Jenny-Mai Nuyen Heartware

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Inhaltsangabe zu „Heartware“ von Jenny-Mai Nuyen

Erst verdunkelt sie dein Herz, dann die ganze Welt?

Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet.
Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus - wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben?
Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …

'Jenny-Mai Nuyen gehört in die oberste Riege deutscher All-Age-Autoren.' (Bild am Sonntag)

'Jenny-Mai Nuyen schreibt sehr sinnlich, eine ihrer Stärken liegt im Beschreiben des Atmosphärischen.' (Tages-Anzeiger)

Tolles, außergewöhnliches Buch. Sehr komplex, bringt Abwechslung ins Bücherregal. Durchaus empfehlenswert.

— Janaslife

Anders als der Klappentext suggeriert. Eher eine Story um Vertrauen. Daher mit weniger Thrill, aber dennoch ganz gut!

— Lotta22

Ein schwarzes Cover erblickte mich, als ich vor erst wenigen Tag mein langersehntes Paket öffnete und das Büchlein „Heartware“ zum Vorschein

— Himmelsblume

Eine Geschichte voller moralischer Fragen und aufregender Figuren

— Kittyzer

Ein Thriller, der die virtuelle mit der realen Welt verbindet, in Kombination mit Philosophie, die zum Nachdenken anregt.

— Saphierra

Ein Wissenschafts-Thriller mit einer Prise Psychologie und Philosophie! (****)

— Insider2199

Wirklich guter Roman der den Wunsch auf einen Nachfolger erzeugt

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Eine interessante Geschichte mit sehr unerwarteten Wendungen, die dieses Buch ausmachen... hat mir insgesamt gut gefallen...

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  • Außergewöhnliches Buch

    Heartware

    Janaslife

    30. October 2017 um 17:21

    Dieses Buch ist das erste,d as ich von dieser Autorin gelesen habe. Es ist auch das erste Buch, welches ich gelesen habe was sich mit dem Thema künstliche Intelligenz beschäftigt. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf dieses Buch.Das Buch gefällt mir äußerlich schon super. Das Cover ist sehr gelungen und die Gestaltung setzt sich im Inneren des Buches fort.Die Aufteilung in die 3 großen Blöcke finde ich sehr gut, da es so eine gewisse Orientierung und Struktur bekommt.Die Kapitel über Marigny und Eli haben mir besonders gefallen. Interessant fand ich vorallem auch die Spannung zwischen den beiden, welche von der Autorin sehr gut beschrieben wurde. Alllgemein hat die Autorin Talent darin die Charaktere sehr detailliert zu beschreiben ohne das Langeweile aufkommt. So bekommt man einen Eindruck über deren Leben und Gefühle, verschiedene Ziele und Träume.Sehr gelungen fand ich auch die Passagen, in denen die Therapieausschnitte von Will beschrieben werden. Diese zeigen die Vorgeschichte und machen uch einige Gedankengänge deutlicher.Allerdings muss ich sagen, dass mir die Kapitel von Y anfangs nicht so zugesagt haben. Es war stellenweise etwas viel und unübersichtliche, da viele verschiedene Charaktere eingebracht wurden. Ab ungefähr der Hälfte des Buches fiel es mir dann jedoch leichter und es wurde verständlicher.Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr detailreich. Die Autorin schafft es gut Spannung aufzubauen und einen mit der Geschichte mitzureißen.Insgesamt ist es ein gutes Buch, was sich mit einem sehr aktuellen Thema befasst und dieses toll darstellt und auch ein wenig zum Nachdenken anregt, was uns durch die zunehmende Digitalisierung drohen kann.Allerdings sollte man sich für das Buch Zeit nehmen, da es sonst stellenweise schwierig ist mitzukommen und alles zu verstehen.

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  • Gut strukturiert

    Heartware

    Becky_loves_books

    04. October 2017 um 19:15

    Cover: Gefällt mir gut das Cover. Das Schwarz verspricht Spannung und die Skyline stellt graphisch die Verbindung zum Computerthema dieses Buches dar. Meinung: Adam sucht nach seiner großen Liebe Willenja, die er schon lange nicht mehr gesehen hat, aber nie vergessen konnte. Das ist nur ein Handlungsstrang in diesem Buch, denn wer zu "Heartware" greift, bekommt einen sehr handlungsintensiven Roman. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt - der Leser begleitet abwechselnd den selben Personen. Das ist gut, um einen Gesamtüberblick zu bekommen, auch wenn sich der erst nach und nach entwickelt. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Trotz des komplexen Themas schreibt sie durchgehend flüssig. Neben der Spannung baut Nuyen philosophische und psychologische Elemente ein, die den Leser zum Nachdenken bringen. Auch das Setting ist super - kommt der Leser doch ziemlich viel rum, z. B. nach Dubai und Bolivien. Wo also viele Bücher oberflächlich bleiben, geht die Autorin überall in die Tiefe. Das macht das Lesen so interessant. Fazit:  Ich empfehle, diesen Thriller möglichst ohne großen Pausen zu lesen. Da die Handlung doch sehr komplex ist, kommt man andernfalls unter Umständen schwer wieder rein. "Heartware" ist ein gut strukturierter Thriller mit vielen Aspekten, die gar nicht so weit hergeholt scheinen.

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  • H(e)ar(t)dware

    Heartware

    Ninasan86

    10. September 2017 um 18:37

    Zum Inhalt: Erst verdunkelt sie dein Herz, dann die ganze Welt?Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet.Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus - wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben?Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …Über die Autorin: Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt «Nijura – das Erbe der Elfenkrone» gilt sie als eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin, studiert Philosophie und widmet sich dem Schreiben.Mein Fazit und meine Rezension: Adam Eli ist erfolgreicher Ghostwriter und erleichtert so manchem Studenten das Leben - vor allen Dingen aber die Abgabe von Hausarbeiten. Doch obwohl er sich mit vielerlei Themen beschäftigt, ist er ansonsten doch auf sich allein gestellt: von seiner Familie hat er sich abgewandt, Freunde scheinen nicht vorhanden zu sein. Bis auf die eine Freundin, aus der tatsächlich mehr geworden ist, aber die jetzt einer düsteren Vergangenheit angehört - seiner düsteren und kriminellen Vergangenheit. Und eben diese Freundin ist auch der Grund, warum er eine Zeit lang im Gefängnis gewesen ist: Willenya Curuvija, ein Mädchen mit einer bewegten Vergangenheit und einer geheimnisvollen Zukunft und sie ist verschwunden. Bis zu dem Tag, an dem Adam von einem Internettycoon beauftragt wird, seine einstige große Liebe wiederzufinden, denn diese hat ihm etwas gestohlen, was ihm und auch der Menschheit wichtig ist. Doch was genau möchte er von Will? Und ist Adam bereit sich seiner Vergangenheit und seiner großen Liebe zu stellen? Adam Eli ist das, was wir einen klassischen Einzelgänger nennen - wenn nicht sogar einen Einsiedler. Er wohnt allein in seiner Wohnung mit dem Nötigsten, was er zum Leben braucht und kann sich aufgrund seiner Tätigkeit als Ghostwriter sehr gut selbst versorgen. Doch bereits zu Beginn der Geschichte merkt man, dass ihm etwas schmerzlich auf der Seele brennt und dass er von einer gewissen Frau einfach nicht loskommen kann. Immer wieder schweifen wir Leser gemeinsam mit Adam ab in die Vergangenheit und treffen dort endlich auf den jungen Adam, aber auch auf die ominöse Willenya - ein Mädchen mit einem außergewöhnlichem Namen, aber auch einem außergewöhnlichen Sinn für Humor. Im Laufe der Geschichte erfahren wir bruchstückhaft, was Adam und Will widerfahren ist und was die Beiden letztendlich getrennt hat. Dass sie getrennte Wege gegangen sind, ist dabei nicht Adams Verdienst, sondern der von Will - was mich schon zu der Frage bringt, ob er sie tatsächlich sucht, weil er sie für sich finden möchte (um Antworten zu bekommen) oder aber tatsächlich um des Geldes Willen. Doch auch diese Frage wird schnell geklärt. Willenya selbst ist auch kein unbescholtenes armes Mädchen. Bereits im Kindesalter hat sie ihre leiblichen Eltern gegen sich aufgebracht und tatsächlich bei der Polizei angezeigt - schnell landet sie in einer Pflegefamilie, in der Familie, die sie - auf Geheiß ihrer leiblichen Eltern - bestohlen hat. Ob das wohl gut geht? Tja, mehr oder minder ... denn auch dort ist Will nicht gut aufgehoben. In den Räumen der gutbetuchten Pflegefamilie geschehen so manche Dinge, die ich auch getrost heute noch einem Jugendamt anzeigen würde, wenn ich denn davon Wind bekommen würde. Aber mehr möchte ich darüber nicht verraten, nur so viel: Will ist ein gebrandmarktes Kind und mit jedem weiteren Kapitel versteht man mehr und mehr ihre Beweggründe. Doch was hat es mit dem Auftraggeber, dem Internettycoon, auf sich, der unbedingt an Will heran möchte? Bereits im Klappentext erfährt man, dass diese ihm etwas gestohlen hat und zwar nichts geringeres als eine Künstliche Intelligenz ... bereits hier muss ich erwähnen: ja, ich habe den Klappentext zuvor gelesen, als ich das Buch angefragt habe, aber nicht, als ich es endlich in den Händen hielt und das war auch besser so! Meines Erachtens verrät der Klappentext zu viel von der Geschichte - wenn auch die Hintergründe nach wie vor im Dunklen bleiben. Hier hätte man vielleicht etwas geheimnisvoller formulieren müssen. Denn, hätte ich den Klappentext erneut direkt vor dem Lesebeginn gelesen, hätte ich wohl das Buch nach wenigen Kapiteln zugeklappt und weggelegt. Die Geschichte als solche hat es allerdings wirklich in sich! Wir treffen als Leser nicht nur auf Charaktere, die tiefe Wunden haben und auf kriminelle Vergangenheiten zurückblicken, sondern auch auf Informationen, die so diffus und doch spannend erscheinen, dass man einfach am Ball bleiben muss! Das Buch konnte ich einfach nicht weglegen - ich muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnen, dass ich es innerhalb weniger Stunden beendet habe. Auch die darin enthaltenen Themen treffen einfach den Nerv der Zeit, sprechen die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Menschheit an und die aufkeimende Diskrepanz von Abhängigkeit und wahrer Freiheit. Was bedeutet heute schon Freiheit? Die Autorin Jenny-Mai Nuyen war mir zuvor nicht bekannt, obwohl diese schon einige Bücher veröffentlicht hat (wie ich recherchiert habe). Als Mädchen aus dem 1988er Jahrgang kann sie nicht nur geschickt mit den Themen der heutigen Zeit umgehen, sondern hat auch noch einen großen Sprachgebrauch, der weder langweilig noch eintönig daherkommt. Wenn ihr also einen Thriller lesen wollt, der euch tatsächlich von Anfang bis Ende in Atem hält, dann empfehle ich dieses Buch - nur lasst vorher den Klappentext außer acht ... 

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  • leider so gar nicht mein Buch

    Heartware

    Normal-ist-langweilig

    31. August 2017 um 18:04

    Meine Meinung: Das Buch hat es mir von der ersten Seite an sehr schwer gemacht, da ich mit dem Schreibstil nicht gut klarkam. Ich empfand diesen als sehr schwierig und als sehr anspruchsvoll zu lesen, so dass ich teilweise für meine Verhältnisse sehr langsam lesen musste. Das hat mich schon gestört, da ich immer wieder aus dem Lesefluss kam. Leider muss man „mal wieder“ sagen (wobei hierfür die Autorin bestimmt nichts kann), aber der Klappentext verrät meiner Meinung nach die spannendsten Momente in der Geschichte. Ich habe sie aus diesem Grund oben aus der von der Verlagsseite kopierten Inhaltsangabe entfernt. Wenn man diese zwei Sachen schon weiß, kennt man schon fast die Auflösung. Da ich die Geschichte schon so nicht wirklich spannend fand – von einer atemlosen Jagd war ich sowieso weit entfernt – waren die Spoilerinformationen noch schlimmer. Streckenweise reisen die Charaktere nur und es passierte für mich: gefühlt nichts. Es gibt viele Fragen, aber nur wenig Antworten, ein paar Häppchen und  zudem viele involvierte Personen, die auseinanderzuhalten mir anfangs nicht gut gelungen ist. Einige Informationen über die Protagonisten habe ich als überflüssig empfunden, da sie hinterher meiner Meinung gar nicht mehr gebraucht wurden. Diese zogen für mich nur die Geschichte in die Länge. Wie es dann so ist, wenn man sich beim Lesen sowieso schon ein wenig abmüht, konnte mich weder Adam noch Mariel von sich überzeugen. Ich fand sie beide sehr konstruiert und vor allem Mariel mit ihrer betont zur Schau getragenen Erotik ging mir zeitweise richtig auf die Nerven. Am Ende war ich mit der Auflösung, obwohl sie durch den Klappentext ja schon verraten wurde (bzw. stark angedeutet), trotzdem überfordert, da ich mir das alles nicht vorstellen konnte. Aber das liegt mit an meiner fehlenden Kreativität. Was ich jedoch ganz abstrus fand, war die Handlungsweise der beiden Protagonisten am Ende des Buches. Was für eine Entwicklung! Woher kam die denn? Insgesamt, ihr merkt es, leider gar nicht mein Buch! 

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  • Anders als Erwartet!

    Heartware

    Lotta22

    31. August 2017 um 10:31

    Bevor irgendjemand auf die Idee kommt, den Klappentext zu lesen, der sollte wissen, dass damit ein völlig falsches Bild entsteht und mal wieder deutlich gespoilert wird.Adam Eli ist Ghostwriter. Irgendwie mogelt er sich durchs Leben, nachdem er eine längere Zeit in Bolivien im Gefängnis gesessen hat und von seiner großen Liebe Willenya nichts mehr gehört hat. Bis plötzlich eine Mail eintrifft, die ihn dazu auffordert Will zu suchen...Eine recht spannende Suche an mehreren Fronten beginnt für den Leser, wobei es meist um das Vertrauen der Charaktere ineinander geht. Die Perspektiven wechseln zwischen den verschiedenen Seiten, man könnte meinen Gut und Böse.Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und es ist immer wieder sehr einfach in die Geschichte zurück zu finden. Der Leser versucht herauszufinden, wer genau Will ist und warum so viele Leute auf der Suche nach ihr sind. Dabei gerät man in ein Wirrwar aus Lügen, was sich nach und nach entschlüsselt.Insgesamt war es eine sehr interessante Reise auf Vertrauensbasis, die jedoch deutlich anders war als erwartet. Ein bisschen mehr Thrill wäre sicherlich drin gewesen und Erwartungen wurden durch den Klappentext an falscher Stelle geschürrt. So komme ich dennoch auf 4 von 5 Sternen.

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  • Ein Thriller für Fans

    Heartware

    Himmelsblume

    17. August 2017 um 08:26

    Ein schwarzes Cover erblickte mich, als ich vor erst wenigen Tag mein langersehntes Paket öffnete und das Büchlein „Heartware“ zum Vorschein kam. Es hat etwas Düsteres an sich, aber auch so geheimnisvolles und die golde Schrift, lässt es auch ein wenig Elegant aussehen. Jenny-Mai Nuyen war für mich keine unbekannte Autorin. Doch kannte ich sie viel mehr als Autorin im Bereich Fantasie. Bücher wie „Rabenmond“ oder „Drachentor“ habe ich nur so verschlungen. Da ich von beiden Büchern sehr gefesselt war, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Das Büchlein lässt sich fließend lesen und wurde sehr detailliert beschrieben. Man kann dem geschehen gut folgen und hin und wieder, hat man mit etwas Kreativität etwas bildliches im Kopf. Schon der Anfang, ist so unglaublich spannend geschrieben, das es einem schwer fällt, das Buch zur Seite zu legen. Die Protagonisten des Buches, haben sehr interessante Eigenschaften, die Unterschiedlicher nicht sein können. Die Hauptperson „Adam Eli“ hat es Faust dick hinter den Ohren. Zum Anfang des Buches wirkte er sehr Stark, sicher und war kriminell. Doch im Laufe des Buches wurde er immer wieder etwas unsicherer und hatte zudem auch eine liebenswerte Seite. Was ich aber ganz gut finde, das man die Stärken und Schwächen der Charaktere nur nach und nach herausbekommt und man erst viel später weiß, wie sie wirklich sind. Neben „Adam Eli“ erfahren wir zudem einiges über „Clementine Shell“. Sie versteckt sich hinter einen Pseudonym und ist auf der Flucht. Den sie hat etwas, das viele wollen und immer wieder, sind die Verfolger ihr dich auf den Fersen. Zum Anfang, hat mich das etwas verwirrt, den was haben Adam und Clementine gemeinsam? Das Erfährt man nur, wenn man das Buch bis zum Schluss liest. Ab und an wird man auch ein wenig hinters Licht gefühlt, was gut in diese Handlung hineinpasst. Erzählt wir der Thriller in drei Perspektiven. Zum einen natürlich von Adam, von Clementine „Y“ und Mariel.  Der Thriller, um den es zunehmend mehr Ausschreitungen und Plünderungen gab, fand ich unglaublich spannend. Zumal es in diesem Buch nicht nur um Rache und Flucht geht, sondern vor allem um künstliche Intelligenzen. Doch möchte ich in diesem Punkt aufhören zu schreiben und euch das Buch ans Herz legen.

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  • Leserunde zu "Heartware" von Jenny-Mai Nuyen

    Heartware

    JennyMai

    Vor zwei Jahren schrieb ich den Roman HEARTWARE zu Ende. Und endlich, eeendlich wird er am 21.07.2017 erhältlich sein. Ich bin so gespannt, wie die LeserInnen ihn finden werden.Es ist mein erster Thriller und ein echtes Herzensprojekt, weil es um die Frage geht, wie wir heute mit dem technischen Fortschritt umgehen sollen: Wird uns die Technik erlösen oder am Ende zerstören? Dieselbe Frage nach Erlösung oder Zerstörung begegnet uns auch in der Liebe wieder, wenn wir entscheiden, ob wir dem anderen vertrauen.Ich habe den Roman geschrieben, um mir Antworten zu erarbeiten und vielleicht auch den einen oder anderen Leser zu eigenen Gedanken anzuregen. Abgesehen davon war mein Ziel, eine möglichst packende und abenteuerliche Geschichte zu erzählen. Ich hoffe, das ist mir gelungen. Aber diese Antwort könnt nur ihr mir geben. Ich fände es toll, mit vielen von euch in die Leserunde zu gehen und euch beim Schmökern über die Schulter zu gucken. Der Rowohlt POLARIS Verlag will ganze 25 Exemplare verlosen! Wer bei der Verlosung teilnehmen will, kann sich hier melden und einen Aufsatz darüber verfassen, wie Heideggers Kritik der Technik und der Sozialismus ... kleiner Scherz. :D Schreibt einfach, was ihr denkt: Wird es jemals eine künstliche Intelligenz mit Ich-Bewusstsein geben, also ein nicht-biologisches Lebewesen? Ja oder Nein genügt. Wobei eine kleine Begründung natürlich immer das Sahnehäubchen ist.Bis bald!Jenny-Mai Nuyen

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  • Eine Geschichte voller moralischer Fragen und aufregender Figuren

    Heartware

    Kittyzer

    15. August 2017 um 16:01

    Die Nacht neigte sich dem Ende zu. Sie kauerten auf dem Bett, und Wills Schluchzen ging in einen tiefen Schlafatem über. Eli aber blieb wach. Bis zu dem Augenblick hatte er das Gefühl gehabt, Will gleite ihm davon. Auf eine unbegreifliche Weise war sie ihm fern gewesen. Jetzt schien sie wieder da zu sein, so unmittelbar wie ihr träumender Körper. Das, was sich nun fern anfühlte, war er selbst.Der nächste Tag war ihr letzter bei Senora Pudin. Sie mieteten ein Auto, kauften eine Leiter, Drähte und Schraubenzieher, eine Tragetasche und Isoliermaterial. Bevor sie losfuhren, versteckten sie zwei Löffel zwischen Bettgestellt und Matratze."Damit unsere Liebe an einem Ort zurückleibt", sagte sie.Wie oft er später daran denken musste. Wie sehr sich ihre Aussage mit der Zeit verfinsterte, leuchtendem Silber gleich, das altert.--INHALT:Vor Jahren wurde Adam Eli von seiner großen Liebe Willenya Curuvija verraten. Er ist für sie ins Gefängnis gegangen und versucht nun, seine Vergangenheit und auch sie zu vergessen, aber es will ihm nicht recht gelingen. Dann erhält er eines Tages eine Mail, die ihn aus der Bahn wirft, denn sie dreht sich um Will. Er soll sie suchen, weil sie etwas so Wichtiges gestohlen hat, dass sie damit die gesamte Welt verändern könnte. Doch sie wird auch von anderen gesucht, die daruch zwangsläufig auch auf seine Spur kommen. Und bald befindet sich Eli auf der Flucht, nur in Begleitung der undurchschaubaren und eventuell gegen ihn arbeitenden Detektivin Mariel...MEINE MEINUNG:An Jenny-Mai Nuyens ganz frühe Fantasy-Werke denke ich gern zurück - auch wenn mich viele ihrer späteren Romane nicht mehr genauso mitreißen konnten. Mit "Heartware" wagt sie sich nun erstmals in das Genre der Thriller vor, was mir bei anderen Autoren oft gar nicht gefällt, hier aber wunderbar funktioniert. Die Themen rund um künstliche Intelligenzen, die Machenschaften der Wirtschaftsmächte und die Überwachung der Menschheit sind brandaktuell und werden erschreckend realistisch dargestellt, sodass sich schnell ein fulminanter Sog ergibt. Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Adam Eli, seiner unfreiwilligen Begleiterin Mariel Marigny und Y, die viele andere Sichten unter sich vereint, was durchaus Sinn ergibt.Keine der Figuren des Romans ist so richtig glücklich. Das beginnt schon mit Adam Eli, der nach all den Jahren noch immer seiner Jugendliebe Will nachtrauert und keinen Frieden mit sich, mit ihr und mit ihrer verlorenen Beziehung geschlossen hat. Er ist sehr intelligent und findet für fast alles eine Lösung, aber weil er sich so sehr in seine Sehnsucht verrennt, denkt er oftmals nicht klar - was ihn nicht unbedingt unsympathisch macht, ihn jedoch manchmal ein bisschen zu sehr leiden lässt. Will selbst taucht größtenteils in Rückblicken auf und ist ganz klar ein gebrochenes, zerbrechliches Mädchen, das viele Ecken und Kanten hat, die sie nicht unbedingt zu einem guten Menschen machen. Das ist aber auch nicht notwendig, denn gerade durch ihre Undurchschaubarkeit gewinnt sie an Intensität. Nebenfiguren wie die manipulative und kokette Marigny oder auch die düsteren, skrupellosen Agenten Beckblum, Nakamoto und Dussardier tragen dazu bei, ein Gewirr aus Fragen und verschiedenen Handlungsfäden aufzuwerfen, die kunstvoll verwoben werden.Nuyen gelingt es, wichtige, spannende Fragen aufzuwerfen, ohne die Antworten darauf dem Leser vorwegzunehmen: Wie weit sollte man für die Liebe gehen? Was ist man bereit, auf dem Weg zum eigenen Ziel zu opfern? Und darf man über das Schicksal der Welt entscheiden? Technische Details über Aktienmärkte, Computer und Wirtschaft sind so gut und verständlich in die Handlung eingebaut, dass einem nichts entgeht - und trotzdem fügen sich die einzelnen Elemente erst zum Ende hin zu einem großen Ganzen zusammen. Zwischenzeitlich gibt es durchaus ein paar Längen, besonders im Mittelteil, der sich bei vielen Dialogen und nur wenig Handlungsfortschritt etwas zieht. Das jedoch machen die rasanten letzten 100 Seiten wieder wett. Die Charaktere und ihre Ambitionen sind kaum zu durchschauen, weshalb auch der Ausgang des Buches lange offen bleibt. Am Schluss wird nicht alles geklärt und nicht jeder findet seinen Seelenfrieden, was realistisch ist - aber die Hoffnung, dass es vielleicht, eines Tages, doch gut werden könnte, bleibt. FAZIT: "Heartware" ist ein größtenteils rasanter Thriller, der aber auch dramatische Züge besitzt und insbesondere von den intensiven, sehr ambivalenten Charakteren lebt. Zwischenzeitlich haben sich ein paar Längen eingeschlichen und das ein oder andere Mal wurde mir der Leidensdruck der Figuren zu groß, gefesselt war ich aber fast durchgehend. 4 Punkte.

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  • Heartware

    Heartware

    Ayda

    14. August 2017 um 20:29

    Inhalt: In "Heartware" lernen wir den Ghostwriter Adam Eli kennen,der eine dunkle Vergangenheit hat. Er versucht das Erlebte zu vergessen und vor allem seine große Liebe Willenja (Will),die er vor 9 Jahren das letzte Mal gesehen hat,als sie ihn im Stich gelassen hat. Eines Tages bekommt Adam eine merkwürdige E-Mail,die ihn auffordert nach ihr zu suchen. Seine Reise führt ihn in verschieden Länder,an seiner Seite ist die mysteriöse Hackerin Mariel Marigny... Meine Meinung: Ich habe schon ein Buch der Autorin gelesen und war damals schon von ihrem sehr schönen Schreibstil angetan. Auch in diesem Buch schafft sie den Leser in eine andere und interessante Welt zu entführen. Die Handlung ist etwas komplex aufgebaut und fordert gute Konzentration beim lesen. Die Person Adam war mir sehr sympathisch und auch die anderen Protagonisten sind sehr authentisch und passend für ihre Rolle geschildert. Es werden verschiedene aktuelle Themen behandelt,teils philosophisch und da liegt auch immer wieder der Fokus. Es ist einerseits spannend aber nicht im klassischen Sinne mit Action und Gewalt,sondern eher ein rasanter Roman,der das Thema künstliche Intelligenz und die Folgen behandelt. Ich fand es gelungen und vergeben 4 Sternchen!!! Autorin: Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt «Nijura – das Erbe der Elfenkrone» gilt sie als eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin, studiert Philosophie und widmet sich dem Schreiben. (Quelle: www.rowohlt.de)

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  • Spannende Suche nach einer verschollenen Freundin

    Heartware

    irismaria

    12. August 2017 um 15:10

    „Heartware“ ist der erste Thriller von Jenny-Mai Nuyen und handelt von Adam und Willenya, die als Jugendliche ein Paar waren und sich dann aus den Augen verloren haben. Nun soll Adam bei der Suche nach ihr helfen, da sie eine künstliche Intelligenz gestohlen haben soll. Auf dem Klappentext wurde die KI erwähnt und das hat mich neugierig auf die Story gemacht. Allerdings kommt der Computerbezug des Buches erst gegen Ende voll zum tragen, vorher dominiert die Beziehungsgeschichte der Hauptfiguren, die im Rückblick erzählt wird. Jenny-Mai Nuyen schriebt fesselnd und lebendig und vor allem die Beschreibung verschiedener Orte rund um den Globus hat mir sehr gefallen. Die Story ist voller Überraschungen. Auch wenn ich etwas anderes erwartet habe, hat mir das Buch gut gefallen.

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  • Eine Liebe zwischen 1er und 0er

    Heartware

    Saphierra

    11. August 2017 um 11:31

    Inhalt:Adam Eli, erfolgreicher Ghostwriter bekommt eines Tages eine E-Mail, die sein wohl geordnetes Leben auf den Kopf stellt. Sie enthält einen Therapiemitschnitt seiner verlorenen Liebe. Mariel Marigny, Verwandlungskünstlerin und Verführerin, soll sich an Adams Fersen heften und ihn überzeugen ihr und ihrem Auftraggeber bei der Suche nach Willenya Ćuruvija zu helfen. Was sich als einfache Suche darstellt, entpuppt sich bald als ein Rennen gegen die Zeit, bei dem auch immer deutlicher wird, dass jeder seinen eigenen Plan verfolgt. Es kommen immer mehr dunkle Geheimnisse, Gegner und Unerwartetes auf den Plan. Wie wird das alles enden? Wird Adam mit seiner großen Liebe wieder vereint oder geht alles den Bach runter?Meine Meinung:Normalerweise lese ich eher Fantasy und weniger Thriller. Hier habe ich eine Ausnahme gemacht, da ich von der Autorin schon einiges gelesen habe und jedes Mal begeistert von ihren Büchern war. Daher war ich umso gespannter, wie ihr neuer Roman so ist und ich wurde nicht enttäuscht. Jenny Mai Nuyen hat für mich einen unverwechselbaren und wunderbaren Schreibstil. Sie schafft es mit wenigen Worten eine ganze Welt oder hier ganze Städte lebendig werden zu lassen. Was ich besonders faszinierend finde und wofür ich sie einfach liebe sind ihre Charaktere, die nie perfekt sind, sondern immer irgendwelche Ecken und Kanten und bestimmte Macken haben. Aber das alles macht sie in meinen Augen nur umso realistischer und glaubwürdiger. Mit ihrem Erzählstil wird außerdem eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen, die ein besonderes Kennzeichen der Autorin ist.Die Charaktere sind gut durchdacht, sind eben sehr sehr vielschichtig und bringen mit ihren Ansichten und Diskussionen mich immer wieder zum Nachdenken und Überdenken der aktuellen Situation. Das ist auch etwas, was mir besonders gut gefallen hat und dieses Buch zu etwas besonderen für mich macht. Es ist nicht einfach nur ein Thriller, der mögliche Zukunftsszenarien darstellt. Nein, er geht viel tiefer und hinterfragt viele Dinge. Sei es die moderne Technik, die Ethik der Menschen, das Verhalten der Menschen untereinander, die Abhängigkeit zu den Maschinen oder anderes. Jenny Mai Nuyen setzt sich mit diesen Themen auseinander, wirft verschiedene Fragen auf und versucht sie auch bis zu einem gewissen Grad zu beantworten. Natürlich ist das keine Antwort, die richtig oder falsch ist, aber sie regt einen zum Nachdenken und sinnieren an. Neben dem philosophischen geht dabei aber nicht die Spannung eines schönen Thrillers abhanden oder nimmt so überhand, dass einem der Kopf schwirrt. Die Autorin hat es geschafft, alles wohl portioniert und perfekt miteinander zu verweben, sodass man von allem etwas hat. Man hat ruhige Momente, nachdenkliche, spannende und philosophische. Die Grundstory ist solide und dennoch mit vielen unerwarteten Wendungen gespickt, welche einen immer wieder überraschen. Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Immer wenn ich dachte, so jetzt habe ich es durchschaut, wurde ich eines besseren belehrt und konnte mir neue Gedanken machen. Auch der Perspektivwechsel hat zur Spannungssteigerung beigetragen und war für mich gut gewählt und wirkte nie konfus oder künstlich konstruiert. Eine durch und durch gelungene Story, die viel Spaß gemacht hat.Der Klappentext verrät am Anfang etwas viel über die Geschichte, dennoch ist diese so komplex, dass vieles vorkommt und am Ende der Klappentext sich doch nur als ein Bruchteil dessen darstellt, als es zuerst den Anschein hatte.Charaktere:Adam Eli, ist ein junger Mann, der sich als Ghostwriter sein Geld verdient. Er hat sein Leben mehr oder weniger im Griff, bis auf die Tatsache, dass er immer noch seiner alten Liebe Willenya hinter her trauert. Adam ist ein sehr interessanter Charakter, der mich immer wieder fasziniert hat. Er weiß selbst wie wahn- und zwanghaft er sich teilweise verhält, kann oder will es aber nicht ablegen, sondern gibt sich dem immer wieder hin. Er hat schon, in meinen Augen, eine leicht masochistische Ader, aber ich mag das an ihm und konnte so besser mit ihm leiden oder den Kopf schütteln. Mariel Marigny konnte ich am Anfang schwer einschätzen, da sie ein sehr vielschichtiger Charakter ist. Auf den ersten Blick wirkt sie oberflächlich, doch unter dieser Schale verbirgt sich mehr, als man ahnt. Es ist immer wieder interessant und aufregend, wie sich ein neuer Teil von ihr entfaltet, man sie dennoch nie komplett durchschaut und kennen lernt. Einfach großartig.Willenya ist mit der mysteriöseste Charakter, da man sie nur aus den Augen der Anderen kennen lernt. Man erhascht nie einen konkreten Blick auf sie, sondern immer nur einen verzerrten. Dies ist aber so geschickt geschrieben worden, dass es einen selbst zu einigen Spekulationen veranlässt, wer sie ist, was sie fühlt und was ihre Ziele sind.Fazit:Da ich selten Thriller lese, kann ich auch keinen großartigen Vergleich zu anderen ziehen, aber ich muss sagen, dieser hier hat mich vollkommen überzeugt. Er ist spannend, gut durchdacht, hat viele überraschende Wendungen, komplexe Charaktere und sticht mit verschiedenen Gedankenspielen heraus. Manchmal ist er etwas vorhersehbar, denkt man zumindest, was einem aber auf keinen Fall den Lesespaß verdirbt. Ich finde diesen Roman einfach nur genial und kann ihm jeden empfehlen. Er hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken animiert und eine interessante und erfrischende Seite der digitalen in Verbindung mit der realen Welt gezeigt. Einfach nur lesenswert.

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  • Ein Wissenschafts-Thriller mit einer Prise Psychologie und Philosophie!

    Heartware

    Insider2199

    10. August 2017 um 19:48

    Ein Wissenschafts-Thriller mit einer Prise Psychologie und Philosophie! Die 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geborene Autorin schreibt Geschichten seit sie 5 ist, mit 10 folgte das erste Drehbuch, mit 13 ihr erster Roman. Seit ihrem Debüt „Nijura“ (2007) gilt sie als eine  der größten Entdeckungen der letzten Jahre. Nach einem Filmstudium an der NY University lebt sie heute in Berlin und studiert neben dem Schreiben Philosophie. Der vorliegende Roman ist mein erster von ihr. Zum Inhalt (Klappentext): Adam Eli hat seine Chance genutzt: er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet. Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus – wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben? Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt Meine Meinung: Diesen Thriller habe mit sehr viel Genuss gelesen. Eine Autorin, die wahrlich ihr Handwerk beherrscht, wobei hier „komplex“ das Schlüsselwort bildet – also ein Roman, der höchste Konzentration abverlangt, und DAS finde ich gut so!: komplexer Plot jedoch ohne Info-Overload in den einzelnen Szenen, komplexe und tiefgehende Charakterzeichnung und komplexe, aber verständliche Sprache. „Doch als Will ihn ansah, stieß er in der Tiefe ihres Blickes auf ein Rätsel; er hatte Selbstmitleid erwartet und erkannte stattdessen einen stoisch ertragenen, aber lebhaften Schmerz, der nach Gerechtigkeit, nach einem Sinn verlangte und doch frei war von der dümmlichen Bitterkeit unerfüllter Rache. Sie versenkten sich mehrere Atemzüge lang in den anderen. Dann glitt ihr Blick weiter.“ Der Roman besticht außerdem durch seine thematische Vielseitigkeit! Gerade auf psychologischer Ebene ist der Roman sehr stimmig und ausgefeilt – das Buch enthält einige sehr gut geschriebene Therapie-Mitschnitte, die an keiner Stelle langweilen, sondern der Heldin sehr viel Tiefe verleihen – die wissenschaftlichen Elemente (Die „Künstliche Intelligenz“ Y (= „why“) erklärt ihre Entwicklung zum Ich-Bewusstsein!) ebenfalls auf eine sehr anschauliche und interessante Weise erklärt, und last but not least gibt es noch eine (für mich sehr zum Nachdenken anregende) philosophische Ebene. „Man kann sich erst erkennen, wenn man schon längst weiß, wer man ist. Woher aber soll man je wissen, wer man ist, wenn man sich nicht anfangs in etwas erkannt hat? Ein Teufelskreis! Entweder das Ich ist da und ermöglicht erst jeden Gedanken und jedes Gefühl – oder das Ich ist nicht da und dann auch durch nichts zu erzwingen.“ Besonders gefallen haben mir die Beschreibung der intimeren Momente zwischen den Protagonisten Adam und Will – denn im Kern ist es auf jeden Fall mehr Liebesgeschichte als Thriller: „Glück erschütterte ihn, alles auslöschendes, brutales Glück, und als es in den Sekunden und Minuten danach wieder versickerte, klammerten sie sich aneinander, ernüchternd oder in tieferem Nebel versinkend. Eli wusste nicht, ob er ihr näher oder ferner war als vorher, nun, da sie einander Mann und Frau geworden waren, diese ursprünglichsten und nichtssagendsten aller Rollen. Melancholie strömte seiner Liebe zu, um für immer ihre Ränder einzufärben.“ Der einzige Kritikpunkt für mich: ich hätte mir mehr Fokus auf Sci-Fi (also die Künstliche Intelligenz als Hauptfigur) gewünscht und weniger auf Romance. Meines Erachtens hätte man die gleiche Geschichte ganz anders, also aus einem anderen Blickwinkel, erzählen können. Andererseits, wenn man Charaktere so komplex und glaubwürdig beschreiben kann, dann darf man natürlich mit gutem Recht eine „figurengetriebe“ Story schreiben. Fazit: Ein Thriller der besonderen Art! Komplexer Plot, komplexe Figuren, komplexe Sprache. Eine Story auf psychologischer, wissenschaftlicher und philosophischer Ebene – sehr interessant, lehrreich und zum Nachdenken anregend. Leider muss ich einen Stern abziehen, weil ich mehr Sci-Fi und weniger Romance erwartet hatte, aber das ist wohl reine Geschmacksache. Empfehlen kann ich den Roman bedenkenlos, unbedingt lesen!

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    • 3
  • Ein Thriller um die Liebe und noch mehr Geheimnisse

    Heartware

    Gise

    09. August 2017 um 15:19

    Adam Eli arbeitet als Ghostwriter, denkt aber immer noch an seine Jugendliebe Willenya. Nach ihrer letzten Begegnung saß er jahrelang im Gefängnis, doch was damals wirklich geschah, weiß er bis heute nicht richtig. Da erreicht ihn die Nachricht, er möge sich doch auf die Suche nach Will machen. Mit Mariel Marigny zusammen bricht er dazu auf – noch weiß er nicht warum und wohin. Will scheint ihnen immer einen kleinen Schritt vorauszuhaben. Doch es sind nicht nur Eli und Marigny, die sich auf Wills Spuren bewegen, es lauert Gefahr von vielen Seiten. Und das bei einer Jagd um die halbe Welt, mit Halbwahrheiten und ausgesuchten Lügen, legal und manchmal auch ein bisschen illegal, mit Geld wie Heu oder auch ohne Geld und ohne Reiseausweise. Immer mit der Vergangenheit im Gepäck und mit der Frage, warum Will sich so lange nicht bei Eli gemeldet hat und ob sie ihn damals verraten hat oder nicht.Dieser Roman ist so ganz andersartig als alles, was ich bisher kenne. Ich wusste schon, dass es um künstliche Intelligenz geht, und so wartete ich gespannt, bis diese endlich greifbar ist im Buch. Der Autorin Jenny-Mai Nuyen gelingt es sehr lange, den Leser auf die Folter zu spannen, warum sich so viele auf die Jagd nach Will begeben. Der Coup ist ihr sehr gut gelungen, der flüssige Schreibstil tut sein Übriges, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will.Noch sind die Gedanken dieses Buches über die künstliche Intelligenz Zukunftsmusik, allerdings ist es sicher nicht verkehrt, wenn die Geschichte dazu anregt, sich tiefergehend mit diesem Thema zu beschäftigen. Angeregt wurden sie auf die bestmögliche Art in diesem Thriller. Insgesamt vergebe ich strahlende vier von fünf Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung für dieses Buch.

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  • Wirklich guter Roman der den Wunsch auf einen Nachfolger erzeugt

    Heartware

    Charlea

    09. August 2017 um 11:33

    Cover / Artwork / Aufbau des Romans Das Cover ist ein absoluter Hingucker und ist auch sowohl qualitativ als auch optisch absolut überzeugend. Auch das Schriftbild und die flüssige Schreibe der Autorin haben mich den Roman in knapp einer Woche durchschmökern lassen.   Inhalt In "Heartware" geht es um Adam, der als Teenager auf seine Jungendliebe Willenya trifft. Beide haben eine eher spezielle Kindheit hinter sich und finden etwas besonderes im anderen. Jahre sind vergangen und Adam weiß nicht, wo Will ist. Er hat sich ein eigenes Leben aufgebaut - ohne Will - bis eines Tages die Anfrage kommt, ob er sich an der Suche nach ihr beteiligen will. Gemeinsam mit der vermeintlichen Auftraggeberin Mariel macht sich Adam aus seinem Schneckenhaus auf, um Will an den exotischen Plätzen der Welt zu suchen, immer von der Frage getrieben, ob er die Frau wiederfinden wird, die er Jahre zuvor verloren hat, oder ob diese Frau nur ein Trugbild dessen ist, was er sich unter ihr vorgestellt hat. Es scheint, dass er einem Phantom  hinter herjagt. Die Spannung wächst mit jedem Kapitel, denn es bleibt stets unklar, wer eigentlich warum und hinter wem her ist - das einzige was klar ist, ist das Menschenleben auf dem Spiel stehen. Die Möglichkeiten des Internets und der modernsten Computertechnologie spielen dabei ebenfalls eine brisante und ungeahnte Rolle.   Fazit Was ich an dieser Stelle erst mal los werden will ist die fantastische Charakterzeichnung der Autorin. Es hat von der ersten Seite bis zur letzten einfach Spaß gemacht es zu lesen. Gerade die Kapitel, in denen gerade keine actiongeladenen Verfolgungsjagden beschrieben werden, haben mich nachhaltig beeindruckt. Ich hatte am Ende wirklich das Gefühl, dass ich Adam Eli gut kenne, seine Macken und menschlichen Unzulänglichkeiten verstehe und ihm diese nachsehe - als wäre er ein Freund von mir. Auch die Nebendarsteller, allen voran Mariel, wurden sehr gut ins Geschehen eingebettet. Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten, den Inhalt des Buches zusammen zu fassen, da ich auf keinen Fall spoilern wollte. Der Klappentext bzw. der Beschreibungstext hier auf der Seite erscheinen mir eigentlich schon zu umfangreich. Aber was ich gerne noch loswerden möchte ist, dass es sich nicht um einen Liebesroman handelt. Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man die Inhaltsangabe liest, aber das ist überhaupt und zu keinem Zeitpunkt im Vordergrund. Je länger ich über den Roman nachdenke, desto besser gefällt er mir, daher ändere ich die Bewertung noch mal auf die volle Punktzahl. Ursprünglich hatte ich einen gewissen Prozentpunkt abgezogen, da mir am Ende etwas anders gewünscht hätte, aber erstens war dieser Prozentwert aufgerundet eh so marginal, dass er nicht erwähnenswert gewesen wäre und da mein Leseerlebnis von der ersten bis zur letzten Seite super war, wäre es einfach auch verkehrt, hier noch etwas abzuwerten.  

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  • Das Buch verspricht viel zu viel.. halten kann es nur wenig.

    Heartware

    LiveReadLove

    09. August 2017 um 08:05

    Inhalt Um seine kriminelle Vergangenheit zu vergessen bleibt Adam Eli fast ausschließlich in seiner Wohnung. Als Ghostwriter muss er keinen persönlichen Kontakt mit Kunden aufnehmen, was ihm nur recht ist. Trotzdem kann er sein altes Leben nicht komplett hinter sich lassen, denn etwas, oder besser, jemand, spukt immer noch in seinen Gedanken herum auch wenn die letzte Begegnug beinahe ein Jahrzehnt zurückliegt: Willenya. Die Liebe seines Lebens, die ihn verraten hat. Doch dann bekommt er eine ominöse E-Mail, in dem ihm vorgeschlagen wird Will zu suchen und Adam Elis gesamte Welt gerät ins Wanken. Das Buch verspricht atemlose Spannung, die Jagd nach der Wahrheit und die Suche nach einer jungen Frau.. letzteres wird tatsächlich umgesetzt, alles andere hat sehr auf sich warten lassen. Von Jenny-Mai Nuyen habe ich vor „Heartware“ noch nichts gelesen, allerdings nur Positives gehört. Die Autorin bewegt sich eigentlich im Jugendfantasy / Jugendbuchbereich und hat nun ihren ersten Thriller veröffentlicht. Als der Rowohlt Verlag mir das Buch angeboten hat, habe ich nicht lange überlegt und zugesagt. Es klang nach einem spannenden Thriller. Thema soll eine Hetzjagd nach einer jungen Frau sein, die viele Geheimnisse zu haben scheint und ich wollte wissen, was in diesem Buch passiert und habe mich deshalb sehr darüber gefreut es lesen zu dürfen. Vielen Herzlichen Dank an dieser Stelle, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Was ich direkt am Anfang anmerken muss ist, dass ich euch davon abrate den Klappentext zu lesen. Ich habe, was das angeht, oft ein schlechtes Gedächtnis und deshalb hat mich das, was hinten drauf steht, nicht weiter gestört. Für die Rezension habe ich noch einmal gelesen, was der Klappentext verrät und es ist eigentlich auch schon alles, worum es in diesem Buch geht. Wer komplett gespoilert werden will, der sollte sich den Klappentext vornehmen. Ich habe den Inhalt in meiner Rezension extra auf ein Minimum beschränkt, weil ich das Rätselraten in dieser Geschichte nicht behindern möchte. Der ausgewählte Klappentext geht für mich überhaupt nicht, weil die gesamte Spannung, das Rätseln und Kombinieren einfach vorweg genommen wird. Also bitte lest diesen Klappentext nicht, wenn ihr ehrliches Interesse an dem Buch habt. „Ich muss gestehen, dieses Gefühl der Leere war angenehm. Fast wie ein Rauschzustand. Ich war todesmutig, unbesiegbar, während ich in den Abgrund stürzte. Denn jetzt gab es nichts mehr zu verlieren.“ (S.180) Der Prolog des Buches hat mich perfekt auf die Thematik vorbereitet. Es geschieht etwas, das man sich so momentan nur schwer vorstellen kann, das ich aber nicht für unmöglich halte. Die Aufregung über das, was da passiert ist, hat mich richtig ergriffen und ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Doch die folgenden Kapitel starten eine Woche vor dem Ereignis im Prolog. Allerdings nicht weniger rasant und mit einer ähnlichen Spannung. Man wird direkt mit vielen Fragen konfrontiert, deren Antwort man unbedingt herausfinden möchte. Gleichzeitig werden in den ersten 70 Seiten sämtliche wichtigen Charaktere eingeführt und vorgestellt, was ich auf der einen Seite natürlich gut gefunden habe, denn ich möchte schließlich wissen, mit wem ich meine Zeit verbringe, auf der anderen Seite hätte ich gut darauf verzichten können, denn wirklich niemand der Protagonisten war ein Sympathieträger. Natürlich muss ich die Charaktere in einem Buch nicht unbedingt nett finden, aber ich sollte irgendwie eine Verbindung aufbauen können. Weder bei Adam Eli, noch bei Mariel Marigny ist mir das gelungen. Adam ist ein in sich gekehrter Mann, der seit seinen Erlebnissen in der Vergangenheit halb mit dem Leben abgeschlossen hat. Er hat einen schrecklichen Schlaf-Wach-Rhythmus,  kümmert sich überhaupt nicht um sich und seine Wohnung und ihm scheint eigentlich alles völlig egal zu sein. Als Ghostwriter verdient er sein Geld, denn dafür muss er nicht aus dem Haus und mit irgendwelchen Menschen persönlich kommunizieren. Er hat Willenya fast zehn Jahre nicht gesehen und hängt noch immer an der Frau, als wären sie gestern voneinander getrennt worden. Kaum hat er die Mail gelesen gerät alles, was er um sich herum aufgebaut hat, ins Wanken. Er kann nur noch an diese Frau denken, die ihn in der Vergangenheit verraten hat. Das hat mich von Anfang an gestört. Er ist nicht wütend, enttäuscht oder verletzt. Er kann diese Frau einfach nicht loslassen, obwohl sie der Grund für so vieles Leid in seinem Leben gewesen ist. Das habe ich von Anfang an nicht nachvollziehen können. Außerdem hat er eine Art Phobie gegen Berührungen ausgebildet, er hat große Schwierigkeiten damit, andere Menschen anzufassen oder angefasst zu werden. Diese Phobie hat sich aber nur selten geäußert und wie diese sich geäußert hat, hat in mir eher ein Stirnrunzeln hervorgerufen. Das war etwas, das völlig unnötig war und nichts für die Handlung an sich getan hat. Zwar ist diese Phobie vor allem ein wichtiger Teil, wenn es um die Vergangenheit von Adam geht, allerdings hätte dies auch anders gelöst werden können. Mich hat das eher gestört. Über Mariel Marigny erfährt man im gesamten Buch eigentlich nur recht wenig. Sie arbeitet als Hackerin und hat den Auftrag gemeinsam mit Adam Eli Willenya ausfindig zu machen. Sie scheint in ihrem Fachgebiet brilliant zu sein, lässt sich aber von Adam mehrfach auf subtile Weise austricksen. Gleichzeitig scheint sie von Selbstzweifeln zerfressen zus ein, tritt aber auf, als wäre sie eine Sexgöttin, obwohl sie das ja eigentlich gar nicht will. Ich bin aus dieser Frau überhaupt nicht schlau geworden. Nichts hat wirklich zusammen gepasst und die Geschichten, die sie immer mal wieder über sich erzählt, haben mich in komplettes Unverständnis gestürzt. Ich denke ihre Rolle im Buch hätte zusätzlich noch Stoff für Verwirrungen und Paranoia stiften sollen, doch man muss nicht sehr aufmerksam sein, um herauszufinden, was gespielt wird. Der Erzählstrang rund um die Vergangenheit von Adam Eli und Will ist zwar gut in die Geschichte eingefügt, allerdings ist diese besondere Beziehung zwischen den beiden bei mir auf völliges Unverständnis gestoßen. Ich habe weder diese Anziehungskraft zwischen den beiden gespürt, noch diese seltsame Art von Liebe, die sie geteilt haben. Zuerst klingt es nach einer Teenie-Lovestory und dann gerät das alles irgendwie in eine völlig abstruse Bahn, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte. Die beiden tun so, als würden sie den gesamten Schmerz der Welt tragen müssen und leiden beide irgendwie so vor sich hin. Ich weiß nicht, ob ich dafür einfach zu unsensibel bin, zu begriffsstutzig oder ob es wirklich so seltsam ist, wie ich es empfunden habe. Diese Geschichte zwischen den beiden hatte für mich nichts romantisches, schönes oder besonderes, sondern nur etwas völlig absurdes. Da konnte der Schreibstil der Autorin auch nichts mehr retten, der wirklich sehr schön und gut zu lesen ist. Jenny-Mai Nuyen kann wunderbar schreiben aber das hilft hier nichts mehr. „Die eigenen Gefühle sind in der Gegenwart nicht verlässlicher als in der Erinnerung.“ (S. 284) Das Buch sollte wohl auf irgendeine Art und Weise nicht nur ein Thriller, sondern auch noch besonders tiefgründig sein und die Abgründe der Menschheit aufzeigen. Doch diese philosophischen Einstreuungen haben mich nicht wirklich von sich beeindrucken können und haben damit komplett das Erlebnis eines Thrillers zerstört. Keine Spannung, keine Action, nur viel Gerede um nichts. Es wird durch die halbe Welt gejettet und es passiert rein gar nichts. Ich habe über 300 Seiten lesen müssen, bis endlich irgendetwas vonstatten ging und das, was dann so halb aufgelöst wurde, hat mir überhaupt keine Befriedigung gebracht. Wer den Klappentext gelesen und sich gemerkt hat, was darin stand, der weiß sowieso schon die ganze Zeit um was es sich eigentlich dreht, womit die über 400 Seiten sowieso überflüssig wären. Wie hier schon sehr deutlich anklingt passiert auf gut 200 Seiten einfach nichts. Die Protagonisten reisen von Ort zu Ort und tun dort überhaupt nichts. Sie finden nichts heraus, sie liefern keine Antworten und kommen Will nicht einen Schritt näher. Es geschieht einfach nichts. Die eingestreuten tiefgründigen Gespräche haben überhaupt nichts zur Handlung beigetragen und mich irgendwann nur noch genervt. Es kommt zu keiner Sekunde irgendeine Spannung auf und Thriller auf das Buch zu schreiben finde ich völlig fehl am Platz. Als ich das Buch dann fast komplett durch hatte kam die Auflösung und ich fand diese so schrecklich an den Haaren herbeigezogen, dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Dass so etwas in der Art möglich sein kann, möchte ich gar nicht abstreiten, aber so wie hier beschrieben? Das zweifle ich doch etwas an. Es ist für mich einfach nicht nah genug an der Realität. Ich bin allerdings auch nicht vom Fach und kenne ich mich dahingehend nicht sehr gut aus, also sollte mich da jemand berichtigen können: nur zu. Letztlich hat für mich am Schluss überhaupt nichts auch nur Ansatzweise einen Sinn ergeben. Beide Protagonisten verhalten sich am Schluss so überhaupt nicht wie ich es erwartet habe und letztlich hat das auch überhaupt nicht zu ihnen gepasst. Die Charaktere sind ganz anders gezeichnet worden, als das ich glauben kann, dass das Ende so läuft, wie es war. Fazit Heartware besticht mit einem tollen Schreibstil und einer interessanten Grundidee. Der Start ist grandios, doch das war es auch schon, was mich an diesem Buch fesseln konnte. Die Handlung bleibt irgendwann stehen und das Ende ist für mich ohne großen Sinn. Die Charaktere verhalten sich am Schluss überhaupt nicht so, wie sie eigentlich beschrieben werden und die technische Seite hat für mich auch nicht wirklich gepasst. Gleichzeitig möchte das Buch auch noch irgendwelche philosophischen Ansätze aufzeigen, doch auch damit ist es bei mir gescheitert. Alles war irgendwie völlig wirr und abstrus und hat mir keinen Spaß mehr gemacht. Leider überhaupt nichts für mich.

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