Jennifer Weiner All Fall Down

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Inhaltsangabe zu „All Fall Down“ von Jennifer Weiner

Allison Weiss is a typical working mother, trying to balance a business, ageing parents, a demanding daughter and a marriage. But when the website she develops becomes a huge success, she finds herself challenged to the point of being completely overwhelmed. §As she struggles to hold her life together and meet the needs of all the people around her, Allison finds that the painkillers she was prescribed for a back injury help her deal with more than just physical discomfort - they make her feel calm and get her through the increasingly hectic days. Sure, she worries that the bottles seem to empty a bit faster each week, but it's not like she's some Hollywood starlet partying all night. It's not as if she has an actual problem.§Until she ends up in a world she never thought she'd experience outside of a movie theatre: rehab. And as Allison struggles to get her life back on track, she learns a few life lessons along the way.§With a sparkling comedic touch and tender, true-to-life characterizations, All Fall Down is a tale of empowerment and redemption and Jennifer Weiner's richest, most absorbing and timely story yet.

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PaulaAbigail

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  • Insgesamt recht guter Roman über Abhängigkeit

    All Fall Down
    WildRose

    WildRose

    16. December 2014 um 19:01

    In Jennifer Weiners "All Fall Down" geht es um Allison Weiss, die ein scheinbar perfektes Leben führt, aber abhängig von Medikamenten wird, da sie dem auf ihr lastenden Druck anders nicht standhalten kann. Lange Zeit gelingt es ihr, so zu tun, als sei alles in Ordnung, doch dann wird das Schlucken von Tabletten zur absoluten Priorität für sie, sodass sie weder vor sich noch vor ihrem Umfeld noch länger verbergen kann, dass sie ein ernsthaftes Problem hat. Jennifer Weiner beschreibt durchaus sensibel und interessant das Leben einer Frau, die die besten Voraussetzungen für ein glückliches Dasein hat, aber dennoch abhängig wird. Insgesamt ist der Roman recht gut gelungen. Allerdings gibt es auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Einer davon besteht schlicht in der Tatsache, dass Allison keine "typische" arbeitende Mutter ist. Sie muss nicht morgens um 8 oder 9 im Büro antanzen und den ganzen Tag dort verbringen, sie schreibt Online-Posts in einem Blog, der sich recht großer Beliebtheit erfreut. Natürlich ist das eine anspruchsvolle Aufgabe, man genießt aber doch eine gewisse Flexibilität, während die meisten arbeitenden Mütter sich ihren Tag nicht so einteilen können, wie es ihnen angenehm wäre. Allison gehört auch eher der oberen sozialen Schicht an, was bedeutet, dass sie sehr lange problemlos Tabletten schlucken ankn, ohne ihre Existenzgrundlage zu gefährden. Ihrer Behandlung steht finanziell gesehen nicht viel im Wege - ich hätte es daher fast interessanter gefunden, das Schicksal einer weniger privilegierten Abhängigen zu lesen, die sich möglicherweise nicht einfach jede Therapie und jedes Rehazentrum leisten kann (gerade in Amerika ist es ja keine Selbstverständlichkeit, im Falle einer psychischen Erkrankung die notwendige Unterstützung zu bekommen, gerade wenn man finanziell nicht gutgestellt ist). Vielleicht wollte Weiner auch etwas zu "zeitgeistig" sein: Ständig schreibt sie von dem Druck, der auf den Müttern lastet, doch dabei scheint es sich eher um den Druck zu handeln, der auf Oberschicht-Über-Moms lastet, die jede Aktivität ihrer Kinder zu überwachen meinen müssen, sie zum Babyyoga schleppen und sie natürlich nur an die besten und teuersten Privatschulen schicken. Natürlich hat Allisons Kind dann auch noch Merkmale diverser Verhaltensstörungen wie Autismus - wobei der Roman leider nie in Frage stellt, ob diese Diagnose tatsächlich zutreffend sein muss oder ob es sich bei Allisons fünfjähriger Tochter nicht einfach um ein ganz normales Mädchen im Vorschulalter handelt. Natürlich haben Allisons Bekannte und Freundinnen dann auch Kinder mit ADHS oder mit Allergien... Natürlich, Diagnosen und Allergien häufen sich heutzutage tatsächlich, aber die Darstellung in diesem Roman wirkt schon leicht übertrieben. Insgesamt wird aber dennoch recht gut beschrieben, wie Allison mehr und mehr in die Abhängigkeit gleitet und immer weniger ohne Tabletten zu funktionieren in der Lage ist. Leider verwendet die Autorin eher weniger Zeit darauf, Allisons Heilungsprozess zu beschreiben. Außerdem kommt Allison ausgerechnet in eine Klinik, die sich nach den AA-Prinzipien richtet, wofür Allsion zunächst nur Spott übrig hat ( zu recht, denn sollten die AA-Leute tatsächlich so dämliches Zeug daherfaseln wie in dem Buch beschrieben, dann kann ich mir vorstellen, warum so viele Süchtige wieder rückfällig werden...) Weiner beschreibt Zustände in dieser Klinik, die vermutlich tatsächlich keine Seltenheit sind, aber nichts Gutes über Einrichtungen für Suchtkranke aussagen. Darum verwundert es umso mehr, dass Allison sich nicht etwa Hilfe in einer anderen Klinik sucht, in der die Therapeuten, Coaches und Helfer sich weniger merkwürdig und "brainwashed" verhalten, sondern dort bleibt, obwohl die Grundprinzipien des 12-Schritte-Programms ihr nicht wirklich zuzusagen scheinen. Allisons Heilungie geht dann auch ein wenig zu schnell, auf einmal ist sie wieder gesund und munter. Mir fehlte auch ein klärendes Gespräch zwischen Allison und ihrem Ehemann, Dave, der sich ihr gegenüber das gesamte Buch über eher distanziert und lieblos verhielt, sie nach ihrem Entzug aber anscheinend doch gut genug fürs Bett findet, obwohl sie nicht mehr zusammen sind. Das Buch erzählt auf schwungvolle, flüssig zu lesende Weise von einer Frau, die es schafft, ihre Abhängigkeit zu besiegen und danach ein erfülltest und glückliches Leben zu führen. Es wirkt an manchen Stellen jedoch leicht aufgesetzt und zu bemüht authentisch und "zeitgeisty", zudem fällt es der typischen Leserin wohl eher schwer, sich mit Allison zu identifizieren, deren Probleme doch zu einem gewissen Teil nur "Luxusprobleme" sind. Insgesamt aber ein gut geschriebener Roman, der doch mehr als nur seichte Unterhaltung bietet.

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