Jenny Downham Ich gegen dich

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Inhaltsangabe zu „Ich gegen dich“ von Jenny Downham

Eine moderne Liebesgeschichte à la Romeo und Julia Seit Mickeys fünfzehnjährige Schwester Karyn von Tom, Sohn reicher Eltern, vergewaltigt worden ist, verlässt sie ihr Zimmer nicht mehr. Mit der Mutter, die trinkt, ist nicht zu rechnen. Alles bleibt nun an Mickey hängen, auch um die kleine Schwester Holly kümmert er sich. Und diesem Tom würde er es am liebsten heimzahlen. Ein Flirt mit Toms Schwester Ellie scheint das einfachste Mittel, um näher an ihn ranzukommen. Doch als Liebe daraus wird, wird die Sache kompliziert: Hält Mikey zu seiner Schwester oder steht er zu Ellie? Und für welche Seite entscheidet sich Ellie? Für ihren Bruder und ihre Familie – oder für den Jungen, den sie liebt?

Gefühlsecht...ich konnte mich total gut in die Personen hineinversetzen und mitfühlen, auch wenn es nur eine normale Liebesgeschichte ist.

— noryGlory

Es ist gut aber eben eine normale Liebesgeschichte

— Tetr

Die Geschichte ist super. Hatte mir aber vom Ende ein wenig mehr erhofft...

— Amber_Blair

Naja...

— Leseratte1711

Die Idee ist gut, aber an der Umsetzung hätte noch etwas gefeilt werden können.

— flower_power02

Spannend und einfühlsam schildert Downham die Geschichte einer eigentlich unmöglichen Liebe.

— -Leselust-

Super spannendes Buch, hab es innerhalb von einem Tag gelesen

— Ja_Na_96

Ein sehr emotionales Buch, das durch deprimierende Atmosphäre überzeugt. Irgendwann ist jede Figur unsympathisch - empfehlenswert!

— christarira

Ein besonders tiefgründiger Roman mit einer guten Geschichte, vielen Emotionen und einem offenen Ende, so das Platz für eigene Gedanken ist.

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eine nette Geschichte, sehr deprimierende athmosphäre leider nicht so packend wie gedacht.

— rainybooks

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  • Rezension "Ich gegen dich" von Jenny Downham

    Ich gegen dich

    Leseratte1711

    22. August 2016 um 13:53

    Das Buch hat mich nicht so wirklich beeindruckt. Das Cover ist okay aber einen Stern habe ich abgezogen, weil das Ende sehr offen ist. Man weiß selbst am Ende nicht wer den Gerichtsprozess gtewinnt. Mit den Charkteren hingegen fühlt man direkt mit, man sieht die Geschichte von zwei Seiten. Einmal von der Seite der Schwester des angeblichen Vergewaltigers und von der Seite des Bruders des Opfers. Als diese beiden sich dann in einander verlieben ist das Drama praktisch vorprogrammiert. dafür gibt es von mir zwei Sterne.

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  • Jenny Downham – Ich gegen dich

    Ich gegen dich

    Msnici91

    17. June 2016 um 10:21

    Verlag: cbt Seiten: 382 Genre: Jugendbuch Die Story: Mikeys Schwester Karyn wurde vergewaltigt. Und er weiß auch von wem. Eigentlich würde er nichts lieber tun, als Tom so richtig fertig zu machen. Stattdessen hat er vor, sich an seine Schwester ranzumachen und sie über ihren Bruder auszufragen. Doch dann verliebt er sich in Ellie und plötzlich wird alles kompliziert. Wird Ellie den Mut aufbringen, zu erzählen, was sie in dieser schlimmen Nacht wirklich gesehen hat oder wird sie zu ihrem Bruder halten ? Mikey: Mikey (18 Jahre alt) wohnt in der Sozialsiedlung. Seine Mutter ist Alkoholikerin und so muss er sich um seine Beiden Schwestern Karyn und Holly kümmern. Gleichzeitig hat er noch einen Job. Sein größter Traum ist es eigentlich, einmal Koch zu werden und sein eigenes Restaurant zu eröffnen, aber die Aussicht darauf ist verschwindend gering. Ellie: Ellie (16 Jahre alt) kommt aus einem reichen Haushalt. In der Schule hat sie keine Freunde. Sie hält zu ihrem Bruder Tom, der beschuldigt wird Karyn vergewaltigt zu haben. Aber sie hat auch große Gewissensbisse deshalb. Dann lernt sie Mikey kennen und verliebt sich in ihn. Karyn: Karyn (15 Jahre alt) wurde von Tom vergewaltigt und traut sich seitdem nicht mehr aus dem Haus. Sie lehnt jegliche Hilfe von außerhalb ab, verlangt aber von ihrem Bruder, dass er ihr hilft. Tom: Tom (18 Jahre alt) behauptet steif und fest, Karyn nichts angetan zu haben. Er erinnert Ellie ständig daran, was für eine schöne Zeit sie beide bisher immer verbracht haben, und dass das nicht mehr ginge, wenn er verurteilt würde. Jenny Downham hat mit „Ich gegen dich“ einen guten Roman geschrieben. Ihre Charaktere sind realistisch, mangeln allerdings etwas an Tiefe. Leider lässt die Spannung etwas zu wünschen übrig, was vermutlich an den ständigen Wiederholungen liegt. Die Idee der Geschichte ist gut. Die Autorin hat nur leider nicht das volle Potenzial ausgeschöpft. „Ich gegen dich“ ist eine nette Geschichte für zwischendurch.

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  • Ein Mal reicht...

    Ich gegen dich

    Viviennexoxo

    27. July 2015 um 17:32

    Also zunächst einmal hatte ich gewisse Anforderungen an das Buch. Denn ich hatte breits das Buch "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham gelesen und hatte es, trotz des mehr oder weniger klischeebeladenen Themas sehr genossen. Bei diesem Werk wurde ich leider ein wenig enttäuscht, obwohl die Geschichte zunächst sehr interessant begann und sich der Klappentext äußerst spannend anhörte. Es geht um zwei Teenager aus unterschiedlichen Welten. Das Mädchen, Ellie, stammt aus einer reichen Familie und lernt täglich mehrere Stunden, da sie auf ein Stipendium hinarbeitet. Ihr gesellschaftliches Gegenstück bildet Mikey, der in einer Bar als Hilfskoch arbeitet und sich um seine alkoholkranke Mutter und seine kleinen Schwestern kümmern muss. Diese Gegensätze erinnern ein wenig an Susie und Strolch oder Romeo und Julia, denn die Familien können sich gegenseitig nicht ausstehen. Und das hat auch seinen Grund. Und zwar den, dass Mikeys und Ellies Welten sich nur vermischen, weil Tom, Ellies Bruder, Mikeys Schwester Karyn vergewaltigt hat. Oder haben soll... Das ist die Problematik der Geschichte. Mikey will sich an Tom und seiner ganzen Familie rächen, doch anstatt ihnen allen eins reinzuwürgen, fängt er an sich in Ellie zu verlieben. Doch Mikey steht auf Karyns Seite. Und Ellies steht auf Toms Seite. Es beginnt also kein Kampf zwischen den Familien, sondern ein Kampf zwischen richtig und falsch. Zwischen: "Was will ich wirklich?" und "Was wäre das Richtige?". Es kommt also die Frage auf: Liebe oder Familie? Und immer, wenn man glaubt die Antwort zu kennen, gibt es eine neue Wendung und man steht wieder ratlos vor dieser einen Frage. Soweit klingt es ja alles ganz gut. Und dieser Inhalt hat mich auch vollkommen überzeugt. Allerdings nicht ihre Schreibweise. Zwischenzeitlich zieht sich alles unglaublich in die Länge und ich musste mich an manchen Tagen regelrecht dazu zwingen das Buch in die Hand zu nehmen. Ich habe für diese 380 Seiten immerhin einige Wochen gebraucht, denn auf ein spannendes Kapitel folgen oft genug zwei oder drei, in denen nur geplant und gedacht und niemals etwas getan wird und die Handlung vernachlässigt wird. Statt eines spannenden Hin und Her las ich also einen mehr oder weniger langweiligen Interessenkonflikt. Es reiht sich also in die lange Liste der Bücher ein: "Gewollt und nicht gekonnt"

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  • Ich gegen dich

    Ich gegen dich

    juliaaholic

    Titel: Ich gegen dich  , Originaltitel: You against me , Autorin: Jenny Downham , Genre: Jugendbuch , Verlag: carl’s books , Preis: 14.99€ (Broschiert) , 9.99€ (Taschenbuch) , Seiten: 384 , ISBN: 978-3570161388 Inhalt: Eine Geschichte über die Liebe und den Mut zur Wahrheit … Seit Mikeys fünfzehnjährige Schwester Karyn von Tom, Sohn reicher Eltern, vergewaltigt worden ist, verlässt sie ihr Zimmer nicht mehr. Mit der Mutter, die trinkt, ist nicht zu rechnen. Alles bleibt nun an Mikey hängen, auch um die kleine Schwester Holly kümmert er sich. Und diesem Tom würde er es am liebsten heimzahlen. Ein Flirt mit Toms Schwester Ellie scheint das einfachste Mittel, um näher an ihn ranzukommen. Doch als Liebe daraus wird, wird die Sache kompliziert: Hält Mikey zu seiner Schwester oder steht er zu Ellie? Und für welche Seite entscheidet sich Ellie? Für ihren Bruder und ihre Familie oder für den Jungen, den sie liebt? Meine Meinung: Es gibt diese Bücher, die dich in ihren Zwiespalt ziehen und nicht mehr loslassen, zu einer Entscheidung drängen. “Ich gegen dich“ ist eines dieser Bücher und liegt dadurch sehr schwer im Magen. Man denkt viel darüber nach versucht herauszufinden wie man selber handeln würde. t. Das Thema ist sehr schwer und bohrt sich seinen Weg ins Bewusstsein, nur um dort eine Spur, eine Moral zu hinterlassen. Wenn man seinem eigenen Herzen folgt und sich der Aufrichtigkeit, sowie Ehrlichkeit verschreibt. Manchmal muss man eben nicht die Seite wählen, auf der man stehenmuss, weil es von uns erwartet wird. Sondern man darf sich auch eine neue Seite erschaffen, die auf den eigenen, moralischen Pfeilern erbaut, eine gute Grundlage bietet. Jenny Downham ist hier ein sehr bewegender Roman gelungen. Ich werde noch sehr lange über die Geschichte nachdenken, mich fragen wie es wohl ausgehen würde. Der Inhalt löst etwas im Leser aus und eröffnet ihm neue Wege. Auch wenn es an einigen Stellen, meiner Meinung nach, manchmal etwas zu ausschweifend wurde, würde ich„Ich gegen dich“ in jedem Fall als lesenswert einstufen. Denn dieses Buch eröffnet neue Wege, berührt und hinterlässt Spuren im Bewusstsein. Man sollte es auf jeden Fall gelesen haben. Zitat: War das Liebe? Es tat nämlich weh.. Als ob eine Glasscheibe in einer wichtigen Stelle feststeckte - in seinem Herzen oder in seinem Kopf, und da pulsierte es.. Sie fehlte ihm jetzt schon, und sie war eben erst zur Tür raus.. - Seite 276

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  • Liebe zwischen Wahrheit und Pflicht, ungeschminkt wie das Leben selbst

    Ich gegen dich

    LeJardinDuLivre

    10. June 2015 um 06:51

    Das Leben ist nicht fair. Die Welt ist nicht gerecht. Manchmal ist alles, was sich verändern lässt, man selbst. Das Buch gehört zur Sorte "Schwere Kost". Bei einem Thema, wie diesem nur verständlich. Wir sind sofort mitten drin. Die 15-jähriges Karyn wurde vergewaltigt. Der angeklagte Junge aus reichem Elternhausstreitet alles ab. Der Bruder des Mädchens - Mickey - ist verzweifelt und überfordert. Die alkoholabhängige Mutter steckt wie so oft den Kopf in den Sand. Auf der anderen Seite steht der angeklagte Tom mit seinen fürsorglichen Eltern und seiner Schwester Ellie. Er bekommt einen Spitzenanwalt, natürlich nur den besten. Für ihn wird sogar eine Party geschmissen, als er aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Als Mickey sich auf genau diese Party schleicht, um Tom eins auszuwischen, trifft er auf Ellie. Er verrät natürlich nicht, wer er ist und redet sich selbst ein, er würde Zeit mit ihr verbringen, um an Informationen über ihren Bruder zu kommen. Für Ellie ist Mickey aufregend anders. Mit ihm entdeckt sie eine neue Seite an sich. Doch auch Ellie hat Probleme. Sie ist heillos überfordert mit der Situation, als Hauptzeugin und einzig Anwesende im Haus während der Tat aussagen zu müssen. Der Leser weiß nicht, was Ellie weiß, wie viel Ellie weiß und was in der verhängnisvollen Nacht damals wirklich passiert ist. Hat Karyn die Vergewaltigung nur erfunden (passiert durchaus in der Realität) oder sagt sie die Wahrheit? Wenn ja, hat sie eine Chance auf Gerechtigkeit oder wird Tom den Prozess gewinnen? "Auf welcher Seite stehst du eigentlich?", werden Mickey und Ellie oft von ihren Familien gefragt. Vielleicht geht es gar nicht darum, zu der einen oder anderen Familie zu halten, sondern auf der Seite der Wahrheit zu stehen. Oder auf der Seite der Gerechtigkeit. Ist beides überhaupt das Gleiche? "Eine Familie wird zerstört werden - deine oder meine, die Wahl haben wir. Wir können nicht weglaufen. Das ist das wirklich Leben, Mikey!" (S. 320) Wahrheit und Lüge, Recht und Gerechtigkeit - um all diese Werte geht es im Buch. Und natürlich um die Liebe: die Geschwisterliebe, die freundschaftliche und die romantische Liebe. Verfeinert werden diese Wertekonflikte noch mit andere aktuellen Themen. "Karyn war schon so nuttig angezogen, hat sich dann auch noch betrunken und voll an ihn rangeschmissen - die war doch nur auf Sex aus. Natürlich wollte sie es.", solche kontroversen Gedanken kursieren heute öfter denn je. Im Buch und in der Realität. Das Thema ist schon spannend und interessant, die Umsetzung dazu passend realistisch. Allen voran der Schreibstil: Er beschreibt die Sicht der Jugendlichen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten.Ungeschminkt und auf den Punkt gebracht wird die oftmals derbe Jugendsprache übernommen. Das hat mir gefallen, da ich es als sehr passend empfand. Wer sich einen Eindruck verschaffen will, ist mit einer Leseprobe sicher gut beraten. Die Sprache muss man mögen, um das Buch zu mögen, denn sie ist sehr eigen. Die Charaktere wirkten sehr lebensecht - egal ob es die Mum von Mickey und Karyn, ihre kleine Schwester oder Mickeys bester Freund, Ellies Eltern, ihr Bruder, ihre Mitschüler sind. Genauso haben auch die Hauptcharaktere ihreEcken und Kanten. Ellie ist manchmal sehr auf ihr Äußeres fixiert oder lässt sich schnell beeinflussen. Mickey dagegen hatte von Anfang an meinen Respekt. Wie er sich so um die Familie gekümmert hat, war einfach bewundernswert. Trotz aller Widerstände gibt er nicht auf und hilft auch Ellie dabei, sich weiterzuentwickeln. Sie hingegen lehrt ihm anderen zuvertrauen. Gut gefallen hat mir auch, dass es nicht die typischen schwarz-weiß-Charaktere gibt. Tom steht "Vergewaltiger" schließlich nicht auf die Stirn geschrieben. Genauso wie Karyn auch mal manchmal zickig ist, ist Tom auch manchmal nett und vernünftig. Auch unsere Welt ist nicht in Schwarz und Weiß, Böse und Gut unterteilt. Es gibt unendlich viel Grau und unendlich viel Ungerechtigkeit. Wer hier das eigentliche Opfer ist, ob ihm Gerechtigkeit zuteil wird, ob eine schier unmögliche Liebe wie die von Ellie und Mickey überhaupt eine Chance hat und wie weit sie für Wahrheit oder Familie gehen müsst ihr selbst herausfinden. Ich empfehle das Buch ab 15 Jahren, da es ein ernstes und sensibles Thema und keine oberflächliche Romanze ist. Der Leser muss sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Fazit: Dieses Buch zeigt, dass das Leben nicht immer fair ist, aber trotzdem voller Hoffnung sein kein. Trotz der ernsten Thematik gefiel mir gerade der lebensnahe Sprachstil, die realistischen und vielschichtigen Charaktere sowie das positive Gedankengut, das vermittelt wird. 5 Sterne für ein Buch, so ungeschminkt, wie das Leben selbst.

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  • Ich gegen Dich

    Ich gegen dich

    DarkMaron

    08. March 2015 um 12:56

    Der Titel des Buches bzw. der Klappentext sagt am Anfang für viele vielleicht nicht viel aus, aber wenn man das Buch gelesen hat ist man ganz anderer Meinung. Die Geschichte ist einfach nur schön.

  • Eine harte Geschichte

    Ich gegen dich

    CocuriRuby

    03. March 2015 um 20:42

    Das hört sich im ersten Moment wahrscheinlich relativ plump an. So ist es aber nicht, gerade im Laufe der Geschichte, wird die Situation immer komplizierter. Es werden Fragen von Loyalität, Liebe aller Art, Vertrauen, Verrat und Schuld aufgeworfen. Das ganze Buch ist ein einziges Gefühlschaos, nicht nur für die Figuren, sondern auch für den Leser. Den Schreibstil finde ich komisch – irgendwas stimmt mit dem Satzbau nicht – ich fand es jedenfalls befremdlich. Ich habe mich selten so unwohl in einem Buch gefühlt (vor allem zu Beginn) – vor allem die Gedankenwelt und einfach alles gefielen mir so ziemlich gar nicht. Besonders schlimm fand ich dabei den männlichen Protagonisten, Mickey. Er ist so dieses typische Klischee von verkorksten Jungen – hat das College nie gemacht, kommt aus schlechten Familienverhältnissen, fühlt sich übertrieben verantwortlich für seine Schwestern, sieht gut aus, nimmt so ziemlich nichts ernst und seine längste Beziehung waren zwei Wochen, weil Frauen sowieso nur Fickware sind. Das Gegenklischee ist dann wohl  Ellie, sie ist ein Kind aus gutem Hause, hat gute Noten, ist behütet aufgewachsen, fühlt sich nicht so ganz wohl in ihrer Haut und reif für ihr Alter Allerdings werden die Charaktere im Laufe der Geschichte plastischer und es kommt auch mehr Tiefe hinzu. Durch diese ganzen überspitzen Darstellungen, werden aber auch „schöne“ Kontraste und Probleme erzeugt. Fast so ein bisschen Schulbuchmäßig für Erstsemester Psychologiekurse. Allerdings passten manche Szenen nicht richtig zusammen – weiß nicht wie ich das beschreiben soll, aber manchmal hatte ich das Gefühl von einer Seite auf die anderen, eine andere Geschichte zu lesen. Eigentlich liest man die ganze Zeit mit einem miesen Gefühl. Das ist von der Geschichte aber definitiv gewollt und das macht sie auch gut – aber es ist trotzdem nicht gerade angenehm. Was wirklich passiert ist, wird einem nur stückchenweise geliefert. Ich weiß nicht genau, ob ich das gut finde oder nicht. Ich mag es nicht im Unklaren gelassen zu werden, aber es erhöht den Spannungsbogen und was nach und nach ans Tageslicht kommt ist auch ziemlich heftig, deshalb war ich auch irgendwie froh noch eine Schonfrist zu bekommen. Was mich auch noch irgendwie fertig macht ist, dass mehr oder weniger offene Ende – es wird einem nur eine Richtung gegeben. An sich finde ich das schon wieder gut, weil es einem so selbst überlassen wird, ob die Geschichte gut oder schlecht weitergeht.   Fazit Dieses Buch lässt einen mit einem ganz miesen Gefühl zurück, mit nur einem kleinen Hauch von Hoffnung. Das ist aber auch so gewollt. Das ist kein Buch, was man mal eben zum Spaß liest, weil es einen ziemlich mitnimmt.

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  • Eine Geschichte, die Potenzial gehabt hätte, aber leider extrem schlecht umgesetzt wurde.

    Ich gegen dich

    Danny

    19. October 2014 um 22:54

    Klappentext: Seit Mickeys fünfzehnjährige Schwester Karyn von Tom, Sohn reicher Eltern, vergewaltigt worden ist, verlässt sie ihr Zimmer nicht mehr. Mit der Mutter, die trinkt, ist nicht zu rechnen. Alles bleibt nun an Mickey hängen, auch um die kleine Schwester Holly kümmert er sich. Und diesem Tom würde er es am liebsten heimzahlen. Ein Flirt mit Toms Schwester Ellie scheint das einfachste Mittel, um näher an ihn ranzukommen. Doch als Liebe daraus wird, wird die Sache kompliziert: Hält Mikey zu seiner Schwester oder steht er zu Ellie? Und für welche Seite entscheidet sich Ellie? Für ihren Bruder und ihre Familie – oder für den Jungen, den sie liebt? *** Da ich bereits so viel Positives über Jenny Downhams "Bevor ich sterbe" gehört habe, dachte ich, ich probiere es erst einmal mit "Ich gegen dich", da es mir in der Bibliothek zufällig in die Hände fiel. Und der Klappentext hörte sich wirklich sehr vielversprechend an - wie eine moderne Variante des Rome-und-Julia-Motivs. Und an sich hätte diese Geschichte auch wirklich sehr viel Potenzial gehabt, denn die Grundidee des Romans ist wirklich gut. Jedoch habe ich schon nach den ersten hundert Seiten feststellen müssen, dass ich weder Downhams sprachlichen Stil, noch den Entwurf ihrer Charaktere, noch das Settinng des Romans ansprechend fand. Für mich war das Buch ein einziger beschwerlicher Kampf und ich muss leider gestehen, dass ich - was ich sonst eigentlich nie tue - hier und da einige Seiten überblättert habe, weil mich das Buch einfach nur noch genervt hat. Downham versucht sich der Jugendsprache zu bedienen, was jedoch gewaltig nach hinten losgeht. Ihre Sprache ist bemüht konstruiert und stößt dem Leser so sauer auf, dass es das Buch einfach nur zu einer Qual macht. Alles wirkt übertrieben und unrealistisch. Auch habe ich am Ende des Buches kein klares Bild seiner Charaktere erhalten können. Sie alle blieben mir entweder fremd, oder haben mich richtiggehend abgestoßen. Allen voran Mikey, den ich unsäglich einfältig und unsympathisch empfand. Die so groß gelobte Liebesgeschichte zwischen Ellie und Mikey ist lächerlich und alles, aber keine Liebesgeschichte. Da war kein Gefühl spürbar. Einfach nur schrecklich. Für mich ist ganz klar - ich werde nach "Ich gegen dich" nie wieder ein Buch von Jenny Downham in die Hand nehmen und kann die Lobeshymnen auf diese Autorin nicht im Entferntesten nachvollziehen. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Minute eine Zeitverschwendung!

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  • Ich gegen dich ~ Jenny Downham {Rezension von WONDERFUL nothing else. BOOKS}

    Ich gegen dich

    maristicated

    22. March 2014 um 16:48

    Erster Satz "Mikey konnte es nicht fassen." Inhaltsangabe In Mikeys Familie geht nach und nach alles zu Bruch. Die Mutter schläft tagsüber und nimmt ihre Verpflichtungen, wie Holly, Mikeys achtjährige Schwester, von der Schule abzuholen, nicht wahr. Ein Vater ist sowieso nicht da. Und nun bewegt sich Karyn auch nicht mehr vom Sofa weg. Zurecht. Sie wurde von Tom, Sohn aus reicher Familie vergewaltigt. Sie hat eine Anzeige aufgegeben, aber Tom bekennt sich als nicht schuldig. Das alles macht Mikey so unglaublich wütend. Dass jemand sich traut, so mit seiner Schwester umzugehen! Dass sich jemand das traut, während die eigene Familie stinkreich und ohne Sorgen ist, und die des Opfers sowieso schon kaputt! Mit seinem Freund Jacko wollen sie Tom zu Hause überraschen und den Konflikt mit Schlägen lösen. Allerdings klappt das nicht. Denn Toms Familie hat ein grosses Fest geplant, zur Kautionsentlassung von Tom. Zu diesem Fest wird Mikey eingeladen, als er sich nachmittags mit der Schwester von Tom unterhält, ohne ihr zu sagen, wer er ist. Auf dem Fest dann bietet sich keine Gelegenheit für die beiden, Tom fertigzumachen. Sie tüfteln einen anderen Plan aus: Informationen sammeln. Dafür schleicht Mikey sich an Ellie an, Toms Schwester, kann ihr aber nichts wirklich entlocken. Denn: Ihr Lächeln, ihre ungezwungene, ehrliche Art macht ihn verrückt. Aber wie kann so eine Liebe funktionieren? Meinungsäusserung Auch wenn die Story sich anfangs recht banal anhört, ist es im weiteren Verlauf des Buches überhaupt nicht banal. Ich habe das erste Buch der Autorin schon gelesen und geliebt (Bevor ich sterbe), und dieses hat mich sogar noch ein Fünkchen mehr begeistert. Ich liebe, wie Downham die innerlichen Konflikte dieser Figuren so stark deutlich hervorbringt. Von denen gibt es schliesslich genug... Überhaupt ist das Ganze so realitätsnah geschildert, und ich habe mit jeder einzelnen Figur mit geleidet. Auch dem Vater, der im Buch als ziemliches [piep] rüberkommt. Jede Person hat so etwas Einzigartiges an ihr, das wird dann vor Allem ab der Mitte wird das deutlich. Dieses Buch ist mehr als nur ein Buch, und ich bin so traurig, dass es schon zu Ende ist! Fazit Dieses Buch hat alle meine Erwartungen übertroffen! Und nach 'Bevor ist sterbe' hatte ich wirklich sehr hohe an dieses Buch! Unbedingt lesen, dieses Buch DARF MAN NICHT VERPASSEN!   Ganze Rezension auf WONDERFUL nothing else. BOOKS.

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  • *Ich und Du, das darf nicht sein...unsere Familien spielen in verschiedenen Teams*

    Ich gegen dich

    SunnyCassiopeia

    08. March 2014 um 11:22

    Inhalt Mickey will seine Schwester rächen. Er hat es ihr versprochen, er wird sich darum kümmern, alles wird wider gut werden! Für Mickey zählt im ersten Moment nur die Rache an Tom! Den Vergewaltiger seiner 15 jährigen Schwester. Mit Elli hat er nicht gerechnet. Sein Plan über sie, an ihren Bruder Tom heranzukommen und mehr über ihn zu erfahren, schlägt fehl. Denn Elli berührt Mickey, ganz tief in seinen Innerin, wo zuvor noch nie jemand hingelangt ist. Mickey gibt nicht gerne persönliche Dinge über ihn selber preis, aber mit elli ist alles anders....aber niemand darf davon erfahren, er hat Karynn versprochen, sich darum zu kümmern... Aber die Warheit sieht ganz anders aus...Elli und Tom geraten in einen Strudel, ohne Aussicht auf ein Ende... Ihre Liebe darf nicht sein, sie sind doch Feinde und ihre beider Familien, würden es nicht verstehen und dürfen es nie erfahren! Aber dann wird Mickey verraten .... Meine Meinung Ich fand die Idee einer Liebe, zwischen zwei Familien, die allen Grund haben sich gegenseitig zu hassen, sehr interessant. Den Vergleich zu Romeo und Julia, konnte ich perönlich jetzt nicht sehen....Aber die zarte Liebe, die sich langsam zwischen Elli und Mikey entwickelt, ist sehr natürlich und authentisch beschrieben. Nur leider hat mir ab und zu etwas die Spannung gefehlt! Alles geht ineinander über und es ist auch gut zu lesen....aber es bleibt stetig der selbe Rythmus, wie ein stiller See. Und die Treffen zwischen Elli und Mickey waren für mich definitiv zu wenig. Das Thema an sich, fand ich sehr mutig von der Autorin. Sie hat es gut umgesetzt, wie man sich als Opfer fühlt, wie die Leute darauf reagieren und selbst als Familienmitglied, dich abstempeln und als Feind beschimpfen. Wie verschieden Familien sein können, wie jede einzelne für sich und seine Kinder kämpft, egal aus welchen Verhältnissen sie entstammen (Geld allein macht auch nicht glücklich) Ellis Vater fand ich unmöglich und mir kam zum Ende hin der Gedanke, ob er seinen Sohn diese grausame Ader vererbt hat. Wie weit wäre sein Vater damals gegangen, wenn er Ellis Mom nicht bekommen hätte, obwohl diese einen festen Freund gehabt hat? Der Vater ist ganz klar der Sprecher und Anführer der Familie, sein Wort gillt- er rechnet auch nie mit Widerspruch. Ellis Mutter die erst sehr still wirkte, behauptete sich endlich zum Schluss hin und wirkte auf mich stark und mutig! So hätte sie längst handeln müssen. Zu Elli, sie ist ganz klar, das Kind in der Familie das zu funktionieren hat und neben ihren Bruder verblasst und zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Schrecklich!! Ich finde, man hätte auch etwas über Tom erfahren müssen, über seine Persönlichkeit, was ihn für Gedanken kommen, über sein empfinden und sein Aufenthalt im Gefängnis. Mickeys Familie findet in der Story langsam zu sich selbst. Jeder bemerkt, was er leistet in der Familie, wie selbstverständlich es für den jeweiligen war...sie kommen sich näher und es ist ein neuer Anfang, den sie letztendlich eingehen...das ist schön zu lesen...denn verurteilen, kann man Menschen schnell....aber warum und weshalb es so gekommen ist, interessiert die wenigsten.. Fazit Das Leben kann grausam und gemein sein, voller Schicksalschläge....was wäre passiert, wenn ich.............?

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  • Unerwartet gut!

    Ich gegen dich

    Lainybelle

    02. January 2014 um 11:47

    Inhalt Sie schüttelte den Kopf. "Weißt du, was dein Problem ist, Mikey?" "Nein, Mum, aber bestimmt sagst du es mir gleich." Sie griff nach ihrer Zigarette, klopfte die Asche ab und nahm einen letzten tiefen Zug, wobei sie ihm den Rauch direkt ins Gesicht blies. "Du bist nicht der harte Kerl, für den du dich hältst." (S. 14) Mikey will Rache an Tom Parker, dem Jungen, der seine Schwester vergewaltigt hat und nun auf unschuldig plädiert. Karyn zuliebe will er ihn fertig machen, will ihn seine Tat bereuen lassen. Über Toms Schwester Ellie an Informationen zu kommen, die ihm für seinen Plan nützlich sein können, erscheint ihm eine gute Idee. Womit er jedoch nicht gerechnet hat, ist, dass Ellie so anders ist als all die Mädchen, mit denen er bisher zu tun hatte… Meine Meinung Mein erstes Buch von Jenny Downham war „Bevor ich sterbe“, das ja doch ziemlich bekannt ist. Bevor ich dieses gelesen hatte, hatte ich aber auch schon „Ich gegen dich“ in der Warteschlange, auf das ich vom Klappentext her fast noch neugieriger war. Jedenfalls war „Bevor ich sterbe“ für mich eine echte Enttäuschung. An sich gut geschrieben, aber mit den Charakteren konnte ich so gar nichts anfangen. Nach diesem eher ernüchternden Leseerlebnis waren meine Erwartungen an „Ich gegen dich“ sehr tief gesunken. Trotzdem habe ich mich daran gewagt und wurde mit einer riesigen Überraschung belohnt. So weit weg die Protagonistin und sämtliche Nebencharaktere bei „Bevor ich sterbe“ erschienen, so nah waren sie mir in „Ich gegen dich“. Der Er-/Sie-Erzähler wechselt zwischen Mikey und Ellie. Das gibt dem Leser nicht nur die Möglichkeit, beide Perspektiven kennen- und verstehen zu lernen, sondern trägt auch dazu bei, dass die Konflikte im Buch umso stärker kontrastiert werden. Die beiden Jugendlichen kommen aus zwei völlig unterschiedlichen Lebenswelten - Ellie aus der Villengegend der Stadt, Mikey aus der Sozialsiedlung. Den Einfluss der jeweiligen Schicht auf das Leben eines jungen Menschen hat die Autorin sehr realistisch aufgefangen. Auch die Nebencharaktere konnten mich in diesem Buch überzeugen. Von Ellies Eltern über Mikeys Mutter und sowohl Täter als auch Opfer, d.h. die Geschwister der beiden, bis hin zu den Besitzern des Pubs, in dem Mikey arbeitet, hatte wirklich jede Figur ihre eigene Geschichte, die - auch wenn sie nicht aufgerollt wurde - jede einzelne von ihnen sehr lebendig wirken ließ. Die Geschichte beinhaltet viele menschliche Wahrheiten, stimmt nachdenklich, berührt, geht in die Tiefe. Die Glaubhaftigkeit und Authenzität haben mich sehr beeindruckt. Die Spannung wird konstant aufrechterhalten und bis zum Ende kann man sich nicht sicher sein, wie die Sache ausgehen wird. Der Schreibstil hatte mir schon in „Bevor ich sterbe" sehr gut gefallen und war auch hier wieder auffallend echt und lebensnah. Jenny Downham schreibt so, dass man wirklich das Gefühl hat, die Welt so zu zeigen, dass einem alles vertraut vorkommt, obwohl man sie durch andere Augen sieht. Nach all den positiven Aspekten sollte wohl noch der ein oder andere Kritikpunkt angeführt werden, aber ich muss zugeben, dass mir nichts einfällt, was ich an diesem Buch bemängeln könnte. Fazit Da mir „Bevor ich sterbe" - wie schon erwähnt - nicht wirklich gefallen hat, war ich wirklich verblüfft und kann nur jedem, dem es ähnlich ging, empfehlen, der Autorin eine zweite Chance zu geben. „Ich gegen dich" erzählt eine alles andere als komplikationslose Liebesgeschichte und geht dabei auch den schwierigen Fragen des Kernthemas nicht aus dem Weg. Wunderschön atmosphärisch geschrieben, mit vielschichtigen Charakteren und einfach sehr sehr gut.

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  • Rezension zu "Ich gegen dich" von Jenny Downham

    Ich gegen dich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Cover: Ich verstehe absolut nicht, was das Butterbrot mit dem Inhalt – einer Vergewaltigung – zu tun hat. Aber es ist eine super Marketingstrategie! Meinung: Jenny Downham. Mittlerweile löst diese Autorin nur noch ein mitleidiges Seufzen bei mir aus. Nach dem Flop von „Bevor ich sterbe“ war ich wirklich gespannt auf dieses Buch, hoffte das Beste, erwartete das Schlimmste. Ich kann gleich sagen, dass ich es nicht ganz so schlecht fand, wie „Bevor ich sterbe“, aber deswegen war es nicht automatisch besser. Schauen wir mal, was der Klappentext verspricht. „Ein spannender Roman über die Liebe und die Lust am Leben und die Entdeckung des eigenen Muts…“ Okay. Roman über die Liebe. Entschuldigung. Aber ist das wirklich der Ernst?! Mikey sieht Ellie, die Schwester des Typen, der seine kleine Schwester vergewaltigt haben soll und verliebt sich in sie. Die beiden treffen sich zweimal, haben Sex und sind zusammen. Der moralische Konflikt, der im Klappentext angedeutet wird, (darf man die Schwester desjenigen lieben, der so etwas angetan hat, darf man den Typen lieben, dessen Schwester der eigene Bruder auf dem Gewissen hat), wurde wieder mal nur kurz gestreift. Am Ende wurde das Ganze nochmal kurz aufgeköchelt, aber das war’s dann auch. Ein wirklicher Gewissenskonflikt, mit allen Beteiligten fand nur kurz statt und wurde sofort im Keim erstickt. Also schon mal ein klares Nein. Von Liebe fehlte für mich jede Spur, da Mikey einfach nur alles, was nicht bei drei aufm Baum ist, angräbt. Ein Roman über die Lust am Leben. Okay, da haben wir: eine depressive Schwester, die sich in ihrem Zimmer versteckt. Noch eine Schwester, die zwar sehr süß ist, aber ziemlich nervt. Dann eine Mutter, die ihre Kinder vernachlässigt und Alkoholikerin ist und einen Typen, der alle Mädels anmacht und sich durch die Weltgeschichte lügt. Da wären dann noch der Vergewaltiger, seine Schwester, Marke „Streber“, die dann zur „Rockerbraut“ mutiert und plötzlich alle Regeln bricht, dann eine Mutter, die total verblendet ist und einen cholerischen Vater, der nur den Schein nach außen wahren will. Sorry, aber Lust am Leben sieht anders aus. Da bin ich ja lieber ein Goldfisch im Glas, als irgendwer von diesen Figuren! Die Entdeckung des eigenen Muts. Ja, okay. Das ist das einzige, was stimmt. Ellie springt über ihren Schatten, spricht die Wahrheit und stellt sich gegen ihre Familie. Geht in Ordnung. Und sonst so? Das Buch ist ätzend. Jenny Downham hat kein bisschen verstanden, wie Teenager sprechen. „Er ist ja voll das Arschloch.“ „Ey, voll daneben!“ SO SPRICHT KEIN NORMALER TEENIE! Ich HASSE diese krampfige Jugendsprache! Und was mich noch viel mehr stört ist, dass Jenny Downham eine Vorliebe für Toilettenszenen hat. Es gab eine Stelle, an der Mikey auf Toilette war und dann folgte ohne Witz dieser Satz: „Mikey wischte sich mit reichlich Klopapier ab. Nach dem Scheißen kam einem gewöhnlich alles einfacher vor, so als wäre die Welt wieder im Lot.“ (S.77) WER WILL SOWAS LESEN???!!! Fazit: Ätzende 0/8/15 Charaktere, eine langweilige Story, eine mehr als anstrengende Teeniesprache, keine glaubhafte Liebesgeschichte, fehlende Moral und widerliche Atmosphäre. Achja und nicht zu vergessen die legendären Toilettenszenen. Lediglich Ellies Mut war nett. Kein Buch, was man gelesen haben muss.

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  • Ich gegen dich ~ Jenny Downham

    Ich gegen dich

    WONDERFULnothingelseBOOKS

    29. November 2013 um 18:52

     

  • aufwühlend

    Ich gegen dich

    mieken

    18. November 2013 um 05:23

    Jenny Downham lenkt die Aufmerksamheit weg von Täter und Opfer auf die Familienmitglieder. Ein Gesichtspunkt der nur selten Beachtung findet.

  • Ich gegen dich

    Ich gegen dich

    Andreayyy

    13. November 2013 um 21:51

    Kurzfassung: Mickeys Schwester ist von Tom vergewaltigt worden, er will sich rächen. Tom soll irgendwie aus der Sache rausgeboxt werden. Elli, Toms Schwester, und Mickey verlieben sich. Am Anfang zog sich die Geschichte etwas, aber irgendwann fand ich sie richtig spannend. Man konnte alle Positionen gut nachvollziehen: Mickey war hin und hergerissen zwischen Verrat an seiner Schwester und Zuneigung zu Elli. Ich finde die Figur Mickey sehr sympatisch, er kommt aus einer Problemfamilie aus sozialem Brennpunkt, er liebt kochen und möchte einen vernünftigenBeruf haben. Ihm wird es so schwer gemacht, weil die ganze Familienorganisation an ihm hängenbleibt, da seine Mutter unfähig ist. Er möchte es jedem Recht machen, kümmert sich um die kleine Schwester, betütelt die Dame vom Jugendamt und viel mehr. Elli wollte logischerweise ihren Bruder nicht in die Pfanne hauen, konnte aber mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren, eine Vergewaltigung zu decken. Elli ist die mutigste Person in dem Buch, find ich. Ihre Mutter hat irgendwann genug Charakter um  zu ihrer Tochter zu halten. Der Sohn Tom hat leider richtig Mist gebaut und möchte gern ungeschoren rauskommen, ihn fand ich nicht so sympatisch, zu viel verwöhnte Göre reicher Eltern. Im letzten Drittel  hat mich das Buch richtig gefesselt. Das Ende hat mir gefallen, es lässt Platz um Nachdenken :-)

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