Jennifer Gooch Hummer

 4.2 Sterne bei 73 Bewertungen

Lebenslauf von Jennifer Gooch Hummer

Jennifer Gooch Hummer hat nach ihrem Studium als Drehbuchanalystin gearbeitet und lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in Los Angeles und Maine. Für ihren Debütroman „Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam“ wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mehr über sie unter www.jennifergoochhummer.com.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jennifer Gooch Hummer

Cover des Buches Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam (ISBN: 9783551315731)

Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam

 (73)
Erschienen am 03.03.2017
Cover des Buches Girl Unmoored (ISBN: 9781940716077)

Girl Unmoored

 (0)
Erschienen am 23.11.2013

Neue Rezensionen zu Jennifer Gooch Hummer

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Rezension zu "Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam" von Jennifer Gooch Hummer

Berührend, regt zum Nachdenken an
MsChilivor einem Jahr

Apron hat ihre Mutter verloren und ihr Vater hat gleich eine neue Partnerin, die dann auch noch bei ihnen einzieht. Außerdem lässt ihre beste Freundin sie wie eine heiße Kartoffel fallen. Apron zieht sich immer weiter zurück, bis sie auf Mike und Chad trifft. Die beiden geben ihr einen Ferienjob in ihrem Blumenladen und Apron blüht regelrecht auf.

 

Dieses Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung geholt und es doch lange liegen lassen. Was ich im Nachhinein ein wenig bereue. Der Beginn mit dem Theaterstück konnte mich so gar nicht reizen, doch dadurch lernt man einen Großteil der Figuren kennen. Die Geschichte spielt nicht in der Gegenwart und gerade diese Tatsache hat mir gut gefallen. So passt alles zusammen. Apron ist 13 und hat vor kurzem ihre Mutter verloren. Sie hat überall mit Problemen zu kämpfen, zuhause mit der neuen Frau ihres Vaters (warum erklärt sich gegen Ende) und auch in der Schule, da sie sich schwer tut Freundinnen zu haben/neue zu finden. Eben weil Apron anders ist als die typischen jungen Mädchen der damaligen Zeit. Sie hat schon viel Leid in ihrem Leben erfahren und durch ihren Vater hat sie auch Latein gelernt (was man bei jedem Kapitel in der Überschrift mit dem lateinischen Zitat (und der deutschen Übersetzung) merkt, das ist auch ein weiterer Pluspunkt des Buches). Apron sieht die Welt mit anderen Augen, was man auch schnell merkt, als sie Mike und Chad kennenlernt. Ein Paar, das ihr hilft und dem sie genauso hilft. Das ganze wir aus Aprons Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, so wird alles greifbarer. Mir hat diese Geschichte über Freundschaft, die auch das Thema Homosexualität aufgreift, gefallen. Es gab so viele ergreifende Momente, traurige, wie auch lustige, bei denen ich schmunzeln musste.

 

Für mich ein wunderschönes Buch, das mir überraschend gut gefallen hat.

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Rezension zu "Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam" von Jennifer Gooch Hummer

Vollkatastrophe
CocuriRubyvor 2 Jahren

Der Schreibstil ist okay bis nicht gut – er ist recht einfach und ohne jede Besonderheit. Jedenfalls ohne positive, denn besonders sind so mache verqueren Formulierungen wie z.B. „Das einzige was ich riechen konnte war Dads kritischer Blick“ (S. 104).


Sowohl die Protagonistin als auch alle anderen Figuren entsprechen Stereotypen und sind relativ einfach gestrickt. Von vertieften oder sonderlich vielschichtigen Charakteren keine Spur.


Hinzu kommt auch noch, dass Apron (die Protagonistin) sehr jung ist (13) – generell richtet sich das Buch an ein sehr junges Publikum, bis maximal 14 würde ich sagen. Dementsprechend ist die Geschichte aufgebaut – es entspricht also überhaupt nicht meinen Lesegeschmack.

Alles ist voll mit Teenie-Drama und Klischees (selbst bei den erwachsenen Figuren) – inklusive der besten Freundin, die natürlich keine ist (auch die Prota ist keine gute Freundin und hat nie auch nur ein nettes Wort für sie übrig) und die neue Frau an der Seite ihres Vaters, hasst Apron natürlich und will eigentlich sowieso nur ein Visum, was der Vater natürlich nicht merkt.


Außerdem ist das Buch auch ganz klar an ein amerikanisches Publikum orientiert – vorrangig an die Südstaaten.

Zum einen haben wir ständig Jesus-Anspielungen, das Wort Jesus taucht auf jeder zweiten Seite auf, das fand ich schon ziemlich nervig. Außerdem zeigt sich, dass das Schulwesen eine Farce ist.


Dann haben wir natürlich auch sexistische Muster in dem Buch: wie z.B. die Marguerite, die den armen, gut verdienen Mann ausbeuten will und dafür über Leichen geht oder sich auch solche Sätze finden lassen wie „Von Rennie (die angeblich beste Freundin) war ich es gewohnt, dass sie so dämliche Sachen sagte, aber nicht von einen Mann.“ (S. 76)


Natürlich haben wir auch Homophobie, zu dessen Thema sich u.a. so selten dumme Sätze finden lassen wie: „Ich hatte noch nie zuvor einen echten Schwulen gesehen. Alle behaupten zwar, P wäre einer, aber dafür war er noch viel zu jung. Schließlich konnte man erst schwul sein, wenn man wenigstens alt genug für den Führerschein war.“ (S. 81) Woraufhin die Prota von den gerade „entlarvten“ Schwulen abrückt. Natürlich sind dessen Hobbys auch Blumenschmuck, Musicals, Tanzen, Mode, von Hochzeiten träumen – denn was sollten Schwule auch sonst machen. Es war kaum zu ertragen! Und solche selten dummen Sätze tauchten häufig auf.


Es sollte vermutlich so rüber kommen, dass das Buch das Thema Homophobie aufgreift und „aufklärt“. Das ist aber, wenn überhaupt nur sehr begrenzt passiert. Die ganze Darstellung ist komplett verkorkst und klischeebeladen.

Es kann sogar sein, dass es die besagte Zielgruppe genau da abholt, wo sie stehen und die das ganz anders einschätzen, aber ich fand es ganz schlimm und einfach mies und rückschrittlich gemacht.


Die Handlung ist sehr sprunghaft – so sehr, dass es mir manchmal schwer fiel nachzuvollziehen warum jetzt wer wie handelt oder wie es zu dieser oder jenen Situation überhaupt kommen konnte.


Außerdem ist die Geschichte extrem oberflächlich.

Was sich auch von alleine versteht: niemand spricht sich mal mit irgendwem aus – echte Kommunikation existiert nicht. Natürlich nicht, dann könnte ja was geklärt werden und dann verpufft das Drama, worauf die ganze Geschichte basiert, weil die Autorin entweder keine Lust oder kein Talent dazu hatte, echte, tiefere Probleme zu erschaffen und zu behandeln.

Dementsprechend lösen sich die „Probleme“ auch ganz leicht, weil es ja keine echten waren. Bzw. die Probleme wären theoretisch da, aber die werden nicht ansatzweise würdig behandelt.

Insbesondere fand ich es auffällig, dass keine Kommunikation zwischen Apron und ihren Vater vonstatten geht. Falls sie doch mal über irgendwas reden, dass für mich über unverständliche Dinge – anstatt über den Elefanten im Raum zu reden.

Über die komplette Vernachlässigung seitens des Vaters fällt auch kein Wort.


Auch der Verlust der Mutter wird nicht wirklich behandelt. Es schwingt zwar etwas mit, aber auf die Gefühlswelt der Protagonistin wird diesbezüglich nicht wirklich eingegangen – ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgendwer in dieser Familie um sie trauert. Stattdessen wird die neue Stiefmutter fokussiert.

Und die „Tipps“ die in diesem Buch gegeben werden „sie ist eine verhinderte Schönheitskönigin – mache ihr einfach viele Komplimente“ - das ist doch ein scheiß Witz.


Das Thema Aids taucht auch auf, aber das ist so flach wie auf eine Leinwand projiziert, es wird kaum etwas wirklich ausgesprochen.


Fazit

Das Buch war einfach nur schlecht, ich war so unfassbar enttäuscht. Es ist flach, oberflächlich, mit selten dummen Sätzen versehen und kaum zu ertragen. Eins der schlechtesten Bücher, die ich gelesen habe.

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Rezension zu "Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam" von Jennifer Gooch Hummer

Hochemotional
geschichtsmagievor 3 Jahren

Gestern angefangen, heute beendet: „Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam“ von Jennifer Gooch Hummer. Das Buch ist 2014 im Carlsen-Verlag erschienen.


Aprons Leben ist in Aufruhr: Sie versucht über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen, die neue Partnerin ihres Vaters zieht bei ihnen ein und ihre beste Freundin hat sie abserviert. Apron droht ein einsamer Sommer. Aber dann nimmt sie einen Ferienjob in Mike und Chads Blumenladen an. Die zwei stehen ihr freundschaftlich zur Seite – und das in Zeiten, in denen sich sonst niemand um sie kümmert. Ihr Blumenladen wird für Apron zu einem zweiten Zuhause. Doch bald wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt…


„Wenn du dieses Jahr nur ein Jugendbuch liest, sollte es dieses sein.“ So heißt es in der Beschreibung zu diesem Roman. So drastisch würde ich es nicht ausdrücken, immerhin habe ich noch einige weitere Jugendbücher gelesen, die ich noch fantastischer fand. Nichtsdestotrotz hat sich dieses Buch innerhalb der letzten zwei Tage einen großen Platz in meinem Herzen erkämpft, wo es auch bleiben wird.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wunderbar leicht. Es wird aus Aprons Sicht erzählt, eine Protagonistin, die gerade mal in die siebte Klasse geht. Meiner Meinung nach haben besonders Kinder oder noch jüngere Jugendliche so eine erfrischend ehrliche Art, dass es einfach Spaß macht, die Welt aus ihrer Sicht zu entdecken. So war es auch diesmal. Ich habe in Apron einen unfassbar herzensguten, lieben, ehrlichen Charakter gefunden. Wäre ich auch wieder so jung wie sie und wäre sie nicht erfunden, wären wir hoffentlich Freundinnen geworden.

Aber nicht nur Apron, sondern alle anderen Charaktere in diesem Buch haben etwas ganz Einzigartiges an sich, sei es nun positiv oder negativ. Mit Mike und Chad als gleichgeschlechtliches Paar wird auch ein Thema konkretisiert, was immer noch in vielen Teilen der Welt als Tabu gilt. Nicht hier. Auf wunderbar kindliche Art und Weise lernt Apron, was es mit der Liebe von Mike und Chad auf sich hat und dass auch ihre Liebe völlig okay ist. Zusammen bilden sie ein Dreierpack, das voller Humor, aber auch Ernsthaftigkeit ist. Mich hat es erschreckt, wie vielseitig dieses Buch sein konnte, mal unglaublich witzig, dann so traurig, dass es mir schon fast bizarr vorkam.

Neben Homosexualität wird noch ein weiteres Tabuthema angeschnitten. Hierbei merkt man allerdings als Leser recht schnell, dass die Geschichte wahrscheinlich weiter in der Vergangenheit spielt, als ich zunächst dachte. Leider werden dadurch auch veraltete Ansichten in Bezug auf dieses Thema sehr deutlich, was ich schade finde, da ich dachte, dass wenigstens dieses Vorurteil endlich mal aus der Welt geschafft wäre. Wovon ich schreibe, könnt ihr dann beim Lesen selbst herausfinden.

Neben den unfassbar tollen Charakteren hat mich auch der Schreibstil von J. G. Hummer begeistert. Zuvor habe ich meines Wissens noch nie ein Buch von ihr gelesen, weshalb ich natürlich nicht wusste, was mit diesem Jugendbuch auf mich zukommt. Wie bereits angedeutet, wird die Geschichte auf eine noch eher kindliche, aber entwaffnend ehrliche Art erzählt. Dies spiegelt sich auch durch die einfache, aber auf den Punkt gebrachte Wortwahl wider. Völlig absurde Metaphern zeigen die junge, frische Seite von Apron; schockierend ernste Beschreibungen, wie sie viel zu schnell erwachsen werden musste. Noch dazu ließ sich der Schreibstil der Autorin sehr flüssig, schnell und leicht lesen, sodass man sich komplett auf den Inhalt konzentrieren konnte.

Der einzige Kritikpunkt, der mir zu diesem Roman einfällt, ist die Titelwahl. Meiner Meinung nach lässt diese leider, leider viel zu schnell durchblicken, wie sich die Geschichte entwickeln wird. In gewisser Weise verrät also schon der Titel, wie das Ende dieses Buchs sein wird.

Alles in allem handelt es sich bei „Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam“ um ein bewegendes Buch rund um die Themen Freundschaft, Liebe, Abschied nehmen und Erwachsen werden. Ich kann dieses hoch emotionale Buch wirklich jedem Leser weiterempfehlen!

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