Jenny Diski

 3.4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Küsse und Schläge, Das blaue Herz des Eises und weiteren Büchern.

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Küsse und Schläge

Küsse und Schläge

 (4)
Erschienen am 05.02.2015
Apology for the Woman Writing

Apology for the Woman Writing

 (1)
Erschienen am 01.09.2011
Nothing Natural

Nothing Natural

 (1)
Erschienen am 07.03.2003
The Sixties

The Sixties

 (0)
Erschienen am 01.09.2009
Stranger on a Train

Stranger on a Train

 (0)
Erschienen am 15.01.2004
Skating to Antarctica

Skating to Antarctica

 (0)
Erschienen am 20.01.2005
Mutterkind

Mutterkind

 (0)
Erschienen am 01.02.1998

Neue Rezensionen zu Jenny Diski

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elane_eodains avatar

Rezension zu "Küsse und Schläge" von Jenny Diski

Lesermeinung zu "Küsse & Schläge" von Jenny Diski
elane_eodainvor 2 Jahren

INHALT: Rachel ist eine moderne und selbständige Frau, die sich ihre Sexpartner freimütig wählt und abschießt, sollten sich Liebe oder Langeweile ankündigen. Doch als sie auf Joshua trifft ändern sich ihre Bedürfnisse. Zunächst erwartet Rachel nicht viel von dieser Liebschaft, doch dann merkt sie wie sie immer mehr in seine Abhängigkeit gerät, wie sie ihm hörig wird. Schlussendlich macht sie sich Gedanken über sich, diese Beziehung, darüber wie sie sich behandeln lässt und über Joshua, der nur nach seinem Willen und zu seiner Befriedigung handelt und dem Rachel fast alles zutraut. Mit diesen Erkenntnissen beginnt Rachel sich Stück für Stück zu lösen und sich zu rächen.

GEDANKEN: Ich weiß nicht sicher was ich erwartet habe von "Küsse & Schläge", aber es hat mich neugierig gemacht, weil es als Wiederentdeckung eines Klassikers der erotischen Literatur beworben wurde, erstveröffentlicht 1989.
Der momentane "Shades of Grey"-Hype und ähnlicher Bücher lässt mich völlig kalt, aber wie ist ein erotischer Roman, der vor knapp 30 Jahren geschrieben wurde und der nun von einem meiner Lieblingsverlage, Klett-Cotta, 2015 neu aufgelegt wurde? Das interessierte mich doch und so habe ich die Gelegenheit ergriffen.

Nun aber fällt es mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten, denn es ist mir irgendwie zu sehr Mischung zwischen Erotischem und Literatur. Wie kann ich das erklären? Vielleicht so: Es gibt zu viele erotische Szenen, um das Buch im öffentlichen Raum zu lesen, aber auch zu viele Abschweifungen, um es als erotischen "Anreger" zu lesen. Erwartet man also ein erotisches Abenteuer nach dem anderen, werden die Pausen dazwischen lang. Erwartet man einen Roman über die Befreiung einer Frau aus der Abhängigkeit zu einem Mann, sind die erotischen Szenen dazwischen doch sehr detailliert geschildert und teilweise derb.

So schwanke ich irgendwo dazwischen, habe mehr Erotik erwartet, habe stattdessen viel über das Leben einer vermeintlich toughen Frau erfahren, aus ihrem Alltag, ihrem Beruf, ihrer Vergangenheit. Ich konnte der Protagonistin tief in ihre Gedanken folgen, in ihre Abhängigkeit von einem Mann, der ihr eigentlich wenig bietet und dennoch zu viel Macht über sie hat. Einige Gedankenspiele sind richtig gut, lesens- und nachdenkenswert, ich möchte die literarische Qualität loben, doch werde dann von der - durchaus sehr ästhetischen - Covergestaltung doch wieder zurück in die erotische Ecke gedrückt und dort stehengelassen.

FAZIT: So richtig warm bin ich mit dem Buch leider nicht geworden, was zu weiten Teilen wohl an meinen (unklaren) Erwartungen liegt, denn an sich bietet das Buch einiges, weit über bloße Sexfantasien hinaus. Ich denke, ich werde diesem Buch eine 2. Chance einräumen müssen und auch wollen.

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M

Rezension zu "Küsse und Schläge" von Jenny Diski

Etwas unübersichtlich
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Etwas unübersichtlich

So richtig interessiert ist Rachel eigentlich weniger an kleineren oder Größeren Eskapaden mit dem anderen Geschlecht.

Sie lebt gut ohne engere Beziehung und selbst kurze Ausflüge in die Erotik lassen im Vorfeld das ein oder andere Mal eher Langweile in ihr Aufkommen denn überbordende Lust.

Ihre Freundin Becky, ihre Aufgabe in Bezug auf den jungen Pete, den sie als Schüler begleitet und dessen labile Persönlichkeit sie zu stärken versucht, füllen ihr Leben eigentlich aus.

Und auch ihr erstes Treffen mit Joshua bei Freunden entfacht in ihr keine unbedingte Glut der Leidenschaft. Etwas dicklich, ganz selbstsicher, aber nicht so richtig ihr Typ und nicht die richtige Lebensphase.

Bis Joshua sich mehr oder minder einfach nimmt, was er will. Kühl bis kalt, hart, Schläge auf den Hintern, kompromisslos. Immer nur dann, wenn ihm gerade danach ist, Kontaktaufnahme von Rachels Seite her ist nicht erwünscht.

So entsteht für die junge Rachel ein „doppeltes Leben“. Selbstbewusst, mitten im Leben, gut für sich zurechtkommend, aber nur, bis der Anruf kommt, die Tür aufgeht, Joshua Wohnung betritt.

Ein geheimnisvoller Mann, einerseits, einer aber auch, dem Rachel vieles zutraut, andererseits und ein Mann, von dem Gefahr ausgehen könnte.

Dieser Strang der Geschichte, der im Klappentext als das eigentliche Thema des Buches genannt wird, bildet allerdings rein proportional im Buch nur eine Erzähllinie neben anderen roten Fäden.

Natürlich gibt es vier bis fünf explizite sexuelle Szenen, natürlich kommt auch eine Erfahrung mit einer anderen Frau nicht zu kurz. Dennoch sind diese Szenen und diese gesamte Liaison eher eine Klammer des Buches, die zu Anfang und zum Ende hin Höhepunkte erlebt im Rahmen der Beschreibung von Rachels Alltag, vor allem ihrer Beziehung zu de jungen Pete und den Dramen, die sich dort anbahnen.

Die plötzliche Nähe zu einer anderen Frau allerdings ergibt sich wenig organisch aus dem Geschehen, steht dauerhaft ein stückweit unverbunden mit den anderen Ereignissen, fast, als hätte die Autorin hier nur mehr ein Klischee des härteren, erotischen Romans bedienen wollen. Eine der wenigen Schwachstellen der erzählerischen Linie des Buches.

Interessanter sind da schon die Blicke in Rachels Vergangenheit, in jene Person, die sich hinter der selbstischer wirkenden, jungen Frau verbirgt. Jene Tiefe, die gegen den äußeren Schein sehr wohl für die unterlegene Rolle, die Schmerzen, die kühle Behandlung durch Joshua bereit und offen ist.

Ein wenig Drama des Lebens im Alltag, eine parallel laufende erotische Liaison, welche Diski in aller Klarheit, manchmal auch Derbheit der Sprache schildert, mit besonderen Vorzeichen und, am Ende, ein stückweit auch Thriller, so bietet Diski einerseits sprachlich flüssig durchaus eine voranschreitende Handlung mit einer gewissen Tiefe vor allem Rachels, lässt aber die verschiedenen Handlungsstränge teils zu unverbunden nebeneinander her laufen.

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Wortklaubers avatar

Rezension zu "Das blaue Herz des Eises" von Jenny Diski

Rezension zu "Das blaue Herz des Eises" von Jenny Diski
Wortklaubervor 9 Jahren

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen - obwohl man sich von dem Rückseitentext nicht in die Irre leiten lassen sollte. Es geht um eine sowohl äußere als auch innere Reise, das stimmt, aber nicht etwa um eine ehrgeizige Eislaufmutter.
Jenny Diski macht sich auf eine Reise in die Antarktis und verknüpft damit ein Aufarbeiten und Reflektieren einer verkorksten Kindheit bei Vater und Mutter, die emotional zu instabil waren, um einem Kind Halt zu geben.
Ich habe beide Teile gern gelesen. JD überrascht auch durch frische Blickwinkel und eine eigenwillige Persönlichkeit.

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