Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht

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Inhaltsangabe zu „Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“ von Jenny Bünnig

Ria will weg – möglichst weit und möglichst sofort. Gut, dass Oma Charlie und ihre drei besten Freundinnen gerade ihren VW-Bus startklar machen, um in den Süden aufzubrechen. Jede der vier Damen hat ein ganz persönliches Ziel: einen verloren gegangenen Papageien zu finden, ein Wiedersehen mit der ersten großen Liebe, eine schwere, jahrzehntealte Schuld zu begleichen, und ein Geheimnis aufzuklären, das seine Trägerin standhaft hütet. Der Beginn eines turbulenten Abenteuers, an dessen Ende es Ria schließlich schafft, ihre Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ein Roman, das den schwierigen Spagat zwischen amüsantem „Roadmovie“ und ernsthaftem Entwicklungsroman zu meistern versucht.

— hanna_byrd
hanna_byrd

ein tolles Buch über das LEben sehr verschiedener Frauen und ihrer Reise zu sich selber

— gusaca
gusaca

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  • Ein mit Lebensweisheiten gespicktes Roadmovie

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    gst

    gst

    13. September 2016 um 16:04

    Was gibt es schöneres für eine Leseratte, als ein Buch genau zur richtigen Zeit und in der richtigen Stimmung zur Hand zu nehmen? Das ist mir mit diesem Roadmovie gelungen. Dachte ich zu Beginn noch wenig überzeugt, dass es mich ?vielleicht? unterhalten könnte, tauchte ich über die Seiten immer tiefer in die Geschichte ein und wollte gar nicht mehr in die Realität zurückkehren.Ria, die Ich-Erzählerin, befindet sich nach dem Tod des Vaters in einer Lebenskrise. Kurzentschlossen schließt sie sich ihrer Oma und deren drei Freundinnen an, um mit dem VW-Bus quer durch Europa zu reisen. Jede der älteren Frauen will – bevor es zu spät ist – noch ein bestimmtes Ziel ansteuern. Die wortkarge Ria lernt auf dieser Reise ihre Großmutter und deren Freundinnen von einer ihr bisher unbekannten Seite kennen und schätzen. Schon das Cover verrät, dass eine im Rollstuhl sitzt, die andere eine Buchnärrin ist und auch ein Papagei eine tragende Rolle spielt. „Ich glaube, niemand ist nur glücklich. Und ich hoffe, niemand ist nur unglücklich. Wir wollen meistens nur das eine, aber beides bedingt sich. Das eine ist ohne das andere nicht möglich“, sagt die schwerkranke Margot auf Seite 143 zu Ria und die etwas schroffe Busbesitzerin meint wenige Seiten später: „Im Alter hat man nicht mehr Antworten. Man vergisst nur die Fragen öfter.“Jenny Bünning hat in diesem Buch nicht nur viele Zitate von berühmten Schriftstellern versammelt, sondern auch eigene, wunderschöne Naturbeschreibungen hineingebracht („Der erlöschende Nachmittag flimmerte bereits wie ein Abspann über den Himmel“ - Seite 154) und so manche Lesetipps gegeben. Die 1984 geborene Wirtschaftsredakteurin schreibt humor- und gefühlvoll. Mich hat sie mit diesem Buch voll überzeugt. 

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    • 2
  • Eine Reisegruppe der etwas anderen Art

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    hanna_byrd

    hanna_byrd

    05. October 2015 um 12:43

    In Jenny Bünning’s Debütroman begibt sich eine Reisegruppe der etwas anderen Art auf Reise quer durch Europa. Vier Seniorinnen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die Studentin Ria, die erst kurz vor knapp zur Gruppe dazustößt, entdecken auf ihrer Reise nicht nur unbekannte Orte, sondern finden vor allem zu sich selbst. Reisen ist noch immer die beste Art und Weise, sich mit sich, seinem Leben und seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Kein Wunder also, dass Romane über diese Art von Abenteuern – ob nun alleine, in der Gruppe, zu Fuß oder in diesem Fall mit Bus und einer bunt zusammengewürfelten Gruppe – ein unterhaltsames Lesevergnügen versprechen. „Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“ reiht sich ganz fraglos in diese Kategorie Buch ein. Die Geschichte rund um Ria und die vier mehr oder minder rüstigen Damen ist amüsant verpackt, doch gleichermaßen mit ernsten und zum Nachdenken anregenden Themen gespickt. Mit einer melancholischen Note versehen erzählt Bünning von Liebe und Freude, doch auch von Verlust, Krankheit, Alter und Tod. Etwas fraglich allerdings ist der entführte Papagei, der den Großteil der Geschichte in einem Kochtopf zubringen muss. Bitte nicht zu Hause nachmachen! Leider stolperte ich beim Lesen ab und an über recht langatmige und sich wiederholende Passagen. Auch die Charaktere, mit Ausnahme von Ria, blieben für mich eher schemenhaft. Schlussendlich versucht „Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“ den schwierigen Spagat zwischen amüsantem „Roadmovie“ und ernsthaftem Entwicklungsroman zu meistern. Dies gelingt nicht zu 100%, doch unterhaltsame Lesestunden bietet der Roman allemal.

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  • Melancholisch anstatt witzig

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    marimirl

    marimirl

    26. September 2015 um 20:57

    Inhalt: Rias Oma und ihre Freundinnen haben eine Europareise mit ihrem VW-Bus. Jeder der älteren Damen hat einen Zielort, an dem sie etwas für sich sehr wichtiges erledigen will. Kurzer Hand beschließt Ria mitzufahren, da sie ihrem momentan Leben den Rücken kehren will. Meine Meinung: Der Klappentext des Buches verspricht eine amüsante Geschichte über die Reise ein paar älterer Frauen. Nun ja, ich habe mir das Buch witziger vollgestellt. Vielleicht war meine Erwartungshaltung eine falsche. Vielleicht habe ich mich von dem Cover täuschen lassen, weil dieses für mich das typische Design eines lustigen Romans hat. Es ist nicht so als wäre das Buch nicht unterhaltsam. An manchen Stellen musste ich schmunzeln, aber eben viel seltener als ich gehofft hatte. Ich hätte mir auch die Geschichte mit dem Papageien viel witziger vorgestellt. Im Endeffekt hat er nur eine Nebenrolle und verbringt den Großteil der Reise in einem Küchentopf - das ist schon etwas kaltherzig, muss ich sagen. Die Themen des Buches sind eigenlicht sehr ernste - Liebe, Verluste, Altern, Tod, Krankheit. Dementsprechend ist die Geschichte eher melancholisch, darauf musste ich mich erst einstellen. Das macht das Buch natürlich nicht schlechter, aber es entsprach nicht meiner Erwartung. Das Buch hatte doch einige Längen, die Themen wiederholten sich. Immer wieder geht es darum, wer den Bus fahren darf, wie lange man Pause machen darf, usw. Ist ja ganz witzig am Anfang, aber irgendwann auch ein bisschen nervend und langweilend. Ein nettes Buch für zwischendurch, aber für mich nicht überragend gut. Daher vergebe ich 3,5 Punkte.

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  • ein Buch das Spass macht

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    robbylesegern

    robbylesegern

    25. September 2015 um 19:30

    " Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht " ist der Debütroman der Schriftstellerin Jenny. Bünning , die im Juli diesen Jahres ihr zweites Buch herausgebracht hat. Ein verrückter und humorvoller Roadtrip wird in diesem Buch beschrieben, der aber auch ernste Untertöne hat.Vier rüstige Rentnerinnen machen sich mit einem alten Bulli auf und touren durch Europa, jede mit einer Aufgabe, die sie unbedingt erledigt haben will. In letzter Minute stößt zu diesem Kleeblatt Ria, eine junge Frau , deren Vater gerade gestorben ist und die vor Trauer und Schmerz sich selbst und ihren Weg verloren hat.Die fünf machen sich auf und touren durch die Schweiz,wo ein Papagei zu ihnen stößt, Italien , Spanien bis nach Portugal und die Reise zeigt nicht nur wie 5 unterschiedliche Menschen und einen Papagei auf engstem Raum miteinander leben, sondern auch viele turbulente Szenen, viel Humor, aber auch auch Tiefsinniges, denn jeder hat ein Ziel auf dieser Reise.Mir hat dieses Buch wirklich ganz toll gefallen. Die Figuren waren sehr gut gezeichnet, vor allem Frau Lensker hat mir gut gefallen und auch das ernste Thema, dass durch Ria in diese Geschichte kommt, fand ich passend. Literaturliebhaber werden in diesem Buch mit Sprichworten berühmter Menschen verwöhnt und Tierliebhaber werden Signore Verdi lieben. Es ist für jeden etwas dabei und vielleicht gefällt ihnen dieses Buch ja genauso wie mir und sie haben dann Lust auf das neue Buch dieser Autorin. Mir hat sie diese Lust auf jeden Fall gemacht und ich habe es schnell auf meine Wunschliste gesetzt.

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  • langatmig und teils unglaubwürdig

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    02. September 2015 um 23:47

    >> Es muss Dunkel sein, damit man die Sterne sieht von Jenny Bünning Ria begibt sich mit ihrer Oma und deren Freundinnen auf einen Roadtrip, sie wollen von Deutschland über Italien und dann nach Frankreich und Spanien fahren. Mit dem Anfang hatte ich wirklich schon meine Schwierigkeiten, weil Ria spontan zu den Damen in den VW Bus steigt und mitfahren will, aber es nicht fertig bringt mit den Damen zu reden. Jede der Damen ist auf ihre Art ganz anders, Frau Lensker wird immer mit dem Nachnamen angesprochen und wirkt anfangs ziemlich schroff. Hildie ist ein Bücherwurm und liest sogar während sie den Bus fährt ihre Bücher, das ist für mich wirklich unglaubwürdig geschildert und mit so was habe ich einfach meine Probleme. Dann noch Margot die an Krebs leidet und dennoch versucht positiv zu sein und natürlich Rias Oma. Alle haben ein bestimmtes Ziel welches sie erreichen wollen um noch was bestimmtes in ihren Leben zu erledigen oder zu finden. Sehr unglaubwürdig war auch noch der Papagei der einfach so im Kochtopf geklaut wurde und dann im Kochtopf erst mal transportiert wird, mit geschlossenen Deckel ? Ich besitze 4 Papageien und dieser Teil der Geschichte ist schon fast lächerlich geschildert und grenzt an Tierquälerei auch wenn die Autorin hinten in ihrem Buch noch schreibt das kein Tier zu Schaden gekommen ist. Liebe Jenny Bünning, Tiere sind Lebewesen und sie sollten in ihrem Buch auch als solche behandelt werden, mit diesem Teil der Geschichte haben sie bei mir als Tierbesitzer keine Punkte gesammelt und so einen Mist sollte man auch nicht veröffentlichen. Zwischenzeitlich war mir das Buch etwas zu langatmig und mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm, vielleicht liegt es daran das sie den armen Vogel in einem Kochtopf transportiert haben und Frau Lensker den armen Papagei aus seiner vertrauten Umgebung gerissen hat, ohne im geringsten an das Wohl des Tieres zu Denken. Dies ist eine warmherzige, kluge Geschichte über das Leben und unerfüllte Träume, so steht es zumindest hinten auf dem Buch. Aber kluge Menschen behandeln ihre Tiere anders und lassen diese nicht leiden um jemand anders eins auszuwischen ! Mein Fall war das Buch leider überhaupt nicht, mir war die Geschichte an sich zu ruhig.

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  • Naja ...

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    Jul-chen

    Jul-chen

    01. July 2015 um 17:55

    Also ich muss ganz klar sagen, dieses Buch hat mich so überhaupt nicht überzeugt. Die Idee für die Story fand ich echt interessant weshalb ich mich auf das Buch gefreut habe, aber während des lesens gefiehl es mir immer weniger. Die Autorin beginnt immer wieder mit tollen Aspekten, doch führt diese oft nicht bis zum Ende aus weshalb viele Fragen für den Leser unbeantwortet bleiben. Ich habe das Buch relativ schnell ausgelesen obwohl es mich mühe gekostet hat es überhaupt zu lesen. Der Schreibstil hat mir wenig gefallen und die Story einfach nicht mein Ding. Letztenendes muss ich leider sagen bin ich froh das ich es hinter mir habe.

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal!Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen!So funktioniert's:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft!Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Auf und Ab im Leben

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    dieFlo

    dieFlo

    25. December 2014 um 17:00

    Es soll eine Flucht sein. Rias flucht - gemeinsam mit vier älteren Damen macht sie sich auf den Weg, in mehrer Länder, die für jede der Damen eine Erinnerung bedeuten, die Ria aber zeigen, dass es wahre Freundschaft gibt, das Wunder geschehen.... Ob in Spanien oder Frankreich - mein Herz war auf jeder Zeile dabei. Ich habe dieses Debüt genossen und fast vergessen eine Rezension zu schreiben. Das Buch löst Erinnerungen aus und macht Mut und es sorgt dafür, dass man einfach mal ein wenig über das Leben, dass man führt nachdenkt! Der Schreibstil ist einfach nur flüssig, genial - ich sage  "Danke" für wunderbare Unterhaltung!

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  • Diese "Sterne - Tour ist ein Lesegenuss.

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    01. November 2014 um 10:14

    In halsbrecherischem Tempo, mit Rucksack und Kleiderbündel auf dem Gepäckträger ihres Fahrrads, sauste Ria an einem kühlen, regnerischen Tag durch aufspritzende Regenwasser-Pfützen und fürchtete nur Eines: Zu spät zu kommen, den alten, roten VW Bus zu verpassen, der sie mitnehmen sollte in ein neues Leben, in eine Zukunft, in der sie alles abstreifen wollte, was sie belastete, zurücklassen, was nicht verarbeitet werden konnte. Ihre Großmutter hatte ihr von dem alten Bus erzählt, in dem sie und ein paar Freundinnen starten wollten, die ebenfalls Lösungen für ihre Probleme brauchten, die entweder auf der Suche nach etwas Verlorenem waren oder Begonnenes endgültig abzuschließen versuchten. Da war als Erstes ihre Großmutter Charlotte, Oma Charlie, die nicht mehr recht wusste, wo der Sinn ihres Lebens geblieben war und ob sie nicht das Wichtigste überhaupt versäumt hatte. Oder ihre Freundinnen Margot und Hildie. Margot war an Krebs erkrankt und der Tumor war ihr Feind, der den Körper schwächte und der Seele große Angst machte, die es zu besiegen galt. Hildie war allein geblieben, ohne Familie, nur eingebettet in die Literatur, umgeben von ihren Büchern, deren Zitate sie begleiteten und deren Protagonisten sie nicht zu verletzen oder zu enttäuschen vermochten. Frau Lensker, die letzte der kleinen Truppe, die Besitzerin des nostalgischen VW Busses war und akribisch die Reisepläne erstellt hatte, wollte an einen Punkt zurück, der damals in ihrem Leben eine so gravierende Rolle gespielt hatte, dass alles anders gelaufen war als es hätte sein sollen.  Und so führte denn die Route für die bunte Reisegesellschaft über die Schweiz nach Italien, von dort aus nach Frankreich und Portugal und nun auch noch nach Spanien, denn Rias Ziel war Barcelona. Das war eine gewaltige Strecke für einen alten VW und würde Einiges an Zeit beanspruchen, ganz abgesehen von den geplanten "Pinkelpausen", die man einkalkulieren musste, wenn man in einem gewissen Alter war, wie Oma Charlie verschmitzt bemerkte. Und ganz so unkompliziert ist's natürlich auch nicht, wenn man über einige Wochen in einem engen Bus zusammenhocken muss, da läuft schon ab und an mal was aus dem Ruder.... und ein großer Bratentopf mit einem Vogel darin, der auf den Namen "Signore Verdi" hört, macht alles noch komplizierter.   Jenny Bünnig hat hier ein hervorragendes Debüt vorgelegt. In flüssiger, angenehmer Sprache nimmt sie uns mit auf die Fahrt einer liebenswerten "Zweckgemeinschaft", die - so gemischt sie auch sein mag - aus wunderbaren Protagonisten besteht. Jede der Frauen berührt uns mit ihrem Charakter, ihrem Schicksal und der so ganz persönlichen Art der Verarbeitung. Ein Kaleidoskop von Gefühlen -  Schmerz und Reue, Zorn, Angst und Liebe und dazu immer wieder aufblitzender, intelligenter Humor - alles hat seinen Platz in diesem Roman, der menschlich und authentisch in der Seele des Lesers ankommt und ihn einbindet in dieses Geschehen, das eigentlich so leicht und nebenher auf der Landstraße rollt und doch so viel Wichtiges verbirgt -  in dem kleinen, klapprigen, unter den Jahren stöhnenden, roten VW Bus. Das Buch hat mir entspannende, erholsame Lesestunden geschenkt und lenkt den Blick in einer oft zu hastigen, oberflächlichen Zeit wieder auf die Bedeutung menschlicher Wärme und Hilfsbereitschaft, auf Freundschaft und Verständnis füreinander - auf die Sterne, deren Glanz man wirklich oft dann erst am Firmament entdeckt, wenn es rundum dunkel ist. Für dieses Buch spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus.

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  • Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht.

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    LimitLess

    LimitLess

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht. Mit diesem wunderbaren Debütroman hat die Autorin eine Geschichte erzählt, die mich berührt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. In diesem Roman geht es um viel. Um Verlorengeglaubtes, Verlorengegangenes, alte Wunden, die aufbrechen, Wunden, die geschlossen werden, das Altern, die Liebe, Freundschaft und, das alles einschließend, das Leben. Anfangs hat es zwar ein bisschen gedauert, bis ich mit der Geschichte warm geworden bin, aber das lag glaub ich hauptsächlich daran, dass die Hauptdarstellerin des Buches selbst noch nicht so ganz warm geworden ist, mit ihrer Situation. Erst als bei ihr das Eis gebrochen ist, hat es auch bei mir Klick gemacht und ich habe die Geschichte geliebt.  Ria, also der Hauptcharakter im Buch, erzählt aus der Ich-Perspektive, was mir hin und wieder etwas komisch vorkam, da es irgendwie nicht so sehr zum Stil des Buches gepasst hat. Allerdings konnte man so ihre Gedankengänge und dadurch sie selbst besser verstehen. Ria stand ich immer ein bisschen skeptisch gegenüber, war nicht mit allem einverstanden, wie sie gehandelt hat, ich hab sie aber so aktzeptiert, wie sie war. Es war sehr erfrischend und angenehm von so einem eher schwierigeren Charakter zu lesen. Die alten Damen waren auch sehr liebevoll gezeichnet und waren alle fest in der Geschichte verankert. Sie hatten Konturen und Ecken und Kanten und waren so gut ausgearbeitet, dass ich sie ohne Müh und Not in mein Herz schließen konnte. Es war so lustig von den Macken und Eigenschaften der Rentnerinnen zu lesen - einfach herzerwärmend. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, der ganz bestimmt nicht 0815-mäßig zu beurteilen ist. Bei Übersetzungen (vorallem bei Jugendbüchern) aus dem Amerikanischen ist mir nämlich aufgefallen, dass sich die Schreibstile kaum unterscheiden und nicht wirklich etwas charakteristisches aufzuweisen haben. Bünnig's Stilmittel, um zum Beispiel Spannung zu erzeugen, waren sehr erfolgreich umgesetzt. Es ist ein angenehmer Lesefluss entstanden. Die Einteilung der Kapitel in die unterschiedlichen Etappen des Roadtrips und dass jede Etappe einer Person gewidmet wurde fand ich äußerst sympathisch. Die Struktur hat mir generell gut gefallen. Die Kapitel waren dadurch zwar etwas länger, durch Absätze innerhalb dieser konnte man aber auch Szenen optisch auseinanderhalten. "Unsere Verluste sind nicht alles, was wir haben, und sie sind nicht alles, was wir sind." S. 197 Eine der Macken von Hildie ist es Zitate aus Büchern auswendig zu können und diese oft anstatt einer richtigen Antwort in jeder Lebenssituation herausschießen zu wollen. Und so findet man fast auf jeder Seite in diesem Buch Lebensweisheiten, die so wahr sind und ich wollte sie mir alle auf einmal merken, aber dafür waren es einfach zu viele :D. Ich konnte aus dieser Geschichte für mich selbst viel mitnehmen. Und das nicht nur durch diese gut ausgewählten und gut platzierten Zitate, sondern die ganze Geschichte an sich lehrt viel über uns Menschen und die obengenannten Themen, die hier behandelt werden. Fazit Ein Buch, aus dem ich viel für mich mitnehmen konnte und ich es gerne nochmal lesen werde. Authentische Charaktere und ein toller Schreibstil runden dieses Werk ab und bescherrten mir sehr schöne Lesestunden, auch wenn die Themen eher traurig waren, konnte es mit Ironie und Witz und vielen Lebensweisheiten überzeugen. Gerne mehr davon bitte!

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    • 4
  • Eine wichtige Reise

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    DaniB83

    DaniB83

    Ria ist jung und verzweifelt. Deshalb begibt sie sich auf einen Roadtrip mit ihrer Oma und deren Freundinnen. Es soll von Deutschland über Italien nach Frankreich und Spanien gehen. Die älteren Damen haben alle eine besondere Eigenschaft: Frau Lensker, die von allen mit Nachnamen angesprochen wird, wirkt sehr schroff, kennt sich aber super mit ihrem VW-Bus aus. Hildie ist literaturverliebt und liest sogar während sie den Bus lenkt. Margot leidet an Krebs, versucht aber trotzdem, positiv zu sein und die Oma Rias, die Künstlerin. Alle haben sie ein Ziel, welches sie mit dieser Reise erreichen wollen und zwischenzeitlich gibt es dann doch einige Zweifel, ob es denn überhaupt sinnvoll ist. Für mich war die Lektüre zwischenzeitlich etwas langatmig und mit zu vielen zufälligen und absehbaren Ereignissen gespikt. Auch die Personen kamen mir teils etwas überzeichnet vor. Inhaltlich also leider nicht ganz mein Fall. ABER: Der Schreibstil der Autorin hat alles wett gemacht. Man merkt die Leidenschaft, die sie ins Schreiben hineinlegt (ich hoffe, dass dem so ist, ansonsten: wirklich gute Leistung!) und die Begeisterung, mit der sie die einzelnen Kapitel wiedergibt. Echt super! 

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    • 4
  • Leserunde zu "Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht" von Jenny Bünnig

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    Herbig_Verlag

    Herbig_Verlag

    Habt Ihr Lust auf einen Roman über das Leben, das Alter, unerfüllte Träume und Freundschaft durch dick und dünn? Dann ist diese Leserunde genau das Richtige!Durch den Tod ihres Vaters ist für die 25jährige Ria alles aus dem Gleichgewicht geraten, vor allem sie selbst. Eigentlich will sie nur noch eins: weg! Kurz entschlossen schließt sich die junge Frau ihrer Oma Charlotte und deren drei Freundinnen Frau Lensker, Margot und Hildie auf einer ungewöhnlichen Reise quer durch Europa an. Mit einem alten VW-Bus geht es von Deutschland über die Schweiz, Italien, Frankreich und Spanien bis nach Portugal, unterbrochen von unerwarteten Hindernissen, absurden Begegnungen, Umwegen und Überraschungen. Alle vier Damen haben noch eine Sache zu erledigen und ein festes Ziel vor Augen. Am Ende des Roadtrips finden zwar nicht alle unbedingt das, was Sie sich erhofft haben, aber jede kann mit sich und ihrem Leben auf eine gewisse Art Frieden schließen. Und das ist manchmal mehr wert, als die Erfüllung der eigenen Träume. Mal traurig und nachdenklich, mal witzig und unterhaltsam bindet die Autorin Jenny Bünnig in ihrem Debütroman „Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“ diese vier unterschiedlichen Charaktere ein in eine Erzählung über das Leben, das Alter, über Träume, über Generationsunterschiede und über Freundschaft. Ein Roadtrip mit Tiefgang und Humor.Jenny Bünnig, Jahrgang 1984, hat Literaturwissenschaft studiert und arbeitet als Wissenschaftsredakteurin an der Universität Duisburg-Essen. Derzeit schreibt sie an ihrer Dissertation. Ihre Kurzgeschichte „Und manchmal beginnt Veränderung mit einem Klingeln…“ war 2012 einer der Siegertexte beim THE-HELP-Schreib-wettbewerb des btb-Verlages. 2013 wurde sie mit dem Moerser Literaturpreis ausgezeichnet. LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare mit wem Ihr einen Road Trip machen würdet bzw. wohin dieser gehen würde? Bewerben könnt ihr euch bis zum 14. Mai 2014. Jenny Bünnig wird sich ab dem 24. Mai an der Leserunde beteiligen und fleißig mit euch diskutieren.  Viel Spaß beim Mitmachen!

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    • 369
  • Bünnig, Jenny - Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht.

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    Emili

    Emili

    Meine Meinung:Ein wunderbarer warmherziger Roman, der mir sehr viel Lesefreude bereitet hat. Man sollte, glaube ich, die Menschen und die Geschichten hinter der Menschen mögen, um das Buch richtig lieben zu können. Es geht um ältere Damen, die sich auf die Reise machen, einige unerledigte Dinge zu Ende zu bringen, Dank der Umständen kommt auch ein junges Mädchen mit auf die Reise, die Enkelin einer der Damen. Die Reise beginnt - nicht nur durch das Land, sondern auch durch die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten.Ehrlich gesagt, war dieses Buch für mich eine große Überraschung: ich habe nicht damit gerechnet, dass unter dem witzigen Coverbild und lockeren Kurzbeschreibung, eine nicht nur unterhaltsame sondern auch tiefgründige Geschichte sich verbirgt. Das Buch war nicht nur schön zu lesen, von dem Erzählstil her, es hat mir auch viele Momente der Freude geschenkt, viele wertvolle Gedanken, nachdenkliche Minuten, melancholische Momente und auch witzige Szenen, bei denen ich lachen musste.Außerdem bin ich ein großer Fan von Zitaten, und die Autorin hat es geschickt geschafft, diese zum Teil zum Gegenstand der Geschichte zu machen, so dass ich zusätzlichen Spaß an der Lektüre hatte. Ein wunderbarer Roman über die Menschen, das Leben, die Liebe, die Freude, das Alter und die Hoffnung. Ich hoffe sehr, dass es noch andere Werke von der Autorin zu lesen gibt. Für mich war dieses Buch: genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Es hat mir sehr gut gefallen.

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    • 2
  • Der etwas andere Road Trip mit entzückenden alten Damen

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    DonnaVivi

    DonnaVivi

    Von einer jungen Autorin eine Geschichte zu lesen, die größtenteils mit älteren Protagonisten bestückt ist, ist eine große Überraschung. Nicht jedoch die einzige im Debütroman von Jenny Bünnig. Die Grundidee, eine gemeinsame Reise zu unternehmen und dabei selbst gestellte Aufgaben zu erledigen, beziehungsweise lang ertragene, schicksalhafte Belastungen aufzulösen, ist an sich schon großartig. Die Autorin bietet jedoch mehr: Sie ist schlicht und reif im Schreibstil, kreativ im Gesamtaufbau, ihr Werk ist gefühlvoll und nachdenklich in der Grundstimmung und es fehlt auch nicht an der nötigen Menge an Humor.Erzählt wird aus der Sicht der einzig jungen Heldin, Ria, deren Abenteuer mit der Rentnerinnen-Clique sie gleichzeitig aus dem verwirrten Zustand der ohnmächtigen Trauer retten. Rias Charakter ist sehr dynamisch. Ihre Eigenschaften und ihre Gefühle entwickeln sich im Laufe der Geschichte erstaunlich. Mit ihrer Art polarisiert sie extrem und sorgt durchgehend für Spannung. Anfangs ihre alles überschattende Traurigkeit, dann ihr Unverständnis, daraus wird später Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, bis sie sich – inspiriert von der Weisheit, Erfahrung und Heiterkeit der Mitreisenden – öffnet und einen möglichen Zukunftsweg findet.Die alten Damen sind faszinierende und überzeugende Persönlichkeiten. Eine genaue Beschreibung der Charaktere findet man in diesem Buch nicht, es fällt jedoch leicht, die „Figuren ohne Gesicht und Statur“ anhand ihrer Handlung zu typisieren. („Die Menschen sind mehr, als du auf den ersten Blick sehen kannst.“) Es geht hier um viel mehr, als das Oberflächliche und einiges wird der Fantasie überlassen.Lang gehütete Geheimnisse, witzige Wortgefechte und Freundschaft fürs Leben verbindet die Reisenden, die nach der Fahrt durch halb Europa unter stürmischen Debatten ihr Ziel erreichen. Besonders köstlich – und immer treffend – sind Hildies Zitate aus der Weltliteratur, die mit denen wie eine Revolverheldin herumschießt.Dieses Buch ist ein Road Trip vom Feinsten, nicht nur weil die Damengruppe einen Vogel hat: Es handelt sich doch nur um einen sprechenden Mynah... Der Roman ist für alle eine gute Wahl, die eine intelligente, nachdenkliche Lektüre bevorzugen.

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  • „Lesen ist sehen mit fremden Augen“

    Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
    19angelika63

    19angelika63

    KlappentextFür Ria ist die Welt aus dem Gleichgewicht geraten und sie will weg. Gerade noch erreicht sie den roten VW-Bus, mit dem ihre Oma Charlotte und deren Freundinnen Frau Lensker, Margot und Hildie zu einer ungewöhnlichen Reise aufbrechen. Eine der rüstigen Damen will etwas zurückholen, das unrechtmäßig den Besitzer wechselte. Die zweite will zu ihrer großen Liebe. Die dritte belastet eine schwere Schuld, während die vierte … einfach nicht den Grund ihrer Reise verraten will. Das erste Hindernis lässt nicht lange auf sich warten: der Altersstarrsinn gewisser Mitfahrerinnen.Die Fahrt quer durch Europa wird oft unterbrochen: Pinkelpausen. Man ist halt nicht mehr die Jüngste! Stolpersteine, Umwege und Überraschungen prägen ihre Reise. Und Signore Verdi.Ich bin in diesen Roman eingetaucht und wollte nie wieder auftauchen. Mich hat die Sprach fasziniert. Jenny Bünnig schafft es poetisch und gefühlvoll ihre Protagonisten leben zu lassen. Jede einzelne von ihnen war mir so nah, als säße ich mit in diesem Bus. Ich fuhr mit Ria, Charlie, Margot, Hildie und Frau Lensker von Marl nach Torres Vedras. Erlebte Seite für Seite warum jede einzelne von ihnen unterwegs war. Ria, weil sie nach dem Tod des Vaters auf der Flucht vor sich und der Wahrheit war .. Charlie, um ihre große Liebe zu treffen … Margot um eine Schuld zu begleichen … Frau Lensker um etwas zurück zu holen was ihr gehört  … und Hildie … sie hüllt sich in Schweigen. Jeden Tag, den die Frauen miteinander verbringen schweißt sie mehr und mehr zusammen  … sie gehen gemeinsam durch dick und dünn.Was mir neben der Sprache auch sehr gut gefallen hat, waren die vielen Zitate aus Büchern. ♥ Ein großartiges Debüt über das Leben, die Freundschaft, das Alter, unerfüllte Träume und dass es nie zu spät sich diese zu erfüllen … komme was da wolle. Unbedingt lesen, denn … „Lesen ist sehen mit fremden Augen“ ♥

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    • 5
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    14. June 2014 um 11:01