Jennifer Worth

 4.6 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Call The Midwife, Call the Midwife-Ruf des Lebens und weiteren Büchern.

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Call the Midwife-Ruf des Lebens

Call the Midwife-Ruf des Lebens

 (6)
Erschienen am 16.09.2013
Call The Midwife

Call The Midwife

 (11)
Erschienen am 01.03.2012
Farewell to the East End

Farewell to the East End

 (3)
Erschienen am 09.10.2009
Shadows of the Workhouse

Shadows of the Workhouse

 (2)
Erschienen am 03.01.2013
Call the Midwife

Call the Midwife

 (1)
Erschienen am 29.08.2012

Neue Rezensionen zu Jennifer Worth

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ConnyKathsBookss avatar

Rezension zu "Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" von Jennifer Worth

Drei weitere herzerwärmende Geschichten rund um die Londoner Hebammen
ConnyKathsBooksvor 2 Jahren

"Wir, die wir heute bequem und im Wohlstand des 21. Jahrhunderts leben, können kaum nachvollziehen, wie es gewesen sein muss, als mittellose Person im Armenhaus zu enden." (S. 399)

"Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" ist der zweite Band der Midwife-Trilogie von Jennifer Worth, der nun endlich auch in der deutschen Übersetzung vorliegt. Ich liebe die gleichnamige BBC-Serie und freute mich daher schon sehr auf die Buchvorlage. Die ehemalige Hebamme lässt uns auch hier wieder an ihren Erinnerungen teilhaben und erzählt drei weitere zu Herzen gehende Episoden aus dem Londoner East End der 1950er Jahre und ihrer Zeit am Nonnatus House im Stadtteil Poplar.

Im ersten Teil geht es hauptsächlich um die Armenhäuser. Zwar waren diese Gebäude der erste Versuch einer sozialen Versorgung für die Ärmsten der Armen, doch gleichzeitig galten sie auch als Ort des Grauens voller Elend und Verzweiflung, wo harte Disziplin vorherrschte, Strafen alltäglich waren und wo man Familien ohne Erbarmen auseinanderriss. Ein immerwährendes Schreckgespenst, selbst als diese Häuser dann 1930 offiziell geschlossen wurden und andere Namen bekamen. Anhand der Schicksale von Jane, Peggy und Frank, die alle drei schon früh im Armenhaus landeten, berichtet die Autorin hier schonungslos von den entsetzlichen Geschehnissen in einem dieser Häuser, die aus heutiger Sicht einfach unfassbar sind. Jane, die jetzt mit im Nonnatus House lebt, erfährt dort als Kind mehr seelische und physische Grausamkeit, als man sich vorstellen kann. Auch die Geschwister und Waisen Peggy und Frank, die beide eine tiefe und innige Liebe verbindet, werden erbarmungslos getrennt. Doch beide finden später wieder zueinander. Eine bewegende, herzzerreißende und am Ende sehr traurige Geschichte, die mich richtig zu Tränen rührte.

"Die großen Ereignisse der Weltgeschichte lassen uns manchmal völlig unberührt, während die kleinen Dinge unser Schicksal besiegeln." (S. 117)


Im zweiten Teil steht Schwester Monica Joan im Mittelpunkt, die des Schmuckdiebstahls angeklagt wird. Die exzentrische und leicht senile 90jährige sorgt mit ihren Aussagen für so manches Schmunzeln. Ich mag die betagte Nonne einfach und auch in der Verfilmung gehört sie mit zu meinen Lieblingscharakteren. Hier zeigt sich, wie groß der Zusammenhalt der Schwestern und Nonnen im Nonnatus House war und wie sehr sie alle von den Poplar-Bewohnern geliebt und verehrt wurden. Eine nette und recht humorvolle Geschichte.

Im dritten und letzten Abschnitt geht es dann um den ehemaligen Soldaten Joseph Collett, eine sehr ergreifende Episode, die auch so in der BBC-Serie vorkommt. Während die Autorin alias Schwester Jenny Lee Josephs offene Beine versorgt, erzählt er ihr von seinem bewegenden Schicksal, erinnert sich an seine Zeit als Schiffsjunge und an die schrecklichen Erlebnisse als Soldat im 2. Weltkrieg. Zwischen Jenny und Joe entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, leider auch hier mit traurigem Ende, sodass gleich wieder ein paar Tränen bei mir flossen.

"Gesundheit ist das kostbarste von Gottes Geschenken, aber wir nehmen sie für selbstverständlich. Und doch hängt sie wie an einem seidenen Faden, den schon die kleinste Kleinigkeit zerreißen kann, und im Handumdrehen sind auch die stärksten unter uns völlig hilflos." (S. 146)

Insgesamt kann ich daher auch "Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" uneingeschränkt empfehlen, besonders für alle Fans der gleichnamigen BBC- Serie. Die berührenden und einfühlsam erzählten Geschichten geben einen faszinierenden Einblick in die Londoner Nachkriegszeit und die vielen Schwierigkeiten, die früher zu überwinden waren. Ich kann die Leute von damals nur bewundern. 5 Sterne von mir.

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Nymphes avatar

Rezension zu "Call The Midwife" von Jennifer Worth

Spannende Geschichten aus dem London der 50er Jahre
Nymphevor 2 Jahren

Inhalt:
Jenny Lee wird in einem Nonenkloster zur Hebamme ausgebildet. Dabei erlebt sie viele spannende, lustige, aber auch tragische Geschichten. Das Buch hat keine durchgehende Geschichte, sondern erzählt viele (wahre) Geschichten.

Bewertung:
Das Buch ist durchweg kurzweilig und dennoch berührend geschrieben. Die Geschichten aus dem East End im London der 50er Jahre geben einen tollen Einblick in diese Zeit und lassen den Leser nicht nur unterhalten, sondern ach ein wenig nachdenklich zurück.

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ConnyKathsBookss avatar

Rezension zu "Call the Midwife - Ruf des Lebens: Eine wahre Geschichte aus dem Londoner East End" von Jennifer Worth

Eine Hebamme als Heldin
ConnyKathsBooksvor 3 Jahren

"Es heißt, man braucht sieben Jahre praktische Erfahrung, um eine gute Hebamme zu werden." (S. 28)

London in den 1950er Jahren. Die junge Jenny Lee beginnt eine Ausbildung zur Hebamme im Nonnatus Haus; einem Nonnenkloster mitten in den Armenvierteln des East Ends und der Docklands, die geprägt sind von Kriegstrümmern, beengten und überfüllten Wohnblocks ohne große sanitäre Einrichtungen und Kinderreichtum. Doch die Familien hier halten alle zusammen; jede hat seine eigene berührende Geschichte und auch Jenny wachsen bald nicht nur die Schwestern im Kloster, sondern auch die Bewohner des East Ends so richtig ans Herz.

"Call The Midwife - Ruf des Lebens" ist der erste Band der Midwife-Trilogie der 2011 verstorbenen Jennifer Worth, welcher auf wahren Erlebnissen beruht. Angeregt durch einen 1998 veröffentlichten Artikel im Midwives-Journal, bei dem es um fehlende Hebammen - Heldinnen in der Literatur ging, schrieb Jennifer Worth ihre bewegende Geschichte auf, die mittlerweile durch die BBC sehr erfolgreich verfilmt wurde. "Call the Midwife" gehört mit zu meinen absoluten Lieblingsserien im TV, bei der ich regelmäßig ein paar Tränchen vergieße, und so war ich auch auf die Buchvorlage neugierig.

Der Roman hat keine wirklich durchgehende Handlung, sondern Jenny erzählt kapitelweise von kleinen Begebenheiten und Schicksalen aus ihrem Hebammen- und Krankenschwester-Alltag und dem Leben im Nonnatus-Haus. Einiges davon wurde auch in der TV-Serie aufgegriffen und man fühlt sich sofort heimisch. Da geht es um die burschikose Hebammen-Kollegin Chummy, die erst Fahrradfahren lernen muss, die leicht senile Schwester Monica Joan mit all ihren Schrullen, die naive Mary aus Irland, welche in die Fänge der Prostitution gerät oder eine spanischstämmige Frau mit bereits 25 Schwangerschaften und einem unerwarteten Frühchen. Herzerwärmende und freudige Momente wechseln sich dabei mit traurigen und tragischen Passagen ab; über allem steht aber immer das Wunder der Geburt und des Lebens sowie der tiefe Respekt vor den Frauen, die damals mit so vielen Widrigkeiten zurechtkommen mussten. Vieles davon ist heutzutage nicht mehr vorstellbar.

Die Autorin liefert zudem zahlreiche Details und Hintergrundinfos und vergleicht oft auch früher und heute; vor allem bei medizinischen Praktiken. Denn was einstmals gebräuchlich war, ist jetzt bereits überholt, wie die 14tägige Bettruhe nach einer Geburt. Hilfreich ist auch das Glossar am Ende des Buches, welches medizinische Fachbegriffe erklärt.

Insgesamt kann ich daher "Call the Midwife - Ruf des Lebens" auch als Buch sehr empfehlen. Wer die TV-Serie schon kennt, erhält noch einen tieferen Einblick in die damalige Zeit und Geburtsmedizin, alle anderen können sich einfach mitreißen lassen von den berührenden Erinnerungen der Hebammen-Heldin Jennifer Worth. 5 Sterne.

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