All the Bright Places

von Jennifer Niven 
4,4 Sterne bei116 Bewertungen
All the Bright Places
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (98):
xLifewithbookss avatar

Mehrmals auf Deutsch und Englisch gelesen. Könnte ich immer und immer wieder machen so sehr liebe ich dieses Buch und die Charaktere ♥

Kritisch (4):
W

Ganz nett, aber die Protagonisten hatten kaum Tiefe und die Geschichte zog sich. Konnte mich nicht mitreißen :(

Alle 116 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780141357034
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Penguin UK
Erscheinungsdatum:08.01.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.01.2015 bei LISTENING LIB erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    WAIBELJacis avatar
    WAIBELJacivor 2 Monaten
    I think i had too high expectations...

    Finch and Violet meet each other for the first time at the rooftop of their school. They both wanna jump but Finch decides to save Violets life. They get a school project together where they have to wander several places in Indiana. While they work on the school project, they get to know and to love each other. But Finch is still fightin his inner deamons with suicide. Is Violet able to save him this time?

    The story was good but to my opinion a little bit too long. I think a hundred pages less wouldn't be so bad. I hoped that the stroy of Finch and Violet get a happy end but when it didn't I was very disappointed. But if you like a love story like "The fault in our stars" with no happy end this book could be for you. I'm excited how they gonna make the movie.

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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor einem Jahr
    Emotional

    Inhalt:
    Theodore Finch is fascinated by death, and he constantly thinks of ways he might kill himself. But each time, something good, no matter how small, stops him. Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister’s recent death. When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it’s unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the “natural wonders” of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It’s only with Violet that Finch can be himself—a weird, funny, live-out-loud guy who’s not such a freak after all. And it’s only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet’s world grows, Finch’s begins to shrink.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist absolut großartig. Absolute Leseempfehlung meinerseits!

    Der Schreibstil ist verständlich, symphatisch und und flüssig - auch super für Leute, die englische Bücher lesen möchten.

    "The problem with people is they forget that most of the time it's the small things that count. Everyone's so busy waiting in the Waiting Place. If we stopped to remember that there's such a thing as a Purina Tower and a view like this, we'd all be happier." (ZITAT)

    Das Cover gefällt mir gut, ebenso der Aufbau der einzelnen Kapitel innerhalb des Buches.

    Das Buch fesselt, nicht zuletzt wegen der beiden Protagonisten und deren erster Begegung und ihren Geschichten.

    Der Schluss ist - ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen - sehr emotional.

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    imaginarywriters avatar
    imaginarywritervor einem Jahr
    "Is today a good day to die?"

    Inhalt: Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

    Rezension: "All The Bright Places" ist ein Buch, das man so schnellt nicht vergisst. Innerhalb eines Tages hat es mich zum Lachen, zum Weinen, zum Verzweifeln und zum Nachdenken gebracht. Es behandelt nicht nur das Thema Suizid und Depressionen in einer sehr guten, nachvollziehbaren und realen Art und Weise sondern stellt einem zwei Charaktere vor, die einem sofort an Herz wachsen und die man nicht so schnell loslassen möchte.
    Theodore Finch ist wahrscheinlich einer meiner liebsten männlichen Buchcharaktere aller Zeiten. Von seiner besonderen Perspektive auf die Welt bis hin zu der Liebe die er, trotz der inneren Dunkelheit (die er täglich aufs Neue bekämpft), für seine Familie und Violet empfindet. Irgendetwas an ihm hat mich zutiefst berührt und zu sehen wie er über die Geschichte hinweg immer mehr dahin schwindet, hat für mich das Thema Depression um so realer gemacht.
    Mit Violet warm zu werden war für mich um einiges schwerer, da ich anfangs nicht wirklich eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Doch das hat sich glücklicherweise nach ungefähr der Hälfte des Buches geändert und letztendlich finde ich, dass die beiden Perspektiven von ihr und Finch sich perfekt ergänzen.
    Auch wie die Geschicht aufgebaut ist - nämlich wie eine Art Puzzle - macht es sehr angenehm das Buch zu lesen. Man fühlt die Achterbahnfahrt auf der Finch und Violet sich befinden als würde man selbst in einem dieser Wagen sitzen.

    Fazit: Finch und Violet's Geschichte kommt durch Jennifer Niven's ausgesprochen schönen aber auch brutal ehrlichen Schreibstil sehr gut zur Geltung. Sie wirft mit diesem Buch einen Blick auf unsere oberflächliche Gesellschaft, die oft noch nicht einmal merkt wie jemand in Depressionen versinkt. Psychische Krankheiten sind, trotz unser sich ständig weiterentwickelnden Gesellschaft, immernoch ein Tabuthema. Ich finde jeder sollte dieses Buch einmal in seinem Leben gelesen haben, da man so viel von der Geschichte und den Charakteren lernen kann.
    Doch ich persönlich würde euch auch empfehlen an dieses Buch ranzugehen ohne viel darüber zu wissen und ohne es mit anderen Büchern dieses Genres zu vergleichen, denn nur so könnt ihr vollkommen in diese Welt hineintauchen.

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    Caro_Res avatar
    Caro_Revor einem Jahr
    Rezension zu "All the bright places"

    Erster Satz:
    "Is today a good day to die?"

    Meine Rezension:
    Das Buch stand schon längere Zeit ungelesen in meinem Regal. Damals kaufte ich es, da viele Blogger von der Geschichte geschwärmt hatten und mich das Cover total angesprochen hat. Was mich genau in der Geschichte erwarten würde, wusste ich jedoch nicht.

    Wir haben zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, doch auf den zweiten erkennt man, dass sie doch gar nicht so unterschiedlich sind.
    Violet Markley hat vor einem Jahr ihre Schwester und gleichzeitig beste Freundin Elenor bei einem Autounfall verloren. Seitdem kapselt sie sich von allem ab und steht mit dem Rücken zur Wand.
    Als sie auf den Glockenturm der Schule klettert, da sie sehr verzweifelt ist, trifft sie auf Theodore Finch.
    Finch gilt als der Außenseiter seines Jahrgangs der Highschool, seine Mitschüler nennen ihn einen Freak. Er ist physisch sehr labil, handlet seine Probleme jedoch mit sich selbst aus. Er nimmt keine fremde Hilfe an, von seiner Familie kann er sich keine erhoffen, sie sind alle nur mit sich selbst beschäftigt.
    Als er Violet auf dem Glockenturm trifft und vor einer falschen Entscheidung bewahrt, erkennt er, dass er gar nicht alleine durchs Leben gehen muss. Von diesem Zeitpunkt an unternehmen die beiden viel miteinander, auch wenn Violet sich erst nach und nach auf Finchs Gegenwart einlässt uns sich ihm öffnet. Es entsteht eine Freundschaft, die dem jeweils anderen Halt gibt.

    Im Laufe der Geschichte machen die Charaktere eine enorme Entwicklung durch.
    Violet mochte ich zu Beginn der Geschichte nicht, ich konnte nicht verstehen, wie sie sich so stark aus ihrem bisherigen Leben abkapseln konnte. Klar, was sie erlebt hat, wünscht man keinem, aber sich so gehen zu lassen, hilft ihr da in ihrer Situation auch nicht weiter. Im Laufe der Geschichte jedoch macht sie eine Veränderung durch und findet allmählich ins Leben zurück. Sie wird stärker und ist nicht mehr so blass.
    Finch hingegen ist ein interessanter Charakter, er hat seine eigene Persönlichkeit. Er hat bestimmte Eigenschaften, die er während der gesamten Geschichte nicht ablegt. Er erweckt den Eindruck, sich physisch zum Positiven zu entwickeln, doch erlebt er oft Rückschläge, die ihn wieder sehr labil machen.
    Schaffen es die beiden, sich aufeinander einzulassen und zu verlassen, um wieder zurück ins Leben zu finden?

    Das Buch behandelt ein sehr ernstes Thema: Selbstmord bzw. der verzweifelte Weg von Menschen bis hin zu den Gedanken. Wie das Thema in der Geschichte behandelt wurde, mag dem ein oder anderen möglicherweise etwas zu zaghaft sein, mir jedoch hat es recht gut gefallen. Das Thema wird nie so direkt angesprochen, sondern eher nur umschifft, dennoch weiß jeder, worum es geht. Es ist wie auch in unserer Gesellschaft ein Tabuthema, die Augen werden verschlossen und es wird nicht offen drüber geredet.

    Die Handlung an sich fand ich etwas zu zäh, ich habe lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Zwar mussste das Buch sich langsam entwickeln, um die Veränderung der Charaktere deutlich zu zeigen, doch mir war es an manchen Stellen zu langsam.

    Geschrieben ist das Buch aus der persönlichen Sicht von Finch und Violet. So kann man beide Charaktere besser verstehen und eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Der Schreibstil ist einfach und passt zu den jeweiligen Persönlichkeiten.

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    teekannes avatar
    teekannevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: different story - good topic - truthfully written - must read!
    Lob an die Autorin!

    In diesem Buch geht es um den Umgang mit Verlust, um Freundschaft, Familiensinn und darum mit sich selbst klarzukommen. Grundsätzlich ist dieses Buch eines, dass in jeder Schule vorgestellt werden sollte.

    Zur Handlung: Zwei Teenager treffen sich aus zwei unterschiedlichen Gründen, aber doch aus dem selben Grund: sie wollen sich das Leben nehmen. Natürlich kommt es an dieser Stelle nicht dazu, sonst wäre das Buch ja schon zu Ende. ;-)
    In weiterer Folge machen die beiden ein Schulprojekt gemeinsam, dass sie immer mehr zusammenschweißt und sie lernen sich besser kennen. Es entsteht eine Mischung aus Freundschaft und Liebe (keine kitschige - sonst würde ich es nicht lesen).

    Die Abenteuer, die die zwei dann erleben und die Dinge, die sie von einander lernen, sind, finde ich, sehr wichtig in jedem Leben eines Teenagers. Es geht nämlich darum verstanden zu werden. Und welcher Teenager fühlt sich nicht manchmal/des öfteren (bei mir damals in dieser Zeit: SEHR oft :-D) unverstanden, nicht wohl mit sich selbst und von der Welt nicht genug Ernst genommen.

    Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben und auch für ältere Personen, nicht nur Teenager, gedacht (ich bin mit meinen 21 sicher nicht die Altersobergrenze ;-) ).

    Besonders wenn man schon einmal einen Verlust erlebt hat, ist dieses Buch eine gute Wahl. Es beschreibt sehr gut, wie jede einzelne Person einer Familie mit einem Schicksalsschlag anders umgeht und man versteht oft erst durch solche Bücher, warum gewisse Personen schließlich so handeln, wie sie es nun einmal tun.

    Mir persönlich hat dieses Buch RICHTIG gut gefallen und ich kann es mit ganzem Herzen weiterempfehlen!

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    L
    LunaLovebookvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: jeden Cent wert!
    "You are all the colours at once, in full brightness."

    Dieses Buch ist einfach jeden Cent wert. Jennifer Niven hat einen sehr angenehmen und flüssigen schreibstil. Sie hat ein sehr empfindliches Thema aufgegriffen und ein Meisterwerk daraus kreiert. Ich hatte sehr große Erwartungen an das Buch weil es einfach plötzlich überall zu sehen war und von jedem in den Himmel gelobt wurde... und das zurecht. Ich würde kein bisschen enttäuscht. Nachdem ich fertig war, musste ich erst einmal etwas sitzen bleiben und alles sacken lassen. Es ist einfach kein Buch das man weglegt und danach einfach bügeln oder kochen geht. Es sitzt ziemlich tiefgründig man leidet mit den Protagonisten. Einfach unbeschreiblich. Kann es kaum in Worte fassen. So ein Buch hatte ich echt schön lange nicht mehr.

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    Bücherkrähes avatar
    Bücherkrähevor 2 Jahren
    Großartiges Buch, das einen emotional wund zurücklässt

    Auf dem Dach der Turnhalle treffen sich Finch und Violet das erste Mal. Sie wussten vorher schon voneinander, Finch ist der schulbekannte Weirdo, Violet überlebte einen Autounfall, bei dem sie ihre Schwester verlor, und wurde Schulgespräch.
    Nach dem “Vorfall” auf dem Dach ist Finch fasziniert von Vioet und schafft es, sie als Partnerin bei einem längern Schulprojekt zu bekommen. Zunächst ist das Violet gar nicht recht, immerhin gilt Finch als Creep, und sich mit ihm abzugeben ist für den eigenen Ruf an einer High School nicht unbedingt förderlich. Nach und nach verbringt sie aber immer mehr und auch immer lieber Zeit mit ihm. Er steht zwar selbst am Abgrund, aber zeigt ihr nicht nur wie schön das Leben sein kann und dass die Schönheit manchmal im Detail liegt, er nimmt Violet auch nach und nach die Schuldgefühle, den Unfall überlebt zu haben.

    Mit All the Bright Places hat Jennifer Niven einen Jugendroman geschrieben, der den Leser noch lange nachängt und nicht nur für Jugendliche geeignet ist. Niven schreibt mit viel Gefühl für die Thematik – Depressionen – und mit einer Sprache, die den Leser tief im Inneren berührt. Der Schmerz, der Violet davon abhält am Leben teilzunehmen, und die Gefühlsmüdigkeit, die Finch immer wieder zu ersticken droht sind genauso spürbar und greifbar wie die Freude der beiden bei ihren Ausflügen.
    Violet und vor allem Finch wachsen einem ans Herz, und bevor man es merkt fühlt man sich als Teil des Freundeskreises. Niven schreibt so leicht und doch so emotional über Depression ohne sie je beim Namen zu nennen, und doch können die Leser den Schmerz, die Leere und die Müdgkeit spüren als wäre es ihre eigenen.

    Das Buch lässt einen emotional wund zurück, doch ein gutes Buch über Depressionen sollte einen nicht kalt lassen.

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    Isabella_s avatar
    Isabella_vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, dessen Botschaft man erst entdecken muss!
    Nicht wert den Hype

    3,5 Sterne


    All the Bright Places ist eines dieser Bücher, das ich seit einer gefühlten Ewigkeit aus dem Augenwinkel beobachtet hatte, bei dem ich mich aber nie durchringen konnte, es endlich zu bestellen. Mit der Zeit wuchsen meine Erwartungen - und auch meine Neugier, zugegeben.
    Das Buch erwies sich als ambivalent: es entsprach meinen Erwartungen und doch irgendwie nicht. Auf jeden Fall ist es zu einem Buch geworden, das mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird - zusammen mit seinen zahlreichen Widersprüchen.
    Finch und Violet, so ähnlich sie auch wirken mögen, als sie auf dem Turm stehen, sind im Grunde genommen komplett verschiedene Charaktere. Finch hatte eine harte Vergangenheit: seine Eltern sind geschieden, sein Vater gewalttätig, seine Mutter komplett passiv. Manchmal geht er wochenlang nicht zur Schule, wenn er Asleep ist, und seine Schwester gibt sich als Mutter aus, entschuldigt ihn. Er erforscht verschiedene Arten zu sterben, notiert sie und ihre Nachteile. Finch ist hochintelligent und gleichzeitig nah am Abgrund. Von seinen Mitschülern wird er Freak genannt.
    Violet hatte eine wohlbehütete Kindheit mit zwei liebenden Eltern. Zusammen mit ihrer Schwester führte sie einen Blog. Dann aber starb ihre Schwester bei einem Unfall, den Violet überlebte, und seitdem ist alles anders. Sie traut sich nicht mehr, im Auto mitzufahren, kappt alte Beziehungen, zieht sich mehr zurück.
    Das, was dann entsteht, erscheint zuerst wie eine dieser typischen Geschichten, die uns aus Büchern wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter, The Perks of Being a Wallflower und Co. bekannt sind: viele Zitate. Viele, oftmals zusammenhanglose, Dialoge und Aktionen, die niemand von uns jemals machen würde. 
    Ich weiß nicht, ob es an einer simplen Übersättigung lag - aber bei All the Bright Places war ich erstmals genervt. Finch und Violet schickten sich Unmengen an Zitaten hin und her, irgendwelche Wörter, die an Bedeutsamkeit gewinnen sollten. Das Problem war, dass es für mich nichts bedeutete.
    Noch mehr Probleme hatte ich allerdings mit Finchs Perspektive: so heroisch und berührend seine Handlungen auch gewesen sein mochten, die Art und Weise, in der von ihm erzählt wurde, machte alles zunichte. Ich hätte genauso gut einen Bericht über irgendwelche Aktien lesen können.
    Mit Violet kam ich besser klar - auch wenn ich sie nicht unbedingt lieber mochte. Gerade zu Beginn des Werkes war sie noch stark von Vorteilen geprägt, erpicht darauf, nicht mit Finch gesehen zu werden.
    Aber Jennifer Niven bewies, dass sie auch anders kann. Nach über der Hälfte des Buches schien sich das Blatt zu wenden - ob ich schlichtweg so lange gebraucht hatte, um warm zu werden, oder ob Niven so lange brauchte, um warm zu werden, weiß ich nicht. Vielleicht lag es auch daran, dass die Beziehung zwischen Violet und Finch endlich wärmer wurde. Und damit meine ich nicht die Liebesbeziehung. Ich meine, dass Violet lernte, Finch zu verstehen, und dass ich lernte, Finch zu verstehen, und das verlieh der Geschichte - vor allem im Nachhinein - eine Menge Tiefe.
    Leider wurde ich bezüglich des Endes gespoilert - ich hatte nur "Glück", dass ich ausnahmsweise erraten hatte, wie es ausgehen würde. Geweint habe ich dennoch, auch wenn ich mit All the Bright Places keine reibungslose Beziehung hatte. Wenn man einmal verstanden hat, was Jennifer Niven erzählen will, dann wird das Buch wirklich um einiges bedeutsamer.
    Da sowohl Finch und Violet mit Depressionen kämpfen, hat das Buch viel mit mentaler Gesundheit zu tun - allerdings nicht so, wie man es in unserem aufgeklärten Zeitalter vermuten würde. Erst im Verlaufe des Buches realisiert man, mit welcher Ignoranz die Gesundheitszustände der beiden Protagonisten behandelt werden, und diese Erkenntnis ist sehr bedeutsam. Bei Niven hat man vor allem nicht das Gefühl, dass irgendetwas beschönigt oder verfälscht wird, sie geht sehr realistisch mit dem Ganzen um. Und genau aus all diesen Gründen werde ich All the Bright Places sicher nie vergessen.

    Spoiler-Gedanken:
    Da ich zu dem Buch einige Gedanken habe, die um einiges tiefer gehen, dachte ich mir, ausnahmsweise eine neue Kategorie aufzumachen. Vielleicht sind ja ein paar unter euch, die das Buch schon gelesen haben, oder jemand, dem Spoiler nichts ausmachen.
    Was mich letztendlich dazu bewegt hat, das Buch nicht einfach als "Fail" abzustempeln, war Finch - Finch, mit dem ich anfangs so gar nicht klar kam. Ausschlaggebend war sein Suizid. Erst in diesem Moment - bzw. als er klar wurde, was passieren würde / musste - bemerkte ich als Leserin die versteckten Hinweise. Finchs ganzes Handeln war ein Hilfeschrei - nur hörte niemand zu. Seine Mutter war absolut passiv (vielleicht ein wenig überspitzt dargestellt, aber die Ignoranz ist leider oft genug vorhanden), seine ältere Schwester nahm sein Verhalten hin, und in der Schule wurde er nur weiter gequält. Selbst als er die Überdosis Tabletten nahm, reagierte niemand. Violet ist die Erste, die die Zeichen wahr/ernst nimmt und zu ihren Eltern geht. Dann: der fatale Fehler. Der Punkt, in dem das Buch mir wirklich das Herz brach. Finchs Eltern wurden kontaktiert, aber da sich nie jemand Mühe machte, ihm zuzuhören... wurde damit sein Ende besiegelt.
    Das Ding ist, Depressionen kann man unter Kontrolle kriegen. Aber man muss zuhören. Ich glaube, das ist eines der Dinge, die Jennifer Niven ausdrücken wollte, und zwar auf ihre subtile Art und Weise, und das ist ihr grandios gelungen. (Vermutlich auch, weil sie leider selber Erfahrungen mit dem Thema machen musste.)

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    midnightsreaders avatar
    midnightsreadervor 3 Jahren
    Aufwühlend, umstürzend und aufregend anders!

    Vom Cover und Klappentext sehr beeindruckt, hatte ich etwas Angst vor Enttäuschungen, als ich das Buch endlich in den Händen hielt. Doch schon nach dem ersten Satz war ich mir sicher, dass meine Befürchtungen umsonst gewesen waren und ich den Großteil meiner Zeit in den nächsten Tagen mit dem Lesen verbringen würde:
     
    „Is today a good day to die?“
    Dieser erste Satz beschreibt recht gut die Thematik des gesamten Romans rund um Theodore Finch und Violet Markey, und doch ist Suizid nur ein Teil davon. Denn als sie sich durch einen schicksalhaften Zufall auf dem Glockenturm der Schule treffen – beide bereit, sich in den Tod zu stürzen –, wird schnell klar, dass sie zwar äußerlich grundverschieden sein mögen, innerlich jedoch mehr Gemeinsamkeiten haben, als jeder meinen könnte. Bald werden sie nicht nur zu Partner beim Geographieprojekt, bei dem sie eigenartige Plätze in ganz Indiana besuchen müssen, sondern auch privat zu einer immer größeren Stütze für den anderen. Sie werden zu dem, was gut für den anderen ist – oder doch nicht?

    Aus beiden Perspektiven erfährt der Leser völlig unverblümt die Gedanken der liebenswerten Protagonisten, und weiß doch nur so viel, dass sich immer wieder neue Rätsel und Fragen eröffnen, die erfolgreich zur Spannung beitragen und das Abenteuer quer durch Indiana umso interessanter machen. 
     
    Doch über Freundschaft, vergangene Verluste, Individualität und dem Anderssein, Literatur und Liebe hängt wie eine dunkle Wolke das Thema Selbstmord. Gerade Finch geht mit dem Thema vollkommen ehrlich um, was mich zum Nachdenken angeregt und meine Ansichten ziemlich auf den Kopf gestellt hat – im positiven Sinne. 
     
    Ohne Zögern 5 Sterne für Nivens großartigen Schreibstil, absolut sympathische Charaktere, zahlreiche Emotionen und unerwartete Wendungen!
    Diese emotionale, berührende und aufwühlende Geschichte ist des Lesens auf jeden Fall wert!

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    gedankengarages avatar
    gedankengaragevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte, die einen mitten ins Herz trifft und viele Denkanstöße liefert. Sehr zu empfehlen!
    Ein sehr berührendes Buch!

    "Is today a good day to die?"

    Mit diesem Satz beginnt die Geschichte von "All the bright places" rund um die Hauptcharaktere Finch und Violet. Damit fängt eigentlich auch schon die Achterbahn an Gefühlen an, die der Leser bis zum Ende durchlebt. Beide Protagonisten wirken sehr authentisch, was durch den sehr angenehmen Schreibstil unterstützt wird und emotional betrachtet, konnte ich mich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen.

    Leider werden in unserer Gesellschaft ernste Themen oftmals totgeschwiegen, doch Jennifer Niven schafft es auf tiefgründige sowie bewegende Art und Weise, das Bewusstsein für psychische Krankheiten zu schaffen und zu schärfen. Genau wie das Leben mit einer solchen Krankheit, hat die Geschichte ihre Höhen und Tiefen - für mich ist sie dennoch eine klare Leseempfehlung, vor allem durch die vielen Denkanstöße, die geliefert werden.

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