Jens Böttcher Herr Sturm und die Farbe des Windes

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Inhaltsangabe zu „Herr Sturm und die Farbe des Windes“ von Jens Böttcher

Herr Sturm hat das Leben satt. Der erfolglose Schriftsteller hangelt sich durchs Leben, indem er Texte für dämliche TV-Soaps fabriziert. Da stößt er eines Tages auf die geheimnisvolle Zeitungsannonce von Herrn Bischoff. Der sucht jemanden, der 12 Menschen interviewt und dann ein Buch über ihre Religion schreibt. Die Bezahlung scheint gut und Sturm nimmt den undurchsichtigen Auftrag an. Doch die Gespräche mit den Fremden wühlen ihn mehr auf, als er gedacht hat. Er wird mit seiner eigenen schmerzhaften Geschichte konfrontiert. Wie kann er mit den Enttäuschungen seiner Vergangenheit umgehen? Was glaubt er eigentlich selber? Und wer ist der mysteriöse Auftraggeber Herr Bischoff wirklich?

Sehr wertschätzender Umgang mit verschiedenen Weltanschauungen

— Anna_Koppri

Ein gebrochener Mann auf der Suche nach dem Glauben - eine fabelhafte, eigenwilige, psychologische, kreative, vielschichtige Erzählung.

— vielleser18

Mir war das Buch überspitzt und sehr stark übertrieben.

— Seelensplitter

"Wäre doch jemand erschienen, der meine Angst umarmt hätte" - so wie dieses Buch mich umarmt hat

— Traeumerin109

Wer suchet, der findet... In dieem Buch.

— LFrank

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    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    Anna_Koppri

    10. September 2016 um 12:42

    Herr Sturm ist ein entmutigter Schriftsteller, an dessen Herz Einsamkeit und Verbitterung nagen, bis er einen geheimnisvollen Auftrag erhält. Er darf ein Buch über den Glauben der Menschen schreiben. Dafür begibt er sich auf eine wundersame Reise und lernt von seinen Gesprächspartnern viel über Religionen, über die Sehnsucht der Menschen, über die Liebe und am meisten über sich selbst. Jens Böttcher malt in seinem Roman eine Geschichte, die von unser aller Leben handelt. Mit viel Feingefühl und Wertschätzung widmet er sich dem Glauben der Menschen und lässt dabei viel von seinem eigenen durchschimmern: Dem Glauben an die persofinizierte Liebe ohne Angst, die uns hilft loszulassen und in die Arme des Friedens fallen zu lassen, der höher ist als unsere Vernunft. Was wir von Herrn Sturm lernen können ist, voneinander zu lernen ohne zu bewerten. 

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  • Ein Schriftsteller schreibt über den Glauben

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    Sonnenblume1988

    06. July 2016 um 21:18

    Der Schriftsteller Richard Sturm bewirbt sich auf eine Anzeige in einem örtlichen Werbeblatt für einen besonderen Auftrag. Was genau dahinter steckt, erfährt er, als er seinen Auftraggeber Herrn Bischoff kennenlernt. Herr Sturm soll ein Buch über den Glauben schreiben und dazu zwölf verschiedene, von Herrn Bischoff vorgegebene Personen befragen. Und so macht er sich auf den Weg und interviewt ganz unterschiedliche Menschen wie einen freiberuflichen Lebensratgeber, einen Psychotherapeuten, einen Professor der Theologie und den Vorsitzenden der Atheisten Südelbe e.V.. Nebenher beschäftigt sich Herr Sturm, aufgewühlt durch verschiedene Gespräche, mit seiner eigenen Vergangenheit. Vor allem zu Beginn des Buches musste ich mich ein wenig an den Schreibstil gewöhnen. Das Buch ist aus der ersten Person Singular erzählt. Manchmal hat mich der Humor in dem Buch angesprochen, aber manchmal fand ich die Sätze zu konstruiert, so dass für mich weniger mehr gewesen wäre (z.B. „Herr Bischoff lächelte, als wäre er der Zwilling vom Nikolaus“). Dazu muss man sagen, dass Herr Sturm vermutlich kein gewöhnlicher Charakter ist, so dass diese Denkweise trotzdem sehr gut zu ihm passt. Ich bin über diese Sätze nur manchmal gestolpert. Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, dass es sich fast um eine Mischung aus Sachbuch und Roman handelt. Bei den Gesprächen mit den fremden Menschen, aber auch bei den (philosophischen) Gedankengängen von Herrn Sturm gab es sehr lange Interviewpassagen bzw. innere Monologe. Das war mir persönlich zu lang und zu viel auf einmal. Dadurch bin ich an diesen Stellen mit dem Lesen sehr langsam vorangekommen. Dennoch fand ich es gut, dass das Thema Glauben nicht einseitig, sondern von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchtet wurde. Außerdem habe ich auch immer wieder neue Fakten kennengelernt bzw. interessante Gedankenanstöße bekommen, die mir sicher lange nachhallen werden. Die Passagen rund um die Vergangenheitsbewältigung von Herrn Sturm ließen sich gut lesen.  Vor allem das Ende hat mich sehr bewegt und mir noch einmal deutlich gemacht, wie viel Tiefgang das Buch hat. Insgesamt ein schönes Buch, das den Glauben an Gott auf verschiedene Arten beleuchtet und sehr zum Nachdenken anregt. Wer zu dem Buch greift, sollte bereit sein, sich in unterschiedliche Gedankengänge hineinzudenken, da das Buch kein Roman ist, den man locker an einem Abend weglesen kann.

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  • eine fabelhafte Geschichte

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    vielleser18

    02. July 2016 um 07:40

    Richard Sturm ist desillusioniert. Er scheint ein gebrochener, verbitterter, einsamer Mann zu sein. Was ist in seiner Vergangenheit passiert, was hat ihm zu dem gemacht ? Anfangs sehen wir nur seine Bitterkeit, seine Unlust am Leben. Erst nach und nach bekommen wir als Leser die Hintergründe dargestellt. Richard Sturm schreibt Drehbücher zu Daily Soaps - was ihm zum Hals heraushängt, aber er braucht Geld zum Leben und von seiner wahre Leidenschaft, Bücher zu schreiben, ist er meilenweit entfernt. Als er jedoch eines Tages auf eine Annonce in der Zeitung findet (die er sonst selten beachtet), in der ein Schriftsteller gesucht wird und ein exquisites Honorar geboten wird, wird er neugierig und bewirbt sich bei Herrn Bischof.  Sein Auftrag ist mit 12 vorherbestimmten Menschen über ihren Glauben zu sprechen.Der Untertitel des Buches "Eine fabelhafte Reise durch die Welt des Glaubens" - ist doppeldeutig und trifft die Geschichte genau.Fabelhaft ist die Reise, die der Protagonist des Buches, Richard Sturm, unternimmt. Sein Aufttraggeber, Herr Bischof, der alles schon geplant hat, bevor es Richard Sturm überhaupt in Erwägung gezogen hat. Auch weitere Aspekte sind fabelhaft. Das ist der märchenhafte, der übersinnliche Teil - der vorherbestimmte Teil ?? Daher trifft der Untertitel den Kern genau.Aber auch fabelhaft in Bezug auf "gut gelungen" - auch hier trifft der Untertitel, denn Jens Böttcher gelingt es eine weit gespannte Welt des Glaubens darzustellen, sie zu einem Ziel zu führen, sie zu bündeln oder einzuordnen.Richard Sturm spricht mit 12 Menschen, die alle verschieden Glauben (oder auch nicht glauben), während er mit den Menschen spricht, wird auch in Richard Sturm eine Veränderung vorgehen, seine harte Schale fängt an erst löchrig zu werden und dann aufzubrechen. Das alles geschieht langsam und nachvollziehbar.Die Gespräche, die er mit den Menschen von Bischofs Liste führt, sind teils sehr philosphisch, mal mehr - mal weniger und manchmal für mich zu abstrakt. Dennoch fand ich es erstaunlich, wie Jens Böttcher diese verschiedenen Ansichten zusammengeführt hat, die Verbindungen, die Quintessenz herausgefiltert hat. Fazit:Ein gebrochener Mann auf der Suche nach dem Glauben - eine fabelhafte, eigenwilige, psychologische, kreative, vielschichtige Erzählung.Ein nicht ganz einfaches Buch, dennoch ein spannender Bericht, das einen durch die Welt des Glaubens führt.

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  • Überspitzt

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    Seelensplitter

    29. May 2016 um 08:10

    Meine Meinung zum Buch: Herr Sturm und die Farbe des WindesErwartung und Aufmerksamkeit:Warum und wie ich zum Buch griff? Lest die Original Rezension auf meinem Blog. Hier findet sich auch die ein oder andere Information, die nicht unbedingt etwas mit der Rezension zu tun hat.Inhalt in meinen Worten:Herr Sturm, ja ein Mann, dessen Lebenssinn irgendwie verschwunden ist, nachdem Tutu gegangen ist.Als er dann auch noch einen merkwürdigen Auftrag erhält, um 12 Menschen zum glauben zu befragen, ist er erst einmal ratlos, doch er braucht das Geld und will einfach mal etwas anderes machen, als nur seine Abendssoaps.Dass er dabei aber nicht nur bei den Menschen bleibt, sondern tiefer in sich hinein steigt, ist irgendwann sehr notwendig. Wohin das ganze führt und was das alles soll, erfährt der Leser im Laufe der Zeit.Wie fand ich denn nun das gelesene?Ich tat mir schwer. Es war mir ein bisschen zu philosophisch angehaucht und obendrein auch noch überspitzt. Als dann auch noch die Charismatiker in das lächerliche gezogen wurden war ich einfach nur noch genervt und fragte mich, was soll das jetzt bitte?Dabei schafft der Autor, mich durch 12 verschiedene Glaubensansichten zu führen. Dennoch blieb mir das Buch fremd, es berührte mich nicht und nervte mich irgendwann. Vielleicht weil ich einfach eh schon genervt war, dass es so überspitzt war.Auch kam ich nicht so schnell im Buch voran, wie ich das gerne wollte. Ich musste immer wieder mich hineinversetzen, die Gefühle blieben mir fremd und das überspitzte hat mir wie schon gesagt nicht gefallen.Sinn des Buches?Glaube? Was ist Glaube? Warum Glaube? Glaubt jeder Mensch? Was glaubt der Mensch?Diese Fragen versucht der Autor in diesem Buch zu beantworten. Dabei schafft er manche tolle Gedanken zu einem runden und greifbaren Text zu formulieren, doch leider blieb mir so einiges eben Fremd und konnte mich nicht berühren.Fazit:Ich habe mir etwas völlig anderes in diesem Buch erwartet und mir gewünscht. Und kam auch nicht so voran, wie ich das gewollt hätte. Außerdem nervte mich das überspitzte und leicht übertriebene Wesen des Buches.Sterne:Ich kann dem Buch leider nur drei geben.

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  • bisher mein (Lese-)Highlight 2016

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    JDaizy

    24. May 2016 um 11:58

    "War es in Ordnung, dieses diffuse Glück trotzdem zu ersehnen, wider besseren Wissens? War es o.k., der Illusion Herzensheimat nachzuhecheln wie ein hungriger Hund einem billigen, quietschenden Plastikknochen? War es nicht eh klar wie Bio-Gemüsebrühe, dass eben nur diese aktive Suche zum Sinn und Zweck jedes menschlichen Lebens führen konnte? Ich stellte erneut fest, dass ich genau das mal geglaubt hatte. Früher. Vor Tutu und mit Tutu. War mein Herz mittlerweile nicht weniger hart als das von Mutter? War ich schockgefroren? War die Antwort nicht im genauen Gegenteil all dessen zu finden, was der "Erwachsene" in mir dem "Träumer" einzureden versuchte? Hatten in meinem Herzen eigentlich Träume und Hoffnung noch Platz? Was ist mit ihm passiert, dem Jungen mit der strahlenden Hoffung in den Augen?" Als der erfolglose Schriftsteller Richard auf eine undurchsichtige Zeitungsannonce antwortet, ahnt er nicht was er damit in Gang setzen wird. Ein älter Herr - Herr Bischoff - bittet ihn, sich mit zwölf verschiedenen Menschen zu treffen, um mit ihnen über ihren Glauben zu sprechen. Diese "Rechercheinformationen" soll er dann für ihn in einem ganz besonderen Buch zusammenführen. Richard glaubt, dass Herr Bischoff diese dann als Erinnerungen für seinen Lebensabend "benötigt". Er zahlt gut und verspricht ihm außerdem noch den Inhalt einer kleinen Schachtel aus einer längst vergangenen Epoche mit handgearbeiteten Schnörkeln und Insignien. Richard kann dieses Angebot nicht ablehnen, weil er dringend Geld braucht und er beschließt - auch wenn ihm alles etwas komisch vorkommt - das Buch zu schreiben. Welche zwölf Menschen werden mit Richard ihre Gedanken über den Glauben teilen? Kann sich Richard dabei auf seine Beobachtungsagbe und seine Erinnerungen verlassen? Was steckt wirklich hinter diesem ungewöhnlichen Buchprojekt? Und welcher zusätzliche Lohn verbirgt sich in der kleinen Schachtel, dessen Inhalt er erst erfährt und erhält, wenn er seine Arbeit erledigt hat? Gleich zu Beginn stellt der Autor eine Frage in den Raum: "Wenn sie in einem Satz zusammenfassen müssten, was sie im Leben suchen, was sie ersehen, was sie glauben - was würden sie spontan antworten. Ohne Nachzudenken!", die auch Richard nicht spontan zu beantworten vermag. Auch ich habe keine spontane Antwort für mich "gefunden" und habe lange darüber nachgedacht. Sehr gern habe ich als Leser Richard bei seiner (Glaubens-)Reise begleitet. Jede einzelne Person, die er trifft, hat eine interessante (oft ganz unterschiedliche) Sichtweise auf das Leben und das, was er glaubt. Da das Buch durchaus philosophisch angehaucht ist und nicht moralisiert und (be-)wertet, wird man auch selbst immer wieder zum Nachdenken angeregt. "Herr Sturm und die Farbe des Windes" ist nichts für kurzweilige (Lese-)Stunden, sondern eher ein Handbuch fürs Leben. Ich bin mir sicher, dass man es mehrmals lesen kann und immer wieder etwas Neues für sich darin entdecken können wird. Für mich persönlich ist dieses Buch nicht ein Buch, sondern ein Geschenk, dass ich jeden der auf der Frage nach dem Sinn des Lebens ist, mit auf den Weg geben möchte. (und natürlich auch allen anderen) Ich persönlich mochte ganz besonders die bildhaften Gleichnisse, zum Beipspiel mit dem Regen oder mit der Farbe des Windes und Richards Begegnung mit dem obdachlosen Hondo. Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass er noch öfter im Buch auftauchen würde. Auch der charismatische, in sich ruhende Krishnan Sharma infiziert nicht nur Richard mit dem stillen Glück des Vertrauens. Mit seiner Mutter hingegen tat ich mich bis zum Ende hin schwer. Im Gegenteil zu ihrem Sohn, empfand ich sie leider weder nett, noch warmherzig. Ganz besonders ihre offenen Schuldzuweisungen, ihre erniedrigenden Worte und ständigen Vorwürfe taten mir sogar als Leser weh. Furchtbar egoistich, verbittert und mit einem Herz aus Stein ist und bleibt sie aber trotzdem seine Mutter. "Gekränkte Hochsensibilität im Alter" trifft es da hervorragend. Da musste ich wirklich Schmunzeln. Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcover 2016 im SCM-Verlag erschienen. Auch wenn man zuerst nicht wirklich viel mit dem Titel anfangen kann, verrät der Untertitel doch um so mehr. Nach dem Lesen versteht man auch die Aussage von "Herr Sturm und die Farbe des Windes" und ich finde der Titel könnte nicht passender sein. Ich mag auch das farbenfrohe und doch zurückhaltende Cover. Es lenkt nicht vom Wesendtlichen ab und hat doch so viel zu sagen. Das Buch ist hochwertig verarbeitet, überzeugt mit einer angenehmen Schriftgröße und Kapitellänge. Leider war es trotz seiner 398 Seiten viel zu schnell vorbei. Fazit: Begleitet Richard selbst auf seiner fabelhaften Reise durch die Welt des Glaubens, bei dem er auch mit seiner eigenen schmerzhaften Geschichte konfrontiert wird und dabei seinem Ziel tagtäglich näher und näher kommt. Dieses Buch ist ein Gewinn für jeden der offen mit seinen Gedanken und Beobachtungen umgeht und bereit ist sich inspirieren zu lassen. Ein Buch das verzaubert, zu Tränen rührt und mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Würde es 10 Sterne geben, hätte dieses Meisterwerk sie alle ehrlich und aufrichtig verdient. Mein (Lese-)Highlight in diesem Jahr!  

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  • Leserunde zu "Herr Sturm und die Farbe des Windes" von Jens Böttcher

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    Sonnenblume1988

    "Eine fabelhafte Reise durch die Welt des Glaubens." Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag SCM Hänssler stellt drei Exemplare des Buches "Herr Sturm und die Farbe des Windes" von Jens Böttcher zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Herr Sturm hat das Leben satt. Der frustrierte Einzelgänger ist erfolgloser Schriftsteller, der bloß Texte für dämliche TV-Soaps zustande bringt. Da fällt ihm die geheimnisvolle Zeitungsannonce von Herrn Bischoff ins Auge. Der sucht jemanden, der 12 Menschen interviewt und dann ein Buch über den „Glauben der Menschen“ schreibt. Da er ziemlich gut zahlt, nimmt Sturm den Auftrag an. Doch die Gespräche mit den Fremden wühlen ihn mehr auf, als ihm lieb ist. Herr Sturm wird nicht nur mit dem Glauben der anderen konfrontiert, sondern auch mit seiner eigenen schmerzhaften Geschichte - vor allem mit dem katastrophalen Verlust der Liebe seines Lebens. Wie kann er mit den Enttäuschungen der Vergangenheit umgehen? Was soll er eigentlich selber glauben? Und wer ist sein Auftraggeber Bischoff wirklich? " Bitte bewerbt euch bis zum 26. April hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch das Thema "Glaube" interessiert. Hier ist der Link zur Leseprobe. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.scm-shop.de für 17,95 € (Buchpreis)  bestellen. Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 128
  • Der Junge mit der strahlenden Hoffnung in den Augen

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    Martinchen

    23. May 2016 um 18:45

    "Herr Sturm hat das Leben satt. Der erfolglose Schriftsteller hangelt sich durchs Leben, indem er Texte für dämliche TV-Soaps fabriziert. Da stößt er eines Tages auf die geheimnisvolle Zeitungsannonce von Herrn Bischoff. Der sucht jemanden, der 12 Menschen interviewt und dann ein Buch über ihre Religion schreibt. Die Bezahlung scheint gut und Sturm nimmt den undurchsichtigen Auftrag an. Doch die Gespräche mit den Fremden wühlen ihn mehr auf, als er gedacht hat. Er wird mit seiner eigenen schmerzhaften Geschichte konfrontiert. Wie kann er mit den Enttäuschungen seiner Vergangenheit umgehen? Was glaubt er eigentlich selber? Und wer ist der mysteriöse Auftraggeber Herr Bischoff wirklich?" Das ist der Klappentext und besser kann ich es auf gar keinen Fall zusammenfassen. Der Leser begleitet Richard Sturm bei seinen Besuchen bei Herrn Bischoff und den Menschen, die er interviewen soll. Komisch nur, dass die Interviewpartner den Termin schon viel länger kennen als Richard selbst. Jeder der Interviewpartner stellt seinen Glauben dar, beginnend mit einem Theologie-professor, bei dem Richard sehr viel über die verschiedenen Religionen lernt. Es folgt ein Therapeut, dann - nein, lieber selbst lesen, bevor ich zu viel verrate. Es sind wunderbare Geschichten, die sich so oder so ähnlich ereignen haben können - und vermutlich auch haben. Warum bekommt ausgerechnet Richard diesen Auftrag? Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass er zutiefst unglücklich ist. Warum er das ist, erfahren wir sehr viel später, denn Richard muss sich seiner Geschichte stellen. Es geht um Gefühle, Verletzungen, Schuld und Verzeihen, nein es geht um das einzig wichtige im Leben: die Liebe. Auf der Rückseite des Buches sind Auszüge aus Rezensionen abgedruckt. Christina Brudereck (Theologin, Lyrikerin und Romanautorin) wird zitiert mit dem Satz: "Eine poetische Hymne auf das Heilige, das uns alle verbinden könnte." Dieser Satz drückt aus, was ich beim Lesen empfunden habe. Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat, ein Buch, das ich noch mehrmals lesen werde. Ich wünsche diesem Buch viele Leser, vor allem jenen, die auf der Suche sind. Diesem Buch würde ich gern 6 Sterne geben, wenn es möglich wäre.

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  • Begib dich auf die Reise...

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    Traeumerin109

    Richard Sturm folgt einer merkwürdigen Zeitungsannonce, und lernt dadurch den mysteriösen Herrn Bischoff kennen. Dieser sucht jemanden, der ein Buch über den Glauben schreibt, dabei aber gut mit der Löschtaste umgehen kann. Obwohl Richard die ganze Geschichte reichlich seltsam vorkommt, nimmt er den Auftrag an und begibt sich damit auf eine Reise, die ihn mehr fordern wird als er sich vorstellen kann. Zwölf Personen stehen auf seiner Liste, und sie alle haben ihm etwas zu erzählen. Als er zu ahnen beginnt, dass er sich nicht nur diesen Gesprächen, sondern auch seinen lange vergrabenen Gefühlen stellen muss, ist es bereits zu spät: Er hat sich auf den Weg gemacht, ohne zu wissen, wo er am Ende ankommen wird… Für dieses Buch greift jede Inhaltsangabe viel zu kurz. Wie soll ich schreiben, was ich alles erfahren und gelernt habe? Zwölf Stationen gibt es auf Richards Reise, und bei jeder einzelnen lernt er eine Menge sowohl über Religion und verschiedene Ansichten zu diesem Thema als auch über die ganz persönlichen Glaubenserfahrungen der Menschen, die ihm begegnen. Und mit ihm zusammen habe auch ich gelernt. Zunächst einmal viele interessante Dinge über die verschiedenen Religionen, die es gibt, sowie zu ihrer Verknüpfung untereinander. Dann haben alle Personen in dem Buch etwas zu ihrer persönlichen Suche erzählt. Da kamen unglaublich faszinierende Geschichten und mit solch treffenden Worten beschriebene Sehnsüchte dabei heraus, dass ich nur den Hut ziehen kann. Die verschiedensten Sichtweisen kommen hier zu Wort, vom Theologieprofessor über den Lebensratgeber bis hin zum tiefgläubigen, reizenden älteren Ehepaar. Auch eine zutiefst verzweifelte Seele lässt uns an ihrer Hoffnungslosigkeit teilhaben. Allen gemeinsam ist, dass sie die Frage, die Richard selbst nicht beantworten kann, nämlich an was sie glauben, in ihrem Leben irgendwie beantwortet haben. Bei allen geht es im Grunde um Liebe, ob das nun offensichtlich ist oder zwischen den Zeilen steht. Es geht um Verzeihung und Angenommensein, um Hoffnung und Zweifel. Durch das, was sie unserem Herrn Sturm erzählen, gerät er selbst in einen Strudel von Gefühlen und Gedanken, die ihn mit sich fort ziehen. Es scheint, das Schicksal hat etwas Außergewöhnliches mit ihm vor. Die wieder hervorgegrabenen Gefühle jedoch waren nicht umsonst unter Verschluss, zu schmerzhaft ist die Erinnerung. Je weiter er jedoch geht, desto unaufhaltsamer wird eine Veränderung, die seinem Leben eine neue Richtung geben wird. Auch bei der Bewertung des Buches muss ich sagen, es fällt mir extrem schwer. Das liegt daran, dass ich einfach nicht in Worte fassen kann, was ich beim Lesen empfunden habe. Ich war begeistert, habe dieses äußerst sensibel und grandios geschriebene Buch verschlungen, aber das trifft es noch nicht einmal annähernd. „Ich war sprachlos. Ich schrieb mein Schweigen auf.“ So ging es Richard zwischendurch, und genau das ist es, was ich gerade mache: Ich versuche, mein sprachloses Schweigen aufzuschreiben. Ob oder wie gut mir das gelungen ist, weiß ich nicht, ich kann es nur hoffen. Denn ich finde, dass dieses Buch gelesen werden muss, von vielen Menschen, die alle noch auf der Suche sind. Vielleicht erfahren sie dann, dass sie schön längst gefunden sind, ohne es zu wissen. Von mir klare fünf Sterne, und ich wünschte ich könnte mehr geben!

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    • 2

    JDaizy

    14. May 2016 um 21:29
    Traeumerin109 schreibt Von mir klare fünf Sterne, und ich wünschte ich könnte mehr geben!

    "Ich wünschte ich könnte mehr geben!" - genau DAS habe ich auch gedacht. Ein wunderschönes Buch und eine ganz tolle Rezi. Danke.

  • Nahrung für die Seele. Ein Kompass für den Glauben.

    Herr Sturm und die Farbe des Windes

    LFrank

    30. March 2016 um 08:51

     Nach Samuel kamen Könige um Könige, Kriege um Kriege, und das ganze Theater-, wer wen, weshalb und warum, wofür und wogegen anbetete und pries oder auch nicht, um die Ecke brachte oder am Leben ließ, begann, und nahm seinen unfriedlichen Lauf des Weltgeschehens. Die Entstehung so vieler verschiedener Ideologien brachte unnötige Kriege hervor. Die Auswirkungen haben wir bis heute - man muss nur die Nachrichten einschalten - am Hals, und können sehen wie wir damit fertig werden, mit dieser diesseitigen Hölle. Hätte der Autor Jens Böttcher damals schon gelebt, seid ganz sicher, er wäre von Glaubenskrieg zu Glaubenskrieg geeilt, und hätte mit Tupfer und Salbe, vor allem aber, mit unerschöpflicher Empathie versucht, das Durcheinander einzudämmen und abzustellen. Die Menschen ein wenig bei der Hand zu nehmen, und sie zur Vernunft- oder auf Kurs zu bringen. "Du", hätte er zu den Gotteskriegern gesagt. "Das tut doch weh. Hör auf mit dem Unfug und trink mal 'n Schluck." Heute - im Zeitalter feiger Bomben - geht das natürlich nicht mehr. Schon klar. Aber wenn er könnte, der Autor, dann... Dieses Buch ist eine helfende, bittersüße Medizin für all diejenigen, zu denen es Zugang finden wird. Hier werden wir Leser liebevoll bei der Hand genommen. Als fluffig leichte Verpackung ist seine-, in Worte gefasste Linderung, in süchtig machenden Wortwitz eingehüllt. Was er in diesem Buch bewerkstelligt hat, gleicht einem Kompass zur Selbstfindung, zur Orientierung, zur Klarstellung, zum Ausatmen, wenn man sich- entweder verirrt hatte, oder erst gar nicht losgelaufen ist, weil man schlichtweg nicht wusste in welche Richtung genau man gehen sollte. Und ob überhaupt. Wer seine Sonnabend-Sendung "Tiefseetauchen" schlüssig verfolgt, wird so seine Vermutungen anstellen, ob nicht der ein- oder andere Gast aus diesen wundervollen Beiträgen, sich, vielleicht als verkleidete Person, in dieses, herausragende Buch eingeschlichen hat. Herausragend deshalb, weil es eben anders ist als andere Bücher. Inhaltlich. So wie der Autor selbst. Anders. Angenehm anders. Seine Werke bringen Zeitabläufe durcheinander, weil man von seinen Worten und Ansichten, seinen Fähigkeiten als Buchautor und Musiker, einfach nicht lassen kann, und alles stehen und liegen lässt. Anfangs sind ein paar Seiten die vermuten lassen: Irgendwie ist er gerade noch nicht so ganz bei sich. Noch nicht so ganz im Tritt. Das sind aber nur ein paar Seiten. Danach wird man mehr noch als nur mitgerissen. Spätestens am Ende von Seite 196 nähert sich diese Erkenntnisreise einer so vollendeten Vollkommenheit, dass es schon fast ein wenig unheimlich ist, weil man in einen großen Spiegel sehen muss. Der Autor holt den großen Hammer heraus, holt aus, und trifft den Nagel ohne zu zögern, mitten auf den Kopf. Den Preis von 17,95 Euro finde ich persönlich viel zu gering. Ehre wem Ehre gebührt. So lautet die Regel. Dieses Buch ist kein profaner Bestseller wie er anschließend in jedem Buchladen von Massen verramscht wird. Dieses Buch ist von ganz anderer Art. Viel wertvoller, bedeutender, nachhaltiger. Leser, die in jedem Buch dass sie zu fassen kriegen Spannung erwarten, sollten ihre eigene geistige Intelligenz überprüfen, bevor sie eine vernichtende Neid-Rezension schreiben. Dieses Buch erfordert eine gewisse Reife. Wer es besitzt, wird es hüten wie einen heiligen Gral. Ganz sicher. Es ist ein... Meisterwerk? Sagt man das überhaupt noch, oder ist das zu altmodisch? Egal. Ein rein religiöses Buch ist es jedenfalls nicht. Dem Ewigen sei Dank.

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