Jenny-Mai Nuyen Nacht ohne Namen

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  • 44 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „Nacht ohne Namen“ von Jenny-Mai Nuyen

Urban Fantasy vom Feinsten Manche Menschen sind für einander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Zum Beispiel ihre wahren Namen. Als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – und der steckt in üblen Schwierigkeiten …

konnte mich leider nicht überzeugen, obwohl ich ein großer Fan der Autorin bin

— Seaice
Seaice

Wunderschöner Schreibstil mit vielversprechender Geschichte, die aber nicht vollkommen zu überzeugen wusste...

— Zyprim
Zyprim

Das Buch ist geheimnisvoll und düster, aber zu gleich auch romantisch und lustig. Man taucht in eine Fantasiewelt voller Überraschungen.

— Rosabella2003
Rosabella2003

Eine unerwartete Handlung nach der anderen! Faszinierende Umsetzung der Ideen und der gesamten Charaktere.

— Azouka
Azouka

Wieder mal eine faszinierende Geschichte mit total verrückten Ideen!

— lauri_book_freak
lauri_book_freak

Ein einziger Wirbel aus Farben, verworrenen Kuddel-Muddels, Sarkasmus und seltsame Formulierungen mit sehr viel Potenzial, leider zu konfus!

— wordworld
wordworld

Die Idee und Umsetzung ist echt super. Als fantasy Fan ist das Buch zu empfehlen.

— Rija21
Rija21
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Konfus

    Nacht ohne Namen
    Seaice

    Seaice

    11. April 2017 um 21:45

    Ich war anfangs sehr gespannt auf dieses Buch, da ich ein Fan der Autorin bin. Leider muss ich sagen konnte mich dieser Teil diesmal nicht abholen. Die Idee mit den Fließwesen/Dämonen ist vielversprechend und die Ausgangslage mit den zwei Charakteren Nicki & Canon, die doch eigentlich nichts voneinander wissen wirft einige Fragen auf, wo man gespannt ist wo diese hinführen mögen.Ich persönlich muss leider sagen das ich vieles einfach nicht verstanden habe. Die Regeln der Fließwelt, diese ganze Bürokratie, die Magie - ich fand alles sehr konfus beschrieben. In der Hoffnung das es irgendwann sicher klarer wird habe ich weitergelesen, aber es wurde eigentlich eher schlimmer als besser.Neben Nicki & Canon gab es eigentlich keinen Charakter den ich wirklich gut beschrieben fand. Tallis mag vielleicht eine kleine Ausnahme sein, aber ansonsten bin ich froh wenn ich mir die Namen merken konnte. Ich habe das Gefühl bekommen das viele Charaktere einfach nicht ganz ausgearbeitet waren bzw. mir eben ihr Handeln nicht wirklich etwas bedeutet hat. Manche schienen einfach nur eine spezielle Aufgabe zu haben und dann nicht mehr wirklich wichtig zu sein, z. B. Canon's Mutter. Aber das ist nur mein Eindruck.Es gab durchaus schöne Szenen in dem Buch (leider rar gesäht) und der Schreibstil ist wie immer fabelhaft und gut zu lesen. Mehr konnte mir das Buch aber leider nicht geben. Schade!

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  • Viele verschiedene Seiten ⭐️

    Nacht ohne Namen
    Rosabella2003

    Rosabella2003

    17. February 2017 um 20:52

    Nicki versteht die Welt nicht mehr als Canon verschwindet. Als dann auch noch Tallis, ihr Dämon wider Willen, auftaucht und sie in die Geheimnisse der Fließwelt einweiht, geht gar nichts mehr. Doch dann taucht Canon wieder auf und Nicki ist über glücklich. Doch das Glück hält nicht lange an. Canons Dämon hat sich verändert und Canon steckt in der Klemme. Schließlich verfällt er in ein tiefes Koma. Gemeinsam mit Theo, Chips, und Gretchen, den Freunden von Canon, versucht Nicki Canon zu retten. Das die Gefahr aus ihrer eigenen Mitte kommt ahnt da noch keiner.

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  • Gute Idee holprige Umsetzung

    Nacht ohne Namen
    Lesemietze

    Lesemietze

    31. January 2017 um 23:24

    An sich fand ich die Idee hinter dem Buch gar nicht so schlecht. Doch für mich war die Geschichte etwas schleppend. Nicki ist auf der Suche nach Canon, der verschwunden zu sein scheint. In seiner Wohnung findet sie Kleidung mit Blut und weiteren Hinweisen wo Canon stecken könnten und was ihm passiert ist. Dabei stolpert in eine Welt hinein, die ihr bis dato unbekannt wahr. Statt das sie in Panik verfällt, bleibt sie recht locker. Doch kann sie Tallis ihrem Retter wirklich vertrauen? Und kann er ihr wirklich helfen was Canon an geht? Dies war mein erster Roman der Autorin. Der Schreibstil an sich hat mir gefallen auch wie alles beschrieben worden ist. Aber so recht konnte mich die Geschichte nicht packen. Stellenweise war es zwar interessant aber mir ist nicht genug Spannung aufgekommen. Die Grundidee fand ich sehr gut, doch ich fand die Umsetzung sehr holprig. Nicki macht während der Geschichte eine interessante Entwicklung ihres Charakters durch. Canon war mir eher unsympathisch und Tallis fand ich witzig. Mit den Nebenfiguren konnte ich meist nichts anfangen, irgendwie hat mir da was gefehlt, eine gewisse tiefe. Für mich waren sie nicht real genug. Die Geschichte hat in meinen Augen viel mehr Potenzial gehabt als umgesetzt wurde..

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  • Düsteres Kuddel-Muddel

    Nacht ohne Namen
    wordworld

    wordworld

    24. September 2016 um 19:00

    Allgemeines: Titel: Nacht ohne NamenAutor: Jenny - Mai NuyenGenre: FantasyISBN: 978-3423761093Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)16,95€ (gebundene Ausgabe) Inhalt: "Sie helfen dir, wenn niemand für dich da ist. Sie verleihen dir Macht, wenn du am schwächsten bist. Sie erfüllen deine sehnlichsten Wünsche. Egal wie unmöglich. Sie verlangen nicht viel. Nur hin und wieder leihen sie sich deinen Körper." Nicki ist 15, als sie in der Berliner U-Bahn Canon kennenlernt, der ebenso wie sie gerne zeichnet. Viel wissen sie nicht voneinander, nicht einmal die richtigen Namen. Trotzdem fühlt Nicki sich zu Canon hingezogen. Als sie eines Nachts einen verstörenden Anruf von Canon erhält, macht sie sich auf die Suche nach ihm, obwohl er genau das nicht wollte. Und natürlich gerät Nicki schon bald in Gefahr, denn mit Dämonen ist nicht zu spaßen … Bewertung: "Als Nicki das Handy in ihre Pullovertasche zurückschob, stellte sie sich das Gespräch vor, dass sie mit ihrer Mutter geführt hätte, wäre sie interessierter gewesen: "Was hast du denn so Wichtiges zu tun, liebes Kind? "Ach, ein Inkubus hat mich aus einer Drogenhöhle gerettet, jetzt gehört ihm mein Körper, aber der Pakt hat ein paar Unstimmigkeiten, die müssen wir noch aus dem Weg räumen." "Ach so. Ich hoffe, du hast etwas Warmes zu Abend gegessen?" "Ja, Mutter, der Inkubus hat mich eingeladen." Dieses Buch ist sehr schwierig zu bewerten. Einerseits stand mir ein sehr ausdrucksreicher Schreibstil, viel Mystik und eine geniale Idee gegenüber, andererseits wirkte aber die Handlung etwas zu konstruiert, kompliziert und die Charakter konnten mir nicht wirklich zusagen. Zu Beginn hat es mich sehr gefesselt, doch irgendwann habe ich einfach nichts mehr verstanden. Ich verstehe also die Leser, die sehr von dem Buch schwärmen, wahrscheinlich sind sie einfach nur schlauer als ich.  ;) Das Cover ist zwar recht hübsch anzusehen und von den Farben her ansprechend, allerdings passt es für mich nicht zum Buch. Der Titel neigt sich leicht nach hinten, als würde er verschwinden wollen. Zwischendrin befinden sich ein paar unordentliche rote Flecken, wie Blut. Dahinter ist ein Mädchen zusehen, vermutlich Nicki, und die Skyline von Berlin. Die Ränder sind geschwärzt, als greift die Nacht nach der Stadt. Das Modelbild hat mir wieder nicht gefallen, da ich mir Nicki sehr anderes vorgestellt hatte. "Die Unwelt ist ein absonderlicher Ort, wenn man sie überhaupt einen Ort nennen kann. Sie ist der Nabel der Fließwelt und doch kann kein Fließwesen sie betreten, jedenfalls nicht aus eigener Kraft. Ebenso wie Menschen nie ganz im Nabel ihrer Welt stehen, nämlich der Gegenwart, sondern stets an den Grenzen von Vergangenheit und Zukunft wanken. Ihr hängt an der Zeit und könnt sie nicht wirklich halten, wir hängen im Raum und können ihn nicht wirklich betreten."    Das war mein erstes Buch von Jenny - Mai Nuyen und ihr Stil war zu Beginn etwas verwirrend für mich. Sehr verworren und mit vielen sprachlichen Schnörkeln und Umwegen schafft sie eine Atmosphäre, die super zum Buch passt. Da ich ein absoluter Schnell-Leser bin, musste ich oft nochmal zurück blättern und eine Stelle nochmals lesen, das war aber mehr meine Schuld. Sehr mystisch, metaphorisch und reich an Umschreibungen nimmt sie genauso oft Tempo aus der Geschichte, wie sie es steigert. "Die Gewalt war ehrlich neben der Liebe, die, verkleidet in romantischen Flitter, geschminkt mit buttrigen Pasten der Fürsorge und behängt mit Eitelkeiten, doch nie lange haltbar blieb. Wenn man die Liebe untersuchte, fand man früher oder später die zersetzenden Bakterien des Neids, der Furcht, des Selbstbetrugs. Die Liebe! Frisiert und mit Kullertränen besprenkelt." Ich finde, dieses Zitat beschreibt ihren Stil ganz gut, seltsame Wort Kombinationen, irgendwie eigenwillig interessant und doch irgendwie seltsam. Oft versteht man schon nach nochmaligen Nachlesen, was sie meint, doch manchmal dachte ich auch einfach nur "HÄ?". Nicht zuletzt durch Tallis kam etwas Schwung in den Stil und brachte viel Humor mit sich. "Drei Minuten später saßen sie wieder vor der Eisdiele. Tallis hatte seinen Mantel auf der Toilette gewaschen, er lag neben ihm in der Sonne zum Trocknen. Völlig traumatisiert starrte er in die Ferne. Nicki konnte kaum den Blick von ihm wenden. Er gefiel ihr einfach, wenn er litt."Wie ist es eigentlich möglich, dass jemand, der fliegen kann, vom Fahrrad fällt?", fragte sie."Ich nehme an, das ist eine rhetorische Frage, deshalb werde ich sie einfach mal einstecken und wann anders rausholen, wenn mir nach Selbstironie ist oder das Klopapier fehlt."    Die Handlung an sich, stand auf sehr wackeligen Beinen. Wie auch der Stil ist der Verlauf des Geschehens alles andere als geradlinig und zerrüttet meine Vorstellungen jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte verstanden, was gerade passiert. Wenige, unrealistische Logiklücken und eine plötzliche Verstrickung in tiefste "Urban-Fantasy" ließen den Plot dann so konfus erscheinen, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Den Klapptext finde ich absolut unzureichend, da er den wesentlichen Punkt des Buches nicht erfasst. Ich versuche mal das wichtigste zusammenzufassen, das ihr versteht, was ich meine, ohne etwa zu verraten:  Nicki und Canon haben sich zwei Jahre lang zum Zeichnen in der Bahn getroffen, doch wirklich kennen sie sich eigentlich nicht. Nicht einmal ihre Namen wissen sie! Die beiden heißen nicht wirklich Nicki und Canon, sie haben sie diese Namen selbst gegeben, aufgrund ihrer Kameranamen. Eines Nachts wird Nicki von ihrer Mutter ans Telefon geholt. Es sei wichtig. Am Apparat ist Canon, der ziemlich gehetzt klingt und sich von ihr verabschiedet. Er muss weg und sie können sich nicht mehr sehen. Er ruft ihr extra an um sie zu beten, ihm nicht zu helfen, dann kommt sie und sucht ihn?Aufgrund einer Zeichnung von Canon, kann sie nachvollziehen, wo er wohnt. Sie bricht in seine Wohnung ein und stellt fest, dass er dort offensichtlich alleine wohnt. Sie findet einen Zettel mit zwei Namen. „Titanic“ und „Frau La Psie“. Sie sucht und findet ein Lokal diesen Namens uns fragt nach Frau La Psie. Diese führt sie durch einen Aufzug zu einem seltsamen Ort. Dort wird sie plötzlich von einem Jungen angesprochen, als ob der sie schon ewig kenne. Er reißt sie aus dem Raum und flieht mit ihr aufs Dach. Dort stürzt er sich mit ihr in die Tiefe – und fliegt. Er ist ein Dämon. Geschaffen durch menschliche Gedanken und ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten, er ist der einzige Charakter, der mir wirklich zu gesagt hat. Tallis ist charmant und sehr gewieft, er legt Nicki sofort rein und man weiß nicht, ob man ihm trauen kann. Nicht ganz uneigennützig begleitet er Nicki auf ihrer Suche nach Canon, die sie in die "Unwelt" führt. Sie findet dort neue Freunde, muss Pakte mit Dämonen eingehen und ihren Körper vermieten - wie die anderen auch. Manchmal werden mit ihren Körpern Dinge verübt, an die sie sich nicht mehr erinnern können. Verbrechen werden begangen - und schnell sind Nicki und ihre neuen Freunde und Verbündete in Gefahr. "Zwischen dem, was glänzt, und dem, was leuchtet, liegt der größte denkbare Unterschied." Sehr spannend und mitreißend wird alles geschildert, mit viel Phantasie und Einfallsreichtum, doch leider konnte ich nicht mehr ganz folgen.Der Anfang hat mich sehr mitgerissen und eigentlich liegt der Geschichte eine tolle Idee zu Grunde. Die "Unwelt", die die Autorin beschreibt, ist sehr interessant, die Stimmung sehr düster, mystisch und geheimnisvoll. Durch die vielen abstrakten Geschehnissen, welche wenig greifbar sind, wird es aber bald schwierig, sich alles vorzustellen. Die Idee mit der „Gedanken aussprechenden Wand“ wieder fand ich total großartig, aber vieles andere passte wie gesagt irgendwie nicht ganz zusammen. Wie ich schon sagte, sind mir die Hauptpersonen zu blass geblieben. Nicki, die die Geschichte aus der 3. Person erzählt, konnte ich mir nicht richtig vorstellen, da sie irgendwie immer knapp außerhalb meiner Fassung blieb. Man bekommt zwar viele ihrer Gedanken und Gefühle mit, doch diese wirkten immer viel zu pessimistisch, fast schon depressiv und einfach nur seltsam auf mich. Das einsame unverstandene Mädchen mit Eltern die sie vernachlässigen und keine Vorbilder für sie waren, so sollte wohl noch Mitleid und Verständnis für sie geweckt werden - hat bei mir aber nicht so ganz geklappt. Sie stand aber auch nicht wirklich im Fokus des Buches, weshalb das eigentlich in Ordnung wäre. „Weil jede Liebe den Tod enthält, ist das Herz eine Phiole giftiges Parfüm.“ Von Canon bekommt man zu wenig mit, um sich überhaupt ein Bild machen zu können und auch seine Freunde sind irgendwie klischeebeladen und selbst dabei farblos und wenig greifbar. Wie gesagt hat mir einzig Tallis gefallen. Obwohl er ein Dämon ist, der raffiniert handelt und eigentlich hinterlistig ist, kommt er nett rüber und man weiß, dass er zu ihr halten wird, wenn es hart auf hart kommt. Mit seiner sarkastischen und humorvollen Art hat er mich etwas an Roth aus "Dark Elements" erinnert.  "... Fließende und Fleischliche schließen gelegentlich Pakte. Wir kriegen was von euch, ihr kriegt was von uns. Realität gegen Fließendes Wort. Das heißt, wir können die Gesetze der Natur für euch ein wenig biegen, dafür kriegen wir was von eurer Realität ab. Wir existieren nämlich nicht von uns aus in dieser Welt. Nur durch euch." Er öffnete seine zweite Cola und beobachtete nun sie mit einiger Skepsis. "Du sagst gar nichts.""Ich soll doch mit den Fragen warten, bis du fertig bist.""Ach so, ja. Im Prinzip bin ich fertig."Nicki zupfte an einem Salatblatt, das aus ihrem Wrap regte. Eine Weile schwiegen sie sich an."Das Rülpsen hat den Auftritt ruiniert, oder?", fragte er schließlich."  Auch das Zusammenspiel mit anderen Personen, Dialoge und anderes war irgendwie seltsam. So zum Beispiel ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, mit denen man als Leser gar nichts anfangen kann. Die Personen, mit denen sie in der "Unwelt" gegen die Dämonen kämpft, Gretchen, Theo und Chips sind dagegen recht gut dargestellt, bleiben aber auch viel zu blass.Das Schicksal der Figuren war mir irgendwann ziemlich egal und das ist eigentlich nie eine gute Voraussetzung für ein Leseerlebnis.  Das Ende ist nochmals sehr verwirrend und lässt einen mit vielen Fragen zurück, die vielleicht in einem weiteren Band beantwortet werden können. Ob ich dieses Buch lesen werde, ist dann schon eine ganz andere Frage. Ich denke, ich muss dieses Buch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wieder lesen und vielleicht verstehe ich dann mehr und es gefällt mir somit besser.  "Vertraust du mir?""Ha? Nein!"  Fazit: Wenn ich an dieses Buch zurück denke, erinnere ich mich an einen einzigen Wirbel aus verschiedenen Farben, verworrenes Kuddel-Muddel, Sarkasmus und seltsame Formulierungen mit sehr viel Potenzial, das aber für mich etwas zu abstrakt und kompliziert war. Also eigentlich eine geniale Idee mit für ein Jugendbuch etwas mangelhafter Umsetzung. Trotz der recht mittelmäßigen Bewertung würde ich das Buch dennoch an alle, die verstrickte, außergewöhnliche "Urban-Fantasy" lesen, weiterempfehlen.   Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: www.w0rdw0rld.blogspot.com

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  • Es gibt gute und böse Dämonen - oder etwa nicht?

    Nacht ohne Namen
    Lilli33

    Lilli33

    15. July 2016 um 20:27

    Gebundene Ausgabe: 448 SeitenVerlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. März 2015)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3423761093Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 JahrePreis: 16,99€auch als E-Book erhältlich Es gibt gute und böse Dämonen – oder etwa nicht? Inhalt:Nicki ist 15, als sie in der Berliner U-Bahn Canon kennenlernt, der ebenso wie sie gerne zeichnet. Viel wissen sie nicht voneinander, nicht einmal die richtigen Namen. Trotzdem fühlt Nicki sich zu Canon hingezogen. Als sie eines Nachts einen verstörenden Anruf von Canon erhält, macht sie sich auf die Suche nach ihm, obwohl er genau das nicht wollte. Und natürlich gerät Nicki schon bald in Gefahr, denn mit Dämonen ist nicht zu spaßen … Meine Meinung:Ich habe fast alle Werke von Jenny-Mai Nuyen gelesen. Sie kann mich einfach immer wieder begeistern. Da wären einmal ihr wundervoller Schreibstil, der so ausdrucksstark und bildhaft ist. Das setzt bei mir sofort das Kopfkino in Gang, und so macht das Lesen gleich noch viel mehr Spaß. Außerdem hat die Autorin immer ganz tolle Ideen für den Plot, die sie auch gut umsetzen kann. Auch „Nacht ohne Namen“ konnte mich für sich einnehmen, wenn auch die Handlung zuweilen etwas verwirrend war. Die verschiedenen Dämonen und Weltebenen und dies und das waren mir stellenweise ein bisschen zu viel, um beim lockeren Lesen noch hundertprozentig durchzublicken. Aber eigentlich hat mich das nicht groß gestört. Ein Lesevergnügen war es trotzdem. Schon allein die bunte Vielfalt der Wesen und Orte haben mich fasziniert. Dabei war mir die Protagonistin Nicki sehr sympathisch. Sie ist ein Mädchen mit Prinzipien und Charakter, und dazu noch clever. Ich habe es genossen, an ihrer Seite dieses Abenteuer zu bestehen und mit ihr zu rätseln, was wie zusammenhängt, und um ihre große Liebe zu bangen. Erzählt wird die Geschichte in der 3. Person, aber aus Nickis Sicht. So wird man ganz dicht an dieser Protagonistin durch die Handlung geführt und erlebt ihre Gefühle und Gedanken hautnah mit. Wo Dämonen im Spiel sind, geht es ja auch immer um Gut und Böse, so auch hier, wenngleich das nicht alles ist. Von Zeit zu Zeit mutet das Buch richtig philosophisch an und bietet reichlich Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Mir hat das sehr gut gefallen. ★★★★☆

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  • Guter Fantasyroman, der jedoch hinter meinen Erwartungen zurückbleibt

    Nacht ohne Namen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2016 um 14:11

    Im Folgenden möchte ich den Fantasy-Roman „Nacht ohne Namen“ rezensieren. Da ich ein großer Fan von fantastischen Welten bin, hat mich der Klappentext vollkommen überzeugt und ich bin freudig an das Buch herangegangen. Ob sich das gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt. Nicki ist eine sympathische Protagonistin, mit der ich mich jedoch nicht ganz identifizieren konnte. Die Geschichte ist gut durchdacht, mir fielen jedoch einige Längen und Lücken im Text auf. Der Spannungsbogen ist meiner Meinung nach etwas falsch gesetzt, wodurch eben im schlimmsten Falle Langeweile aufkommt. So befasst sich die Autorin im kompletten ersten Teil mit der Hauptperson Nicki und der geheimnisvollen Beziehung mit Canon, steigt sofort ins Geschehen ein und arbeitet mit Rückblenden. Natürlich kommt Neugierde auf, was hinter dem ganzen Szenario steckt, aber tatsächlicher Nervenkitzel wird nur im letzten Teil – und dieser auch nur über eine Spanne von etwa dreißig Seiten hinweg – erzeugt. Der Roman ist anspruchsvoll, die Charakter sind größtenteils ausgeprägt und besitzen ihre eigenen Eigenschaften. Am Ende des Romans gibt es einen kleinen Twist, mit dem ich nicht gerechnet habe und ebenda landet die Geschichte – beziehungsweise die Story arbeitet genau darauf hin – im Abstrakten. So fällt es dem Leser nicht ganz leicht, eigene Bilder im Kopf hinauf zu beschwören zu können. Was sehr schade ist, denn die Story hat Potenzial. Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Sie fängt sehr gut den Berliner Flair ein und drückt sich wortgewandt und atmosphärisch sehr dicht aus, dennoch ist die Satzkonstruktion in den meisten Zeilen unnötig verschachtelt und verschraubt, was den Lesefluss hemmt. Außerdem gibt es einige hoch philosophische Sätze, die den Leser sehr fordern bis zu überfordern. So gibt es Sätze, die man sich mehrere Male durchlesen muss und quasi entknoten, dass man sie versteht. Die Titel der Kapitelüberschriften hingegen sind sehr klug und meistens mit Humor gewählt worden, sodass sie nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber doch zu dem Geschehen passen. Das Buch nimmt auch erst sehr spät an Fahrt auf, also wenn man wirklich interessiert ist, sollte man sich durch die ersten etwa hundertfünfzig Seiten quälen. So hat Jenny-Mai Nuyen einen interessanten Fantasyroman auf den Markt gebracht, der aber leider etwas hinter meinen Erwartungen bleibt und Potenzial liegen lässt. Schade – denn die Autorin kann schreiben. Fazit: Genrewertung: 7,5/10 Gesamtwertung: 5,5/10

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  • Kurzmeinung

    Nacht ohne Namen
    Naike

    Naike

    28. March 2016 um 16:25

    Die Auflösung ist streckenweise etwas kompliziert und das Ende leider ziemlich offen, aber ansonsten ein tolles Leseerlebnis, die Schreibe von Frau Nuyen ist etwas ganz Besonderes.
    Ich wünsche mir eine Fortsetzung!

  • Rezi: Nacht ohne Namen

    Nacht ohne Namen
    Sandkuchen

    Sandkuchen

    28. February 2016 um 17:50

    Inhaltsangabe Manche Menschen sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt ... Zum Cover Ich mag die Zeichnung auf dem Cover. Auch schön das es einheitlich in rot und weiß gezeigt wird. Die Stadt im Hintergrund und wie sie verträumt wegsieht und nicht gerade aus in die Kamera. Richtig schön. Fällt in einem Buchladen gut auf. Meine Meinung Meine Lieblingsfigur war Tallis. Ich fand ihn total süß! Wie er versucht hat Nicki zu helfen und aufzumuntern. Süß. Nicki mochte ich auch, wobei ich ab und zu gemischte Gefühle hatte. Manchmal war ich mir nicht sicher ob sie immer so handelte wie sie will oder sich der Geschichte anpasst. Am Anfang fand ich das Buch furchtbar. Es hat ewig gedauert bis es endlich spannend wurde und auch zwischen drin gab es viele Längen. Die ganzen Namen und wie alles zusammenhing wurde schnell unübersichtlich und ehrlich gesagt habe ich das Ende gar nicht verstanden. Trotzdem fand ich es ganz süß. Ich glaube das ganze müsste ich nochmal in Ruhe lesen um das alles zu verstehen xD

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  • Nacht ohne Namen

    Nacht ohne Namen
    CaroLisa

    CaroLisa

    28. January 2016 um 21:27

    Eigentlich will Nicki nur herausfinden, was mit ihrem verschwundenen Freund Canon passiert ist, doch ehe sies sich versieht wird sie in eine Welt voller Geister und Dämonen gezogen. Besonders einer dieser Dämonen ist besonders hartnäckig. Tallis, Inkubus und durch einen - aus Nickis Sicht - unfreiwilligen Pakt mit Nicki verbunden, Gemeinsam ziehen die beiden durch die Unterwelt von Berlin auf der Suche nach Canon und einem Weg ihn zu retten. Nachdem ich vor einiger Zeit "Rabenmond" von Jenny-Mai Nuyen gelesen hatte, waren meine Erwartungen an dieses Buch bereits sehr hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht. "Nacht ohne Namen" ist wunderbar spannend und hat mich bereits nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen. Die kleinen Wortspielereien fand ich einfach klasse und auch wenn es hin und wieder leicht verzwickt wurde, lies sich die Geschichte sehr flüssig lesen. Jennys Schreibstil ist aber auch einfach fantastisch. Gegen Ende wurde die Handlung immer komplizierter und dank einiger überraschender Wendungen wusste ich irgendwann einfach nicht mehr, wer Freund und wer Feind war. Jede der Charaktere hütet seine ganz eingenen Geheimnisse, die teilweise aufgedeckt, teilweise jedoch unergründet bleiben. Auf jeden Fall ein sehr gutes Buch, auch wenn ich mir am Ende noch ein bisschen mehr Seiten gewünscht hätte.

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  • Nacht ohne Namen / Jenny-Mai Nuyen

    Nacht ohne Namen
    Lenny

    Lenny

    16. January 2016 um 15:28

    Manche Menschen sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt ... Die Idee der Geschichte finde ich gut. Hier ist viel Fantasie gefordert und mich hat der Anfang des Buches komplett geflasht. Doch als es darum geht Canon zu retten begeben sich die Freunde in die Unwelt. Hier hat meine Fantasie nicht mehr ausgereicht, hier haben mir die Aufgaben nicht gefallen. Schade, aber ich gebe hier 3 Sterne, denn den Anfang fand ich klasse.....

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  • Ich, also ich weiß nicht wie...puh, die Sache ist die: Jucitell Tallis, willst du mich heiraten?

    Nacht ohne Namen
    PrinzessinSuperfee

    PrinzessinSuperfee

    Cover: Trotz der eher zarten Rotfärbung zieht "Nacht ohne Namen" im Bücherregal sofort den Blick des Betrachters auf sich. Der Titel im davonfliegenden Stil erinnert an die nicht fassbaren Gedanken, die in diesem Roman eine tragende Rolle innehaben, und nimmt zusammen mit dem Profil eines Mädchens den Großteil des Covers ein. Ich muss sagen, dass mir das Mädchen nicht gefallen will, weil es doch zu sehr nach Jugendbuch aussieht, obwohl meines Empfindens nach ebenso jeder Erwachsene Gefallen am Buch finden würde. Besonders schon sieht die schwarze Umkränzung aus. Sie lässt das Gesamtbild stimmiger wirken und verleiht einen magisch-mysteriösen Flair. Auch der Buchrücken kann entzücken. Inhalt: Canon und Nicki treffen sich regelmäßig in der Bahn, wo sie Stunden vergnügt zeichnend verbringen. So lief es zwei Jahre und so sollte es weiter verlaufen. Als eines Tages Canon anruft und nicht nur das kommende Treffen absagt, sondern auch alle zukünftigen, scheint ihr Muster durchbrochen. Nicki ahnt Tiefe in seinen Worten und prescht voran, um ihm gegebenfalls zu Hilfe zu eilen. Meine Meinung: Jenny-Mai Nuyen besticht mit wunderschönen Audrücken, die den Leser die Magie nicht nur spüren, aber auch greifen lassen. Unter den verträumten Worten formen sich in den Händen des Lesers unglaublich Gebilde, die von allen Seiten beleuchtet kleine Vertiefungen, Ecken und Kanten offenbaren und pulsieren, eingetaucht im Imitat des Lebens. Die Autorin legt in unsere bereits komplexe Welt eine noch komplexere hinein, doch von Anfang an gibt sie einem den Faden in die Hand, der uns sicher durch Freundschaften, Machtspielchen, Segeln durch Nächte, Misstrauen und Zimtschnecken geleitet. Klebrig wie diese Zimtschnecken haftet Nickis Geschichte noch nach Beendigung des Buches an mir, was vor allem wohl Jucitell Tallis zuzuschreiben ist (dem übrigens die Zimtschnecken gehören). Er war mit Abstand der grandioseste Charakter und ich gebe zu, ich bin ein bisschen doll in ihn verliebt. Wer schon in den Genuss von "Nacht ohne Namen" gekommen ist, der wird verstehen, dass man nicht einfach ungerührt an diesem einnehmenden Charme, (buchstäblich) umwerfenden Humor und der süßen Leichtigkeit vorbeikommt. Ich ertappte mich mehrmals dabei, wie meine Gedanken im Schulunterricht abschweiften und bei Tallis verweilten. Wie es wäre, würde er plötzlich durch das Fenster brettern, sich nonchalant die Scherben von seinem Mantel fegen und mir seine Hand als Einladung auf Süßigkeiten aus seiner Manteltasche und einen springenden Lauf der Sonne entgegen reichen. In gewisser Weise bin ich wohl von Tallis besessen. (Hah, was für ein Wortspiel!) Auch Nicki ist eine wunderbare Figur. Mit gerade einmal 15 Jahren verfügt sie über interessante und äußerst kluge Gedanken, die sich in ihrer Verworrenheit nie verheddern und für mich vollkommen nachvollziehbar sind. Sie gehört zu den Menschen, die Gefühle besonders intensiv erleben und so kommt es, dass ihr eingefahrenes Leben einen Knick bekommt und in Richtung eines Abenteuers mit gefährlichen Abbiegungen weiterläuft. Womit wir bei Canon angelangt wären. Er ist der Grund für die Kehrtwende in Nickis Alltag, er ist Nickis Motivation kopfüber in eine eine Welt voller Gedanken zu stürzen. Leider ist er auch mein Manko des ansonsten fantastischen Romans. Von Anfang an ist er präsent, nur nicht auf die Weise, wie er eigentlich sollte, obwohl er genau genommen protagonistische Züge zeigt. Er hält sich dezent im Hintergrund und trägt nur auf wenigen Seiten aktiv am Geschehen bei. Deshalb ist es schwer eine Beziehung zu ihm aufzubauen und verstehen zu können, weshalb Nicki dermaßen stark für ihn empfindet. In Flashbacks werden Kostproben von ihrer gemeinsamen Zeit präsentiert, jedoch kann ich nicht mit diesen kooperieren, weil die Ereignisse immerhin durch Nickis Augen hinter der rosaroten Brille an mich herangetragen werden. Ergo wird meine Objektivität verfälscht. Außerdem kann ich anderen Rezensenten, die sich über das obligatorische Liebesdreieck beklagen, nicht zustimmen. Diese Verbindung zwischen Tallis und Nicki ist mehr als Liebe. Sie geht weit über das menschliche Verständnis hinaus und bewegt sich wohl eher auf eine Metaebene. Vielleicht ist das die wahre, richtige Liebe. Die Liebe, die es verdient Liebe genannt zu werden. Die Beziehung zwischen Canon und Nicki dagegen ist einfach zu verstehen und in der Öffentlichkeit beispielsweise in Restaurants beim Candle Light Dinner oder um die Ecke bei Starbucks oft gesehen. Das zwischen ihnen erscheint mir mehr wie eine Schwärmerei. Nein, ein stereotypisches Liebesdreieck ist es definitiv nicht, zumindest sprechen die Handlungen der Beteiligten gänzlich vom Gegenteil dessen. Spannend und mitreißend machen auch die Nebencharaktere den Plot. Gretchen ist totz ihrer abweisenden Art liebenswürdig und Theo hatte mich schon nach seinem ersten schlechten Witz. Zu Chips bewahrte ich jedoch das gesamte Buch über meine Distanz, denn irgendwie konnte ich mein Misstrauen ihm gegenüber nie ganz ablegen. Die Idee des Romans finde ich großartig, aber das erwartet man nicht anders von Jenny-Mai Nuyen. Ohne glitzernde Vampire, Peitschen im Schlafzimmer oder Verhalten à la "Drama Baby, drama!" gelingt es der Autorin ein Buch mit viel Potential zu kreieren. "Nacht ohne Namen" hat eine eigentümliche Spannung, die durchgängig aufrecht gehalten wird. Inhaltsmäßig gibt es für mich nichts zu beanstanden. Geschickt gestreute Hinweise auf den weiteren Verlauf lasten oftmals auf den Zeilen, das drückende Gewicht der Zukunft, dennoch bemerkte ich sie erst, als die Auflösung explodierte und mir einige Tomaten von den Augen fielen. Ich kann nicht sagen, dass das offene Ende mich stört, aber ich kann ebenso wenig behaupten, dass ich uneingeschränkt zufrieden damit bin. Einerseits wünsche ich mir den Fortgang zu erfahren, andererseits ist es gerade dieses Ende, das nochmal nachdrücklich auf die Realität dieses Romans quetscht. Im wahren Leben gibt es schließlich kein Happy End; es gibt immer Probleme zu lösen, so auch in "Nacht ohne Namen". Zudem ist nur solch ein Ende imstande, den Leser unvollständig zu entlassen. Fazit: Ich suche gerade verzweifelt nach einem Wort, das eloquent 'beinahe perfekt' auszudrücken vermag. Vielleicht formuliere ich das Fazit einfach anders. Jedes Buch verströmt einen eigenen Geruch, der abhängig von der erzählten Geschichte ist. Wenn ich Nacht ohne Namen ansehe, dann spüre ich ein Kribbeln, das mir verrät: "Hier gibt es Abenteuer, hier gibt es Spannung. Hier wirst du in eine Welt entführt, die deine sein könnte oder sogar möglicherweise ist." Und wenn ich an den Seiten von Nacht ohne Namen schnuppere, dann werden die Versprechungen übertroffen. Ich rieche Wärme, ich rieche Spaß und Humor. Es verbergen sich geheime Wünsche, von Magie durchwirkt und in Liebe geflochten. Zimtschnecken, in einer Hülle aus Geborgenheit und im Ofen des knisternden Charmes gebacken, verströmen den Duft von wehmütiger Sehnsucht. Und inmitten dieses Chaos' aus Farben, Formen, Gefühlen, Geheimnissen, den wahrnehmbaren Eindrücken tanze ich mit Theo in einem Club, starre schlaflos mit Gretchen an die Decke, schäkere mit Nicki in der Schule und schlürfe Litchisaft mit Tallis, in einer Nacht mit Sternen und ohne Namen. >> Nacht ohne Namen erhält von mir 4,5 Sterne (hier auf 5 aufgerundet).

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    • 4
  • Eine ganz neue Welt, die Menschen und Dämonen verwirrend und doch unmissverständlich vereint

    Nacht ohne Namen
    Sandra251

    Sandra251

    Eine ganz neue Welt, die Menschen und Dämonen verwirrend und doch unmissverständlich vereint Schon lange treffen sich Nicki und Canon im Morgengrauen, immer im letzten Abteil der U-Bahn Berlins. Sie wissen nicht viel voneinander, verstehen sich auch ohne Worte und scheinen füreinander bestimmt zu sein. Als Canon verschwindet, folgt Nicki der Spur ihres Freundes durch die Nächte und findet sich plötzlich in einer ganz anderen Welt wieder. Sie begegnet Dämonen, zwielichtigen Freunden und einem aufdringlichen Sukubus, mit zweifelhaften Absichten. Nicki setzt alles daran Canon, den Jungen mit Augen wie Weltraumtropfen, zu finden und riskiert dabei mehrfach ihr Leben. Sie wird gejagt, ihre Realität scheint immer unwirklicher und dann ist da noch ein vielleicht-Pakt mit Tallis, der unbedingt ihren Körper will, oder steckt doch mehr dahinter? Jenny-Mai Nuyen hat ein fantastisches Buch geschaffen. Wie sie selbst beschreibt "reifte Nacht ohne Namen zu einem schwierigen, aufmüpfigen Geschöpf heran, das in mehrere Richtungen stürmen wollte und viel zu schnell aus seinen Sachen herauswuchs". Treffender könnte ich es nicht beschreiben. Es scheint als sei die Junge Autorin nur diejenige die den Stift hält und die Geschichte schrieb sich ganz von selbst. Das ist einfach unglaublich! und auch der Grund dafür warum ich es nicht lassen kann, das ein oder andere Zitat in meine Rezension mit einfließen zu lassen. Der Roman macht bereits äußerlich so einiges her und ich kann kaum meinen Blick von dem Cover abwenden. Die Farben, die schattierten und wundervoll-detaillierten Zeichnungen und der leicht schmutzig und düstere Rahmen, machen den Umschlag perfekt für Nacht ohne Namen. Auch der Blutrote Einband und die vielen Illustrationen machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Die Welt der Dämonen, ob Unwelt, Unterwelt, Kanzlei oder Brunnen sind sehr faszinierend und doch verwirrend. Sie besteht aus der Realität die sich deren Bewohner selbst schaffen und der Leser braucht sehr viel Vorstellungskraft um nicht den Faden zu verlieren. Faszinierend ist jedoch der Gedanke das sich die Umgebung, den Gedanken des anwesenden Wesens, ob Mensch oder Dämon, anpasst. Verwirrend sind die schnellen Veränderungen und der schnelle Szenenwechsel, während die Vorstellungskraft noch am arbeiten ist. "Dass den Ereignissen jeglicher Übergang fehlte, erzeugte eine beängstigende Leere - ein Gefühl, als würde ihr Leben nicht mehr richtig zusammenhängen. Ob sie sich je an die Gesetzmäßigkeiten der Fließwelt gewöhnen würde? Wahrscheinlich müsste sie dafür verrückt werden." (Seite 405) Die Hauptprotagonistin Nicki, ist sehr sympathisch. Ihre Reaktionen sind meistens nicht vorhersehbar und dennoch in gewissen Momenten sehr nachvollziehbar und realistisch. Jucitell Tallis ist ein Charmeur wie er im Buche steht. Kein Wunder, er ist schließlich ein Sukubus. Ich mag ihn sehr, allerdings ist da immer das kleine flaue Gefühl im Magen, dass er Nicki nur "Nachsteigt", weil er ihren Körper besitzen will. Canon ist einerseits wirklich wundervoll. Andererseits ein einziges großes Geheimnis, dass dennoch ein wirklich warmes und wohliges Gefühl hinterlässt - widersprüchlich, ich weiß, aber anders kann ich es nicht in Worte fassen. Die anderen Protagonisten wie Gretchen, Theo, Chips und Frau La Psie sind ein Rätsel für mich und somit bin ich nicht wirklich mit ihnen warm geworden. Um sie zu verstehen fehlen mir einfach mehr informative Dialoge mit ihnen. Sehr interessant finde, ich die manchmal sehr verschnörkelten Beschreibungen, die Jenny-Mai Nuyen verwendet, statt Sätze in klare Worte zu fassen, denn für Manches - vor allem für Gefühle, gibt es keine passenden Worte. Hier sind Empathie und eigene Vorstellungskraft gefragt. Das beeinflusst den Leser nachhaltig und lässt ihn auch nach dem Lesen der letzten Seite nicht mehr los. Gut gemacht! Wundervoll sind auch die Lebenseinheiten, die ich aus dem Buch herausziehen konnte und für mich als Sammlerin ein wahrer Schatz sind. Ein paar Beispiele: „Wenn man andere nur nach ihrem Alter beurteilt, landet man nur bei Vorurteilen.“ (Canon, Seite 40) „Und meine Theorie ist, es gibt zwei Sorten von Leuten: Die einen interessieren sich vor allem für die Geschichte ihres eigenen Lebens… Und dann gibt es andere, die gar nicht so bemüht um ihr eigenes Heldenepos sind… Ihr Leben wirkt dadurch weniger spannend, aber in Wahrheit ist es auf unzählige Geschichten verstreut. Sie erleben viel mehr.“ Lobenswert finde ich auch die besonders gefühlvollen Zeilen über die Liebe, was Liebe bedeutet und wie unterschiedlich sie sein kann. (Seite 212 – 214) „"Wer sich von seinen Gefühlen nicht hinreißen lässt - wer auch bereit ist, sich fern zu halten, wenn es sein muss-, der liebt wirklich" Alles in allem ist Nacht ohne Namen ein grandioses Buch, in dem sehr viel lobenswerte Arbeit steckt. Der Roman bietet sehr viel Gesprächsstoff für den Austausch in Leserunden und macht definitiv neugierig auf mehr, so dass der Leser unbedingt Jenny-Mai Nuyens Blog besuchen will ;-) http://www.jennymainuyen.de/?p=964 Für Fans ist der Blog, vor allem die Galerie und das Video in dem die Autorin selbst das Buch zum ersten Mal in der Hand hält, ein klarer Tipp. Leider muss ich einen Stern abziehen, da mir einfach zu viele Fragen im Kopf rumschwirren. (Spoiler Gefahr, daher nähere Erläuterung nur auf Nachfrage J). Allerdings lässt sich das auch als (fieser) Cliffhanger auslegen der die Leser auf einen Folgenband von NoN hoffen lässt.

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  • Meine Meinung zu "Nacht ohne Namen"

    Nacht ohne Namen
    Bluetenbuch

    Bluetenbuch

    Hallo ihr lieben Buchliebhaber da draußen (: Da ich die Bücher von Jenny-Mai Nuyen bisher regelrecht verschlungen habe, hatte ich für dieses Buch sehr hohe Erwartungen. Im Nachhinein betracht ist das wahrscheinlich der Fehler gewesen. Im Vergleich zu meinen Erwartungen hat das Buch nur mittelmäßig abgeschnitten. Wie immer hat Jenny-Mai Nuyen mit ihrem tollen Schreibstil und liebevoll entworfenen Charakteren überzeugt. Besonders Tallis ist mir im Verlauf des Buches ans Herz gewachsen. Während ich Nicki lange Zeit eher skeptisch gegenüber gestanden habe, fand ich Tallis gleich von Anfang an sympathisch. Er hat mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht und er ist mir auch um Längen einnehmender erschienen als Canon. Auch Tallis Geschichte hat mir sehr gut gefallen und dem Buch wirklich gut getan. Besonders der Konflikt mit Osilber und Tallis war klasse. Und dann wurde noch jemand drittes mit hineingeworfen, das ich hier nicht spoilern möchte. Auf die Auflösung über den Verräter wäre ich auf jeden Fall nie gekommen. Ich habe bis zum Ende hin mitgerätselt und im Verlauf des Buches immer wieder jemand anderen Im Verdacht gehabt, manche sogar mehr als einmal. Aber auf denjenigen, der es am Ende dann war, wäre ich nie gekommen. Dafür ist das Ende des Buches leider irgendwie schwach gewesen. Ich bin damit nicht so wirklich warm geworden und finde es auch jetzt noch unpassend. Es wirkt ein wenig wie ein erzwungenes Happy End für jeden. Trotzdem bereu ich weder das Buch gekauft noch es gelesen zu haben. Für Fantasyfans, die gerne Mal etwas über einen eher unkonventionellen Dämonen lesen wollen, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen. Mein Lieblingszitat: "Frisch aus der Unterwelt gekommen, wie? Steht dir gut, die Domäne!" Liebe Grüße Bluetenbuch

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  • Nacht ohne Namen

    Nacht ohne Namen
    Jajena

    Jajena

    28. October 2015 um 22:10

    New York, Rio, … - Berlin. Es muss nicht immer weit weg sein. Warum nicht auch mal Deutschland? Kommt und schließt den Packt. Sagt mir eure Namen und gebt mir die Hand drauf. Hey ihr eifrigen Rezensionsleser. Seid ihr wieder auf der Suche nach etwas neuem? Ich habe vor kurzem „Nacht ohne Namen“ von der Autorin Jenny-Mai Nuyen beendet und hatte als langjähriger Fan natürlich hohe Ansprüche. Das war für mich das bisher siebte Buch der Autorin. Ich bin also sozusagen schon von Anfang an mit dabei. Nur das Buch „Noir“ fehlt mir noch. Aber hier kommt meine allererste Rezension zu einem ihrer Bücher: „Nacht ohne Namen“. Wie fand ich das Buch? Naja die Frage ist gar nicht mal so leicht zu beantworten, da die Geschichte von ihrer ganzen Art etwas anders ist als die Vorgänger Jenny-Mai Nuyens. Sie spielt diesmal in keiner erfundenen Fantasywelt, geschweige denn in der Vergangenheit, sondern im heutigen Berlin. Ich denke die Autorin wollte damit in gewisser Weiße ihre Liebe zu dieser Stadt ausdrücken, da sie auch dort lebt. Sie hat es Nicki, Tallis, Canon und den anderen nicht gerade leicht gemacht und es gab vor allem gegen Ende noch so manchen „Boom“. Cover: Das Cover hat mich diesmal nicht so sehr angezogen, mit seinem rosa und rot. Ich finde es rein von der Farbgebung her etwas eintönig. Allerdings passt es gut zum Inhalt. Der Titel neigt sich nach hinten, als würde er verschwinden wollen. Zwischendrin befinden sich ein paar Flecken Blut. Dahinter ist Nicki zu sehen und die Skyline von Berlin. Die Ränder sind geschwärzt, als greift die Nacht nach der Stadt. Inhalt: Ein seltsamer Anruf von Canon bereitet Nicki große Sorgen. Er wird nichtmehr kommen, um sich mit ihr in der Bahn zu treffen. Diese war ihr einziger Verbindungsort, der Platz an dem sie eine gemeinsame Leidenschaft teilten: Das Zeichnen. Entgegen Canons Rat kann Nicki ihre gemeinsame Zeit nicht einfach so vergessen. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Freund. Als sie die ersten Hinweise über seinen Verbleib findet, wird Nicki schon bald bewusst das es auf dieser Welt sehr viel mehr gibt als sie bisher geglaubt hatte. Tallis, ein Dämon, rettet Nicki aus einer ungeahnten Gefahr und ehe sie sich versieht hat sie einen Packt mit ihm. Verzweifelt versucht das vom Dämon ausgetrickste Mädchen den Packt für ungültig zu erklären und Canon zu finden. Wo steckt Nickis mysteriöser Freund, von dem sie eigentlich kaum etwas weiß? Hat Tallis wirklich nur gute Absichten oder ist er ein reiner Trickser und Gauner? Und was ist mit dem Packt? Wird Nicki sich wirklich damit abfinden müssen? Zitat: „Weil jede Liebe den Tod enthält ist das Herz eine Phiole giftiges Parfüm.“ Seite 307 Pro: Die clevere Nicki und der charmante Tallis. Ich mochte die beiden sehr. Sie waren charakterstark. Wie ich es bereits von Jenny-Mai Nuyen gewohnt bin war die ganze Geschichte wieder detailreich ausgeleuchtet. Damit entstanden wieder wundervolle Bilder im Kopf. Je näher das Ende kam desto spannender wurde es. Die Story wurde immer komplizierter, aber gerade das mochte ich am liebsten. Kontra: Leider gefielen mir die Nebencharaktere eher weniger. Sie waren entweder unsympathisch oder auch einfach nur blass. Ich konnte mich nicht in sie hineinfühlen und wurde mit keinem von ihnen wirklich warm. Außerdem störten mich die offenen Fragen am Ende, da es vermutlich keine Fortsetzung gibt. Da wurde meiner Meinung nach etwas Potenzial nach oben ausgelassen. Fazit: Ein interessantes Buch das man gelesen haben sollte, wenn man das Außergewöhnliche sucht. Anfangs hätte ich behauptet dass es sich eher für jüngere Leser eignet, aber da es gegen Ende noch ziemlich verzwickt wurde ist die Geschichte garantiert auch für Erwachsene geeignet. Canon und seine Freunde. Ja die störten mich schon etwas. Ich fand einfach nicht richtig Zugang zu ihnen. Aber die Hauptstory an sich war dafür umso besser. Dämonisch funkelnde 4*.

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  • Sehr spannend, aber teilweise wurde man von Informationen überschwemmt...

    Nacht ohne Namen
    ChrissiH

    ChrissiH

    **Kurzmeinung** Das Buch überzeugt mit einer spannenden Grundidee. Leider wird es zum Ende hin zu informationsüberladen.   **Inhalt** Eines Morgens trifft Nicki während einer S-Bahn Fahrt auf Canon, der eine gemeinsame Leidenschaft mit ihr teilt, die sie einander näher bringt: Das Zeichnen. Nahezu jeden Morgen treffen sie sich in der S-Bahn und üben sich in ihrem Hobby. Bis Canon plötzlich verschwindet. Während ihrer Suche nach ihm, begegnet sie Tallis, einem Dämon, der sie von nun an aus Gefahren rettet. Doch was ist mit der Gefahr, die von ihm ausgeht? Wer schützt sie davor?   **Meine Meinung** Das etwas unscheinbare Cover fiel mir erst beim zweiten Blick richtig ins Auge. Das gezeichnete Mädchen in rot auf weißen Untergrund, war für mich leider kein Eye-Catcher. Aber sobald ich die ersten Seiten des Buches gelesen hatte, war mir klar, wie passend es für die Geschichte gewählt wurde. Die Zeichnung spiegelt wunderbar die gemeinsame Leidenschaft von Canon und Nicki wieder und stimmt somit schon auf die Handlung ein. Auf dem Cover zu sehen, ist Nicki. Sie ist von ihrer Person her eher eigenbrötlerisch. Das aber eher zwangsläufig, da sie ihre Umgebung einfach tiefgründiger wahrnimmt, als ihre Mitschüler. Mit deren Oberflächlichkeit kann sie nicht viel anfangen, daher lebt sie in ihrer Klasse ein bisschen für sich. Gelegentlich ein kurzes Schwätzchen da und ein Ausflug dort, das wars mit der sozialen Bindung auf dieser Seite. Auch erfährt man von Nickis Familie nicht allzu viel, da sie selbst kaum über sie nachdenkt und der Leser demnach auch nicht viel über sie zu hören bekommt. Nicki erscheint dadurch teilweise sehr unnahbar. Mich persönlich störte das aber nicht weiter, weil diese Schwerpunktsetzung eben ihre Persönlichkeit ausmacht und ich ihre Handlungs- und Denkweisen trotzdem super nachvollziehen konnte. Einen Gegenpol zu der teilweise sehr grüblerischen Nicki bildet Tallis. Nachdem sich die Ereignisse überschlagen haben, ist er dafür verantwortlich, dass er sie aus lebensgefährlichen Situationen rettet. Im Gegenzug dafür muss sie ihm auch etwas anbieten. Da sie aber nicht gewillt ist, diesen Pakt als gültig anzusehen, versucht Tallis alles, damit er eben doch gültig wird. Dabei weiß er mit Charme und Witz zu überzeugen. Da ich aber immer Misstrauen ihm gegenüber hegte (ob dies nun berechtigt war oder nicht, sei mal so dahingestellt =P), konnte ich mich nicht 100% auf ihn einlassen. Aber sein Humor und seine ironische Art waren trotz allem sehr erheiternd. Etwas blass wirkten daneben Canon und seine Freunde, die auch einen wesentlichen Teil der Geschichte einnahmen. Leider wurden hier viele Informationen angerissen, aber nicht tiefgründiger beleuchtet. Möglicherweise sind sie aber auch in der Fülle der Informationen, die sonst übermittelt wurden, einfach untergegangen. Dazu eine kurze Erklärung: Nacht ohne Namen beschäftigt sich neben der Fantasy- und Liebesgeschichte auch mit Sprache. Ihrer Kraft und ihre Auswirkungen auf unser Umfeld, was teilweise recht philosophisch angehaucht war. Das fand ich beeindruckend, denn so erhielt ich in einer verständlichen Weise mal einen ganz anderen Blickwinkel auf Sachen, die sonst nur an einem vorbeirauschen oder wir als selbstverständlich hinnehmen. In Zukunft betrachte ich daher Gespräche und Situationen auch ein bisschen anders. Dennoch war es an mancher Stelle einfach zu viel Input. Ich musste die meiste Zeit hochkonzentriert lesen, um nicht irgendwelche Informationen zu verpassen. War ich dann doch einmal gedanklich abgedriftet, musste ich wieder ganz schön zurückspringen um wieder reinzufinden und gegebenenfalls mehrfach lesen, um zu verstehen, was gemeint ist. Das störte den Lesefluss schon etwas. Zumal es zum Ende hin etwas überhandnahm und dadurch teilweise sehr konfus wirkte. Generell lässt mich das Ende etwas ratlos zurück. Angesprochene Themen wurden einfach fallen gelassen oder Wendungen sehr plötzlich herbeigeführt. Dennoch hat dieses Buch einen Platz in meinem Bücherregal sicher, denn neben der schönen Optik, ist die Grundidee einfach spitze und die Protagonisten sehr sympathisch. Auch der philosophische Anteil macht das Buch einzigartig. **Fazit** Wer Nacht ohne Namen lesen möchte, sollte sich nicht davor zurückschrecken, ab und zu auch einmal konzentriert lesen zu müssen. Andernfalls verpasst man wohl einiges. Dennoch macht dieses Buch Spaß und die Grundidee ist super und schafft ein spannendes Lesevergnügen.

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