Jenny Devenny

 5 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf

Jenny Devenny ist Psychotherapeutin, Autorin, Illustratorin und gebürtige New Yorkerin, die zurzeit mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Los Angeles lebt. Sie bietet antirassistische Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Familien an, hat Erfahrung in Gruppenberatung und mit der Leitung von Workshops zu Rassismus und Weißsein. Race Cars ist Jenny Devennys erstes Buch. Bei Instagram unter @jennydevennylcsw gibt sie Erwachsenen Tipps, wie diese mit Kindern über Rassismus sprechen können.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jenny Devenny

Neue Rezensionen zu Jenny Devenny

gehört in jedes Bücherregal

Ein Buch mit toller Massage und vielen Impulsfragen zum weiter ins Gespräch kommen darf ich euch heute zeigen. Es geht um Chase und Ace. Ein schwarzes und ein weißes Auto.  Zwei Freunde,  die beide gerne Rennen fahren. Doch als Chase als schwarzes Auto gewinnt, machen die weißen Autos neue Regeln fürs nächste Jahr. Strecken nur für weiße Autos,  willkürliche Polizeikontrollen - da hat Chase keine Chance.... Ob alle weißen Autos hinter den neuen Regeln stehen? Und wie es mit Chase und Ace weitergeht?

Ich war sehr berührt von dem behutsamen Umgang mit dem Thema Rassismus. Mit den Inpulsfragen kann man die Geschichte auch im Unterricht gut einsetzen. Es lohnt sich, die Geschichte mehrmals zu lesen, um alle Aspekte wahrzunehmen. Auch die Illustrationen haben mir sehr gefallen, da sie nicht zu viele Details haben und sich aufs Wesentliche konzentrieren, ohne reduziert zu wirken. Ein rundum gelungenes Buch, das man denke ich gut einsetzen kann!!!

Ein wichtiges Buch zum Thema Rassismus. Eine Geschichte und gleichzeitig ein Arbeitsbuch

Entgegen meinen sonstigen Buchvorstellungen möchte ich hier gar nicht zu viel auf die Geschichte und den Handlungsverlauf eingehen, sondern vielmehr vermitteln, was dieses Buch sonst noch bietet. Es ist nämlich nicht einfach "nur" ein Bilderbuch, sondern vielmehr ein Buch, dass man auch als Arbeitsbuch bezeichnen könnte. 

Es ist ein wichtiges Buch, dass auf sehr anschauliche Art eine Geschichte erzählt, in der es um zwei beste Freunde geht, die eine große Leidenschaft teilen, die Liebe Rennen zu fahren. Die Rede ist von zwei Rennautos, die sich Rennen lieferten, denen es aber völlig gleich war, wer gewinnt. Die Freundschaft war wichtiger als das Gewinnen. Das eine Auto war schwarz, das andere weiß, aber darüber, dass ihre Farbe einen Unterschied machen könnte, darüber haben sie nie ansatzweise nachgedacht. Es war schlicht kein Thema, genauso, wie es sein sollte.

Leider herrschte unter den Rennautos, die im Rennkomitee waren, eine andere Meinung, und die wurde deutlich, als das schwarze Rennauto ein Rennen gewann. Als erstes schwarzes Auto. Während sich Ace, das weiße Auto für seinen Freund Chase, dem schwarzen Auto freute, beratschlagte das Rennkomitee wie sie es, denn in Zukunft anstellen könnten, dass kein schwarzes, oder anders farbiges Auto mehr gewinnen konnte. Nur weiße Wagen sollten Gewinner sein.

Es gab zwar eine im Komitee, die das nicht richtig fand, taute sich aber auch nicht gegen die Meinung der anderen zu sprechen. Und so kam es, dass sie tatsächlich in die Rennstrecke zwei Wege einbauten. Eine für weiße und eine für schwarze und andersfarbige Wagen.

Und so gewann beim nächsten Mal Ace und nicht Chase, was alle sehr verwunderte.

Wie es weiter geht, verrate ich nicht, aber eins möchte ich dann doch erwähnen, die beiden Freunde sind immer Freunde, nichts trübt ihre Freundschaft. Vielmehr stärken die Vorfälle sie und Ace sieht sich veranlasst seinen Gewinn zu hinterfragen.

Gleiches Recht für alle, gleich welcher "Haut"Farbe, welchen Geschlechtes oder anderer Dinge, die unterscheiden, ist noch immer nicht selbstverständlich und genau deshalb gibt es dieses Buch.

Wieso genau und was Jenny Devenny als Autorin dazu gebracht hat so zu erzählen, wie sie es macht, davon erfahren wir in ihrem Vorwort, dem sich das Vorwort der Herausgeberin anschließt, die unter anderem darauf eingeht, wieso die Geschichte von Ace und Chase neu aufgelegt und das Buch weiterentwickelt wurde. 

Das Buch soll als Gesprächsgrundlage diesen, über Privilegien und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu sprechen, und deshalb gibt es nicht nur im Anschluss die Geschichte eine Vielzahl von Disskusionsfragen, die sich immer auf bestimmte Seiten in der Geschichte beziehen, sondern auch vorab schon Tipps für das Lesen mit Kindern und eine Erklärung, wieso dieses Buch so wichtig ist.

Ich könnte hier jetzt viele Zitate und Analysen vermitteln, doch ich denke, jeder sollte dieses Buch selbst in die Hand nehmen und erleben.

Es ist zu wichtig und zu intensiv und so würde es hier den Rahmen sprengen all die Vorzüge des Buches darzustellen.

Ich denke es ist eine großartige Arbeitsgrundlage, um intensiver in die Thematik einzusteigen. Um Kinder für das Thema zu sensibilisieren, aber auch um betroffene Kinder zu stärken.

Was mir fehlt ist eine ergänzende Literatur und Hilfeverzeichnis, z.B. mit Hinweisen auf Anlaufstellen oder weiteren Geschichten.

Vielleicht wird das ja bei einer erneuten Auflage Berücksichtigung finden.

Das Buch eignet sich für den Kindergarten-Vorschulbereich, ist aber in Bezug auf die Diskussionsfragen ehr dem Schulbereich zuzuordnen, was überhaupt nicht heißen soll, dass man es nicht Kindergartenkindern vorlesen kann. Die Geschichte selbst verstehen Kinder ab 3,5 - 4 Jahren und sind absolut begeistert von der Handlung, die in ihnen von alleine Fragen und Kommentare zu Ungerechtigkeiten wecken, jedoch sind die Diskussionsfragen ehr Grundlage für Gespräche mit etwas älteren Kindern. Man kann sich aber im Kitabereich wunderbar daran orientieren und eigene Frage formulieren.

 

Ein sehr gelungenes Werk!

Ein so wichtiges und komplexes Thema in ein tolles, zugängliches Kinderbuch verwandelt - großes Kompliment!

Wir begleiten die beiden Rennautos Ace  und Chase. Ihr Farbe unterscheidet sie, aber ihre Freundschaft und ihre Liebe zu Autorennen verbindet sie. Der Ausschuss des jährlichen Autorennens möchte jedoch mit allen Mittel verhindern, dass ein schwarze Autos gewinnen und am Ende sogar teilnehmen. 

Das Buch beginnt zunächst mit einem wichtigen Vorwort und einigen Erklärungen und Definitionen, die an dieser Stelle essenziell sind. Hier kann auch manch Erwachsener noch einiges lernen. Es wird auch explizit darauf hingewiesen, ab welchem Alter das kindliche Gehirn Unterschiede hinsichtlich Hautfarbe und ungleiche Behandlung etc. wahrnimmt. Das war sehr spannend zu lesen.

Am Ende des Buches finden die Vorlesenden auch noch einmal viele Anregungen für das Vorlesen und Erklären mit dem Kind, sogar mit genauen Textbeispielen. Es ist toll gemacht und sehr wichtig, dass bei diesem Themenkomplex auch der Vorlesende „an die Hand genommen“ wird. 

Inhaltlich wird es durch die Übertragung auf verschieden farbige Autos und unterschiedliche Regeln bei dem selben Rennen für Kinder ab 5 Jahren sehr gut greifbar gemacht. Je nach Altersgruppe gibt es dabei mehr zu lernen und zu besprechen. 

Die Kinder können den langsamen Wandel von Ace miterleben, welcher im Laufe der Zeit merkt, dass die Regeländerungen nicht richtig sind.

Auch finde ich es sehr interessant und vor allem leider realitätsnah, dass dieser Wandel bei dem Rennausschuss nicht statt findet. Allein Grace macht eine Entwicklung durch und traut sich irgendwann doch etwas zu sagen und für die Rechte der schwarzen Autos einzustehen. 

Die Illustrationen geben den Kindern trotz des sehr ernsten Themas auch ein spaßiges Vorleseerlebnis, da diese toll gemacht sind. Den Autos werden Gesicht und Mimik gegeben, die Einblicke in die Gefühlslage erlauben. 

Die Kinder und Erwachsenen lernen in diesem Buch auf kindgerechteweise sehr viel über das Thema Rassismus. Auch wird gezeigt, dass eine Freundschaft über all dem steht. Ein sehr gelungenes Werk! 

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