Sprich doch mal Pferd. Ja aber wie spricht man das denn? Nun, vorallem leise und meist nonverbal. Beobachten heisst die Devise, Körpersprache des Pferdes verstehen und darauf eingehen lernen. Und ganz wichtig: Selbstreflektion.
Tipps zum entspannten, ruhigen, auch höflichen und vorallem angstfreien (auf beiden Seiten) Umgang mit dem vierhufigen Kumpel. Nein, Pferde sind keine Spiel- u. Sportgeräte auch keine Luxusgegenstände, welche man nur stets um noch mehr Luxus erweitern muss. Pferde sind empfindsame Lebewesen. Pferde sind Herden- und Fluchttiere, mit ganz anderen Wahrnehmungen von der Umgebung und den Mitgeschöpfen (ergo auch uns Menschen) mit denen sie leben (müssen).
Das Buch ist natürlich für Pferdemenschen geschrieben, welche reiten und Pferde besitzen. Aber auch ich, die Pferde nur hobbymäßig fotografiert und im höchsten (Glücks-)Fall ausgiebig krault, ist's ein sehr informatives Buch. Vorallem die Beispiele in Sachen Selbstreflektion emfinde ich als immens wichtig. Zum Beispiel, dass wir den Tieren zu oft menschliches Denken und damit menschliche Absichten "zuschustern". Alles in allem empfehlenswerte Lektüre für Pferdefreunde, deren Fokus nicht in erster Linie auf "höher, schneller, weiter" liegt. Denn steter Zeit- sowie Erfolgsdruck sind auch Killer für ein vertrauensvolles Miteinander von Mensch und Pferd. Hier wird verständlich beschrieben wie der gemeinsame Weg via vier Hufe u. zwei Menschenfüsse harmonisch begangen werden kann. Dies geschieht nicht belehrend sondern es sind Hilfsangebote. Man kann sie ausprobieren, annehmen, abwandeln oder auch verwerfen. Jedoch muss(!) an erster Stelle IMMER das Pferd stehen.


