Jenny Erpenbeck Geschichte vom alten Kind

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Inhaltsangabe zu „Geschichte vom alten Kind“ von Jenny Erpenbeck

Ein Mädchen wird gefunden, nachts auf einer Straße, einen leeren Eimer hat es in der Hand. Es ist nicht schön noch häßlich, niemand kennt seinen Namen, niemand weiß, woher es kommt, niemand weiß, wer seine Eltern sind. Niemand, auch das Kind selbst nicht. Also wird es in ein Heim gesteckt und auf eine Schule geschickt. Eine verstörende Aura der Formlosigkeit umgibt dieses Geschöpf; jeder Versuch der Kontaktaufnahme prallt zurück wie ein Ball von der Wand. Nur ganz selten scheint es, als wisse das Kind mehr, als es preisgibt – doch wer versucht, sein Geheimnis zu durchschauen, hat das Gefühl, er blicke in einen blinden Spiegel ...In ihrer ersten Veröffentlichung gelingt es Jenny Erpenbeck, der wundersamen Gestalt des alten Kindes eine ganz eigene Sprache zu geben. Eine Sprache, die auf faszinierend-verstörende Weise alles fasst: die Magie der Fremdheit, das Staunen über die Welt, das Geheimnis des Kindes. Mit ihrem hochgelobten Debüt hat sich Jenny Erpenbeck als eine der ganz großen Hoffnungen der jungen deutschen Literatur erwiesen.

Sprachlich faszinierend - viel Inhalt in einem kleinen Buch

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  • Rezension zu "Geschichte vom alten Kind" von Jenny Erpenbeck

    Geschichte vom alten Kind
    milasun

    milasun

    14. January 2013 um 16:59

    "Nachforschungen ergaben nichts. Zwar war das Mädchen in seiner ganzen Größe und Dicke vorhanden, was jedoch Herkunft und Geschichte anging, war es derart von Nichts umgeben, dass seiner Existenz von Anfang an etwas Unglaubliches anhaftete. Das Mädchen war übrig. Also nahm man ihm seinen Eimer weg, fasste es bei der fleischigen Hand und gab es im Kinderheim ab." Sprachlich ein unglaublich anspruchsvoller Roman. Die Sätze sind wie in Stein gemeißelt, so als ob die Autorin jeden von ihnen in monatelanger Anstrengung herausgearbeitet hätte, auf das er für Immer so stehe. So waren die knapp 100 Seiten leider nicht so schnell gelesen, wie ich es mir erhofft hatte. Auch inhaltlich keine leichte Kost: es geht meiner Meinung nach um ein Individuum in einem Kollektiv, um Anpassung, Unterordnung und Akzeptanz und um den Wunsch, für immer Kind zu bleiben; die Geschichte und ihr offenes Ende lassen sehr viele Interpretationsansätze zu. Das Buch hinterlässt bei mir einen negativen Nachgeschmack, ich würde es leider nicht weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Geschichte vom alten Kind" von Jenny Erpenbeck

    Geschichte vom alten Kind
    Petruscha

    Petruscha

    16. October 2012 um 14:25

    Interessante und abgründige Geschichte eines Mutter-Kind-Verhältnisses. Ein Mädchen versucht völlig unterwürfig und unsichtbar zu sein um keine Verantwortung tragen zu müssen. Besonders aufschlussreich finde ich die Widmung der Autorin: „Für meine Mutter“. Da wird diese sich sicher gefreut haben! Ich habe erfahren, dass es sich in diesem Text metaphorisch um die West-Ostbeziehung zwischen Deutschen gehen soll. Kann ich nicht nachvollziehen.

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  • Rezension zu "Geschichte vom alten Kind" von Jenny Erpenbeck

    Geschichte vom alten Kind
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    09. October 2012 um 23:34

    Die unpersönliche, glaubhaft neutrale und irgendwie unglaublich farblose Geschichte eines Mädchens ohne Namen, Herkunft und Charakter. Derart unpersönlich und langweilig, dabei jedoch sprachlich sehr anspruchsvoll und teilweise fast schon tiefgründig neutral, dass es keine Freude ist es zu lesen. Mein Fazit: Kein Kind dieser Welt ist wie dieses Mädchen.

  • Rezension zu "Geschichte vom alten Kind" von Jenny Erpenbeck

    Geschichte vom alten Kind
    esperanta

    esperanta

    23. April 2008 um 20:50

    Kurzweilig, verwirrend, traurig, erschütternd....das Ende ist eher offen und die Fragen, die man hat, werden nicht geklärt