Jenny Offill

 3,7 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Amt für Mutmaßungen, Wetter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jenny Offill

Jenny Offill ist 1968 in Massachusetts geboren und in verschiedenen Staaten der USA aufgewachsen. Sie hat an der University of North Carolina und an der Stanford University studiert. Heut lebt sie in New York, unterrichtet Kreatives Schreiben und schreibt Kurzgeschichten und Kinderbücher.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jenny Offill

Cover des Buches Amt für Mutmaßungen (ISBN: 9783328100829)

Amt für Mutmaßungen

 (15)
Erschienen am 13.03.2017
Cover des Buches Wetter (ISBN: 9783492070577)

Wetter

 (8)
Erschienen am 01.04.2021
Cover des Buches Lucky! (ISBN: 9783848901043)

Lucky!

 (3)
Erschienen am 18.03.2016
Cover des Buches Dept. of Speculation (ISBN: 9780385350815)

Dept. of Speculation

 (2)
Erschienen am 28.01.2014
Cover des Buches Weather: A novel (English Edition) (ISBN: B077WWXZ41)

Weather: A novel (English Edition)

 (1)
Erschienen am 11.02.2020
Cover des Buches Sparky! (ISBN: 9781444014877)

Sparky!

 (0)
Erschienen am 13.11.2014
Cover des Buches 11 Experiments That Failed (ISBN: 9780375847622)

11 Experiments That Failed

 (0)
Erschienen am 27.09.2011

Neue Rezensionen zu Jenny Offill

Cover des Buches Wetter (ISBN: 9783492070577)TochterAlices avatar

Rezension zu "Wetter" von Jenny Offill

Lizzie und die Männer
TochterAlicevor 3 Monaten

Flöhe hüten ist leichter als drei Männer - in ihrem privaten alltäglichen Leben hat Lizzie es mit genau drei Exemplaren zu tun: ihrem Mann Ben, ihrem Sohn Eli und ihrem Bruder Henry, der aus meiner Sicht ganz klar der schwierigste Brocken ist und ohne seine Schwester absolut hilflos wäre. Dabei ist er ihr nicht selten ein Klotz am Bein.


Lizzie ist Bibliothekarin und hat damit wohl nicht alle ihre Wünsche ausleben können. Aber sie hat auch im Rahmen dieses Berufes die Möglichkeit, ihrer Gedankenwelt freien Lauf zu gewähren -dadurch genießt auch der Leser ihren Blick auf die Welt und auch darüber hinaus mit zahlreichen Aufs und Abs. Wer meint, in Lizzies Welt wäre nichts los - nun, der hat sich getäuscht, zumindest aus meiner Sicht.


Für mich ist es weniger eine apokalyptische Gedankenwelt als eine Dokumentation von Lizzies alltäglichen Erlebnissen und mehr noch Empfindungen mit Höhen und Tiefen. Eine gewissermaßen krasse Art, diese darzustellen. 


Ist es nun ein Roman oder nicht? Ich neige dazu, ihn als solche anzunehmen, da der Roman als fiktive Ausdrucksform dem Leser alle Freiheiten gewährt. Und derer hat sich Autorin Jenny Offill wahrlich ausgiebigst bedient!

Kommentare: 4
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Cover des Buches Wetter (ISBN: 9783492070577)Nele33s avatar

Rezension zu "Wetter" von Jenny Offill

Ungewöhnlich
Nele33vor 4 Monaten

Wetter der Autorin Jenny Offill ist so ganz anders als ich es  ir nach dem Klappentext vorgestellt habe.

Die Protagonistin Lizzie hat mich während des Lesens teilhaben lassen an ihren "apokalyptischen" Gedanken, die sie in loser Reihenfolge ungeordnet auf mich einwirken ließ.
Henry ihr Bruder lebt nun bei ihr und ihrer Familie. Henry kommt nicht mit der Geburt seines Kindes zurecht und greift vor lauter Panik wieder zu den Suchtmitteln die ihm vertraut sind. Nun versteckt sie jeden Abend ihre eigenen Schlaftabletten in anderen Socken. Sie versucht eine bessere Welt für die zu schaffen, die auf der anderen Seite stehen, die es nicht gut getroffen haben in ihrem Leben. Dies macht sie auch in ihrem Job, der Unibibliothek, wo sie genau auf diese Menschen schaut und versucht zu helfen.Gleichzeitig versuch t sie aber auch etwas für sich zu tun, ein Meditationskurs soll sie stützen, doch die Leiterin macht eine Bemerkung zu ihrem Bruderden sie in ihrem Schutz-Versuch sehr unterdrückt.
Im gesamten Buch werden die Gedanken zur Situation in Amerika ungefiltert und teilweise unstrukturiert weiter gegeben.
Im ersten Durchgang habe ich keinen wirklichen Zugang zu diesem Schreibstil gefunden, konnte die Gedanken allerdings gut nachvollziehen.

Für mich ein Buch welchem der Leser eine zweite Chance geben sollte.


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Cover des Buches Wetter (ISBN: 9783492070577)KateRapps avatar

Rezension zu "Wetter" von Jenny Offill

Originelle und humorvolle Gedankensplitter im Chaos des amerikanischen (Alp-)Traums
KateRappvor 4 Monaten

So ein originelles Buch habe ich schon länger nicht gelesen. Formal durchaus anspruchsvoll fordert es besonders zu Beginn einiges an Konzentration. Splitterhaft setzt sich die Geschichte erst nach und nach zusammen. Als sei sie auseinander gefallen und die Autorin sammele die Scherben ein. 

„Ich war schon immer besessen von verschollenen Büchern, von all denen, die nur halb geschrieben waren oder in Fragmenten zusammengesetzt wurden“, sagt ihre Protagonistin an einer Stelle.

Nach den ersten Absätzen entsteht allmählich das Bild der 44-jährigen Lizzie Benson, einer gescheiterten Intellektuellen, die als Bibliothekarin arbeitet, Ehefrau und Mutter ist sowie Schwester, Tochter, Freundin und ehemalige Studentin. Sie kümmert sich um persönliche Anliegen ihrer Bibliotheks-Kunden, besucht Vorträge und einen Meditationskurs, sorgt sich um Sohn Eli und versucht, ihren neurotischen Mann zu therapieren.

Als sie beginnt, als Assistentin für ihre Mentorin Sylvia Emails zu beantworten, wird sie mit all dem kursierenden Aberglauben der Neokreationisten, jeder Katastrophenangst und sämtlichen  Verschwörungstheorien zu globalen und sozialen Themen konfrontiert.

„Ich schwöre, dass die Hippie-Briefe hundertmal öder sind, als die der Endzeitpropheten. Es geht in ihnen nur um Komposttoiletten(...)“

Doch mehr und mehr lässt sie sich von den Katastrophenszenarien beeinflussen und interessiert sich dafür, Öllampen aus Thunfischdosen zu machen, Karten zu lesen, sich in der Wildnis zurecht zu finden.

Jenny Offill gelingt es, in knappen Absätzen voll lakonischen Humors das chaotische, aufgeheizte Klima in den USA zu beschreiben und die Bemühungen einer Einzelnen, das Leben, das sich zwischen Ängsten und Ansprüchen aufspannt, irgendwie durchzustehen und all ihren Rollen gerecht zu werden. 

„Ich komme mir vor wie ein Frau, die eine volle Tasse in einen Raum mit fremden Menschen trägt und versucht, nichts zu verschütten.“

Obwohl anfangs gewöhnungsbedürftig, hat dieses kleine Buch, das mit der Bezeichnung Roman  spielt, wie mit Jonglierbällen, mich wirklich fasziniert.


Aus dem amerikanischen Englisch von Melanie Walz. Piper 2021

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