Jennifer DuBois Das Leben ist groß

(33)

Lovelybooks Bewertung

  • 44 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 4 Leser
  • 19 Rezensionen
(19)
(9)
(3)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Leben ist groß“ von Jennifer DuBois

"Ein Triumph der Vorstellungskraft, urkomisch und herzzerreißend." Gary Shteyngart

Leningrad in den frühen 80er Jahren: Das Schachwunderkind Alexander Besetow gibt seine Ideale zugunsten des Luxus auf, den die Kommunisten ihm bieten. Cambridge, Massachusetts im Jahr 2006: Bei der jungen Dozentin Irina Ellison wird Chorea Huntington diagnostiziert - eine Krankheit, die schon ihrem Vater den Verstand geraubt hat. Vor seinem Tod hat er dem Schachweltmeister Alexander Besetow eine alles entscheidende Frage gestellt: Wie kann man weitermachen, wenn die Niederlage nicht abwendbar ist? Um die Antwort zu erhalten, reist Irina zu Alexander. Dieser hat sich ebenfalls einer aussichtslosen Sache verschrieben: Er tritt bei den Wahlen gegen den russischen Präsidenten an. Irina unterstützt ihn dabei und sucht mit ihm die lebenswichtige Antwort auf die Frage: Wie weiterleben, wenn die Niederlage unausweichlich ist?

"Präzise, unsentimental und mit zauberischer Sicherheit bewegt sich Jennifer duBois zwischen Kontinenten, Geschichten und Schicksalen." The New Yorker

Tolle, intensive Geschichte, schönes Stil, wunderbare Charaktere!

— Himmelfarb

Unbedingt lesen - sehr berührend und ehrlich! Bleibt lange im gedächtnis

— Nanni87

Ein russischer Schachweltmeister und eine todkranke Amerikanerin treffen aufeinander. Einer von Ihnen kommt zu der Erkenntnis des Titels

— Gruenente

Einfach unglaublich gut! Die Geschichte geht ins Herz und die Sprache ist teilweise ein richtiger Genuss, hab manche Absätze öfter gelesen!

— lieschen111

Unbedingt Lesen!! Es trifft mitten ins Herz und lässt einem tagelang nicht mehr los auch wenn es schon längst zu Ende gelesen ist! TOLL

— MissRichardParker

Immer wieder habe ich Gänsehaut. Die Wortauswahl ist gigantisch, sensationell, die Sätze einfach nur unglaublich lesenswert. Lesen,lesen..

— ginnykatze

Melancholisch, ergreifend, zu Herzen gehend

— Buchraettin

Wenn man anfängt wie die Protagonistin zu denken, dann ist man dem Buch verfallen.

— sabine_schwab

Tiefsinniges, erstaunlich reifes Erstlingswerk! Was tun, wenn eine Schachpartie nicht mehr zu gewinnen ist oder Lebenszeit limitiert ist?

— Toxicity74

Stöbern in Romane

Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere

Eine Geschichte wie aus einer untergegangenen Welt und doch gegenwärtig.

jamal_tuschick

Claude allein zu Haus

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit Herz. Genau das Richtige für Tierliebhaber.

Sissy0302

Die Außerirdischen

"Die Ausserirdischen" ist ein spitzes Portrait unserer heutigen Gesellschaft.

Jari

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Witzig, chaotisch einfach unwiderstehlich!

Chriiku

Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Eine unterhaltende und gut erzählte, spannende Geschichte einer Jugend im Zeichen von Sputnik und den Anfängen der Weltraumforschung.

misery3103

Die Schatten von Ashdown House

Mischung aus historischer Wahrheit, Mystik und Erforschung der eigenen Familiengeschichte - dramatisch und spannend

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Getürkt!

    Der Schachautomat

    Arun

    Der Schachautomat von Robert Löhr Ein „Historischer Roman“ aus dem 18. Jahrhundert mit dem Habsburger Kaiserreich als Hintergrund. Der Handlung zugrunde liegt die reale Figur des Wolfgang von Kempelen und seines Schachautomaten. Inhalt. Der vielseitig Begabte Wolfgang von Kempelen, ein hoher Beamter aus niedrigem Adel im Dienste der Kaiserin Maria Theresia weilt am Kaiserhof in Wien. Nach der Vorführung des französischen Gelehrten Jean Pelletier im Bereich Magnetismus bedauert die Kaiserin, dass immer nur Ausländer, nie aber Österreicher die Welt mit neuen Erfindungen und Experimenten verblüffen. Wolfgang von Kempelen meldet sich zu Wort und verspricht der Kaiserin binnen sechs Monaten ein Experiment zu präsentieren, welches jene von Jean Pelletier in den Schatten stellt. Das Buch erzählt uns nun die Geschichte der Erfindung in allen Einzelheiten, darunter auch den Bau, den Betrieb und die Hintergründe rund um den Schachautomaten. Meine Meinung. Ein Roman, der uns einen wissenschaftlichen Betrug in der Form eines Taschenspielertricks näherbringt. Die Geschichte wird chronologisch etwas Hin- und herspringend erzählt. Die Hauptdarsteller werden ausführlich vorgestellt, wir erfahren einiges aus ihren vorhergehenden Leben mit Werdegang, Erlebnissen und Befindlichkeiten. Möchte die Hauptfiguren mal kurz skizzieren: Der Ideengeber Wolfgang von Kempelen wurde schon genannt. Der Jude Jakob sein Gehilfe ein genialer Handwerker, welcher immer für eine kluge Bemerkung gut ist und dabei ­allen weltlichen Vergnügen gerne zuspricht. Tibor Scardanelli der kleinwüchsige Schachspieler, welcher das Gehirn und den Bediener des Schachautomaten darstellt. Ein kleiner Mensch, der schon viel von der Welt gesehen und dabei immer seine Frömmigkeit bewahrt hat. Baronin Ibolya Jesenak, eine Frau mit vielen Facetten und Elise eine Mätresse vom Königshof die als Spionin agiert. Diese Figuren und viele mehr zeigen uns ein schönes Abbild der Habsburger Zeit. Fazit. Eine lesenswerte Geschichte um den seinerzeit berühmten Schachautomaten „Der Türke“ genannt,verwoben mit technischen Aspekten, sozialen Umständen und gesellschaftlichen Gepflogenheitendes späten 18. Jahrhunderts.

    Mehr
    • 13
  • Das Leben ist ein Schachspiel

    Das Leben ist groß

    Gruenente

    07. December 2014 um 14:45

    Irina Ellison, amerikanische Uni-Dozentin wird bald sehr krank sein. Sie hat Corea Huntington. Eine Krankheit, die dem Betroffenen die Körper- und Hirnfunktionen in einem langen Leidenskampf nimmt. Da sie das bei ihrem Vater schon verfolgt hat, will sie dieses Leiden für sich abkürzen. Alexander Besetow, russischer Schachweltmeister will sich in Russland als Oppositionskandidat aufstellen lassen. Ein lebensgefährliches Ansinnen. Irina findet in den Unterlagen ihres Vaters einen Brief, mit nie beantworteten Fragen an Alexander. Sie bricht alle Verbindungen in die Heimat ab und fliegt nach Russland um dort Antworten auf die Fragen des Vaters, die jetzt auch ihre geworden sind zu bekommen. Oh nein, es spinnt sich keine Romanze zwischen diesen ungleichen Menschen an. Sie finden aber eine Art von Verständnis für einander, wie sie es sonst bei keinem anderen Menschen gefunden haben. Man erfährt viel über eine schreckliche Krankheit, die nicht minder schrecklichen Zustände in Russland und über Schach. Es geht darum, wie man sich verhält, wenn man nicht gewinnen kann. Eigentlich ein tolles Buch, es konnte mich aber nicht ganz packen. Und es stürzte mich in ein tiefes Unbehagen über die politischen Vorgänge in Russland.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Leben ist groß" von Jennifer DuBois

    Das Leben ist groß

    Rezistern

    INHALT „Leningrad in den frühen 80er Jahren: Das Schachwunderkind Alexander Besetow gibt seine Ideale zugunsten des Luxus auf, den die Kommunisten ihm bieten. Cambridge, Massachusetts im Jahr 2006: Bei der jungen Dozentin Irina Ellison wird Chorea Huntington diagnostiziert eine Krankheit, die schon ihrem Vater den Verstand geraubt hat. Vor seinem Tod hat er dem Schachweltmeister Alexander Besetow eine alles entscheidende Frage gestellt: Wie kann man weitermachen, wenn die Niederlage nicht abwendbar ist? Um die Antwort zu erhalten, reist Irina zu Alexander. Dieser hat sich ebenfalls einer aussichtslosen Sache verschrieben: Er tritt bei den Wahlen gegen den russischen Präsidenten an. Irina unterstützt ihn dabei und sucht mit ihm die lebenswichtige Antwort auf die Frage: Wie weiterleben, wenn die Niederlage unausweichlich ist?“ (Klappentext Verlag) MEINE MEINUNG In dem Debütroman der jungen amerikanischen Autorin Jennifer DuBois begegnen sich zwei Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, die Amerikanerin Irina und der Russe Alexander zu einem sehr bedeutsamen Moment in ihrem Leben. Beide verbindet eine Gemeinsamkeit, denn sie stehen einem aussichtslosen Kampf gegenüber, den sie nicht gewinnen können. Beide befinden sich aus unterschiedlichen Gründen in einem unlösbaren Konflikt, sie hängen an ihrem Leben, sind mit ihren derzeitigen Lebensumständen unglücklich und unzufrieden, sehen sich aber zugleich nicht in der Lage, ihr Schicksal zu positiv beeinflussen und zu verändern. Die fesselnden Lebensgeschichten der beiden Hauptfiguren ziehen den Leser schon bald in ihren Bann. Der ständige Wechsel der Erzählperspektiven bringt Spannung in die Erzählung und man fragt sich, wie und wann die beiden Erzählstränge aufeinandertreffen werden. Gleich einer Schachpartie geht es Zug um Zug, die Abschnitte berichten wechselnd von der Lebensgeschichte Alexanders und Irinas, mal aus der Vergangenheit in Russland und mal aus der Gegenwart in den USA. So bewegen sich die Episoden der beiden Protagonisten auch zeitlich und räumlich immer mehr aufeinander zu, bis es schließlich zu einem persönlichen Treffen der beiden im Jahre 2006 kommt. Die beiden Erzählstränge sind nun ineinander verwoben, die nachfolgende Handlung wird aber weiterhin aus den Perspektiven beider Protagonisten erzählt. Der Autorin ist eine herausragende, tiefgründige Charakterzeichnung ihrer sehr interessanten Hauptfiguren gelungen. Die vielschichtigen Charaktere sind unglaublich authentisch und einfühlsam bis in kleine Details beschrieben. Sehr bewegend und eindringlich wird uns Irinas Lebensgeschichte und ihr Schicksal aus der Ich-Perspektive beschrieben. Sie muss sich der Gewissheit stellen, schon kurz vor Ausbruch einer tödlich verlaufenden Erbkrankheit zu stehen, zudem einer Krankheit, die einen über Jahrzehnte schleichend um den Verstand und seine gesamte Persönlichkeit bringt. Sie muss sich mit der Frage auseinandersetzten, wie sie ihr künftiges Leben angesichts ihrer Krankheitsgeschichte gestalten soll. Die Autorin spricht hier eine sehr komplexe, hochinteressante Thematik, über die man als Leser lange Zeit nachdenken wird und auf die es keine generelle Antwort geben kann. Irinas Entscheidung alle persönlichen Brücken abzubrechen und nach Russland ins Ungewisse zu flüchten, empfinde ich als sehr radikal aber auch verständlich. Hervorragend schildert die Autorin die facettenreiche Gefühlswelt Irinas, ihre Melancholie und Niedergeschlagenheit, ihre Zerrissenheit und ihren wütenden Trotz. Auch in die zunehmend sarkastische und fatalistische Haltung konnte ich mich nur zu gut hineinversetzen. Zu Alexanders Lebensgeschichte, durchgängig in der 3. Person verfasst, konnte ich anfangs wenig Zugang finden, da mir sein Handeln und seine Gefühle fremd und sehr distanziert erschienen. Seine Entwicklung vom jungen hochbegabten Schachspieler zum politischen Dissidenten konnte ich durch seine beschriebene Passivität wenig nachvollziehen. Erst allmählich beginnt sich durch intensivere Einblicke in sein späteres Leben als Schachgenie der UdSSR die schillernde Persönlichkeit Alexanders eindrucksvoll zu entfalten. Die Darstellung der russischen Geschichte, der maroden Gesellschaft und korrupten Politik nach dem kalten Krieg fand ich äußerst gelungen und aufschlussreich, um Alexanders Wandel und sein politisches Engagement gegen die Putin-Ära zu verstehen. Auch wenn das Schachspiel Alexanders Leben geprägt hat und für ihn allgegenwärtig ist, nimmt es im Roman nur eine Nebenrolle ein. So nehmen nur wenige Schachpartien wie beispielsweise Alexanders Niederlage gegen den IBM-Computer, eine historisch verbürgte Partie, größeren Raum ein und werden detaillierter beschrieben. Spannend an Alexanders Geschichte ist zudem, dass die Autorin Bezug auf eine reale Person und historische Geschehnisse nimmt, denn der Schachweltmeister Kasparow führte ebenfalls einen völlig aussichtslosen Wahlkampf als Präsidentschaftskandidat gegen Putin. Nach dem eher unspektakulären ersten Zusammentreffen von Irina und Alexander, bei dem sie auf die Frage ihres Vaters erwartungsgemäß keine befriedigende Antwort erhält, entsteht zwischen den beiden eine besondere, sehr vertrauensvolle Beziehung. Diese zeigt sich in sehr einfühlsamen, tiefgründigen Gesprächen über ihre Ängste und Geheimnisse, die mir sehr gut gefallen haben. Beiden ist die Aussichtslosigkeit ihres Kampfes klar und dieser vergebliche Kampf macht sie zu Seelenverwandten. Leider läuft die verbleibende Handlung nach diesem vermeintlichen Höhepunkt des Aufeinandertreffens einem recht unspektakulären Ende zu. Noch deutlich mehr dieser anregenden, philosophischen Gespräche und Betrachtungen der beiden hätte ich mir gewünscht. Insbesondere die prägnante, atmosphärisch dichte Schilderung vom desolaten Zustand Russlands und der Städte hat mich sehr beeindruckt und fängt sehr authentisch die desolate, politische Situation ein. Dies lässt auf umfangreiche Recherchearbeiten der Autorin schließen. „Das Leben ist groß“ ist ein berührender Roman, der sich mit existenziellen Themen des Lebens beschäftigt und den Leser nach Ende der Lektüre mit seinen Fragestellungen noch lange zum Nachdenken anregt. In diesem anspruchsvollen Roman geht es um die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Verlust und der eigenen Sterblichkeit und zugleich um Selbstfindung und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Man nähert sich den Weisheiten des Lebens und findet doch keine klaren Antworten. Einzig die Gewissheit bleibt, dass der Tod für jeden von uns unausweichlich ist. Mit einer ungewöhnlich wortgewaltigen, bildreichen Sprache und einem außergewöhnlichen erzählerischen und kompositorischen Geschick ist der jungen Autorin ein wirklich beeindruckendes Debüt gelungen. Es konnte mich in jeder Hinsicht überzeugen und lässt mich auf weitere Werke aus der Feder dieses jungen vielversprechenden Talents hoffen. FAZIT Dieses außerordentlich faszinierende Debüt hat mich begeistert und sehr bewegt! Ein tiefgründiger und atmosphärisch dichter Roman, der erzählerisch ein Meisterwerk ist! Eine echte literarische Entdeckung!

    Mehr
    • 2
  • Ein Buch das mich persönlich leider nicht erreichen konnte.

    Das Leben ist groß

    abbelschoale

    04. June 2014 um 14:51

    Leider wurde ich mit diesem Buch einfach nicht warm. Der Schreibstil war nicht so ganz mein Fall. Es war zwar alles verständlich geschrieben, jedoch ist es keine entspannende Lektüre, meiner Meinung nach. In dem Buch geht es sehr viel um Schach und um Politik. Natürlich wird auch ein zwischenmenschliches Dasein beschrieben, was mir persönlich am besten gefallen hat. Das Buch hat verschiedene Abschnitte. Abwechselnd tauchen Alexander und Irina auf. Bei Alexander wird erst aus der Vergangenheit erzählt. Alexander fand ich sehr mutig, sich am Anfang des Buches gegen die Politik zu stellen, oder dem, was erwünscht und unerwünscht zu sein scheint. Doch sympathischer war mir Irina, die auf der Suche nach Alexander Besetow, alles stehen und liegen lässt und nach Russland zieht. Ihr Vater starb an Chorea Huntington und bei ihr wurde die selbe Krankheit diagnostiziert. Auf der Suche nach der Vergangenheit ihres Vaters entdeckt sie einen Brief an Alexander, indem ihr Vater ihm eine Frage stellt, die er nie beantwortet bekommt. Für ihren Vater und sich selbst, macht sie sich auf die Suche dieser Antwort und begegnet dabei vielen unterschiedlichen Menschen und auch Alexander Besetow. Mir persönlich war das Buch nicht gefühlvoll genug geschrieben, oder es lag einfach daran das ich nicht wirklich in das Buch reinkam. Trotz des verständlichen Schreibstils, fand ich, war es doch eine sehr anspruchsvolle Lektüre und ist nicht für jedermann geeignet.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Leben ist groß" von Jennifer DuBois

    Das Leben ist groß

    loewenkind

    Zunächst einmal ist es unglaublich, dass dieses Buch das Erstlingswerk einer so jungen Autorin (knapp 30) ist! Die Sprache ist so ausgereift, anspruchsvoll und voller schöner, treffender Bilder, dass ich fast sprachlos vor Bewunderung bin. Auch die Geschichten von Irina und Alexander, die sich zeitlich einander annähern und schließlich zusammengeführt werden, sowie der Schauplatz in St. Petersburg haben mich absolut überzeugt. Ich bin in der ehemaligen Sowjetunion aufgewachsen und empfand die Beschreibungen von Russland, seinen Menschen und ihren Geschichten als sehr authentisch und gut eingefühlt. Spannend fand ich besonders die Vermischung von Realität und Fiktion: Seien es die Parallelen zur heutigen politischen Situation (so kommt Putin als reale Person vor) oder aber die Figur Alexander Besetow, die viele Parallelen zu Garri Kasparow aufweist. Insgesamt ein runder, sprachlich sehr schöner, melancholischer und kluger Roman, der mich neugierig auf weitere Werke der Autorin macht und einen kleinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir im Sommer tatsächlich zum ersten Mal nach St. Petersburg reisen werden - die Reise ist gebucht! :-)

    Mehr
    • 2

    gst

    23. March 2014 um 18:42
  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. Teilnehmer: AefKaey, (3) Ajana, (2) Anendien (5/15) angiana, Anneblogt, Annilane, (2) battlemaus, (5/20) Bellchen, (2/20), Birnchen (0/14) Bluebell2004,  (2) BluevanMeer, (6/12) books4life, bookscolorsandflavor, (6/16) Buchrättin, (1) Buechermaus96, (1) Büchernische (0/12) Buecherwurm1973, (1/15) Carina2302, carooolyne, Caruschia, celynn, (4/15) christiane_brokate, CitizenWeasel, Clairchendelune, Clouud, Code-between-lines, Daniliesing, (1/18) Desaris,, die_moni (0/12) Dunkelblau, (4/15) Eatacatify, (2) eighttletters, (3) elena2607, (2/12) Elfendy, (9/24) Emma.Woodhouse, Eskarina*, (1) Fanny2011, (7/18) FantasyDream, Fay1279, (5) Federchen, (1/18) fireez, franzzi, (2) frozenhighways, (4/15) Ginger1986 (1/12), grinselamm (1/12) Gruenente, (2) HarIequin, (2), Hello-Jessi (0/35) irishlady, jana_confused (7/12) janaka, Jeanne_Darc, (6/20) jess020, (1) Juliaa, Julia_Ruckhardt, justitia, (2) kabahaas, Kajaaa, (0/12) Kanujga, (5/20) Karokoenigin, (3/20) Katesbooks, KatharinaJ, (4/12) kathrineverdeen, , katrin_langbehn (0/14) Kendall, (9/20), Kirschbluetensommer (0/12) kiwi_,  Kleine1984, (4/10) Kleines91, (11/15) kolokele, (1) kornmuhme, (1) Krisse, (2) kugelblitz85, Kurousagi, LaDragonia, (6/12) LadySamira091062, LaLecture, Larischen, (4) Leochiyous, , Leopudding (0/15) LeseAlissaRatte, lesebiene27 (1/20 Leselotteliese, (1) Lesemaus85, (1) Lialotta, LibriHolly, (1/12) Lilawandel, (6/15) Lilli33, (11/18) lilliblume, (4) lisam, (11/20) Literatur, (1/20) Lizzy_Curse, Loony_Lovegood, (2) Lovely_Lila (0/12) LuluCookBakeBook, (1) Lumpadumpa (0/12) Lyiane, (3) mamenu, (1) Manja82, (4) manu2581 (5/25) mareike91, (3), maristicated (0/12) mecedora, (1) merlin78, (5/12) MiHa_LoRe, (5) Mikki, (4/12) milasun, minnimaus, (1/12) Mira123, (1) MissMisanthropie, (4/12+1) MoniUnwritten, moorlicht, Moosbeere, (4/12) Morrighan, Naddlpaddl, (2) NaGer, (1) Nancymaus, (5/12) Ninasan86, Niob, (2/12) Normal-ist-langweilig, (6/12) NussCookie, (4/13) oOVioOo, pamN, (2/15) paschsolo, (12/12) passionelibro, (3/12) Philip, Phini, problembaum, (0/12) Queenelyza, (11) Rine, (5) RinoaHeartilly, Ritja, , Robsi (0/16) Rocio, (4/20) Roxy Malon, Salzstaengel, (1) samea, Schlehenfee, (7/12) schokoloko29, (4/12) SchwarzeRose, sechmet, (2/12) Seelensplitter, (3) sKy, (8/20) Sommerleser, (4/12) Starlet, sternblut, (2) sugarlady83, (3) summi686, (5/25) Sunny Rose, Sunny87, Sunshine_Books, (5/20) supertini, (1/12) Sweetybeanie, (5/12) Synic (0/12) The iron butterfly, (3/12) Tiana_Loreen, (1/15) Tini_S, (4/12) Tintenelfe, (2) viasera, (4/15), weinlachgummi (3/12) werderaner, (3) Wiebkesmile, (1) Wildpony, World_of_tears91, xXeflihXx, (1) Yvonnes-Lesewelt, (1) Zidisbuecherwelt, Zuellig, (5)

    Mehr
    • 2011
  • Die große Leserpreis 2013 - Buchverlosung!

    doceten

    Buchverlosung: Gewinnt eure beliebtesten Bücher 2013 In den letzten Wochen konntet ihr auf LovelyBooks eure beliebtesten Bücher für den Leserpreis nominieren und in der Finalrunde für die 35 Favoriten in 15 verschiedenen Kategorien abstimmen. Die Resonanz beim diesjährigen Leserpreis war einfach überwältigend. Hunderte Blogbeiträge, viele Tausende Beiträge bei Facebook und Twitter und über 37.000 abgegebene Stimmen machen den Leserpreis 2013 zu einem der größten Publikumspreise im deutschsprachigen Raum. Als kleines Dankeschön an alle leidenschaftlichen Leser da draußen möchten wir zum Abschluss zehn feine Buchpakete mit vielen nominierten Büchern verlosen. So kannst du mitmachen Du nimmst automatisch am Gewinnspiel teil, wenn du unter diesem Beitrag folgende Frage beantwortest: Welches Buch ist dein absolutes Lieblingsbuch 2013? Damit wir bei der Verlosung deine Vorlieben berücksichtigen können, gib bitte auch gleich drei verschiedene Buchpakete an, über die du dich am meisten freuen würdest. Wir haben folgende Pakete für euch zusammengestellt: Romane Fantasy Krimi und Thriller Kinderbuch Jugendbuch Erotik Hörbuch Humor Liebesromane Historische Romane EDIT: Vor lauter Leserpreisfieber habe ich den Teilnahmeschluss vergessen. Alle Mitglieder, die hier bis zum Donnerstag, 5.12., kommentrieren, nehmen automatisch an der Verlosung teil. :-)

    Mehr
    • 1441
  • Mitten ins Herz!

    Das Leben ist groß

    MissRichardParker

    Irina leidet unter der Krankheit Chorea Huntington, eine Krankheit, die ihren Vater schon getötet hat und die auch Irina töten wird. Sie weis sie wird sterben. Also bricht sie alle Zelte hab, beendet ihre Beziehung und reist nach Russland. Irgendwie total planlos und doch hat sie einen genauen Plan. Sie will Alexander Besetow kennen lernen, den Politiker und Schachweltmeister der einen Brief von Ihrem Vater nicht beantwortet hat, und sie möchte unbedingt die Antwort auf die Frage Ihres Vaters bekommen. Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven geschrieben, Irinas, und Alexanders. Es geht um Politik, Schach, Russland, Geschichte, Verrat, Freundschaft, Liebe, Krankheit... es geht um das Leben! Und das Leben ist gross! Dieses Buch ist gross! Grossartig! Es ist super super schwer dieses Buch zu beschreiben auch wenn ich es gerade erst fertig gelesen habe und alles noch so präsent ist. Ich bin die Geschichte immer noch am verdauen. Eine wunderbare, tolle Geschichte und doch eifach so schwer zu beschreiben. Die Geschichte geht tief ins Herz und zum teil liefen mir die Tränen ohne dass ich es richtig gemerkt habe. Allerdings muss ich zugeben, musste ich mich sehr konzentrieren beim Lesen, was ich sonst selten muss. Die Wortwahl ist gewaltig und ich war so erstaunt, dass die Autorin gleich alt ist wie ich. Wahnsinn! Grossartig! Toll! Ich bin super froh habe ich das Buch gelesen. Es gibt einem so viel und so viel, dass man es eigentlich wirklich nicht in Worte fassen kann. Man muss es lesen. Ich kann es jedem, wirklich jedem empfehlen!

    Mehr
    • 3
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

    Mehr
    • 37
  • Ich brauche einen Buchtipp (von meinem SuB)

    Daniliesing

    Bei mir bahnt sich gerade eine kleine Leseflaute an, nachdem ich in den letzten Wochen eigentlich recht viel gelesen habe. Deshalb würde ich gern mal etwas ausprobieren - es wäre ganz toll, wenn der erste, der das hier liest (wirklich nur der erste) ein Buch von meinen noch ungelesenen Büchern nennt, das er ganz toll fand. Das möchte ich dann direkt als nächstes lesen. Ich möchte erstmal wirklich nur eine Empfehlung, denn wenn es ganz viele werden, kommt wieder das Problem, dass ich mich nicht entscheiden kann ;-) Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch. Sollte es ein Buch sein, das ich z.B. gerade verliehen habe, sage ich noch mal Bescheid. So, jetzt bin ich echt gespannt, wer zuerst einen Buchtipp hat und wie mir das Buch dann gefällt. Ich berichte dann hier. Sollte es gut klappen, frage ich danach hier vielleicht wieder nach einem Tipp. Meine ungelesenen Bücher findet ihr übrigens hier: http://www.lovelybooks.de/bibliothek/Daniliesing/ungelesen/ Bisher gelesen: 1. Der Schatten des Windes (empfohlen von SueMei) - 3 Sterne 2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (empfohlen von Mone80) - 3 Sterne 3. Deine Seele in mir (empfohlen von LeseJulia) - 4 Sterne 4. Saeculum (empfohlen von Annilane) - 5 Sterne 5. The Homelanders - Stunde Null (empfohlen von Buchrättin) - 3 Sterne 6. Zirkel von Sara B. Elfgren (empfohlen von Annilane) - 4 Sterne 7. Davon, frei zu sein von Meg Rosoff (empfohlen von fireez) - 4 Sterne 8. Liebe unter Fischen von René Freund (empfohlen von britta70) - 4 Sterne 9. Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller (empfohlen von Madam Swann) - 5 Sterne Ich lese gerade:

    Mehr
    • 228
  • Das Leben ist groß!

    Das Leben ist groß

    mecedora

    "Ich bin nicht bereit zu sterben. Noch lange nicht. Mir ist noch nicht einmal die Tatsache langweilig geworden, dass die Erde eine Kugel ist."(407) Irina leidet an Chorea Huntington, einer Krankheit, die das Leben hinterrücks auslöscht, schleichend und absolut schonungslos, die den Kranken seines Ichs beraubt und ihn letztendlich tötet. Irina weiß, was sie erwartet, litt doch schon ihr Vater an dieser Erkrankung und musste sie beobachten, wie er nach und nach seine geistigen Fähigkeiten und die Kontrolle über seinen Körper verlor. Ihr Vater, der ihr alles bedeutete, war großer Bewunderer des jüngsten Schachweltmeisters aller Zeiten - Alexander Besetow. Ihm schrieb er vor langer Zeit einen Brief, in dem er im Angesicht seiner Krankheit uns seines allmählichen Verfalls eine für ihn essentielle Frage stellte: Wie weiterleben, wenn die Niederlage unausweichlich ist? Was tun, wenn man eigentlich schon verloren hat? Nie hatte er eine Antwort erhalten und so macht sich Irina, als auch für sie diese Frage immer drängender wird, auf den Weg nach Russland, um sie von Alexander Besetow selbst zu erhalten. Jennifer DuBois schreibt mit "Das Leben ist groß" ein ganz beeindruckendes Debüt. Beeindruckend reif, beeindruckend dicht, beeindruckend eloquent, nachdenklich stimmend, sensibel, beeindruckend in der Sicherheit ihres ebenso komplexen und fordernden wie bisweilen poetischen und immer ausgesprochen klang- und bedeutungsvollen Stils. Beeindruckend aber auch in der Informationsdichte, die dieses Buch für den Leser bereithält. Auf zwei Erzählebenen, geschickt konstruiert und sich erst im Verlauf des Buchs langsam miteinander verschränkend, begleitet der Leser Irina auf ihrer genauso verzweifelten wie beinah resignierten Reise nach Russland, in die schmerzhafte Einsamkeit, in die Wut auf ihre Krankheit. Er begleitet aber auch Alexander Besetow auf seinem Weg zum Weltmeistertitel im renommierten Schachspiel, durch die verschiedenen Regimes und Ränkespiele der Macht in seiner Heimat, durch Ideologiekämpfe, Selbstzweifel und politisches Engagement. Hochkomplex erzählt Jennifer DuBois das Leben ihrer beiden so unterschiedlichen Protagonisten - inhaltlich komplex, aber auch sprachlich komplex. Ihr Stil bietet dem Leser einen ausgesprochen intensiven wie eleganten Lesegenuss, der allerdings dessen volle Aufmerksamkeit einfordert. Für diese Aufmerksamkeit belohnt "Das Leben ist groß" aber über alle Maßen. Jennifer DuBois' kritischen, intelligenten, einfühlsamen und grandios geschriebenen Debütroman habe ich sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen. Er erhält einen Ehrenplatz in meinem Regal, die vollen fünf Sterne nebst einer uneingeschränkten Leseempfehlung sowie den Sonderstatus des besten Buchs, das ich bislang in diesem Jahr gelesen habe. Das Leben ist groß - wahrhaftig groß.

    Mehr
    • 6
  • Leserunde zu "Das Leben ist groß" von Jennifer DuBois

    Das Leben ist groß

    aufbauverlag

    Wie weiterleben, wenn die Niederlage unausweichlich ist? ... In ihrem gefeierten und beglückenden Debüt erzählt Jennifer duBois von zwei Fremden, die zu Seelenverwandten werden. "Eine emotionale und philosophische Meisterpartie über das Leben, das Schachspiel und eine ungewöhnliche Freundschaft. - "Ein Triumph der Vorstellungskraft, urkomisch und herzzerreißend." (Gary Shteyngart) Kurz zum Inhalt: Leningrad in den frühen 1980er Jahren: Das Schachwunderkind Alexander gibt seine Ideale zugunsten des Luxus auf, den die Kommunisten ihm bieten. Cambridge, Massachusetts im Jahr 2006: Bei der jungen Dozentin Irina Ellison wird Chorea Huntington diagnostiziert - eine Krankheit, die schon ihrem Vater den Verstand geraubt hat. Vor seinem Tod hat dieser Alexander eine alles entscheidende Frage gestellt: Wie weiterleben, wenn die Niederlage unausweichlich ist? Um die Antwort zu erhalten, reist Irina zu Alexander. Dieser hat sich ebenfalls einer aussichtslosen Sache verschrieben: Er tritt bei den Wahlen gegen den russischen Präsidenten an. Irina unterstützt ihn dabei und sucht mit ihm die lebenswichtige Antwort auf die Frage: Wie weiterleben, wenn es keinen Ausweg gibt? Lust auf mehr? Dann geht´s hier zu Leseprobe und Trailer. Wollt Ihr Testleser werden? Dann bewerbt Euch bis einschließlich 23. Januar für eines von 25 Vorabexemplaren und Ihr habt die Chance, noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin in den Genuss dieses bezaubernden Romans zu kommen.  Wir freuen uns auf Euch! Euer Team vom Aufbau-Verlag

    Mehr
    • 530
  • Das Schachbrett des Lebens

    Das Leben ist groß

    michelauslönneberga

    "Was tun, wenn man eigentlich schon verloren hat?", fragt sich Irina, die an der Huntington Krankheit leidet und weiß, dass sie bald nicht mehr die Alte sein wird. Stück für Stück wird sie sich selbst verlieren und kein Medikament kann diese Krankheit aufhalten. Irinas Vater starb an dieser Krankheit, sie hat den Verlust Seinerselbst miterlebt. Nicht nur die Krankheit hat Irina von ihrem Vater geerbt. Auch die Begeisterung für das Schachspiel und im Besonderen die Begeisterung für den russischen Schachspieler Alexander Besetow. Dieser ist auf eine ganz andere Art vom Leben gezeichnet. Durch sein politisches Engagement, lebt er in einem goldenen Käfig. Beiden Figuren ist der Wert eines Menschenlebens bewusst, doch beide scheinen sich eben darin auch zu verlieren. Jennifer DuBois versteht es mit ihrer Sprache Bilder zu zeichnen, die man als Leser einfach nur genießen muss. Auch die Vergleiche und Metaphern über das Schachspiel haben sehr viel Freude gemacht. Ich hatte nur ein wenig Probleme mit der Figur Irina. Mit ihr bin ich leider nicht warm geworden. Dafür habe ich Alexander sofort ins Herz geschlossen. Die Erzählungen über seine Vergangenheit im kommunistischen Russland fand ich sehr realistisch und spannend erzählt. Wer einen sensiblen und gleichzeitig informativen Roman sucht, ist bei diesem Buch genau richtig.

    Mehr
    • 2
  • Tiefsinniges und erstaunlich reifes Erstlingswerk!

    Das Leben ist groß

    Toxicity74

    Irina ist eine amerikanische Dozentin, die nach einem Test die traurige Gewissheit bekommt, dass sie an der gleichen Krankheit erkranken wird, wie ihr Vater.  Bei dieser Krankheit ist ziemlich klar abzusehen, dass die ersten Zeichen des geistiges Zerfalls in einem bestimmten Lebensalter auftreten werden. Von diesem Zeitpunkt an ist der fortschreitende Prozess in ein Leben ohne Selbstbestimmung und in Abhängig von anderen Menschen vorprogrammiert. Irina möchte es ihrem nahen Umfeld nicht antun, ihr bei diesem Zerfall zusehen zu müssen und beschließt fortzugehen. Ihr Vater war, zu Zeiten in denen die Krankheit bei ihm noch nicht ausgebrochen war, ein begeisterter Schachfan. So verfolgte er damals zusammen mit seiner noch kleinen Tochter Irina das Weltmeisterschaftsspiel mit dem jungen russischen Großmeister Alexander Besetow. Nach dem Tod ihres Vaters findet Irina die Abschrift eines Briefes von ihm an Besetow, in dem er den Schachweltmeister fragt, wie man eine Partie fortsetzt, wenn man doch schon absehen kann, dass man sie verlieren wird. Eine persönliche Antwort von Besetow hat Irinas Vater nicht erhalten. Irina, die sich nun mit der gleichen aussichtslosen Lebenssituation konfrontiert sieht, beschließt ins ferne Russland zu reisen, um dort den Kontakt zu Besetow, der inzwischen ein aktiver Oppositionspolitiker ist, zu suchen. Mit "Das Leben ist groß" ist Jennifer DuBois ein erstaunliches Erstlingswerk gelungen. Sicher keine leichte Lektüre für ein schnelles Lesevergnügen, sondern vielmehr ein tiefsinniges, geschickt konstruierte Buch. Neben der Frage, nach dem richtigen Umgang einer absehbarenund limitierten Lebenserwartung, erfährt man als Leser viel über die politischen Umstände eines vom angeblich lupenreinen Demokraten Putin beherrschten Russlands. Das Buch liefert keine Antworten auf dem Silbertablett, stattdessen ist der Leser gefordert, seine eigenen Schlüsse in Bezug auf die Kernfragen des Buches zu ziehen. Sprachlich ist das Buch sehr ausgereift, wie es kaum von einem Debutroman zu erwarten ist. Dubois versteht es hervorragend mit einer sorgfältigen sprachlichen Komposition, Bilder, Atmosphäre und Gefühle beim Leser hervorzurufen. Wer sich für das Russland der vergangenen 30 Jahre bis heute interessiert und zudem bereit ist, sich auf die Tiefe des Buches einzulassen, dem sei es wärmstens empfohlen. Herzlichen Dank an Jennifer Dubois und den Aufbau Verlag für das tolle Buch.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Das Leben ist groß" von Jennifer DuBois

    Das Leben ist groß

    LibriHolly

    Was, wenn man weiß, dass man sterben muss? Was, wenn man weiß, dass der eigene Geist, der eigene Verstand, einfach alles was einen als Menschen ausmacht, vor dem Körper stirbt? Eine schreckliche Vorstellung, die für die gerade einmal 30-jährige Irina zur bitteren Wahrheit wird. Sie leidet unter Chorea Huntington, einer Erbkrankheit. Eine Krankheit deren Verlauf man zwar positiv, sprich verlängernd, beeinflussen kann, aber leider nicht heilen. Noch schlimmer, sie hat das ihr bevorstehende Schicksal, in Gestalt ihres eigenen Vaters, direkt vor Augen. Aber ist das überhaupt noch ihr Vater? Oder ist es nur noch die Hülle des Mannes den sie kannte? Und so kommt Irina der unausweichliche Tod ihres Vaters wie eine Erlösung vor, eine Erlösung für sie, aber auch für ihn. Nun sitzt sie da, in seinem Haus, inmitten seines ganzen persönlichen irdischen Hab und Guts und macht sich Gedanken über den kleinen Rest Zukunft, der ihr noch bleibt. Da entdeckt sie einen Brief, geschrieben von ihrem Vater, vor vielen Jahren, als sein Verstand noch wach war, sein Geist noch rege. Ein Brief an den Schachweltmeister Alexander Besetow. Ein Brief, der sich in seinem Kern nur mit einer einzigen Frage beschäftigt: „Wie weiterleben, wenn die Niederlage unausweichlich ist?“ Ihr Vater erhielt leider nie eine Antwort. Doch Irina will sich damit nicht zufrieden geben und so begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise mitten hinein in Putins Russland, auf der Suche nach Besetow und einer Antwort, einer Antwort für ihren Vater aber auch für sich selbst. Ein faszinierendes Debüt der jungen Schriftstellerin Jennifer DuBois. Zu keinem Zeitpunkt langweilig und nie langatmig, überzeugt der Roman nicht zuletzt durch seinen intelligenten, in sich absolut stimmigen Aufbau. Während der Leser die Ich-Erzählerin Irina auf ihrer Suche nach Alexander begleitet und diese sich im Stück für Stück immer mehr annähert, erfährt man in wiederholten Rückblenden, aus der Sicht eines allwissenden Erzählers, mehr über Alexanders bisheriges Leben und Schicksal, in einem Russland zu Zeiten des politischen Umbruchs. Dieser stetige Perspektivenwechsel zwischen Irina und Alexander lässt einen allein schon an eine Schachpartie denken, aber auch innerhalb der einzelnen Abschnitte fühlt man sich daran erinnert. Jede Aktion eines der Protagonisten, bedingt eine Reaktion eines anderen. Und so nähern wir uns, Schlag auf Schlag, Zug um Zug, dem Finale. Vor den Augen des Lesers entfaltet sich ein emotionales, intelligentes Spiel um Einsamkeit, die Kraft der Erinnerungen und was es bedeutet sie zu verlieren. Krankheit und Tod, Sieg oder Niederlage, Mut oder feige Angepasstheit, ein Spiel wie das Leben. Ein Spiel das für Irina von Beginn an verloren scheint. Doch ist sie wirklich schon Schachmatt? Und wird sie am Ende eine Antwort auf ihre Frage erhalten? Ich muss sagen, ein Buch, dass es sich wirklich zu lesen lohnt, nicht nur wegen seines absolut interessanten Plots, sonder auch und vielleicht gerade wegen seiner wunderschönen, bildgewaltigen Sprache. Eine Sprache, die aus diesem Buch etwas ganz besonders macht und den Leser bass erstaunt zurücklässt, dass eine so junge Autorin bereits so reif schreiben kann. Das Buch folgt seinem ganz eigenen Rhythmus, der den Leser fesselt und wie bei einem guten Song bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Sätze wie „In den langen Alleen und kurvigen Kanälen Leningrads waren die Hoffnungen der Vergangenheit für die Zukunft aufbewahrt. In Moskau hatte man die Zukunft an sich gerissen, zerlegt und der Gegenwart dienstbar gemacht.“ (S. 207), überzeugen. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Gesine Schröder büßt der Roman nichts von seiner besonderen Sprache und seinem Rhythmus ein. Eine übersetzerische Höchstleistung, heutzutage durchaus keine Selbstverständlichkeit, leider. „Das Leben ist groß“ landet bei mir auf jeden Fall auf meiner Jahresbestenliste. Und würde mich jemand nach nur einer einzigen Buchempfehlung fragen, nur einer, dann wäre es momentan auf jeden Fall dieses Buch. Mein Highlight im Monat Februar. (Anmerkung: Die Figur des Alexander Besetow ist stark angelehnt an die Biographie des früheren Schachweltmeisters Garri Kasparow.)

    Mehr
    • 2

    Salzstaengel

    15. March 2013 um 09:47
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks