Jenny-Mai Nuyen Heartware

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Inhaltsangabe zu „Heartware“ von Jenny-Mai Nuyen

Erst verdunkelt sie dein Herz, dann die ganze Welt? Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet. Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus - wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben? Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt … «Jenny-Mai Nuyen gehört in die oberste Riege deutscher All-Age-Autoren.» (Bild am Sonntag) «Jenny-Mai Nuyen schreibt sehr sinnlich, eine ihrer Stärken liegt im Beschreiben des Atmosphärischen.» (Tages-Anzeiger)

Ein Buch bei dem der Leser auf der Suche nach Antworten durchs Geschehen getrieben wird

— SillyT
SillyT

Absolut gelungen!!! Wenn alles angezweifelt werden darf, dann sind wir bei Adam Eli der die Wahrheit sucht...

— Solara300
Solara300

Jenny-Mai Nuyen kann auch Thriller. Mit Heartware stellt sie unter Beweis, nicht nur eine gute Jugendbuch- und Fantasyautorin zu sein.

— jaylinn
jaylinn

4.5 Sterne: amtosphärisch dicht, mit vielen menschlichen Abgründen und technischem Fortschritt, dessen Entwicklung kaum abzuschätzen ist

— Aleshanee
Aleshanee

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  • Leserunde zu "Heartware" von Jenny-Mai Nuyen

    Heartware
    JennyMai

    JennyMai

    Vor zwei Jahren schrieb ich den Roman HEARTWARE zu Ende. Und endlich, eeendlich wird er am 21.07.2017 erhältlich sein. Ich bin so gespannt, wie die LeserInnen ihn finden werden.Es ist mein erster Thriller und ein echtes Herzensprojekt, weil es um die Frage geht, wie wir heute mit dem technischen Fortschritt umgehen sollen: Wird uns die Technik erlösen oder am Ende zerstören? Dieselbe Frage nach Erlösung oder Zerstörung begegnet uns auch in der Liebe wieder, wenn wir entscheiden, ob wir dem anderen vertrauen.Ich habe den Roman geschrieben, um mir Antworten zu erarbeiten und vielleicht auch den einen oder anderen Leser zu eigenen Gedanken anzuregen. Abgesehen davon war mein Ziel, eine möglichst packende und abenteuerliche Geschichte zu erzählen. Ich hoffe, das ist mir gelungen. Aber diese Antwort könnt nur ihr mir geben. Ich fände es toll, mit vielen von euch in die Leserunde zu gehen und euch beim Schmökern über die Schulter zu gucken. Der Rowohlt POLARIS Verlag will ganze 25 Exemplare verlosen! Wer bei der Verlosung teilnehmen will, kann sich hier melden und einen Aufsatz darüber verfassen, wie Heideggers Kritik der Technik und der Sozialismus ... kleiner Scherz. :D Schreibt einfach, was ihr denkt: Wird es jemals eine künstliche Intelligenz mit Ich-Bewusstsein geben, also ein nicht-biologisches Lebewesen? Ja oder Nein genügt. Wobei eine kleine Begründung natürlich immer das Sahnehäubchen ist.Bis bald!Jenny-Mai Nuyen

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  • Heartware

    Heartware
    fraeulein_lovingbooks

    fraeulein_lovingbooks

    23. July 2017 um 12:39

    Inhalt Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet.Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus – wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben?Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …(Quelle: Klappentext)  Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Adam Elis Vergangenheit besteht auf Vorstrafen und einen Aufenthalt in einem Jugenderziehungscamp in Boliven. Ein Gefängnisaufenthalt macht aus ihm einen Straftäter. Nach dem Abitur und vielen erfolglosen Studiengängen arbeitet er nun als Ghostwriter und schreibt für Studenten Ausarbeitungen. Er kann sich mit dem Geld gerade so über Wasser halten. Als er den Auftrag zur Suche von seiner Jugendliebe erhält, ist er verunsichert und weiß nicht, was er davon halten soll. Bis er schließlich Mariel und den Auftraggeber kennenlernt – den Ehemann der Gesuchten.Ich bin nicht wirklich mit Adam warm geworden, weil ich einfach nicht schlau aus ihm geworden bin. Ich war mir nie sicher, ob er wirklich ein „Unschuldiger“ ist, oder ob er eine Teilschuld an den Problemen trägt. Er ist Willenja verfallen und würde alles für sie machen. Vertraut ihr blind. Und das störte mich – er nimmt am Ende einen wichtigen Part im Buch ein, was meine Frage beantwortet. Mariel Marigny war mein Lieblingscharakter in diesem Buch, weil sie einige der wenigen Personen ist, die kein falsches Spiel treibt. Sie ist ehrlich und tut das, was man ihr sagt. Sie schützt Daten, Überbringer und ihre Auftraggeber. Zwangsweise muss sie mit Adam zusammenarbeiten, was beiden nicht unbedingt gefällt, aber eine gute Wahl ist. Zusammen finden sie die Wahrheit. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.Erzählt wird aus der Sicht von Adam, Mariel und Y, was einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Personen gibt. Außerdem erzählen noch weitere Charaktere einige Passagen aus ihrer Sicht. Ich habe mich sehr auf das Lesen von „Heartware“ gefreut, weil es vom Klappentext her nach einem rasanten Thriller klingt. Auch der Prolog beginnt recht vielversprechend, erweckt aber leider falsche Hoffnungen – so war es zumindest bei mir.Die Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils eine bestimmte Tagesanzahl vor dem Blackout sind. Innerhalb der Abschnitte kommen unterschiedliche Charaktere zu Wort und erzählen die Geschichte rund um die Suche nach der künstlichen Intelligenz, die von einer jungen Frau gestohlen wurde.An sich ist die Geschichte über Y interessant, wird aber durch die vielen beteiligten Charaktere verwässert und langweilig. Der Mittelteil zog sich in die Länge, weil es keine nennenswerten Ergebnisse gab. Gegen Ende bekam die Geschichte wieder etwas an Fahrt, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen wollte.Das Ende gefiel mir dann aber überhaupt nicht – für mich passt es nicht zur Gesamtstory und den beteiligten Charakteren, bei denen sich auf wenigen Seiten plötzlich eine Liebesgeschichte ergibt.Die Betitelung als Thriller finde ich nicht passend, denn die Elemente, die für mich einen packenden und schockierenden Thriller ausmachen, habe ich vergebens gesucht.Ich würde die Geschichte eher in Richtung Science Fiktion einordnen. Von mir gibt´s nur eine bedingte Leseempfehlung – falls euch das Buch bei einem Büchereibesuch über den Weg läuft, solltest ihr es euch mal anschauen.Kaufen würde ich es mir allerdings nicht.  Sterne

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  • Auf der Suche nach Will

    Heartware
    Nabura

    Nabura

    22. July 2017 um 16:37

    Adam Eli erhält eines Tages eine Mail, die für ihn alles verändert. Seit einiger Zeit schlägt er sich nach dem Abbruch diverser Studiengänge als Ghostwriter durch. Doch nun wird er aufgefordert, Will zu suchen. Ausgerechnet Will, die er vor neun Jahren in Bolivien kennen- und lieben lernte und von der er bis heute nicht weiß, ob sie ihn auf fatale Weise verraten hat. Er bleibt skeptisch und möchte erst einmal erfahren, warum sie überhaupt gesucht wird. Dazu führt ihn die Reise nach Dubai und mitten hinein in ein gefährliches Kräftemessen von einigen der mächtigsten Menschen der Welt mit einem ungewöhnlichen Gegner…Das Cover von „Heartware“ gefällt mir mit seiner mattgoldenen Schrift und den Hochhäusern, die aus Datenströmen zu bestehen scheinen, sehr gut. Das Internet spielt in der Geschichte eine große Rolle – das wird spätestens im Prolog klar, wo auf zwei Seiten vom Tag der Zerstörung des Internets berichtet wird. Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage wird erst einmal nicht beantwortet und neugierig startete ich in die Geschichte, die sieben Tage vor diesem Ereignis und mit Adam Eli beginnt.Über Adam Eli erfährt der Leser gleich zu Beginn, dass er sich eine Zeit lang in bolivianischer Gefangenschaft befand, was zuerst gar nicht zu meinem ersten Eindruck des nerdigen Ghostwriters passte. Durch die Aufforderung, Will zu suchen, kommen bei ihm viele alte Erinnerungen hoch – er konnte sie neun Jahre lang nicht vergessen, obwohl er nicht einmal wusste, ob sie noch lebt. Im Gespräch mit seinem mysteriösen Auftraggeber erhält man eine ganz kurze Zusammenfassung von Elis Vergangenheit, die mir half, einen Überblick zu gewinnen.Abwechselnd zu den Kapiteln aus Elis Perspektive gibt es Kapitel aus der Sicht von Mariel Marigny. Diese wurde damit beauftragt, Eli bei der Suche nach Will zu begleiten. In ihr steckt mehr als eine hübsche Reisebegleiterin, wie Eli zunächst denkt. Sie ist eine Hackerin, die pragmatisch denkt und bereit ist, Risiken einzugehen. Über sie selbst erfährt man wenig, sondern erhält durch ihre Augen vor allem einen Eindruck davon, wie Eli auf andere wirkt. Außerdem gibt es immer wieder Kapitel, die mit „Y“ übertitelt sind. In diesen begleitet man angebliche Interpol-Mitarbeiter bei der Jagd sowie eine Frau auf der Flucht und wird Zeuge von merkwürdigen Vorfällen im Netz. Während Eli und Marigny sich Will suchen enthalten diese eingestreuten Kapitel Hinweise darauf, worum es im Kern eigentlich bei all dem geht. Eli und Marigny sind ein ungleiches Duo, das mir zusammen sehr gut gefallen hat. Die beiden trauen sich nicht über den Weg, müssen aber notgedrungen zusammenhalten und sich aus so manch brenzliger Situation retten. Aus Elis Perspektive erfährt man in dieser Zeit auch immer mehr über die gemeinsame Zeit mit Will, das mich verstehen ließ, warum er von dem Gedanken an sie nicht loskommen kann. Warum Will aber überhaupt gesucht wird, das bleibt lange unklar. Elis Auftraggeber behauptet lediglich, sie habe etwas gestohlen. Wie das die Vorkommnisse aus den Y-Kapiteln erklärt bleibt lange unklar, während der Fokus auf Elis Suche liegt. Auch wenn es immer wieder spannende Momente gab, hat sich diese für mich etwas hingezogen. Ich hätte mir früher mehr Erklärungen gewünscht. Auch die digitalen Ungereimtheiten und ihre Folgen hätten noch stärker thematisiert werden können.Alle Ereignisse führen schließlich zum großen Moment der Enthüllung, der viele Fragen beantwortet und Erlebtes in neuem Licht erscheinen lässt. Ohne das Stichwort künstliche Intelligenz, das der Klappentext vorweg nimmt, hätte ich bis zu diesem Moment höchstens eine vage Vermutung gehabt, dass es sich um dieses Thema dreht. Die Dialoge rund ums Thema liefern viel Stoff zum Nachdenken, ob ein Szenario wie das Beschriebene möglich ist und ob man selbst das Thema eher als Chance oder Bedrohung sieht. Gleichzeitig wird es noch einmal richtig spannend und dramatisch, denn das Leben aller steht auf dem Spiel. Hier wurde das Potential der endlich voll ausgeschöpft und dem Leser ein starker Abschluss geboten.In „Heartware“ wird Adam Eli von einer einflussreichen Person aufgefordert, sich auf die Suche nach seiner alten Liebe Will zu machen, die neun Jahre zuvor verschwand und ihn vielleicht verraten hat. Die Suche wirft zunächst mehr Fragen auf, als sie beantwortet, während eingeschobene Y-Kapitel brisante Hinweise liefern, wie alles zusammenhängt. Ich hätte mir erste Antworten noch früher gewünscht. Die letzten Kapitel liefern schließlich Spannung und Aha-Erlebnis zugleich und runden das Buch gelungen ab. Ich kann Euch deshalb empfehlen, Euch selbst auf die Suche nach Will zu machen!

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  • Wenn eine künstliche Intelligenz die Macht übernimmt...

    Heartware
    Buchschatzjaegerin

    Buchschatzjaegerin

    22. July 2017 um 14:03

    WORUM GEHT ES?Mit seinem Leben als Krimineller hat Adam Eli schon längst abgeschlossen, spätestens nach seiner Gefängnisstrafe, bei der er für etwas bestraft wurde, das er überhaupt nicht getan hatte. Seit seiner Entlassung fristet er nun ein Leben als Ghostwriter, der so ziemlich jedem Sozialkontakt aus dem Weg geht. Seine Jugendliebe Willenja, Will, wie er sie nennt, hat er jedoch nie vergessen.Plötzlich erhält Eli eine ominöse E-Mail, in der es um Will geht. Angeblich soll sie noch leben und jemand ist ganz offensichtlich auf der Suche nach ihr. Natürlich wird Eli hellhörig. Man sagt ihm, dass auch für ihn etwas dabei raus springe, immerhin könnte er mit Will alles klären, was sich die Jahre über angestaut hatte.Eli weiß nicht, ob er dieses Kapitel seiner Vergangenheit noch einmal aufschlagen soll, doch als er sich schließlich dafür entscheidet, beginnt er eine völlig unerwartete Reise und plötzlich steht er mittendrin, wenn es um Geld, Terror und eine künstliche Intelligenz geht. Im Zentrum des Ganzen steht niemand anderes als Will.REZENSIONDass Heartware tatsächlich der erste Thriller von Autorin Jenny-Mai Nuyen ist, merkt man dem Roman gar nicht an. Spannend ist vor allem die Auseinandersetzung mit futuristischen Technologien, wie künstliche Intelligenzen, die es auch heutzutage schon vereinzelt gibt. Ich für meinen Teil finde künstliche Intelligenzen doch eher gruselig, eben weil es eine Maschine ist, die sprechen und offenbar auch denken kann, wie ein Mensch. Genau diesen Aspekt hat auch die Autorin in ihrem Roman eingefangen und beschäftigt sich besonders mit der Frage, was passieren könnte, wenn eine solche künstliche Intelligenz die Macht ergreift. Ist eine solche Technologie wirklich fördernd für die Menschheit oder wird sie vielleicht sogar einmal der Untergang dieser sein?Zugegeben, anfangs hatte ich doch etwas Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Das lag vor allem an dem anspruchsvollen Schreibstil der Autorin. Das soll kein Minuspunkt sein, denn ich musste mich lediglich daran gewöhnen, dass Heartware keine leichte Lektüre für zwischendurch ist.Sobald ich mit Jenny-Mai Nuyens Schreibstil warm geworden war, konnte ich tatsächlich auch richtig in die Geschichte eintauchen und bin über die Seiten nur so hinweg geflogen. Ich wurde von den Worten schlichtweg gefesselt und konnte mir, dank des tollen Schreibstils, die Szenen im Roman auch wirklich bildlich vorstellen, was mich auch jetzt im Nachhinein noch sehr beeindruckt. Erzählt wird in dem Roman aus drei Perspektiven. Da gibt es zum einen den Protagonisten Adam Eli, dann die junge Frau Mariel Marigny, mit der Eli zusammenarbeitet und zu guter Letzt die Perspektive von Y, die sozusagen den allwissenden Erzähler mimt. Wieso die Ys Perspektive so weit gefächert ist, wird sich im Laufe des Romans auflösen. Ich bin auch tatsächlich bis zur Auflösung wirklich nicht dahinter gekommen, wer Y ist.Das lag aber auch daran, dass die Autorin einen mit den verschiedenen Handlungssträngen immer wieder raffiniert in andere Richtungen schubst und plötzlich gar nichts mehr so scheint, wie es den Anschein gemacht hat. Es gab beim Lesen also wirklich Momente, in denen auch nicht mehr wusste, wem ich denn noch trauen konnte und wem nicht. Dementsprechend wollte ich natürlich auch immer weiterlesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles auflöst!Spannend ist aber nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch die Vielfalt an Charakteren, die man kennenlernt. Sie sind allesamt so verschieden und doch haben sie gemeinsam, dass jeder von ihnen bestimmte Ecken und Kanten hat, die einen in der Gesellschaft anecken lassen. Jeder hatte etwas Interessantes an sich, dass ich mehr über den Charakter erfahren wollte. Das hatte dann auch zur Folge, dass man irgendwann selbst hinters Licht geführt wurde und die Charaktere ganz anders eingeschätzt hatte, als sie es eigentlich sind. Deshalb fällt es mir auch schwer, einen herauszupicken, der mir besonders gefallen hat.Gefallen hat mir außerdem auch die Liebesthematik in dem Roman. Es ist keine kitschige, romantische, sondern sogar eher eine ungesunde Liebe, die in Heartware ihren Platz findet. Aber gerade das ist in meinen Augen eine spannende Abwechslung und passt auch wunderbar zum Gesamtkonzept, eben weil nichts perfekt zu sein scheint.Dementsprechend gefällt mir auch, dass der Roman genauso endet, wie er eben endet. Alles andere, besonders ein Happy End, wäre mir völlig deplatziert vorgekommen. Für mich hat Jenny-Mai Nuyen definitiv das perfekte Ende für diese Geschichte gefunden. Ich kann mir zumindest keinen besseren Schluss vorstellen, denn er passt perfekt zum großen Ganzen.FAZITObwohl mir Heartware anfangs Schwierigkeiten bereitet hat, wurde ich von der Geschichte völlig gefesselt, sobald ich mit dem Schreibstil der Autorin warm geworden war. Jenny-Mai Nuyen hat das heutzutage aktuelle Thema künstliche Intelligenz aufgegriffen und es in eine ganz neue Richtung geschubst, nämlich, dass es für die Welt vielleicht keine Verbesserung darstellt, sondern das genaue Gegenteil. Doch nicht nur durch Technik, sondern auch durch spannende Charaktere, die alle ihr Päckchen zu tragen haben, konnte mich Heartware sehr begeistern. Deswegen wird der Roman von mir auch mit fünf von fünf Sternen bewertet, denn er ist für mich definitiv eine Leseempfehlung.  

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  • Ein spannender Thriller mit Tiefgang

    Heartware
    LisaSonnenschein

    LisaSonnenschein

    21. July 2017 um 18:35

    Adam Eli ist vermutlich das, was man eine verkrachte Existenz nennen würde. Nach einer turbulenten Jugend mit Gewalt, Drogen und Bootcamp in Bolivien inklusive, hat der Mann diverse Fächer studiert und hält sich mit Ghostwriting-Aufträgen über Wasser. Sein Leben plätschert so vor sich hin, bis er eine mysteriöse Mail erhält - seine Jugendliebe ist nach einem geglückten Diebstahl auf der Flucht. Und Adam ist der einzige, der sie finden kann...Tut euch selbst einen Gefallen und lest den Klappentext dieses Buches nicht! Dort wird ein wichtiges Detail bekanntgegeben, das der Leser eigentlich erst in der Mitte der Handlung erfahren sollte (nämlich was die Gute entwendet hat) - deswegen war ich auch leicht irritiert, dass so ein Brimborium darum gemacht wurde, es steht ja bereits in der Inhaltsangabe?Willenja und Adam sind saucoole Protagonisten - beide sind eher undurchsichtig, leiden unter ihrer Vergangenheit, halten aber auch an ihr fest, weil sie sie aneinander bindet. Generell ist die Charakterzeichnung der Autorin ausgezeichnet gelungen - obwohl sehr viele Personen handeln (die Kapitel sind aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben), hat man doch am Ende des Buches das Gefühl, die Gefühlslage des einzelnen gut erfasst zu haben. Bei mir hat jedoch die Menge an Namen - die Charaktere heißen nun auch nicht gerade Tom und Emma - anfangs für ziemliche Verwirrung gesorgt und ich habe ein Weilchen gebraucht, um dahinter zu kommen, wer gerade dran ist.Der Schreibstil ist einfach nur grandios! Die Autorin schafft es, gesellschaftlich superkomplexe Sachverhalte in ihre Handlung einfließen zu lassen, ohne dass man direkt ein Lexikon zur Hand haben muss - ich war unglaublich beeindruckt, wie atmosphärisch und detailreich sie schreibt, ohne sich zu verzetteln. Fantastisch fand ich die Thematik, die erst nur anklingt und dann zentral für die Geschichte wird: Was will der Mensch eigentlich im Leben? Was braucht es, um frei zu sein? All das gepaart mit Gesellschafts- und Wirtschaftskritik, ein bisschen Politik, aber immer so, dass man sich nicht stehengelassen oder überfordert fühlt. Auch ich mit dem wirtschaftlichen Interesse eines Goldfisches konnte also folgen und habe mich in der Handlung zuhause gefühlt ;) Ich musste nach einigen Textstellen außerdem erstmal wilde Diskussionen mit meinem Freund starten, weil ich solchen Redebedarf hatte.Wer gerne miträtselt und sich packen lässt, ist hier bestens aufgehoben. Immer wenn man gerade meint, die Lösung erfasst zu haben, wird alles noch mal umgeschmissen und man fängt quasi von vorne an, Theorien aufzustellen. Die Wendungen habe ich überhaupt nicht kommen sehen und sie sind logisch und stringent aufgebaut und kommen nicht aus dem Nichts.Mein Fazit: Ein packender Thriller mit vielen Handlungssträngen und überraschenden Wendungen, die aufgegriffenen Themen werden mich noch länger beschäftigen... Einen Stern Abzug gebe ich für anfängliche perspektivische Verwirrung und das Detail im Klappentext, das mich etwas gestört hat. Jenny-Mai Nuyen konnte mich jedoch ansonsten sprachlich und inhaltlich wirklich überzeugen, mehr davon!

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  • Ein Buch, bei dem man lange rätselt

    Heartware
    SillyT

    SillyT

    21. July 2017 um 16:35

    Vor vielen Jahren lernte Adam Eli die junge Willenya Curuvija in einem Bootcamp für Jugendliche kennen. So wurde sie zu seiner ersten großen Liebe, bis zu dem Tag, an dem Eli bei einem Coup verhaftet wird und Will spurlos verschwindet. Bis heute, neun Jahre später, weiß Eli nicht, ob Will ihn damals verriet und doch kann er Will nicht einfach vergessen. Trotz der zwei Jahre, die er in einem bolivianischen Gefängnis verbracht hat, hat er es geschafft und ist heute ein erfolgreicher Ghostwriter. Bis zu dem Tag, als er eine mysteriöse Nachricht erhält, die ihm Aufklärung über die damaligen Ereignisse verspricht. Denn nicht nur Eli sucht Will, auch der Internettycoon Balthus ist hinter der jungen Frau her. Allerdings sind seine Beweggründe anderer Art, denn Will hat ihm etwas gestohlen, dass er auf jeden Fall zurück haben möchte, koste es, was es wolle.Meine Meinung:Schon alleine die Tatsache, dass ich bisher nur Bücher der Autorin Jenny-Mai Nuyen aus einem gänzlich anderen Genre kannte, machte mich sehr neugierig darauf, wie ihr die Umsetzung eines Thrillers gelang und gleich vorab: ja, auch das kann sie durchaus. Optisch gefällt mir das dunkle und schlichte Cover sehr gut und verlockt dadurch auch gleich hier einmal genauer hinzuschauen. Auch der Einstieg in die Geschichte ist sehr gut gelungen, denn nach diesem Prolog wird es zunächst einmal ruhiger und einen direkten Zusammenhang findet man nicht auf anhieb. Der Schreibstil ist sehr detailliert, trotzdem flüssig und gut verständlich und man erhält den Eindruck das Geschehen live zu verfolgen. Doch zunächst befindet man sich, genau wie die Charaktere, in einem Zustand, bei dem man einfach keinerlei Ahnung hat, worum es hier überhaupt geht. So muss sich der Leser, gemeinsam mit den Protagonisten, so nach und nach ins Geschehen einfinden und herausfinden, was passiert ist und vor allem auch warum. Der Prolog ist gleich spannend und verlockt mit einer ganz eigenen Atmosphäre und wirft zugleich einige Fragen auf. Denn dann bremst die Autorin erst einmal das Tempo und stellt einen ihrer Protagonisten ein klein wenig vor. Einen Zusammenhang mit dem Prolog konnte ich hier so gar nicht finden, doch im Nachhinein machte genau das hier auch den Reiz aus. Es wechselten sich immer wieder spannende Situationen mit Momenten ab, die mir persönlich etwas zu langatmig erschienen, da hier auch viele kleine Details beschrieben wurden. Doch ich habe hier auch eine Verfolgungsszene zu Beginn im Kopf, die gleich das Adrenalin steigen ließ und die mit viel Herzklopfen mitverfolgt werden konnte. Doch eins hat der Leser hier auch gemeinsam mit den Protagonisten, man muss sich sein Wissen nach und nach aneignen und man will einfach auch mehr erfahren.Mit wechselnden Perspektiven beobachtet man hier die Entwicklung des Geschehens und erhält dadurch auch gleich immer mehr Wissen über die Hintergründe und ja, auch über die Abgründe der Menschheit. Nuyen regt den Leser hier immer und immer wieder dazu an, nachzudenken, darüber, was wirklich wichtig ist und wo überhaupt der Sinn steckt.Die Charaktere sind hier richtig gut gewählt, denn auch sie bleiben lange Zeit eher undurchsichtig und nicht richtig greifbar. Man weiß zwar, was sie tun, aber was sich hinter ihnen wirklich verbirgt, findet man nur langsam heraus. Weder Eli noch Will geben viel von sich preis und dann ist da auch noch Marigny, die Eli erst so richtig dazu bringt, nach Will zu suchen. Auch sie bleibt, wie fast alle hier, undurchschaubar und geheimnisvoll und so wird man auf der Suche nach Antworten immer weiter durch das Buch getrieben. Mein Fazit:Ein sehr vielschichtiges Buch, das den Leser lange Zeit rätseln lässt, was geschehen ist und wer die Personen in der Geschichte überhaupt sind. Man erarbeitet sich hier regelrecht sein Wissen gemeinsam mit den Protagonisten. Mit ihrem ganz besonderen Schreibstil läßt die Autorin dabei eine Atmosphäre entstehen, die den Leser auf der Suche nach Antworten durchs Geschehen treibt. Letzten Endes regt dieses Buch auch nach dem Beenden dazu an, weiter darüber nachzudenken. Leseempfehlung!

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  • Wenn des Rätsels Lösung nicht offensichtlich ist ...

    Heartware
    Solara300

    Solara300

    21. July 2017 um 14:53

    Kurzbeschreibung In jungen Jahren lernte Adam Eli, mittlerweile ein Ghostwriter mit dubiosen Aufträgen Willenya kennen. Sie war schon von Kind auf damit beschäftigt andere zu beklauen, da sie nichts anders von ihrer Mutter gelernt hatte. Bei einem Coup wurde sie erwischt und auch wie Adam  in ein Boot Camp im Amazonischen Regenwald verfrachtet. Dort an genau diesem Ort passierte etwas, was beide nicht nur voneinander trennt, sondern auch Adam in die Bolivianische Gefangenschaft brachte, in der er eine ganze Zeit lang darauf wartete, zu erfahren ob ihn Willenya verraten hat. Eines Tages wieder zurück in einem fast geregelten leben, was angesichts der Tatsache das Adam dies verabscheute, im Moment genau das ist, was er versucht mit seinen Ghostwriter Fähigkeiten zu durchbrechen, bekommt er eine dubiose Nachricht in der der Absender  auf Willenya anspielt und von Adam die mithilfe will, das er Willenya auffindet. Warum und weshalb, will er Adam nicht verraten und ein aufregendes Katz und Maus Spiel beginnt. Cover Das Cover ist Atmosphärisch Düster und gelungen mit dem Schwarz Ton und dem Hintergrund der Stadt. Dazu die Goldschrift die hier mit den Titel Neugierig macht, finde ich gelungen und passend. Schreibstil Die Autorin Jenny-Mai Nuyen hat einen spannenden und vor allem flüssigen Schreibstil, der einen nicht nur mitnimmt auf die spannende Frage weshalb Willenya etwas gestohlen hat was sie nicht sollte, oder ob sie damals Adam wirklich verraten hat und was ihre Motive dafür sind, das sie einfach so verschwunden war. Fragen über Fragen die in dieser Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Denn hier geht es nicht nur um Willenya und Adam, sondern auch noch um Mariel oder Jommy. Ein Netz aus verschiedenen Strukturen hat die Autorin hier erschaffen die sich miteinander verweben und es nicht nur Fragen aufwirft, sondern auch die Antworten darauf.  Meinung Wenn des Rätsels Lösung nicht offensichtlich ist ... Dann sind wir bei Adam Eli der sich mit Ghostwriter Tätigkeiten über Wasser hält. Denn sein Mittelsmann zu den dubiosen Aufträgen ist froh, jemanden wie Adam an der Hand zu haben. Die Privatschüler aus Österreich bezahlen sehr viel Geld für Hausarbeiten, gefälschte Praktikumspapiere und vieles mehr. Deshalb ist Adam umso überraschter von seiner kriminellen Vergangenheit eingeholt zu werden in Form eines Namens. Der Name, der ihm seit seiner Jugend nicht mehr aus dem Kopf geht und den er seit Neun Jahren nicht mehr gehört hat. Denn eine Mail beinhaltet Material über Willenya, auch kurz Will genannt, die Adam in der Zeit des Bootcamps für schwer erziehbare Problemkinder im Amazonas Regenwald kennenlernte und verliebte sich in sie. Was er zu dem Zeitpunkt nicht wusste war, das Will bei einem geplanten Coup, wo sie Adam mitnahm nicht mehr da war. Denn der Coup lief schief und Adam fand sich bei der Polizei und später im Gefängnis Boliviens wieder. Das allein drängte in ihm die Frage auf seit damals, ob Will ihn verraten hatte und was mit ihr passierte. Fragen die er bis jetzt nicht beantworten konnte und genau da fängt die Mail an. Denn ein unbekannter hat Tonaufnahmen von Will. Die eine schwere Kindheit hatte und natürlich will Adam wissen, was der mysteriöse Auftraggeber von ihr will. Allerdings muss er erstmal herausfinden wo Will steckt und da sollen ihm die Tonbandaufnahmen helfen. An seine Seite wird ihm Mariel Mariguy gestellt, die als Privatdetektin und frühere Beamtin für Datenschutz arbeitet.  Der ist nicht davon begeistert mit jemanden zusammenzuarbeiten und doch werden die zwei ein Team. Nur weshalb er Will suchen soll ist noch nicht erklärt. In der Zwischenzeit bekommen wir einen Einblick zu Clementine Shell die sich hinter einem Pseudonym versteckt und auf der Flucht ist, denn man ist ihr auf den Fersen. Sehr viele wollen was sie hat und somit scheint sie nirgends sicher zu sein. Was die beiden miteinander zu tun haben. Nun sagen wir es mal so, laut Prolog steht ein Schock der Welt bevor in Form eines totalen Kollapses der Rechenzentren die allesamt in den Großstädten explodiert sind, wie auch jegliche Abkapselung der Satelliten. Nichts war mehr erreichbar und alle lag lahm. Die Ausschreitungen und Plünderungen nahmen zu und keiner wusste weshalb dies geschah. Deshalb lest diese Geschichte denn hier geht es um mehr als dir Frage des Menschsein, die Frage nach der Technik oder nach den Motiven. Es ist ein vielschichtiger Roman mit vielen verschiedenen Beweggründen bis hin zum Ende das mich begeistert hat. Fazit  Absolut gelungen!!! Wenn alles angezweifelt werden darf, dann sind wir bei Adam Eli der die Wahrheit sucht...   5 von 5 Sternen

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  • Scifi-Verschwörungs-Thriller

    Heartware
    Lilli33

    Lilli33

    21. July 2017 um 13:17

    Broschiert: 416 SeitenVerlag: Rowohlt Polaris (21. Juli 2017)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3499267079Preis: 14,99€auch als E-Book erhältlich Scifi-Verschwörungs-Thriller Inhalt:Adam Eli hat eine harte Jugend hinter sich, unter anderem in einem bolivianischen Gefängnis. Nun hat er in seinem Leben Fuß gefasst. Doch seine Jugendliebe Willenja kann er nicht vergessen, obwohl sie ihn damals vielleicht verraten hat. Seit neun Jahren hatte er keinen Kontakt zu ihr. Umso überraschter ist er, als er eine E-Mail von einem unbekannten Absender bekommt, in der er aufgefordert wird, nach Willenja zu suchen. Verschiedene Leute sind hinter ihr her, die ihr wesentlich feindlicher gesinnt sind als Eli … Meine Meinung:Ich habe schon einige Werke von Jenny-Mai Nuyen gelesen und sehr gemocht. Sie konnte mich stets mit ihren fantasievollen Geschichten und ihrem tollen Schreibstil fesseln. So war natürlich auch klar, dass ich ihren neuen Roman „Heartware“ lesen muss, auch wenn sie sich damit in ein für sie neues Genre vorwagt. Aber Thriller lese ich auch ganz gerne, daher war ich offen für alles. Leider konnte die Autorin mich aber nicht ganz überzeugen. Zwar machte sie mich durch einen interessanten Anfang recht neugierig, doch dann schweift sie für meinen Geschmack zu weit aus, verzettelt sich auch ein wenig in der Welt und zwischen verschiedenen Personen, was auf Kosten der Spannung geht. Es interessierte mich schon, wie sich die Handlung weiterentwickelt, fiel mir aber auch nicht schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Atemberaubende Spannung, wie ich sie mir für einen Thriller wünsche, findet man hier nicht. Auch die romantische Komponente fand ich nicht wirklich überzeugend. Es ist ein ewiges Hin und Her und für mich nicht immer nachvollziehbar. Die Protagonisten blieben mir fern. Ich konnte mich mit keinem identifizieren und auch nicht wirklich sympathisieren. Wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenhängen, blieb mir zu lange im Unklaren. Neben dem Anfang gefiel mir das letzte Drittel am besten, wo die Fäden langsam zusammenlaufen und man einen Durchblick bekommt, worum es den verschiedenen Beteiligten eigentlich geht. Es ist der spannendste und interessanteste Teil mit philosophischen Fragestellungen, über die es sich sicher lohnt nachzudenken. ★★★☆☆ Ich bedanke mich ganz herzlich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise zugeschickt wurde.

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  • Lest dieses Buch!

    Heartware
    jaylinn

    jaylinn

    21. July 2017 um 08:53

    Auf meinem Instagram Account habe ich euch bereits Heartware von Jenny-Mai Nuyen gezeigt. Ich habe euch mitgeteilt, dass dieses Buch 5 von 5 Herzen von mir erhält, aber natürlich noch nichts über den Inhalt oder meinem Gedanken dazu verraten. Das möchte ich heute tun. Allgemeines: Heartware ist heute, also am 21.07 2017, bei Rowohlt Polaris erschienen. Autorin Jenny-Mai Nuyen kennt ihr eventuell bereits aus dem Fantasygenre. Heartware ist ihr erster Thriller. Als ich das Exposé über Heartware bekam, war ich sofort neugierig und wollte wissen, was Jenny-Mai Nuyen für einen Thriller schreiben würde. Das Cover machte bereits Lust auf mehr, obwohl es sehr schlicht gehalten ist. Durch die dominierenden Farben Schwarz und Gold bzw. Bronze erscheint es nicht überladen, sondern kommt auffallend unauffällig daher. Inhalt: “Erst verdunkelt sie dein Herz, dann die ganze Welt? Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet. Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus – wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben? Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …” (Quelle: Rowohlt Verlag) Meine Meinung: Ich bin schon lange ein Fan der Autorin Jenny-Mai Nuyen. So habe ich nicht nur Nijura, sondern auch die Nacht ohne Namen, Magierlicht, Feenlicht, Nocturna, den Rabenmond und Noir gelesen. Da ich auch gerne mal einen Thriller lese, war ich sehr neugierig, wie sich die Autorin in einem ihr doch eher fremden Genre zurechtfinden würde. Und ich muss sagen, dass ich hellauf begeistert bin. Nuyen gelingt es mit Heartware schon nach wenigen Seiten, den Leser völlig einzufangen. Sie nimmt den Leser mit, in eine Welt, die ihm zunächst völlig fremd erscheint. Technische Fortschritte, die man nicht ermessen kann, gesellschaftliche Veränderungen, die in ihrem Ausmaß nicht einzuschätzen sind. Ähnlich wie dem Protagonisten ist dem Leser nicht bekannt, warum die Dinge so geschehen wie sie geschehen. Welche Entwicklungen zu den im Prolog beschriebenen Ereignissen führen, enthüllen sich für beide Seiten im Laufe der Geschichte gleichermaßen. Und gerade deswegen konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Kapitel um Kapitel musste ich einfach lesen, um zu erfahren, welche Hintergründe und Abgründe sich hinter Heartware verbergen mochten. Nuyen entwickelt mit Adam Eli und Willenya Curuvija Protagonisten, die zunächst nicht den zu erwartenden Prototypen eines Helden verkörpern. Man könnte sie eventuell sogar als Antihelden bezeichnen. Beide haben eine schwere Kindheit hinter sich, die sie nie wirklich aufgearbeitet haben. Doch was verbindet sie und welche Rolle spielt die geheimnisvolle Marigny in alldem? Fragen über Fragen, die Nuyen aufwirft, und die der Leser gemeinsam mit den Protagonisten beantworten wird. Und nicht nur diese Fragen tun sich dem Leser auf. Fragen nach Menschlichkeit, Fragen danach, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist, und Fragen nach dem eigentlichen Sinn des Lebens werden während der Lektüre relevant. Lange nach dem Beenden musste ich noch über dieses Buch nachdenken. Was wäre wenn? Fazit: Jenny-Mai Nuyen kann auch Thriller. Mit Heartware stellt sie unter Beweis, nicht nur eine gute Jugendbuch- und Fantasyautorin zu sein. Lest dieses Buch!

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