Jennifer Donnelly THE WINTER ROSE

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Inhaltsangabe zu „THE WINTER ROSE“ von Jennifer Donnelly

India Selwyn-Jones is a lady doctor. Her family, her eligible, ambitious fiance, the male medical establishment all object, but, she insists on defying convention and finds a post in London's East End. There, she meets a gangland boss. Criminal, he may be, but, he also has a hidden charm, and a devastatingly attractive personality.
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  • Rezension zu "THE WINTER ROSE" von Jennifer Donnelly

    THE WINTER ROSE
    walli007

    walli007

    03. March 2013 um 10:18

    Schicksalsjahre einer Ärztin Im Jahr 1900 schließt India Selwyn-Jones als eine der ersten Frauen ein Medizinstudium ab. Wie hat sie darum gekämpft. Ihrer Familie ist sie entfremdet, aber sie hat sich diesen Traum erfüllt, auch wenn sie dafür auf allen Reichtum verzichten musste. Ihr nächster großer Traum ist es, für die mittellosen Patienten in Whitechapel eine Klinik zu eröffnen, in der nicht für die Behandlung bezahlt werden muss. Doch um an dieses Ziel zu gelangen, muss sie erstmal Praxis bekommen und so arbeitet sie für einen Hungerlohn in der bestehenden Klinik. Bei allem hält ihr Verlobter Freddie zu ihr, obwohl er ihr Bestreben nicht nachvollziehen kann. Wie anders ist da der Gangster Sid Malone, mit dem India mehrfach aneinander gerät. Eigenartigerweise scheint er einfach mit dem Herzen zu verstehen, was India erreichen will. Als Nachfolgeband von der Tee-Rose, deren Geschichte mich gefangen nahm, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Leider wurde ich etwas enttäuscht. In großen Teilen ist dieses Buch zwar auch sehr fesselnd geschrieben. Doch in einigen Bereichen empfand ich es einfach als zu ausufernd. Obwohl die Handlungsstränge klug verwoben sind, waren sie einfach zu zahlreich. So konnte ich mich nicht auf eine Geschichte konzentrieren, sondern wurde immer wieder abgelenkt von Ereignissen, die eigentlich einen weiteren Band gefüllt hätten und die zum Teil auch im dritten Band wieder aufgegriffen werden. Die aufwühlende Liebesbeziehung zwischen Sid und India allein, mit ihren kleinen Nebensträngen um Fiona und Joe, hätte völlig ausgereicht, um mich an diesen Roman zu fesseln. So war ich manchmal derart gefesselt, dass ich das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen mochte, doch manchmal hatte ich auch keine Lust weiterzulesen, weil die Schilderungen kein Interesse weckten. Alles in Allem dennoch eine kraftvolle Schilderung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, die ich gerne gelesen habe.

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  • Rezension zu "THE WINTER ROSE" von Jennifer Donnelly

    THE WINTER ROSE
    Keeweekat

    Keeweekat

    27. February 2012 um 23:38

    London, 1900: India Selwyn Jones ist eine wohlerzogene junge Dame aus reichem Hause, die eigentlich ein unbeschwertes Leben haben könnte. Aber India hat ihren eigenen Kopf: als eine der wenigen weiblichen Absolventinnen hat sie gerade ihren Doktor der Medizin bestanden und träumt von einem Krankenhaus im Londoner Elendviertel Whitechapel, das sich um arme Frauen und Kinder kümmert. Ihre erste Anstellung in einer Arztpraxis ist allerdings mehr als ernüchternd und ihr Verlobter, Freddie Lytton, ein aufstrebender Politiker, sähe es am liebsten, wenn sie ihre Ambitionen ganz schnell vergessen und ihn so schnell wie möglich heiraten würde. Nur Ella, eine junge Krankenschwester, bestärkt India in ihren Träumen und wird zu ihrer engen Verbündeten. Als India jedoch dem kriminellen Bandenboss Sid Malone begegnet, ändert sich alles … Meine Meinung: Was bleibt zu sagen, außer dass “The Winter Rose” seinem Vorgänger “The Tea Rose” in nichts nachsteht? Die Handlung setzt nur wenige Jahre nach dem Ende des ersten Buches ein und schildert diesmal Indias Geschichte. Gegen alle Widerstände setzt sie sich für die hoffnungslos arme, hungernde und bildungsferne Arbeiterklasse Londons ein, während ihr jeder in ihrem Umfeld Steine in den Weg zu legen scheint. Ohne es zu ahnen, wird sie dabei immer enger in Netz aus Habgier, Macht und Betrug eingesponnen, aus dem es bald kein Entrinnen mehr zu geben scheint. Donnelly versteht es erneut wie keine andere, hervorragend Recherchiertes eindrucksvoll zu einem spannenden Plot zu verarbeiten. Dabei nimmt sie offengelassene Stränge aus ihrem vorherigen Buch wieder auf und erzählt auch die Geschichte von Fiona, Joe und natürlich Charlie weiter, der schon am Ende von “The Tea Rose” die Identität des Sid Malone angenommen und alle Kontakte zu seiner Schwester abgebrochen hatte. Gleichzeitig geht es auch mit Seamie weiter, der in diesem Buch das erste Mal Bekanntschaft mit der spritzigen Willa macht, deren Geschichte im Abschlussband der Trilogie, “The Wild Rose”, erzählt werden wird. Es ist einfach bemerkenswert, wie es Donnelly schafft, über Hunderte von Seiten ihre Geschichte so ambitioniert und in unverminderter Qualität zu erzählen. Auch dieser Roman sprüht wieder vor Fabulierlust und ist erneut so realistisch geschildert, dass man einfach nur den Hut ziehen muss vor der immensen Recherchearbeit, die den Büchern vorangegangen sein muss. Wer die “Teerose” gelesen hat, wird auch “Die Winterrose” lieben – selbstverständlich sind die Geschichten so erzählt, dass man sie auch unabhängig voneinander lesen kann – aber sie sind als eine Art Familiensaga angelegt und macht gleich doppelt Spaß, wenn liebgewonnene Charaktere wieder auftauchen und man ihre Schicksale weiter mitverfolgen kann. Fazit: Meine Begeisterung, die ich beim Lesen der “Tea Rose” empfunden habe, übertrug sich mühelos auf die “Winter Rose” und bleibt ungebrochen. Donnelly ist eine grandiose Erzählerin!

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  • Rezension zu "THE WINTER ROSE" von Jennifer Donnelly

    THE WINTER ROSE
    marimirl

    marimirl

    29. December 2010 um 09:37

    "The Winter Rose" von Jennifer Donnelly ist die Fortsetzung von "The Tea Rose". Da "The Tea Rose" in sich eigentlich abgeschlossen ist, muss man den zweiten Teil nicht zwingend lesen. Dasselbe gilt umgekehrt. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben, um mit dem zweiten zu Recht zu kommen, allerdings würde ich es dennoch empfehlen. Wie schon in "The Tea Rose" begegnen wir auch hier Fiona Finnegan und Joe Bristow. Auch Fionas Bruder Charlie, der sich nun Sid Malone nennt und ein Verbrecher geworden ist, ist wieder dabei. Fiona und ihr Mann Joe engagieren sich sehr für die armen Bewohner Londons, da sie nun zu den wohlhabenderen Familien gehören. Außerdem lernen wir India kennen, eine junge Ärztin, die davon träumt, die Welt zu verbessern, indem sie eine Klinik für Frauen und Kinder eröffnen möchte. Bis dorthin ist es allerdings ein harter Weg. Sie ist mit Freddie verlobt, der politisch aktiv ist und mehr verspricht als er halten kann. Freddie hält nicht viel von dem Ambitionen seiner Verlobten und würde sie lieber als Mutter im trauten Heim sehen anstatt arbeitend im Krankenhaus. Alle Charaktere haben eines gemein: Sie kennen Sid Malone, und wenn nicht, dann lernen sie ihn kennen. Doch manche lernen ihn zu lieben, andere würden ihn gerne tot sehen. Der Vollständigkeit halber sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die Geschichte in London um 1900 spielt. Daher hat es India auch nicht leicht als Ärztin, da Frauen in diesem Berufsfeld noch nicht wirklich anerkannt waren. Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der einzelnen Charaktere. Jeder einzelne wird so beschrieben, dass man sich in ihn hineinfühlen kann. Der Leser entwickelt rasch Sympathien und Antipathien. India beispielsweise ist mir schnell ans Herz gewachsen. Fiona musste das nicht mehr, ich hatte mich doch schon so darauf gefreut wieder von ihr zu lesen. Freddie hingegen war mir von Anfang an nicht geheuer. Trotz seines doch eher großen Umfangs (über 700 Seiten) weist das Buch eigentlich keine Längen auf. Anfangs habe ich zwar etwas gebraucht, um hinein zu kommen, aber es ist durchwegs spannend. Ich habe wirklich mitgefiebert, und wollte unbedingt wissen, was India als nächstes erleben wird. Die letzten 400 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, weil ich das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte. Ich kann gar nicht genau sagen, was das Buch so besonders macht. Es ist die Atmosphäre: Man fühlt sich geborgen, wenn man das so sagen kann. Obwohl der Inhalt nicht wirklich erfreulich ist, ist es in meinen Augen dennoch ein Wohlfühlbuch - geprägt von Gewalt, Gefahr und Betrug. Wie schon "The Tea Rose" ist auch der zweite Teil ein absoluter Buchtipp!

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