Jennifer Lee Carrell

 3,6 Sterne bei 111 Bewertungen

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Neue Rezensionen zu Jennifer Lee Carrell

Als der Roman 2009 erschien, habe ich ihn einfach so gekauft – immerhin sollte es in irgendeiner Form um Shakespeare gehen.  10 Jahre später habe ich das Buch aus seinem SuB-Dasein befreit.

Zurück bleibe ich jedoch leicht gespalten.


Für mich muss der Roman in zwei Aspekte geteilt werden: die Verschwörungstheorien um Shakespeare, seine Identität und sein Werk und  die Thriller-Handlung.


Wer sich ein bisschen mit Shakespeare und seinem Werk auskennt, kennt die typichen Theorien zu seiner Person und seinem Werk. Diese Theorien stellt die Autorin gut nachvollziehbar dar und spickt diese mit allen möglichen Verweisen auf berühmte Figuren und Stücke aus der Feder Shakespeares. Hier habe ich mich immer gut aufgehoben gefühlt und ich denke, dass der Roman jemanden, der keinerlei Ahnung von diesen Theorien hat, einen guten Einblick in das Mysterium Shakespeare gibt.


Ebenfalls gut gelungen ist, dass Shakespeare nicht der Lückenfüller für einen Thriller ist, sondern der Thriller eher um die Person Shakespeare entstanden ist.


Dies ist gut, denn der Thriller an sich ist meiner Meinung nach nicht unbedingt gelungen und sollte nur als Beiwerk mitgenommen werden.

Viel zu viele Zufälle ziehen eine Schnitzeljagd über Kontinente glatt und die Figuren haben nie Hunger, brauchen keinen Schlaf und Jetlag scheint ein großes Fremdwort zu sein. Auch das die Protagonistin eine Spur der Verwüstung hinterlässt – schließlich stirbt so sinngemäß jeder, dem sie auf ihrer Schnitzeljagd begegnet – und ohne mit der Wimper zu zucken immer weiter macht, war für mich an vielen Stellen nicht nachvollziehbar.


Insgesamt ein spannender Roman – eher wegen Shakespeare und weniger wegen des Krimis – und ich musste unbedingt wissen, was als nächstes über den Barden herausgefunden wird. 


Auch wenn die Autorin eine Antwort zur Frage wer Shakespeare war, schuldig bleibt: für Shakespeare-Fans eine nette, spannende Lektüre.

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Cover des Buches Die Shakespeare-Morde (ISBN: 9783548281223)simonfuns avatar

Rezension zu "Die Shakespeare-Morde" von Jennifer Lee Carrell

Shakes-what?
simonfunvor 2 Jahren

Zugegeben, die Autorin hat viel Zeit, Herzblut und Wissen in dieses Buch gepackt und versucht das Ganze spannend rüber zu bringen. Aber - was ist das Aber? Zu viel Wissen, zu viel drumherum und zu viel Fachliteratur-Text. Der Lesefluss blieb auf der Strecke und das rumgehüpfe zwischen Gut und Böse (wer ist wer?) war irgendwann lästig. Dennoch eine gute Leistung, die den dritten Stern verdient.
Wie auch immer - Fachautoren sind oft keine Actionautoren!

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Cover des Buches Die Shakespeare-Morde (ISBN: 9783548281223)wlatatas avatar

Rezension zu "Die Shakespeare-Morde" von Jennifer Lee Carrell

Einführung zum Mysterium Shakespeare und nebenbei ein Krimi
wlatatavor 6 Jahren

Die ersten 100 Seiten fand ich unheimlich spannend, weil es sehr schnell  mit dem ersten Mord und einer temporeichen Verfolgungsjagd mit spannender Story losgeht. Leider verliert sich diese Spannung im Lauf des Buches aber zunehmend, weil die Autorin, als Literaturwissenschaftlerin etwas zu sehr in ihr Fach abdriftet und der Text deswegen etwas langatmig wird.  MAn erfährt sehr viele interessante Dinge über Shakespeare, sein Werk und die verschiedenen Theorien über seine Identität. Deswegen hat der Text aber eben teilweise auch fachwissenschaftlichen Charakter und hat nichts mehr von einem flüssig zu lesenden Krimi! Man verliert einfach den Überblick bei all den Namen und historischen Fakten und muss die Abschnitte teilweise drei Mal lesen.Die Auflösung der Morde ist auch etwas wirr.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, weil ich mich sehr für Shakespeare interessiere und jetzt definitiv einiges mehr über ihn weiß als vorher! Wer nichts dagegen hat, etwas mehr Zeit und Energie in eine Krimilektüre zu investieren, der wird mit einem Mix von Shakespeare-Wissen und Verschwörungstheorien verpackt in einen gut geschriebenen Krimi belohnt! Denn mit Sprache kann die Autorin definitiv gut umgehen.
Leider aber nicht ganz die Sommerlektüre wie ich sie mir vorgestellt hatte!

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