Jennifer Ryan Der Frauenchor von Chilbury

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Inhaltsangabe zu „Der Frauenchor von Chilbury“ von Jennifer Ryan

Wie Frauen in schweren Zeiten durch Singen ihre eigene Stimme fanden
Inspiriert von der Geschichte ihrer Großmutter erzählt die britische Autorin Jennifer Ryan in ihrem Debüt 'Der Frauenchor von Chilbury' von einer Gruppe starker Frauen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in einem kleinen Ort in England.
1940: Als immer mehr Männer nach London gehen oder eingezogen werden, beschließt der Pfarrer von Chilbury in der Grafschaft Kent, den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind zutiefst enttäuscht. Was bleibt ihnen im schwierigen Kriegsalltag noch? Doch dann kommt die Musikprofessorin Primrose Trent aus London im Ort unter. Sie ist der Überzeugung, dass Musik gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist und schlägt die Gründung eines reinen Frauenchors vor. Die Idee stößt auf Skepsis. Ein Chor ganz ohne Bässe und Tenöre? Aber Primrose gibt nicht auf: Mit Energie und Leidenschaft treibt sie ihr Projekt voran – ihr Enthusiasmus und die wundervolle Musik, die entsteht und die sie sich selbst nie zugetraut hätten, überzeugen die Frauen und richten sie auf. Der Chor hilft ihnen, ihre eigene Stimme zu finden. Fünf grundverschiedene Frauen und Mädchen erzählen von ihrem Leben im Dorf und davon, wie der Krieg ihr Leben verändert – wie er Verlust, Trauer und Angst erzeugt, aber doch nicht verhindern kann, dass auch Freundschaft und Liebe entstehen.

Hat mir gut gefallen

— brauneye29

Einfach facettenreich und spannend, ich bin etwas traurig, Chilbury zu verlassen...

— 4Mephistopheles

Komisch, traurig, philosophisch und spannend bis zur letzten Seite: Ein phantastisches Beispiel für Stärke und Zusammenhalt von Frauen

— orfe1975

Bewegende Geschichte einer Dorfgemeinschaft im Zweiten Weltkrieg.

— Sidny

Tolles Portrait eines kleinen englischen Dorfes im 2.Weltkrieg. Ein bisschen mehr Chor wäre schön gewesen.

— Inge78

Frauen, emanzipiert euch! Eine Geschichte von der Stärke weiblicher Gemeinschaften. Lesenswert!

— Caillean79

Tolle Geschichte, mitreißend und berührend

— Wuestentraum

Schöne Geschichte über den Zusammenhalt von Frauen zu Kriegszeiten und die heilende Kraft der Musik.

— ConnyKathsBooks

Großartige Geschichte eines kleinen Dorfes zu Kriegszeiten, in dem die Frauen sich nicht unterkriegen lassen.

— Pusteblume85

Tolles Buch über starke Frauen in einer schwierigen Zeit!

— Stephi90

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Ich empfehle dieses Buch allen weiter, die mal wieder etwas ganz anderes und eher ruhiges lesen wollen.

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    Der Frauenchor von Chilbury

    Nika488

    30. March 2018 um 08:38

    Jennifer Ryan - Der Frauenchor von Chilbury  Kurzbeschreibung! Wie Frauen in schweren Zeiten durch Singen ihre eigene Stimme fanden Inspiriert von der Geschichte ihrer Großmutter erzählt die britische Autorin Jennifer Ryan in ihrem Debüt »Der Frauenchor von Chilbury« von einer Gruppe starker Frauen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in einem kleinen Ort in England. 1940: Als immer mehr Männer nach London gehen oder eingezogen werden, beschließt der Pfarrer von Chilbury in der Grafschaft Kent, den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind zutiefst enttäuscht. Was bleibt ihnen im schwierigen Kriegsalltag noch? Doch dann kommt die Musikprofessorin Primrose Trent aus London im Ort unter. Sie ist der Überzeugung, dass Musik gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist und schlägt die Gründung eines reinen Frauenchors vor. Die Idee stößt auf Skepsis. Ein Chor ganz ohne Bässe und Tenöre? Aber Primrose gibt nicht auf: Mit Energie und Leidenschaft treibt sie ihr Projekt voran – ihr Enthusiasmus und die wundervolle Musik, die entsteht und die sie sich selbst nie zugetraut hätten, überzeugen die Frauen und richten sie auf. Der Chor hilft ihnen, ihre eigene Stimme zu finden. Fünf grundverschiedene Frauen und Mädchen erzählen von ihrem Leben im Dorf und davon, wie der Krieg ihr Leben verändert – wie er Verlust, Trauer und Angst erzeugt, aber doch nicht verhindern kann, dass auch Freundschaft und Liebe entstehen. MEIN FAZIT !! Ich muss sagen ich habe mächtig viel von diesem Buch gehört und gelesen.. ich habe mich riesig gefreut als es in unserer Bücherei vorhanden war zum ausleihen und mir war sofort klar ich muss das lesen...  Ich liebe historische Bücher, ich liebe wahre Begebenheiten und ich liebe Geschichten über starke Frauen .  Frau Ryan dieses Buch ist ein grandioses Erstlingswerk. Ich wäre nie darauf gekommen, das es ihr erstes Buch ist ... der Schreibstil, dieses Thema und die Tagebücher machen dieses Buch so interessant... Ich muss sagen ich liebe Mrs Tilling, diese Frau zeigt echt was in ihr steckt und ich bewundere ich Stärke ... umso mehr hat mich das Ende gefreut und ich muss sagen es ist eine Traumkonstellation ... Meine kleine süsse Kitty, dieses Mädchen hat einfach das Herz am rechten Fleck... ich weiss selber wie es ist anzuecken, weil man immer sagt was man denkt und immer ehrlich ist zu den Menschen... das ist genau der Grund warum ich immer gesagt hab Kitty du machst das richtig und es hat sich für Sie auch alles genau in die richtige Richtung bewegt ... dieses Kind ist gewachsen mit ihrer Story und ist mutig und erwachsen geworden ... Ich hatte einen Moment im Buch, wo die liebe Prim mich zum weinen gebracht hat ... ihre Ansichten sind phänomenal... es regt zum Nachdenken an ... ich muss sagen ich wollte das Buch zu klappen als das für mich unfassbare geschehen ist ...  Leid, Tod und Trauer waren bei allen  in kriegszeiten ein großes Thema. Nur mit Zusammenhalt, Stärke und liebe konnte man dieses Zeit überstehen ... genau das zeigen uns die Frauen von Frauchenchor . .. es zeigt das Musik viel bewirken kann... viele Liedtext regen einen zum Nachdenken an und man fühlt mit ... Töne, Texte und stimmen können verbinden, können einen abholen, einem helfen und einfach mal bewirken das man für einem Moment vergisst, abschaltet oder seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann ...  Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite... Hut ab für dieses tolle Buch...

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  • Hat mir gut gefallen

    Der Frauenchor von Chilbury

    brauneye29

    12. March 2018 um 21:04

    Zum Inhalt:Inspiriert von der Geschichte ihrer Großmutter erzählt die britische Autorin Jennifer Ryan in ihrem Debüt 'Der Frauenchor von Chilbury' von einer Gruppe starker Frauen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in einem kleinen Ort in England. Meine Meinung:Das war ein richtig schönes Buch. Die Erlebnisse der Frauen in Chilbury haben mich gefesselt und haben mich ein wenig in die Zeit versetzt. Schön fand ich den Perspektivwechsel in der Erzählweise. Mal als Journal, mal als Brief bekommt man immer wieder eine andere Sichtweise vermittelt. Der Schreibstil war ausgesprochen gut lesbar und passte auch gut zur Geschichte. Die Protagonisten waren einem am Ende des Buches richtig vertraut und es war schade, dass das Buch zu Ende war. Fazit:Schönes Buch.  

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  • Die Stärke von Englands Frauen im 2. Weltkrieg

    Der Frauenchor von Chilbury

    orfe1975

    05. February 2018 um 17:44

    Cover und Gestaltung: Den Titel ziert das Foto eines typisch englischen Dorfes. Anhand des Oldtimers kann man sehen, dass es schon älter sein muss. Optisch erinnerte es mich an die Reihe "Der Doktor und das liebe Vieh". Es passt zum Titel, dennoch hätte ich das englische Cover, auf dem die 5 Protagonistinnen abgebildet sind, passender gefunden.Als Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen ist das Buch einfach ein tolles Schmuckstück im Regal. Inhalt: Chilbury, ein englisches Dorf in Zeiten des 2. Weltkrieges. Die meisten Männer sind im Krieg und wegen Sängermangel will der Dorfpfarrer den Chor auflösen. Doch dann kommt Musikprofessorin Primrose Trent aus London in den Ort. Sie beschließt, den Chor ausschließlich mit Sängerinnen wieder zu eröffnen. Mit dieser Entscheidung verändert sie entscheidend das Leben der Frauen und letztendlich des ganzen Dorfes. Mein Eindruck: Als erstes fiel mir der Sprachstil positiv auf: Man spürt sofort den gewissen, britischen Flair und obwohl die Geschichte in Kriegszeiten spielt, ist immer wieder der typisch britische Humor, manchmal auch Sarkasmus zu spüren. Die Handlung hat mich angenehm überrascht: ich hatte eine Geschichte erwartet, die sich ausschließlich um den Chor und die Musik dreht. Aber es wird viel über den Alltag der Frauen und ihre Gefühle berichtet. Die 5 weiblichen Hauptfiguren kommen mittels ihrer Briefe und Tagebücher abwechselnd zu Wort: Die dreizehnjährige Kitty Winthrop und ihre achtzehnjährige Schwester Venetia, das zehnjährige tschechische Flüchtlingsmädchen Silvie, sowie die verwitwete Mrs. Tilling und die leicht verbitterte Hebamme Mrs. Paltry. Diese persönlich formulierten Passagen wurden von der Autorin so geschickt eingeflochten, dass sich im Ganzen eine höchst spannende Handlung ergibt. Man erlebt tragische, komische, rätselhafte und aufregende Momente mit den 5 Frauen: Jeder im Dorf hat etwas zu verbergen, jeder tratscht über jeden und der Chor ist letztendlich der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Geschehens, der alle Frauen auf gewisse Art zusammen schweißt. "Dinge, die man sich merken sollte, bevor die Menschen in den Krieg ziehen- Die Form ihres Körpers - so sieht die Lücke aus, die Menschen reißen, wenn sie uns verlassen- Die Art, wie sie sich bewegen, wie sie gehen, wie schnell sie sich umwenden- Alle Gerüche und der persönliche Duft, der langsam vergeht- Ihre Farbe, die alles überstrahlt, sogar ihren Tod." (Auszug aus Kittys Tagebuch, S.30)Besonders Kittys Gedanken fand ich sehr beeindruckend, erscheinen sie für eine 13-Jährige sehr reif und sind gut und treffend formuliert. Aber auch insgesamt ist es interessant, die Entwicklung der Frauen zu beobachten. Viele entdecken durch den Chor, welche Stärken in ihnen schlummern und dass sie durch die Abwesenheit der Männer Talente entfalten können, die sich vorher unterdrückt hatten. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit: Die Autorin hat es auf Erzählungen ihrer Großmutter und deren Bekannten begründet, aber einen Teil auch dazu gedichtet. Ich war erstaunt, wie lebensnah diese Geschichte auf mich wirkte. Ich hatte den Eindruck, live dabei zu sein. Mir ging das Buch sehr nahe und ich hab bis zum Schluss mitgefiebert - ein echter Page­tur­ner! In den Tagebucheinträgen und Briefen finden sich viele schöne Gedanken, weswegen ich das Buch noch öfter zur Hand nehmen und darin blättern werde. Fazit: Komisch, traurig, philosophisch und spannend bis zur letzten Seite: Chilburys Frauenchor ist ein phantastisches Beispiel für Stärke und Zusammenhalt von Frauen

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  • Der Frauenchor

    Der Frauenchor von Chilbury

    Steffi1611

    15. January 2018 um 11:41

    Die Autorin Jennifer Ryan nimmt den Leser mit ins Jahr 1940 nach England in das beschaulichen Dörfchen Chilbury in der Grafschaft Kent. Da sich fast alle Männer im Krieg befinden, beschließt der Pfarrer den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind traurig darüber aber nehmen es hin. Durch den Zuzug einer Musikerin aus London mit einer sehr offenen und direkten Art wird der Chor wieder ins Leben gerufen. Es handelt sich jetzt um einen reinen Frauenchor. Zur damaligen Zeit eine Sensation.Rund um den Chor und seine Mitglieder dreht sich die Geschichte. 5 Frauen erzählen in unterschiedlicher Art und Weise von ihren Erlebnissen im Laufe des Jahres. So gibt es unter anderem ein Tagebuch, sowie Briefe oder ein Journal. Durch diese Erzählweise wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln erzählt. Nie wird es langweilig in dem Buch.Der Krieg ist zentrales Thema und beeinflusst das Leben des ganzen Dorfes. Es gibt viele traurige und schmerzende Momente aber ebenso gibt es Lachen, Glück und Musik auch in dieser schweren Zeit.Die Entwicklung welche jede der Frauen mitgemacht hat, ist klar zu erkennen. Es zeigt sich, dass Frauen auf sich alleine gestellt, manchmal unglaubliche Kräfte entwickeln, wo sie selber nicht mitgerechnet haben.Das Cover passt perfekt zu der Geschichte. Genau so stellt man sich beim Lesen das Dorf vor. Typisch englische Dorfidylle.Der Schreibstil ist schön und auf jede Erzählerin abgestimmt. Die Geschichte zieht einen beim Lesen in seinen Bann.Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es nur empfehlen.

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  • Musik spendet Trost in einer dunklen Zeit

    Der Frauenchor von Chilbury

    Sidny

    01. January 2018 um 16:34

    Kent, im Frühjahr 1940: Der Zweite Weltkrieg hat gerade erst begonnen, doch im kleinen Dorf Chilbury wurden bereits alle Männer des Gemeindechors einberufen oder zum Dienst an der Heimatfront versetzt. Das veranlasst den Vikar dazu, den Chor kurzerhand aufzulösen, womit sich die Chordamen - wenn auch zähneknirschend - abfinden müssen. Zumindest bis die resolute Prim auf der Bildfläche erscheint. Sie ist Musikprofessorin, und der festen Überzeugung, dass gerade in schweren Zeiten gar nicht genug gesungen werden kann. Dank dieser energischen Dame findet sich also bald der neugegründete "Frauenchor von Chilbury" zu seiner ersten Probe zusammen.Chilbury ist nur scheinbar ein verschlafenes Dörfchen in der Provinz, denn hinter den Kulissen tun sich wahre Abgründe auf. Aus der Sicht von fünf weiblichen Hauptfiguren, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, erkundet der Leser die dichten Verflechtungen innerhalb der Dorfgemeinschaft.Den Anfang macht die Gemeindeschwester Mrs. Tilling, bereits seit vielen Jahren verwitwet, deren einziger Sohn sich freiwillig gemeldet hat. Ihr Gegenpol, die etwas einfach gestrickte Hebamme Edwina Paltry, hat hochfliegende Pläne, scheitert aber meistens an deren Umsetzung. Die Schwestern Venetia und Kitty Winthrop, die sich nicht sonderlich gut leiden können, lernt man im Anschluss kennen. Die 18-jährige Venetia ist eine kleine Lolita, die allen Dorfjünglingen den Kopf verdreht, die 13-jährige (fast vierzehn!) kindlich-naive Kitty möchte später einmal Sängerin werden und sieht im Chor die richtige Basis für dieses Vorhaben. Zu guter Letzt gibt es noch das stille tschechische Flüchtlingsmädchen Silvie, das wenig spricht, aber viel hört.Mrs. Tilling, Kitty und Silvie führen ein Tagebuch, Venetia und Edwina stehen in regem Briefkontakt - Venetia mit ihrer Freundin Angela, Edwina mit ihrer Schwester.Die einzelnen Abschnitte in Form von Tagebucheinträgen und Briefen wechseln sich chronologisch in schnellem Rhythmus ab, so dass der Leser oftmals dasselbe Ereignis aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann. Dies machte für mich zum Großteil den Reiz des Buches aus: durch die abweichende Motivlage, Bildung und Herkunft der Protagonistinnen findet man hier immer wieder einen Anlass zum Schmunzeln, denn Jennifer Ryan erzählt ihre Geschichte stets mit einem kleinen Augenzwinkern.Trotz der häufigen Perspektivwechsel kam nie Verwirrung auf, wer denn nun gerade im Fokus steht, denn stilistisch unterscheiden sich die einzelnen Passagen erheblich voneinander. Man merkt sofort, ob gerade die abgeklärte Mrs. Tilling, die jugendliche Kitty oder die etwas linkische Edwina am Zug ist. Trotzdem fand ich es schön, dass der Verlag zur Verdeutlichung unterschiedliche Schriftarten verwendet hat, wodurch der Charme dieser ungewöhnlichen Erzählweise noch unterstrichen wird."Der Frauenchor von Chilbury" wäre für mich fast ein perfekt gelungenes Buch gewesen, doch leider habe ich auch noch zwei Details, über die ich gestolpert bin. Es gibt eine Szene im Buch, in der viele Verletzte zu versorgen sind. In einem Nebensatz wird erwähnt, dass Mrs. Tilling sogar eine abgetrennte Hand wieder annähen musste. Mir ist klar, dass in Kriegszeiten medizinische Standards ihre Gültigkeit verlieren, aber dennoch wird eine solche Operation die Fähigkeiten einer Krankenschwester wohl weit übersteigen, und selbst für einen Chirurgen dürfte das im Jahr 1940 und unter idealen Umständen noch Zukunftsmusik gewesen sein.Was ebenfalls völlig aus der Zeit gefallen schien, war die Beschreibung der Damenmode. Ich bin keine Expertin auf dem Gebiet, aber ein Fan alter Filme, und in den späten 30ern und den Kriegsjahren war die Mode insgesamt wohl eher schlicht und geradlinig. Daher fand ich es irritierend, dass Venetia Petticoats unter weit schwingenden Kleidern und Röcken trägt- ein Stil, der erst in den 50er-Jahren populär wurde, als man mit Stoff auch wieder so verschwenderisch umgehen konnte.Darum gibt es von mir zwar nur vier statt fünf Sterne, aber trotzdem eine Empfehlung für dieses wunderbare Buch. Der raffinierte Aufbau und Jennifer Ryans einzigartiger Stil sorgen für genüssliche Lesestunden und eröffnen eine ungewöhnliche Sicht auf das erste Kriegsjahr, indem der Fokus auf die Menschen in der Heimat, und nicht auf die Soldaten an der Front gelegt wird.

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  • Die Emanzipation der Mrs. Tilling

    Der Frauenchor von Chilbury

    Caillean79

    26. December 2017 um 17:55

    Zeitraum der Handlung: März bis September 1940Schauplatz: Gemeinde Chilbury, Kent, EnglandErzählperspektive: Ich-PerspektiveBesonderes: Der Roman wird ausschließlich in Briefen/Tagebucheinträgen aus Sicht der jeweils Schreibenden erzählt (das machte es mir am Anfang etwas schwer, mich auf die Geschichte einzulassen, aber nach einigen Kapiteln hatte ich mich daran gewöhnt).Kapitellänge: durchschnittlich ca. 7 Seiten „Mir war, als trüge ich eine Mitschuld an dem Geschehenen, weil ich jahrelang vor diesen aufgeblasenen Männern den Kopf eingezogen hatte, statt meine Meinung mit Mut vor ihnen zu vertreten. Hätten wir Frauen dies schon vor Jahren getan, vor dem letzten oder vor diesem Krieg, würden wir möglicherweise in einer besseren Welt leben.“ – Mrs. Tilling Dieses Zitat beschreibt aus meiner Sicht sehr gut das Wesen dieses Romans. Die Frauen des Dorfes Chilbury sind während des Zweiten Weltkriegs fast auf sich allein gestellt, weil alle nur verfügbaren Männer im Krieg sind. Die neu zugezogene Musikprofessorin Prim versucht der schwierigen Situation mit den ihr gegebenen Waffen zu begegnen: sie formiert den bereits aufgelösten Gemeindechor neu und macht einen reinen Frauenchor daraus. Eine Idee, die nicht bei allen Bewohnern gut ankommt. Es stellt sich jedoch heraus, dass aus dieser besonderen Situation ein Gemeinschaftsgefühl heranwächst, das den Frauen neues Selbstbewusstsein gibt. Auch das ist nicht von jedem gern gesehen… doch der Frauenchor von Chilbury gibt sich in keiner Situation so einfach geschlagen. Das Buch erzählt authentisch vom Leben der Frauen, der Kriegswitwen und der jungen Mädchen in dieser schwierigen Zeit. Zwar geht es auch um Intrigen und Verwicklungen zwischen der Dorfbevölkerung aus verschiedenen Schichten, aber insgesamt ergibt sich doch ein recht umfassendes Stimmungsbild der damaligen Zeit. Wie die Autorin berichtet, haben sie die Geschichten ihrer Großmutter aus dem Krieg zu diesem Roman inspiriert. Ich finde, dabei ist eine gute Geschichte herausgekommen, die trotz aller Dramatik die Gemächlichkeit, Robustheit und leichte Kauzigkeit der englischen Landbevölkerung bewahrt.

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  • Was Musik alles bewirken kann

    Der Frauenchor von Chilbury

    Wuestentraum

    13. December 2017 um 09:06

    Als 1940 die Musikprofessorin Primrose Trent aus London nach Chilbury kommt, schlägt sie die Gründung eines reinen Frauenchors vor, nachdem der Pfarrer beschlossen hat, den Chor der Gemeinde aufzulösen. Sie ist der Überzeugung, dass Musik gerade in diesen schlimmen Zeiten wichtig ist und hilft. Immer mehr Männer sind nach London gegangen oder eingezogen worden. Die Frauen von Chilbury waren zutiefst enttäuscht, nachdem der Chor aufgelöst wurde und standen der Idee von Primrose anfangs skeptisch gegenüber, einen reinen Frauenchor zu gründen. Doch dann finden sie in diesem Chor durch ihre Stimmen ihr Selbstvertrauen wieder und er richtet sie wieder auf. Fünf der Frauen aus dem Chor berichten von ihrem Leben im Dorf, dadurch bekommt man einen tollen Einblick in das Leben des Dorfes während des Krieges. Die Frauen vereint der Wunsch nach Ablenkung im tristen Alltagsleben, der Trauer und der Angst, die sie haben. Ängste um ihre Ehemänner und Söhne, die an der Front sind, und der Wunsch der jungen Frauen nach Liebe und Geborgenheit. Durch Briefe und Tagebucheintragungen ist dieser Roman entstanden. Man erhält einen tollen Einblick in die Gefühle der Frauen des Dorfes, welche der Chor zusammenschweißt. Sogar zu einem Wettbewerb sind sie plötzlich angemeldet. Man konnte die Musik und den Chor regelrecht hören, so schön und klar war alles beschrieben. Jennifer Ryan schreibt offen und direkt über die grausamen Begebenheiten des Krieges, nichts wird verblümt oder verschönert. Ihr Schreibstil ist flüssig und klar, man ist ganz in der Geschichte gefangen, durchlebt mit den Frauen alle verschiedenen Gefühle und hofft und bangt mit allem mit. Die Charaktere der Protagonisten sind authentisch und so verschieden, dass man sich ein tolles Bild nicht nur vom kleinen Dorf in England, sondern auch von den Problemen und Wünschen der Frauen machen kann. Fazit: Ein wundervoller Roman mit einnehmendem tollem Schreibstil, authentisch und mitreißend. Mich hat dieser Roman gefesselt und sehr berührt. Klare Leseempfehlung und 5 Sterne von mir.

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    • 4
  • Die starken Frauen von Chilbury

    Der Frauenchor von Chilbury

    Gise

    07. December 2017 um 08:29

    1940 erreicht der Krieg den kleinen Ort Chilbury in England. Die Männer sind an der Front, und der Vikar stellt den Kirchenchor ein. Doch die Frauen finden sich in einem Frauenchor wieder. Er hilft ihnen in schweren Zeiten, die Frauen lernen den Zusammenhalt schätzen. Doch sie finden noch etwas anderes: mit ihrer Stimme finden sie auch ihr Selbstbewusstsein, für manche das erste Mal überhaupt in ihrem Leben.Das Buch lässt mehrere Teilnehmerinnen des Frauenchores zu Wort kommen, dadurch ist der Leser näher an der Geschichte dran und kann die Entwicklung der Frauen sozusagen „hautnah“ miterleben. Die Sängerinnen sind sehr verschieden, von jung bis alt, von schüchtern bis rechthaberisch, doch sie eint das Ziel, mit ihrem Gesang etwas Farbe in den schweren Alltag zu bringen. Gleichzeitig gelingt es ihnen, die Grauen des Krieges besser zu verarbeiten. So wird das Buch zu einem schillernden Mosaik, das viele verschiedene Teilchen zu einem ganz besonderen Ganzen zusammensetzt. Sehr realistisch bleibt die Autorin in der Beschreibung der Geschehnisse, nichts wird geschönt, so gibt es einen guten Einblick in das Dorfleben während des Zweiten Weltkriegs. Es bleibt der Eindruck vom Mut der Frauen, sich in schweren Zeiten zurechtzufinden und dabei ihre eigene Stimme zu erleben.Das Buch hat mich tief beeindruckt, deshalb gibt es eine unbedingte Leseempfehlung von mir und alle fünf möglichen Sterne.

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  • Starke Frauen

    Der Frauenchor von Chilbury

    Lindenblomster

    05. December 2017 um 13:22

    Von lindenblomsterBei Büchern, die aus Briefen und Tagebuch Einträgen bestehen, bin ich eher vorsichtig. Ich finde den Lesefluss dabei immer gestört. Hier aber war es ganz anders! Die Briefe und Einträge gehen nahtlos ineinander über. Das Geschehen wird dabei aus verschiedenen Perspektiven erzählt und es wurde ein flüssig zu lesender Roman. Der Roman hat Bezug genommen auf wirkliche Briefe und Tagebücher aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Es gab eine Organisation"Mass Observation", die normale Bürger aufrief Tagebuch zu schreiben und dies einzusenden. Daraus hatte auch die Autorin Jennifer Ryan einige Anregungen. Wir erfahren von verschiedenen Personen und Altersgruppen, wie das Leben zur Zeit des Krieges war. Frauen, deren Männer das zweite Mal in den Krieg mussten. Mütter deren Söhne irgendwo an der Front waren und die ängstlich hofften, der Postbote geht vorbei. Junge Mädchen, die auf die Zukunft und die Liebe hoffen. Sie alle treffen sich im Chor. Wenn die Männer nicht mehr die absolute Macht haben, können Frauen beweisen, was in ihnen steckt. Eine sehr schöne Lektüre für jedes Alter. Auch eine Empfehlung für junge Menschen, um ihnen die Grauen des Krieges zu verdeutlichen!

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  • Der LovelyBooks Advent - Buchverlosung am 03.12.2017 zu "Der Frauenchor von Chilbury"

    Der Frauenchor von Chilbury

    Marina_Nordbreze

    Süßer die Bücher nie klingen! Die Plätzchen stehen neben dem liebsten Heißgetränk, im Kerzenschein erstrahlt die Leseecke – Und während wir unsere Wohnung winterlich einrichten, sollte das Bücherregal nicht leer ausgehen. Das ruft nach neuen Büchern, oder?Deswegen freuen wir uns, euch beim LovelyBooks Advent buchige Geschenke machen zu können!Vom 01.12. bis zum 24.12. öffnen wir jeden Tag unser Bücherregal für euch und ihr habt die Chance euch selbst zu beschenken.Am 03.12.2017 haben wir folgendes Buch für euch:Der Frauenchor von Chilbury von Jennifer RyanMehr zum Buch:1940: Als immer mehr Männer nach London gehen oder eingezogen werden, beschließt der Pfarrer von Chilbury in der Grafschaft Kent, den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind zutiefst enttäuscht. Was bleibt ihnen im schwierigen Kriegsalltag noch? Doch dann kommt die Musikprofessorin Primrose Trent aus London im Ort unter. Sie ist der Überzeugung, dass Musik gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist und schlägt die Gründung eines reinen Frauenchors vor. Die Idee stößt auf Skepsis. Ein Chor ganz ohne Bässe und Tenöre? Aber Primrose gibt nicht auf: Mit Energie und Leidenschaft treibt sie ihr Projekt voran – ihr Enthusiasmus und die wundervolle Musik, die entsteht und die sie sich selbst nie zugetraut hätten, überzeugen die Frauen und richten sie auf. Der Chor hilft ihnen, ihre eigene Stimme zu finden. Fünf grundverschiedene Frauen und Mädchen erzählen von ihrem Leben im Dorf und davon, wie der Krieg ihr Leben verändert – wie er Verlust, Trauer und Angst erzeugt, aber doch nicht verhindern kann, dass auch Freundschaft und Liebe entstehen.Ihr möchtet eines von 5 Exemplaren von "Der Frauenchor von Chilbury" gewinnen?Dann bewerbt euch heute am 03.12.2017 direkt über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns, warum ihr das buchige Geschenk gerne hättet! Und morgen wird direkt ausgelost!Mitmachen lohnt sich! Wer an mindestens 10 Verlosungen im LovelyBooks Advent teilnimmt, hat die Chance auf ein riesiges Buchpaket mit allen 24 Büchern aus dem LovelyBooks Advent! Auf der Suche nach Geschenken? Dann guckt direkt bei unserem Geschenkefinder vorbei, um das richtige Geschenk für eure Liebsten zu finden! Bitte beachte vor deine Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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    • 855
  • Die heilende Kraft der Musik

    Der Frauenchor von Chilbury

    ConnyKathsBooks

    30. November 2017 um 12:25

    "Musik lässt uns über uns hinauswachsen, hilft uns über Sorgen und Leid hinweg und gibt den Blick frei auf eine andere Welt, auf das Große und Ganze." (S. 145)England, März 1940: Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden immer mehr Männer eingezogen. Daher beschließt der Vikar von Chilbury, einem kleinen Dorf in der Grafschaft Kent, den örtlichen Gemeindechor aufzulösen. Die Frauen sind enttäuscht, bietet der Chor doch ein Stück Hoffnung und Gemeinschaft. Aber dann zieht die Londoner Musikprofessorin Primrose Trent nach Chilbury und schlägt die Gründung eines reinen Frauenchors vor. Was zunächst nicht alle überzeugt, doch schon bald erleben sie gemeinsam die heilende Kraft der Musik und finden ihre eigene Stimme in schwierigen Zeiten."Der Frauenchor von Chilbury" stammt aus der Feder von Jennifer Ryan. Ein gelungenes Debüt, das inspiriert ist von den Geschichten ihrer beiden Großmütter.Die Handlung spielt von März bis September 1940 und wird aus den Blickwinkeln von fünf unterschiedlichen Frauen und Mädchen in Ich-Form erzählt: Edwina Paltry, eine kriminelle Hebamme, Gesangstalent Kitty Winthrop, 13 Jahre alt, Venetia, ihre flatterhafte ältere Schwester, Silvie, eine 10jährige Jüdin aus Tschechien sowie Mrs Tilling, eine schüchterne Witwe und Krankenschwester. Mittels Tagebucheinträgen und Briefen berichten die Fünf über die Ereignisse in Chilbury, welche bald eine dramatische Wendung nehmen. Und darüber, wie der Krieg ihr Leben verändert. Eine bewegende Geschichte über Zusammenhalt, Mut, Freundschaft, Liebe, Verlust und Hoffnung und die Kraft der Musik. Musik, die verbindet, egal mit welchen Problemen man gerade selbst kämpft, die Halt und Unterstützung gibt und in die man all seine Sehnsüchte, Ängste und Trauer hineinlegen kann. Eine Gemeinschaft entsteht, in der die einzelnen Chorsängerinnen über sich hinauswachsen. Besonders Mrs Tilling, deren Passagen mir hier am besten gefallen. Sie gewinnt immer mehr an Selbstbewusstsein, sagt ihre Meinung und steht für sich und andere ein. Auch die anderen Figuren habe ich gerne begleitet, wobei ich Edwinas Story doch als etwas skurril empfand."Manchmal liegt der Zauber des Lebens im Unbewussten. Dann springt der Funke der Inspiration über und man überträgt seine persönliche Energie auf die Musik." (S. 57)Das Ganze liest sich angenehm flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Der Sprachstil passt sich dabei der jeweiligen Erzählerin an, was für Abwechslung sorgt und die Orientierung erleichtert. Die Chorszenen sind ebenfalls sehr schön beschrieben. Ich war selbst mal Chorsängerin und konnte mich gut in einige Situationen hineinversetzen. Man spürt richtig den Zauber der Musik und lauscht den literarischen Klängen von "Ave Maria" und "Amazing Grace".Zudem wird einem hier nochmal deutlich vor Augen geführt, vor welchen Herausforderungen die Frauen zu Kriegszeiten standen. Sogar als Sargträger mussten sie sich betätigen, weil die Männer dafür fehlten.Am Ende gibt es noch einige berührende Szenen und die Geschichte findet einen schönen Abschluss. Eine Fortsetzung wäre aber durchaus möglich.Insgesamt kann ich daher "Der Frauenchor von Chilbury" empfehlen. Eine bewegende Geschichte über eine ganz besondere Dorfgemeinschaft und die heilende und inspirierende Kraft der Musik in schweren Zeiten. Sehr gute 4 Sterne von mir.

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  • Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.(Hugo)

    Der Frauenchor von Chilbury

    Daphne1962

    22. October 2017 um 14:36

    Das Dorf Chilbury in England im Jahr 1940. Die Männer sind alle in den Krieg gezogen und die Frauen halten dort die Stellung. Der Pfarrer der Gemeinde erläßt eine Bekanntmachung, der Chor im Dorf wird aufgelöst, da die männlichen Stimmen fehlen. Die Enttäuschung der verbliebenen Frauen ist groß. Ihre Gemeinschaft löst sich in Wohlgefallen auf, wenn hier nicht eingeschritten wird.Hilfe eilt von der Musikprofessorin Pimrose Trent aus London herbei. Sie überzeugt die Frauen im Dorf davon auch ohne Männer weiter zu singen. Daraus entsteht der "Frauenchor von Chilbury", der dann auch bald zu einem Wettbewerb angemeldet wird. Die Frauen gewinnen an Selbstbewusstsein und innerer Stärke, denn diese benötigen sie auch wirklich bald. Denn der Krieg schleicht mittlerweile auf leisen Sohlen herbei.Rund 60 Jahre zuvor hat man sich noch Briefe geschrieben oder Tagebuch geführt. Diese Aufzeichnungen, die von den Frauen aus Chilbury geschrieben wurden ergeben einen zauberhaften Roman, der den Leser die innersten Gefühle und Gedanken der Frauen und Mädchen teilnehmen lässt. Ich fand die Geschichte, die nur in einem Zeitraum von 6 Monaten spielt zauberhaft. Selbst den Chor konnte ich im Ohr fast wirklich hören. Viele genannte Lieder sind einem bekannt und daher hatte man schnell eine Melodie im Ohr.Die Frauen selbst sind so in ihrem konservativen Dasein gefangen und werden erst durch äußere Einflüsse gestärkt daraus hervorgehen. Da haben wir es mit Miss Tilling, zu tun, die mit unermüdlichen Einsatz die Fäden zusammen hält im Dorf, obwohl sie bereits ihren Mann im Krieg verloren hat. Nun hofft sie, ihr Sohn David übersteht diesen furchtbaren Krieg wenigstens. Oder Kitty, ein 13-jähriges Mädchen, sie hält in ihrem Tagebuch die Geschehnisse des Krieges fest. Doch recht klug, aber noch eine kindliche Art hat. Venetia, Kittys ältere Schwester, wird durch den Krieg schnell erwachsen. Die Hebamme Edwina Paltry versucht das schnelle Geld zu verdienen und sei es auch auf nicht ganz legalem Wege. Sie kennt keine Skupel.  Die Autorin Jennifer Ryan hat einen recht authentischen Roman geschrieben, der sich sicherlich in der Vielfältigkeit der Bücherwelt behaupten kann. Die 40er Jahre in den Kriegswirren hat sie hervorragend wieder aufleben lassen. Ich konnte richtig gut eintauchen in die Geschichte und habe mit den Frauen mit gebibbert, als so manche Situation recht brenzelig wurde. Auch der Schluss des Romans ist recht gut abgerundet und der Leser bleibt nicht mit Fragezeichen im Kopf zurück, sondern blickt voller Zuversicht in die Zukunft und wartet auf einen weiteren Roman der Autorin.

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  • Interessantes Buch über eine Frauengemeinschaft

    Der Frauenchor von Chilbury

    Stephi90

    19. October 2017 um 22:53

    Ich hatte nicht sonderliche viele Erwartungen an diesen Roman und wurde sehr positiv überrascht. Geschichten, die in der Vergangenheit spielen,  interessieren mich sehr , deshalb habe ich mich damals für diese Buchverlosung beworben.In dem Buch geht es um eine kleine Gemeinde.  Hier gab es einen Frauenchor,  bei welchem Frauen unterschiedlichen Alters gesungen haben. Als der 2. Weltkrieg ausbricht,  wird der Chor aufgelöst.  Doch eine der Frauen entscheidet sich den Chor weiterfortzuführen. Denn gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig , dass eine Gemeinde zussmmenhaltet. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig zu lesen. Ich habe zuvor noch kein Buch von ihr gelesen .Jeder der Charaktere des Buches, war interessant und hatte sein eigenes Schicksal in einer solch schwierigen Zeit zu tragen. Wobei der Chor natürlich eine positive Abwechslung war. Der Roman zieht sich jedoch gegen Ende etwas in die Länge, weshalb ich auch nicht die volle SternenAnzahl vergeben kann.

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  • Ein Buch über die Stärke und Gemeinschaft von Frauen in der Zeit des Krieges.

    Der Frauenchor von Chilbury

    Susimueller

    15. October 2017 um 10:57

    Heute freue ich mich eine Rezension über ein Buch schreiben zu dürfen, dass einerseits die Schrecken des Krieges unverblümt beschreibt, andererseits aber die Stärke verschiedener Frauen in einem kleinen Dorf aufzeigt, die am Rande der Existenz durch ihren Zusammenhalt und die Musik am Leben fest hält.1940 hält auch in England der Krieg Einzug und die Deutschen rücken unaufhaltsam näher. In dem kleinen Ort Chilbury gibt es fast keine Männer mehr und so soll auch auch der Chor nicht mehr existieren, denn ein Chor ohne Männer scheint zu dieser Zeit unmöglich zu sein.Doch eine neue Chorleiterin, die alles daran setzt, dass der Gesang und die Hoffnung überlebt, schafft das Ding der Unmögichkeit und gründet den ersten Frauenchor, der die Frauen des Ortes zusammen hält. Und dennoch hat jede einzelne Frau ihre eigene Geschichte und ihr eigenes Drama.Die Autorin Jennifer Ryan hat es in ihrem Buch geschafft in ein schweres Thema, das eigentlich schriftstellerisch ja auch schon sehr ausgereizt wurde, so viel Kraft und Stärke und Hoffnung hinein zu bringen, dass einem beim Lesen ganz warm ums Herz wird. Anhand von Tagebucheinträgen und Briefen erzählt sie die Geschichte eines Dorfes aus der Sicht verschiedener Frauen. Diese Art ein Buch zu schreiben, finde ich, ist eine schriftstellerische Glanzleistung. Jennifer Ryan erschafft damit eine Lebendigkeit der einzelnen Dorfbewohner und eine Lektüre mit einem düsteren Thema, die aber trotzdem leicht zu lesen ist.Fazit: Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Schade, dass ich es schon zu Ende gelsen habe. 

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  • „Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten“ Gustav Mahler

    Der Frauenchor von Chilbury

    Literaturwerkstatt-kreativ

    11. October 2017 um 11:44

    „Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert „Der Frauenchor von Chilbury“ von Jennifer Ryan 24.03.1940 – 06.09.1940 „Nur weil die Männer weg sind, heißt das nicht, dass wir es nicht allein schaffen.“ Der Roman spielt im fiktiven, englischen Dorf Chilbury. Nachdem die meisten Männer in den Krieg eingezogen worden sind und somit die männlichen Stimmen fehlen, beschließt der Pfarrer der Gemeinde einfach den Chor aufzulösen. Die Frauen des Chors sind schwer enttäuscht. Was bleibt ihnen denn dann noch im Kriegsalltag ? „Wenn das so weitergeht, finden die Deutschen hier nur noch einen Haufen verbitterter Weiber, die sich sang- und klanglos ergeben“. Dann kommt unverhofft die Musikprofessorin Primrose Trent aus London nach Chilbury. Eine Frau voller Leidenschaft und der Überzeugung, das Musik gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist. Und so entsteht der „Frauenchor von Chilbury“. Der Chor wächst nach und nach zusammen. Primrose Trent schafft es - durch die Musik, durch das gemeinschaftliche Singen - den Frauen Selbstbewusstsein und Stärke zu entlocken und mit auf den Weg zu geben. Der Chor hilft den Frauen ihre eigene Stimme zu finden und sich in der Gemeinschaft stark zu fühlen. Dabei entsteht wunderbare Musik, die Hoffnung und Trost im Kriegsalltag spendet. Fazit: Jennifer Ryan hat mich mit ihrem Debütroman verzaubert, für mich hätten es gerne noch einige Seiten mehr sein dürfen. Besonderes schön fand ich die gewählte Form der Aufzeichnungen. Die einzelnen Protagonisten erzählen die Geschichte durch Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Briefe. Die Hauptprotagonistinnen: Miss Tilling hat bereits ihrem Mann im Krieg verloren und hofft, das ihr Sohn David den Krieg heil überlebt. Sie entwickelt sich zu einer starken Frau, die anderen Kraft und Mut gibt. Kitty, eine 13-jährige hält in ihrem Tagebuch die Geschehnisse des Krieges fest. Sie hat für ihr Alter schon viel gesehen und erlebt.Venetia, Kittys ältere Schwester, wird durch den Krieg erwachsen.Hebamme Edwina Paltry versucht schnell zu Geld zu kommen und lässt sich dabei auch auf dubiose Geschäfte ein. Alle Protagonistinnen sind wunderbar gezeichnet und kommen authentisch rüber. Vor allem hat jeder einzelne Charakter ihren eigenen Stil, ihre eigene Sprache und das lässt den Roman an keiner Stelle langweilig werden. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, lebhaft und humorvoll. Auch beschreibt sie den damaligen Zeitgeist hervorsagend, - einmal die Kriegsgeschehnisse, aber vor allem auch die Stellung der Frauen und der Kinder in der damaligen Gesellschaft. Gewalt in den Familien, egal welcher Herkunft, war gang und gäbe. Dies wird in der Szene überdeutlich, als Kitty von ihrem Vater mit der Reitpeitsche verprügelt wird. Sehr deutlich wird in diesem Roman jedoch auch das, - wenn Männer fehlen, Frauen durchaus ihren Alltag bewältigt bekommen. Dies Buch ist auf jeden Fall eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr. Warum ? Ich habe gelacht, ich habe geweint. Ich wurde nachdenklich, habe geschichtliche Hintergründe nachgeschlagenen. Ich wurde nicht tieftraurig zurück gelassen, sondern gestärkt, voller Mut und Kraft. Mir wurde wieder einmal sehr bewusst, das ich das große Glück hatte, nicht einen Krieg miterleiden zu müssen. Und ich bin allen Frauen für ihren Kampf sehr dankbar, die mir letztendlich mein heutiges selbstbestimmtes Leben ermöglicht haben. Ich hoffe Jennifer Ryan hat noch weitere tolle Romanideen !!! www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2017/10/11/der-frauenchor-von-chilbury Besten Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag  für das Rezensionsexemplar.

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