All die verdammt perfekten Tage

von Jennifer Niven 
4,2 Sterne bei35 Bewertungen
All die verdammt perfekten Tage
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

meisterlampes avatar

Sehr bewegende Geschichte um zwei Teenager,die es nicht einfach im Leben haben,sich davon aber nicht unterkriegen lassen.Absolut hörenswert!

Seaices avatar

Sehr schön erzählt, Sprecher haben die Charaktere ideal verkörpert. Eine traurig-schöne Geschichte!

Alle 35 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "All die verdammt perfekten Tage"

Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
Annina Braunmiller und Patrick Mölleken fangen die Atmosphäre dieses gleichermaßen zauberhaften wie tragischen Romans auf zutiefst berührende Art und Weise ein.
(2 mp3-CDs, Laufzeit: 8h 25)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783837131444
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstiges Audio-Format
Umfang:0 Seiten
Verlag:Random House Audio
Erscheinungsdatum:28.12.2015
Das aktuelle Buch ist am 21.08.2017 bei Blanvalet erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne12
  • 4 Sterne19
  • 3 Sterne4
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    meisterlampes avatar
    meisterlampevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr bewegende Geschichte um zwei Teenager,die es nicht einfach im Leben haben,sich davon aber nicht unterkriegen lassen.Absolut hörenswert!
    All die verdammt perfekten Tage

    Klappentext:
    Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will 
    Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

    Meine Meinung:

    Highschool-Drama um Violet, die bei einem gemeinsamen Autounfall ihre Schwester Elenor verloren hat und Theodore „Freak“ Finch, dessen Vater die Familie verlassen hat. Beide begegnen sich auf dem Glockenturm, es kann später nicht genau gesagt werden, wer wen vor dem Sprung bewahrt hat. Beide Teenager flüchten sich in ihre eigene Welt: auch Monate nach dem Unfall ist Violet „noch nicht so weit“ und Theodore ist (gefühlt) immer wach.
    Violet und Theodore erzählen ihre Geschichten im Wechsel, die nach kürzester Zeit zusammenlaufen, weil sie Interesse aneinander bekunden.
    Sie zitieren Virginia Woolf und Narnia, wenn sie chatten und teilen gemeinsames Interesse an verrückten Rekordhaltern (ein Deutscher hält den Rekord im Luftanhalten; die größte Frau der Welt und einer der größten Männer stammen aus Indiana, etc.)
    Ein Schulprojekt lässt Violet und Finch u.a. den höchsten Berg Indianas erwandern; beide finden am Abend, unabhängig voneinander, dies sei der beste Tag überhaupt gewesen. Im weiteren Verlauf des Projektes vertrauen sie einander immer mehr und auch an, was sie sonst keinem erzählen; beide gestehen sich (ein), dass sie sich zueinander hingezogen fühlen und sie verbringen sogar eine Nacht auf dem Tower. Tragisch für Violets Eltern, die bereits eine Tochter verloren haben, als Violet es versäumt, sich abzumelden. Finch verstand sich bis dato gut mit Violets Eltern, jetzt wollen sie eine Verbindung verbieten.

    Es macht einfach Spaß, den beiden Erzählern, die wunderbare Stimmen haben, zuzuhören. Auch wenn das Teenager-Leben von Violet und Finch nicht immer einfach ist, aber warum sollte das Leben einfach sein?, finde ich es ganz toll, dass beide ihr Leben nach  ihren eigenen Regeln leben und sich nichts von anderen vorschreiben lassen. Finch will weder seinen Vater besuchen, noch mag er dessen neue Frau und den Sohn, der möglicherweise sein Bruder ist. Nur mit seinen Schwestern und der Mutter kommt er klar. Violet will nicht immer daran  erinnert werden, dass Eleonors Tod im Vordergrund für alles steht. Der Tod eines Kindes (oder hier Schwester) ist zwar tragisch und für immer schmerzhaft, aber das Leben geht trotzdem weiter.
    Obwohl doch recht makaber, fand ich Finchs Statistik über Selbstmörder und wer sich bevorzugt wie umbringt, doch ziemlich amüsant. Muss ich mir jetzt Gedanken übers Erhängen machen, weil ich braune Augen habe? Finch entdeckt, dass er nicht der einzige Freak an der Schule ist, dass noch andere Mitschüler(innen) Geheimnisse haben...doch irgendwann ist Finch „weg“. Alle machen sich Sorgen, gelegentlich meldet er sich bei dem einen oder anderen. Bis kurz vorm Ende waren mir sowohl Theodore als auch Violet sehr sympathisch, aber Theos letzte Entscheidung bringt ihm kleine Minuspunkte bei mir ein. Diesmal hat er nur an sich gedacht und nicht überlegt, was es für seine Familie, Freundin, Freunde bedeutet. Es war auf jeden Fall  äußerst interessant und auch spannend, zu hören, wie die Leute (Familie, Freunde, Bekannte) mit der Situation umgehen, was sie denken, was sie bewegt und vor allem, warum es alles so gekommen ist. Es war ein Hörbuch, dass ein wenig aus der „Reihe tanzt“, weil nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern das Leben von jungen Leuten auch mal von einer anderen Seite aus betrachtet und zeigt, welche Gedanken, Ängste und Probleme diese durchaus haben. Besonders stark fand ich Violet, als sie ihren Eltern erklärt, dass man sowohl über Eleonor und auch über Finch reden kann und soll, auch wenn es manchmal weh tut und dass sie es einfach verdient haben, nicht übergangen oder vergessen haben, sondern in Gedanken weiterleben. Manche Stellen haben mich einfach berührt und bewegt und ich kann guten Gewissens 5 Sterne für dieses „verdammt perfekte“ Hörbuch vergeben.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Gelegenheitsleserattes avatar
    Gelegenheitsleserattevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wundervolle Geschichte, die super schön von den Lesern zum Leben erweckt wird.
    Tragisch und wunderschön zugleich erzählt J. Niven eine Geschichte über Leben, Tod und die Liebe

    Finch und Violet treffen sich das erste Mal oben auf einem Turm. Am Abgrund. Sie ziehen sich gegenseitig zurück ins Leben, er hilft ihr nachdem ihre Schwester gestorben ist, wieder neuen Lebensmut zu schöpfen. Sie unternehmen zusammen eine Reise, die sie ins Leben, zum Tod und zur Liebe, die beides verbindet, bringt.

    Ich bin ja eigentlich kein Fan von Liebesgeschichten, aber die Geschichte der beiden hat mich wirklich verzaubert. 
    Jennifer Niven beschreibt sehr schön die tragische, schöne und auch fesselnde Geschichte von Finch und Violet, was beim Hörbuch durch die beiden Sprecher, die jeweils die Sicht von Violet und Finch lesen, sehr schön und gefühlvoll ausgedrückt wird. Die Leser lesen sehr angenehm und die Stimmen passen gut zu den Personen.
    Die Geschichte ist spannend und es sind viele tolle Ideen darin, die dem Ganzen etwas tiefgründiges und berührendes verleihen. Einige Wendungen sorgen für Abwechslung. 
    Das Hörspiel eignet sich super um zu malen oder einfach still dazu sitzen und zu zu hören, man kann sich super die beschriebenen Orte vorstellen und die Beiden auf ihrer Reise begleiten.

    Auch das Cover ist wunderschön gestaltet und gefällt mir sehr gut.

    Ein tolles Buch über das Leben und was es lebenswert macht und über die Liebe zwischen zwei Menschen, die mit dem Leben abgeschlossen haben.

    Ich gebe 5 von 5 Sternen, weil die Geschichte an sich wunderschön erzählt wird, die Personen einzigartig und toll gestaltet sind, die Leser  sehr gut lesen, das Cover schön ist und das passende Ende.

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    Gwees avatar
    Gweevor 2 Jahren
    Ein sensibler Roman zur Thematik Selbstmord

    Dieses Hörbuch hat ein schlichtes, aber dennoch Aufmerksamkeit erregendes Cover. Derzeit scheint es ein Buch zu sein, das man gelesen haben sollte. Die Kurzbeschreibung trifft das Buch sehr gut und lässt eigentlich keine weiteren Fragen offen. Würde es hier mehr um Spannung gehen, wäre er mir vielleicht zu informativ und vorausschauend, aber so ist er der Thematik angemessen und vermittelt einen guten Eindruck vom Inhalt. Generell gefällt mir die Aufmachung des Hörbuchs, da keine Plastikhülle verwendet wurde, die schnell kaputt gehen könnte. Es gibt 2 MP3-CDs.

    Dies ist ein Jugendbuch der besonderen Art, denn es geht um ein heikles Thema: Dem Wunsch zu sterben. Und dieses Thema ist es auch, das die beiden Protagonisten verbindet. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch für Finch ist Violet wie ein rettender Strohhalm, an dem er sich festzuklammern versucht. Violet wiederum ist völlig in ihre eigene Welt abgetaucht. Zusammen müssen sie schließlich an einem Schulprojekt arbeiten, das die beiden zusammenschweißt. Jennifer Niven ist es überraschend gut gelungen die Thematik in ihrem Roman zu verweben, ohne dass es vielleicht übertrieben schwerfällig wirken würde. Im Gegenteil: Es ist eine Alltagsgeschichte wie sie jedem Jugendlichen passieren könnte, nur dass es nicht locker leicht ist, da beide Charaktere düstere Gedanken mit sich herumtragen. Schön fand ich vor allem die vielen Zitate, die Violets und Finchs Beziehung unterstreichen und die sie sich gegenseitig sagen und schreiben.

    Finch ist ein Charakter, mit dem ich mich schwer identifizieren konnte, aber dennoch ist er irgendwie sympathisch. Man lernt ihn als impulsiven und spontanen Menschen kennen. Teilweise ist er sogar etwas zu aufdringlich, aber irgendwie immer auf eine charmante Art. Und während man seiner Geschichte lauscht, ist es schwer zu glauben, dass ein Junge wie er vom Glockenturm springen wollte. Bei Violet wiederum stellt sich die Frage gar nicht erst. Sie lernen wir als eine ruhige Person kennen, die in sich versunken ist und ihrer Schwester nachtrauert, ein zerbrochener Mensch. Sie hat jeglichen Lebenswillen verloren. Mit ihr konnte ich mich besser identifizieren und ihre Handlungen auch nachvollziehen. Dennoch sind beide sehr tiefgründig ausgearbeitet und man lernt sie über das ganze Hörbuch hinweg kennen. Die Ironie dabei ist, dass sie sich gegenseitig trotz ihrer wachsenden Beziehung kaum zu kennen scheinen. Zunächst ist es Finch, der Initiative zeigt, um mit Violet Zeit zu verbringen, doch dieses Verhältnis kippt nach einiger Zeit. Ein bisschen schade fand ich es wie blass ihre Beziehung bleibt, aber irgendwie war es auch passend. Die restlichen Charaktere bleiben größtenteils eher Stereotype, auch wenn sich das gegen Ende hin trotzdem ein bisschen ändert.

    Die beiden Sprecher machen ihre Arbeit großartig. Aufgefallen ist mir das Hörbuch erst durch die Sprecherin Annina Braunmiller, die vielen als Bella aus den „Twilight“-Filmen bekannt sein dürfte. Dennoch musste ich während des Hörens kein einziges Mal an ihre andere Rolle denken. Sie schafft es großartig Violet eine Stimme und Leben einzuhauchen. An Patrick Mölleken musste ich mich erst gewöhnen, aber wenn man erst einmal in die Geschichte vertieft ist, könnte niemand ein besserer Finch sein als er. Manchmal hatte ich bei beiden allerdings Schwierigkeiten zu erkennen, ob sie gerade mit jemandem reden oder nur denken, denn gerade Finch neigt oft dazu Dinge zu sagen, die die meisten nicht aussprechen würden. Aber im Gesamten konnte man dem Verlauf gut folgen.

    Die Atmosphäre des Romans ist durchgehend eher düster und beklemmend und schafft es damit schnell den Hörer in seinen Bann zu ziehen. Das Ende ist unerwartet, aber gelungen. Mich persönlich hat das Buch über die letzten Kapitel hinweg sehr bewegt, während ich am Anfang noch Probleme hatte mich in der Geschichte zurechtzufinden. Ein Unterhaltungsroman, den man mal locker weg liest – oder in diesem Falle hört – ist dies gewiss nicht, regt dafür aber umso mehr zum Nachdenken über das eigene Leben an. Und geht einem so schnell nicht aus dem Kopf. Ich bin überrascht und begeistert zugleich, was der Autorin mit ihrem Roman gelungen ist. Dennoch muss ich sagen, dass mir etwas mehr Tiefgang dennoch lieber gewesen wäre.

    Fazit:
    „All die verdammt perfekten Tage“ hat eine düstere Grundstimmung, die den Ton angibt und das Thema „Selbstmord“ gut einfängt. Ich persönlich kann das (Hör-)Buch nur jedem empfehlen, der sich mit dieser Art von Thema auseinandersetzen möchte. Es malt mit den Emotionen der Charaktere und schafft dabei eine dezente und unaufdringliche Geschichte, die den Leser aufgewühlt zurücklässt.

    Gesamt: 4/5

    Inhalt: 5/5
    Charaktere: 3/5
    Sprecher: 4/5
    Hörspaß: 4/5

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Florentinejos avatar
    Florentinejovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich schönes Buch, das bei einer Liebesgeschichte trotzdem nicht die philosophische Seite des Lebens vernachlässigt.
    Ach Finch...


    Äußerlichkeiten

    Das Hörbuch gefällt mir schon vom Ansehen sehr gut. Es ist eine ziemlich schlichte Aufmachung. Das Cover macht neugierig, wirkt aber nicht zu überladen.

    Charaktere

    Violet

    Violet wirkt sehr intelligent, aber zugleich auch hilflos. Sie macht während der Geschichte eine unglaubliche Wandlung durch. Das vormals verzweifelte Mädchen lernt mit Finchs Hilfe das Leben mit all seinen Facetten kennen.

    Finch

    Im ersten Moment hat er einen komischen Eindruck auf mich gemacht. Doch man merkt, dass er sehr philosophisch ist. Er denkt zu viel nach und das wird ihm vielleicht zum Verhängnis. Nicht ganz nachvollziehbar ist seine Todessehnsucht.

    Auch Finch macht eine Wandlung durch, die mich alerdings sehr überrascht hat. Er ist nicht mehr der Junge, der auf dem Glockenturm stand. Und doch ist von diesem Finch auch noch ein bisschen übrig.

    Erzählperspektive

    Die Erzählperspektive ist wirklich interessant. Es sind abwechselnde Ich-Erzähler, Violet oder Finch. Im Hörbuch wird das gut durch die verschiedenen Sprecher deutlich. Die anderen Charaktere treten immer in diesem Monolog auf. Dadurch, dass die Geschichte im Präsens verfasst ist, hat man das Gefühl, immer ganz nah am Geschehen zu sein.

    Authenzität

    Die Geschichte ist durchaus authentisch. Wie die meisten Jugendgeschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Charaktere haben Schwächen und Stärken, es sind keine „Super-Menschen“. Teilweise sind ihre Handlungen aber nicht nachvollziehbar. Beide sind Gequälte, gehen mit ihren Erlebnissen aber unterschiedlich um. Das Ende kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Das hätte ich auf keinen Fall erwartet. Aber das Leben geht manchmal komische Wege. Und selbst aus so einem Schock macht Jennifer Niven noch etwas Philosophisches, Lebensbejahendes.

    Gesamteindruck

    „All die verdammt perfekten Tage“ hat mir wirklich sehr gut gefallen und die lange Autofahrt bis zur Ostsee versüßt. Gerade in der letzten Stunde des Hörbuchs hatte ich oft Tränen in den Augen. Ein wenig Zeit brauchte ich, bis ich mich an die Stimmen der Sprecher gewöhnt hatte. Besonders Patrick Mölleken hat mir am Anfang gar nicht gefallen. Aber im Laufe des Hörbuchs habe ich mich mit seiner Stimme angefreundet und sie passt wirklich gut zu Finchs Charakter.

    Ich kann sowohl das Buch aufgrund der Geschichte als auch das Hörbuch aufgrund der guten Auswahl der Sprecher weiterempfehlen. Man sollte Spaß an Liebesgeschichten und Philosophie haben.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    NiWas avatar
    NiWavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine etwas aufgesetzte, aber zarte Liebesgeschichte, die von den schwierigen Seiten des Lebens und dem Umgang mit Trauer erzählt.
    In den emotionalen Abgrund hinab

    Finch schaut vom Glockenturm aus in den Abgrund hinab und fragt sich, ob ein perfekter Tag zum Sterben ist. Aber auch Violet ist offenbar aus einer ähnlichen Motivation dort oben aufgetaucht. Statt sich einzeln in die Tiefe zu stürzen, versuchen sie gemeinsam wieder nach unten zu kommen.

    Obwohl dieses Buch allerorts in hohen Tönen gelobt wird, kann ich mich dem nicht ganz anschließen. Ja, es ist eine schöne Geschichte, sie ist traurig und teilweise herzzerreissend, doch sie hat mich nicht vollkommen überzeugt.

    Die Geschichte wird abwechselnd von den Protagonisten Finch und Violet erzählt, wobei sich die Handlung auf ihre Freundschaft, gegenseitige Zuneigung sowie Unterstützung und Selbstmordgedanken stützt.

    Laufend werden Statistiken zu Selbstmordarten eingestreut, die Finch trocken schildert und über die er nachdenkt. Denn er hat ein ausgeprägtes Interesse daran und beschäftigt sich ständig damit.

    Der Junge selbst ist ein schwieriger Charakter, der mir im Verlauf der Handlung immer mehr auf die Nerven ging. Eigentlich stellt es sich so dar, als ob er ein Jugendlicher auf einem Selbstfindungstrip ist, was im Grunde genommen völlig in Ordnung ist. Jedoch hat er nicht nur eine Neigung zu diversen Selbstmordarten und Statistiken, die im Jugendalter gar nicht so abwegig ist, sondern zudem eine äußerst ungesunde Haltung sich selbst, anderen und dem Leben gegenüber, was mich rasch zu einer laienhaften Ferndiagnose verleitet hat, die sich im späteren Verlauf der Geschichte sogar bestätigt hat.

    Violet hat es ebenfalls schwer, weil sie den Unfalltod ihrer Schwester verarbeiten muss und sie die Oberflächlichkeit ihres bisherigen Lebens zum Zweifeln bringt. Da scheint der charmant-witzige Finch ein wahrer Lichtblick zu sein.

    Beide Jugendliche haben nicht nur vom Glockenturm dem Tod ins Auge gestarrt, sondern befinden sich in psychologischer Betreuung und daher kann ich einfach nicht nachvollziehen, dass keiner merkt, was hier vor sich geht. Natürlich sagen Jugendliche nicht die Wahrheit, wenn sie einem Psychologen gegenübersitzen - wie übrigens die meisten Erwachsenen auch - aber ein Profi hätte meiner Meinung nach schon viel, viel früher ernsthaft Alarm geschlagen und es gar nicht so weit kommen lassen.

    Die Traurigkeit liegt also nicht nur im Schicksal der Jugendlichen, in ihren Bewältigungsstrategien und dem Versuch sich gegenseitig zu stützen, sondern im sozialen Umfeld, das hier vollkommen versagt hat.

    Trotzdem gefällt es mir, wie Finch und Violet gemeinsam versuchen, dem depressiv-apathischen Sog ihres Daseins zu entgehen und sich dazu auf eine emotionale Wanderschaft quer durch ihren Bundesstaat begeben.

    Die Erzählung ist sehr emotional aufgebaut und konnte mich trotzdem nicht tief genug berühren. Die Situation von Finch und Violet hat auf mich zu realitätsfern gewirkt, sodass ich ihnen nicht glauben und mich nicht ganz auf sie einlassen konnte. Entweder bin ich zu kaltherzig oder die Geschichte war mir zu aufgesetzt, wobei es wahrscheinlich eine Mischung aus beiden Gründen ist.

    Wenn ich diese Aspekte nicht weiter berücksichtigte, bleibt aber trotzdem eine sehr schöne, zarte Liebesgeschichte, die von den schwierigen Seiten des Lebens, dem Erwachsenwerden und dem Umgang mit Trauer erzählt.

    Kommentare: 8
    103
    Teilen
    Tine_1980s avatar
    Tine_1980vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schöne Geschichte trotz des schwierigen Themas!
    Schwieriges Thema mit guter Umsetzung!

    Finch und Violet besuchen die gleiche Schule, doch das erste Mal begegnen sie sich auf dem Glockenturm, als Finch sich überlegt, ob heute ein guter Tag zum Sterben ist. Dabei bemerkt er, dass er nicht alleine ist, den Violet hatten ähnliche Gedanken.
    So lernt Violet von Finch, das Leben zu genießen und auszukosten und freundet sich so langsam damit an, die Überlebende zu sein. Doch Finch geht genau in die andere Richtung.

    Die Geschichte ist mit einer guten Grundidee bedacht, doch teilweise plätschert sie etwas vor sich hin. Selbstmord ist ganz bestimmt kein einfach abhandelbares Thema und wurde auch gut umgesetzt, doch lief es für mich manchmal zu schnell und manchmal zu langsam dahin. Teilweise musste ich einige Abschnitte öfters hören, da mich die Geschichte nicht so gefesselt hat und ich gar nicht wusste, was ich gerade gehört habe.
    Ab dem letzten Drittel und der überraschenden Wendung nahm die Geschichte für mich an Fahrt auf.

    Finch, der in der Schule verschriene "Freak" wurde sehr gut dargestellt, man konnte mit ihm mitfühlen und ich fand es wunderbar, wie er Violet wieder den Lebenswillen gegeben hat. Er hat sich eben nicht angepasst und sein Ding durch gezogen, was ihn aber für mich sehr sympathisch gemacht hat.
    Auch seine ganzen Familienverhältnisse sind heftig, dass er zum Beispiel erzählt sein Vater sei tot, obwohl seine Mutter nur getrennt ist oder das die Schwester in der Schule entschuldigt und so viele weitere Sachen.
    Violet war für mich blasser dargestellt. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen, wie sie und ihre Familie mit dem Verlust von Eleanor zurechtkommen mussten, aber gegen Finch hat sie einfach die schlechteren Karten.
    Sie war in ihrer Familie total behütet und man kann die Ängste der Eltern nach dem Verlust der einen Tochter schon verstehen, aber anderseits müssen sie doch auch merken, dass ihre Tochter aufblüht.

    Die letzten Kapitel haben mir an diesem Hörbuch besonders gut gefallen, hier waren nochmals sehr viele Gefühle verbaut, die das Ganze nochmals von 3 auf 4 Sterne hochgepusht haben.

    Auch die Sprecher fand ich für die beiden Charaktere super gewählt und hab mich mit ihnen sehr wohl gefühlt. Finch eher etwas imposanter und Violet mit einer ruhigeren Stimme.

    Die Geschichte hat ein schwieriges Thema, das gut umgesetzt ist. Mit viel Gefühl wird die Annährung von Finch und Violet beschrieben. Dennoch konnte es mich nicht vollends begeistern und ich habe mir manchmal schwer getan, der Erzählung zu folgen. Zum Ende hin kam Fahrt in die Geschichte, dass mich wieder für die vorherige Langatmigkeit entschädigt hat.

    Kommentieren0
    70
    Teilen
    Ichbinswieders avatar
    Ichbinswiedervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: eine kurzweilige, lustige, liebreizende, tiefsinnige Tragikromanze
    Sehr hörenswert

    Dieses Hörbuch bewegte mich von Anfang an, und es lag nicht nur am Grund des Zusammentreffens von Violet und Finch. Irgendwie schien es keine Frage zu sein, warum sie auf dem Dach der Schule standen, und trotzdem wusste man es nicht ganz genau. Fakt ist, und damit verrate ich vermutlich nicht zu viel, dass einer dem anderen scheinbar das Leben rettete.
    Im folgenden ergab sich, was an jeden Ort hätte passieren können – man zerriss sich das Maul über dieses Ereignis und gab sich wilden Spekulationen hin. Dabei erfuhr ich schon einiges über die beiden Hauptpersonen, trotzdem blieb auch vieles noch im Dunklen.
    Doch das ist nur die Nebenhandlung, denn für Violet und Finch ist die Geschichte noch lange nicht beendet, sie nimmt nur eine erste Wende. Was dann für beide folgt ist eine wunderbare Reise im wahrsten Sinn. Hier wurde es mir möglich die beiden und ihren persönlichen Hintergrund noch besser kennen zu lernen. Es war aber auch der Anfang einer bezaubernden Freundschaft, in der eine, wie auch immer geartete Verbundenheit und zarte Liebe zu Tage trat. Da beide aber sehr unterschiedliche Charaktere waren, wurde es nicht so stereotyp wie es zunächst schien. Die Geschichte ließ mich oft lächeln, aber es wurde auch manchmal wunderlich, ließ mich mitfühlen, traurig sein, innehalten und nachdenken.
    Ich mochte beide Charaktere sehr, denn sie waren sehr eigen und harmonierten doch so gut zusammen. Besonders Finch erweckte vor allem nicht den Eindruck, den seine Schulkameraden anfangs von ihm vermittelten. Daher war nicht zuletzt er es, der die Geschichte besonders lebendig gestaltete. Doch trotzdem ist nicht immer alles wie es scheint, noch wie man es sich wünscht, und er überraschte mich im Verlauf der Erzählung positiv und negativ zugleich.

    Die Sprecher, Annina Braunmiller-Jest und Patrick Mölleken, haben dieses Hörbuch hervorragend umgesetzt. Sie halten ein sehr gutes Sprechtempo ein und betonen an den richtigen Stellen, ohne dass die Situationen übertrieben wirken.

    Hier bekommt man eine kurzweilige, lustige, liebreizende, tiefsinnige Tragikromanze. Sehr hörenswert!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Manja82s avatar
    Manja82vor 3 Jahren
    ein emotionales Hörbuch mit schwierigen Themen

    Kurzbeschreibung
    Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will
    Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
    (Quelle: Random House Audio)

    Meine Meinung
    Theodore Finch hat vor sich vom Glockenturm seiner Schule zu stürzen. Er denkt er steht dort alleine. Doch dem ist nicht so. Mit ihm da oben ist Violet Marley. Auch sie möchte nicht mehr leben. Doch genau das kann Theodore nicht zulassen und so rettet er Violet davor zu springen.
    Eigentlich könnte nun alles normal weiterlaufen, doch Violet geht Theodore nicht mehr aus dem Kopf. Als die Schüler für ein Projekt die interessantesten Plätze Indianas aufsuchen sollen dreht Theodore es so, dass er mit Violet in einem Team arbeitet. Die beiden erleben schöne Tage miteinander und Violet findet immer mehr zurück ins Leben. Theodore aber tut sich immer schwerer …

    Das Hörbuch „All die verdammt perfekten Tage“, nach dem gleichnamigen Taschenbuch von Jennifer Niven, hat mich neugierig gemacht. Ich war wirklich gespannt darauf was mich in der Geschichte wohl erwarten würde.

    Theodore war mir wirklich sympathisch. Er sammelt Wortfetzen, wirkt vielleicht etwas zynisch und sarkastisch. Für die Mitschüler ist Theodore ein Freak und hat bereits mehrfach versucht sich umzubringen.
    Violet ist eigentlich das komplette Gegenteil von Theodore. Sie hat ihre Schwester bei einem Autounfall verloren. Und genau darunter leidet Violet. Sie sieht keine Perspektive mehr. In der Schule ist Violet beliebt, sie versteckt sich aber vor Herausforderungen. In der Schule und im Freundeskreis hat man Verständnis für sie, nimmt man Rücksicht. Nur Finch provoziert Violet.

    Der Stil der Autorin ist locker und flüssig. Die beiden Sprecher Annina Braunmiller & Patrick Mölleken wissen wie sie diesen Stil umzusetzen haben, damit der Hörer eingefangen wird. Sie bringen die Charaktere glaubhaft und authentisch rüber, hauchen ihnen Leben ein. Ich persönlich mag Annina Braunmiller besonders gerne, sie hat etwas in ihrer Stimme das mich fasziniert.
    Die Handlung gefiel mir gut. Sie ist zum einem emotional aber auch traurig. Zu Beginn empfand ich manche Stellen auch recht amüsant, doch die depressive, bedrückende Stimmung kehr rasch zurück.
    Jennifer Niven beschreibt ihre Geschichte tiefgründig und berührend. Ab und an aber gab es die eine oder andere Länge, die dann aber doch immer wieder von interessanten Passagen abgelöst wurden.
    Ins Geschehen eingearbeitet sind auch schwierige Themen wie Mobbing und Suizid aber auch Freundschaft ist ein Thema. Jennifer Niven schafft es hier behutsam auf diese heiklen Themen einzugehend

    Das Ende ist passend, wenn auch etwas vorhersehbar. Es hat mich doch auch ziemlich kalt erwischt, das geb ich zu. Man muss es verdauen, auf sich wirken lassen, es macht das Hörbuch rund.

    Fazit
    Zusammenfassend gesagt ist „All die verdammt perfekten Tage“ nach dem gleichnamigen Roman von Jennifer Niven ein emotionales Hörbuch das schwierige Themen beinhaltet.
    Die glaubhaft gestalteten Charaktere, der gefühlvolle Stil der Autorin und eine Handlung, die durch die toll gewählten Sprecher wirklich authentisch und glaubhaft rüberkommt und den Hörer berührt, haben mir hier tolle Hörstunden beschert.
    Durchaus hörenswert!

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    lenisveas avatar
    lenisveavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Hörerlebnis mit einer tragischen Liebesgeschichte
    All die verdammt perfekten Tage

    Zum Inhalt: Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden… Annina Braunmiller und Patrick Mölleken fangen die Atmosphäre dieses gleichermaßen zauberhaften wie tragischen Romans auf zutiefst berührende Art und Weise ein. Meine Meinung: Als erstes möchte ich einmal auf die Stimmen zu sprechen kommen, denn ein Hörbuch steht und fällt meiner Meinung nach mit den Sprechern. Bei diesem Hörbuch muss ich sagen, passte alles sehr gut zusammen. Die Stimmen waren angenehm und passend zur Geschichte, es wurde für mich sogar die Gefühlslage der Protagonisten durch die Stimme der Sprecher deutlich. Meiner Meinung nach ist auch gut rüber gekommen, dass es Violet nach und nach immer besser ging, was bei Finch leider nicht so war. Man hat bei dieser tragischen Liebesgeschichte einfach mit gelitten, zum Ende hatte ich richtig Beklemmungen, das letzte Kapitel anzuhören. Ich habe es nicht bereut, bei dieser Geschichte zum Hörbuch gegriffen zu haben, die Sprecher haben die Geschichte sehr gut rüber gebracht. Alles in allem hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen, ich kann auf jeden Fall eine Kauf- und Hörempfehlung geben, von mir bekommt das Buch/Hörbuch 4,5 Sterne.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    krissyschs avatar
    krissyschvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr berührend erzählt, dabei aber auch sehr authentisch. Hat mir sehr gefallen.
    Sehr berührende und authentische Geschichte

    "Ist heute der perfekte Tag zum Sterben?" fragt sich Finch, während er auf dem Schuldach steht und in den Abgrund blickt. Die Welt um ihn herum scheint ihn einfach nicht zu Verstehen und er hat das Gefühl, einfach zu Springen wäre die beste Lösung all seiner Probleme. Doch plötzlich sieht er, dass er nicht allein ist. Ausgerechnet Violet Maki, eines der hübschesten und beliebtesten Mädchen der Schule, steht ebenfalls auf dem Dach und überlegt zu Springen. Das bringt ihn dazu, sein Vorhaben noch einmal zu Überdenken und Violet ebenfalls davon abzuhalten. Und von da an wird Violet, die Finch zwar dankbar ist, aber nichts mit ihm zu tun haben will, diesen nicht mehr los. Denn Finch möchte auf jeden Fall herausfinden, warum Violet auf diesem Dach stand. Denn ihr Leben scheint doch vollkommen perfekt. Oder?

    Dieses Buch klang für mich nach einer bewegenden und traurigen Geschichte, denn zwei Jugendliche, die sich beide das Leben nehmen wollen, sind für mich ein sehr ernstes Thema. Daher habe ich mich dazu entschieden, das Buch als Hörbuch zu hören und auf diese Weise die Geschichte von Violet und Finsch kennen zu lernen, da ich eine solche Geschichte lieber hören als lesen wollte. Und das war für mich eine gute Entscheidung.

    Das Hörbuch wird von Annina Braunmiller und Patrick Mölleken gelesen, welche für mich die perfekten Sprecher für die Rollen von Violet und Finch sind. Die Stimmen harmonieren sehr miteinander und dadurch, dass die beiden Charaktere von jeweils unterschiedlichen Sprechern gelesen werden, kommt noch einmal eine zusätzliche Abwechslung in die Geschichte. Außerdem haben es beide Leser geschafft, die Charaktere perfekt zu verkörpern, ihre Gefühle mit in ihre Stimme einfließen zu lassen und so die vielen Gefühle und auch die Traurigkeit der Charaktere zu transportieren. Für mich waren die beiden daher die perfekte Wahl für diese Rollen.

    Auch inhaltlich hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen. "All die verdammt perfekten Tage" ist eine ganz wunderbar berührende Geschichte, die ein ernstes Thema anspricht und mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Noch lange nachdem ich das Hörbuch gehört hatte, musste ich an FInchs und Violets Geschichte denken und das spricht für mich eindeutig für eine wunderbare Geschichte.

    Der Anfang war für mich, zugegebenermaßen, etwas zu langatmig. Nachdem sich Violet und Finch auf dem Dach kennen gelernt haben, nähern sie sich nur sehr langsam aneinander an, was zwar realistisch und nachvollziehbar ist, mir aber trotzdem als Hörer ein klein wenig zu langsam ging, da in dieser Zeit auch nicht viel anderes passierte. Trotzdem fand ich diesen Teil nicht schlecht, denn man lernte die beiden Charaktere auch besser kennen und bekam langsam eine Ahnung, warum beide so anders sind.

    Die zweite Hälfte hat mir schließlich umso besser gefallen, denn auch wenn die Geschichte weiterhin eher ruhig bleibt, so passiert dennoch etwas mehr und die Geschichte wird immer tiefgründiger, aber auch bewegender.

    Besonders schön fand ich, dass sowohl Protagonisten als auch Handlung sehr authentisch waren. Violet und Finch wirken realistisch, ihr Verhalten ist nachvollziehbar und ich konnte aufgrund Violets Vorgeschichte und Finchs Erkrankung auch ihre Entscheidungen verstehen. Die Autorin verschönigt diese ernsten Themen nicht, schafft es aber auf ihre eigene Weise, die Geschichte schön und traurig zugleich werden zu lassen.

    "All die verdammt perfekten Tage" ist keine seichte Liebesgeschichte, sondern ein tiefgründiger Roman über das Kennenlernen, über Krankheit und Trauer, aber auch ein kleiner Lichtblick. Für mich absolut lesens-/ hörenswert.

    Kommentieren0
    5
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks