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Leseeule96

vor 2 Wochen

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Ich habe dieses Buch neulich im Thalia entdeckt. Es war eigentlich eher Zufall und ich habe es mir auch nur deshalb näher angeguckt, weil eine handschriftliche Empfehlung von einer Mitarbeiterin dran geklemmt war. Der Inhalt hat mich dann deshalb total angesprochen, weil es um eine Psychotherapeutin geht & ich solche Geschichten oft sehr interessant finde. Am selben Abend habe ich geguckt, ob es das Buch auch als Hörbuch gibt und habe es dann sogar bei Spotify gefunden, wo ich mir die Geschichte dann auch angehört habe.

Es geht in dieser Geschichte um die Psychotherapeutin Karen Browning. Sie liebt ihren Job und gilt als eine der besten Therapeutinnen in dem Institut, an welchem sie arbeitet. Zu Beginn der Geschichte bekommt sie eine neue Patientin - Jessica Hamilton - doch diese ist ein sehr spezieller Fall. Sie klagt über Spannungskopfschmerzen, doch schnell wird klar, dass dies nicht der wahre Grund ist, weshalb sie zu Karen in die Therapie kommt.

Neben Karen gibt es noch zwei weitere Frauen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Nämlich ihre beiden besten und längsten Freundinnen Eleanor und Bea. So erfahren wir ein paar Hintergründe und Details zu der Freundschaft der drei Frauen. Karen war schon immer diejenige, die sich am ehesten um alle gekümmert hat und auf sie Acht gegeben hat. Die Beschützerin der dreien.

Leider muss ich sagen, dass ich mir etwas anderes von der Geschichte erwartet habe und ein wenig enttäuscht worden bin. Ich bin zwar nicht die allergrößte Thriller-Leserin und habe daher noch nicht ganz so viele Vergleichsmöglichkeiten, aber dieses Buch war mir leider einfach nicht spannend genug. Es gab immer wieder Stellen, an denen ich dachte, jetzt kommt mal was, aber leider hat die Autorin diese Chancen nicht ergriffen und das Ganze wieder im Sand verlaufen lassen. Sehr schade, denn die Idee dieser Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen, auch wenn es in eine ganz andere Richtung geht, als der Klappentext zuerst vermuten lässt.

Was für mich auch noch sehr negativ war: ich bin immer wieder mal ein wenig durcheinander gekommen, weil auf einmal Szenen vorkamen, die in der Zukunft spielen, bzw die erst im späteren Verlauf des Buches passieren, aber diese sind immer mal wieder dazwischen gewürfelt worden. Das hat mich zuerst ziemlich verwirrt und einige Fragen aufgeworfen.

Lange Zeit plätschert die Geschichte nur so vor sich hin und ich hätte mir viel mehr Spannung und Story gewünscht. Einige Dinge fand ich auch total unnötig und weiß gar nicht so recht, wieso diese erzählt worden sind, da hatte ich dann das Gefühl, die Autorin will nur irgendwie Zeit schinden, bis etwas richtiges passiert, um das Buch mit mehr Inhalt zu füttern.

Zum Schluss wurde es dann aber zum Glück endlich mal spannend und die Auflösung war eine ganz andere, als ich vermutet habe. Ich hatte ein paar Verdachte, die sich aber fast alle nicht bewahrheitet haben und diesen Richtungsumschwung, den die Geschichte zum Ende hin gemacht hat, konnte mich dann immerhin etwas mehr überzeugen, als der erste Teil des Buches. 
Eingeschweißten Krimi- und Thrillerfans würde ich das Buch aber wohl eher nicht empfehlen, denn wenn es selbst für mich als New Adult-/Liebesroman-Leserin schon nicht spannend genug war, dann für diese erst Recht nicht, die sicher noch viel spannenderes gewohnt sind. Aber macht euch ein eigenes Bild.

Autor: Jenny Blackhurst
Buch: Das Mädchen im Dunkeln
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