Jennifer Worth

 4.6 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Call The Midwife, Call the Midwife-Ruf des Lebens und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Call the Midwife-Ruf des Lebens" von Jennifer Worth

Ein Beruf der zu wenig gewürdigt wurde.
Universum_der_Woertervor 4 Monaten

Ich bin sehr  begeistert von diesem Buch, da die Autorin ihre Tätigkeiten als Hebamme in der 50er Jahren beschreibt. Sie erzählt von ihren Alltag mit Menschen die sie begleitete von ihren Schicksalen und dem Leben in Poplar. Sie arbeitete in einem Viertel in dem die Menschen sehr arm waren und die Umstände unter denen die Frauen ihre Kinder zur Welt brachten haben mich sehr berührt.

Die Autorin erzählt viel über die Anfänge der Hebammen, über Krankheiten und erklärt wie sie entstehen und wie man sie früher behandelt hat weil man noch nicht das Wissen von heute hatte. Vieles war sehr interessant zu lesen. Auch beschreibt sie einige Geburtvorgänge von Patientinnen welche sie begleitet und unterstützt hatte. Einige Schicksale dieser Frauen haben mich sehr berührt. Die Geschichte eines jungen Mädchens welches damals zur Prostitution gezwungen wurde berührte mich besonders.

Die Autorin erzählt eine tragische Geschichte nach der anderen und bin zutiefst getroffen, dass das geschilderte tatsächlich stattgefunden hat. Die Geschichte von Mrs. Jenkins hat mich besonders getroffen.
Aber es werden nicht nur traurige Schicksale erwähnt. Dazwischen beschreibt die Autorin auch lustige Sachen welche sie als junges Mädchen erlebt hatte. Auch von ihren Kolleginnen wird die eine oder andere Anektdote berichtet.

Dieses Buch ist es Wert gelesen zu werden. Denn es berichtet von starken Frauen, von Menschen die bedingungslos helfen in einer Zeit in der es schwer war sich als Frau durchzusetzen.
Die Frauen die in dieser Zeit ihre Kinder unter diesen katasrophalen Umständen ohne die Hygiene und die morderne Medizin von heute auf die Welt gebracht haben sind für mich wahre Heldinnen. Auch die Hebammen die einen harten Job hatten haben meinen großen Respekt und bewundere sie für ihre Arbeit.


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Rezension zu "Call The Midwife" von Jennifer Worth

Eine wunderbare Geschichte, so echt und faszinierend
Svenjas_BookChallengesvor 5 Monaten

Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie ich schon angedeutet habe, bin ich ein großer Fan der BBC-Serie "Call the Midwife", die nicht nur einen historischen Bezug hat und Schicksale in den Fokus rückt, die man bisher so gar nicht auf dem Schirm hatte, sondern mit ihren einzigartigen Charakteren und der berührenden Erzählweise schlichtweg verzaubert. Vor allem deshalb war ich unglaublich neugierig auf die Buchvorlage, bei der es sich nicht um einen Roman, sondern um einen Tatsachenbericht der Hebamme Jennifer Worth handelt. Dieses Buch musste einfach ins Regal und wollte so schnell wie möglich gelesen werden.



Auf den Punkt gebracht: Das macht die Handlung aus

"Call the Midwife" spielt im Londoner East End der 1950er Jahre - einem Elendsviertel, in dem die Menschen beinahe zusammengepfercht in baufälligen Mietskasernen leben, häufig nicht einmal fließendes Wasser, zu wenig Geld zum Leben und zu viele Kinder haben. Eine Kombination, die große Armut und ein Leben unter, aus heutiger Sicht, unvorstellbaren Bedingungen zur Folge hat. Es ist aber auch eine Zeit, in der sich der staatliche Gesundheitsdienst in Großbritannien etabliert hat - eine Veränderung, die für die Menschen in Poplar und in den umliegenden Bezirken eine enorme Verbesserung ihrer Lebensumstände bedeutet. Jennifer Worth nimmt den Leser in ihren Erinnerungen mit in diese Zeit und erzählt von vielen ergreifenden Schicksalen, von dem Wunder der Geburt, das Licht in die dunkelsten Räume bringt. Das Buch gliedert sich dabei in viele einzelne Episoden, die jede für sich fesseln und begeistern. Trotzdem gibt es einen roten Faden beziehungsweise einen Anker, der Ausgangspunkt all der einzelnen Geschichten ist - das Nonnatus House in Poplar, das als Basis für die Hebammen des Viertels dient und gleichzeitig sicherer Hafen ist.



Wie auch die Serie ist Jennifer Worths Buch aus historischer Sicht unheimlich interessant: Gespannt habe ich ihre Berichte über schwierige Geburten und die Lebensumstände im Londoner East End verfolgt. Man erfährt wahnsinnig viel, nimmt zugleich aber auch Anteil an all den verschiedenen Schicksalen und entwickelt tiefsten Respekt vor Jennifer Worth und ihren Kolleginnen. Auch wenn es sich bei "Call the Midwife" nicht um einen Roman handelt, vermag dieses Buch zu fesseln, wie es eine Geschichte in Prosaform nicht besser könnte.



Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben

Vor allem ist das Jennifer Worths Offenheit im Umgang mit ihrer Vergangenheit - ohne dass ihre Erzählungen auch nur einmal nüchtern oder teilnahmslos gewirkt hätten. Aus jedem Satz liest man ihren tiefen Respekt vor dem Leben und ihre Wertschätzung vor all den Menschen heraus, die sie während ihrer Arbeit im East End begleiten durfte. Jennifer Worth berichtet mit Hingabe und zugleich mit der nötigen Objektivität, sie liefert eine Flut von Fakten, die einen aber zu keiner Zeit erschlagen, sondern schlichtweg faszinieren. Das macht ihr Buch so wahnsinnig besonders.



Die Figuren...

...sind vielleicht nicht so detailreich beschrieben, wie wir sie aus der Serie kennen, aber sie wirken durchgehend authentisch, wie aus dem Leben gegriffen und gleichzeitig außergewöhnlich. Jennifer Worth gibt jedem Charakter eine Stimme und bringt seine Eigenheiten so wunderbar auf den Punkt, dass man ihn direkt vor Augen hat. Man leidet mit den Menschen, von denen sie berichtet, man nimmt Anteil und ist die ganze Zeit über hautnah bei den Charakteren.



3 Gefühle, die ich während des Lesens hatte

Faszination - für ein Leben, über das ich so wenig wusste

Respekt - vor außergewöhnlichen Frauen, die jeden Tag mit jeder Faser ihres Körpers dafür arbeiteten, anderen Menschen das Leben ein bisschen besser zu machen

Mitleid - mit all den Menschen, deren Schicksale wir vielleicht zu häufig ausblenden



Das hat die Geschichte mit mir gemacht:

"Call the Midwife" hat mich mitgenommen in eine andere Zeit, hat mich vieles gelehrt - mich vor allem tief bewegt, teilweise erschüttert und mich auf jeden Fall erreicht. Ganz ohne großes Brimborium, ohne Glanz und Prunk - einfach durch seine liebenswerte Ehrlichkeit schafft es dieses Buch, einen bis ganz zum Ende festzuhalten. Etwas, das nicht einmal vielen Romanen gelingt.

Mein Fazit
Gibt es von mir eine Leseempfehlung zum Buch?

Ja, ja und nochmal JA! "Call the Midwife" ist einzigartig, faszinierend, spannend, erschütternd und bewegend und auf jeder einzelnen Seite unheimlich echt. Wer historisch interessiert ist und mehr über die Lebensumstände in Londoner Elendsvierteln erfahren möchte, dem möchte ich dieses Buch unbedingt ans Herz legen. Es ist großartig!

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Rezension zu "Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" von Jennifer Worth

Drei weitere herzerwärmende Geschichten rund um die Londoner Hebammen
ConnyKathsBooksvor 2 Jahren

"Wir, die wir heute bequem und im Wohlstand des 21. Jahrhunderts leben, können kaum nachvollziehen, wie es gewesen sein muss, als mittellose Person im Armenhaus zu enden." (S. 399)

"Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" ist der zweite Band der Midwife-Trilogie von Jennifer Worth, der nun endlich auch in der deutschen Übersetzung vorliegt. Ich liebe die gleichnamige BBC-Serie und freute mich daher schon sehr auf die Buchvorlage. Die ehemalige Hebamme lässt uns auch hier wieder an ihren Erinnerungen teilhaben und erzählt drei weitere zu Herzen gehende Episoden aus dem Londoner East End der 1950er Jahre und ihrer Zeit am Nonnatus House im Stadtteil Poplar.

Im ersten Teil geht es hauptsächlich um die Armenhäuser. Zwar waren diese Gebäude der erste Versuch einer sozialen Versorgung für die Ärmsten der Armen, doch gleichzeitig galten sie auch als Ort des Grauens voller Elend und Verzweiflung, wo harte Disziplin vorherrschte, Strafen alltäglich waren und wo man Familien ohne Erbarmen auseinanderriss. Ein immerwährendes Schreckgespenst, selbst als diese Häuser dann 1930 offiziell geschlossen wurden und andere Namen bekamen. Anhand der Schicksale von Jane, Peggy und Frank, die alle drei schon früh im Armenhaus landeten, berichtet die Autorin hier schonungslos von den entsetzlichen Geschehnissen in einem dieser Häuser, die aus heutiger Sicht einfach unfassbar sind. Jane, die jetzt mit im Nonnatus House lebt, erfährt dort als Kind mehr seelische und physische Grausamkeit, als man sich vorstellen kann. Auch die Geschwister und Waisen Peggy und Frank, die beide eine tiefe und innige Liebe verbindet, werden erbarmungslos getrennt. Doch beide finden später wieder zueinander. Eine bewegende, herzzerreißende und am Ende sehr traurige Geschichte, die mich richtig zu Tränen rührte.

"Die großen Ereignisse der Weltgeschichte lassen uns manchmal völlig unberührt, während die kleinen Dinge unser Schicksal besiegeln." (S. 117)


Im zweiten Teil steht Schwester Monica Joan im Mittelpunkt, die des Schmuckdiebstahls angeklagt wird. Die exzentrische und leicht senile 90jährige sorgt mit ihren Aussagen für so manches Schmunzeln. Ich mag die betagte Nonne einfach und auch in der Verfilmung gehört sie mit zu meinen Lieblingscharakteren. Hier zeigt sich, wie groß der Zusammenhalt der Schwestern und Nonnen im Nonnatus House war und wie sehr sie alle von den Poplar-Bewohnern geliebt und verehrt wurden. Eine nette und recht humorvolle Geschichte.

Im dritten und letzten Abschnitt geht es dann um den ehemaligen Soldaten Joseph Collett, eine sehr ergreifende Episode, die auch so in der BBC-Serie vorkommt. Während die Autorin alias Schwester Jenny Lee Josephs offene Beine versorgt, erzählt er ihr von seinem bewegenden Schicksal, erinnert sich an seine Zeit als Schiffsjunge und an die schrecklichen Erlebnisse als Soldat im 2. Weltkrieg. Zwischen Jenny und Joe entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, leider auch hier mit traurigem Ende, sodass gleich wieder ein paar Tränen bei mir flossen.

"Gesundheit ist das kostbarste von Gottes Geschenken, aber wir nehmen sie für selbstverständlich. Und doch hängt sie wie an einem seidenen Faden, den schon die kleinste Kleinigkeit zerreißen kann, und im Handumdrehen sind auch die stärksten unter uns völlig hilflos." (S. 146)

Insgesamt kann ich daher auch "Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" uneingeschränkt empfehlen, besonders für alle Fans der gleichnamigen BBC- Serie. Die berührenden und einfühlsam erzählten Geschichten geben einen faszinierenden Einblick in die Londoner Nachkriegszeit und die vielen Schwierigkeiten, die früher zu überwinden waren. Ich kann die Leute von damals nur bewundern. 5 Sterne von mir.

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