Jennifer Mathieu The Truth about Alice

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Inhaltsangabe zu „The Truth about Alice“ von Jennifer Mathieu

Everyone knows Alice slept with two guys at one party. When Healy High star quarterback, Brandon Fitzsimmons, dies in a car crash, it was because he was sexting with Alice. Ask anybody.   Rumor has it Alice Franklin is a slut. It's written all over the "slut stall" in the girls' bathroom: "Alice had sex in exchange for math test answers" and "Alice got an abortion last semester." After Brandon dies, the rumors start to spiral out of control. In this remarkable debut novel, four Healy High students tell all they "know" about Alice--and in doing so reveal their own secrets and motivations, painting a raw look at the realities of teen life. But in this novel from Jennifer Mathieu, exactly what is the truth about Alice? In the end there's only one person to ask: Alice herself.

Eine absolut lebendige Geschichte!

— Wortmagie

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    The Truth about Alice

    Keksisbaby

    07. April 2017 um 13:35

    Das Gerücht besagt, dass der Starquarterback Brandon Fitzsimmons gerade dabei war schmutzige SMS mit Alice auszutauschen, als er einen tödlichen Autounfall hatte. Also besteht keinerlei Zweifel, dass wohl Alice daran Schuld ist, dass die Kleinstadt ihren Lokalhelden verloren hat und nicht weil dieser etwa einen über den Durst getrunken hat. Zumal es ja ohnehin ganz offensichtlich ist, dass Alice eine Schlampe ist, denn schließlich hatte sie an einem Abend Sex mit gleich zwei begehrten Sportlern der Healy High. Und zum Beweis steht es auch noch an der Wand der Mädchentoilette. Alice ist eine Schlampe. Alle an der Schule haben eine Meinung zu dem Thema und fast jeder kommt zu Wort, der beste Freund des Quarterbacks, der Freak, die ehemalige Freundin von Alice und das beliebteste Mädchen der Schule, nur Alice schweigt und zieht sich immer mehr in sich selbst zurück während eine Kleinstadt bereits ihr Urteil über sie gefällt hat.In Zeiten  wo Mobbing an den Schulen immer mehr zunimmt ist dieser Roman ein gutes Beispiel dafür, wohin eine unbedachte Äußerung führen kann. Ich finde, dieser Roman sollte viel eher zur Schullektüre gehören, als all die verstaubten Kamellen, die nur noch wenig mit dem Alltag der Jugend heute zu tun haben. Erzählt wird aus der Perspektive von unterschiedlichen Personen und wie sie die Situation wahrnehmen. Erstaunlich fand ich dass jeder von Ihnen einen kleinen Teil zu den Lästereien beiträgt und die ganze Story plötzlich eine Eigendynamik entwickelt, mit der keiner gerechnet hätte. Ohnehin basiert alles nur auf dem Gerücht Alice hätte Sex mit zwei Jungs an einem Abend gehabt und verselbständigt sich durch den Umstand des Unfalls. Als Leser kann man sehr gut nachvollziehen, wieviel Kraft es Alice täglich kosten muss, zur Highschool zu gehen, zumal die Verdächtigungen ja nicht an den Mauern der Schule halt machen. Vielmehr sind auch die Erwachsenen nur allzu bereit die Gerüchte zu glauben und das Mädchen dafür leiden zu lassen. So konnte ich auch verstehen, warum sie zunächst in die einzige Hand beißen will, die sich ihr hilfreich bietet. Doch ich bin froh dass Kurt nicht aufgibt und um seine Freundschaft mit Alice kämpft. Ein tolles Buch, das zeigt was passiert wenn eine unbedachte Äußerung das Klima einer ganzen Kleinstadt vergiftet und wie schnell jeder zu einer Hetzjagd bereit ist.

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  • Rezension - The truth about Alice

    The Truth about Alice

    Thebookquibbler

    07. January 2016 um 10:58

    Meinung Handlung Das Buch ist ein reines Spiel mit Vorurteilen und Stereotypen, welches mich mehr als einmal fast zur Weißglut gebracht hat. Aber genau dies scheint von der Autorin beabsichtigt zu sein. Ich hatte zwar das Glück, dass ich nie gemobbt wurde und, dass Mobben bei uns an der Schule auch kein großes Thema war, aber es ist leicht zu glauben, dass es an manchen Schulen so ausarten kann wie in Mathieus Roman beschrieben.  Vor allem das Thema Slut shaming war bei uns einfach nicht vorhanden. Hattest du Sex? Cool. Kein Sex? Auch cool. Dein Leben, deine Entscheidung. Das Buch spiegelt perfekt wieder, was wir schon aus vielen Teenie Filmen aus Amerika kennen, das beste Beispiel hierfür ist wohl Easy A (dt. Leicht zu haben) mit Emma Stone. Alice ist die Letzte, die an irgendwelchen Ereignissen des Buches auch nur ansatzweise die Schuld trägt, genau das ist es, was mich so fürchterlich aufgeregt hat, ihre Mitschüler bilden sich eine Meinung über sie und nichts kann sie davon abbringen ab sofort jeden Schwachsinn zu glauben, den sie hören. Leider wird ziemlich wenig über Alice in Erfahrung gebracht, bis auf die Gerüchte um welche es in dem Buch geht, was ich wirklich schade fand. Das Buch hat keinen fixen Handlungsstrang von A nach B, stattdessen werden immer wieder Vorfälle der 4 verschiedenen Erzähler beschrieben, welche am Ende die Geschichte ergeben. Schreibstil Die Sprache ist sehr einfach gehalten und die Sätze sind angenehm kurz, wer also Angst hat, dass Buch auf Englisch zu lesen kann beruhigt aufatmen ;) Vom Schreibstil her würde sich das Buch an jüngere Teenager richten, wenn der Inhalt nicht so heftig wäre, außerdem sollte erwähnt werden, dass einige Kraftausdrücke verwendet werde, wen so etwas stört sollte also lieber die Finger von dem Buch lassen. Was mir gefehlt hat waren verschiedene Arten des Schreibens für jeden Charakter. Es stimmt schon das Kurts Erzählweise anders war als die der restlichen Personen, aber eben diese 3 anderen Perspektiven, in welchen das Buch erzählt wurde, waren alle zu ähnlich. Anfangs konnte ich noch unterschiedliche Schreibweisen erkennen, aber im Laufe des Buches hat das aufgehört. Anzumerken ist jedoch, dass der ständige Perspektivenwechsel nicht störend ist und das obwohl ich Bücher mit mehr als einer Perspektive sehr ungern lese, wenn es dann sogar noch mehr als 2 sind lege ich das Buch meistens zurück ins Regal und lasse es verstauben. Aber Mathieu hat es geschafft, dass die Geschichte dennoch flüssig voranschreitet, was wahrscheinlich daran liegt, dass es sich nicht um eine chronologische Erzählung der Ereignisse aus verschiedenen Sichtweisen ist.   Charaktere Die Geschichte wird aus der Perspektive von vier verschiedenen Personen erzählt. Alice ehemals bester Freundin Kelsey, Kurt dem Nerd der Schule, Elaine das beliebteste Mädchen und Josh, der beste Freund von Brandon. Alle außer Kurt denken, dass sie mit den größten Problemen zu kämpfen und wirken mehr als unfreundlich. Lediglich Kurt hat einen Platz in meinem Herzen gefunden, was daran liegt, dass er der Einzige ist, der auf Alices Seite ist. Auch bei den erzählenden Personen haben wir es in dieser Geschichte mit den typischen Stereotypen aus Teenie Filmen zu tun. Cover Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, ich finde es passt gut zur Geschichte und ist wirklich gut gestaltet. Auch den Titel finde ich sehr gut, es war aber das Cover, das mich vom ersten Moment an sehr angesprochen hat. Fazit Auch wenn mich das Buch während dem Lesen eigentlich nur aufgeregt hat und ich es mehrmals gegen die Wand werfen wollte, so hat Mathieu es geschafft ein wirklich gutes Buch zu schreiben, welches viele Probleme in der Schule heutzutage anspricht, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch die Tatsache, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, wobei die Perspektive von Alice bis zum Schluss ausgelassen wurde, hat mich absolut nicht gestört, obwohl ich es schade finde, dass der Leser nicht mehr aus Alices Gedankenwelt erfährt. Auch der Verlauf der Geschichte nicht von A nach B, sondern kreuz und quer alles in Erfahrung bringt fand ich sehr passend für die Geschichte. Alles in allem würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es ist eine gut geschriebene Geschichte darüber, wie Gerüchte entstehen und wie oft solche Situationen dadurch verschlimmert werden, dass niemand etwas dagegen unternimmt.

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  • Contemporary Young Adult - Wir lesen zusammen englische Jugendbücher

    Hikari

    Hallo ihr Lieben, zum dritten Mal in Folge, da es viele schöne Leserunden gab, startet ein neues Jahr auch mit ein bisschen englischer Literatur. Contemporary YA heißt im Prinzip nur, dass es Jugendbücher mit einer realistischen Handlung sind, also kein Fantasy o.Ä. Der Ablauf ist sehr einfach: wir sammeln von Zeit zu Zeit Buchvorschläge bis zu einem bestimmten Termin jeder kann 1 oder 2 Bücher vorschlagen jeder der Teilnehmer vergibt unter den vorgeschlagenen Büchern Punkte insgesamt 3 Stimmen mit der Wertigkeit 3 Punkte, 2 Punkte und 1 Punkt das Buch, das die meisten Punkte erhält, besorgen sich dann alle, wenn sie es nicht schon haben, und wir lesen es hier zusammen in einer Leserunde natürlich muss man nicht mitmachen, wenn das gewählte Buch nicht gefällt Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach hier - dann gibt es schnellstmöglich eine Antwort. Für jede Leserunde gibt es dann später immer ein extra Leserundenthema. Bücher, die wir schon gelesen haben und daher nicht mehr vorgeschlagen werden können, sind: Elsewhere - Gabrielle Zevin (2012) The Future of Us - Jay Asher & Carolyn Mackler (2012) Babe in Boyland - Jody Gehrman (2012) Memoirs of an imaginary friend - Matthew Green (2012) The Death of Bees - Lisa O'Donnell (2013) My Life in Black and White - Natasha Friend (2013) Just one day - Gayle Forman (2013) Cracked - K.M. Walton (2013) Before I fall - Lauren Oliver (2014) Aristotle and Dante discover... - Benjamin A. Salenz (2014) AKTUELL: Leserunde beginnt: 15. Juni It's Kind of a Funny Story - Ned Vizzini

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  • Let's read in English 2015

    TinaLiest

    New year, new reading challenge: Let's read in English 2015! You love reading in English and you would like to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: our Let’s read in English Challenge! No matter how good your English skills are - don't be shy, join the fun and read some thrilling books in the original! Every month you have the chance to join a reading group for a funny, thrilling or romantic novel published by Penguin Random House UK, to discuss it with other readers in German or English and to earn points for writing a review. Also, you can earn points for every review you write about an English book (either in German or English). Thereby, you're totally free in your choice of books: there are no restrictions concerning author, genre, publisher or publishing date. You can find further information on the challenge and the prices here! Every month we will count your points and update the ranking on the website Let's read in English Challenge. It is important that you post the links to your reviews here. Reviews that aren't linked here will not be counted. Of course you can also chat with others, recommend books and ask questions in this topic. If you have specific questions about the challenge, feel free to write me a message! Now everything that is left to say: Ready, set, go! Let's start a year full of books and English and literature! Have fun! :)

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  • Berührende Geschichte

    The Truth about Alice

    Sunshine_Books

    06. March 2015 um 20:53

    Inhalt: Everyone knows Alice slept with two guys at one party. When Healy High star quarterback, Brandon Fitzsimmons, dies in a car crash, it was because he was sexting with Alice. Ask anybody. Rumor has it Alice Franklin is a slut. It's written all over the "slut stall" in the girls' bathroom: "Alice had sex in exchange for math test answers" and "Alice got an abortion last semester." After Brandon dies, the rumors start to spiral out of control. In this remarkable debut novel, four Healy High students tell all they "know" about Alice--and in doing so reveal their own secrets and motivations, painting a raw look at the realities of teen life. But in this novel from Jennifer Mathieu, exactly what is the truth about Alice? In the end there's only one person to ask: Alice herself. (Klappentext, Amazon) Cover: Einfach nur wow! Das Cover ist eins der besten, das ich in der letzten Zeit in der Hand hatte. Es ist wunderschön gestaltet! Titel: Der Titel passte ehr gut zu der Art, wie das Buch aufgebaut ist, denn im Grunde besteht es nur aus Gerüchten. Schreibstil: Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und behandelt mehrere Blickwinkel. Nur einer fehlt bis zum Schluss: Und zwar, der von Alice. Jeder der Protagonisten erzählt so nach und nach, was er glaubt zu wissen und es kristallisiert sich schon früh heraus, dass jeder eigentlich gar nicht so genau weiß, was passiert ist. Es war sehr angenehm zu lesen, auch wenn mir ein leichter Spannungsbogen gefehlt hat. Es ist sehr interessant und wirklich gut zu lesen, bleibt aber sehr gradlinig ohne viele Wendungen. Charaktere: Wir haben neben Alice vier Klassenkameraden, die zu Wort kommen. Josh, der beste Freund von Brandon, der bei einem Autounfall ums Leben kam, Elaine, die die Party, auf der alles anfing, veranstaltete, Kurt, der Schul-Nerd und Kelsie, Alice ehemalige beste Freundin. Alle waren sehr schön, allerdings auch klischeehaft ausgearbeitet, was jedoch sinnvoll für diese Story war, denn sie verschafften einem einen guten Rundblick. Erwähnenswert: Ein immer wieder aktuelles Thema, das hier schön verpackt wurde. Stuck in my Head: “I thought about the stall on the second floor that I'd heard students talking about, so recently covered in graffiti about Alice Franklin. They're calling it the Slut Stall.” (S. 88) Kriesenreif: Ich habe wie schon erwähnt einen ausgearbeiteteren Spannungsbogen vermisst. 50 Seiten mehr wären in diesem fall nicht schlecht geworden. Fazit: Tolles Cover, gute Story und ein Thema, das mal ohne mahnendem Zeigefinger besprochen wurde. Da das Buch nur 200 Seiten hat ist es schnell an einem Tag gelesen und definitiv einen Blick wert.

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  • Wie aus Stereotypen Menschen werden

    The Truth about Alice

    Wortmagie

    14. September 2014 um 12:50

    Ich liebe Geschichten, in denen eine Figur durch Rufmord zum Außenseiter oder zur Außenseiterin wird. Vorzugsweise Geschichten, in denen alle Charaktere Jugendliche sind. Ich weiß nicht, warum das so ist; vielleicht wirkt meine eigene Teenie-Zeit noch nach, in der ich eine deutliche Schwäche für High-School-Romantik-Filme hatte. Es kommt mir überhaupt nicht auf ein Happy End an, es fasziniert mich einfach, die Reaktionen der ProtagonistInnen zu beobachten. Der Nerd, der zum Amokläufer wird; die Schulschönheit, die ihren Status verliert; die Einzelgängerin, die erkennt, dass Beliebtheit nicht bedeutet, echte Freunde zu haben. Im Grunde bauen diese Geschichten alle auf dem gleichen Gerüst auf, aber ich kann nicht genug davon bekommen. Nicht alle Vertreter der Initiationsliteratur sind gut, doch bei „The Truth About Alice“ von Jennifer Mathieu hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Alice Franklin ist ein Flittchen, das weiß jeder. Schließlich hatte sie auf einer Party mit gleich zwei Jungs Sex. Außerdem ist sie eine Mörderin. Sie ist schuld daran, dass Brandon Fitzsimmons durch einen Autounfall ums Leben kam. Auch das weiß jeder. Und alle reden darüber. Vier Jugendliche erzählen alles, was sie über Alice wissen. Die Party, der Unfall – ein Mädchen, das in einer Abwärtsspirale aus Lügen, Verleumdungen und Halbwahrheiten gefangen ist, die völlig außer Kontrolle geraten. Was mit einem Gerücht begann, wird zur felsenfesten Überzeugung einer ganzen Stadt. Doch letztendlich kennt nur eine Person die Wahrheit: Alice selbst. Der Aufbau von „The Truth About Alice“ ist einfach genial. Die Protagonistin des Buches ist Alice Franklin, doch sie kommt bis zum Schluss nicht zu Wort. Stattdessen erklären vier ihrer MitschülerInnen die Ereignisse, die zu Alice‘ verhängnisvollem Absturz führten: Elaine, das beliebteste Mädchen der Schule; Josh, der den Unfall mit Brandon überlebte und dessen bester Freund; Kelsie, Alice‘ ehemals beste Freundin und Kurt, das stille Genie, der Alice seit Jahren aus der Ferne bewunderte. Für mich ging genau davon der Reiz dieses Buches aus, denn letztendlich geht es nicht um die Wahrheit, obwohl der Titel etwas anderes andeutet. Es geht einzig und allein um Projektionen. Alle Akteure haben unterschiedliche Gründe, ihre eigenen Unsicherheiten auf Alice zu übertragen. Daraus entwickelt sich eine Situation, die nichts mehr mit Alice als Persönlichkeit zu tun hat, sondern nur noch mit dem Konstrukt ihrer Person, das durch ein verselbstständigtes Geflecht aus Gerüchten entstand. Selbst Kurt, dem ich mich am verbundensten fühlte und der innerhalb der Geschichte eine gewisse Sonderrolle einnimmt, lässt sich von seinen Interpretationen täuschen und muss erst lernen, die tatsächliche Alice wahrzunehmen. Jennifer Mathieu ist Lehrerin und unterrichtet SchülerInnen, die sich genau in der Altersspanne ihrer Figuren bewegen. In „The Truth About Alice“ vermittelt sie, dass der äußere Schein selten den Tatsachen entspricht. Anfangs zeichnet sie ihre Charaktere als personifizierte Klischees, doch im Laufe des Buches schenkt sie ihnen echte Tiefe. Sie macht aus Stereotypen lebendige, glaubhafte Menschen. Ich kann mir vorstellen, dass Mathieu in ihrer beruflichen Laufbahn schon sehr oft miterleben musste, wie facettenreiche Jugendliche auf eine bestimmte Rolle reduziert wurden. Diese Verhaltensweise ist so traurig, ignorant und gefährlich, dass ich ihren Roman als Appell empfinde. Und tatsächlich überzeugte mich ihre Botschaft ebenso wie die Figuren als ihre Träger voll und ganz. Manchmal muss man im Leben erst alles verlieren, um das zu finden, was man wirklich braucht. Durch all das, was Alice angetan wurde, konnte sie das wahrhafte Wesen der Menschen in ihrem Umfeld erkennen. Diese Lehre ist unbezahlbar und ohne zu viel verraten zu wollen, denke ich, dass auch Alice das schlussendlich so betrachtete. „The Truth About Alice“ hat mir als Vertreter der Initiationsliteratur ausnehmend gut gefallen. Die Idee, fast ausschließlich aus der Perspektive anderer Personen über die Protagonistin zu schreiben, ist fabelhaft und veranschaulichte die Beziehungen zwischen Jugendlichen eingängig und nachvollziehbar. Ich fand es absolut spannend, mir immer wieder vorzustellen, dass Jennifer Mathieu diese Beziehungen jahrelang beobachtete und die Essenz ihrer Beobachtungen nun niederschrieb. Dabei hat sie einen sehr angenehmen Schreibstil, der es mir ermöglichte, mich in alle Charaktere hineinzuversetzen. Wer wie ich Freude an YA-Außenseiter-Romanen hat, liegt mit „The Truth About Alice“ goldrichtig. Es ist echt, es ist lebendig, es ist mitreißend. Taucht in die Geschichte ein und findet die Wahrheit über Alice heraus.

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