Jennifer duBois Ein gutes Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Ein gutes Mädchen“ von Jennifer duBois

Eiskalter Engel, Femme fatale oder unschuldiges Opfer? In Buenos Aires ist die amerikanische Studentin Lily Hayes des Mordes an ihrer Zimmergenossin angeklagt. Während der Staatsanwalt einen Schuldspruch fordert, setzt ihr Vater alles daran, Lily frei zu bekommen. Doch ist sie wirklich frei von Schuld? Jennifer duBois ist der Shootingstar der US-amerikanischen Literatur. Der Fall ihrer Altersgenossin Amanda Knox hat sie tief bewegt. In einem schonungslosen und nuancierten Roman erzählt sie von einem ebenso guten wie schlechten Mädchen. "Jennifer duBois ist zu jung, um dermaßen talentiert zu sein. Ich wünschte, ich wäre wie sie." Gary Shteyngart "Erzählmächtig." Frankfurter Allgemeine Zeitung "Dieser Roman ist eine emotionale und philosophische Meisterpartie." Buch aktuell

Literarisch anspruchsvolle Darstellung eines Justizdramas angelehnt am Fall Amanda Knox. Leider verliert duBois das Opfer aus den Augen.

— Gulan
Gulan

Weniger wäre manchmal mehr gewesen. Schade. Dabei waren die Charaktere sehr komplex und eigenwillig.

— inflagrantibooks
inflagrantibooks

Der "kalte" Roman zum heissen Indizienprozeß. Lesenswert!!!

— wandablue
wandablue

duBois ist eine meisterhafte Erzählerin. Sehr empfehlenswert.

— Kapri_ziös
Kapri_ziös

War sie's oder war sie's nicht? Spannend, hintergründig und vielschichtig - aber mir bleibt zu vieles im Vagen, nicht zuletzt die Motivation

— TochterAlice
TochterAlice

verschiedene Erzählperspektiven machen es spannend!

— dieFlo
dieFlo

WAHNSINN(!!!) was für ein Buch ... .. so sprachgewaltig, unvorhersehbar, erschütternd und philosophisch ♥♥♥ Chapeau Jennifer DuBois ♥

— 19angelika63
19angelika63

Ist sie schuldig? Ist sie es nicht? Anspruchsvoller Roman, auf den man sich einlassen muss. Faszinierende Story, die den Leser fesselt.

— leselea
leselea

Angelehnt an den Fall Amanda Knox - kann ein junges Mädchen einfach so einen Mord begehen? Lesetipp!

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

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  • Rezension zu "Ein gutes Mädchen" von Jennifer duBois

    Ein gutes Mädchen
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    Nachdem ich mich in dem bedeutungsschweren Debüt „Das Leben ist groß“ von Jennifer duBois` schier unerschöpflichen Talent überzeugen konnte, wusste ich, dass dieser Roman der Autorin nicht der letzte für mich sein wird. Nach einer anderthalbjährigen Wartezeit konnte ich mich jetzt auf ein neues Buch aus der Feder von Jennifer duBois freuen. Seit dem Jahr 2007 erregt ein Mordfall großes Aufsehen: der Fall Amanda Nox. Und bis heute gibt dieser Fall der Justiz und vor allem den Medien Rätsel auf. Auch Jennifer duBois hat dieser Mordfall tief bewegt und sie dazu inspiriert sich diesem, in ihrem Roman „Ein gutes Mädchen“, literarisch zu nähern. In ihrem neuen Buch erzählt duBois die Geschichte der amerikanischen Studentin Lily Hayes, die ein Auslandssemester in Buenos Aires verbringt. Hier möchte sie ihr junges Leben in vollen Zügen auskosten und die ihr so fremde Sprache erlernen. Als eines Tages ihre Zimmergenossin Katy Kellers umgebracht wird, steht Lily plötzlich unter Mordverdacht und wird angeklagt. Während der Staatsanwalt fest an die Schuld von Lily glaubt, versucht ihre Familie alles Menschenmögliche um ihre Unschuld zu beweisen und sie aus den Fängen der Justiz zu befreien. Doch ist Lily wirklich das gute und unschuldige Mädchen, an das ihre Eltern so fest glauben? Mit dem gewohnt ausgereiften und wortgewaltigen Sprachstil beschreibt duBois ein Justizdrama um ihre vielschichtige literarische Figur Lily Hayes. Sie berichtet von den Schwierigkeiten eines Indizienprozesses, in dem nur eines klar ist: dass Katy Kellers ermordet wurde. DuBois zeigt auf, welche wichtige Rolle die Medien dabei einnehmen und wie sehr diese das Gesamtbild durch Kleinigkeiten verzerren und den Prozess beeinflussen. In diesem Roman bekommen wir Leser die Rolle des stummen Beobachters zugeteilt. DuBois hat uns mehrere Charaktere zur Seite gestellt, die uns schonungslos an ihren Gedanken teilhaben lassen. Durch sie erlangen wir viele verschieden Eindrücke von Lily und dem Tatvorgang. Jedoch bemerkt man schnell, dass mit jedem neuen Blickwinkel auch ein völlig neues Gesamtbild entsteht. Wir Leser beobachten, wie der Mord und die Anklage, Lily und die Personen die sie umgeben agieren lassen. Und erleben, wie sehr diese prekäre Situation einen Menschen verändern kann und ihn manchmal voreilige Schlüsse ziehen lassen. Schuldig oder unschuldig? Um das herauszufinden, muss man in dieser Geschichte eigene Schlüsse ziehen. DuBois führt ihre stummen Beobachter lediglich an diesen so widersprüchlichen Fall heran. Sie verstreut ein paar Hinweise, die es miteinander zu verknüpfen gilt. Jedoch sorgen die verschiedenen Betrachtungsweisen ihrer literarischen Figuren immer wieder für Zweifel an den mühsam erarbeiteten aufgestellten Theorien. „Ein gutes Mädchen“ von Jennifer duBois hat mich lange beschäftigt, nicht nur wegen der Brisanz des Themas, sondern auch, weil es mir sehr schwer fiel, dieses Buch zu beurteilen. Die Autorin beweist erneut ihr Talent für die Beschreibung vielschichtiger und starker Charaktere. Sie besticht durch anspruchsvolle Handlungsstränge, starke Dialogszenen und einem wortgewaltigen und klaren Sprachstil. Und doch konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Die Handlung und die Charaktere wirkten insgesamt etwas kühl und einige Protagonisten durften sich mit ihren Gedanken zu weit in die Bedeutungslosigkeit entfernen. Dadurch entstanden für mich einige Längen, die mich von dem Geschehen um Lily und dem Prozess trennten. Hinzu kam, dass ich mir eine deutlichere Betrachtung der Rolle der Medien gewünscht hätte. Trotz meiner Kritikpunkte bin ich mir sicher, dass dieses Buch viele Leser überaus begeistern wird. Auch wenn duBois mich mit diesem Buch nicht völlig für sich einnehmen konnte, warte ich gespannt darauf, welchem Thema die Autorin sich in ihrer nächsten Geschichte annehmen wird. www.kathrineverdeen.blogspot.de

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    • 3
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    28. April 2015 um 13:37
    vienna schreibt sehr aussagekräftig, gefällt mir!

    Danke :-)

  • Von den Schwierigkeiten eines Indizienprozesses - Justizdrama

    Ein gutes Mädchen
    wandablue

    wandablue

    Problemfall Indizienprozeß Nachdem die Familie Dubois ihre erstgeborene Tochter Janie schon im Kindesalter an eine tödlich verlaufende Krankheit verloren hat, glaubt sie, umgehen zu können, mit dem, was sich gemeinhin Schicksal nennt, doch im Leid kann man sich nicht üben, selbst wenn man davon schon eine reichliche Portion im Leben verabreicht bekommen hat. Diese schmerzhafte Erfahrung machen die Hayes, als ihre älteste Tochter Lily ins argentinische Zuchthaus wandert mit einer Mordanklage am Hals. Die Familie reagiert also nicht abgeklärt, sondern tief verstört und reist nach Buenos Aires, um Lily beizustehen. Andrew, der Vater, empfindet die Zeit in Argentinien und zunehmend sein ganzes Leben, seine Ehe, seinen Beruf und sich selbst als surrealistisch, Maureen, die Mutter, bleibt im vordergründigen Unmittelbaren und leidet am meisten an den äusseren Umständen, Anna, die Schwester, versucht, pragmatisch zu sein und hat als einzige eine eingermassen objektive Sicht auf die Schwester. Sie stellt sich der Frage: Kann Lily es eventuell getan haben? Aber da diese Frage ins unannehmbare Leere fällt, fällt auch Anna, nämlich in die Normalität ihres jugendlichen Lebens zurück und trotz allem Bemühen kann sie ihre Langeweile über die sinnentleerte Warterei im fremden Buenos Aires nicht verbergen. Alle zusammen sind sie hilflos in einer Warteschleife gefangen, was wird mit Lily, wer hat das zu entscheiden und wovon hängt diese Entscheidung ab? Von dem ungünstigen Bild, das Lily in der Öffentlichkeit durch die Presse vermittelt, macht? Vom Staatsanwalt, der aufgrund seiner Menschenkenntnis sich recht schnell sicher zu sein glaubt? Von ihr selbst, von dem, was sie ohne einen Anwalt gewollt zu haben, preisgegeben hat? Von Zeugen? Von Indizien? Was spricht für Lily und was gegen sie? Die Autorin Jennifer Dubois stellt im ersten Teil ihres Buchs das innere Erleben sämtlicher Protagonisten in den Mittelpunkt. Mit jeder neuen Perspektive erweitert sich auch der Blick des Lesers auf die Angeklagte. Was war und was ist sie für ein Mensch? Unbedarfte Austauschstudentin wie der Vater meint? Existentialistisch reizvoll, wie der überspannte Sebastien denkt, mit dem sie ein seltsam unverbindliches Verhältnis hatte? Gedankenlos impulsiv, wie Katy, ebenfalls Austauschstudentin, Zimmergenossin und Opfer ihr vorhält? Unverschämt und übergriffig, eine Person, mit der man ständig Scherereien hat, wie die Gastmutter sie empfindet? Vorlaut und respektlos, wie sie in der Bar eingeschätzt wird, in der sie aus einer Laune heraus arbeitet? Arrogant, kapriziös, unsensibel, wie Eduardo, der Staatswalt glaubt, der aufgrund seiner gefühlskalten Ehefrau, deren Charakteristika und Verhalten eins zu eins auf Lily projiiziert? Fest steht, dass Lily die Realität oft falsch einschätzt. Im zweiten Teil des Romans geht es engmaschig auf den Prozeß zu. Lilys Alibi für die Mordnacht ist geplatzt. Denn sowohl ihre Schwester Anna wie auch Sebastien, der argentinische Freund, haben für sie gelogen und sind damit aufgeflogen. Warum haben sie gelogen? Doch wohl, weil sie eine Beteiligung Lilys an der Ermordung Katys sehr wohl für denkbar halten. Dennoch sind ihre Lügen keine stichhaltigen Beweise für Lilys Schuld. Bei der Vernehmung des Barmanns, Ignatio Toledo, durch Eduardo im sechzehnten Kapitel von insgesamt neunzehn, bilde ich mir endlich ein eigenes Urteil vom Tathergang und vom Geschehen in der unheilvollen Nacht. Auch ein Motiv meine ich auszumachen. Jennifer Dubois hat mit „Ein gutes Mädchen" ein Justizdrama geschrieben, das vor allem durch Wirklichkeitstreue besticht. Es ist eng an den Fall Amanda Knox angelehnt und zeigt alle Aspekte auf, die die Menschen, die es durchleben, realiter durchlebt haben könnten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es den durchgeknallten Sebastien in der Weise, wie die Autorin ihn dargestellt hat, auch gegeben hat, denn Skurrilität gehört durchaus zum Leben ebenso wie die Verkettung unglückseliger Umstände. Besonders überzeugt hat mich, wie die Autorin die Vielschichtigkeit aufzeigt, die hinter einem Indizienprozeß steht, bei dem schon Kleinigkeiten das Gesamtbild völlig zu verändern vermögen und wer kann schon sagen, ob die Richter letztendlich wirklich die Wahrheit gefunden haben. Die Autorin arbeitet nicht mit den vom Leser so geschätzten emotionalen Momenten der Einfühlung in ihre Protagonisten, sondern mit der Verunsicherung über scheinbar absolut gesetzte Fakten. Das macht den Roman einerseits „kalt“, andererseits gerade faszinierend. Etwas kritischer bewerte ich die Sprache des Romans; sie ist manchmal zu gewollt intellektuell, insoweit gelegentlich manieriert; auch die von Duboi verwandten Metaphern konnte ich in ihrer Bedeutung nicht immer erfassen, andererseits kommt Dubois auch immer wieder ganz auf den Punkt. Fazit: Ein sorgfältig aufgefächerter und aufbereiteter Justizroman mit gründlicher psychologischer Ausleuchtung, der durch die Nähe zum Fall Amanda Knox Brisanz erhält. Kategorie: gehobene Unterhaltung Aufbauverlag Berlin 2014

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    • 6
    LunaBooks

    LunaBooks

    22. March 2015 um 14:44
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Ein gutes Mächen ?

    Ein gutes Mädchen
    divergent

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    02. March 2015 um 12:20

    Titel: Ein gutes Mädchen Autor: Jennifer DuBois Seiten: 480 Verlag: Aufbau Genre: Krimi Inhalt Lily Hayes freut sich schon tierisch auf ihr Auslandssemester in Buenos Aires/Argentinien. Endlich hat sie nun mal Zeit für sich, weit weg von ihrern Eltern und ihrer kleinen Schwester. In Buenos Aires wohnt Lily bei einer Gastfamilie und bekommt mit der Kalifornierin Katy Keller eine Mitbewohnerin. Das Verhältnis von Lily und Katy ist teilweise etwas angespannt. Und es wird noch angespannter, als Lily eine Affäre mit Sebastien LeCompte, einem Nachbarn der Gastfamilie beginnt. Ziemlich schnell vermutet Lily eine Affäre zwischen Katy und Sebastian und dann, eines Tages wird Katy tot aufgefunden und Lily, die auf unschuldig plädiert, gilt als Hauptverdächtige ... Meinung WOW !! Was für ein spannender Justiz-Thriller! Warum hab ich mir das Buch geholt ? 1. Weil mich der Fall von Amanda Knox sehr interessiert. (an den das Buch ja angelehnt ist) und 2. Ich Buenos Aires seit ich vor mittlerweile drei Jahren dort für zwei Wochen war einfach nur liebe ! (wahnsinnig schöne und aufregende Stadt) Zugegeben dieses Buch stand schon seit längerem auf meiner Wunschliste und da ich auch noch nicht soo viele Thriller/Krimis gelesen habe, dachte ich ich probiers mal mit diesem Buch. Und ich bin wirklich total begeistert von diesem Werk. Ich lese ja normalerweise eher LIebesromane und Jugendbücher, doch ich fand schon allein das Cover richtig interessant und deswegen habe ich diesem Buch eine Chance gegeben und ich bin wirklich froh, dass ich es gelesen habe! Die amerikanische Autorin Jennifer DuBois, welche in ihrer Heimat bereits mit ihrem Debüt „Das Leben ist groß“ gefeiert wurde, liefert mit diesem Buch ein absolut spannendes Werk, welches den Leser sicherlich so schnell nicht mehr loslässt. Das wirklich interessante und auch spannende an dem Buch ist, dass es immer aus den verschiedensten Perspektiven erzählt wird und auch immer zwischen den Zeiten schwankt; soll heißen, abwechselnd wird die Zeit vor dem Mord und die Zeit nach dem Mord erzählt, was sich alles richtig spannend lesen lässt. Kurz zu den Personen: Katy war ja jetzt nicht so mein Fall ehrlich gesagt. Die konnte ich nicht so leiden und ich konnte Lily teilweise ja schon verstehen, warum sie Katy nicht leiden konnte. Lily hingegen, fand ich trotz ihrer manchmal etwas komischen Art und ihrer Arroganz teilweise schon sympathisch, Sie lässt sich eben nichts gefallen und ist auch frech, was ihr zugegeben schon ein paar Probleme macht. Sebastien gefiel mir als männlicher (Haupt-)Protagonist auch sehr gut, da man von ihm, auch einen Blick hinter die Fassade bekommt, was mich sehr interessierte und zugleich aber auch etwas traurig gemacht hat. Er will wie ich finde nach außen hin fast kalt rüberkommen doch in seinem inneren ist er traurig, einsam und er sehnt sich nach Liebe, was natürlich vollkommen verständlich ist, da seine Eltern ja bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Mir gefiel ja auch die Beziehung von Lily und Sebastien ziemlich gut und ich hätte von den beiden echt noch mehr lesen können/wollen ! Der Schreibstil liest sich auch recht gut, auch wenn dieser meiner Meinung nach schon anspruchsvoller, wenn auch nicht schwierig zu lesen ist, als so bei manch anderen Büchern ! Das Ende fand ich passt richtig gut zu dem Buch ! Fazit "Ein gutes Mädchen" ist für mich ein absolutes Highlight und für alle zu empfehlen, denen der Fall von Amanda Knox interessiert und die auch gerne Krimis/Thriller lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen und ich werde Jennifer DuBois sicherlich weiterverfolgen und mir auch noch ihr anderes Buch besorgen ! http://skjoonsbuecher.blogspot.co.at/2015/03/rezension-ein-gutes-madchen.html

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  • Jennifer DuBois...das erzählmächtige Ausnahmetalent und ihre Interpretation des "eiskalten Engels"!

    Ein gutes Mädchen
    Leselady

    Leselady

    07. November 2014 um 10:13

    Eiskalter Engel, Femme fatale oder unschuldiges Opfer? In Buenos Aires ist die amerikanische Studentin Lily Hayes des Mordes an ihrer Zimmergenossin angeklagt. Während der Staatsanwalt einen Schuldspruch fordert, setzt ihr Vater alles daran, Lily frei zu bekommen. Doch ist sie wirklich frei von Schuld? (Kurzinfo zum Inhalt siehe: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/ein-gutes-madchen.html) Informationen zu Buch und Verlag: Gebundene Ausgabe: 480 Seiten Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (18. August 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3351035748 ISBN-13: 978-3351035747 Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 4,3 x 21,8 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3351035748/lovebook-21 Über die Autorin Jennifer DuBois weiß man: Jennifer duBois, 1983 in Northampton, Massachusetts, geboren, hat Politik und Philosophie studiert. 2012 wurde sie von der National Book Award Foundation als eine der fünf besten Nachwuchsautorinnen geehrt. Im Aufbau Verlag erschienen bisher ihre Romane „Das Leben ist groß“ und „Ein gutes Mädchen“. Quelle: Weitere Werke: * Das Leben ist groß ( http://www.lovelybooks.de/autor/Jennifer-DuBois/Das-Leben-ist-groß-1014633711-w/ ) * Aufbau Leseexemplar 4 ( http://www.aufbau-verlag.de/index.php/autoren/jennifer-dubois ) Quelle: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/autoren/jennifer-dubois Eindrücke / eigene Meinung: "Erzählmächtig" so tituliert die F.A.Z. das neueste Werk von Jennifer DuBois und spiegelt damit auch den Eindruck wieder, den ich selbst von diesem Buch gewann. Durch ihr grandioses Debüt "Das Leben ist groß" wurde ich zum ersten Mal auf die begnadet schreibende Autorin aufmerksam, deren Ausnahmetalent mich seitdem nicht mehr loslässt! Angelehnt an die Geschehnisse der Studentin Amanda Knox, deren medienwirksamer Strafprozess weltweit für Aufsehen sorgte, leuchtet DuBois äußerst engmaschig aus, wie viele Kleinstpuzzleteile, Aussagen, Eindrücke, Intuition und prägende Kindheitserfahrungen unter Umständen vonnöten sind, um sich in einen solch unkontrollierbaren Ausnahmezustand zu manövrieren, bzw. ihn zu begleiten. Dieser Roman ist ein Geflecht aus Kindheitsrückblenden, unterschiedlichen Perspektiven und Ebenen, persönlichen Eindrücken Lilys und deren Umfeld. Viele kleine Sequenzen erleben wir beim Lesen mehrfach, jedoch stets aus einem anderen Blickwinkel. Zug um Zug erschließt sich dem Leser, wie Kleinigkeiten, ein Wort hier, eine Geste da, fremde, wie auch vertraute Menschen zu völlig gegensätzlichen Rückschlüssen verleiten und wie schnell sich ein vermeintlich "klares", "eindeutiges" Bild manifestiert. Allen voran in der medialen Welt! Der Schreibstil ist sehr klar, schnörkellos, unsentimental. Er fasziniert und lässt einen einfach nicht mehr los. Jennifer DuBois beherrscht es wie kaum eine andere, sich völlig zurückzunehmen und dabei ihre Figuren, deren Leben und Umfeld für sich sprechen zu lassen. Sie bewertet niemals, wodurch dem Leser Raum und Zeit gegeben wird, sich ein eigenes Bild zu schaffen. Hält Tür und Tor weit offen. Und dennoch.... ihr Stil ist auf seine ganz eigene Weise zart, filigran und berührend. Hat eine eigene Seele. Mir ist bewusst, dass sicherlich nicht jeder Zugang zu den doch sehr speziellen Charakteren finden wird und das dieses Buch und seine distanzierten Figuren möglicherweise polarisieren. Unter Umständen drängt sich auch der Gedanke auf, es geht nicht zügig genug voran, aber das ist eben der Stil von Jennifer DuBois, ein Stil, den sie brillant beherrscht und wiederholt eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat! Wie Zahnräder greifen die Perspektiven ineinander, zeigen auf, was Körpersprache, unachtsame Äußerungen und soziale Netzwerke für Eindrücke und Spuren hinterlassen. In diesem Sinne auch erschreckend, wie vorschnell sich Meinungen bilden und wie geschwind man in Schubladen des genormten Alltagsdenkens landet! Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich Jennifer DuBois gern einmal persönlich danken! Diese Frau ist sprachlich derart auffallend talentiert, dass ich fürchte, es mit meinen eigenen Worten gar nicht mächtig genug darstellen zu können. Vielen, vielen, vielen Dank, dass ich wenigstens aus der Ferne ein wenig daran teilhaben darf!

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  • Leserunde zu "Ein gutes Mädchen" von Jennifer duBois

    Ein gutes Mädchen
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Eiskalter Engel, Femme fatale oder unschuldiges Opfer? ... Jennifer duBois ist der Shootingstar der US-amerikanischen Literaturszene. Der Fall ihrer Altersgenossin Amanda Knox hat sie tief bewegt. In ihrem schonungslosen und nuancierten Roman »Ein gutes Mädchen« erzählt sie von einem ebenso guten wie schlechten Mädchen – ein echter Pageturner nach einer wahren Geschichte. Kurz zum Inhalt: Die amerikanische Studentin Lily Hayes verbringt ein vorhersehbares und unaufgeregtes Auslandssemester in Argentinien, bis sie angeklagt wird, ihre Zimmergenossin brutal ermordet zu haben. Aus verschiedenen Perspektiven wird das Justizdrama um eine schwierige Hauptfigur erzählt, die sich durch ihr unangepasstes Verhalten des Mordes verdächtig macht. Nach und nach weicht die Frage, ob sie schuldig ist, einer Darstellung der zerstörerischen Macht öffentlicher Schuldzuweisungen. Ein Familiendrama und ein psychologischer Justiz-Thriller um eine schillernde Persönlichkeit. Hier geht’s zur Leseprobe. Kurz zu Jennifer duBois: Sie wurde 1983 in Northampton, Massachusetts, geboren, hat Politik und Philosophie studiert. 2012 wurde sie von der National Book Award Foundation als eine der fünf besten Nachwuchsautorinnen geehrt. Mehr zu Jennifer duBois auf ihrer Homepage. »Jennifer duBois ist zu jung, um dermaßen talentiert zu sein. Ich wünschte, ich wäre wie sie.« Gary Shteyngart Nach dem großartigen Erfolg der Leserunde zu Jennifer duBois Debüt »Das Leben ist groß« möchten wir auch dieses Buch mit Euch diskutieren und sind gespannt auf Eure Meinungen. Wer neugierig geworden ist, kann sich bis einschließlich 12. August für die Leserunde bewerben. Wir stellen 20 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet Ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus. Wir freuen uns auf diese Leserunde! Liebe Grüße und auf bald, Brit vom Aufbau Verlag

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  • Ein gutes Mädchen?

    Ein gutes Mädchen
    conneling

    conneling

    12. October 2014 um 22:15

    Die amerikanische Studentin Lily Hayes ist in Buenos Aires angeklagt ihre Zimmergenossin Katy Kellers ermordet zu haben. Staatsanwalt Eduardo setzt alles daran Lily zu verurteilen, für ihn ist der Fall klar, doch Lily's Eltern setzen alles daran Lily frei zu bekommen und reisen zusammen mit ihrer Schwester nach Buenos Aires um Lily beizustehen. Jennifer duBois schreibt sehr eindrucksvoll über einen Indizienprozess, in dem der Leser die Möglichkeit bekommt viele verschiedene Perspektiven einzunehmen. Für den Staatsanwalt ist der Fall klar, Lily ist schuldig und soll dafür auch verurteilt werden. Die Gasteltern von Amanda und Lily hatten von Anfang ihren Favoriten unter den Studentinnen, und für die Beiden ist alles klar. Die Familie von Lily ist zur Unterstützung ihres Mädchens da und müssen sich nun auch damit anfreunden, dass Lily erwachsen geworden ist und sehr wohl ihr eigenes Leben führt. Die Medien ziehen aus dem Fall heraus was am wirksamsten ist, Lily schneidet nicht besonders gut dabei ab und die Öffentlichkeit hat ein vorgegebenes Bild vor Augen. Man bekommt keine Lösung präsentiert, der Leser muss sich seine eigenen Gedanken machen um schuldig oder unschuldig. Mich hat das Buch " Ein gutes Mädchen " von Jennifer duBois lange beschäftigt, die Nähe zu dem Fall um Amanda Knox hat mich sehr abgelenkt. Ein besonderes Buch, welches sehr gut zu lesen war. Noch nie hatte ich solche Schwierigkeiten ein Buch zu bewerten, da ich immer wieder abgeschweift bin und für mich kein Ende, keine Lösung für den Fall gefunden habe.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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  • Rezension zu Ein gutes Mädchen

    Ein gutes Mädchen
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    Lily Hayes, eine amerikanische Studentin, verbringt ein Auslandssemester in Buenos Aires. Als ihre Zimmergenossin ermordet wird, steht sie für den Staatsanwalt und der Öffentlichkeit schnell als Täterin fest und wird angeklagt. Ihre Familie setzt alles daran Lily freizubekommen. Dieses Buch hat den Fall der Amerikanerin Amanda Knox als Grundlage, auch wenn es sich um eine fiktionale Geschichte handelt. Ich konnte mich am Anfang nicht ganz frei machen von Vergleichen mit diesem Fall, was mich aber nicht weiter störte. Leider empfand ich, das dieses Buch einige Längen aufweist, Personen wird viel Raum für innere Auseinandersetzungen mit ihren eigen Befindlichkeiten und Problemen gegeben und brachten damit die Geschichte überhaupt nicht vorwärts. Den Schluss empand ich zu schnell und viel zu knapp abgehandelt und lässt mich ein wenig unbefriedigt zurück, da für mich noch einige Fragen offen blieben. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, was ich am Anfang als sehr angenehm empfunden hab, später aber meinen Lesefluß behinderte, da dadurch die Längen des Buches meiner Meinung nach unterstrichen wurde. Im ganzen ist das Buch sehr nüchtern gehalten und wirkte auf mich kalt, so konnte ich zu keiner Person wirklich eine Verbindung aufbauen und sorgte dafür das ich alle mehr oder weniger unsympathisch fand. Ich empfinde das dieses Buch wesentlich mehr Potential gehabt hätte, vorallem zum Schluss, daher vergebe ich 3 Sterne.

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    • 7
  • Schuldig, im Sinne von Vermutungen

    Ein gutes Mädchen
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    Wie der Klappentext schon genügend aufklärt, hat sich Jennifer duBois stark mit dem Fall von Amanda Knox befasst, der sich schon seit Jahren durch die Presse zieht und immer noch die alles entscheidende Antwort auf die Frage „Was passierte WIRKLICH in jener Nacht?“ sucht. Genau DAS hat sich Jennifer duBios für ihren Roman zu Gute gemacht und ihren ganz eigenen Fall, mit ihren ganz eigenen Protagonisten, ihrer ganz eigenen Handlung und ihrem SEHR eigenen Erzählstil als Geschichte verwirklicht. Die Grundlage von „Ein gutes Mädchen“ ist relativ simpel: Amerikanische Studentin beginnt zwecks Studium ein Semester im Ausland. Da sie sprachlich recht begabt ist, kommt sie mit dem Lebensstil dort gut zurecht. Ihre Eltern hatten zwar bedenken, wollten aber ihrer ältesten Tochter die Freiheit geben, selbst zu entscheiden, und ließen sie daher gehen. Und diese eigene Entscheidung endete fatal, als ihre Mitbewohnerin, die ebenfalls ein Auslandssemester dort macht, in jener folgenschweren Nacht ermordet wurde. Da die Beweislast mehr als erschlagend für Lily ist, wird sie festgenommen, und die Verhandlungen über schuldig oder nicht nehmen ihren Lauf. „Ein gutes Mädchen“ macht nichts falsch. „Ein gutes Mädchen“ bezichtigt man nicht des Mordes. Doch ist die Hauprotagonistin hier wirklich „Ein gutes Mädchen“? Oder bezieht sich der Titel doch eher auf das Mädchen, welches hier ermordet wurde? Fangen wir doch mal bei der größten Stärke des Buches an: Die Autorin erlaubt ihren Leser, in die verschiedensten Köpfe hineinzuschlüpfen. So haben wir allerhand Sichtweisen, und jede davon wurde benötigt und trug ihren Teil bei, um das Geschehene an den Leser zu bringen. Es ist wichtig zu erfahren, was passierte und wie die Beweislast für die Protagonistin sprach. Der Startschuss im Buch begann ja bereits mit der Schuldzuweisung auf Lily, jetzt stellt sich aber die Frage: Wie konnte es so weit kommen? Kam es überhaupt dazu? War sie zu sowas überhaupt fähig? Jede aufgegriffene Sichtweise der Charaktere hat seine Geschichten, seine Vergangenheit, seine ganz eigene Meinung darüber, ob Lily unschuldig ist oder nicht. Und diese Sichtweisen wechseln von Kapitel zu Kapitel, bis wir als Leser dann endlich in Lilys Kopf hineintauchen dürfen. Das interessante an diesen Sichtweisen ist die Art und Weise, wie diejenigen, Lily und Katy sehen und wie sie für den Fall wichtige Situationen beurteilen. So tauchen Vorurteile auf, man denkt negativer, als wie es die Person tatsächlich gemeint hatte und Lily wird anhand von Oberflächlichkeiten dem Volk zum Fraß vorgeworfen. Über Jennifer duBios schreiberisches Können muss man nicht lange nachdenken: Es springt einen in jedem Satz entgegen und ist vielleicht nichts für den Otto-Normal-Leser. Anspruchsvoll trifft auf Qualität und erschafft eine Wortgewandtheit, die ich nur beloben kann. Doch reicht das schon aus, um Erfolg mit seiner Geschichte zu haben? Hier muss man auf seine eigenen Vermutungen vertrauen, die sich nur entwickeln, wenn man das komplette Geschehen mit all seinen Sichtweisen aufmerksam verfolgt. Dabei ist es für mich nicht immer einfach gewesen, das Geschehen mit anhaltendem Interesse zu verfolgen. Die Autorin konzentrierte sich oftmals etwas zu stark mit den Hintergrundgeschichten der Protagonisten, was an sich nicht verkehrt war, aber zu langweilig, spannungslos und zu überladen bei mir ankam. Ich bin der Letzte, der Autoren kritisiert, wenn sie etwas erzählen MÜSSEN. Wirklich. Aber die Autorin hat hier doch etwas zu tief in die Charakterschublade gegriffen und das eigentliche Geschehen, den Mordfall, dadurch meiner Meinung nach stark in den Hintergrund gerückt. Auch wenn es der Autorin vielleicht darum ging, durch die Hintergrundgeschichten der Charaktere Bilder zu vermitteln, die benötigt werden, um das Verhältnis zwischen Lily und Katy besser verstehen und einschätzen zu können: Weniger wäre manchmal mehr gewesen. Schade. Dabei waren die Charaktere sehr komplex und eigenwillig, wodurch sie automatisch selbst im Kreis der Verdächtigen bei mir landeten, was aber durch die häufig langen Erzählungen nicht mehr so interessant und spannend ankam, als wie es anfangs der Fall war. Eins muss hier auch klar gestellt werden, denn ich finde es nur gerecht, wenn ich euch darauf hinweise: Hier spielt der Leser selbst die Jury, denn am Schluss, wie bei dem Fall von Amanda Knox, kann man nie sicher sein, was nun wirklich passierte. Die Autorin ließ das Ende in meinen Augen zu offen. Einerseits kann ich nicht leugnen, dass mir davor aufschlussreiche „Sichtweisen“ und „Beweise“ geliefert wurden. Gerade die Perspektiven wie z.B. die ihres Vaters Andrews, und die Art und Weise, wie er über den Fall dachte und wie er seine Tochter bei allem verteidigte. Er glaubte von Beginn an ihre Unschuld und konnte es nicht fassen, wie ihre Taten, die mehr kindlicher und verängstigter Natur waren, missverstanden und gegen sie verwendet wurden. Aber als Vater sah er vielleicht nur das, was er unbedingt sehen wollte, und dem Leser bleibt genug Spielraum, um sich gegen Ende ein Gesamtbild über ihn zu bilden. Hinzu kommt noch die Familiengeschichte, die Bürden, die die Töchter seit der Kindheit zu tragen hatten und der Druck, der sich in den Jahren aufbaute. Aber auch die anderen Charaktere versprechen eine starke Charakterpräsenz, die ich so auch eher selten nachlesen durfte. Dennoch legte mir die Autorin leider für die Auflösung des Falls nicht wirklich hilfreiche Indizien und „Beweisansichten“ vor die Augen, sodass ich stark unzufrieden das Buch beendete. Ich konnte mir ein klareres Bild über Lily machen, die am Anfang doch sehr kalt und teilnahmslos von allen anderen gesehen und beschrieben wurde. Ich verstand ihr Inneres, konnte nachempfinden, wieso sie so war, wieso sie andere manchmal so behandelte. Die Autorin hat das hervorragend zur Schau gestellt, mit dem bitteren Beigeschmack der anderen Sichtweisen, die Lily oftmals anders sahen, als wie ich es als Leser in ihrer eigenen Sichtweise miterleben durfte. Mit gemischten Gefühlen kann ich jetzt vielleicht behaupten, dass es keine Rolle spielte, wer Katy, das in den Augen der Presse „arme Opfer“, ermordete. Es ging nur darum, wie die Hauprotagonistin in all das hineinrutschte und wie ein Vorurteil nach dem anderen dafür sorgte, dass man sie als Schuldige festnahm. Wie ihr Leben dadurch zerstört wurde. Aber es reichte mir nicht, denn auch hier ging es etwas durch das meist zu viel erzählte in den anderen Sichtweisen unter. Ja, man merkt, dass mich das nicht in Ruhe lässt, denn gerade DAS rückt einige, gut inszenierte Stellen stark in den Hintergrund. Fazit: „Was geschah wirklich in jener Nacht?“ „Wer ermordete Katy Keller?“ „Ist die Hauptprotagonistin schuldig oder unschuldig?“ Fragen, die sich der Leser schon vor dem Lesen des Buches stellt, leider aber nicht wirklich beantwortet wurden. Es spielt vielleicht für andere weniger eine Rolle, doch ich hatte Antworten erwartet und kann mit meinen auf den Tisch gelegten „Schlüssen“ wenig anfangen. Man muss sich anhand der eigenen Schlussfolgerung ein Bild vom Geschehenen machen, was Andere, die nicht Ich sind, durchaus gefallen könnte. Zudem erschuf Jennifer duBios hier interessante und komplexe Protagonisten, die man mehr oder weniger ins Herz schließt oder lernt, zu verabscheuen. Dinge sind nicht immer so, wie sie auf dem ersten Blick von anderen gesehen werden. Es liegt in der menschlichen Natur, voreilige Schlüsse zu ziehen, Menschen zu schnell zu verurteilen, und genau die negativen Seiten dieser menschlichen Natur wurde hier hervorragend zur Schau gestellt. Ein Buch, das seine Guten und weniger guten Seiten präsentiert, ohne dass ich als Leser ins Geschehen eingreifen konnte. Und das schmerzte an manchen missverstandenen Momenten wirklich sehr. Bewertung: ARGH! Ich tu mich wieder mal schwerer, als es eigentlich sein müsste. Aber es war für mich unausgereift, unvollständig und an den falschen Stellen too much, trotz den guten Seiten. Daher sehr gute und verdiente 3 von 5 Marken. Es grüßt ~ Jack

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    • 4
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    22. September 2014 um 16:08
  • Amanda und Lily

    Ein gutes Mädchen
    Irmi_Bennet

    Irmi_Bennet

    16. September 2014 um 12:43

    Wer hat ihn nicht verfolgt, den Fall um Amanda Knox, dem „Engel mit den Eisaugen“? Jennifer Dubois hat sich hiervon zu ihrem Roman inspirieren lassen. Die fiktive Handlung orientiert sich sehr nah am Fall Amanda Knox und lässt sich durch diese Nähe zur realen Begebenheit zu wenig Spielraum. Namen und Orte wurden ausgetauscht, der Fall aber detailliert übernommen.Die, des Mordes angeklagte amerikanische Studentin heißt nun nicht Amanda sondern Lily, ihr Auslandsjahr verbringt sie in Argentinien, Amanda Knox lebte damals in Italien. Einerseits gefällt mir das psychologisch dichte Kammerspiel sehr gut, ich konnte die Geschichte jedoch nie getrennt vom Knox Fall interpretieren, auch wenn ich es versucht habe. Der Kuss am Tatort, der falsch Verdächtigte, die nicht abgespülte Toilette – ich habe mich gefragt, ob die Autorin den Zusammenhang zwischen Knox und ihrem Roman aufrechterhalten wollte? Spannend war der Perspektivwechsel und die verschiedenen Zeitebenen, auf denen die Geschichte erzählt wird. Das langsame, aber stetige Annähern an die Gefühlswelt der Protagonisten passiert zeitgleich mit dem Auftauchen neuer Beweise, wobei der Mordfall selbst weniger im Vordergrund steht. Jennifer Dubois kann schreiben. Manches Mal hatte ich jedoch den Eindruck, dass sie mir als Leser dies immer wieder beweisen muss und der Lesefluss durch die anspruchsvolle Sprache etwas hintenan stand. Am Ende lässt uns Dubois mit der großen Frage zurück. Ist Lily ein gutes Mädchen? Und wer darf darüber urteilen? Die Nähe zum wirklichen (ungeklärten) Mordfall lässt mich als Leser nachdenklich zurück. Ebenso wie die verschiedenen Personen in Dubois Buch ( die Familie, die Gasteltern, der Staatsanwalt, der Liebhaber ) sich IHR Bild von Lily machen, habe ich als Zeitungsleser und TV Zuschauer mir damals ein Bild von Amanda Knox gemacht. Der unvermeidbare Vergleich zur fiktiven Lily eröffnet mir neue Sichtweisen. Ein gutes Mädchen. Ein gutes Mädchen?

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  • Annäherung an ein Verbrechen.

    Ein gutes Mädchen
    Gulan

    Gulan

    Die amerikanische Studentin Lily Hayes sitzt in argentinischer Untersuchungshaft. Sie wird beschuldigt, am Mord an ihrer Zimmergenossin Katy Kellers beteiligt gewesen zu sein. Obwohl Staatsanwalt Eduardo kein Geständnis und nur wenige unsichere Beweise hat, ist er sich sicher, die Täterin gefunden zu haben. Lilys geschiedene Eltern und ihre Schwester Anna reisen nach Buenos Aires, um Lily beizustehen und ihre Unschuld zu beweisen. Doch die eine Frage steht im Raum: Ist Lily eine Mörderin oder ist sie ein gutes Mädchen? Wem diese Story ein wenig bekannt verkommt, liegt nicht ganz falsch. Die Autorin Jennifer duBois hat sich bei ihrem Roman dem Fall Amanda Knox literarisch angenähert. Dabei legt sie weniger Gewicht auf den Kriminalfall, sondern beleuchtet die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Dabei benutzt duBois einen wortgewandten, mir aber stellenweise etwas zu verkopften Schreibstil. Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen erleben wir die Familie bei ihrem Versuch, mit der Situation klarzukommen. Die geschiedenen Eltern wagen es aber nicht, sich die entscheidende Frage zu stellen. Einzig die Schwester Anna bricht aus dieser Lethargie aus. Währenddessen versucht der Staatsanwalt Eduardo Beweise und Indizien gegen Lily zusammenzutragen, verlässt sich dabei weitgehend auf seine Menschenkenntnis und Intuition. Gleichzeitig wird die Geschichte bis zum Tag der Tat chronologisch aus dem Blickwinkel von Lily und Sebastien erzählt. Sebastien ist ein Nachbar der Gastfamilie, ein alleinstehender, wohlhabender, in extremer Isolation gefangener junger Mann, mit dem Lily ein merkwürdiges, unkonkretes Verhältnis beginnt. Diese verschiedenen Blickwinkel sind der großer Pluspunkt des Romans. Von verschiedenen Seiten wird ein Bild Lilys entworfen. Von unbedarft-naiv bis arrogant-impulsiv reichen die Bandbreiten und immer wieder werden sie durch Lilys eigene Sicht relativiert oder eben auch nicht. Und während sich die verschiedenen Personen ein Bild von Lily machen, geben sie auch eine Menge von sich selbst preis. Interessant ist außerdem die Beschreibung der Ermittlungen, die Gewichtung von Indizien und der Einfluss der Öffentlichkeit. Die Handlung bleibt dabei allerdings überschaubar und so macht sich in der zweiten Hälfte des Buches schon ein Gefühl der Redundanz und Langatmigkeit breit. Mein großer Kritikpunkt ist jedoch, dass duBois das Opfer Katy Kellers hierbei ziemlich vernachlässigt. Sie taucht zwar in den Rückblenden Lilys und Sebastiens auf, ihre Charakterisierung bleibt aber weitgehend fragmentarisch. Das ist ausgesprochen schade angesichts der ausführlichen Darstellungen der übrigen Charaktere. Dadurch fehlt ein entscheidendes Stück der Figurenkonstellation innerhalb dieses Dramas. Insgesamt eine literarisch anspruchsvolle Darstellung eines Justizdramas, das für mich neben einigen Höhepunkten allerdings auch ein paar Schwächen aufzuweisen hat. Deshalb entscheide ich mich für eine durchschnittliche Bewertung.

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    • 7
    NiWa

    NiWa

    13. September 2014 um 16:23
  • Die mögliche Tat der Lily Hayes

    Ein gutes Mädchen
    serendipity3012

    serendipity3012

    Die mögliche Tat der Lily Hayes Die amerikanische Studentin Lily Hayes verbringt in Buenos Aires ihr Auslandssemester. Nach wenigen Wochen wird sie des Mordes an ihrer Zimmergenossin Katy Kellers angeklagt. Ist Lily Hayes „Ein gutes Mädchen“? Oder hat sie die Tat wirklich begangen? Jennifer DuBois erzählt nach ihrem gefeierten Erstling „Das Leben ist groß“, (in Deutschland 2012 erschienen) eine Geschichte, zu der sie der Fall ihrer Altersgenossin Amanda Knox inspiriert hat. DuBois schreibt in ihrem Vorwort, dass ihr Roman nichts mit der wahren Geschichte zu tun hat. Man sollte ihn völlig eigenständig lesen. DuBois gelingt es sehr gut, Lily und ihre Familie zu charakterisieren und zum Leben zu erwecken: Bevor Lily und ihre Schwester Anna geboren wurden, hatten ihre Eltern eine weitere Tochter, die im Kleinkindalter starb. Die Ehe hielt dem Verlust nicht stand. Anna, ein wenig die Außenseiterin der Familie, ist überzeugt, dass sie eigentlich nicht geplant war (die Eltern hatten schließlich nur zwei Kinder haben wollen) und dass sie lediglich ein schlechter Ersatz ist. Ihr Vater Andrew, stets mit ein wenig Abstand zu sich selbst und sich und andere analysierend, gesteht sich ein, dass er die eine Tochter, nämlich Lily, mehr liebt, als die andere. Was den Roman über große Stecken kurzweilig und unterhaltsam macht, ist DuBois‘ Technik, die Kapitel aus jeweils verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Immer wieder wird so die gleiche Begebenheit in einem anderen Licht gezeigt und der Leser muss sein Urteil überdenken, vielleicht auch revidieren, da es doch ganz anders gewesen sein könnte. Die Autorin selbst tritt weit hinter die Geschichte zurück und lässt ihre Leser ihre eigenen Schlüsse ziehen. Lily und Katy haben sich bei ihrer Gastfamilie in Buenos Aires ein Zimmer geteilt, sind sehr verschieden. Lily denkt offenbar schlecht über Katy, wie nach der Anklage dann auch aus diversen von ihr verfassten E-Mails erkenntlich wird. Sowieso ist Lily – wie übrigens ausnahmslos alle Figuren des Romans – keine Sympathieträgerin. Ein Mädchen Anfang 20, das die Pubertät noch nicht ganz hinter sich gelassen hat, das glaubt, viel mehr zu verstehen, als andere, als ältere. Auch ihren Eltern fühlt sie sich innerlich überlegen, gibt sich selbstsicher, ist aber tief drinnen verunsichert. Der Nachbar Sebastien, der Lilys Freund wird, ist in seiner sarkastischen, überheblichen Art zumindest anstrengend, wenn nicht nervtötend. Glück ist für ihn eine „spießige Kategorie“, eine normale Unterhaltung scheint mit ihm nicht möglich. Er ist in Lilys Alter und lebt allein in einem riesigen Haus, seine Eltern kamen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Er tut nichts, ist reich – sicher eine interessante Figur, aber ein wenig zu konstruiert, um glaubwürdig zu sein. Auch der Staatsanwalt Eduardo nimmt großen Raum im Buch ein, ebenso sehr von sich überzeugt: kein Verhör, kein Gespräch, in dem er nicht sicher wäre, dem anderen immer einen Schritt voraus zu sein. Außerdem ein Ermittler mit Privatleben, einer schwierigen Liebesbeziehung, nicht ganz schlüssig hier die Zusammenhänge zum Fall, die DuBois herstellt. „Ein gutes Mädchen“ zeigt die Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln, erzählt von schwierigen Beziehungen, wirft immer neue Schlaglichter auf Lily und die mögliche Tat. Anders als der Klappentext suggeriert, ist die zentrale Frage des Romans aber eben doch die, ob sie schuldig ist oder nicht. Und auch die Ankündigung der „Darstellung der zerstörerischen Macht öffentlicher Schuldzuweisungen“ führt in die Irre, da der Roman sehr um seine Figuren und um ihre Wirkung aufeinander kreist, sich aber fast gar nicht mit der Wirkung des Falls in der Öffentlichkeit beschäftigt, was ein spannender Aspekt gewesen wäre. Einige kleine Längen sind zu beklagen und zuweilen wiederholt sich die Autorin in dem, was sie verdeutlichen will. Auch das Ende dürfte Geschmackssache sein. Trotzdem über weite Strecken fesselnd und unterhaltsam.

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    • 2
    Floh

    Floh

    11. September 2014 um 07:16
  • Schuld ist relativ.

    Ein gutes Mädchen
    Kapri_ziös

    Kapri_ziös

    Ein gutes Mädchen war das erste Buch von Jennifer duBois, welches ich gelesen habe. Ich muss ausdrücklich sagen, duBois hat mich sehr verzaubert mit ihrer Erzählkunst. Selten habe ich einen solch tiefgründigen Roman gelesen. Es war faszinierend anzusehen, wie die Autorin vor dem inneren Auge solch plastischen Charaktere hervor schreiben kann. duBois hat sich dafür die nötige Zeit und den nötigen Raum im Buch genommen. Alle Figuren haben kleine Macken und Vorlieben, auch ihre Motive sind meist deutlich zu erkennen. Im Buch war viel Platz für Details, aber diese habe mich keinesfalls gelangweilt, sondern eine eigene Art von Spannung, teilweise sogar von Dynamik erzeugt. Besonders interessant fand ich die tiefgründigeren Fragen, die duBois in ihrem Text gestellt hat. Was bedeutet es, verdächtigt zu werden? Ist man dann automatisch schuldig? In wie weit beeinflussen Medien die Rechtssprechung beziehungsweise die Ermittlungen? Kurzum duBois ist ein beispiellos guter Roman gelungen.

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    • 3
  • Starke Charaktere und eine packende Erzählweise

    Ein gutes Mädchen
    Larischen

    Larischen

    09. September 2014 um 20:09

    Die amerikanische Studentin Lily Hayes verbringt ein Auslandssemester in Buenos Aires. Sie genießt das Leben in Argentinien und erlebt vieles, was sie auch ausführlich dokumentiert. Als ihre Zimmergenossin Katy, ebenfalls amerikanische Austauschstudentin und mit Lily gemeinsam bei Gasteltern untergebracht, grausam ermordet wird steht Lily schnell als Täterin im Fokus der medialen Berichterstattung. Während die Öffentlichkeit und der Staatsanwalt recht schnell von ihrer Schuld überzeugt sind kämpft ihre Familie darum, ihre Unschuld zu beweisen. Doch was ist wirklich dran an den Vorwürfen? Ist Lily wirklich so eiskalt und verführerisch oder nicht vielleicht doch einfach ein wenig zu unbedarft? Jennifer duBois nimmt den Leser in ihrem Roman „Ein gutes Mädchen“ mit auf eine Reise zur Wahrheit oder zumindest auf die Suche danach, denn hier ist wohl eher der Weg das Ziel. Dabei eröffnet sie viele verschiedene Sichtweisen der beteiligten Personen auf die junge Lily Hayes, aus denen der Leser eigene Schlüsse ziehen muss. Inspiriert wurde Jennifer duBois durch den Fall Amanda Knox, allerdings liest sich der Roman völlig losgelöst davon. Ich hatte zunächst Bedenken, dass ich Vergleiche anstellen würde und die Hoffnung am Ende eine „Wahrheit“ präsentiert zu bekommen, aber „Ein gutes Mädchen“ ist wirklich losgelöst vom konkreten Fall. Vielmehr zeigt duBois auf, wie schwierig die Suche nach der objektiven Wahrheit ist und wie schnell sich das Bild einer Personen wandeln kann, wenn sich nur die Perspektive ändert. Der Schreibstil ist sehr eingängig und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und habe mir, wenn ich das Buch dann doch mal zur Seite legen musste, viele Gedanken um die Handlung und die Schuld Lilys gemacht. Zu einem eindeutigen Ergebnis bin ich zwar nicht gekommen, aber ich denke genau hier liegt eine Stärke des Romans. DuBois präsentiert dem Leser nicht eine vorgefertigte Lösung, sondern zwingt ihn, sich seine eigene Meinung zu bilden und dabei ist man sich immer bewusst, auf welch wackliger Grundlage diese Meinung steht. Besonders gut gefallen haben mir die ausführlich gezeichneten Charaktere, zu denen man sich auch sehr schnell eine Meinung gebildet hat, auch da sie alle auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Auch hier wird dem Leser des öfteren vor Augen geführt, wie leichtfertig man Menschen verurteilen kann. Obwohl ich eigentlich ein großer Fan von klaren Schlüssen bin, hat mich Jennifer duBois mit ihrem offenen Ende vollkommen überzeugt, denn hier kann man nicht so einfach in schwarz und weiß, in richtig und falsch aufteilen. Wer leichte Kost sucht und sich einfach berieseln lassen möchte ist bei Jennifer duBois' „Ein gutes Mädchen“ an der falschen Stelle. Die Autorin verlangt einiges vom Leser, fesselt ihn dafür allerdings auch mit einer spannenden Geschichte mit außergewöhnlich starken Charakteren und einer sehr detaillierten Erzählweise.

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