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thebookpassion

vor 4 Monaten

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Jack zählt zu den beliebtesten Schülern und wird von so einigen bewundert, doch niemand kennt sein größtes Geheimnis. Jack kann sich die Gesichter seiner Mitmenschen nicht merken, denn er ist Geschichtsblind. Ein jeder sieht für Jack gleich aus und so kann er selbst seine Freundin nicht von anderen Frauen unterscheiden. Jack versucht immer cool und lässig zubleiben und alles so wirken zu lassen, als ob es gewollt ist. Libby ist das komplette Gegenteil von Jack, sie ist übergewichtig und absolut nicht beliebt, sie reagiert Leidenschaftlich und ist daher oft nicht lässig. Sie ist auch unglaublich mutig und versucht sich eben nicht vor den anderen Leuten zu verstecken.

Ich habe schon den Debütroman der Autorin“ All die verdammt perfekten Tage“ gelesen und war absolut begeistert. Ich war daher auf den nächsten Roman sehr gespannt. Ich finde das Cover übrigens absolut schrecklich und hätte ich nicht den eben erwähnten Roman schon von der Autorin gelesen wäre ich an „Stell dir vor, dass ich dich liebe“ im Bücherladen definitiv vorbeigegangen. Das pinke Cover schreit mir einfach zu sehr nach Kitsch und Klischee. Von der Autorin erwarte ich jedoch eine eher unkonventionelle Geschichte und diese Erwartung wurde auch zum Teil erfüllt. So werden aktuelle Themen wie z.B. Mobbing und auch Body shaming aufgegriffen.
Mir hat es unglaublich gefallen, dass Libby die deutlich stärkere Figur ist und vielmehr Jack Hilfe benötigt, um sich endlich aus seinem eigenen Gefängnis zu befreien. Libby ist so unfassbar stark und ich liebe ihren Humor und die Art, wie sie Probleme anpackt und sich einfach nicht unterkriegen lässt. Sie ist sich ihrer Schwächen bewusst, kann im Großen und Ganzen jedoch super mit ihnen umgehen und das mach sie definitiv ziemlich offensiv. Durch eine schwierige Phase ist sie extrem dick geworden und kämpft immer noch gegen die Pfunde an. Jack versucht hingegen seine Probleme zu verstecken frei nach dem Motto: Niemand merkt es und dann gibt es auch kein Problem, um das man sich kümmern muss. Er versucht seine Probleme zu verstecken, dabei benötigt er unbedingt jemandem zum Reden. Die Protagonisten versprechen also gerade zu Anfang eine Liebesgeschichte außerhalb von Kitsch und Klischees. Es gibt keine Frau, die von einem Mann gerettet werden muss, denn hier sind die Rollen deutlich vertauscht. Doch gerade das Ende hat mich nicht unbedingt überzeugt. Zum Schluss ging mir vieles einfach zu schnell, sodass die Story rund um Libby und Jack doch in eine eher kitschige Liebesgeschichte abrutscht. Viele Probleme dir aufgekommen sind, wurden mir einfach viel zu leicht und schnell gelöst.
Insgesamt konnte mich „Stell dir vor, dass ich dich liebe“ gut unterhalten. Vor allem Libby konnte mich absolut begeistern. Selten ist mir so eine witzige, natürliche Protagonistin untergekommen. Leider konnte mich das Ende nicht ganz überzeugen, sodass die Autorin nicht ganz an ihren Debütroman anknüpfen konnte.

Autor: Jennifer Niven
Buch: Stell dir vor, dass ich dich liebe
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