Jennifer Worth Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser

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Inhaltsangabe zu „Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser“ von Jennifer Worth

Das Londoner East End, Ende der fünfziger Jahre: Als junge Hebamme leistet Jennifer Worth zusammen mit ihren Kolleginnen Geburtshilfe im Armenviertel der Stadt. Stets konfrontiert mit der prekären Lage der Menschen, die täglich spüren das Schlusslicht der Gesellschaft zu sein: Armut, Schmutz, Krankheiten und Verfall prägen das Bild. Inmitten dieses Elends kümmern sich die Hebammen und Schwestern hingebungsvoll um die Menschen und werden mit Wärme und Dankbarkeit belohnt. Schonungslos, ergreifend und zutiefst herzerwärmend berichtet Jennifer Worth von ihrem Lebenund lässt eine fast vergessene Zeit wieder lebendig werden

Der zweite unnachahmliche Band berührt mit Schicksalen rund um das Armenhaus. Angenehm zu lesen und ergreifend.

— 4Mephistopheles
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Ein sehr gutes Buch, welches einem die Wahrheit des Londoner East End in den 50er Jahren näherbringt.

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Mondprinzessin

Eine innige Geschwisterliebe, ein alter Soldat und eine diebische Nonne - drei weitere berührende Geschichten rund um die Londoner Hebammen.

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    Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    01. March 2017 um 11:27

    "Wir, die wir heute bequem und im Wohlstand des 21. Jahrhunderts leben, können kaum nachvollziehen, wie es gewesen sein muss, als mittellose Person im Armenhaus zu enden." (S. 399) "Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" ist der zweite Band der Midwife-Trilogie von Jennifer Worth, der nun endlich auch in der deutschen Übersetzung vorliegt. Ich liebe die gleichnamige BBC-Serie und freute mich daher schon sehr auf die Buchvorlage. Die ehemalige Hebamme lässt uns auch hier wieder an ihren Erinnerungen teilhaben und erzählt drei weitere zu Herzen gehende Episoden aus dem Londoner East End der 1950er Jahre und ihrer Zeit am Nonnatus House im Stadtteil Poplar. Im ersten Teil geht es hauptsächlich um die Armenhäuser. Zwar waren diese Gebäude der erste Versuch einer sozialen Versorgung für die Ärmsten der Armen, doch gleichzeitig galten sie auch als Ort des Grauens voller Elend und Verzweiflung, wo harte Disziplin vorherrschte, Strafen alltäglich waren und wo man Familien ohne Erbarmen auseinanderriss. Ein immerwährendes Schreckgespenst, selbst als diese Häuser dann 1930 offiziell geschlossen wurden und andere Namen bekamen. Anhand der Schicksale von Jane, Peggy und Frank, die alle drei schon früh im Armenhaus landeten, berichtet die Autorin hier schonungslos von den entsetzlichen Geschehnissen in einem dieser Häuser, die aus heutiger Sicht einfach unfassbar sind. Jane, die jetzt mit im Nonnatus House lebt, erfährt dort als Kind mehr seelische und physische Grausamkeit, als man sich vorstellen kann. Auch die Geschwister und Waisen Peggy und Frank, die beide eine tiefe und innige Liebe verbindet, werden erbarmungslos getrennt. Doch beide finden später wieder zueinander. Eine bewegende, herzzerreißende und am Ende sehr traurige Geschichte, die mich richtig zu Tränen rührte. "Die großen Ereignisse der Weltgeschichte lassen uns manchmal völlig unberührt, während die kleinen Dinge unser Schicksal besiegeln." (S. 117) Im zweiten Teil steht Schwester Monica Joan im Mittelpunkt, die des Schmuckdiebstahls angeklagt wird. Die exzentrische und leicht senile 90jährige sorgt mit ihren Aussagen für so manches Schmunzeln. Ich mag die betagte Nonne einfach und auch in der Verfilmung gehört sie mit zu meinen Lieblingscharakteren. Hier zeigt sich, wie groß der Zusammenhalt der Schwestern und Nonnen im Nonnatus House war und wie sehr sie alle von den Poplar-Bewohnern geliebt und verehrt wurden. Eine nette und recht humorvolle Geschichte. Im dritten und letzten Abschnitt geht es dann um den ehemaligen Soldaten Joseph Collett, eine sehr ergreifende Episode, die auch so in der BBC-Serie vorkommt. Während die Autorin alias Schwester Jenny Lee Josephs offene Beine versorgt, erzählt er ihr von seinem bewegenden Schicksal, erinnert sich an seine Zeit als Schiffsjunge und an die schrecklichen Erlebnisse als Soldat im 2. Weltkrieg. Zwischen Jenny und Joe entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, leider auch hier mit traurigem Ende, sodass gleich wieder ein paar Tränen bei mir flossen. "Gesundheit ist das kostbarste von Gottes Geschenken, aber wir nehmen sie für selbstverständlich. Und doch hängt sie wie an einem seidenen Faden, den schon die kleinste Kleinigkeit zerreißen kann, und im Handumdrehen sind auch die stärksten unter uns völlig hilflos." (S. 146) Insgesamt kann ich daher auch "Call the Midwife - Im Schatten der Armenhäuser" uneingeschränkt empfehlen, besonders für alle Fans der gleichnamigen BBC- Serie. Die berührenden und einfühlsam erzählten Geschichten geben einen faszinierenden Einblick in die Londoner Nachkriegszeit und die vielen Schwierigkeiten, die früher zu überwinden waren. Ich kann die Leute von damals nur bewundern. 5 Sterne von mir.

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