zeit. Nach den wunderschönen Büchern der Rosentrilogie der gleichen Autorin ging ich jedoch wahrscheinlich mit zu hohen Erwartungen an diese Story. Damit kann dieses Buch nicht mithalten. Dennoch eine flüssig geschriebene Geschichte mit hohem Unterhaltungswert.

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  • Schönes Buch mit einigen Schwächen

    Straße der Schatten

    leseratte69

    3,5 Sterne Klappentext Der neue Roman von Weltbestsellerautorin Jennifer Donnelly 1890, New York City. Für Josephine Montfort, die aus einer wohlhabenden New Yorker Handelsfamilie stammt, scheint das Leben vorgezeichnet: Nach der Schule eine arrangierte Ehe, Kinder und ein ruhiges, häusliches Leben. Aber Josephine hat andere Pläne: Sie möchte als Journalistin auf das Leben der weniger Privilegierten aufmerksam machen. Doch eine Familientragödie reißt sie jäh aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt zu Hause durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall und der attraktive Journalist bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die zwielichtigsten und gefährlichsten New Yorker Viertel führt – und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel … Über die Autorin Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf. Mit ihrer »Rosentrilogie« begeisterte sie in Deutschland unzählige Leserinnen. Auch ihre Romane »Das Licht des Nordens« und »Das Blut der Lilie« wurden vielfach preisgekrönt und ernteten bei Presse und Lesern großen Beifall. Jennifer Donnelly, deren Familie aus Schottland stammt, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Brooklyn. Meine Meinung Story Ich habe bereits alle anderen Romane der Autorin gelesen, man könnte sogar sagen, förmlich verschlungen. Besonders die >>Rosentrilogie<< hat mich wahnsinnig begeistert. Da es sich auch hier wieder um einen historischen Roman handelt, konnte ich nicht widerstehen. Leider musste ich aber recht bald feststellen, das es sich hier um einen historischen Kriminalroman handelt, was mich bisher noch nicht begeistern konnte. Als Leser wird man ins 19. Jahrhundert nach New York entführt, was sehr atmosphärisch dargestellt wird. Man begleiten die 17. jährige Josephine Montfort auf ihrer Suche nach der Wahrheit über den Tod ihres geliebten Vaters. Schnell stellt sich heraus, dass es eventuell kein Selbstmord gewesen ist, sondern viel mehr dahinter steckt, als es den Anschein hat. Hilfe bekommt sie von dem netten Zeitungsreporter Eddie Gallagher., an den sie schnell ihr Herz verliert, denn eine Lovestory muss es natürlich auch geben. Die Handlung ist wirklich teilweise sehr spannend, leider gibt es aber auch Momente in denen ich mich zwingen musste am Ball zu bleiben, da es doch einige Längen gab und die Handlung leicht vorhersehbar war. Jennifer Donnelly bringt die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr gut rüber. Das Buch handelt von einer starken, mutigen und dennoch recht naiven Protagonistin, in einer Zeit, in der Frauen noch nichts zu sagen hatten und lediglich zu heiraten und Kinderkriegen nützlich wahren. Schreibstil Jennifer Donnelly hat einen Schreibstil, der den Leser schnell in seinen Bann zieht. Er ist sehr bildhaft, leicht zu lesen und man fühlt sich einfach wohl damit. Die Story wird aus der Sicht von Josephine erzählt, was ich ein wenig einseitig fand. Charaktere Das Buch hat zwei Charaktere die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, Josephine und Eddie. Josephine mochte ich, weil sie sich nicht unterkriegen lies. Ihre teilweise sehr naive Art passt zwar hervorragend in die damalige Zeit, in der Frauen nichts zu sagen hatten, dennoch ging mir die Naivität manchmal mächtig auf die Nerven. Aber genau das macht die Person dann doch wieder real. Alle Charaktere konnte man sich gut vorstellen. Sie hatten die nötige Tiefe. Mein Fazit Ein Roman in dem die Atmosphäre der damaligen Zeit gut rüber kommt. Die Story war teilweise recht spannend, aber es gab auch einige Längen, die meinen Lesefluss dann doch gehemmt haben. Ein Roman mit starken Charakteren, die sehr viel Tiefe hatten und einem sofort sympathisch waren. Dennoch hatte ich mir mehr davon erhofft. Ich vergebe hier 3,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die historische Kriminalromane mögen.

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  • Gefährliches Spiel mit dem Feuer

    Straße der Schatten

    MartinaM

    Ich habe dieses neue Buch von Jennifer Donelly sehr geschätzt. Habe mich in meinen freien Stunden auf nichts anderes gefreut als auf Die Strasse der Schatten.  Donelly ist wie immer sehr daran interessiert, ein äußerst präzises Bild ihrer Figuren zu entwerfen. Ich habe von dieser Autorin bereits die Rosen-Trilogie gelesen. Es ist ihr nicht nur sehr gelungen, sondern ich habe auch von jeder Figur ein klares Bild entwickeln können. Jo und Eddie waren mir besonders symphatisch, weil sie sich trotz ihrer Standesunterschiede wunderbar ergänzten.  Neben der Entwicklung der Schauplätze blieb der fiktive soziale Raum in sich schlüssig und die Figuren agierten glaubhaft auf nachvollziehbare Weise.  Jennifer Donelly ist es gelungen, einen wunderbaren historischen Roman zu schreiben, gespickt mit Krimielementen, die mich bis zum Schluss und der spannenden Auflösung gefesselt haben.  Wenn man Spannung, Tragik und Romantik mag, sollte man zu Die Strasse der Schatten greifen.  Absolut lesenswert.

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    Miamou

    04. February 2016 um 09:45
    MartinaM schreibt  Absolut lesenswert.

    Sekundiere ich ^^

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