Jennifer Finney Boylan

 4,2 Sterne bei 53 Bewertungen

Lebenslauf

Jennifer Finney Boylan schrieb zahlreiche erfolgreiche Romane und Artikel für die New York Times. Sie war Anna Quindlen Writer-in-Residence am Barnard College und von 2022 bis 2023 Fellow an Radcliff Institute for Advances Study der Harvard University. Zudem ist sie eine bekannte Menschenrechtsaktivistin und Kuratorin des PEN America. Mit ihrer Frau Deedie und ihren beiden Kindern lebt sie in New York City und in Belgrade Lakes.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jennifer Finney Boylan

Neue Rezensionen zu Jennifer Finney Boylan

Cover des Buches Wildhonig (ISBN: 9783570104200)
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Rezension zu "Wildhonig" von Jodi Picoult

ChristineE
Wildhonig - mehr als nur eine Liebesgeschichte

Ich habe lange kein SOOOOO gutes Buch mehr gelesen! Am Anfang dachte ich - Liebe gut und schön, viel Wissen über Bienen - und alles nicht so einfach. Die Figuren und Zeiten wechseln, was bisweilen etwas verwirrt - aber ich war voll und ganz von diesem Buch und der Geschichte gefesselt. Die Themen sind nicht einfach, gelinde ausgedrückt. Man erfährt nicht nur viel über Bienen, die Imkerei und Honig - nein auch über die Probleme oder das Wissen der Geschlechtsumwandlung, des sich nicht in seinem Körper wohl und zuhause fühlen. Über Gewalt gegenüber Frauen und Kindern und Menschen, die nicht so sind, wie sie der vemreintlichen Norm entsprechen ... Über die Justiz und das Denken der Richter, Anwälte - und der Personen, die sich dann auch dort einmischen, verurteilen und falsch urteilen. 

Meine Hochachtung vor den beiden Autorinnen, die super zusammengearbeitet haben und ein wunderbares und sehr wertvolles Werk geschaffen haben! Ich werde mich auf die Suche nach weiteren Büchern der beiden Frauen machen! Danke und mein Tipp an Euch!

Cover des Buches Wildhonig (ISBN: 9783570104200)
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Rezension zu "Wildhonig" von Jodi Picoult

Elkes_Literaturwolke
Ein schwieriges Thema, das von beiden Autorinnen glaubwürdig und sensibel behandelt wurde.

Inhaltsangabe:

Vor zwölf Jahren hat Olivia zusammen mit ihrem sechsjährigen Sohn Asher fluchtartig Boston verlassen und ist in das kleine Städtchen Adams in New Hampshire zurückgekehrt, um sich der Imkerei zu widmen, die einst ihrem Vater gehörte. Ihre Ehe mit Braden scheiterte an seiner ungezügelten Gewalt ihr gegenüber und es drohte, dass auch der kleine gemeinsame Sohn diese Gewalt erfahren würde, würden sie bei ihm bleiben.

Inzwischen ist Asher 18 und in seinem letzten Highschool-Jahr. Er ist Kapitän der Schul-Eishockey-Mannschaft und verliebt in Lily. Lily ist gerade erst mit ihrer Mutter nach Adams gezogen. Nach einen Vorfall zieht sich Lily von Asher zurück und als er ein paar Tage später mit ihr reden möchte, liegt sie tot an der Treppe.

Asher ist am Boden zerstört, dennoch muss er zur Polizeiwache und eine Aussage machen. Ein paar Tage später wird er jedoch in Untersuchungshaft genommen. Ihm wird vorsätzlichen Mord an Lily vorgeworfen und er muss sich einem Gerichtsprozess stellen. Niemand mag eine Einschätzung abgeben, wie das enden wird.

Im Laufe des Gerichtsprozesses kommen sämtliche Wahrheiten auf den Tisch, auch die, die unangenehm und für Asher unvorteilhaft sind. Hat er Lily wirklich getötet?

Mein Fazit:

Was für ein wunderbares Buch – was für eine bewegende Geschichte!

Jodi Picoult hat zusammen mit Jennifer Finney Boylan, eine Transgender-Aktivistin, die Geschichte von Olivia, Asher und Lily erzählt. Die Erzählperspektive wechselte zwischen Olivia und Lily ab. Lily berichtete hauptsächlich von der Vergangenheit und Olivia von der Gegenwart. Bei beiden Frauen steht Asher im Vordergrund. Als eine großartige Nebengeschichte wurde die Imkerei erwähnt – die Bienen haben eine begleitende Rolle und lockern das ernste Thema durchaus auf.

Lily berichtet von ihrem Leidensweg, denn sie fühlte sich immer als Mädchen, wurde jedoch als Junge geboren und von den Eltern Liam getauft. Der Vater konnte damit nur sehr schwer umgehen. Die Mutter versuchte ihr zu helfen und begleitete sie schon früh durch die Hormon-Therapie und später geschlechtsangleichende OP. Als Lily mit ihrer Mutter nach Adams zieht, hat sie die OP bereits hinter sich und organisch ist alles gut verheilt. Die seelischen Wunden jedoch belasten sie enorm. Transmenschen erfahren immer wieder Gewalt und Demütigungen, auch Lily.

Olivia begleitet ihren Sohn während der Zeit des Verlustes und des folgenden Gerichtsprozesses. Ihr Bruder Jordan übernimmt die Verteidigung und es gibt allein schon deshalb Konflikte, weil Olivia sich gelegentlich wie eine Helikoptermutter verhält, Asher ist allerdings schon volljährig. Manche Geheimnisse offenbaren sich erst im Laufe des Gerichtsprozesses und Olivia beginnt nur langsam zu verstehen, was wirklich an diesem Nachmittag passiert ist.

Ein unachtsamer Augenblick, eine unbedacht geäußerte Text-Nachricht und schon ist das Leben ein völlig anderes. Die Konsequenzen sind verheerend, nachhaltig und unwiederbringlich. Olivia muss sich mit der Geschichte ihres Sohnes auseinandersetzen, der auch seine Geheimnisse vor seiner Mutter hat. Die menschlichen Abgründe tun sich genauso auf wie emotionale Lichtblicke. Wie geht man mit den neugewonnen Erkenntnissen um? Wie kann man für sich und für andere die Welt besser und sicherer machen?

Ein schwieriges Thema, das von den beiden Autorinnen glaubwürdig, sensibel und eindringlich behandelt wurde. Es hat mich sehr bewegt zurückgelassen und mir viel Stoff zum Nachdenken geben. Leider wurden bisher keine Bücher von Jennifer Finney Boylan übersetzt, hierzulande ist sie -so scheint es- völlig unbekannt – das finde ich es sehr schade.

Fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung!

Emotion pur

Mad Honey erzählt eine spannende Geschichte, die bis zum Schluss fesselt. Die Charaktere sind einfühlsam dargestellt, sodass man sich unglaublich gut in sie hineinversetzen kann. Die Autorin hat gut recherchiert und schafft es mit detaillierten Beschreibungen zu fesseln ohne jemals zu langweilen. Empfehlenswert ist Mad Honey für jeden der einfühlsame Charakterdarstellungen und eine gut erzähle Geschichte liebt.

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