Die kleine Sommerküche am Meer

von Jenny Colgan 
4,2 Sterne bei42 Bewertungen
Die kleine Sommerküche am Meer
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Viele Ähnlichkeiten mit der kleinen Bäckerei am Strandweg, aber insgesamt eine schön erzählte Geschichte, die etwas langsam in Fahrt kommt

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Leider konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Sie ist zu zäh und langatmig, es fehlt an Spannung und Gefühlen.

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Inhaltsangabe zu "Die kleine Sommerküche am Meer"

Vom quirligen London zur entlegenen Insel Mure? Nein – nur widerwillig kehrt die junge Flora in ihre schottische Heimat zurück. Weder die unberührte Landschaft noch das glitzernde Meer können sie aufmuntern, während sie ihren geschwächten Vater und ihre Brüder versorgt. Doch dann entdeckt sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter, und als sie ein Rezept nach dem anderen ausprobiert, öffnet sich ihr Herz: für die Sinnlichkeit des Essens, für die Schönheit der Natur und für einen neuen Anfang …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492313230
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.06.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.2018 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

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    Klusis avatar
    Klusivor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Viele Ähnlichkeiten mit der kleinen Bäckerei am Strandweg, aber insgesamt eine schön erzählte Geschichte, die etwas langsam in Fahrt kommt
    Die kleine Sommerküche am Meer

    In den vergangenen beiden Jahren habe ich Jenny Colgans Bücher um die kleine Bäckerei am Strandweg gelesen, mit gemischten Gefühlen, wie ich sagen muss. Aber da mir zumindest der erste Band außerordentlich gut gefallen hat, habe ich beschlossen, mich auf eine neue Geschichte der Autorin einzulassen. Diesmal entführt sie uns auf eine kleine Insel im Norden Schottlands. Der Schauplatz ist die fiktive Insel Mure. In ihr vereint Jenny Colgan die Eigenschaften aller nördlichen Inseln. Die Gründe, wieso sie Mure erfunden hat, erläutert sie in ihrem Vorwort. Dort findet man auch eine kleine skizzierte Landkarte mit den eingezeichneten Schauplätzen.

    Aber zuerst begegnen wir der Anwaltsgehilfin Flora MacKenzie, die in London lebt und für ihren Chef Joel schwärmt. Flora wirkt auf den ersten Blick unscheinbar und ein klein wenig langweilig, und so wie die Autorin sie beschreibt, sieht sie auch ihr Chef. Als ein reicher Mandant sein Interesse für Mure entdeckt und dort investieren möchte, wird Flora von ihrer Kanzlei zurück in ihre Heimat geschickt, denn sie stammt von dieser kleinen Insel. Was sie dazu bewogen hat, Mure vor Jahren zu verlassen und wieso sie sich regelrecht sträubt, nach Hause zurück zu kehren, erfährt man erst nach und nach. Ich muss gestehen, der Anfang zieht sich, und Flora war mir zu Beginn nicht sonderlich sympathisch. Erst mit der Zeit, wenn man sie besser kennenlernt, kann man ihre Beweggründe nachvollziehen, zumindest zu einem gewissen Teil. Je mehr ich über die Vorgeschichte erfahren habe, umso mehr Verständnis konnte ich für Flora und ihre Familie aufbringen. Die junge Frau macht, zurück auf ihrer Heimatinsel, eine ziemlich starke Entwicklung durch, die letztendlich auch ihrem Chef auffällt. So richtig in Fahrt kam für mein Empfinden die Handlung erst nach ca. 150 Seiten, aber dann gab es irgendwann einen Punkt, ab dem ich den Roman genießen konnte. Zwar hat mich einiges stark an die kleine Bäckerei am Strandweg erinnert. Auch diesmal gibt es wieder einen etwas überspannten und sehr reichen Amerikaner, auch diesmal entdeckt die Protagonistin ihre Liebe zum Kochen und Backen, und auch dieser Roman spielt wieder auf einer kleinen Insel mit etwas verschrobenen Bewohnern. Aber ich habe die Erinnerung dann einfach mal ausgeblendet und mich voll auf Floras neue Geschichte eingelassen. Vor allem die schönen und zum Teil intensiven Beschreibungen der Insel und ihrer Bewohner fand ich faszinierend,und sie haben mich in angenehmer Weise durch die Handlung geführt. Mit ihren ausführlichen Schilderungen lässt Jenny Colgan die Leser an der Faszination für diese raue und ein wenig geheimnisvolle Inselwelt im Norden Schottlands teilhaben. Die Autorin erfindet mit diesem Roman das Rad nicht neu, aber sie hat eine schöne Geschichte geschrieben, die sich ab dem zweiten Drittel angenehm liest und mit der man gut vom Alltagsstress abschalten kann.

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ich habe das Buch sehr gern gelesen, auch wenn es sehr ruhig ist.
    Eine schöne Geschichte vor rauer Kulisse

    Als Flora beruflich auf die Insel Mure soll, sträubt sich alles in ihr dagegen, denn sie wollte nie wieder zurück nach Hause. Kaum zu Hause angekommen, hat sie das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist. Zum Glück ist ihr Aufenthalt nur zeitlich begrenzt, denn sie will nur eins - ganz schnell zurück nach London!

    "Die kleine Sommerküche am Meer" ist ein eher unaufgeregter Roman, der mich aber durch seine ruhige und beschauliche Erzählweise bezaubert hat.
    Flora hat sich langsam in mein Herz geschlichen. Sie ist ohne es zu wissen, auf der Suche nach sich selbst und hat keine Ahnung, wo sie eigentlich genau steht. Sie entdeckt ihre Leidenschaft fürs Kochen und Backen, diese Szenen werden schön beschrieben und strahlen für mich so etwas wie Ruhe aus. Die Landschaft ist rau, wird aber wunderschön beschrieben.
    Auch die Figuren haben sich der Landschaft angepasst, aber unter einen harten Schale steckt ja oft ein weicher Kern.

    Für mich war das Buch, wie ein kleiner Urlaub und ich würde sehr gerne wieder auf die Insel Mure reisen, bis dahin gibt es von mir 4 Sterne.

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    BuchWinters avatar
    BuchWintervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eindrucksvoll und gefühlsvoll! Eine bezaubernde Story, die sich in mein Herz geschlichen hat!
    EINE BEZAUBERNDE STORY ÜBER EINEN ORT MIT UNGLAUBLICHEM CHARME.

    Flora ist eine junge Frau, die auf einer kleinen Insel namens Mure aufgewachsen ist. Als ihre Mutter stirbt, baut sie sich ihren Lebensmittelpunkt in London auf und arbeitet dort als Anwaltsgehilfin. Bis eines Tages ein Bewohner der Insel auftaucht und ihre Firma um Hilfe bittet…

    Als Anwaltsgehilfin sollte man eigentlich taff sein. Die Hauptprotagonistin Flora ist allerdings das genaue Gegenteil. Sie hat wenig Selbstbewusstsein und ist sehr introvertiert. Es scheint, als hätte sie ihr Ziel im Leben noch nicht gefunden. Sie hat bis auf einen netten Arbeitskollegen keine Freunde. Zu allem Unglück ist sie auch rettungslos in ihren arrogant wirkenden Chef verliebt, der sie nicht einmal kennt. Jedes Mal, wenn sie Joel mit einer neuen Model Errungenschaft sieht, vergleicht sie sich mit diesen Frauen. Joel hat eine abweisende und unnahbare Art, weswegen er sehr abschreckend wirkt.

    Als der reichste Mann von Mure die Firma, in der Flora arbeitet, für einen Auftrag engagiert, schickt ihr Chef sie zurück auf die Insel. Obwohl ihr das sehr widerstrebt, fügt sie sich dem Willen ihres Chefs. Sie kehrt auf den elterlichen Bauernhof zurück und wird dort nicht mit Freundlichkeit empfangen. Wenn man auf dem Dorf aufgewachsen ist, weiß man: Die Leute reden über dich. Genauso ergeht es Flora. Die Bewohner empfangen sie mit Kälte und werfen ihr vor, dass sie für ihre Karriere die Insel im Stich gelassen hat.

    Auch auf dem Hof herrschen Wut, Frustration, Eifersucht und Feindseligkeit. Ihr Vater ist schweigsam und die Brüder alles andere als begeistert von ihrem Besuch. Die Autorin bringt diese Gefühle sehr nahe an den Leser. Das Zerwürfnis der Familie nach dem Tod von Floras Mutter ist deutlich zu spüren.

    Eines Abends findet Flora ein altes Rezeptbuch ihrer Mutter. Durch dieses Buch findet Flora ihre alte Leidenschaft zum Backen und Kochen wieder. Sie probiert die Rezepte aus und blüht förmlich auf. Um die Gunst der Dorfbewohner zu gewinnen, eröffnet Floras Klient ein Restaurant, welches sie leiten soll.

    Kann Flora dem Klienten wirklich helfen? Und was ist mit ihrem unnahbaren Chef? Flora fragt sich, ob das alles nur eine aufgesetzte Maske ist…

    Mich persönlich hat diese Geschichte verzaubert. Sie braucht etwas, bis sie in Gang kommt, aber mich hat sie nach den ersten 100 Seiten für sich eingenommen. Es ist toll, Flora auf ihrem Weg zu sich selbst zu begleiten. Man schmeckt die Leckereien von Flora förmlich auf der Zunge und der Charme der Insel wird in jedem Wort deutlich. Jenny Colgan hat einen wunderschönen und detailreichen Schreibstil. Die Charaktere sind authentisch und ich als Leser konnte mich sehr gut in Flora reinversetzen. Dieses Buch lädt zum Träumen ein.

    FAZIT.
    Ein wahnsinnig tolles Buch und für mich eine absolute Leseempfehlung! Die Story hat Tiefgang und nimmt den Leser auf eine Reise voller Leckereien mit. Die Rezepte im Buch sind mit Liebe ausgewählt und sehr schön geschrieben.

    Bewertung: 5 von 5 Lesezeichen.

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    Dex-aholics avatar
    Dex-aholicvor 2 Monaten
    Schöne Geschichte mit Fernwehgarantie

    Das ist das erste Buch, das ich von Jenny Colgan gelesen habe und es hat mir wirklich gut gefallen. Ihre Protagonisten sind liebenswert und man schließt sie gleich ins Herz. Auch wenn da gewisse Leute sind, Joel, die man doch gelegentlich mal schütteln will, weil sie einfach zu stur sind! 
    Flora ist super, ich mochte sie auf Anhieb. Sie ist so eine tolle Person, die sich aber manchmal doch selbst im Weg steht. Erst ein eher "gezwungener" Aufenthalt -durch ihren Job als Anwaltsgehilfin- auf ihrer Heimatinsel, zeigt ihr ihre wahre Bestimmung und was sie im Leben eigentlich wirklich will. Unterstützt wird sie dabei, meist aber doch eher weniger, von ihrer vorlauten Familie. Ihre drei Brüder, ihr Vater und der Familienhof machen es ihr wirklich nicht leicht. Zuflucht findet sie in dem alten Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter. Sie probiert die Rezepte aus und blüht dadurch nahezu auf. Außerdem lenkt es sie super von ihrer Schwärmerei für ihren eher kühlen Boss ab. Aber der sieht sie plötzlich in ganz anderem Licht. Könnte sich doch etwas anbahnen? Gekrönt wird das alles durch eine malerische Kulisse auf der Insel, auch wenn sie frei erfunden wurde. Dennoch, die Landschaft, das Meer, die Leute, einfach alles lässt einem selbst beim Lesen den Seewind um die Nase wehen spüren. Ich bekam richtig Fernweh beim Lesen!
    Das Buch ist wirklich schön, auch wenn die Handlung manchmal etwas oberflächlich wirkte und es so lose vor sich hinplätscherte, die Landschaft und auch die Rezepte im Anhang machen das wieder wett.


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    Curly84s avatar
    Curly84vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Der Auftakt einer neuen Reihe ist Jenny Colgan mal wieder sehr gelungen! Ich freu mich auf mehr :)
    Ein gelungener Auftakt für eine neue Reihe...

    Flora ist vor Jahren von ihrer Heimatinsel Mure nach London geflüchtet. Sie arbeitet dort als Anwaltsgehilfin und ist in ihren Chef Joel verliebt, der sie nicht mal sieht. Doch dann gibt es einen neuen Mandanten und Flora muss zurück nach Mure und vor Ort arbeiten. Flora kehrt wider Willen zu ihrer Familie und ihrer Vergangenheit zurück. Seit dem Tod ihrer Mutter war sie nicht mehr dort. Anfangs fühlt sie sich recht unwohl, doch dann merkt sie wie gut ihr die Insel tut...

    Hach, das Buch hat mir sehr gefallen. Die Figuren waren sympathisch, die Insel klingt ganz wunderbar und ich freue mich, dass es der Auftakt einer Reihe war und ich wieder auf Flora treffen kann. Natürlich gibt es momentan viele Bücher dieser Art mit irgendwelchen Läden am Meer. Aber ich mag Jenny Colgans Art zu schreiben und ihre Figuren. Daher werde ich dem nicht überdrüssig. Dieses Buch macht Lust nach Schottland zu reisen und eine kleine Insel zu besuchen. Es ist fast schon schade, dass es Mure nicht wirklich gibt.

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    lovelyliciousmes avatar
    lovelyliciousmevor 3 Monaten
    Ich will nach Mure....

    Wie hat mir die kleine Sommerküche am Meer gefallen?
    Ein wunderschöner Sommerroman, der natürlich in der Sonne und der Wärme noch besser daher kommt, als normal.
    Die Story:
    Flora ist Mitte 20 und arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin in einer großen Londoner Kanzlei. Heimlich schwärmt sie für ihren Chef Joel. Aufgewachsen ist sie auf einer kleinen schottischen Insel namens Mure, die weit weg von allem ist und ein kleines Eiland für sich alleine. Doch Flora hat diesem malerischen Plätzchen den Rücken gekehrt, da diese Insel für sie keine Zukunft bereitgehalten hat. Sie wollte etwas in ihrem Leben erreichen und konnte dies nicht auf Mure umsetzen. Das letzte Mal war sie zur Beerdigung ihrer Mutter auf der Insel, was schon ein paar Jahre her ist.
    Der Milliardär Colton Rogers ist Klient der Kanzlei und beauftragt Joel und insbesondere Flora ihn bei einem schweren Fall von „Aussichtsproblemen“ zu vertreten. Rogers baut auf Mure ein Hotel, welches durch seine Aussicht geradezu besticht. Doch nun plant der Stadtrat von Mure, genau in das Blickfeld von diesem, einen Windkraftpark zu eröffnen. Dies missfällt Rogers komplett und er benötigt fachkundige Hilfe. Flora soll ihn unterstützen und bei den Bewohnern ein gutes Wort für ihn einlegen.
    Doch mit dem Widerstand, auf den Flora trifft, hätte sie nicht gerechnet. Anscheint liegt ein ganzes Stück Arbeit vor ihr! Doch, was passiert, wenn Flora selbst nicht wirklich gut angesehen ist und daran arbeiten muss, die Bewohner nicht nur von Rogers sondern auch von sich erneut zu überzeugen? Wird ihr dies gelingen?
    Der Inhalt:
    Die kleine Sommerküche am Meer, besticht nicht nur durch eine tolle Story, mit viel Gefühl, kulinarischem Geschick sondern auch mit einer wirklich guten Geschichte. Es geht um die Bewältigung von Trauer, aufgrund des Todes von Annie, Floras Mutter. Flora entdeckt, dass ihre Mutter etwas Kostbares hinterlassen hat, ihr Rezeptbuch und sie schafft es, ihre Mutter wieder auferstehen zu lassen, indem sie anfängt diese Sachen nach zu kochen. Ihre Mutter hatte einen unverwechselbaren Stil, den sofort jeder Bewohner erkennt und liebt.
    Die kleine Sommerküche am Meer, ist ein Stück Heimat, zeigt auf was diese bedeutet, was es heißt diese zu haben, zudem eine Familie, Freunde und Wurzeln. Man spürt als Leser die Wandlung die sich vollzieht, als Colton Rogers sich in die Gemeinschaft der Insel einbringt, dieser etwas gibt und von den Bewohnern anerkannt, akzeptiert wird und etwas zurück erhält. Das WIR- Gefühl stellt sich ein.
    Eine entscheidende Rolle spielt auch die Kulinarik, die dem Leser schmackhaft nahe gebracht wird und die allein beim Lesen schon klingt, als würde man dort hineinbeißen wollen.
    Jenny Colgan, verpasst jeder Reihe ein eigenes Tier. In diesem Fall ist es Brumble, ein großer schwerer alter Hund. Aber, auch er spielt eine wichtige Rolle und ist am Ende für eine Schlüsselszene verantwortlich, die zum einen in Flora alles verändert und gleichzeitig Joel dazu bewegt, über seinen Schatten zu springen.
    Nicht die Liebesgeschichte von Flora und Joel steht im Vordergrund. Sie plätschert seicht mit, aber wird niemals zum Hauptthema gemacht. Dadurch bekommt das Buch keinen Kitschfaktor, sondern setzt seine Prioritäten anders und bleibt spannend. Denn bis zum Schluss weiß man nicht, ob aus der Schwärmerei, Liebe wird und es eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht!

    Die Protagonisten:
    Flora:
    Flora ist eine junge Frau, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt hat, um in London ihr berufliches Glück zu finden. Eigentlich beschreitet sie den Weg, den ihre Mutter ihr geebnet hat. Nach ihrem Tod will Flora dies umso mehr. Annie ihre Mutter wollte stets für Flora das Beste und hat sie in allem angetrieben, unterstützt und motiviert. Sehr zum Missfallen ihrer drei Brüder. Flora ist erfolgreich in einer großen Kanzlei in London als Rechtsanwaltsgehilfin untergekommen. Allerdings versinkt sie in Arbeit, hat wenige Freunde dort und das Leben ist sehr teuer. Sie lebt mehr oder weniger anonym in einer WG, wo die Bewohner kommen und gehen. Man merkt ihr zu diesem Zeitpunkt an, dass sie gehetzt ist, dass sie noch blasser ist als von Natur aus und das das Leben in London an ihr zehrt. Sobald sie sich allerdings auf Mure befindet, eher unfreiwillig als freiwillig, blüht sie auf. Sie liebt die Natur, sie liebt ihre Brüder, ihren Vater aber vor allem liebt sie es zu kochen und zu backen. Diese Gabe scheint sie von ihrer Mutter geerbt zu haben und diese ist der Schlüssel zum Glück. Denn ihre Arbeit in London vermisst sie urplötzlich wenig!
    Joel:
    Joel, der gut aussehende sexy Chef von Flora, hat diese in London nicht wahrgenommen. Für ihn war Flora nicht existent und unscheinbar. Er hat sich stets mit gutaussehenden Frauen umgeben und sie meist nach einer Nacht wieder abserviert. Dies hängt vor allem mit Joels Vergangenheit zusammen, die innerhalb des Buches zum Vorschein kommt und stückchenhaft Joel verändert. Ihn Dinge bewusst werden lässt und aus dem arroganten Anwalt, einen Menschen macht, den Mure verändert.
    Colton Rogers:
    Er ist derjenige, der Flora zurück auf die Insel geholt hat. Als er das erste Mal auf Mure war, hat er sich in diese Landschaft und in diese Gegensätzlichkeit verliebt. In die meist taghelle Insel, die unberührte wilde Natur, das Meeresrauschen und die frische Luft. Deswegen will er auch, diesen abstrusen Fall gewinnen und anderen Menschen Mure zugänglich machen, durch sein Hotel. Colton als Milliardär, hat schon viel erlebt und gesehen, doch nur auf Mure findet er seine Liebe. Für mich eine ganz tolle Figur, mit viel Herz und dennoch einem gewissen Grad an Arroganz.
    Floras Brüder:
    Drei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die mich lange beschäftigt haben. Denn erst nach und nach merkt man, dass sie Flora es übel nehmen, dass sie die Insel verlassen hat. Der Hof, der früher gut lief, wurde stark heruntergewirtschaftet, es sind kaum noch Einnahmen zu verzeichnen und die drei bewegen sich in unterschiedliche Richtungen und haben verschiedenartige Vorstellungen vom Leben. Deswegen sind sie neidisch auf Flora und ihre Unabhängigkeit in London. Doch, sie wissen nicht, wie hart das Leben dort ist.
    Die Bewohner von Mure:
    Sie sind genauso, wie man sich Inselbewohner vorstellt. Eine eingeschworene Gemeinschaft und vor allem, Fremden gegenüber stets voreingenommen. Sie erwarten, dass man sich einbringt, dass jeder die Insel so liebt wie man selbst. Wenn jemand Mure den Rücken kehrt, stößt dies auf Unverständnis und man muss sich hart das Vertrauen erneut aufbauen und die Bewohner für sich gewinnen.
    Der Schauplatz:
    Es handelt sich um eine kleine Schottische Insel, die komplett fiktiv und erfunden ist. Sie verkörpert bestimmte Attribute, die Jenny Colgan wichtig sind und sie selbst an ihre Heimat denken lassen. Eine abgelegene Insel, namens Mure, mit eigenbrötlerischen Bewohnern, dem unberechenbaren Wetter, welches sich durch die Konstellation der Wolken zeigt und nicht zu vergessen den mythischen Erzählungen und Sagen über Wesen aus dem Meer.

    Der Schreibstil:
    Es hat ein wenig gedauert, bis ich in das Buch hineingefunden habe, dass es für mich auf den ersten Seiten sehr zäh und nicht wirklich greifbar gemacht hat. Erst als wir London verlassen habe, ist die Geschichte aufgeblüht und ich konnte in diese komplett eintauchen und relativ zügig lesen. Jenny Colgan verzichtet auf verschachtelte Sätze, lässt unnötige Lückenfüller weg und schafft es, das dieses Buch zum Ende an Leichtigkeit gewinnt, den Leser mitreißt und nicht loslässt. Es ist nicht unbedingt spannend, aber sehr unterhaltsam und gut geschrieben, womit es zu einer angenehmen und schönen Lektüre wird. Sie passt mit allem zum Sommer und versüßt das schöne Wetter.

    Eine ganz klare Leseempfehlung….



    Meine Meinung: 5 Sterne
    Ein Buch, welches nicht durch eine Liebesgeschichte besticht, sondern die Veränderung zum Hauptthema hat. Wie eine Insel, einen Menschen verändern kann. Zum einen Flora, die lernt was Heimat bedeutet, sich selbst findet und verwirklicht. Zum anderen Joel, der ein Stückweit seine Vergangenheit hinter sich lässt und merkt, was wirklich wichtig ist. Ein wunderschönes Buch, für die Sommermonate, vor allem wenn man dies am Meer liest und den Wind spürt, die frische Luft und tief durchatmen kann. Anscheint das Auftaktbuch zu einer tollen neuen Reihe, mit vielen kulinarischen Eindrücken und Rezepten am Buchende.

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    KerstinMCs avatar
    KerstinMCvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch zum Schmunzeln und freuen.
    Das Buch macht Hunger auf Meer

    Um das Cover in seiner ganzen Pracht genießen zu können, muss man den Buchrücken ein wenig überdehnen. Auf der Buchrückseite scheint sich ein Teil der Insel Mure unterhalb des Klappentextes abzuzeichnen. Auf der Vorderseite sieht man ebenfalls einen Teil der Insel. Dabei wird der Blick durch eine Terrassen- oder Balkontür gelengt. Man schaut an einem Beistelltisch und Stuhl vorbei aufs offene Meer. Auf dem Tisch liegen Zitronen, die eher ein südliches Flair verströmen. Richtung Horizont verschwindet gerade eine Walflosse im Meer. Der Ausblick ist einfach traumhaft. Da möchte ich sofort Urlaub machen. Blauer Himmel und Meer, da fehlt nur noch das passende Buch, um das Bild für meinen Sommerurlaub komplett zu machen.

    Das vorliegende Buch passt perfekt in dieses Bild. Es ist genau die richtige Lektüre um abzuschalten und den Urlaub zu genießen. Jenny Colgan entführt uns auf eine fiktive Insel ganz im Norden Schottlands. Mure hat ein wenig von allen schottischen Inseln abbekommen. Es liegt weit ab vom Festland und ist der Nordsee ausgeliefert. Als Kind hätte ich mir das Leben auf einer Insel gut vorstellen können. Egal wohin man läuft, irgendwann kommt man immer am Wasser an. Wobei die Halbinsel Eiderstedt, auf der ich aufgewachsen bin da nicht soviel anders ist.

    Die Charakterzüge der Insulaner sind sehr schön herausgearbeitet. Es ist halt ein Inselvolk für sich und ist erst mal gegenüber jeder Neuerung und Veränderung skeptisch. Wer einmal die Insel verlassen hat, ist aus der Gemeinschaft verbannt.

    Ich finde die Ansprache zu Beginn des Buches sehr gut. Ich hatte sofort das Gefühl persönlich gemeint zu sein. Und habe mir eine Antwort auf die Frage zurecht gelegt. Die Erzählform finde ich gut gelöst. Durch die ersten Zeilen hatte ich das Gefühl, es sei ein Ich- Erzähler. Doch im weiteren Verlauf der Geschichte taucht der Ich- Erzähler nicht wirklich auf. Nach dem der Erzähler mit mir als Leser eine Beziehung aufgebaut hat berichtet er über Floras Reise nach Mure. Und erzählt so ganz natürlich in der 3. Person von Flora und auch Joel.

    Flora und Joel bilden die Protagonisten der Geschichte. Joel ist mit seinen 35 etwa neun Jahre älter als Flora. Beide arbeiten zusammen in London in einer großen Kanzlei. Beide haben nicht die Ambitionen die Großstadt zu verlassen. Doch was macht man nicht alles für Geld.

    Beim Lesen musste ich schmunzeln, als Flora die Rezepte ihrer Mutter entdeckt. Wenn ich an Rezepte von meiner Mutter denke, muss ich immer an das total zerfledderte gelbe Kochbuch denken. Es ist zwar nichts handgeschriebenes, aber es gehörte vor allem in der Adventszeit zum Plätzchen backen einfach dazu.

    Durch die vielen Rezepte im Buch bekommt man regelrecht Hunger. Zum Beispiel beschreibt Jenny Colgan so realistisch den Geschmack von Käse, dass ich selbst das Gefühl hatte mir würde der Käse auf der Zunge zergehen. Fies ist dann nur wenn nichts passendes im Kühlschrank zu finden ist, um den Hunger nach genau diesem Käse zu stillen.

    Ich fand die Geschichte sehr schön. Es ist eine wunderbare Entwicklung einer jungen Frau auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit. Das Ambiente der Insel versprüht dazu noch viel Romantik und so wird aus dem Buch ein Liebesroman.

    Wie schon die Bücher um die kleine Strandbäckerei, hat mich auch diese wieder überzeugt. Es ist eine ideale Urlaubslektüre und lässt einen Träumen vom Meer.

    Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Leseempfehlung und ich habe jetzt Hunger auf Käse. Übrigens findest du am Ende des Romans ein paar lecker klingende Gerichte.

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    gsimaks avatar
    gsimakvor 3 Monaten
    Die kleine Sommerküche am Meer.

    Flora ist eine sympathische junge Frau. Sie hat die schottische Insel Mure verlassen, um in London in einer Anwaltskanzlei zu arbeiten. Aus beruflichen Gründen muss sie nun wieder in ihre Heimat zurück. Der steinreiche Amerikaner  Colton Rogers möchte verhindern, dass in der Nähe seines Hotels Windräder installiert werden. Ihr Chef Joel schickt sie auf die Insel Mure, um dort Sympathien für den Amerikaner zu sammeln. Die hat er nämlich ganz und gar nicht. Er lässt sich bei den Insulanern niemals sehen. Hat sein eigenes Personal. Das ärgert die Bewohner, da Arbeit auf Mure knapp ist. 

    Flora fühlt sich anfangs an ihrem Heimatort nicht wohl. Denkt man doch dort, dass sie Vater und Brüder im Stich gelassen hat. Die müssen, seit dem Tod der Mutter, nun ohne Frau zurecht kommen. Ihre Ernährung besteht aus Würstchen und das Haus würde einen Putzlappen-Tango gut vertragen. Irgendwie kamen mir Floras Brüder etwas sonderbar vor. Keiner hat eine Frau. Nur einer war mal verheiratet und hat eine Tochter. Den Umgang mit anderen Menschen scheinen sie nicht gut zu beherrschen. Flora hat es nicht leicht. Jedoch geht Liebe bekanntlich durch den Magen. Sie findet eine kleines Notizbuch ihrer Mutter. Darin stehen Rezepte für leckere Gerichte. Damit kocht sie sich nun in die Herzen ihrer Familie.

    Flora muss ewig darauf warten, bis ein Kontakt mit dem Amerikaner zustande kommt. Ihre heimliche Liebe Joel sieht sich genötigt, auf der Insel zu erscheinen, um das Ganze etwas zu beschleunigen. Ich fand diesen Joel auch ziemlich sonderbar. Er  kann mit der schönen Natur der Insel erst mal nichts anfangen. Bemerkt auch die Schwärmerei nicht, die ihm Flora entgegen bringt. Ständig ist er wütend. Das fand ich unmöglich. Warum er ständig wütend war, hat sich mir nicht erschlossen. Die Männer in diesem Buch sind sehr speziell. Bis auf einen. Der kümmert sich um kleine Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen kommen. Macht mit ihnen Bergtouren und Camping. Ja, und auch für Manager sorgen er und seine Partnerin. 

    Flora lebt nun ihre Trauer um die Mutter richtig aus. Sie ist ihr sehr nahe. Besonders in der Küche.

    Ein Sommerroman, der leicht daher kommt, ohne seicht zu sein. Eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Flora muss ihren Weg im Leben erst noch finden. Wird er in London sein? Oder wieder auf der Insel Mure? Das zu ergründen hat mir unheimlich Spaß gemacht. Die Protas in diesem Buch sind so ganz anders, als in anderen Sommerromanen. Denkt man erst wie komisch sie sind, entwickelt man im Lauf der Geschichte immer mehr Sympathie für jeden einzelnen. Lernt sie richtig kennen und verstehen. Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt. Worauf ich besonders gespannt war: Wird Flora das Herz von ihrem Chef Joel erobern? Ich sag mal so …. es gibt viele Männer in diesem Buch. Zugegeben sehr sonderbare Exemplare zum Teil. Aber, erstens kommt es anders, als man zweitens denkt! Oder doch wie man denkt? Was denkt Ihr?
    Das Buch hat einen gewaltigen Fehler. Es ist zu schnell ausgelesen!
    Eine Empfehlung von mir! Danke Jenny Colgan.

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    katikatharinenhofs avatar
    katikatharinenhofvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sommerliches Buch ohne Mehrwert, manchmal nicht ganz glaubhaft
    Sommerliches Buch ohne Mehrwert, manchmal nicht ganz glaubhaft

    Wer tauscht schon gerne das quirlige Leben in London gegen eine schottische Insel aus ?  Flora sträubt sich, wieder in ihre schottische Heimat zurückzukehren, doch was soll sie machen ? Ihr Vater braucht ihre Hilfe und so sieht sie sich in ihrer Pflicht.
    Als sie dann ein altes Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter entdeckt, entflammt Floras Leidenschaft und sie probiert nach und nach alle Rezepte aus. Und dann passiert etwas mit Flora, dass sie so nicht für möglich gehalten hätte - sie öffnet sich und ist bereit für einen neuen Anfang...

    Ich habe mich mal wieder vom Cover zum Lesen eines Buches verführen lassen und habe irritiert auf den Klappentext und dann wieder auf das Cover geschaut. Die Geschichte spielt in Schottland, wo sicherlich keine Zitronen wachsen - die findet man eher am Gardasee, oder in anderen südlichen Gefilden. Im Verlauf der Geschichte erfahre ich dann so viel mehr über Schottland und seine lokalen Köstlichekiten, sodass hier doch ein passenedneres Titelbild hätte gefunden werden können, das weniger irreführend ist.

    Aus der anfänglichen Sympathie für Flora ist nach und nach eher eine Abneigung entstanden, denn ihre Art hat doch etwas nervendes an sich und das stört mich dann doch sehr beim Lesen. 
    Ich habe bereits die Bäckerei-Serie der Autorin gelesen und war wenig begeistert. Also dachte ich , gib ihr eine neue Chance - doch auch hier finden die Autorin, ihre Protagonisten und ich nicht wirklich zusammen. Lediglich der Inselcharme von Mure und die tollen Landschaftsbeschreibungen versöhnen mich ein bisschen mit dem buch - aber das ist mir zu wenig.
    Zwar liest sich die Geschichte gut und flüssig, aber die Handlung, Dialoge und die Strukturierung der Geschichte verliert sich in meine Augen in Nichtigkeiten und das macht den Roman für mich zu einer Lektüre, die ich schnell mal quer gelesen habe. Leider spart Colgan auch nicht mit Klischees und so habe ich recht schnell die Lust an diesem Roman verloren. Auf weitere Gescichtender Autorin werde ich in Zukunft verzichten...

    Trotzdem bedanke ich mich herzlich beim Verlag, der mir dieses Rezi-Exemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.


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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 3 Monaten
    Sommerküche auf der schottischen Insel Mure

    Das Cover strahlt eine sommerliche Leichte und Wärme aus. Während man im Hintergrund die Walflosse und schottische Klippen sieht, deutet der Vordergrund südlichere Gefilde an. Vor allem bei den Zitronen am Tisch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass diese auf einer schottischen Insel wachsen und wandere gedanklich Richtung Italien oder Spanien. Schade, denn wie man in „Die kleine Sommerküche am Meer“ erfahren wird, gäbe es sehr viel, das lokal auf der Insel produziert wird und sich für das Cover eignen würde.

    Die Protagonisten Flora mochte ich sehr gerne. Flora ist eine starke, selbstständige Frau. Als einziges Mädchen unter drei Brüdern aufgewachsen, musste sie sich schon früh behaupten. Das merkt man auch heute noch und Flora ist keine die vor anstrengender, körperlicher Arbeit oder Dreck zurück schreckt. Sehr sympathisch.

     Dennoch hat es mich unglaublich genervt, dass die eigentlich so starke und sympathische Frau Flora in Gegenwart ihres Chefs zu einem kleinen schüchtern Püppchen mutiert, das nichts von der Welt rund um sie herum mitbekommt.

    Die eigentliche Liebesgeschichte ist recht vorhersehbar. Zwar gibt es immer wieder einige Wirrungen, die das Ende in weite Ferne rücken lassen, im Grunde weiß man jedoch recht schnell wie die Geschichte enden wird.

    Der Schreibstil von Jenny Colgan ist rasant und spritzig. Man bekommt schnell ein gutes Gefühl für die Insel Mure und ihre Menschen. Obwohl Mure alles andere als eine Sonnenschein-Insel ist und ein raues Klima herrscht, nimm einen die Insel sehr schnell ein und ich habe mich beim Lesen ein bisschen in Mure verliebt. Wären da noch irgendwo Schafe auf einer der weiten Wiesen gestanden, wäre es völlig um mich geschehen gewesen.

    Doch manchmal wird Jenny Colgan zu schnell. Die Dialog gleichen einem wilden Schlagabtausch und man verliert den Überblick wer den nun was sagt. Dass die Personen dabei innerhalb eines Dialogs, sei es aufgrund von geschäftlichem Taktieren oder aufgrund von Flirtereien, ihre Meinung ändern, macht das ganze nicht einfacher. Selbst nach mehrmaligen lesen der Dialoge, wurde ich an 1-2 Stellen nicht wirklich schlau daraus.

    Als dann noch der Quotenschwule auftaucht und die Erzählungen rund um ihn zu einem reinen Klischeebashing verkommt, musste ich laut aufstöhnen. Tatsächlich habe ich mich darüber so geärgert, dass ich kurz davor war das Buch durch die Gegend zu schmeißen. Keine Angst, es wurde niemand verletzt.

    In einem Chick-Lit-Buch muss nicht immer alles super realistisch sein. Manche Dinge sind jedoch so an den Haaren herbeigezogen, dass es mir sauer aufstößt. So gibt es bei extremen Sturm eine Bootsfahrt nur um von dem einem Ende der Insel an das andere zu gelangen. Dabei wird die Fahrt erst gestartet, als der Sturm bereits wütet und es gibt keine dringende Notwendigkeit für diese Bootstour. Schließlich befinden sich alle beteiligten Personen in dem riesigen Anwesen „The Rock“ wo sie vor Wind und Wetter geschützt sind und die paar Stunden selbst bei Stromausfall bestimmt ausgehalten hätten.

    „Die kleine Sommerküche am Meer“ ist ein leichter, unterhaltsamer Sommer Roman. Während ich die Protagonistin Flora sehr gerne möchte, gibt es leider doch die ein oder andere Schwäche im Verlauf der Geschichte. Schade! Dennoch eine gute Wahl, wenn man sich in der Sonne entspannen und nicht zu viel mitdenken möchte.

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