Jennifer Riemek , Michael Kuhn Wir waren doch so jung

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Inhaltsangabe zu „Wir waren doch so jung“ von Jennifer Riemek

Das größte Verbrechen, das in deutschem Namen an Deutschen begangen wurde.

Der Ton der Trillerpfeifen schrillte Jakob in den Ohren. Er rannte in die entgegengesetzte Richtung, platschte durch eine Pfütze und brach durch ein Gebüsch. „Wenn die nur nicht schießen“, ging es ihm durch den Kopf.

Aachen zur Zeit des Nationalsozialismus: Jakob Bergmann wächst in einem scheinbar behüteten bürgerlichen Umfeld auf. Nachdem 1933 die Nazis an die Macht gelangt sind, nehmen die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung stetig zu. Die Verdrängung aus dem öffentlichen Leben sowie die Verfolgung seiner Landsleute werden für den Heranwachsenden zum grausamen Alltag. Einzig die Liebe zu Annie und eine alte Münze seines Großvaters ermöglichen es ihm, den Glauben an eine Zukunft nicht zu verlieren …
Die mitfühlend erzählte Geschichte zweier jüdischer Familien basiert auf belegten Zeugenaussagen und überlieferten Dokumenten.

Ein Buch, was wirklich eine Gänsehaut hinterlässt...

— MissRose1989

Echt traurig und erschütternd

— kidcat283

Gelungene Erzählung über das Schicksal eines jungen Paares im 2. Weltkrieg, die mit Zeitdokumenten ergänzt wird. Auch für junge Leser!

— Anchesenamun

"Das Volk der Dichter tat das Denken verlieren, Brüllend und mordend, gleich den wilden Tieren." (S.5)

— GrueneRonja

Eine konstruierte Geschichte aus Zeitzeugenberichten, die den Nationalsozialismus in Aachen erlebt haben. Sehr empfehlenswert!

— Yogine

Ein Buch das zeigt, wie Grausam Menschen sein können nur weil sie Angst vor dem Fremden haben! Eine Geschichte die nie vergessen werden darf

— Janglemaus

Ein emotionaler Roman, der einem die Situation in den Jahren 1936- 1945 gut vermittelt

— CryingWolf

Der Inhalt ist unbewertbar, da es niemals genug Romane über ein solches Thema geben kann. Leider ist der Schreibstil nicht der meine.

— Dhanidhana

Im dunkelsten Kapitel der dtsch. Geschichte leben und sich verlieben.

— Waschbaerin

Emotionales Buch, vor allem dadurch beeindruckend, dass viele der Erlebnisse der fiktiven Figuren historisch dokumentiert sind.

— anushka

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  • Ein Buch, das zum Nachdenken anregt...

    Wir waren doch so jung

    MissRose1989

    28. February 2017 um 14:46

    Jakob und Annie sind Juden in Aachen in der Zeit des Nationalsozialismus. Jedem, der sich mal ansatzweise mit dem Thema beschäftigt hat, weiss, welchen Anfeindungen Juden in diese Zeit ausgesetzt waren und wie hart in der Öffentlichkeit mit ihnen umgegangen wurde. Da war das Tragen des "Judenssterns" noch das Harmloseste. Der Judenstern findet sich auch auf dem sonst schlichten Cover des Buches wider, sonst ist der Cover eher grau gehalten. Die alter deutsche Schrift, die für den Titel genutzt wurde, hebt sich von sonstigen Covern ab, macht das Cover aber interessant. Jakob ist gerade 14 Jahre alt und erlebt immer wieder, sie mit Juden und auch mit ihm umgegangen wird, weil er eben Jude ist. Dieser Art der Repressalien verkraftet er nur schön, nur die Liebe zu Annie und eine alte Goldmünze seines Opa helfen ihm, die Zeit, die jahrelang mit Schikanen und Verspottung andauernd wird, zu überstehen... Mit Jakob und Annie schaffen Kuhn und Riemek zwei starke Charaktere, die man sofort ins Herz schliesst, weil sie einfach Opfer ihrer Zeit sind, doch sie finden sie mit der Opferrolle nicht einfach so ab. Das macht sie zu sehr starken Menschen in einer für Deutschland unrühmlichen Zeit.  Natürlich muss man sagen, dass das Thema Holocaust in Bücher nichts neues ist, aber gerade die Verbindung zwischen der fiktiven Geschichte, die gar nicht so sehr von den realen Grundlagen abweicht, gekoppelt mit dem Beleg der historischen Fakten macht es schon zu etwas besonderem.  Die Art, wie die Geschichte durch die Autoren Kuhn und Riemek erzählt werden, ist sehr feinfühlig und macht das Grausame, was in der Zeit besonders gegen die Juden gerichtet wurde, begreifbarer und für den Leser entwickelt sich eine neue Art von Verbundenheit mit Jakob und Annie. Man spürt richtig, dass die Autoren eben nicht nur eine einfache Geschichte schreiben wollten, sie haben ein Buch geschrieben, was nicht nur die Fakten sondern auch durch das Herzblut der Autoren überzeugt. Die Handlung des Buches basiert auf wahren Gegebenheiten, welche im Buch immer wieder belegt werden und so die Geschichte zweier Aachener Familien zwischen 1934 - 1945 erzählt, die einfach geprägt durch die Zeit und durch die Umgebung werden und dabei selber nicht viel dagegen tun können, was mit ihnen gemacht wurde.  Besonders an den Buch ist, dass die Aussagen der Zeitzeugen im Anhang wirklich nochmal durch die Autoren belegt werden und sogar Kurzbiografien der Zeitzeugen im Anhang niedergeschrieben sind, wodurch die Authentizität des Buches nochmal gewaltig gewinnt.  Fazit: Die Geschichte rund um Jakob und Annie und deren Familien wird von Michael Kuhn und Jennifer Riemek mit viel Feingefühl erzählt, trotzdem bekommt man beim Lesen leichte Beklemmungen, da alleine das allgemeine Wissen über das Leben der Juden in der Zeit unter den Nationalsozialisten gepaart mit der Geschichte, die auf Zeitzeugenaussagen und Dokumenten basiert, ein konkretes Bild des Lebens der Beiden gibt. Durch das Belegen der Geschichte durch Zeitzeugen und Dokumente wird die Geschichte noch tiefgreifender und berührt den Leser anders als eine fiktive Geschichte. 

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  • Grauenvolle Begebenheit

    Wir waren doch so jung

    kidcat283

    09. January 2017 um 12:35

    In diesem Buch geht es hauptsächlich um Jakob, dessen Familie Juden sind. Er lebt in den 40er Jahren in Aachen, wo es nach und nach mit den Judenhass losgeht. Er lernt seine Freundin Annie kennen und möchte nicht mehr ohne sie sein. Die Probleme verhärten sich und sie beschließen Deutschland zu verlassen. Doch hören woanders die Probleme auf? Meine Meinung: Ich habe dieses Buch speziell wegen dem Thema ausgesucht, da es mich interessiert hat. Allein schon am Cover kann man erkennen worum es in dem Buch geht. Es ist ziemlich dunkel gestaltet und auch die Schrift ist alt. Die Autoren haben laut Aussagen von Zeitzeugen eine Story geschrieben. Alles was in der Geschichte passiert ist, beruht auf wahren Tatsachen. Wir als Leser befinden uns in einem jüdischen Haushalt. Wir wissen, dass damals viele viele Juden in KZ´s gebracht wurden. Sie wurden vergast, getötet und zur Arbeit gezwungen. Sie wurden unter menschenunwürdigen Umständen "gehalten". Wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren wurden sie umgebracht. Die Geschichte von Jakob und Annie erzählt diese Geschichte. Wir erfahren aus erster Hand wie es sich in so einem Konzentrationslager zugetragen hat. Nur wer stark war, überlebte. Es ist so traurig. Zu Beginn, im Prolog lernen wir Jakob kennen, der nun schon ein sehr alter Mann ist und immer wieder an Aachen vorbei fährt, da er einfach die Erinnerungen an damals nicht ertragen kann. Aber irgendwann fährt er tatsächlich in die Stadt und stellt sich dem Ganzen. Dann beginnt auch seine Geschichte.... Wenn ich an früher, an den Geschichtsunterricht denke, dann fand ich das nicht so besonders interessant. Heutzutage interessiert mich alles sehr. Es ist ein Teil der Vergangenheit Deutschlands und aus dem Geschichtsunterricht nicht mehr wegzudenken. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch, wenn im Geschichtsunterricht dieses Thema kommt, Teil des Unterrichts sein. Es ist kein langweiliges Lehrbuch, sondern eine richtig spannende Geschichte, wo es auch um Liebe geht, was das Ganze bisschen den Schrecken nimmt, aber trotzdem super recherchiert und wenn man es gelesen hat, weiß man viel mehr als in Lehrbüchern steht. Zudem enthält es am Ende noch die ganzen Dokumente, Kommentare der Zeitzeugen, Bilder. Diese Zeit, dieses "Ausrotten" von Juden ist für uns in der heutigen Zeit einfach unglaublich, man kann sich heute so etwas gar nicht vorstellen. Das Grundgesetz verbietet solche Sachen sowieso. Man ist nur froh, dass man in der Zeit nicht gelebt hat. Es ist so grausam, man möchte darüber gar nicht nachdenken. Schlimm genug, dass nicht nur Juden in KZ´s umkamen, sondern wie ich in einem anderen Buch las, auch Behinderte und Menschen, die dem Staat auf der Tasche lagen, wodurch auch immer. Also, meine Meinung ist, dass es ein sehr gutes Buch ist. Höchst interessant und informativ und wer sich für die Zeit interessiert, bzw. mehr Wissen über die Zeit braucht, der sollte es lesen. Aber Vorsicht...es ist wirklich schrecklich und traurig, was da passiert.

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  • Bedrückendes Zeugnis, was Menschen einander antun können

    Wir waren doch so jung

    Pharo72

    01. January 2017 um 14:02

    Jakob Bergmann ist gerade vierzehn Jahre alt, als er 1935 immer mehr unter den an die Macht gekommenen Nationalsozialisten zu leiden hat, die die jüdische Bevölkerung systematisch ausgrenzen und schließlich verfolgen bis hin zur geplanten Ausmerzung. Immer wieder muss er fliehen und im Ausland Unterschlupf suchen. Einzig die Liebe zur ein Jahr jüngeren Annie Vries gibt ihm die Kraft und Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden.Meine Meinung:„Wir waren doch so jung“ von Jennifer Riemek und Michael Kuhn ist eine Mischung aus einer berührenden fiktiven Geschichte, die getragen wird von einer großen Liebe, und den durch Zeitzeugen belegten wahren Begebenheiten zur Zeit der Judenverfolgung während des Nationalsozialismus. Erzählt wird hierbei die Geschichte zweier jüdischer Familien aus Aachen von 1934 bis 1945 entnommen den Erinnerungen des knapp über siebzig Jahre alten Jakobs.Sicher gibt es unzählige Bücher über den Holocaust, aber aus der Sicht eines jüdischen Teenagers erzählt, der all die furchtbaren Dinge hautnah erleben muss, habe ich noch keines gelesen. Gerade für junge Menschen, die zunehmend weniger Möglichkeiten haben, mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen, ist dieses Buch eine wahre Fundgrube an Informationen, die gleichzeitig spannend und mit sehr viel Feingefühl vermittelt werden.Die Hauptfiguren waren mir sofort sympathisch und es ist nach wie vor unfassbar, welchen menschenunwürdigen Repressalien das jüdische Volk ausschließlich aufgrund ihres Glaubens damals ausgesetzt war. Sie waren zwar nicht die einzige verfolgte Bevölkerungsgruppe, dennoch in Ausmaß und Grausamkeit beispiellos. Durch die Perspektive des Jakob betrachtet, ist der Leser hautnah dabei und möchte sich vor Abscheu und Mitgefühl mitunter abwenden, aber genau das sollte er nicht tun, ist doch die Bedrohung Andersdenkender auch in Europa längst wieder salonfähig geworden.Mich hat die Geschichte von Jakob und Annie, die ca. drei Viertel des Buches einnimmt, tief berührt, mitgerissen und lange nicht losgelassen. Die im letzten Viertel mit Belegen nachgewiesenen Aussagen der Zeitzeugen, die genau die Erlebnisse der fiktiven Figuren widerspiegeln, machen das Ganze auf schreckliche Weise noch eindringlicher. Da nicht nur Aachen Schauplatz ist, sondern auch Städte in Holland und Belgien sowie Frankreich, wird die Ausbreitung der braunen Seuche dem Leser deutlich vor Augen geführt.Ich würde jedem, der sich ein wenig für das Thema interessiert und nicht den Mantel des Vergessens darüber legen möchte, dieses Buch ausdrücklich empfehlen.

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  • Wir waren doch so jung

    Wir waren doch so jung

    Wurm200

    19. December 2016 um 18:02

    Michael Kuhn/Jennifer Riemek Wir waren doch so jung Ammianus -Verlag Autor: Michael Kuhn Michael Kuhn, M.A., Jahrgang 1955, studierte in Aachen Geschichte und Politische Wissenschaften. Im Anschluss war er in unterschiedliche historische Projekte involviert und organisierte im eigenen Unternehmen geschichtliche Veranstaltungen. Das Anliegen, bei seinen Mitmenschen Interesse und Verständnis für Geschichte mit all ihren Facetten zu wecken, durchzieht seine bisherige Vita wie ein roter Faden. Michael Kuhn erarbeitete 1995 in seiner Tätigkeit als Historiker für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. eine Sammlung der historischen Dokumente und der belegten Zeugenaussagen in der Dokumentation »Und wir waren noch so jung«. Aus diesen Texten entstand die fiktive Geschichte von Jakob und Annie, die im Anhang mit den Zeugenaussagen, Fotos und Dokumenten von Jennifer Riemek exemplarisch dokumentiert wird. Jennifer Riemek Die Tochter von Michael Kuhn, geboren 1994, studiert in Köln Geschichte und Niederlandistik. Sie gab den entscheidenden Anstoß, die Zeitgeschichte des Aachener Judentums zur Zeit der Dritten Reichs zu dokumentieren. (Quelle: BdB) Jakob Bergmann ist die Reise von Amsterdam nach Aachen angetreten. Um die Mittagszeit erreicht er sein Ziel und checkt in ein Hotel ein. Der Grund für seine Rückkehr in seine Heimatstadt ist ein Projekt, welches die Stadt geplant hat. Bei diesem Projekt handelt es sich darum, die ehemaligen jüdischen Bewohner der Stadt, nach all der Zeit nochmals einzuladen. Als er das Hotel erreicht hat, in dem die anderen Gäste schon anwesend waren, zündet sich Jakob eine Zigarette an und lässt die Vergangenheit aufleben. Das Buch besteht aus 14 Kapiteln, die aus den Jahreszahlen besteht und jeweils mittig zu Beginn eines Kapitels stehen. Bei den 14 Kapiteln handelt es sich nur um die, die die Hauptgeschichte erzählen. Darüber hinaus gibt es noch einiges an Zusatzmaterial, was dem Leser hilft den Ursprung der Geschichte zu verstehen. Denn schon beim Lesen des Vorwortes macht der Autor kein Geheimnis daraus, dass es sich bei der Geschichte um eine ausgedachte Story handelt, die jedoch auf wahren Begebenheiten und Erzählungen beruht. Trotz der Tatsache, dass es sich um keine 1:1-Erzählung handelt, schafft es das Buch sehr bedrückend zu sein und auch zum Nachdenken anzuregen, schließlich steht diese Geschichte stellvertretend für viele Schicksale dieser Zeit. Die Geschichte beginnt dabei in der Gegenwart und wechselt nach dem Prolog in die Vergangenheit und wird als Erzählung erzählt. Dabei läuft die Handlung chronologisch der Jahreszahlen ab, somit ist es auch ein leichtes der Story und der Entwicklung der Handlung zu folgen. Ab dem Punkt, wo die Hauptcharaktere getrennt werden, bekommen wir zwei Storystränge, dabei ist der von Anni kursiv geschrieben und hilft somit dem Leser dabei zu erkennen, wann die Person gewechselt hat. Nach dem Ende der Geschichte gibt es die schon angesprochenen Dokumente, die sich auf ca.50 Seiten erstrecken. Mit diesen Dokumenten lässt sich die Story verstehen und auf die Realität von damals anwenden. Cover: Das Cover ist vorne in der Farbe Grau gehalten und auf der Rückseite in Schwarz. Auf der Titelseite finden wir neben dem Titel, der in Schwarz mit gelben Schatten geschrieben ist, einen Judenstern, der die Farbe Gelb trägt. Der Stern steht im direkten Zusammenhang mit der Story und zeigt dem Leser schon auf den ersten Blick, worum es in dem Buch geht. Der angesprochene Titel ist außerdem noch in altdeutscher Schrift geschrieben. Fazit: Sicherlich gibt es schon einige Bücher, die genau dieses Thema beleuchten. Einige mögen auch schon schreien, es sei langsam genug und man müsse die Vergangenheit ruhen lassen. Jedoch sehe ich das ähnlich wie der Autor, wir müssen solche Tragödien und Ereignisse für die Zukunft festhalten (gerade in Anbetracht der derzeitigen Situation auf der Erde). Für mich hat das Buch klar 5/5 Sterne verdient. Klappentext: Das größte Verbrechen, das in deutschem Namen an Deutschen begangen wurde. Der Ton der Trillerpfeifen schrillte Jakob in den Ohren. Er rannte in die entgegengesetzte Richtung, platschte durch eine Pfütze und brach durch ein Gebüsch. „Wenn die nur nicht schießen“, ging es ihm durch den Kopf. Aachen zur Zeit des Nationalsozialismus: Jakob Bergmann wächst in einem scheinbar behüteten bürgerlichen Umfeld auf. Nachdem 1933 die Nazis an die Macht gelangt sind, nehmen die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung stetig zu. Die Verdrängung aus dem öffentlichen Leben sowie die Verfolgung seiner Landsleute werden für den Heranwachsenden zum grausamen Alltag. Einzig die Liebe zu Annie und eine alte Münze seines Großvaters ermöglichen es ihm, den Glauben an eine Zukunft nicht zu verlieren … Die mitfühlend erzählte Geschichte zweier jüdischer Familien basiert auf belegten Zeugenaussagen und überlieferten Dokumenten. (Quelle:BdB) Autor: Michael Kuhn/Jennifer Riemek Titel: Wir waren doch so jung Verlag: Ammianus -Verlag Genre: Roman Seiten: 207 Preis: 12,90 (Amazon) ISBN: 978-3-945025-43-7http://wurm200.blogspot.de

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  • Rezension: "Wir waren doch so jung" von J. Riemek & M. Kuhn

    Wir waren doch so jung

    Anchesenamun

    05. December 2016 um 19:33

    Michael Kuhn ist Politik- und Geschichtswissenschaftler und erarbeitete 1995 für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. die Dokumentation "Und wir waren noch so jung". Zusammen mit seiner Tochter Jennifer Riemek hat er anhand Zeitzeugenberichten, Fotos und Dokumenten die fiktive Geschichte um Jakob und Annie geschrieben. Die Geschichte umfasst ca. 140 Seiten. Im Anschluss werden auf fast 50 Seiten zu den einzelnen Begebenheiten und Details des Romans die dazugehörigen historisch fundierten "Vorlagen" erläutert. Es findet so eine gelungene Verwebung zwischen Fiktion und Realität statt. Jakobs und Annies Schicksal wird hier über einen Zeitraum von 1934-1945 geschildert, beginnend mit den ersten Anfeindungen der Bevölkerung, über den Krieg, die Verfolgung und Internierung in den KZs bis zur Befreiung durch die Aliierten. Eingerahmt wird die Geschichte von einem alten Jakob in der heutigen Zeit, der sich an die Vergangenheit erinnert. So erfährt man viel über die geschichtlichen Hintergründe, wie alles begann und sich weiterentwickelte. Interessant ist hier auch, dass der Roman nur teilweise in Deutschland spielt. Die meiste Zeit leben Jakob und Annie in Belgien, dazu kommt noch ein Aufenthalt in Frankreich. So hat man auch einen Einblick, wie es in anderen europäischen Ländern damals zuging. Dazu kommen noch Erlebnisse in den KZs, die besonders eindrücklich sind. Der Schreibstil ist eher nüchtern-erzählend. Trotzdem kann man die Verzweiflung der Figuren nachempfinden und die Ohnmacht darüber, dass sie völlig machtlos sind gegenüber der Willkür und Grausamkeit der Nazis. Jakob, Annie und ihre Eltern waren mir von Anfang an sympathisch, so dass ich auch wirklich mitgelitten habe. Durch die im Anhang aufgezeigten Zeitzeugenberichte sowie die zahlreichen anderweitigen Dokumentationen, die ich bereits kenne, bin ich mir sicher, dass Jakobs und Annies Geschichte genau so oder ganz ähnlich hätte passiert sein können. Jakob, Annie und ihre Familien und Freunde stehen exemplarisch für all diejenigen, die im Holocaust ihr Eigentum, ihre Würde, ihre Familie und oft auch ihr eigenes Leben verloren. Man kann nur jedes Mal aufs Neue entsetzt darüber sein und hoffen, dass die Menschheit aus der Geschichte lernt, auch wenn ich befürchte, dass Dummheit, Gier und Hartherzigkeit immer wieder für weitere Gräueltaten und Ungerechtigkeiten sorgen werden, so lange es Menschen gibt. "Wir waren doch so jung" ist ein weiterer Roman über die Grausamkeiten des Holocausts, der fundiert auf historischen Fakten erzählt wird. Aufgrund des Alters des Protagonisten empfehle ich es auch jungen Lesern sehr, die durch Jakobs Augen die Wirren des Weltkrieges und Folgen der Judenfeindlichkeit durchleben können.

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  • Ein Lesemuss gegen das Vergessen

    Wir waren doch so jung

    GrueneRonja

    04. November 2016 um 20:02

    „Es begannen die Jahre voller Hass und Grauen So viele starben, Kinder, Männer und die Frauen. Das Volk der Dichter tat das Denken verlieren, Brüllend und mordend, gleich den wilden Tieren.“ (S.5/ „Vertrieben“ von Ernst Elsbach) Das Buch ist in zwei Teile geteilt, zum einen der Roman über Jakob und Annie, und im Anhang die Berichte der Zeugenaussagen und die geschichtliche Dokumentation. Diese Aufteilung finde ich sehr gelungen. Zum einen erleben wir Jakobs und Annies Leben, jedes Kapitel ist einem Jahr gewidmet, und können uns so komplett auf die Geschehnisse konzentrieren. Zum anderen kann man sich auf die Zeitzeugen, die geschichtlichen Geschehnisse im Vergleich zu den Situationen im Buch einlassen. Jakob und Annie geben den Zeitzeugen eine Stimme, und erzählen so ihre Geschichte. Das Grauen wird viel greifbarer, weil hinter Jakob und Annie nicht nur fiktive Erlebnisse stecken, sondern wirkliche Menschen, echte Erinnerungen, und der Schrecken der Vertreibung der Juden aus Aachen, und aus Deutschland, die Heimatlosigkeit lassen einen innehalten und nachdenken. Krieg zerstört ein Land, die Menschen müssen fliehen, werden vertrieben, und sind heimatlos. Und schlimmer, sie sind in anderen Ländern nicht willkommen, werden angefeindet, festgenommen wegen Nichtigkeiten, deportiert, ausgewiesen, wie Dreck behandelt. Klingt bekannt? So war es nicht nur in Deutschland 1933-1945, so ist es auch heute. Dieses Buch ist über den Nationalsozialismus, und gegen das Vergessen. Es ist aber auch eine Geschichte über Hass, Fremdenhass, Vertreibung, Flucht, Verlassen der Heimat und Familie zurück lassen, alles verlieren, auch sich selbst, und doch ist es auch eine Liebesgeschichte. Es dient also nicht nur in Gedenken an den Holocaust, sondern auch als Mahnung in Hinblick auf unsere Zukunft, in Hinblick auf die Flüchtlingspolitik und auf das erneute Aufkeimen rechten Gedankenguts. Es ist eine Geschichte über Menschen und Menschlichkeit. „Das vorliegende Buch möchte dennoch einen Beitrag dazu leisten, die Vergangenheit plastisch und in Erzählform zu vermitteln. Es ist wichtig zu verstehen, wohin Ausgrenzung und Unterdrückung führen können, damit sich eine derartige Katastrophe nicht wiederholt. Denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann an der Gestaltung der Zukunft aktiv mitwirken.“ (S.153) „Doch diesmal Ihr Menschen mit klarem Verstand, Wacht auf noch bei Zeiten gebt nicht Eure Hand, Nicht duldet Mord in Eurem, dem deutschen Namen, Handelt, verhindert neuer, unschuldiger Klagen.“ (S.6/ „Vertrieben“ von Ernst Elsbach)

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  • Ein Buch, in dem wahres Herzblut steckt

    Wir waren doch so jung

    Rebel_Heart

    31. October 2016 um 20:22

    Aachen, die Zeit des Nationalsozialismuses ist gekommen. Jakob wächst bei seinem Eltern, in einem scheinbar wirklich gut behüteten Umfeld auf. Zu seinem Großvater hat er ein gemischtes Verhältnis, auch wenn er ihn sehr liebt. 1933 gelangen die Nazis an die Macht und das Leben Jakob beginnt sich zu verändern. Selbst Hand, welcher bislang eigentlich sein bester Freund war, wendet sich plötzlich gegen ihn. Die Verfolgung der Juden und die Verdrängung aus dem öffentlichen Leben bestimmen von nun an seinen Alltag. Erst, als er Annie kennenlernt, schöpft er ein wenig Hoffnung. Aber hat diese Liebe überhaupt eine Zukunft? Und was hat es mit der Goldmünze auf sich, die sein Großvater ihm kurz vor seinem Tod geschenkt hat?  Ich muss ehrlich gestehen, so sehr mir auch der Schreibstil gefallen hat, umso schwerer ist mir diese Rezension gefallen. Das Thema ist sehr sensibel und führt selbst beim Lesen zu einer Art Beklommenheit. Durch Familienberichte, weiß ich selbst einiges über die Verhältnisse zu dieser Zeit. Über die Begebenheiten. Das hat mir das Lesen nicht unbedingt einfacher gemacht, aber das ist eine andere Geschichte. Jakob war mir als Hauptcharakter wirklich sympathisch. Schon von der ersten Seiten an hatte ich das Gefühl, mit ihm mitzuleiden. Sämtliche Erlebnisse besieren auf wahren Begebenheiten. Obwohl es sich bei diesem Buch eigentlich nur um reine Fiktion handelt, spürt man deutlich, dass sich der Aturo mit der Thematik auseinander gesetzt hat. Man spürt deutlich, dass er sich Zeitzeugen gesucht hat, um der Geschichte mehr Tiefe zu verleihen.  Ich fand es gut, dass die beiden Autoren die Geschichte aus der Sicht von Jakob geschrieben haben. Aus der Sicht eines Juden. Es gibt viele Autoren, die sich an dieser Thematik versuchen, es gibt viele Autoren, die auch daran scheitern. Aber bei Michael Kuhn und Jennifer Riemek ist das meiner Meinung nach nicht der Fall. Man fühlt sich in die Zeit zurück versetzt, man fühlt mit den Charakteren und ist auf irgendeine Art und Weise fast schon froh darüber, dass man das damals nicht so hautnah erleben musste.  Der tolle Schreibstil, das spürbare Herzblut und auch die liebeswerten Charaktere haben das Buch für mich zu einem Werk werden lassen, welches mich begeistern konnte, aber gleichzeitig auch einen kleinen Beigeschmack beibehalten hat. Trotzdem konnte und wollte ich das Buch nicht an die Seite legen, wollte dasselbe Herzblut beim Lesen spüren, das die Autoren in dieses Buch gesteckt haben. Klare Leseempfehlung.

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  • Damit die schrecklichen Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten ...

    Wir waren doch so jung

    Yogine

    27. July 2016 um 17:20

    Dieses Buch erzählt den Lebensweg von Jakob Bergmann und Annie Vries und deren Familien zur Zeit des Nationalsozialismus. Beide jüdischen Familien waren in Aachen ansässig und das Buch schildert einfühlsam die Repressalien, denen jüdische Menschen nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland ausgesetzt waren, bis hin zu den Ereignissen in den Konzentrationslagern. Jennifer Riemek hat aus einer bereits 1995 von ihrem Vater Michael Kuhn erstellten Sammlung von historischen Dokumenten und belegten Zeugenaussagen, die unter dem Titel „Und wir waren noch so jung“ veröffentlicht wurden, die fiktive Geschichte von Jakob und Annie entwickelt. Im Anhang sind dann die Zeugenaussagen mit ergänzenden Fotos und einer Zeittafel beigefügt. Aus meiner Sicht ist dieses Buch ein unglaublich gut gelungener Erstling der Autorin. Sie erzählt sehr sachlich und verhalten, was aber dazu führt, dass die Ereignisse umso stärker wirken. Sie hat eine stimmige und nachvollziehbare Geschichte konstruiert, die auf den tatsächlichen Zeugenaussagen von Menschen beruht, die zur Zeit des Nationalsozialismus in und um Aachen gelebt haben. Der Leser wird sofort in die Geschichte hineingezogen und leidet mit den beiden sehr sympathischen Hauptprotagonisten Jakob und Annie mit. Man kann fast fühlen, wie sich das Klima in Deutschland nach der Machtergreifung der Nazis verändert haben muss und wie sich das auf die betroffenen Menschen ausgewirkt haben muss. Über Flucht, Vertreibung Ghettoaufenthalt und schließlich auch Deportationen erfährt der Leser vom unvorstellbaren Leid in dieser Zeit, aber auch von Hilfsbereitschaft und Unterstützung. Das Buch ist in Jahre aufgeteilt, was eine gute Übersicht beim Lesen zur Folge hat. Ich habe z. B. erst die tatsächlichen Ereignisse im hinteren Teil des Buches gelesen, weil mich immer sehr stark interessiert was nun Wahrheit ist und was Fiktion. Danach habe ich dann das entsprechende Jahr aus der konstruierten Geschichte gelesen. Leider enthielt die Ausgabe, die ich zur Verfügung gestellt bekommen habe, sehr viele Rechtschreibfehler, was wohl üblicherweise zu einem Punkteabzug führen soll. Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil mir dieses Buch in seiner Gesamtheit so unglaublich gut gefallen hat und ich finde, dass dieses schwere Thema und dunkle Kapitel der deutschen Geschichte sehr gut vermittelt wird und bewerte es deshalb mit 5 Punkten/Sternen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin und dem Verlag, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und rezensieren durfte.

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  • Jakob und Annie und eine alte Münze

    Wir waren doch so jung

    maria61

    24. July 2016 um 12:51

    Der Ton der Trillerpfeifen schrillte Jakob in den Ohren. Er rannte in die entgegengesetzte Richtung, platschte durch eine Pfütze und brach durch ein Gebüsch. „Wenn die nur nicht schießen“, ging es ihm durch den Kopf. Jennifer Riemek vermittelt bewegend und herzzerreißend den Weg der Protagonisten durch das Geschehen.Dieser historische Roman ist sehr bewegend, da es immer weniger Zeitzeugen gibt. Man fühlt sich in die Zeit zurückversetzt und man kann sich mit den Charakteren identifizieren. Jennifer Riemek hat das Buch in zwei Teile geschrieben. Der erste Teil ist der Roman, der zweite Teil fasst die Erlebnisse zusammen und zeigt die Quellen an. Ein Buch gegen das Vergessen, ist eine gelungene Bemühung gegen das Vergessen. Bald wird man diese Zeit nur noch in Dokus (z.B. Fernsehen) oder in schriftlicher Form erhalten können. Um auf das Leid der Menschen aufmerksam zu machen und das emotionale zu berühren, sind literarische Werke sehr wichtig.Eine klare Leseempfehlung auch oder vor allem Jugendliche.

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  • Wider das Vergessen!

    Wir waren doch so jung

    Janglemaus

    18. July 2016 um 09:37

    Inhalt: Das größte Verbrechen, das in deutschem Namen an Deutschen begangen wurde. Der Ton der Trillerpfeifen schrillte Jakob in den Ohren. Er rannte in die entgegengesetzte Richtung, platschte durch eine Pfütze und brach durch ein Gebüsch. „Wenn die nur nicht schießen“, ging es ihm durch den Kopf. Aachen zur Zeit des Nationalsozialismus: Jakob Bergmann wächst in einem scheinbar behüteten bürgerlichen Umfeld auf. Nachdem 1933 die Nazis an die Macht gelangt sind, nehmen die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung stetig zu. Die Verdrängung aus dem öffentlichen Leben sowie die Verfolgung seiner Landsleute werden für den Heranwachsenden zum grausamen Alltag. Einzig die Liebe zu Annie und eine alte Münze seines Großvaters ermöglichen es ihm, den Glauben an eine Zukunft nicht zu verlieren … Die mitfühlend erzählte Geschichte zweier jüdischer Familien basiert auf belegten Zeugenaussagen und überlieferten Dokumenten. Meinung: Mir persönlich hat das Buch "Wir waren doch so jung" von Jennifer Riemek sehr gut gefallen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen so mitreißend und herzzerreißend war die Geschichte um Jakob und Annie! Das Buch regt einem zum Nachdenken an und zeigt einmal mehr wie banal und selbst gemacht unsere heutigen Probleme zum teil sind. Kaum einer muss heute hungern oder hat keine Kleidung - damals wusste man nicht was der morgen bringt, wie man überleben soll. Jennifer Riemek, nimmt den Leser mit in das Elend des 2. Weltkriegs und lässt uns mit dem Hauptfiguren zittern und zum teil auch weinen. Das Elend, die Angst und auch das Schrecken bekommt man hautnah zu spüren und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde dieses Buch ginge mir nicht sehr nah. Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin die fiktive Geschichte um Annie und Jakob mit den Geschichten der Zeitzeugen verbindet. Dadurch erlebt die Geschichte noch mehr an Wert und man kann das gelesen so schnell nicht mehr Vergessen. Fazit: Ich bin der Meinung jeder sollte dieses Buch gelesen haben, damit die Geschichten der Vernichteten Juden nicht vergessen wird. Was damals in Deutschland geschah ist nicht unsere Schuld und ich denke mir müssen uns heute nicht mehr dafür rechtfertigen, denn ich habe nichts damit zu tun gehabt. Jedoch bin ich dafür verantwortlich, dies nie wieder gesehen zu lassen und das die Erzählungen der Zeitzeugen nicht in Vergessenheit gerät!

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  • Der historische Roman "Wir waren doch so jung"

    Wir waren doch so jung

    CryingWolf

    06. July 2016 um 23:28

    Der historische Roman „Wir waren doch so jung“ erzählt die berührende Geschichte von Jakob Bergmann und Annie Vries, zwei Juden, die noch vor dem Zweitem Weltkrieg eine Liebesbeziehung aufbauen und von dem Krieg überrascht werden. Der junge Jakob wird von seinen Freunden aufgrund seiner Religion gehänselt und verlassen. Er wechselt auf eine andere Schule und lernt dort die jüngere Annie kennen. Schon bald verbindet die beiden mehr als nur eine Freundschaft und sie lernen, dass sie einander brauchen, um zu überleben. Beim Ausbruch des Krieges kämpfen die beiden um ihr Leben und das ihrer Familien. Während des Krieges widerfahren den Protagonisten viele Schicksalsschläge, die die Bindung zwischen ihnen aber nur noch zu stärken scheinen. Unerwartet bekommen sie Hilfe von einem alten Kindheitsfreund von Jakob, deren Wege sich durch die HJ trennten. Als der Krieg sich dem Ende neigt, werden die beiden Hauptcharaktere voneinander getrennt... Der Roman ist sehr bewegend und herzzerreißend geschrieben. Die Story regt auch außerhalb des Buches zum Nachdenken an und klingt noch sehr lange nach. Die Autoren vermitteln dem Leser ein klares Bild vom Geschehen und er kann sich sehr gut in den Protagonisten hineinversetzten. Dabei ist aber auch das realistische Handeln der Nebencharaktere sehr gut gelungen. Mir persönlich hat die Art der Einbringung von historischen Ereignissen sehr gut gefallen. Der Leser fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und kann alles gut miterleben. Allerdings muss ich auch einen kleinen Mangel anbringen: Wenn der Leser einmal aus dem gelungenen Lesefluss ausgestiegen ist, kommt er nur sehr schwer wieder hinein. Das Buch finde ich insgesamt gelungen. Ein Vergessen der damaligen Geschehnisse ist durch dieses Buch nicht möglich, was ich als positiven Punkt betrachte. Für dieses Buch gebe ich eine klare Leseempfehlung.

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  • Die Frage bleibt: Wie konnte eine ganze Nation nur so verblendet sein?

    Wir waren doch so jung

    Waschbaerin

    28. June 2016 um 23:30

    Mit der Rezension dieses Buches tue ich mich etwas schwer. Das Thema ist heute noch immer erschreckend und man fragt sich auch noch nach so vielen Jahren, wie konnte eine ganze Nation nur so verblendet sein? Wie konnten diese Mitmenschen, auf der einen Seite nette Familienväter oder Mütter sein, auf der anderen Seite Menschen eines anderen Glaubens so quälen? Nichts auf der Welt kann das jemals rechtfertigen. Die Geschichte von Anni und ihrem Freund könnte tatsächlich so gewesen sein. Der Erzählstrang ist gut durchdacht und logisch aufgebaut. Der Anhang am Ende des Buches führt dem Leser vor Augen, was alles möglich war in dieser schrecklichen Zeit. Für all das müsste ich 5 Sternchen geben. Jetzt das große ABER. Die Sprache ist mir für einen Roman dieses Genres zu hölzern. In diesem Stil erwarte ich eher ein Sachbuch als einen Roman, der den Leser packen soll. Ich finde die ganze Geschichte als Leser schrecklich und möchte mich in die Gefühlswelt der Protagonisten einfinden, werde aber durch die Art des Schreibens gefühlsmäßig nur bedingt gepackt. Irgendwie wirkt mir die Wortwahl, der Aufbau, zu distanziert. Da würde ich nochmals rangehen und einige Änderungen vornehmen. Diese ewige Angst vor der Entdeckung und dem drohenden Tod sollte stärker herausgearbeitet werden. Auch der Verrat durch den besten Freund muss eine furchtbare Enttäuschung gewesen sein, doch auch das plätschert irgendwie dahin, wird von dem Protagonisten ohne großen Emotionen angenommen. Auch da könnte man etwas nachbessern. Hätte ich nicht selbst eine Überlebende dieser Schrecken kennengelernt und gesehen, wie sehr sie die Erinnerung auch noch nach Jahrzehnten schmerzt, vielleicht wäre ich dann auch der Meinung, mit der Zeit verblasst die Erinnerung etwas. Die Dokumentation am Ende des Buches finde ich wiederum gelungen. Sie dient dem Leser als große Hilfe, denn einige der Charaktäre des Buches finden sich da wieder. Zu wissen, was das steht ist keine Fiktion sondern war Realität, damit müssen wir uns immer wieder auseinandersetzen.

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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    • 779
  • Geht sehr nah

    Wir waren doch so jung

    histeriker

    25. June 2016 um 20:45

    Inhalt:Dieses Buch beschäftigt sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Umgang mit den Juden.Bewertung:Das Buch hat zwei Teile. Der erste Teil ist ein Roman, der zweite Teil fasst die Erlebnisse der Charaktere zusammen und zeigt an welche Quellen diese angelehnt wurden.Ich habe schon mehrere Bücher mit diesem Thema gelesen und kenne mich berufsbedingt mit dem Thema ziemlich gut aus. Vielleicht deswegen konnte ich das Buch nicht am Stück lesen, esging mir zu nah. Weil man weiß, wie es wahrscheinlich enden wird, berühren die Ereignisse wahrscheinlich noch mehr.Der Romanteil ist  sehr gut lesbar und im Still gut geschrieben. Es ist angenehm zu lesen, wenn man das über ein Buch zu diesem Thema sagen kann. In meiner Version gab es einige Fehler, aber nicht so viele, dass es mich stören würde und ich bin ziemlich kritisch, wäre betrifft.Die Charaktere sind gut ausgewählt und man kann sich mit ihnen gut identifizieren, was teilweise gerade die unangenehmen Gefühle beim Lesen verursacht. Trotzdem oder gerade deswegen finde ich es richtig und sehr wichtig.Der zweite Teil ist für mich das Wichtige und Wertvolle an diesem Buch. Es verbindet die Erzählung mit den historischen Ereignissen und zeigt dadurch, dass das Buch nicht ausgedacht ist. Für mich ist dieses Buch ein sehr wertvoller Beitrag zu diesem Thema.

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  • Eine eindringliche Mahnung gegen das Vergessen

    Wir waren doch so jung

    anushka

    23. June 2016 um 22:47

    Aachen, 1930er Jahre: Jakob Bergmann wächst als Kind behütet auf und seine Eltern haben mit ihrem Schreibwarenschäft ein gutes Auskommen. Doch die Situation wird für Juden zunehmend schwieriger und unangenehmer. Zunächst sind es nur Schikanen seiner Mitschüler, doch bald bemerkt Jakob, dass er von immer mehr Dingen des täglichen Lebens ausgeschlossen wird. Schließlich wird er der Schule verwiesen und besucht fortan eine jüdische Schule, in der er auch Annie kennenlernt, sich mit ihr befreundet und sich schließlich in sie verliebt. Gemeinsam stehen sie den Veränderungen in Deutschland unter Hitler hilf- und fassungslos gegenüber bis die Eltern sich schließlich schweren Herzens für eine Auswanderung entscheiden. Doch ist es bereits zu spät?"Wir waren doch so jung" ist eine eindringliche Geschichte, deren Figuren zwar fiktiv sind, doch deren Schlüsselerlebnisse auf wahren Erlebnissen verschiedener Zeitzeugen beruhen. Die Kapitel schreiten in Jahresschritten schnell voran und man erlebt eher jeweils "Blitzlichter" aus dem Leben Jakobs und Annies in diesen Jahren. Das kann einerseits unbefriedigend sein, weil man die Figuren vielleicht nicht nah genug kommt. Mir dagegen hat das die fortschreitende Entwicklung eher vor Augen geführt, die bei kleinschrittigerer Einteilung vielleicht zu schleichend gewesen wäre und zu Gewöhnungseffekten geführt hätte. Mich habe die Figuren auch so emotional erreicht, vor allem die lange während Leugnung der Eltern und deren Hoffnung auf eine baldige Verbesserung sind mir nahe gegangen. Die Geschichte bietet auch einiges an Spannung und neben alt bekanntem Wissen und unvermeidlichen KZ-Szenen einige neue interessante Details, wie beispielsweise, dass eine Emigration offiziell noch längere Zeit möglich war.Der Anhang fasst das zentrale Geschehen jedes Kapitels noch einmal zusammen und schlüsselt detailliert auf, was davon auf wahren Berichten beruht und wie diese im Original lauteten. So etwas mag ich bei historischen Romanen ja ganz besonders und in diesem Buch haben sich die Autoren an dieser Stelle auch sehr viel Mühe gegeben, alles genau zu dokumentieren. Leider sind manche der abgedruckten Dokumente in der EBook-Version beim Lesen mit einem Reader (älteren Baujahrs) nicht gut erkennbar, sodass ich klar die Printausgabe empfehle oder zumindest ein Lesegerät, mit dem man in Bilder hineinzoomen kann.Das Buch ist eine gelungene Bemühung gegen das Vergessen, gerade jetzt, wo die Zeitzeugen immer weniger werden. Bald wird man diese Zeit nur noch aus schriftlichen oder Fernsehdokumentationen kennen. Der menschliche Aspekt wird dabei immer mehr verloren gehen. Umso wichtiger sind die literarischen Werke, die es schaffen, einen emotional zu berühren und dadurch auf das Leid der Menschen aufmerksam zu machen. Eine klare Leseempfehlung, auch für jugendliche LeserInnen.

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