Neuer Beitrag

nike_tdt

vor 4 Jahren

(6)

Meine Meinung:

Ich würde sagen dieses Buch ist ein sehr liebes Buch. Ok, das mag jetzt vielleicht irgendwie merkwürdig klingen, aber so ist es: Lieb. Die Geschichte ist wirklich nett geschrieben und auch die Charaktere habe ich, achtet auf meine Wortwahl, total lieb gewonnen.Aber genau jetzt kommt mein Problem mit dem Buch. Irgendwann ist mir die Liebheit und Nettheit ein bisschen zu Kopf gestiegen.
Armes, aber liebes Mädchen mit trauriger Vergangenheit und in einem Kaff lebend (Allie), trifft auf supersexy, heiß und gutaussehenden, allseitsbeliebten Filmstar und Teenischwarm (Graham). Schnarch. Und das natürlich GANZ zufällig durch das intergalaktische Kommunikationssystem auch bekannt als  Internet. Die Sache mit dem gegenseitigen Verschicken von E-Mails hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber da die Beiden sich schon relativ am Anfang der Geschichte persönlich kennenlernen, ist das später eigentlich auch relativ überflüssig.
Auf überraschende Wendepunkte oder generell irgendwelche Umschwünge der Geschichte habe ich vergeblich gewartet. Die Handlungen sind größtenteils vorhersehbar und auch sonst gab es keine großen Spannungshöhepunkte.
Aber wie schon gesagt, das Buch war lieb, also ich kann auf keinen Fall sagen, dass es schlecht war. Ich fand zum Beispiel das Ganze drumherum super gut und authentisch dargestellt. Der kleine Ort, in dem Ellie lebt und aufgewachsen ist, wird total malerisch beschrieben und auch über die beiden Hauptcharaktere, erfährt man das ganze Buch über immer wieder etwas Neues. Ihr Leben wird nach und nach auseinandergefaltet und unterstreicht dadurch noch umso mehr, warum sie Handeln wie sie Handeln.
Graham, der noch nicht genau weiß, wie seine Zukunft aussehen soll und Ellie, die zwar schon genau weiß was sie mal machen will, es aber aus Gründen der Geldsorge, nicht erreichen kann, sind eine eigenartige Mischung. Das Thema Geld spielt in diesem Buch eine nicht unwichtige Rolle, denn woran Graham keinen Gedanken verschwendet, denkt Ellie Tag und Nacht.
Außerdem darf man den unterschwelligen Humor, der immer wieder in den Dialogen aufblitzt, nicht unbeachtet lassen.
Das teilweise offene Ende finde ebenfalls gut gelungen, da der Roman hierdurch nicht so abgedroschen wirkt und es wäre in Anbetracht der Ereignisse auch irgendwie unpassend gewesen, wenn auf einmal so ein Friede, Freude, Eierkuchen und wir sind ja alle so glücklich "Happy-End" gekommen wäre.

Schreibstil:
Fließend, flüssig und sehr angenehm zu Lesen. Der Lesefluss wird absolut nie gestört. Ganz im Gegenteil, das Buch lässt sich sogar hervorragend lesen und die Seiten gleiten nur so vorüber. Die Perspektivwechsel zwischen Graham und Ellie haben mir gut gefallen und auch der ständige E-Mail Austausch war abwechslungsreich. Mir ist gerade aufgefallen, dass es eigentlich kaum noch Bücher gibt, die durchgängig in einer Perspektive verfasst sind.

Fazit:
Das Buch ist eindeutig nicht perfekt und hat mehrere Schwachstellen, unter anderem die teilweise abhanden gekommene Spannung. Trotzdem ist es eine nett erzählte Geschichte und gut für zwischendurch. Horror- und Aktionfans rate ich von diesem Buch aber eher ab.

Autor: Jennifer E. Smith
Buch: Der Geschmack von Glück
Neuer Beitrag

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks