Jennifer Roberson

 4 Sterne bei 355 Bewertungen

Alle Bücher von Jennifer Roberson

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Schwertmeister

Schwertmeister

 (23)
Erschienen am 20.03.2015
Herrin der Täler

Herrin der Täler

 (20)
Erschienen am 26.09.2005
Schwertsänger

Schwertsänger

 (18)
Erschienen am 20.03.2015
Dämonenkind

Dämonenkind

 (18)
Erschienen am 05.11.2007
Schwertmagier

Schwertmagier

 (15)
Erschienen am 20.03.2015
Schwertrache

Schwertrache

 (15)
Erschienen am 20.03.2015

Neue Rezensionen zu Jennifer Roberson

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Kopf-Kinos avatar

Rezension zu "Herrin der Wälder" von Jennifer Roberson

Der König von Sherwood - aus Marians Sicht
Kopf-Kinovor 3 Jahren

»Gib mir einen Helden«, bat er seine Muse. [...] »Gib mir einen Mann und eine Frau, um die sich Legenden ranken können, und gib mir das Talent, diese Legenden zu ewigem Leben zu erwecken.«

England, 12. Jahrhundert: Robert von Locksley kehrt unerwartet nach langer Gefangenschaft und vom Kreuzzug heim. Schwer lasten die Erinnerungen auf seinen Schultern, schwerer noch die letzte Botschaft vom getöteten Sir Hugh, die er dessen Tochter Lady Marian ausrichten muss: Marian soll nun als Waise und Mündel des Königs, Richard Löwenherz, den Sheriff von Nottingham ehelichen. Der rechtmäßige König jedoch befindet sich in Gefangenschaft und sein raffgieriger Bruder, Prinz John, greift bereits nach der Krone. Inmitten dieser Tumulte hat Marian jedoch eine ganz andere Vorstellung von ihrem Leben...

Mit 'Herrin der Wälder' verdichtet Jennifer Roberson die bekannte Robin-Hood-Legende in einem neuen Gewand und erzählt Robins Vorgeschichte, unter welchen Umständen er den Heldenstatus und den Namen 'Robin Hood' erlangte. All dies wird vordergründig aus einer ungewohnten und somit innovativen Perspektive geschildert: aus der Sicht einer Frau. Lady Marian.

Meine Buchbesprechung bezieht sich auf die bereits vergriffene Taschenbuchausgabe aus dem Hause Blanvalet mit dem ISBN 3-442-35809-4, die lediglich gebraucht erworben werden kann.

Die Autorin hat sich gewiss keiner leichten Aufgabe gestellt: Vielen sind die Erzählungen rund um Robin Hood, seinen Mannen und Lady Marian bekannt, obgleich keine überlieferte Geschichte existiert, sondern sich lediglich Balladen um jene Legende ranken, die sich inhaltlich sehr unterscheiden. Somit zieht sich vermutlich jeder Interessierte seine individuelle Vorliebe aus der Legende heraus: die einen lieben die Abenteuer, die anderen fasziniert die Liebesgeschichte. Jedem potenziellen Leser gerecht zu werden, ist demnach sehr schwierig. Die Autorin wiederum legte ihr Hauptaugenmerk auf die handelnden Personen und deren Umstände.

Roberson gewährt einen guten Einblick in die damalige Zeit und gibt in verzerrten Rückblenden bzw. Erinnerungsfetzen ebenfalls ein Gefühl für die Kreuzzüge wider. Zusätzlich dazu erhält der Leser dank den gewählten Perspektiven die verschiedenen Standesschichten und deren Lebensumständen repräsentativ dargestellt, zumal sich das Buch in der ersten Hälfte überwiegend dem Leben der Leute, Robins Heimkehr und der politischen Situation Englands unter Prinz John widmet. Interessant finde ich, wie es Roberson plausibel und glaubhaft innerhalb der Geschichte schaffte, dass ein Adliger eine Bande aus Geächteten gründet – eine Vermischung der sozialen Klassen, die es so nicht gegeben hätte, macht die Autorin greifbar.

Leider kommen die sagenumwobenen Abenteuer von Robin Hood und seinen Mannen zu kurz: Ein, zwei Überfälle und das war's. Dies ist vermutlich der Hauptbetonung auf Marian zu verschulden. Insgeheim hatte ich mir jedoch wesentlich mehr erhofft.

Robin bekommt dank den Auswirkungen des Kreuzzugs und der darauf folgenden Gefangenschaft bei den Saraszenen eine interessante Vielschichtigkeit und spannende Psyche, deren Verlauf ich gerne folgte, da Robin dadurch Schattenseiten aufweist.

Marian entwickelt sich zunehmend zu einer starken und handlungsfähigen Frau, obgleich sie von den Erwartungen und daraus resultierenden Verantwortungen, die damals üblicherweise an eine mittelalterlichen Frau gestellt wurden, sehr geprägt ist. Demnach wirkt sie recht authentisch und wird im historischen Kontext als weibliche Figur real dargestellt.

Die Motive der Antagonisten für ihre Bösartigkeit werden teilweise verständlich gemacht, sodass sie zwar ihre Rolle erfüllen, aber nicht alles transparent machen. Prinz John wird – zum Glück – keinesfalls als dumm oder Narr, sondern gerissen und intrigant dargestellt, was mir gut gefiel.

Einige, tendenziell nebensächliche Figuren, wie Will Scarlet, werden gut durchleuchtet, zumal der Leser beispielsweise erfährt, wie er zu seinem Namen kam. Andere wiederum bleiben eher blass, schablonenhaft und werden auf nur wenige Attribute reduziert; so wird beispielsweise Bruder Tuck für meinen Geschmack ein paar Mal zu häufig lediglich als „fett“ bezeichnet.

Bei dem beinahe inflationären Gebrauch der erwähnten „hochgehobenen Augenbrauen“ rollte ich im Laufe der Geschichte zunehmend mit den Augen. Auf der anderen Seite erfreute ich mich an altertümlichen Wörtern, wie beispielsweise „ihm deucht“ - da jauchzte mein literarisches Herz. Grundsätzlich war ich vom Schreibstil überwiegend positiv überrascht, da sich die Sprache der jeweiligen Zeit anpasst. Abgesehen davon ist das Buch sehr leicht und flüssig geschrieben. In kleinen, eingestreuten Passagen blitzt sogar Humor hervor, was mich zum Schmunzeln brachte.

Weniger gefielen mir die inhaltlichen Wiederholungen, die ab und an vorkamen. Die Handlung war - aus meiner Sicht – keinesfalls dermaßen verwirrend, als dass sie von Nöten wären, um dem einfachen Verlauf folgen zu können.

Die Liebesgeschichte wird einfühlsam beschrieben und schlittert meiner Meinung nach am Kitsch vorbei - ganz knapp, aber immerhin. An manchen Stellen wirkt der Erzählstil - trotz der Auseinandersetzung mit den Gefühlswelten der Figuren – an manchen Stellen ein wenig zu nüchtern und bremst dadurch die Spannung, was aber selten vorkommt.

Zusammenfassend kann ich den Roman trotz Abstriche jedem empfehlen, der Robin Hood und seine (Vor-)Geschichte mit Hauptbetonung auf Marian lesen möchte. Ich vergebe 3 Sterne und war froh, das Buch zur reinen Unterhaltung gelesen zu haben. Kein Muss, aber in Ordnung für zwischendurch.

Der Roman stellt übrigens den ersten Teil einer Dilogie dar, kann jedoch für sich alleine stehen.

PS: Eine weitaus blutigere Adaption der Legende stellt Angus Donalds 'Der Barde' dar, siehe unten in der Verlinkung.

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Ajanas avatar

Rezension zu "Die Herrin von Sherwood" von Jennifer Roberson

Die Geschichte von Robin Hood und Marian geht weiter
Ajanavor 5 Jahren

*Inhalt*

Frankreich, im Jahre 1199: Richard Löwenherz liegt im Sterben und verlangt nach Robert von Locksley. Er eröffnet ihm, dass er die Krone an seinen Bruder John, Graf von Mortain, weitergeben wird. Damit ist klar, dass die Begnadigung für Robin und seine Männer aufgehoben ist. Denn John und sein Vertrauter, der Sheriff von Nottingham, werden keine Sekunde zögern, Robin aufs Schafott zu schicken. So bleibt den Freunden nur der Weg zurück in die Gesetzlosigkeit, doch die Geschehnisse drohen die Liebe zwischen Robin und Lady Marian zu zerreißen ...

*Meine Meinung*

Lange stand dieses Buch in meinem Regal, aber ich bin froh, dass es jetzt daraus befreit habe.

Irgendwie war der richtige Moment, mal wieder etwas über Robin Hood zu lesen, auch wenn es eigentlich der Autorin wohl eher um seine Geliebte Marian zu gehen scheint.

Der Schreibstil hat mir gleich von Anfang gut gefallen und ich war schnell mitten in der Geschichte. Robert von Locksley ist mit Richard Löwenherz in den Kampf gezogen und ist nun kein Geächteter mehr. Doch nun liegt der König im Sterben und damit wird es immer wahrscheinlicher, dass sein Bruder John zu seinem Nachfolger wird... Schrecklich. Würde dies doch für Robin und seine Freunde heißen, dass sie Gefahr laufen wieder zu Geächteten zu werden. Wie können sie es nur verhindern?

Den nicht nur von dem zukünftigen König geht eine Gefahr aus...nein auch von dem Sheriff von Nottingham, dem Robin und seine Freundin seit sie Steuergelder für die Befreiuung von Richard Löwenherz vor einigen Jahren gestohlen ein Dorn im Auge ist, will sie unbedingt stürzen sehen. Mit allem Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Robin und Marian stehen wieder einmal vor schwierigen Entscheidungen. Schafft es der Sheriff sie auseinander zu treiben? Wird ihre Liebe zueinander alles überstehen?

Ich habe mich von diesem Buch wirklich unterhalten gefühlt und war am Ende ein wenig traurig, dass das Buch zu Ende war. Leider bleibt vieles offen, sodass ich mich ein wenig darüber ärgere, weil ich so halboffene Enden nicht so gerne mag.

*Mein Fazit*

Nicht nur für Fans von Robin Hood und seinen Freunden. Spannend und gut geschrieben, mit allem was eine Abenteuergeschichte aus dem 12. Jahrhundert benötigt. Das Buch stand wirklich zu Unrecht so lange in meinem Regal. Wegen dem Ende muss ich dem Buch aber doch einen Stern abziehen. Ich denke aber, dass Buch ist eher an Frauen gerichtet, auch wenn es für Männer auch ein paar Kampfszenen gibt.


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Rezension zu "Herrin der Wälder" von Jennifer Roberson

Robin Hood?Wohl ehr nicht
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Also ich war ehrlich enttäuschd von diesem Buch. Ich hatte mich auf eine spannende Robin-Hood-Geschichte gefreut und stattdessen nur einen extrem langezogenen Anfang davon bekommen. Ein ganzes Buch dafür verschwendet zu erklären warum ein Adeliger beschließt ein Dieb zu werden. Seine zukünftige Bande taucht kurz gegen Ende des Buches auf und wird nicht als die lustige Truppe beschrieben die sie sein soll.

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