Jenny Jägerfeld Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich

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Inhaltsangabe zu „Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich“ von Jenny Jägerfeld

Erst ist da nur der Schmerz, als Maja sich mit der Stichsäge die Daumenspitze absägt. Dann kommt die Wut, weil ihr Vater glaubt, sie hätte es mit Absicht getan. Aber sie ist doch kein Psycho! Oder doch? Hat sie womöglich dieselbe Krankheit wie ihre Mutter? Die leidet am Asperger-Syndrom und versteht daher nicht, wie andere Leute ticken. Kann Maja sich deshalb nicht vorstellen, dass ein cooler Typ wie Justin sich in sie verliebt? Solche Fragen können schmerzhafter sein als ein fehlendes Stück Daumen, doch Maja stellt sie. Nur so kann sie sich über die Irrtümer in ihrem Leben klar werden. Ein berührendes Jugendbuch über eine Identitätssuche, das Erwachsenwerden und die erste Liebe.

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  • [Rezension] Gefühlvoll, rebellisch, anders.

    Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich

    Schneekatze

    03. May 2014 um 10:24

    Mein erster Jugendroman einer schwedischen Autorin – und ich bin begeistert! Majas Mutter hat das Asperger-Syndrom und dadurch extreme soziale und kommunikative Schwierigkeiten. Das Mutter-Tochter-Verhältnis stellt sich als dementsprechend belastend dar. Der Anfang beginnt schon ein wenig brutal, es wird sehr detailliert erzählt, wie Maja sich die Fingerkuppe beim Sägen abschneidet und wie es sich genau anfühlt. Gerade diese Ehrlichkeit macht es aber auch realistisch. Der Vater und eine Klassenkameradin Majas glauben, sie hätte sich extra verletzt. Und zunehmend glaubt auch Maja, verrückt zu werden. Wie ihre Mutter. Dabei wünscht sie sich doch nur Geborgenheit, besonders eben von ihrer Mutter, die dazu nicht fähig ist. Und auch der Vater scheint eher an seinen eigenen Wochenendgeschichten interessiert zu sein. Bis das ganze dann eskaliert. Auch, wenn das Hauptthema das Syndrom der Mutter ist, geht es auch um die alltäglichen Dinge, wenn man erwachsen wird: Sich verlieben, Sex, anders sein wollen, rebellieren gegen die Erwachsenen und bei Maja vor allem gegen den Mainstream. Ich denke, dass sich nicht nur Jugendliche in die Hauptprotagonistin hineinversetzen können, sondern auch Erwachsene, die dabei an sich selbst denken müssen, als sie jünger waren.   Maja bringt oft ironische Sprüche, beispielsweise, als die Ärztin in ihr Diktiergerät spricht und aufzählt, dass die Patientin weder Alkohol trinkt noch raucht. Und in Gedanken antwortet Maja: »Dafür steh ich voll auf Heroin.« Oder auch die Wiederholungen, dass sie das Regal nicht im Werkunterricht, sondern im Kunstunterricht zum Thema Skulpturen gemacht hatte. Und sie betont immer wieder, dass ein Regal auch eine Art Skulptur ist. Maja ist erstaunlich ehrlich, was das Buch sehr authentisch macht. Und als sie sich von allen verlassen fühlt und einsam ist, beschreibt die Ich-Erzählerin dies nicht mitleidig. Zwar ist sie traurig, aber akzeptiert es als Tatsache. Im Schreibstil der Autorin fällt auf, dass sie manchmal nur ein Wort, ein Adjektiv als unvollständigen Satz verwendet, oder bei den Sätzen die Personalpronomen weglässt und sofort mit dem Verb beginnt. Dadurch wirkt alles eindringlicher, näher. Stärker. Was ich an dem Roman typisch schwedisch finde, sind die vielen englischen Begriffe. Sei es in den Dialogen oder als Maja etwas aus dem Fernsehen auf Englisch zitiert. Die Übersetzung ins Deutsche ist dabei ziemlich gelungen, da die englischen Worte nicht zu krass wirken, sondern passend. Weil sie halt genau so sprechen. Fazit: Jenny Jägerfeld – den Namen sollte man sich notieren. So offene und ehrliche Jugendromane, die genau die Rebellion und den Prozess des Erwachsenwerden treffen, gibt es wenige.

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  • Tiefgehende Splattergeschichte in Rosarot

    Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich

    blaustrumpfine

    03. March 2014 um 14:32

    Ein ausgesägter Flamingo, ein kirschroter Volvo, ein künstlich aufgeklebter Einschusskrater auf der Stirn, eine Party mit Justin Timberlake-Songs, ein leeres Haus in Norrköping, ein lachsrosa Kalender, eine Reihe skurriler Kontaktanzeigen und ein Haiku über eine vollbusige Schwedischlehrerin, deren Bluse platzt… das sind nur einige der Zutaten, aus denen Jenny Jägerfeld ihren rasanten Jugendroman „Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich“ komponiert hat. Maja ist 17, eigensinnig & cool, und hat keine Lust, im Kunstunterricht eine Skulptur zu bauen. Also sägt sie ein Bücherregal für ihre Mutter aus, das sie mit einem ausgesägten Flamingo dekorieren will. Dabei sägt sie sich jedoch versehentlich mit der Motorsäge ein Stück vom Daumen ab… und so kommt es, dass das Buch fast wie ein Splatterfilm beginnt, mit spritzendem Blut, Sägeblättern auf Knochen und einer Protagonistin, die kurzzeitig ohnmächtig wird. Als LeserInnen erleben wir diesen und die darauffolgenden sieben Tage in ihrem Leben hautnah mit, dank einer herzerfrischend schnoddrigen und lakonischen Sprache. Das Wochenende verbringt sie in Norrköping im Haus ihrer Mutter, die jedoch nicht da ist, weil sie in einer psychiatrischen Klinik untersucht wird. Das wusste Maja jedoch nicht, und so kommt es, dass sie einige Tage ganz allein verbringt, aber durch ein paar Verwicklungen erst auf einer Party im Nachbarhaus landet und sich dann schließlich in ihren Nachbarn verliebt, einen Typen, von dem sie die ersten Tage nicht einmal weiß, wie er heißt. Die Story wechselt grandios zwischen der Erinnerung an den körperlichen Schmerz, der immer wieder aufblitzt, der Liebesgeschichte und dem Loch, das ihre abwesende Mutter hinterlässt. Bei dieser, die wohl schon in Majas Kindheit einige besondere Verhaltensweisen an den Tag gelegt hat, wird letztlich das Asperger-Syndrom festgestellt, was nicht nur sie selbst, sondern auch Maja in eine ziemliche Krise stürzt… Und obwohl Maja durchaus aus ein ziemliches Ekelpaket sein kann (zum Beispiel gegenüber einer möglichen neuen Freundin ihres Vaters), ist sie ein absolut starker und beeindruckender Charakter, mit der man sich dank Sätzen wie „Ich wurde nicht gerade mit Einladungen zu Festen zugeschmissen“ sofort identifiziert. Das Buch ist liebevoll in rosa mit Flamingos an jedem Kapitelbeginn gestaltet, und die Übersetzung von Birgitta Kicherer liest sich hervorragend. Für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen empfehlenswert!!!

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  • Eine berührende Geschichte über Identitätssuche und den steinigen Weg zum erwachsen sein.

    Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich

    onion73

    01. March 2014 um 12:57

    Vor einigen Tagen berichtete ich euch ja bereits, dass ich das Glück hatte, ein Rezensionsexemplar von Jenny Jägerfelds neuem Jugendroman "Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich" vom Hanser Verlag zu gewinnen. Das Buch habe ich dann auch in einem Ruck durchgelesen und kann es nur empfehlen. Vielen Dank an den Hanser Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar. Inhalt: Erst ist da nur der Schmerz, als Maja sich mit der Stichsäge die Daumenspitze absägt. Dann kommt die Wut, weil ihr Vater glaubt, sie hätte es mit Absicht getan. Aber sie ist doch kein Psycho! Oder doch? Hat sie womöglich dieselbe Krankheit wie ihre Mutter? Die leidet am Asperger-Syndrom und versteht daher nicht, wie andere Leute ticken. Kann Maja sich deshalb nicht vorstellen, dass ein cooler Typ wie Justin sich in sie verliebt? Solche Fragen können schmerzhafter sein als ein fehlendes Stück Daumen, doch Maja stellt sie. Nur so kann sie sich über die Irrtümer in ihrem Leben klar werden. Ein berührendes Jugendbuch über eine Identitätssuche, das Erwachsenwerden und die erste Liebe. Quelle: Hanser Verlag Leseprobe: http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24506-8 Rezension: Maja ist ein ganz normales Mädchen - nicht mehr Kind, aber auch noch nicht wirklich erwachsen. Sie ist unangepasst, rebellisch, verunsichert und fühlt sich von der ganzen Welt missverstanden. Maja wächst bei ihrem Vater auf, der sie innig liebt, aber mit dem Wesen seiner Tochter nicht wirklich klar kommt. Auf der anderen Seite steht ihre Mutter, eine Psychologin, die alles und jeden perfekt analysiert, aber auf der zwischenmenschlichen Ebene vollkommen versagt und unfähig ist, Gefühle zu zeigen. Aber gerade nach dem Gefühl von Liebe und Geborgenheit ist Maja auf der Suche. Maja fühlt sich vom Leben ihrer Eltern ausgeschlossen und unverstanden. . Einzig ihr Freund Enzo, der aber seine eigenen Probleme mit dem Erwachsen werden hat, steht ihr zur Seite. In dieser Zeit wird das Leben von Maja von Grund auf durcheinander gewirbelt. Sie trifft auf neue Menschen, die ihr helfen, sich in ihrer aufgewühlten Gefühlswelt zurecht zu finden. Auch findet sie die erste zarte Liebe und lernt ihre Eltern - besonders ihre Mutter - besser zu verstehen. Dadurch bekommt Maja einen ganz neuen Blick auf ihre Umwelt. Schon der Titel und Einband dieses Romans geben einen tollen Einblick auf den Inhalt und Schreibstil des Buches wieder. Auch das Thema Pelikan wird im Handlungsverlauf mehrfach aufgegriffen. Ein für mich sehr gelungenes Cover. Die von Jenny Jägerfeld gewählte Ich-Form ist absolut passend für dieses Buch. Die Teenager-Sprache wird lebensnah getroffen. Dadurch liest sich die Geschichte flüssig und leicht, ist aber dennoch sehr tiefgründig und nachdenklich. Eine berührende Geschichte über Identitätssuche und den steinigen Weg zum erwachsen sein, die nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene empfehlenswert ist. Die Autorin Jenny Jägerfeld, 1974 geboren, arbeitet als Journalistin und Lektorin für Fachbücher und Zeitschriften, sowie hauptberuflich als Psychologin in Stockholm. 2006 erschien ihr erster Roman. Für Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich erhielt sie 2010 den Augustpreis, die wichtigste literarische Auszeichnung ihres Landes. Sie ist weit gereist, hat zwei Kinder und besitzt den gelben Gürtel in Karate. Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich ist ihr erstes Buch bei Hanser. Quelle: Hanser Verlag

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